Unterrichtsentwurf für die erste Lehrprobe zur zweiten ... in afrika... · So bearbeiten alle SuS

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  • Unterrichtsentwurf fr die erste Lehrprobe zur zweiten Staatsprfung fr das Lehramt an der Primar- und Sekundarstufe I im Unterrichtsfach

    Sachunterricht

    Thema der UE: Werkstattarbeit: Wie leben Kinder in Afrika?

    Thema: Hamburg oder Afrika Wo wrdest du lieber leben?

    Datum/Zeit: 20.02.2008 8.20-9.05 Uhr

    Schule: GTS Fhrstrae

    Fhrstrae 90 21107 Hamburg

    Lerngruppe: 4b

    Mentorin: Frau Stallbohm

    Prfungsausschuss: Herr Grbler (Vorsitzender)

    Frau Klatt (Schulleiterin)

    Herr Unruh (Hauptseminarleiter)

    Frau Dr. Petersen (Fachseminarleiterin)

    Referendarin: Annika Klinckhamer Pfenningsbusch 19 22081 Hamburg Tel.: 040-20006303 Mail: klinck2001@gmx.net

    Inhalt

    1 bersicht ber die Stunden der UE

    2 Ziele der Stunde

    3 Vorberlegungen zur Lerngruppe

    4 Didaktisch-methodische Entscheidungen

    5 Verlaufsplanung

    6 Anhang

  • 1

    1 bersicht ber die Stunden der UE

    1. Stunde: Kinder in Afrika - Was mchtest du erfahren? Was erwartet dich?

    2. Stunde: Wo liegt Afrika? Wir stellen eine AfrikaKarte her

    3. /4. Stunde: Einfhrung in die Afrika-Werkstatt

    5. Stunde: Was hast du ber den Kontinent Afrika erfahren?

    6. Stunde: Wie unterscheidet sich dein Tagesablauf von dem eines afrikanischen Kindes?

    7. Stunde: Hamburg oder Afrika Wo wrdest du lieber leben? (Lehrprobe)

    8. Stunde: Dein Essen und afrikanisches Essen Welche Unterschiede hast du entdeckt?

    9. Stunde: Was machen afrikanische Kinder in ihrer Freizeit?

    10. Stunde: Wie kleiden sich afrikanische Kinder?

    11. Stunde: Was hast du ber die afrikanische Kunst erfahren?

    12. Stunde: Wir erstellen ein Quiz - Was hast du ber das Leben von Kindern in Afrika gelernt?

    Projekttag: Wir erleben Afrika hautnah

    2 Ziele der Stunde

    Fachlich Durchlaufend

    Die Schler und Schlerinnen (abgekrzt SuS)

    - lernen den Kontinent Afrika, die afrikanische Kultur und die Lebensweise von Afrikanern kennen, indem sie sich kognitiv und konkret handelnd mit der Afrika-Werkstatt auseinandersetzen

    - lernen afrikanische Lebensformen kennen und setzen diese in Bezug zur eigenen Lebensrealitt, indem sie mit Hilfe von Texten und Bildern ber die Lebensbedingungen afrikanischer Kinder zum Einen und ber ihre eigenen Lebensverhltnisse zum Anderen reflektieren

    Die SuS

    - ben sich im sach- und partnerbezogenen sprachlichen Handeln

    - lesen erst die Aufgabe durch bevor sie den Partner bzw. Lehrer zu Rate ziehen

    - eignen sich selbststndig Themen an - bernehmen Expertenmter - thematisieren aufgetretene Probleme und

    suchen gemeinsam nach Lsungen - bringen Verstndnis fr andere Kulturkreise

    auf und fassen andere Kulturen als Bereicherung auf

    - entdecken die afrikanische Kultur, ohne dabei auf Stereotypen und Vorurteile zurckzugreifen sondern bauen mgliche ngste und Vorurteile gegenber Afrikanern ab

