Vorarlberger Jagdzeitung Jänner-Februar 2011

of 47 /47
Vorarlberger Vorarlberger Jägerschaft Jan./Feb. 2011 Jagd Jagd Jägerbriefe Seite 28 bis 29 Der Jäger als Dienstleister Seite 4 bis 6 Wird’s eng im Lebensraum der Gämse? Seite 8 bis 10

Embed Size (px)

description

Der Jäger als Dienstleister, Wird´s eng im Lebensraum der Gämse, Landeshubertusfeier, Neue Hegeobmänner/-frau, Verleihung der Jäger- und Jagdschutzbriefe, Gamswildausschuss, B wie Braunbär, Dienstbesprechung Bezirk Bludenz, Münchener Erklärung für Wald und Wild

Transcript of Vorarlberger Jagdzeitung Jänner-Februar 2011

  • Vorarlberger

    Vorarlberger Jgerschaft

    Jan.

    /Feb

    . 201

    1 JagdJagd

    JgerbriefeSeite 28 bis 29

    Der Jger als Dienstleister Seite 4 bis 6

    Wirds eng im Lebensraum der Gmse?

    Seite 8 bis 10

  • INHALTSVERZEICHNIS Januar / Februar 20112

    TitelbildLeben an der Grenze(Christian Ammann)

    IMPRESSUM

    Anzeigenmarketing:MEDIA-TEAM GesmbHInterpark FOCUS 36832 Rthis Tel. 05523 52392 - 0 Fax 05523 52392 - [email protected]

    Redaktion: Verantwortliche RedakteurinMag. Monika [email protected]

    Bezirk BregenzOSR BJM-Stv. Roland [email protected]

    Bezirk DornbirnBJM-Stv. Bruno [email protected]

    Bezirk FeldkirchChristian [email protected]

    Bezirk BludenzMag. Monika [email protected]

    Medieninhaber und Herausgeber: Vorarl berger Jgerschaft GeschftsstellenleiterinCarmen KaufmannMarkus-Sittikus-Strae 206845 HohenemsTel. 05576 74633Fax 05576 [email protected]en der Geschftsstelle:Montag - Donnerstag von08.00 bis 12.00 UhrFreitag von 13.00 bis 17.00 Uhr

    Erscheinungsweise: 6x jhrlich (jeden 2. Monat)

    Hersteller: Vorarlberger VerlagsanstaltGmbH, A-6850 Dornbirn, Schwefel 8, www.vva.at

    Aktuell12 Landeshubertusfeier in Brand14 Hubertusfeier Bregenz und Dornbirn15 Hubertusfeier Feldkirch28 Verleihung der Jger- und Jagdschutzbriefe30 Vorstellung der neuen Hegeobmnner / Hegeobfrau33 Vorarlberger Jagd & Fischerei: PEFC-zertifiziertes Papier45 Polizeiliche Bekanntmachung: Gewerbsmiger Betrug

    Wildbiologie4 Der Jger als Dienstleister8 Wirds eng im Lebensraum der Gmse?

    Rubriken11 Kinderseite B wie Br16 Jagd & Recht17 Wildkche in Vorarlberg24 Jagdaufseherseite: Dienstbesprechung Bezirk Bludenz27 Ausschsse stellen sich vor: Gamswildausschuss32 Bcherecke35 Geschftsstelle38 Veranstaltungen

    Waffe und Schuss20 Schonzeit Waffen Patronen

    Landesmeisterschaft 2010 im Jagdparcours

    Jagdhunde36 Glckliches Ende einer schwierigen Nachsuche

    Erfolgreicher Springer-Spaniel

    37 sterr. Brackenverein: Gebrauchsprfung44 Erfolgreiche Wachtelhundeprfung

    Jgerschule26 Neues Schuljahr feierlich erffnet

    Blockkurs April 2011

    Jagd7 Verleihung des Vorarlberger Schutzwaldpreises 2010

    21 Mnchener Erklrung fr Wald und Wild34 Aufruf der Vorarlberger Jgerschaft 46 40 Jahre FUST-Tirol

    Jgerinnen & Jger26 Geburtstage40 Zertifizierte Waldpdagogen in der Jgerschaft41 Bezirksgruppe Bludenz auf Bildungsfahrt42 Wilderertragdie am Schrofenpass44 Lebenshirsch

    Ein Hochkapitaler aus dem Mellental

    45 Treibjagd wurde zur Saujagd

    4

    12

    28

    31

    40

  • Januar / Februar 2011 3JAGD

    LIEBE JGERINNEN UND JGER

    Reduktion der Rotwildbestnde die Zeit danach?

    Derzeit gibt es bei der Rot-wildjagd, nicht nur in ster-reich, ein Hauptthema: Zuhohe Rotwildbestnde. Biszu einem Drittel wenigerwird verlangt, dann wre eswie in den 60iger Jahren. Die-se Bestrebungen werden vonfast allen mitgetragen, die J-ger vor Ort leisten die Kno-chenarbeit. Extremzeiten wiejetzt lassen die Sitten verro-hen, hohe Abschussvorgabenmssen teilweise als Ausredefr schlechtes Jagdverhaltenherhalten.

    Irgendwann wird eine Re-duktion der berhhten Zah-len erfolgen. Hoffentlichbald, hoffentlich in den rich-tigen Gebieten, hoffentlichohne dauerhafte Zerstrungder biologischen Grundlagen(Genpool), der sozialenStrukturen (Rudelgre), diefr einen gesunden Rotwild-bestand notwendig sind.

    Wir Jger, vor allem die ge-setzlichen Vertreter des Jagd-wesens, werden gefordert

    sein, vieles wieder zu korri-gieren, was bei der derzeiti-gen Gratwanderung zwi-schen Abschusserfllungund guter Jagd falsch ge-macht wird, notgedrungenoder absichtlich.

    Wir jagen viel zu lange, teil-weise von April bis in denJnner.Wir machen ber Monatestndig hohen Jagddruck,fast ohne Pausen.Wir jagen zu viel am Abend,beim Ausziehen auf diesungsflchen.Wir haben zu viele Kirrun-gen und jagen teilweise inder Nacht.Wir verstoen gegen denMuttertierschutz, weil zuwenig Zeit zum Ansprechenbleibt.Wir stren die Sozialstruk-tur, durch Erlegung alterLeittiere.

    Die Folgen sind zunehmendeScheuheit, Verdrngung indunkle Waldabschnitte diebesonders schadensanfllig

    sind, Angst des Rotwildesvor guten sungsflchen,Strung der regelmigenNahrungsaufnahme, Strungder Prgungsphase der Jung-tiere durch Frhjahrsbeja-gung.

    Das alles erhht die Schadens -problematik im Wald. Es gibtkeine lineare Beziehung zwi-schen Wildschaden und Rot-wilddichte. Zu hohe Bestn-de machen Schaden, aberauch kleine Bestnde knnen,wie oben gezeigt, viel anrich-ten.

    Damit diese edle Wildartnicht irgendwann auf dierote Liste kommt (und danndem Naturschutz anheim-fllt, siehe Auerwild) mssenwir alle jetzt schon vorberei-tet sein. Die Jger mssen gut jagen,die Forstbehrde Wald undWild akzeptieren, derGrundbesitzer muss lernen,dass Wildeinfluss nicht auto-matisch Wildschaden ist.Voraussetzung ist die Zu-

    sammenarbeit der drei Grup-pen auf Augenhhe.

    Das 5. Rotwildsymposiumder Deutschen Wildtierstif-tung gemeinsam mit demBayerischen Jagdverbandvom 1. bis 3. Dezember inMnchen hat sich intensivmit diesen Themen beschf-tigt. Die dabei erarbeiteteMnchener Erklrung zuWald und Wild knnen Sieauf Seite 21 lesen. Kurzfas-sungen der Referate findensie auf unserem Internetpor-tal www.vjagd.at (Suchbe-griff Rotwildsymposium).

    Mit einem krftigen Weid-mannsheil, Euer

    LJM Dr. Ernst Albrich

    SCHUSSZEITEN IM JNNER UND FEBRUAR 2011

    Feld- und Schneehasen (bis15.1.)Dachse, Jungfchse, FchseHaus- oder SteinmarderFasane (bis 31.1.)Ringeltauben (bis 31.1.)

