Von Buddha zu Hanuman - · PDF fileVon Buddha zu Hanuman eine Reise von Ladakh bis an den...

Click here to load reader

  • date post

    07-Feb-2018
  • Category

    Documents

  • view

    228
  • download

    4

Embed Size (px)

Transcript of Von Buddha zu Hanuman - · PDF fileVon Buddha zu Hanuman eine Reise von Ladakh bis an den...

  • Von Buddha zu Hanuman

    eine Reise von Ladakh bis an den Himalaya-Sdfuss

    28.07.-28.09.2013

    Olivier Beffort

  • - ii -

  • - iii -

  • - iv -

    Danksagung

    Fr die wertvolle Untersttzung zur Durchfhrung bzw. zum Gelingen dieses Abenteuers

    mchte ich mich ganz herzlich bedanken

    bei Ursula, fr die moralische und tatkrftige Untersttzung whrend der Vorbereitungs-

    phase, fr ihre Sekretariatsdienste whrend meiner Abwesenheit und fr die (gewhr-

    lose) Korrekturlesung,

    beim ENSI, fr die bedingungslose Urlaubsgenehmigung und ganz besonders bei meinem

    Chef Stefan und meinem Bro-Kollegen Olivier fr die Stellvertretung (dank ihren

    grosszgigen Diensten konnte ich bereits nach wenigen Tagen mit meiner Arbeit wieder

    dort anknpfen, wo ich 2 Monate zuvor aufgehrt hatte!),

    bei Laura, fr ihr inspirierendes Buch, ihre tolle Website (www.himalayabybike.com) und

    die wertvollen Zusatzinformationen, und

    last but not least bei meinem Yeti-Newsletter-Fanclub fr die vielen Motivations-Spritzen.

    All diejenigen, die sich vergessen fhlen bzw. nicht namentlich erwhnt wurden mgen mir

    fr meine Undankbarkeit verzeihen.

  • - v -

    Inhaltsverzeichnis

    Prolog ........................................................................................................................ 1

    Ladakh (Geschichte & Geographie) ........................................................................... 3

    Welcome to Ladakh (Newsletter 1 vom 31.07.2013) ................................................ 4

    Erste Impressionen (Newsletter 2 vom 07.08.2013) ................................................ 6

    Reflexionen nach 3 Wochen und 3x 5300 mM (Newsletter 3 vom 21.08.2013) . 10

    Trans-Himalaya (Newsletter 4 vom 29.08.2013) ..................................................... 17

    Schicksal (Newsletter 5 vom 02.09.2013) ............................................................... 22

    Plan B (Newsletter 6 vom 05.09.2013) .................................................................... 25

    Schwermut (Newsletter 7 vom 08.09.2013) ............................................................ 28

    Rhesus-positiv (Newsletter 8 vom 18.09.2013) ...................................................... 31

    Schachmatt (Newsletter 9 vom 28.09.2013) ........................................................... 35

    Epilog ...................................................................................................................... 39

    Anhang

    Etappe 1: Leh - Alchi - Dha Hanu Valley - Fotu La - Lamayuru - Likir - Leh ............ 41

    Etappe 2: Leh - Chang La - Pangong - Wari La - Nubra - Khardung La - Leh ......... 44

    Etappe 3: Manali - Leh Highway .............................................................................. 49

    Etappe 4: Manali - Dharamsala - Rewalsar - Tatapani - Shimla - Chandigarh ......... 54

    Numbers & Figures ................................................................................................ 61

    Fahrrad und Fahrradzubehr ................................................................................ 62

    Kleidung (vom Kopf bis zum Becken) ..................................................................... 65

    Kleidung (vom Becken bis zu den Fssen) ............................................................. 66

    Outdoor-Ausrstung und Gadgets ....................................................................... 66

    Ersatzteile, Reparatur-Kits, Ausrstungspflegemittel ......................................... 68

    Pannen & Verschleiss ............................................................................................ 68

    Koerperpflege und Apotheke ................................................................................ 69

  • - 1 -

    Prolog

    Ich brauchte gut 6 Monate, um meine letzte Reise in den Anden zu verarbeiten. Solange

    ging es auch, bis ich wieder Lust versprte, so langsam wieder neue Plne zu schmieden.

    Etwas Konkretes schwebte mir aber noch nicht vor, bis ich durch diverse Artikel und

    Reiseberichte auf Ladakh aufmerksam wurde. Bis anhin hatte ich noch nie etwas von diesem

    "Land" gehrt. Dort gab es angeblich den hchsten befahrbaren Pass der Welt, den

    Khardung La mit 5600 mM, und den Manali-Leh Highway mit weiteren 5000ern. Diese

    Strecke wurde als "extrem anspruchsvoll" und als das letzte grosse Abenteuer angepriesen.

    Das weckte mein Interesse, denn obwohl ich in Sdamerika sowohl physisch als auch

    psychisch an meine Grenzen kam und die Landschaft atemberaubend war, war ich tief im

    Innern doch irgendwie enttuscht. Ich hatte eine schroffe Bergwelt mit Schluchten, wilden

    Flssen, steilen Abgrnden, Gletschern usw. erwartet und stattdessen praktisch nur Wste

    vorgefunden, bis auf ber 5000 mM. Das sollte in Ladakh alles ganz anders sein.

