usgabe 2 Besser leben - Hörgeräte | Gehö · PDF fileDie Soziolinguistik be -...

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  • Besser lebendas kundenmagazin von neuroth

    Kleine Ohren, grOSSe AufgAben

    Zu Besuch bei der Audiopdagogischen Frhfrderung

    > Seite 14

    KnAcK-PunKt

    Wie klingt unser Essen, wenn Sounddesigner mitmischen?

    > Seite 12

    eMPfehlenZAhlt Sich AuS

    Neuroth sagt Danke mit tollen Prmien

    > Seite 16

    Der hrbAre

    unterSchieDAnders, aber doch gleich: Dialekte in Deutschland

    > Seite 4

    Hallo!

    Servus!

    Tach!

    Guda Dag!

    Gria di!

    Moin moin!

    Salle!

    Guude!

    ausg

    abe

    2

  • 2 Besser leben

    3 Editorial 4 Deiner, meiner, unserer Auf den Spuren der deutschen Dialekte

    8 Die ganze WWWelt Mit einem Klick ins grte Neuroth-Hrcenter

    9 High-Tech in Hollywood Welche Promis mit Hrgerten ber den roten Teppich schlendern

    10 Wer hats erfunden? Die neuesten Hrgerte-Technologien im berblick

    12 Knusper, knusper, Knuschen Warum die Wurst knackt und der Keks knuspert

    14 Lisas Schlssel zur Welt Ein Besuch bei der Hr-Frhfrderung

    16 Neuroth sagt Danke Empfehlen lohnt sich: Alle Infos zum neuen Prmiensystem

    18 Klang-Raum Wie gutes Hren in allen Rumen gelingt

    20 Schon gehrt? Spannendes aus der Welt des Hrens

    22 Neuroth-ischer Rtselspa Gewinnen Sie eine Kreuzfahrt fr Zwei

    23 Immer fr Sie da Alle Hrcenter Deutschlands auf einen Blick

    IMPRESSUM

    Medieninhaber, Eigentmer: Neuroth HRCENTER GmbH, Kreuzerkamp 9, D-40878 Ratingen. Tel. +49 /

    (0)2102 565 92 50. Fax +49 / (0)2102 565 92 70. Email:

    of f [email protected] Fr den Inhalt verantwortlich: Neu-roth AG, Schwarzau im Schwarzautal 51, A-8421 Wolfsberg

    im Schwarzautal. Email: of f [email protected] Redaktion und Text: Elisabeth Faustmann, Schmiedlstrae 1, A-8042 Graz, Martin Novak, CONCLUSIO PR Beratungs GmbH,

    Schmiedgasse 38, A-8010 Graz. Grafisches Konzept und Layout: Neuroth AG. Fotos: Neuroth AG, auer Seite 9 www.shutterstock.com, Seite 12 und 13 www.istock-

    photo.com, Seite 17 Bosch, Vossen, Seite 19 www.

    istockphoto.com, Seite 20 Marvel, Seite 20 und 21 www.

    istockphoto.com, www.shutterstock.com. Ausgabe 2,

    Stand: Dezember 2013. Druck: Ferdinand Berger & Shne GmbH, Wiener Strae 2123, A-3580 Horn. Satz- und Druck-

    fehler vorbehalten.

    I N H A L T

  • 3Besser leben

    Das Verstehen von Sprache ist der Schlssel zu gelungener Kommunikation, zu den schnen Dingen im Leben. Hren und gehrt werden dafr arbeitet Neuroth seit ber 100 Jahren in sterreich. Fr diese Ausgabe von Besser leben haben wir uns umgehrt und eine ganz besondere Form der Sprache unter die Lupe genommen: die deutschen Dialekte. Wussten Sie zum Beispiel, dass ein Dialekt im Gehirn wie eine Fremdspra-che verarbeitet wird, und viele somit eigentlich mehrsprachig aufwachsen?