    Trkentauben (bis 31.1.)Waldschnepfen (bis 31.1.)Stock-, Krick-, Tafel-, Reiher -enten (bis 31.1.)Blsshhner (bis 31.1.)

    Ganzjhrig:Schwarzwild, Bisamratte,Marderhund, Waschbr

    In den Monaten Jnner und Februar 2011 darf in Vorarlberg folgendes Wild erlegt werden:

    Der Vorstand sowie das Redaktionsteam der Vorarlberger Jgerschaft wnschen allen Leserinnen und Lesern guten

    Anblick und Weidmannsheil fr das kommende Jahr.

  • Der Jger als Dienstleister

    Hubert Schatz

    Der Schutzwald hat frVorarlberg eine groeBedeutung. Zahlreiche Regio-nen wren ohne die Schutz-wirkung bzw. Hintanhaltungvon Naturgefahren durchden Wald kaum ganzjhrigbewohnbar, auerdem ber-nimmt der Wald durch seineFiltrationswirkung eine wich-tige Aufgabe in der Reini-gung von Luft und Wasser.Hhenstufenbedingt zeich-nen sich viele Schutzwaldge-biete durch eine besonders interessante Raum- und Ve-getationsstruktur aus. Ver-zahnen sich diese mit darberliegenden Alpflchen odernatrlichen Grasmatten undFelsbastionen, so steigert sichihre Biotopattraktivitt umein Mehrfaches. Schutzwl-der stellen daher auch wichti-ge Lebensrume fr zahlrei-che heimische Wildtiere,unter anderen auch fr unse-re groen PflanzenfresserReh, Hirsch und Gams dar.Selbst der Hochgebirgsbe-wohner Steinbock kommt beigewissen klimatischen Bedin-gungen bis zur Waldgrenzeherab, um sich vor extremenSchneemengen im Hochwin-

    ter zu schtzen oder im Frh-jahr, wenn in den tiefer gele-genen Bereichen der Lawi-nenzge das erste Grnspriet, um sich hier von derwinterlichen Zwangsdit zuerholen.

    Schwierige Bedingun-gen fr Waldverjn-gungDer Gebirgsschutzwald istvon einer typischen Entwick-lungsdynamik geprgt. Dieeinzelnen Waldbestandsent-wicklungsphasen erstreckensich in der Regel ber einesehr lange Zeit, denn dienatrliche Generationsdauerkann mehrere hundert Jahredauern. Im Vergleich zu tiefergelegenen Waldungen ver-jngen sich hochgelegeneWaldbestnde nicht nur viellangsamer, sondern auch miteiner wesentlich geringerenAnzahl von Jungbumen. Dem Faktor Licht kommt einebesonders groe Bedeutungin der natrlichen Verjn-gung zu, denn die Keimlingeund Jungpflanzen bentigenfr ihr Wachstum ausrei-chend Wrme. Zu viel Lichtam Boden kann bei gewissenStandorten jedoch zur Frde-

    rung einer dichten Gras- undKrautschicht fhren, was dieAnsamungsbedingungen frdie Bume wiederum wesent-lich erschwert, unter Umstn-den sogar vllig verhindert.Schneeschimmel und Schnee-schub knnen im Schutzwaldbesonders selektierend wir-ken und die ursprnglicheKeimlings- und Jungpflan-zenanzahl bereits im frhenVerjngungsstadium auf einMinimum reduzieren. Aus alldiesen Grnden hat im kli-matisch rauen Schutzwaldjede weitere Beschdigungoder gar Verlust von Jung-pflanzen eine ganz andereBedeutung als in den stamm-zahlreichen Waldungen derTieflagen.

    Der Schutzwald bietetNahrung

    Samen, Keimlinge, Triebe undZweige der Bume sind aberauch wichtige Nahrungs-grundlagen fr viele Tiere.Vgel und Nagetiere tragenneben dem Nahrungsgewinnauch zur Verbreitung vonBumen bei, wenngleich inJahren mit hohen Musedich-ten lokal durchaus auch Sch-den verursacht werden kn-

    nen. Einen unbestrittengroen Einfluss auf die Ver-jngung zahlreicher Schutz-waldbestnde bt hingegendas Schalenwild aus, wie unsviele Waldbilder und Kon-trollzune deutlich vor Au-gen fhren. Neben den po sitiven Aspekten wie Bodenverwundung und Ein-tritt von Samen in rohhumus-reiche Bden, Zurckbeiender Konkurrenzvegetation,ein dosierter Triebverbiss zurStabilisierung der Pflanze so-wie Dngereintrag ber dieAusscheidung der Losung,berwiegen leider die negati-ven Einflsse durch Verbiss,Schlagen und in seltenen Fl-len auch durch Schle. Die In-tensitt der Wildschdenhngt dabei vor allem vonder Waldgesellschaft sowievon der Wilddichte und vonder Dauer des Wildaufenthal-tes im Wald ab. Mischwald-gesellschaften mit Weitanneals Zielbaumart zeigen sichauf Grund der groen Nah-rungsbeliebtheit der Tanneals besonders schadensanfl-lig, andererseits nimmt dieSchadensgefahr mit zuneh-mender Aufenthaltsdauerdes Wildes im Wald ebenfallszu.

    ber die Bedeutung der Jagd im Schutzwald

  • Januar / Februar 2011 5WILDBIOLOGIE

    Der Schutzwald alsRckzugsgebiet

    Mit zunehmender Erschlie -ung und Nutzung der alpi-nen Hhenstufe durch denMenschen und damit einher-gehenden Beunruhigung derHochlagen nimmt derSchutzwald leider eine im-mer wichtigere Bedeutung alsRckzugsgebiet fr alpineWildtiere ein. Somit schtztder Schutzwald nicht nur denMenschen vor Naturgefah-ren, sondern das Wild auchvor Strungen. Leider ist die-se Entwicklung von nichtunerheblicher Bedeutung frdie Waldverjngung, dennuntragbare Verbiss- undSchlagschden sind hufigdie Folgen davon. Es wre aber wohl sehr naiv,zu behaupten, dass Wildsch-den im Wald immer nur mitder Beunruhigung des Wildes zusammenhngen.Wenngleich Strungen einengroen Einfluss auf das Ver-halten der Tiere haben kn-nen, so ist die vorhandeneMenge von Wildtieren sicher-lich der entscheidende Faktorfr die Intensitt von Wild-schden. Und genau hier be-ginnt die Mitverantwortungdes Jgers fr den Schutz-wald. Denn in vielen Fllenbestimmt nmlich die Jagddurch entsprechende Hege-und Wildlenkungsmanah-men wie Wildftterungen,sungspltze sowie Ab-schusshhe und Abschuss -verteilung die Aufenthalts-dauer und Anzahl des Wildesin einem Gebiet bzw. Revier.Der zunehmende Aufenthaltvon Gamswild im Schutz-wald ist hingegen in vielenFllen auf den tourismusbe-dingten Verlust von Lebens-rumen ob Holz zurckzu-fhren.