  • 2

    3 Vorberlegungen zur Lerngruppe Die Lerngruppe besteht aus 20 SuS: 10 Mdchen und 10 Jungen. Die meisten SuS haben einen Migrationshintergrund mit Deutsch als Zweitsprache. In diesem Kontext lassen sich auch die z. T. erheblichen Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache erklren, insbesondere beim Textverstndnis und bei der Rechtschreibung. Hier kann es sein, dass einige SuS den Arbeitsauftrag der einzelnen Werkstattbereiche nicht verstehen. Deshalb drfen die SuS jederzeit ihren Sitznachbarn zu Rate ziehen. Hier habe ich aber ausdrcklich darauf hingewiesen und im Rollenspiel verdeutlicht, dass sie bei Fragen eines Schlers nicht die Lsung verraten, sondern einen Tipp geben. Die Erklrungsversuche der SuS gelingen schon besser. Einige SuS neigen noch dazu, Lsungen einfach abzuschreiben. SViele SuS sind lernwillig, motiviert und begeistern sich fr sachunterrichtliche Themen. Die Lerngruppe ist es gewohnt, in offenen Formen (Werkstatt- und Stationsarbeit) zu arbeiten. Dabei herrscht ein angenehmes Klima der Akzeptanz und Hilfsbereitschaft. Die Schler arbeiten bei selbstndigen Formen gerne zu zweit.. Allerdings ist auch sie inzwischen eher bereit mit Partnern zu kooperieren. Bei einer selbststndigen Arbeit besteht die Gefahr, dass einzelne Mdchen und Jungen in Nachbargesprche verwickelt sind. Der Klasse sind mehrere Rituale vertraut: die Triangel als Ruhezeichen, das Amt der Ruhekinder, die Warteschlange mit Wscheklammern, das Expertensystem1, das Feedback am Ende der Stunde und die Schiedsrichterkarten. Die gelbe Karte dient als Signal fr die letzte Verwarnung. Erhlt der Schler die rote Karte, muss er die Klasse verlassen und in den Gruppenraum gehen. Sofern sich dort ein Schler befindet, muss er in die Nachbarklasse. Whrend im letzten Schuljahr beide Karten hufig zum Einsatz kamen, brauchte ich in diesem bisher nur gelegentlich die gelbe Karte. 4 Didaktisch-methodische Entscheidungen Das Thema Kinder aus Afrika ist im Hamburger Rahmenplan im Lernfeld Leben in Europa und der Welt2 angesiedelt und damit verbindlicher Unterrichtsinhalt. Dieses Lernfeld ist fr die 3./4. Klasse im Sachunterricht (SU) vorgesehen. Das Thema Afrika ist fr die Lerngruppe von Relevanz, da die SuS tglich mit afrikanischen SuS in Berhrung kommen. Ein Mdchen der Klasse hat einen afrikanischen Vater. Zustzlich gehen zwei afrikanische Mdchen in die Parallelklasse. Ferner verwenden die SuS meist unbewusst afrikanische Produkte: sie essen Gerichte mit afrikanischen Gewrzen, Schokolade aus Afrika u.a. In ihrer Umgebung (in Wilhelmsburg) gibt es afrikanische Lebensmittellden. Bei vielen SuS bestehen jedoch bisher nur vage Vorstellungen ber die afrikanische Welt. Die meisten Kinder verbinden Afrika mit Armut. Damit die SuS ein differenzierteres Bild erhalten, sollen sie mit Hilfe einer Werkstattarbeit die Lebenswelt und weise afrikanischer Kinder kennen lernen und sie dann mit ihren eigenen Lebensbedingungen vergleichen. Da sich das Thema Afrika als weitreichend darstellt, werden die Akzente auf die fr Kinder interessanten Bereiche gesetzt. Das sind in erster Linie die alltglichen Aspekte. Die Werkstatt ist zur besseren Strukturierung in fnf Bereiche3 aufgeteilt: Allgemeines ber Afrika (1), Leben und Wohnen in Afrika (2), Afrikanisches Essen (3), Tierparadies Afrika (4) und Afrikanische Kunst (5). So erfahren die SuS Wissenswertes ber den Kontinent Afrika und die Tier- und Pflanzenwelt. Auerdem erweitern die SuS ihr Wissen in den verschiedenen elementaren Bereichen des afrikanischen Lebens wie Essen, Wohnen, Kunst, Kleidung, Spiritualitt und Freizeitgestaltung von Kindern. Dabei werden die SuS aufgefordert, Bezge zu ihrer eigenen Lebensform herzustellen. Sie knnen Unterschiede entdecken und erkennen, dass die