    Also begann ich mich etwas tiefer mit der Materie zu befassen. Irgendwann in der ersten

    Hlfte 2012 fand ich in Wien in einer Buchhandlung das Buch "Himalaya by Bike" von Laura

    Stone, wo u.a. genau dieses Gebiet akribisch beschrieben wurde. Ich lernte, dass Ladakh

    ein Staat in Nordindien ist, dennoch zur Provinz Jammu & Kashmir gehrt. Ladakh, ein

    frheres buddhistisches Knigreich ist nrdlich der Himalaya-Hauptkette gelegen. Es gilt als

    das indische Tibet. Im Nord-Osten grenzt Ladakh an Pakistan und im Nord-Westen an China

    bzw. Tibet und war seit Abzug der frheren englischen Kolonialmacht und der dabei

    knstlich gezogenen Grenzen ber viele Jahre hinweg Kriegsschauplatz. Erst ab Mitte der

    70er Jahre des letzten Jahrhunderts beruhigte sich die Lage etwas und dann wurde diese

    Gegend schrittweise dem Tourismus geffnet. Allerdings werden gewisse Zonen noch heute

    von mehreren Mchten gleichzeitig beansprucht und gelten unverndert als Sperrgebiet. Das

    Militr ist immer noch allgegenwrtig und zum Teil bentigt man Sonderbewilligungen um in

    die Grenzgebiete reisen zu drfen. Ironischerweise ist es auch diesen Fehden bzw. dem

    Militr zu verdanken, dass diese Gegend verkehrstechnisch so gut erschlossen ist. Die

    Strassen wurden in erster Linie fr die Truppenbewegungen gebaut und werden noch heute

    weitgehend fr diesen Zweck instand gehalten. Die hohen Psse sind in der Regel nur von

    Juni bis Oktober offen und die Strassen werden derartig durch die Naturgewalten in

    Mitleidenschaft gezogen, dass grosse Teile davon jedes Jahr wieder neu hergerichtet

    werden mssen. In der Regel ist Ladakh aber von den feuchten Luftmassen des indischen

    Sub-Kontinents bzw. vom Monsun durch die Himalayakette abgeschottet, und es herrscht

    dort ein trockenes Kontinentalklima. Die Zeit von Juli bis September ist dabei die beste

    Reisezeit. Dann sind die Psse normalerweise schneefrei und die Niederschlge selten.

    Im Buch von Laura waren aber noch weitere Routen in Nordindien beschrieben. Dabei

    bietete es sich gerade an, nach dem Manali-Leh Highway den Bogen durch das Spiti- und

    Kinnaur-Valley entlang der tibetischen Grenze bis Shimla weiterzuspannen. Dazu sollte man

    aber bis September warten, bis die Monsun-Saison vorbei ist, da diese Gegend bereits am

    sdlichen Fuss der Himalayakette liegt. Und nordwestlich knnte die Route noch um den

    Srinagar-Leh Highway ergnzt werden. Fr die gesamte Strecke seien 2 Monate

    einzuplanen. Das passte in meine Plne. Ich wrde August-September reisen, und zwar im

    Jahr 2014, aus geschftlichen Grnden.

    Da blieb ja noch reichlich Zeit fr die Reisevorbereitung. Als sich aber Ende 2012 nach einer

    Dienstreise herauskristallisierte, dass sich die Randbedingungen im Geschft ndern wrden

    und wichtige Termine ins Jahr 2014 hineinrutschen wrden, entschloss ich mich kurzfristig,

    meine Reise um ein Jahr nach vorne zu verschieben, also im Jahr 2013 zu realisieren. Da

    musste dann pltzlich alles schnell gehen. Nachdem ich diesen neuen Plan mit Ursula

    besprochen hatte und sie mir wiederum ihre volle Untersttzung zugesichert hatte, klrte ich

    die Mglichkeiten im Geschft ab. Auch dort bekam ich, von meinem Chef Stefan, spontan

    und bedingungslos erneut grnes Licht und, was genau so wichtig war, die Zusicherung der

    Stellvertretung, ebenfalls von meinem Brokollegen Olivier M. Soweit also alles im Lot.

  • - 2 -

    Es folgte ein von Ursula organisiertes spannendes und informatives Nachtessen mit Jrg R.,

    der die Strecke etwa ein Jahr zuvor mit seiner Freundin mit dem Motorrad befahren hatte.

    ber Weihnachten 2012 erfolgte dann das Feintuning. Bald kristallisierte sich heraus, dass

    der Teil Srinagar-Leh wohl entfallen wrde, zumindest die ersten 2/3 dieser Strecke. Die

    Argumente die gegen diese Etappe sprachen waren vielseitig: regnerisches Wetter

    (Monsun), starker Verkehr (Militr), politische Situation (Unruhen, Nachtsperren), das

    angeblich ziemlich schlechte und eintnige Essen (Mutton), usw. Das Ausschlaggebende

    war am Schluss aber ein bis ca. Mitte August andauerndes religises Fest an einem

    hinduistischen Pilgerort entlang der Strecke, jedoch inmitten islamischen Gebiets bzw. das

    damit verbundene Volksaufkommen und die militrischen Sicherheitsmassnahmen (Attentate

    von Extremisten). Das musste ich nun wirklich nicht haben! So entschloss ich mich halt,

    meinen Flug bis Leh zu buchen, von dort aus als Kompensation die diversen Seitentler zu

    erkundschaften, und dann planmssig nach Sden bis Shimla zu fahren und buchte meine