    1.000 Stunden Auf-wand fr Bejagung

    Whrend in frheren Zeitender Jger die Familie bzw.Gemeinschaft mit lebensnot-wendigem Fleisch versorgte

    und ihr auch Schutz vorRaubtieren bot, ist heute derJger beauftragt, den Waldvor bermigem Wildverbisszu schtzen. Ansehen undMacht wie damals bekommter dafr heute nicht mehr,viel eher ist er der permanen-ten Beobachtung und Kritikvon Behrde, Grundeigent-mer und ffentlichkeit aus-gesetzt. Je nach Herkunft derKritiker muss sich der Jgermanchmal in ein und demsel-ben Arbeitsfeld Betitelungenwie Wildzchter und Wald-vernichter oder aber Bam-bimrder gefallen lassen.Nichtsdestotrotz gehrt diejagdliche Betreuung vonSchutzwldern zu den wich-tigsten Aufgaben des Jgersder Gegenwart. Die Schwer-punktbejagung in Form vonFreihaltungen, Schonzeitauf-hebungen oder Abschussauf-trgen stellt eine unerlssli-che Voraussetzung fr eineerfolgreiche jagdliche Betreu-ung eines Schutzwaldsanie-rungsprojektes oder Flchen-wirtschaftlichen Projektesdar. Die Erfllung dieserjagdlichen Aufgaben verlangtvom Jger nicht nur entspre-chende fachliche und krper-liche Voraussetzungen, son-dern sehr viel Zeit und somit

    auch Geld. Beispielsweisewerden in einem zirka 300 hagroen, intensiv betreuten Sa-nierungsprojektgebiet jhr-lich bis zu 300 Jagdeinstze(Pirsch, Ansitz, etc.) mit ei-nem Gesamtzeitaufkommenvon ber 1000 Stunden absol-viert. Nach erfolgter Reduzie-rung des Wildbestandesnimmt der Zeitaufwand frdie Erlegung des Wildes vonursprnglich 10 auf 30 Stun-den pro Stck zu.

    Hchste Anforderun-gen an den Jger

    Bei der Durchfhrung einerSchwerpunktbejagung instreng begehbaren Gebietenscheidet sich unter den Jgernrelativ rasch die Spreu vomWeizen. Hchste krperlicheAnstrengung in den meistschlecht erschlossenen Gebie-ten, erhhte Absturzgefahrbei Bodenfrost und Schneesowie Steinschlaggefahr stel-len die ueren Umstndedieser Arbeit dar. Die Ber-gung von erlegtem Wild kannmit einer extremen Schinde-rei verbunden sein. Auer-dem muss der Schutzwaldj-ger in der Lage sein, das Wildbinnen Sekunden anzuspre-chen und es freihndig oder

    ber Stock mit einem przi-sen Schuss auf kurze Entfer-nungen zu erlegen. Denn indiesen Gebieten wird einGroteil des Wildes auf derPirsch erlegt. Besonders mh-sam kann die Betreuung derProjektflchen im Wintersein. So einfach es auch ist,von der sicheren Strae amTalboden oder vom Gegen-hang aus Wild oder vielleichtsogar nur Fhrten im Projekt-gebiet auszumachen, umsoschwieriger, oftmals sogarunmglich, erweist sich hin-gegen das Anpirschen bzw.Erlegen des Stckes im Ar-beitsfeld selbst. Neben gen-gend Zeit stellen ein jagdstra-tegisch gut angelegtesPirschwegenetz und gnstigplatzierte Ansitzeinrichtun-gen die Grundvoraussetzun-gen fr eine effektive jagd -liche Betreuung einesSchutzwaldprojektgebietesdar. Die Errichtung dieser In-frastruktur ist mit einem ho-hen Geldaufwand verbundenund vielfach nur durch dieUntersttzung des Projektbe-treibers durchfhrbar. Trotz-dem gibt es im Land einigeGebiete, wo der Jagdnut-zungsberechtigte zumindesteinen Teil dieser jagdlichenEinrichtungen erstellt und

    Die Jagd im Bergwald ist oft mit hchster krperlicher Anstrengung verbunden.

  • WILDBIOLOGIE Januar / Februar 20116

    auch finanziert. Nicht zu re-den von den Aufwendungenfr einen funktionierendenJagdbetrieb in jenen Revieren,die sich zwar in Schutzwald-regionen befinden, aber GottLob von keinem Schutzwald-projekt betroffen sind.

    Andere Beurteilungs-kriterien notwendig

    Selbstverstndlich kann imZuge einer Schwerpunktbeja-gung nicht das gleiche Maan Abschussqualitt im Hin-blick auf Alter und Tro-phengte erwartet werdenwie in herkmmlichen Revie-ren. Die schutzwaldtechni-schen Ziele in den Projektge-bieten erfordern eben einehohe Abschussmenge, wo-durch automatisch auch vieleStcke der ansonsten scho-nungswrdigen Jahrgngeund Trophentrger erlegtwerden. Auch wenn der Jgerbemht ist, in der Mittelklas-se so wenig wie mglich ein-zugreifen, ist es zumindestbei Reh- und Gamswild nichtmglich, diese gnzlich zuschonen. Es muss jedoch allen Kriti-kern, insbesondere jenen inJgerkreisen klar sein, dassder Spielraum fr die Hheder Wilddichte in einer ge-samten Region in einem ho-hen Mae von einer ausrei-chend zufriedenstellendenBejagung der waldbaulichenProblemgebiete abhngig ist.

    Wrde man sich dem Scha-lenwildverdrngungs- undsomit Verbissentlastungs -effekt mit Hilfe einer schwer-punktmigen Bejagungnicht zunutze machen, somsste der Wildbestand inder gesamten Region starkverringert werden, um so inden Sanierungsgebieten eineWildverdnnung zu errei-chen. Dieser Entlastungsef-fekt tritt jedoch nur dann ein,wenn die Schwerpunktbeja-gung trotz Nebenwirkungenauf die Abschussqualitt kon-sequent und nachhaltig um-gesetzt wird.

    Dienstleistung an dieAllgemeinheit

    Smtliche Schutzwaldsanie-rungsprojekte im Land be-sttigen, dass eine standortge-rechte Baumartenmischung inder Waldverjngung nur mitHilfe einer ganzjhrigen jagd-lichen Betreuung und zustz-lichen Anbringung von Verbissschutzmitteln erzieltwerden kann. Jene Reviere,wo die forstlichen und jagdli-chen Manahmen auf einan-der abgestimmt und vor allem konsequent und nach-haltig umgesetzt werden, de-monstrieren dazu eindrucks-volle Waldbilder. Die Kostenfr die jagdliche Betreuungdes Schutzwaldes trgt mitAusnahme jener wenigenProjekte, wo zustzliche Ab-schussorgane eingesetzt wer-den, einzig und allein derJagdnutzungsberechtige.

    Erst nach erfolgter Hochrech-nung ber den finanziellenAufwand fr die Bejagung ei-nes Schutzwaldgebietes wirdeinem richtig bewusst, welchgroe Leistung die Jagd frdie ffentlichkeit erbringt.Denn immerhin ist es mit denerwhnten 1000 Arbeitsstun-den noch nicht abgetan, Aufwendungen fr Lohnne-benkosten, Versicherungen,

    sowie Auto, Benzin, WaffeMunition, etc. mssen miteinkalkuliert werden. Auer-dem stehen die dafr aufge-brachten Stunden fr not-wendige Arbeiten in denbrigen Revierteilen nichtmehr zur Verfgung odermssen zustzlich erbrachtwerden. Mssten all dieseAusgaben von der Allge-meinheit abgegolten werden,so wrde das dem Steuerzah-ler sehr viel Geld kosten.Selbstverstndlich erbringtdie Jagd aber nicht erst imZuge von Schutzwaldsanie-rungen eine wichtige Dienst-leitung an die ffentlichkeit,sondern insbesondere imZuge von jagdlichen Prven-tionsmanahmen, wenn Sa-nierungsflle durch eine um-sichtige, den Bedrfnissendes Schutzwaldes angepassteJagdausbung verhindertwerden. Aus diesem Grund ist allenJagdnutzungsberechtigten,Jagdschutzorganen und Jagd-helfern, die bemht sind, diejagdliche Arbeiten in ihrenRevieren bestmglich aufeine gesunde Entwicklungdes Schutzwaldes abzustim-men und dabei weder Kostennoch Zeit noch persnlichenEinsatz scheuen, ein groerDank fr Ihre Bemhungenauszusprechen.

    All jene, die aber glauben inempfindlichen Schutzwald-gebieten eine Spielwiese frjagdwirtschaftliche Trume-reien mit knstlich hochge-haltenen Schalenwildbestn-den gefunden zu haben,sollten sich schleunigst mitder kologie dieses sensiblenkosystems auseinanderset-zen und eine ganzheitliche,naturhaushlterische und bo-denstndige Jagd anstreben.