    1 Die bernahme einer Expertenrolle ist den Schlern noch nicht so vertraut. 2 BEHRDE FR BILDUNG UND SPORT 2003, S. 12 3 Die Bereiche sind durch verschiedene Farben der Karten und durch eine rumliche Trennung gut auseinander zu halten.

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    Lebensbedingungen von Kindern (...) in anderen Regionen der Erde anders sind als in Deutschland und das hnliche Grundbedrfnisse auf andere Weise erfllt werden4. Die UE ist so konzipiert, dass die SuS die Andersartigkeit Afrikas als faszinierend erleben, anstatt bei ihnen Mitleid hervor zu rufen. Mitleid schafft meines Erachtens eher Distanz und verhindert ein gleichberechtigtes Verstndnis des Anderen. Ausgehend von der Akzeptanz jedes Menschen kann gemeinsam konstruktiv berlegt werden, wie die Lebenssituationen der Afrikaner verbessert werden knnte. So werden Probleme nicht ausgeklammert, sondern auch thematisiert, z.B. Armut und Kinderarbeit in den Werkstattbereichen Yari die Kakaoarbeiterin und Afrikanisches Essen unser Essen . In der UE wird vor allem das raumbezogene, sozial- und kulturbezogene Lernen gefrdert. Zu Beginn der UE wird eine gemeinsame Afrikakarte angefertigt, die auf das Thema Afrika geografisch vorbereiten soll (raumbezogenes Lernen). Die geographischen Kenntnisse sollen mit Hilfe der Karte gefrdert werden, indem die SuS auf der selbsterstellten Afrikakarte die Lnder, aus denen die afrikanischen Kinder kommen, finden sollen. Weiterhin stehen Texte zur Verfgung, die eine kognitive Beschftigung mit der Kultur und Lebensweise von Afrikanern erlauben (sozial- und kulturbezogenes Lernen). Die Klasse wird mit der fremden Kultur und den fremdartigen Lebensbedingungen afrikanischer Kinder bekannt gemacht, indem verschiedene afrikanische Kinder (Esta, Dembo, Farai) aus ihrer Perspektive ber Land und Leute berichten. Mit Hilfe der Identifikationsfiguren wird den SuS der Zugang und das Sich-Hinein versetzen in eine andere Kultur erleichtert. Dabei ist mir jedoch bewusst, dass es sich um eine begrenzte, nicht reprsentative Schilderung handelt und nicht das gesamte facettenreiche Bild Afrikas widerspiegelt. Diese Problematik werde ich mit den SuS im Gesprch thematisieren. Auerdem enthalten einige Auftragskarten noch kurze Informationen ber allgemeine Aspekte Afrikas, die auf die unterschiedlichen Lebensverhltnisse afrikanischer Kinder hinweisen. Darber hinaus liegt der Fokus nicht auf einem afrikanischen Land. Vielmehr werden mehrere Lnder aufgegriffen, um der Vielfalt des Kontinents gerecht zu werden. Die SuS bekommen so ein umfassenderes Bild ber Afrika. Die SuS erhalten Gelegenheit, handlungs- und sinnesorientiert zu arbeiten. Erst durch die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Afrika bekommen die SuS eine persnliche Beziehung zum Lerngegenstand und machen sich mit dem Leben afrikanischer Kinder vertraut. So habe ich darauf geachtet, dass bei den Werkstattbereichen verschiedene Wahrnehmungskanle beim Lernprozess angesprochen werden und die Kinder ihrem Lerntyp entsprec