Vereinbarkeit von Familie und Beruf : A.T. Kearney

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  • 28. September 2012

    Studienergebnisse: A.T. Kearney 361, Handout zur Rede von Dr. Martin Sonnenschein (Partner und Managing Director Central Europe)

    Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Unternehmen tun zu wenig!

    Konferenz Familie & Wirtschaft

  • A.T. Kearney 10/09.2012/43763d 2

    1.771 Befragte aus ber 400 Unternehmen1

    43%: weiblich, 57%: mnnlich

    27%: 40 Jahre

    41% mit Kindern im Haushalt

    22%: 1-Personen Haushalt, 35%: 2-Personen Haushalt, 21%: 3-Personen Haushalt, 22%: 4 und mehr Personen Haushalt

    Zeitraum der Online Studie: 4 Wochen im August/September 2012

    Kinder und Karriere schlieen sich in Deutschland weitgehend aus, dies hat drastische Folgen u.a. bzgl. Geburtenrckgang, Arbeits- und Fachkrftemangel, beralterung

    Mit der Initiative 361 Die Neu-Erfindung der Familie sucht A.T. Kearney nach Lsungsmodellen

    Gegenwrtig stehen die Aktivitten des Staates (z.B. KITA-Ausbau) im Mittelpunkt der Diskussion

    Die Studie untersucht die Rolle der Unternehmen fr die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fr Familien mit Kindern

    Es wurden die subjektiven Wahrnehmungen und Einschtzungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als Adressaten familienfreundlicher Manahmen abgefragt

    Die Studie wurde gemeinsam mit dem Wissenschaftszentrum Berlin fr Sozialforschung (WZB) und dem Institut fr angewandte Sozialwissenschaft (infas) durchgefhrt. Wir danken dem Institut fr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fr die Kooperation.

    Hintergrund und Umfang der Studie

    1. Es wurden zwischen 1 und 28 Mitarbeiter je Unternehmen befragt

    Hintergrund der Studie Umfang der Studie

    PresenterPresentation NotesDie Umfrage wurde in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin fr Sozialforschung (WZB) und dem Institut fr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgefhrt

  • A.T. Kearney 10/09.2012/43763d 3

    Ergebnis: Unternehmen tun zu wenig fr die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und nutzen die existierenden Chancen nicht

    Unzureichendes Angebot an Manahmen

    Lediglich 9% der Befragten sind der Meinung, dass ihr Betrieb alle fr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wesentlichen Leistungen anbietet

    Allerdings haben bereits 65% der befragten Eltern familienfreundliche Manahmen wie flexible Arbeitszeiten, Auszeit bei Krankheit oder Teilzeit genutzt. Weitere Manahmen, die ber diese Standardangebote hinaus gehen, wurden bisher erst von 30% der Eltern in Anspruch genommen

    Mit bestehenden Angeboten sind die Befragten berwiegend nicht zufrieden, z.B. sind nur 17% mit der angebotenen Weiterbildung whrend einer Auszeit zufrieden und nur jede fnfte Mutter mit den Wiedereingliederungsprogrammen

    Bestehende Angebote werden nicht ausreichend kommuniziert, nur 15% der Befragten sind der Meinung, dass ihr Betrieb bestehende Angebote offen und umfangreich genug an die Belegschaft kommuniziert

    Quelle: A.T. Kearney

    Unternehmen tun zu wenig

    Aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind Unternehmen fr die Vereinbarkeit von Beruf und Familie von entscheidender Bedeutung, insb. bei Angeboten zur Flexibilisierung des Arbeitsumfelds und der Auszeitbegleitung

    Allerdings scheint ein familienfreundliches Image Unternehmen wichtiger zu sein als die gelebte Realitt, 40% der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber sehr groen Wert auf ein arbeitnehmerfreundliches Image legt, aber nur 17% besttigen, dass in ihrem Betrieb die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf Selbstverstndlichkeit ist

    PresenterPresentation NotesDie Umfrage wurde in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin fr Sozialforschung (WZB) und dem Institut fr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgefhrt

  • A.T. Kearney 10/09.2012/43763d 4

    Ergebnis: Unternehmen tun zu wenig fr die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und nutzen die existierenden Chancen nicht

    Chancen fr Unternehmen

    67% der Befragten, die ihrem Betrieb eine familienfreundliche Kultur bescheinigen, sind sehr zufrieden mit der Arbeitssituation, in Betrieben ohne familienfreundliche Kultur sinkt die Zustimmung auf 27%

    Durch eine familienfreundliche Kultur steigt die Loyalitt (von 51% auf 74%) und die Bereitschaft, den Betrieb an Freunde weiterzuempfehlen (von 23% auf 64%)

    Quelle: A.T. Kearney

    Fehlende familien-freundliche Unternehmens-kultur

    Bestehende Grundeinstellungen erschweren die Umsetzung familienfreundlicher Manahmen: 64% glauben, dass ihr Betrieb sehr hohen Wert auf persnliche Anwesenheit legt und nur 13% der Vter fhlen sich darin untersttzt ausreichend Zeit fr ihre Familien zu haben

    Viele Befragte befrchten Nachteile bei Inanspruchnahme von Manahmen, am grten ist die Angst vor zuknftigen finanziellen Einbuen mit 23%

    Die Rolle von Fhrungskrften wird negativ bewertet, nur 14% besttigen, dass sich Fhrungskrfte glaubhaft und nachhaltig fr die Vereinbarkeit engagieren

    Fast jede dritte Frau meint, dass Kinder und Karriere nicht vereinbar sind

    42% der Frauen sind davon berzeugt, dass bei einer familienbedingten Teilzeitbeschftigung der Karrierezug ohne sie weiterfhrt