    Hier beginnt aber auch dieVerantwortung des Grundei-gentmers bzw. Jagdverf-gungsberechtigten. Denn Re-viere mit einem hohen Anteilan Schutz- und insbesondereObjektschutzwldern knneneben, wenn berhaupt, nur anPersonen verpachtet werden,die die entsprechende Vor-aussetzung und Bereitschaftfr eine Intensivbejagung mitsich bringen. In diesen Jagd-gebieten hchst mglicheJagdpachteinnahmen anzu-streben ist unverantwortlich,weil der Jger dafr ver-stndlicherweise einen ent-sprechend hohen Wildbe-stand haben mchte. DieWald-Wild-Problematik istunter solchen Voraussetzungmit Sicherheit nicht zu ent-schrfen, vielmehr wird siezu Verhrtung des Konfliktesfhren.

    Zur Sicherung der Schutzwaldfunktion kommt der Jagd eine berragende Bedeutung zu.

  • Januar / Februar 2011 7JAGD

    Ein neues Jahr hat seine Pfor-ten geffnet. Viele Arbeiten,Aufgaben und Termine stehenin den kommenden Monatenwieder an, die den gemeinsa-men Einsatz von Jagd, Forst,Landwirtschaft, Grundeigen-tum, Behrde, Naturschutzund Tourismus erfordern. Ausdiesem Grund ist die Bereit-schaft fr eine gedeihliche Zu-sammenarbeit wohl auch imneuen Jahr wieder eine derwichtigsten Voraussetzungenfr ein erfolgreiches Jagdjahr.Fr das bisherige gemeinsameMiteinander danke ich allenPartnern sehr herzlich. DerDialog als Basis fr ein ge-meinsames Vorgehen ist abernicht nur eine Sache vonFhrungspersonen und Funk-tionren der jeweiligen Inter-essengruppen, sondern dieVerantwortung eines jedenEinzelnen. Die Dialogbereit-schaft muss bereits im Revierund in der eigenen Gemeindegepflegt und gelebt werden.Dies setzt aber wiederum ei-nen permanenten Kontaktzwischen den handelndenPersonen, wie z. B. den Jagd-und Waldaufsehern sowie denGrundeigentmern voraus.Die Erfahrungen zeigen aber

    auch, dass es besonders sinn-voll ist, wenn sich auch Jagd-pchter und Jagdverf -gungsberechtigte regelmigwhrend der Pachtperiodetreffen, um die Jagd-, Wald-und Landbewirtschaftung inihrem Revier zu errtern. Jah-reshauptversammlungen vonJagd genossenschaften, Alpin-teressentschaften und Agrar-gemeinschaften bieten jedesJahr eine ausgezeichnete Gele-genheit, die Eigentmer undBewirtschafter des gepachte-ten Jagdgebietes zu treffenund mit ihnen offene Fragenzu diskutieren und allenfallsWnsche und Empfehlungenzu uern. Den Jagdausbenden undJagdschutzorganen danke ichfr die gute Zusammenarbeitin der TBC-Bekmpfung undersuche sie, alles zu unterneh-men, den vorgegebenen Ab-schuss zu erfllen.Der Hegegemeinschaft kommtin Vorarlberg eine besonderswichtige Bedeutung zu, weilsie fr die Bewirtschaftungdes Rotwildes und in den mei-sten Fllen auch der anderenWildarten, welche dem Ab-schussplan unterliegen, zu-stndig ist. Gerade Fragen,

    wie Zielbestnde und Wildft-terung werden in der Hegege-meinschaft diskutiert und oft-mals in Beschlsse gefasst,was die Anwesenheit der Mit-glieder bzw. Revierpchtervoraussetzt. An dieser Stelledarf ich mich bei allen Hege-obmnnern fr ihre nicht im-mer leichte Aufgabe in derFhrung der Hegegemein-schaft bedanken und die ersteHegeobfrau des Landes, FrauCaroline Egger-Batliner (He-gegemeinschaft 2.3 Lech) rechtherzlich willkommen heienund ihr sowie allen neuen He-geobmnnern alles Gute beiihrer verantwortungsvollenArbeit wnschen.Dialog und Information ste-hen in einem engen Zusam-menhang. Information kannauf vielfltige Art und Weiseerfolgen. In unserer modernenGesellschaft ist das Internet alsInformations- und Kommuni-kationsmedium nicht mehrweg zu denken und wird inZukunft noch mehr an Bedeu-tung gewinnen. Die Vorarl -berger Jgerschaft hat dieseEntwicklung erkannt und mitihrem neuen Portal einen Mei-lenstein auf der Kommunikati-ons- und Informationsebene

    fr Jger und Jagdinteressier-te, aber auch fr die breite f-fentlichkeit gesetzt. Fr diesenzukunftsweisenden Schrittmchte ich mich bei derVorarl berger Jgerschaft, mitLandesjgermeister Dr. ErnstAlbrich an der Spitze, rechtherzlich bedanken.Geschtzte Jgerinnen und J-ger, es ist mir ein besonderesAnliegen, Ihnen fr das Jahr2011 weiterhin viel Gesund-heit, Glck und Schaffenskraftsowie ein krftiges Weid-mannheil zu wnschen.

    Landesrat Ing. Erich SchwrzlerPromotion

    Gemeinsam auf ins Jagdjahr 2011

    Verleihung des Vorarlberger Schutzwaldpreises 2010

    Im forstlich dekorierten undbis auf den letzten Platz ge-fllten Schindlersaal in Ken-nelbach fand Mitte Novemberdie 9. Vorarlberger Schutz-waldtagung statt. Hhepunktdieser Veranstaltung bildetedie im Anschluss an einigehoch interessante Fachvortr-ge durchgefhrte Preisver -leihung des VorarlbergerSchutzwaldpreises 2010. Erst-mals in der Geschichte dieseralljhrlichen Veranstaltungs-reihe wurden drei gleichwer-tige Hauptpreistrger ausge-zeichnet:

    1. Die Gemeinde Blons mitdem Projekt Lawinenwe-ge Leusorgweg und La-winendokumentationszen-trum Blons

    2. Die AgrargemeinschaftFraenwald Raggal mit

    dem Projekt IntegralesWald-Wild-Management(techn., waldbauliche undjagdwirtschaftliche Ma-nahmen)

    3. Die AgrargemeinschaftThringerberg mit demProjekt Schutzwaldbe-wirtschaftung Jagdbe-

    wirtschaftung und enga-gierte ffentlichkeitsar-beit

    Der Preis ist eine verdienteWrdigung fr hervorragen-de und engagierte Leistungenzur Erhaltung und Pflege deslebenswichtigen Schutzwal-

    des, zugleich aber auch An-reiz fr knftiges Engage-ment, so der zustndige Lan-desrat Ing. Erich Schwrzlerbei der Verleihung der Preise.Als besonders lobenswert her-vorgehoben wurde von denLaudatoren auch die gute un-komplizierte und nachhaltigeZusammenarbeit mit der inden Projektgebieten befasstenund betroffenen Jgerschaft,die somit auch einen wesentli-chen Anteil am Zustandekom-men und am Erfolg der einge-reichten Schutzwaldprojekteverbuchen konnten. Eine in-teressante und sehr harmo-nisch verlaufende Veran -staltung ohne jeglichePolarisierung. Glckwunschden Preistrgern!

    Roland Moos

    Drei Preistrger aus dem Biosphrenpark Growalsertal

    Die Preistrger 2010.Fo

    to: P

    ress

    edie

    nst d

    er V

    lbg.

    Lan

    des

    regi

    eru

    ng

  • Wirds eng im Lebensraum der Gmse?

    DI Monika Pfeifer, Bro am Berg

    Im Lebensraum der Gmsenist oft Hochbetrieb. Nahezuzu allen Jahreszeiten sindMenschen in den Bergen un-terwegs und suchen Erho-lung, Naturerlebnis, Ruheoder wollen sich krperlichbettigen. Viele Erholungssu-chende sind sich oft nicht be-wusst, dass sie im Wohn-zimmer von Wildtierenunterwegs sind und einen Be-unruhigungsfaktor darstel-len.

    Doch was strt wirklich?Woran knnen sich die Gm-sen gewhnen? Wie knnenwir mit gutem Gewissen undrcksichtsvollem Verhaltendieses Wohnzimmer betreten

    ohne Unruhe, Stress und ne-gative Folgewirkungen mit-zubringen?