    In einer Welt ohne Sprache, Musik und Gerusche zu leben das kann man sich als hrender Mensch gar nicht vorstellen. Wenn Kinder hrbeeintrchtigt sind, tauchen pltzlich viele Fragen und Unsicherheiten auf. HNO-FachrztInnen, Logop-dInnen und speziell ausgebildete PdakustikerInnen sorgen dafr, dass auch kleine Ohren gut hren. In besonderen Frder-einrichtungen lernen die Kinder dann, das Gehrte in die rich-tigen Bahnen zu lenken, zu sprechen und zu verstehen. Warum das so wichtig ist, zeigt ein Besuch bei der Chance B, einer Hr-Frhfrderstelle in Gleisdorf (sterreich), ab Seite 14.

    Auerdem finden Sie in dieser Ausgabe alle Infos zum Kunden werben Kunden-Programm (Seite 16), ein tolles Gewinnspiel (Seite 22) und viele weitere Geschichten und Neuigkeiten aus unserer Welt des Hrens. Wir wnschen Ihnen viel Lesevergn-gen mit Ihrer Ausgabe von Besser leben und freuen uns, Sie bald wieder in einem Neuroth-Hrcenter begren zu drfen!

    Lukas Schinkoleitet das Familienunternehmen Neuroth

    bereits in 4. Generation

    EdItoRIal

    Liebe Neuroth-Kundinnen!

    Liebe Neuroth-Kunden!

  • 4 Besser leben

    ehr viele Deutsche wach-sen mehrsprachig auf, ob-wohl sie von ihren Eltern

    nur Deutsch lernen. Das erscheint Ihnen unwahr-

    scheinlich? Keineswegs! Dialekte sind unterschiedliche Ausprgun-gen einer Sprache, ebenso wie Hoch-deutsch. Was wir heute als deutsche

    Standardsprache bezeichnen, ist ei-gentlich eine Mischung aus verschie-denen Schriftdialekten. Unser Gehirn verarbeitet diese verschiedenen Aus-prgungen wie Fremdsprachen man lernt von Geburt an, zwischen den Formen der deutschen Sprache hin- und herzuwechseln und erlangt so eine innere Mehrsprachigkeit. Die-se ist im Vergleich zur ueren Mehr-sprachigkeit also dem Beherrschen verschiedener Sprachen zwar nicht ganz so komplex, trainiert aber trotz-dem kognitive Fhigkeiten wie Auf-fassungsgabe und abstraktes Den-ken. Und sie ist unverzichtbar, um verschiedene Kommunikationssitu-ationen zu bewltigen. Aber Dialekt macht nicht nur schlau und fit frs Kommunizieren: In manchen Fl-len spielt er auch Amor, wie wissen-schaftliche Studien belegen. Insbe-sondere den Bayern drfte der Dialekt den Weg ins Herz anderer erleichtern:

    C O V E R S T O R y

    dIalEktE In dEUtSchland

    Deiner, meiner, unserer

    Es gibt zu viele, um sie zu zhlen, und trotzdem verbinden sie ganze Lnder: die Dialekte.

    Was genau aber ist ein Dialekt? Und was bedeutet er den

    Menschen in Deutschland? Eine Spurensuche.

    nrdliches Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein

    Nordhessen

    BorschJunge, Bub

    Rhein-Main-Raum

    S

    Da nich(t)fr!Gern geschehen!

    schnuckennaschen

  • 5Besser leben

    Laut einer reprsentativen Umfrage des Instituts fr Demoskopie Allens-bach ist dieser Dialekt nmlich be-sonders attraktiv, gefolgt von Nord-deutschem Platt. Auf den hintersten Rankingpltzen landen Saarlndisch, Schlesisch und Pommerisch. Di-alekt beeinflusst uns also nicht nur beim Sprechen und Verstehen, sondern auch in der Frage, wessen Stimme Musik in unseren Ohren ist.Doch zunchst gilt es, die Grundlagen zu klren: Was ist berhaupt ein Di-alekt? Dr. Stefan Kleiner, Mitarbei-ter am Institut fr Deutsche Sprache in Mannheim, er-klrt: Ganz all-gemein versteht man unter einem Dialekt eine Va-riett einer Sprache. Im deutschen Sprachraum sind Dialekte zustz-lich immer regional begrenzt. Dabei kommt es aber nicht nur auf die Aus-sprache an: Ein Dialekt umfasst alle

