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  • Brauchen wir e ine

    Pflegekammer?

    www.gesundheit-soziales-nrw.verdi.de

    KA MMERTÖNE ver dis

    1In format ionen zur P f legekammer in NRW

  • Beschäftigte aus der Pflege fragen:

    Tarifverträge gibt es nur mit Gewerkschaften

    In allen Betrieben, die einen Tarifvertrag haben, verhandelt

    ver.di mit den Arbeitgebern über unsere Gehälter, Arbeits-

    zeiten oder Urlaubstage. Eine Pflegekammer kann da nichts

    ausrichten.

    Auch in kirchlichen Krankenhäusern oder Altenheimen,

    die mit ver.di keine Tarifverträge abschließen wollen, bekom-

    men wir nur dann mehr Geld, wenn die Tarifverhandlungen

    für den öffentlichen Dienst abgeschlossen sind und die

    kirchlichen Gremien die Ergebnisse übernehmen. Eine Pflege-

    kammer hilft dabei überhaupt nicht.

    Eine Pflegekammer wird nie Einkommen und Arbeitsbe-

    dingungen regeln. Auch bei Fragen zum Tarifrecht dürfen

    Pflegekammern nicht beraten. Sie haben gesetzlich festge-

    legte Aufgaben. Dazu gehört der Erlass einer Berufsordnung,

    in der u.a. geregelt wird, an welchen Fortbildungen die

    Pflegefachkräfte teilnehmen müssen.

    Für Freiwilligkeit – gegen Zwang

    Uns ist Freiwilligkeit ganz wichtig. Wir wollen, dass niemand

    zu einer Mitgliedschaft gezwungen werden kann. Auch dann

    nicht, wenn es nichts kosten würde. In einer Pflegekammer

    aber muss jede Pflegefachkraft Mitglied werden und Bei-

    trag bezahlen. Bei Vollzeitbeschäftigung wären das derzeit

    10 Euro monatlich.

    Allein aus diesen beiden Gründen, Zwang zur Mitglied-

    schaft und Pflichtbeiträge, lehnen wir eine Pflegekammer ab.

    V. i.S

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    Wer für uns spricht – entscheiden wir

    Es entspricht nicht unserem Demokratieverständnis, dass eine

    Institution nur dann für die Pflege sprechen kann, wenn auch

    alle Pflegefachkräfte Mitglieder sind.

    Wir sind sehr wohl der Meinung, dass ver.di für uns Pfle-

    gekräfte Politik machen kann und soll, auch wenn wir weit

    davon entfernt sind, alle Pflegekräfte organisiert zu haben.

    Für uns hat eine Kammer, in der man Mitglied werden muss,

    nicht mehr Legitimation für die Pflege zu sprechen als ver.di.

    Als Gewerkschaftsmitglieder haben wir Einfluss auf Po-

    sitionen zu Fragen der Pflege. Wir sind die Expertinnen und

    Experten, wenn es um die Neuregelung der Berufsausbildung

    geht. Wir bestimmen die Haltung in unserer Gewerkschaft zur

    Hochschulausbildung der Pflege und auch zur Pflegekammer.

    Veränderungen setzen Engagement voraus

    Über Arbeitskreise, Gremien, Vorstände und Konferenzen

    tragen wir zur Meinungsbildung in unserer Organisation bei.

    Gemeinsam mit allen Beschäftigten streiten wir für mehr

    Personal in Krankenhäusern, psychiatrischen Kliniken und

    in der Altenpflege.

    Stellungnahmen, Konferenzen und Resolutionen, die mehr

    Personal einfordern sind wichtig. Sie reichen aber nicht aus,

    damit unsere Abgeordneten sich dieses Themas – jenseits von

    Sonntagsreden – annehmen. Dazu brauchen wir die Bereit-

    schaft der Beschäftigten, allen voran der Pflege, bei Aktionen

    von ver.di mitzumachen. Die Politik wird das Personalproblem

    für uns nur lösen, wenn wir durch unser Engagement über-

    zeugen.

    ver.dis Informationen zur Pf legekammer in NRW

    Woz u?

    www.gesundheit-soziales-nrw.verdi.de

    ver.di vertritt uns in Krankenhäusern, psychiatrischen Einrichtungen und der Altenpflege.

    KAMMERTÖNE