    Viele Dinge im Lebensraumdes Gamswildes haben sichin den letzten Jahrzehntenverndert. Die Almbewirt-schaftung wurde meist exten-siver oder vllig aufgegeben,in manchen Gebieten aberauch intensiviert, mit zustz-lichem Dngereintrag oderintensiver Schafbeweidung.Die Erschlieung mit Straen,Liften und Pistenflchen hatstetig zugenommen undwchst noch weiter. Der Aus-bau der Almwege hat eben-falls zugenommen, Httensind leichter erreichbar. DieseZunahme der Bauttigkeitenbringt einerseits einenFlchenverbrauch mit sich

    und ermglicht es anderer-seits mehr Menschen, auf ein-fachere Weise und in krze-rer Zeit die Bergregionen zuerreichen. Viele haben auch schon wie-der genug von dem Trubel,der sich mancherorts in denSchigebieten oder bei starkfrequentierten Htten ab-spielt. Sie suchen die ruhigereVariante des Bergerlebnisses:Wandern abseits von viel be-gangenen Wegen, Mountain-biken, Paragleiten, Schitou-ren oder Schnee schuh -wandern im unberhrtenSchnee. Mit diesen vielflti-gen Aktivitten sind Men-schen das ganze Jahr ber inden Bergen unterwegs: denletzten Schitouren- undSchneeschuhgehern folgenschon die ersten Wanderer.

    Im Sommer bis in den sptenHerbst hinein sind Pilze- undBeerensucher unterwegs,Hnge- oder Paragleitenkann je nach Witterungganzjhrig ausgebt werden.Viele dieser Aktivitten erfol-gen auf groer Flche, vor al-lem im Winter sind je nachSchneelage verschiedensteTourenvarianten mglich. Bei all diesen Aktivitten imGamswildlebensraum mussauch die Jagd erwhnt wer-den: eine Aktivitt vom Som-mer bis meist Ende Dezem-ber, abseits von den blichen(Wander)wegen.

    Art der Reaktion

    Der Mensch mit seinen Akti-vitten ist ein Beunruhi-gungsfaktor fr Gmsen und

    Strungen Auswirkungen - Lsungsanstze

  • Januar / Februar 2011 9WILDBIOLOGIE

    fr viele andere Wildtiere.Doch nicht immer handelt essich um gravierende Strun-gen, hier muss gut beobachtetund erforscht werden, waswirklich und in welchemAusma strt, um auch ge-zielt Gegenmanahmen set-zen zu knnen. Als Ma frdie Intensitt der Strungkann die Art der Reaktion be-trachtet werden. Diese Reak-tion aufgrund einer Beunru-higung oder Strung kannerkannt werden in einer Ver-haltensnderung nach Auf-tauchen des Beunruhigungs-faktors im Vergleich zumVerhalten davor; ein einfa-ches Beispiel: vorher sen,danach Flchten. Beobacht-bare und mess bare Parameterfr die Intensitt der Reakti-on und damit der Strungsind die Art der Reaktion, z.B.Sichern, Ausweichen in Formvon langsamem Wegziehenoder Flchten, die Ausweich-oder Fluchtstrecke und auchdie Zeitdauer bis zumZurckkehren bzw. dem wie-der Aufnehmen der vorher-gehenden Aktivitt, z.B.sen. Art der Reaktion und Inten-sitt sind bei Gmsen vomGeschlecht, dem Alter undder Gruppengre abhngig.Gei-Kitz-Rudel reagieren inder Regel frher, d.h. schonauf grere Distanz beiAnnherung von z.B. Wande-rern oder Tourengehern undintensiver, d.h. eher mitFlucht als Ausweichen odernur mit Sichern. Gamsbckehingegen sind fters in derNhe von Wanderwegen zubeobachten ohne sich auchbei regem Wanderbetrieb be-sonders stren zu lassen.

    Auch die Tages- und Jahres-zeit spielen eine Rolle fr dieIntensitt der Reaktion. ImWinter bei hoher Schneelageist das Verhalten darauf aus-gerichtet, Energie zu sparen.Die Annherungsdistanz,welche von Gmsen toleriertwird, ist meist wesentlich ge-ringer als im Sommer.Kommt es jedoch zu berra-

    schenden Beunruhigungen(z.B. ein Schifahrer tauchtpltzlich ber einer Kantevon oben auf), ist die Fluchtumso energiezehrender.Auch die Struktur des Le-bensraumes ist wesentlich frdie Art der Reaktion. Sokonnte in verschiedenen For-schungsprojekten wiederholtbeobachtet werden, dassGmsen in der Nhe vondeckungsreichen Felsen einewesentlich geringere Reakti-on auf Paragleiter zeigten alsGmsen auf offenen Frei -flchen in weiter Entfernungzu den schutzbietenden Fel-sen.

    Gewhnung?

    Gmsen knnen sich an man-ches gewhnen: wiederholteAktivitten auf gleich blei-benden Wegen und Routenwerden berechenbar. DieGmsen lernen dieseAnnherungen als unge-fhrlich einzustufen. Wan-derer, Tourengeher oder J-ger abseits von Wegen sindnicht vorhersehbar. Beson-ders berraschungseffektewie schnelle Annherung vonoben durch abfahrende Schi-fahrer oder unvermutetes Er-scheinen hinter einer Kantesorgen fr besonders intensi-ve Reaktionen.

    Aufgrund von Beunruhigun-gen knnen Folgewirkungendieser Reaktionen fr das ein-zelne Individuum oder einenGamsbestand in einer Regionentstehen. Im besten Fall kn-nen die einzelnen Tiere ihreEnergieverluste wieder aus-gleichen, finden zeitlich undrumlich trotzdem ausrei-chend Nischen, um ihre ge-wohnte Lebensweise nichtverndern zu mssen. Eskann aber auch zu Energie-verlusten kommen, die gerin-gere Gewichte, vermindertenFortpflanzungserfolg und/odereine verminderte Konditionmit sich bringen. WerdenGmsen dermaen hufig inihrem fr sie optimalen Le-bensraum gestrt, dass kaummehr ein Zeitfenster besteht,diesen ungestrt nutzen zuknnen, kann es zu Abwan-derung in weniger geeigneteLebensrume kommen. Dieskann wiederum die oben ge-nannten negativen Folgewir-kungen haben, zustzlichkann es auch zu Belastungenfr diesen Lebensraum z.B.durch verstrkten Verbiss imWaldbereich kommen.

    Gemeinsam Manah-men setzen

    Wir sehen, dass Strungensehr differenziert betrachtet

    werden mssen. Manahmenzur Verbesserung dieser Si-tuation sollten dort gesetztwerden, wo es Probleme gibtund Beunruhigungen zu ne-gativen Folgewirkungenfhren. Fr die berlegung,welche Manahmen eine Ver-besserung fr die Gmsenbringen, mssen die Grund-lagen und Ursachen sauberund transparent erhobenwerden und alle Interessens-vertreter als Partner an einenTisch gebracht werden. DieErarbeitung und auch dieUmsetzung von Manahmenmuss unter Beteiligung allerInteressensgruppen erfolgen,um auch die notwendige Ak-zeptanz bei allen zu errei-chen. Es kann sinnvoll sein,bestimmte Routen, die nichtdurch die Kernlebensrumeder Gmsen fhren, beson-ders zu empfehlen. Es kannin manchen Fllen aber auchnotwendig sein, zeitlicheund/oder rumliche Betre-tungsbeschrnkungen oder(freiwillige) Ruhegebiete zuformulieren. Die Informatio-nen ber empfohlene Routen,Ruhegebiete und vor allemInformation ber strungs-empfindliche Tierarten undderen Lebensraumansprchesollten auf Tafeln an den Aus-gangspunkten/Parkpltzenund in Infofoldern vor Ort zu

  • WILDBIOLOGIE Januar / Februar 201110

    finden sein. Die Infos solltenauch auf den verschiedenenHomepages der Interessens-vertreter im Internet (alpineVereine, Tourenportale, Ge-meinde, Tourismusverbnde,Jgerschaft) und in deren re-gelmig erscheinenden Zeit-schriften zu finden sein. Gefhrte Schitouren, Wande-rungen oder Vortrge in derRegion oder den Alpinver-bnden zum Thema Wildtie-re/Lebensweise/Strungen/rcksichtsvolles Verhaltenerweisen sich besonders hilf-reich, Information den Men-schen nahe zubringen unddadurch das Bewusstseinund die Sensibilitt fr rck-sichtsvolles Verhalten langfris -tig zu sichern.