    sprachlichen Ebenen: Grammatik, Wort- und Satzbau, Wortschatz. Be-zieht man sich nur auf die Aussprache, so handelt es sich um einen Akzent, so Dr. Kleiner. Im deutschen Sprach-raum sind Dialekte zustzlich immer

    regional begrenzt. Das ursprngli-che Deutsch hat sich nach der Sess-haftwerdung dif-ferenziert und mageblich auf-grund der Vlker-wanderung ver-ndert. Deutsch existiert in dem Raum, in dem es auch heute noch gesprochen wird, ungefhr seit dem 4. oder 5. Jahrhun-dert n. Chr., er-klrt Dr. Kleiner die Entstehung der Dialekte. Durch geografische und

    politische Grenzen voneinander iso-liert, hatte man nur sehr wenig Kon-takt zu anderen Menschen und de-ren Sprachformen so konnten sich die unterschiedlichsten Dialekte ent-wickeln. Das sei aber nur die halbe

    C O V E R S T O R y

    Nordwest- DeutschlandSachsenSd-Deutschland

    Die Einstellung zum Dialekt ist unterschiedlich.

    In greren Stdten ist er

    aber rcklufig.Dr. Stefan Kleiner,

    Mitarbeiter am Institut fr Deutsche Sprache in Mannheim

    > S.6

    Hinterpfuideifelabgelegenes Dorf

    kbschheikel, whlerisch

    beim Essen

    drmelntrdeln, bummeln

    Dialektologie ist jenes Gebiet der Sprachwissenschaften, das sich mit rumlichen Unter-schieden in den Sprachen befasst. Die Soziolinguistik be-schftigt sich mit den Wechsel-wirkungen zwischen Sprache und sozialen Gegebenheiten. Eine soziolinguistisch orien-tierte Dialektologie fragt da-nach, welche sozialen Gruppen in welchen Situationen und zu welchem Zweck Dialekt oder einzelne dialektale Formen gebrauchen.

    WER WEISS WaS?

  • 6 Besser leben

    Wahrheit, sagt Helen Christen, Pro-fessorin fr Germanistische Lingu-istik an der Universitt Freiburg in der Schweiz. Mit unterschiedlichen sprachlichen Ausprgungen wollen sich Menschen als unterschiedlich erkennbar machen Dialekte haben also auch etwas mit Identitt zu tun, stellt sie fest.

    Bilder im kopfDass Dialekte ein emotionales The-ma sind, ist nicht verwunderlich: Die Sprache, mit der ein Kind auf-wchst, ist sei-ne Mutterspra-che und bleibt es ein Leben lang. Auch dann, wenn man sich den Di-alekt selbst nicht aussuchen wr-de oder ihn ei-gentlich nicht lei-den kann, gehrt er doch zu einem. Das Verstecken eines Dialekts ist oft eine Folge von Klischees und Ste-reotypen, die mit dem Klang einer bestimmten Sprachvariation Hand

    in Hand gehen. Wer sich als Bayer, Rheinlnder oder Sachse zu erkennen gibt, erzeugt Bilder im Kopf seines Ge-genber die Bayern sind stndig in den Alpen und tragen dabei ihre Le-derhosen, die Rheinlnder sind das ganze Jahr ber in Feierlaune und die Sachsen versteht ja sowieso kein Mensch. Dabei vermischen sich Eigen-schaften und Bilder, die man eigent-lich einer Landschaft oder einer Stadt zuordnet, unbewusst mit der Spra-che sie heften sich sozusagen an den Dialekt. Kein Wunder also, dass

    so manch einer ins Hochdeutsch wechselt, sobald er mit Anders-sprachigen kom-muniziert, oder?

    Das ist in Deutsch-land unterschied-lich ausgeprgt, wei Dr. Klei-ner. In den Regi-onen, in denen Di-alekt tatschlich noch gesprochen wird also vor al-lem in Sd- und

    Mitteldeutschland haben die Men-schen eine berwiegend positive Einstellung zum eigenen Dialekt. In

    greren Stdten ist der Dialekt aber bereits rcklufig. Immer wieder werden Stimmen laut, die den Niedergang der Dialekte pro-phezeien neue Medien und Jugend-kultur seien der Sargnagel fr die Sp