    Nur 5% der Frauen mit Kinderwunsch glauben, dass ihre Kollegen Opfer fr Familienfreundlichkeit bringen wrden

    PresenterPresentation NotesDie Umfrage wurde in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin fr Sozialforschung (WZB) und dem Institut fr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgefhrt

  • A.T. Kearney 10/09.2012/43763d 5

    Fr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind Unternehmen von entscheidender Bedeutung Bedeutung der Angebote fr die Familienfreundlichkeit

    Elternzeit 1,0%

    Kleinstkind- betreuung 1,2%

    Kndigungsschutz 1,9%

    Kindergeld 1,9%

    Schulbetreuung 2,4%

    Kindergarten 3,1%

    Elterngeld 5,2%

    Kita-Angebot 6,7%

    Manahmen Staat/Kommunen Manahmen Unternehmen

    Bereitstellung von Infrastruktur und finanziellen Mitteln

    Finanzielle Zuschsse 3,7%

    Psychol. Betreuung 3,9%

    Kita-Angebot 10,1%

    Auszeit- begleitung 16,4%

    Flexibles Arbeitsumfeld 42,3%

    Angebot zur Flexibilisierung des Arbeitsumfelds und Auszeit-begleitung

    24% 76%

    Anmerkung: n = 1.771 Quelle: A.T. Kearney

    Chancen fr Unternehmen

    Familienunfreundliche Unternehmenskultur

    Unzureichendes Manahmenangebot

    Unternehmen tun zu wenig

  • A.T. Kearney 10/09.2012/43763d 6

    Mein Arbeitgeber legt sehr groen Wert auf ein arbeitnehmer-freundliches Betriebsimage

    In unserem Betrieb ist die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf

    eine Selbstverstndlichkeit

    Mein Betrieb zeigt groes Verstndnis fr die besonderen Belange und Bedrfnisse von

    Mitarbeitern mit Familie

    Ein familienfreundliches Image scheint den Unternehmen wichtiger als die gelebte Realitt Einschtzung der Familienfreundlichkeit von Unternehmen

    40%

    23%

    hohe Zustimmung

    geringe Zustimmung

    17%

    39%

    hohe Zustimmung

    geringe Zustimmung

    18%

    34%

    hohe Zustimmung

    geringe Zustimmung

    Anmerkung: n = 1.771; hohe Zustimmung: Bewertungen >7, geringe Zustimmung: Bewertungen

  • A.T. Kearney 10/09.2012/43763d 7

    Viele Unternehmen bieten wichtige familienfreundliche Manahmen nicht an

    Mein Betrieb bietet alle fr Vereinbarkeit von Familie und Beruf wesentlichen

    Leistungen an

    alle Befragten mit hoher Zustimmung

    33%36%

    21%22%

    34%

    11%17%

    3%11%

    24%

    34%

    62%

    Heim- arbeit

    Kitas/ Kinder- garten

    Job Sharing

    Geld- leistungen

    psycho- logische Beratung

    Wieder- einglie-

    derungs- programme

    flexible Arbeits- zeiten

    regel- miger Kontakt

    Weiter- bildung

    Teilzeit- angebote

    Sonder- urlaubs-

    regelungen

    Urlaubs- planung Eltern

    Angebot familienfreundlicher Manahmen durch Unternehmen

    Leistung wird von meinem Arbeitgeber nicht angeboten

    Flexibilitt des Arbeitsumfelds Auszeit Sonstiges

    Lediglich 9% der Befragten sind der Meinung, dass ihr Betrieb alle fr Vereinbarkeit von Familie und Beruf wesentlichen Leistungen anbietet

    Anmerkung: n = 1.771; hohe Zustimmung: Bewertungen >7; (0 = stimme berhaupt nicht zu; 10 = volle Zustimmung) Quelle: A.T. Kearney

    Betreu- ung

    91% 9%

    Chancen fr Unternehmen

    Familienunfreundliche Unternehmenskultur

    Unzureichendes Manahmenangebot

    Unternehmen tun zu wenig

  • A.T. Kearney 10/09.2012/43763d 8

    Insbesondere flexible Arbeitszeiten, Auszeit bei Krank- heit und Teilzeit werden von Eltern genutzt In Anspruch genommene Angebote durch Eltern

    Anmerkung: n (Eltern) = 720; Mehrfachnennungen mglich. ber alle Manahmen hinweg wurden bereits 70% von Eltern in Anspruch genommen 1. Eltern: Personen mit Kind im Haushalt Quelle: A.T. Kearney

    Inanspruchnahme In Anspruch genommene Angebote

    Mtter Vter

    Teilzeit 30,4% Auszeit bei Kinderkrankheit 32,8%

    Flexible Arbeitszeiten 43,8%

    Vermittlung Dienstleistungen

    KITA-/ Kindergartenpltze 1,3% Wiedereingliederungsprogramme 1,4%

    Kinderferienbetreuung 1,9% Lebensarbeitszeitkonto 2,2%

    Sonstiges 2,6% Job Sharing 2,9%

    Notfallbetreuung 3,2% Geldleistungen 9,0%

    Heimarbeit/Telearbeit 13,3%

    1,0%

    0,7% Spezial-Angebote fr Vter 0,8% Weiterbildungsprogramme

    Mtter Vter

    Chancen fr Unternehmen

    Familienunfreundliche Unternehmenskultur

    Unzureichendes Manahmenangebot

    Unternehmen tun zu wenig

    Eltern die noch keins dieser Angebote in Anspruch genommen haben1

    Eltern, die bereits ein/mehr