    Viele Menschen, die in denBergen unterwegs sind, wis-sen nicht mehr viel ber un-sere heimischen Wildtiereund deren Lebensrauman-sprche. Die verschiedenenOrganisationen und Interes-

    sensvertreter arbeiten ver-strkt daran, mehr Informati-on und faire Spielregeln zuverbreiten. Kampagnen wieRespektiere deine Grenzen(www.respektiere-deine-grenzen.at, www.respektiere-deine-grenzen.ch) oder Info-folder ber naturvertrgliche

    Wintertouren (www.club-arc-alpin.eu, s. Publikatio-nen), Fair:-) zur Natur (Na-turfreunde,www.naturfreunde.at, s. Na-tur- und Umweltschutz) tra-gen dazu bei, Bewusstsein frrespektvolles Verhalten beiAktivitten in den Bergen zu

    schaffen. Auch einige Bei-spiele von konkreten Projek-ten, an denen alle Interessens-vertreter mitgearbeitet haben,zeigen Akzeptanz ber dieRegelungen bei den Touren-gehern und erfreuliche Ver-besserungen fr die Situationder Gmsen.

    Foto

    : Chr

    isti

    an A

    mm

    ann

  • Januar / Februar 2011 11KINDERSEITE

    Der Braunbr kommtin Eurasien undNordamerika vor und isteiner der grten anLand lebenden Beute-greifer. Es gibt drei Un-terarten: europischerBraunbr, Grizzlybrund Kodiakbr. Braunbren knnen zwi-schen 100 und 280 cmlang werden und eineSchulterhhe zwischen90 und 150 cm erreichen.Das Mnnchen ist immerdeutlich schwerer als dasWeibchen. Die schwer-sten Bren sind die Ko-diakbren sie knnenbis zu 780 kg schwerwerden. Die europi-schen Braunbren wie-gen bis zu 250 kg.

    KlettermaxBren sind vorwiegenddmmerungs- odernachtaktiv, im Frhlingund Herbst gehen sieaber auch tagsber auf

    die Jagd, da sie dannmehr Hunger haben.Sie sind Sohlengngerund bewegen sich imPassgang fort, dass heit,dass beide Beine einerKrperseite gleichzeitigbewegt werden. Norma-lerweise sind Bren sehrlangsam, sie knnenaber, wenn es sein muss,bis zu 50 km/h schnelllaufen. Bren schwim-men auch sehr gut, aufdie Bume klettern kn-nen aber nur die Jungtie-re.

    WinterruheIm Herbst sind unsereBraunbren besondershungrig und legen Fett-reserven an. ZwischenOktober und Dezemberbeginnen sie eine Win-terruhe. Dabei ziehen siesich in einen Bau zurck,den sie oft selbst gegra-ben und mit trockenenPflanzen ausgekleidet

    haben. Manchmal benut-zen sie aber auch natrli-che Hhlen oder Fels-spalten. Whrend derWinterruhe gehen derHerzschlag und dieAtemfrequenz deutlichzurck, die Krpertem-peratur sinkt aber nurganz wenig.

    AllesfresserBraunbren sind Alles-fresser, ernhren sichaber hauptschlich vonpflanzlicher Nahrungwie Grsern, Krutern,Wurzeln, Nssen aberauch Pilzen. Im Sommerund Herbst fressen sieauch ganz gerne Beeren.Sie fressen aber auch In-sekten, Vgel und derenEier, Murmeltiere undWhlmuse.

    BrenwinzlingeObwohl die Paarungs-zeit in den Monaten Maibis Juli ist, kommt das

    Brenjunge erst EndeWinter zur Welt. DieTrchtigkeit dauert solange, weil es zuerst zueiner Keimruhe kommt,welche bis zu fnf Mo-nate dauern kann; erstdanach entwickelt sichdas Junge im Mutterleib.

    Die Jungtiere werdennoch whrend der Win-terruhe geboren, in denMonaten Jnner bisMrz. Sie sind dann 23bis 28 cm lang, wiegennur 340 bis 680 Grammund haben die Augennoch fest geschlossen.Die Jungenaufzucht istdie Aufgabe des Weib-chens. Erst mit fnf Mo-naten nehmen die jun-gen Bren feste Nahrungzu sich und erst mit 1,5bis 2,5 Jahren werden sievon der Mutter endgl-tig entwhnt.

    In der Natur knnenBraunbren 20, manch-mal sogar bis zu 30 Jahrealt werden, in Gefangen-schaft sogar fast 50 Jahre.

    Literaturtipp: Annette Betz Der Br. Kleines Tier-ABC. (2001)Annette Betz Verlag

    Von Monika Dnz-Breu

    B... wie... Braunbr

    Foto

    : Chr

    isti

    an A

    mm

    ann

    Mnnliches Tier =BrWeibliches Tier = BrinKopf = Kopf, HauptOhren = GehreBeine = Lufe, PrankenFe = Branten, TatzenSchwanz = Brzel

    Jgersprache

  • Feierliche Landeshubertusfeier in Brand

    Am 6. November feiertedie Vorarlberger Jger-schaft die Landeshubertusfei-er in Brand. Die Bezirksgrup-pe Bludenz, allen voran dieHegegemeinschaft 4.1 mitHauptorganisator HerbertMeyer verstand es, den Ernte-dank feierlich zu gestalten.

    Der Jgertreff fand auf demneu gestalteten Dorfplatz inBrand statt hier traf mansich bei musikalischen Kln-

    gen der Brserberger Dorf-musikanten, der Jagdhorn-blsergruppe Bludenz undder Brandner Alphornblserzum traditionellen Jger-plausch am Glhweinkessel.

    Die feierliche Hubertusmessefand in der Pfarrkirche Ma-ria Himmelfahrt in Brandstatt und wurde von PfarrerDr. Nikolaus Hatiar zele-briert. Aus dem Mittelalter istdie Hubertus-Legende ber-

    liefert. Der Legende nach warHubertus ein zgelloser Jger,dem eines Tages ein Hirschmit einem leuchtenden Kruzi-fix zwischen den Geweihstan-gen erschien. Aus Hubertus,dem Jger ohne Grenzen,wurde fortan ein Heger undBewahrer der Natur, der dieWildtiere als Geschpfe Gottesachtete. Weiter ist ber denheiligen Hubertus bekannt,dass er etwa um 705 n. Chr.Bischof von Lttich war. Be-

    reits im 10. Jahrhundert wur-de Hubertus von Jgern alsihr Schutzpatron verehrt. DieBotschaft der Legende istnach wie vor aktuell. Siemahnt die Menschen heute,verantwortungsvoll mit Um-welt und Natur umzugehenund deren Ressourcen nachdem Grundsatz der Nachhal-tigkeit zu nutzen, das heitnur soviel abzuschpfen wieregelmig wieder hinzuwchst.

    Die Brgermusik Brand geleitete den Hubertushirsch und die Gste zum Gemeindesaal.

    Eindrucksvoll wurde der Hubertushirsch (ungerader 14er) aus der Genossenschaftsjagd Brand (Erleger Herbert Meyer, in Begleitung von Jagd -aufseher Franz-Josef Beck und JagdaufseherAlbert Nessler) von einem Pferdegespann auf den Dorfplatz gefhrt.

  • Januar / Februar 2011 13HUBERTUSFEIER

    Die musikalische Umrah-mung wurde durch den 1. Vorarlberger Jgerchor, dieJagdhornblsergruppe Blu-denz sowie ein Duo der Br-serberger Volksmusikantengestaltet.Im Anschluss an die Messeerfolgten die Gruadressenund Ansprachen, moderiertdurch Otto Vonblon, auf demfeierlich erleuchteten Dorf-platz. BezirksjgermeisterIng. Lothar Tomaselli hiealle Gste im Namen der Be-zirksgruppe Bludenz herzlichwillkommen.Vizebrgermeis ter RolandSchallert berbrachte dieGruworte der GemeindeBrand. Landesrat Ing. ErichSchwrzler betonte, dass dieHubertusfeier zugleich Ernte-dank sei, eine tief buerlicheund jagdliche Tradition. Es istAnlass, Danke zu sagen frdie gemeinsamen Zeiten, frstarke Partner des Forstes,des Naturschutzes und derHege und Pflege.

    Hubertusansprache

    Die diesjhrige Hubertusan-sprache wurde von Ehren-mitglied Hannes Kaufmanngehalten. Mit der Jagd in un-serem Kulturkreis ist der Be-griff der Weidgerechtigkeituntrennbar verbunden. Er istals Postulat in die moderneJagdgesetzgebung eingegan-gen: Die Jagd ist nach den an-erkannten Grundstzen derWeidgerechtigkeit auszu-ben. Als gesetzliche Forde-rung ist die Weidgerechtig-

    keit ein unbestimmter Rechts-begriff. Als Makel in der Ge-setzesmaterie, im geschriebe-nen Recht, empfinden diesvor allem diejenigen, dienichts damit anfangen kn-nen oder nichts damit anfan-gen wollen.Wir, die wir diesen Begriff inunseren Statuten festge-schrieben haben, drfen diesnicht. Was ist denn weidge-recht? Die Antwort findetman am sichersten, wennman sich fragt, was nichtweidgerecht ist. Da werdendie Grenzen sehr schnellsichtbar, zum Guten wie zumBsen.Ein alter Spruch heit: Essind nicht alle Jger, die einHrnlein fhren. Ein ande-rer wird Martin Luther zuge-schrieben: Jagd ist gut undnutz, wenn der, so sie tut, gutist und nutz. Beide drckenaus, dass ein rechter Jger zu

    sein mehr heit als Wild zuerlegen. Seien wir, dem edlenWeidwerk und der Weidge-rechtigkeit verpflichtet, stolz,den grnen Rock und eineWaffe tragen zu drfen,glcklich, in einem Land zuleben, in dem in der ffent-lichkeit die Resonanz derJagd noch weithin hrbar istund vernommen wird, jagenzu knnen in einer Land-schaft, deren Menschen, Fau-na und Flora keinen Ver-gleich zu scheuen brauchen.Wir sind berufen zu scht-zen, zu behten und zu be-wahren. Denn je mehr Men-schen auf dieser Erde lebenund je mehr sich die Siedlun-gen ausdehnend zueinander-drngen, umso grer wirddie Sehnsucht nach einer Blu-me, die nicht vom Grtner ge-pflanzt ist, nach einem Tier,das nicht hinter Gittern lebt,

    nach einem Weg, den man al-lein geht. Wir mssen mitdafr sorgen, dass den Men-schen bewahrt bleibt, was sieeinst brauchen werden, mor-gen noch mehr als heute.

    Im Anschluss geleitete dieBrgermusik Brand, gefolgtvom Hubertushirsch, die Gsteschar in den Gemeinde -saal, wo bis in die sptenStunden unter der musikali-schen Umrahmung der Br-serberger Dorfmusikantengefeiert wurde.

    Ein herzliches Weidmanns-dank an die Organisatorenfr die wrdevoll und feier-lich gestaltete Landeshuber-tusfeier 2010.

    MDB

    Weitere Fotos finden Sie aufwww.vjagd.at (SuchbegriffLandeshubertusfeier)

    Die Ehrengste lauschten den Festansprachen.

    Frhliche und zufriedene Stimmung unter den Gsten.Hubertusredner Ehrenmitglied Hannes Kaufmann mit Gattin.

  • HUBERTUSFEIER Januar / Februar 201114

    Wrdige Hubertusfeier der Bezirke Bregenz und Dornbirn in Au

    Roland Moos

    Zum sptnachmittgli-chen, feierlichen Auftaktder Bezirkshubertusfeier inAu, wurde die Jgerschaft derBezirke Bregenz und Dorn-birn auf den stimmungsvol-len Kirchplatz zum Jgertreffam Glhweinkessel geladen.Gleichzeitig wurde unter fest-lichem Hrnerklang der Jagd-hornblsergruppen Klein-walsertal und Rotach derdiesjhrige kapitale Huber-tushirsch Holzbodner ausdem EJ Revier Heimberg-Pisevom Moderator BJM-Stv. Ro-land Moos den zahlreich er-schienenen Jgerinnen, J-gern und Gsten prsentiert.

    Der anschlieende feierlicheHubertusgottesdienst in derPfarrkirche St. Leonhardwurde vom Ortspfarrer vonAu Mag. Georg Willam zele-briert. Die musikalische Ge-staltung lag in den bewhrtenHnden der neu formiertenJagdhornblsergruppe Klein-walsertal, verstrkt durch dieJagdhornblsergruppe Rotach,der exzellenten Gesangsgrup-pe Wiedar Motla aus Auund dem Flgelhornduo Br/Rehm von den Innwldern.

    Die offizielle Hubertusfeierfand danach in den jagdlichdekorierten Rumlichkeitendes Erlebnisgasthofes UrAlp statt, wo BJM HM HansMetzler nicht nur die zahl-reich versammelte Jger-schaft, sondern auch eineganze Reihe von Ehrengstenbegren durfte. Nach denGruworten des HausherrnBrgermeister Pius Natter,Landesrat Ing. ErichSchwrzler, dem Landes-wildbiologen DI HubertSchatz und LJM-Stv. HMAlexander Ritsch, der den lei-der verhinderten Landesj-germeister Dr. Ernst Albrichvertrat, wurde in einem wei-teren Programmpunkt dieEhrung eines verdienten Ver-

    einsmitgliedes von LJM-Stv.BJM Sepp Bayer vorgenom-men, wobei der geehrte Re-vierjger Walter Schweizermit einem abschlieendenStndchen der JHBG Klein-walsertal/Rotach musika-lisch beschenkt wurde.

    Den geselligen und unterhalt-samen Teil des Hubertusa-bends gestaltete die bra-vourse BlasmusikformationDie Innwlder aus demBregenzerwald, die Gesangs-gruppe Wiedar Motla ausAu und die HumoristinBuerin Reinelde Simma,ebenfalls aus Au, die es aus-gezeichnet verstand, mitihren humorigen Gedichten,Geschichten und Witzen die

    Anwesenden zu wahrenLach- und Begeisterungsstr-men zu bewegen. Ein unter-haltsamer und geselligerFestabend im beinahe ber-voll besetzten urigen Am-biente der Ur Alp.

    Verantwortlich fr die Vorbe-reitungsarbeiten, die aufwn-digen Dekorationen und denschnen und reibungslosenAblauf der Bezirkshubertus-feier in Au, waren wieder ein-mal mehr die Jgerinnen undJger des Auer Jgerstammti-sches der HGM 1.4 unter derLeitung von Hermann Rfund dem Moderator RolandMoos.

    Weidmannsdank!

    Gemeinsame Hubertusfeier im Bregenzerwald

    Revierjger Walter Schweizer Mitglied der BezirksgruppeDornbirn wurde im Rah-men der Bezirkshubertusfeierin Au mit der ehrenvollenVerleihung des Titels Hege-meister ausgezeichnet.Walter Schweizer ist seit 47Jahren Jagdschutzorgan undMitglied der Vorarlberger J-gerschaft. Seine Probejahreabsolvierte er im GJ RevierDornbirn-Schwende unterJagdschutzorgan RJ Richard

    Dietrich. Im Laufe seinerlangjhrigen Dienstzeit warer u.a. in den Revieren GJFras tanz, EJ Oswald/Mellen-tal, GJ Kehlegg, EJ Oberseh-ren, sowie GJ SchwarzenbergI u. II als verantwortlichesJagdschutzorgan ttig. DieAuszeichnung fr seinen un-ermdlichen Einsatz fr dieJagd erhielt er aus den Hn-den von LJM-Stv. BJM SeppBayer. Weidmannsheil!

    v.l. LJM-Stv. Alexander Ritsch, RJ HM Walter Schweizer und LJM-Stv. BJM Sepp Bayer

  • Januar / Februar 2011 15HUBERTUSFEIER

    Stimmungsvolle Hubertusfeier auf der Schattenburg

    Im Rahmen der Hubertusfei-er wurde Alt-BJM SiegfriedWinsauer fr seine nachhal-tigen Verdienste als Repr-sentant des weidgerechtenVorarlberger Jgers in allenBereichen der Jagd der Gol-dene Bruch berreicht.Siegfried Winsauer hattezwlf Jahre das Amt des Be-zirksjgermeisters inne. Erwar auch Mitorganisator vonJgerbllen, Hubertusfeiern

    und Hegeschauen. Auf seineInitiative fanden die erstenTontaubenschieen im Be-zirk Feldkirch statt. Auchden Jagdhornblsern der Be-zirksgruppe Feldkirch ver-half er als Gnner zu einerEinkleidung.

    v.l. Finanzstadtrat von FeldkirchWolfgang Matt, Alt-BJM Siegfried

    Winsauer, BJM Elmar Mller

    Christian Ammann

    Bei herbstlicher Stimmungkonnte am 22. Oktoberauf der Schattenburg in Feld-kirch die traditionelle Huber-tusfeier der BezirksgruppeFeldkirch abgehalten werden.Die Andacht wurde von PaterFranz Ullbing zelebriert. Wir sind zusammengekom-men um Erntedank zu feiernund mit dem Hl. HubertusGott vor allem fr die ganzeSchpfung zu danken. Es seigut daran zu denken, werHubertus war, denn er sagteuns, wir sollen ehrfrchtigmit der Schpfung umgehen.Die Liebe zur Schpfung undzum Geschpf soll unserganzes Leben prgen.

    Die Hubertusfeier wurdevon der Jagdhornblser-gruppe Feldkirch und dem1. Vorarlberger Jgerchorfestlich umrahmt. BJM El-mar Mller konnte zahlrei-che Ehrengste, Jgerinnenund Jger sowie Freunde derJagd begren. Der Huber-tustag sei fr uns Jger derTag des Erntedankes undder Besinnung, jeder sollteeinmal im Jahr innehaltenund ber das eigene Tunund Handeln nachdenken,so BJM Elmar Mller. Traditionell fand nach der An-dacht der Jgerschlag statt. Zuwaidgerechten Hirsch jgernwurden Gabi Unterberger,Rene Mayer und Richard Fizzi geschlagen.

    Landeswildbiologe DI Hu-bert Schatz berbrachte dieGlckwnsche der Vorarl-berger Landesregierung.Der Jger hat die Macht,ber Leben oder Tod zu ent-scheiden. Jeder Jger solltesich gut berlegen, was ertut und wie er im Revierhandle, damit er sich nochjeden Tag im Spiegel be-trachten kann. Irgendwannwird jeder von uns ablebenund dann sollte man mitgutem Gewissen abtretenknnen. Ich wei, dass essehr viele Auflagen gibt,welche auf Grund der Wild-lebensraumsituation gege-ben sind. Trotzdem hat derJger fr sich alleine zu ent-scheiden, wie er mit dem

    Wild, aber auch mit dem ge-samten Lebensraum um-geht. Zur Weidgerechtigkeitgehrt auch der Umgang mitden Jagdkameraden und dergesamten Gesellschaft, aberauch die Pflege und Durch-fhrung einer Hubertus -feier. Stadtrat Wolfgang Mattberbrachte die Gruworteder Stadt Feldkirch. Im Rahmen des Festabendswurde den Jungjgern zurbestandenen Jagdprfunggratuliert und der Jgerbriefbergeben (siehe Seite 28).

    Im Anschluss spielten dieMarinos im feierlichen Am-biente der Burg auf.

  • JAGD & RECHT Januar / Februar 201116

    Am 31. Mrz enden wieder-um zahlreiche Jagdpachtver-hltnisse. Es stellt sich fr dieausscheidenden Jagdpchterimmer fters die Frage, werdie ihm gehrenden und vonihm errichteten Jagdeinrich-tungen zu bezahlen hat. Wenn im Jagdpachtvertragkeine Regelung enthalten ist,kommt diesbezglich die Be-stimmung des 29 Abs 4JagdG zur Anwendung.Demnach kann der Jagdpch-ter bei Beendigung des Jagd-pachtverhltnisses verlangen,dass die ihm gehrendenortsfesten Jagdeinrichtungen,die einer dem Jagdgesetz ent-sprechenden Ausbung desJagdrechts dienlich sind, vomneuen Jagdnutzungsberech-tigten gegen angemesseneEntschdigung bernommenwerden. ber die Verpflich-tung zur bernahme vonJagdeinrichtungen hat aufAntrag die Behrde zu ent-scheiden.

    In Anwendung dieser Be-stimmung musste sich derUnabhngige Verwaltungsse-nat des Landes Vorarlberg alsBerufungsbehrde mit denFragen beschftigen, an wenund wann der Jagdpchterdieses Verlangen zu stellenhat.

    Unstrittig ist, dass die in 29Abs 4 JagdG festgelegte Ver-pflichtung des neuen Jagd-nutzungsberechtigten zurbernahme der ortsfestenJagdeinrichtungen u.a. einVerlangen des Jagdpchtersvoraussetzt. Die genannteVorschrift bestimmt abernicht, an wen der Jagdpchterdieses Verlangen zu stellenhat. Der Unabhngige Ver-waltungssenat hat diesbezg-lich ausgesprochen, dass der

    Jagdpchter dieses Verlangenan den neuen Jagdnutzungs-berechtigten richten muss.

    Im Hinblick auf die Rechtzei-tigkeit besagt die Bestim-mung des 29 Abs 4 JagdGlediglich, dass der Jagdpch-ter bei Beendigung des Jagd-pachtverhltnisses verlangenkann, dass die ihm gehren-den ortsfesten Jagdeinrich-tungen vom neuen Jagd -nutzungsberechtigten ber- nommen werden. Nach Auf-fassung des UnabhngigenVerwaltungssenates ist dieWortfolge "bei Beendigungdes Jagdpachtverhltnisses"grundstzlich so zu verste-hen, dass der Jagdpchter diebernahme der ortsfestenJagdeinrichtungen sptestensan dem Tag verlangen muss,an dem der Pachtvertrag en-det. Dies ist von den Fllender vorzeitigen Beendigungdes Jagdverhltnisses ( 22JagdG) abgesehen immerder 31. Mrz jenes Jagdjahres,in dem die sechs- oder zwl-fjhrige Jagdpachtzeit endet. Nach Ansicht des Unabhn-gigen Verwaltungssenates istdiese zeitbezogene Betrach-tungsweise darin begrndet,dass der neue Jagdnutzungs-berechtigte so frhzeitig wiemglich Klarheit darber ha-ben muss, welche ortsfesten,brauchbaren und zweck-migen Jagdeinrichtungener vom (bisherigen) Jagd-pchter bernehmen kannbzw. muss. Diese Klarheit seiletztlich auch fr seine Ent-scheidung notwendig, ob ererforderlichenfalls noch orts-feste Jagdeinrichtungen, dieer fr die zweckmige Aus-bung der Jagd bentigt,schaffen muss oder nicht.Folglich sei immer ein be-stimmter Zeitpunkt notwen-

    dig, bis zu dem ein VerlangeniSd 29 Abs 4 JagdG gestelltwerden msse.

    Problematisch ist diese Be-trachtungsweise dann, wennzum Zeitpunkt der Beendi-gung des Jagdverhltnissesdem alten Jagdpchter derneue Jagdnutzungsberechtig-te gar nicht bekannt ist. Die-ser mgliche Fall ist in 29Abs 4 JagdG nicht eindeutiggeregelt. Nach Ansicht desUnabhngigen Verwaltungs-senates ist in einem derarti-gen Fall ein auch nach Beendigung des Jagdpacht-vertrages geuertes Verlan-gen des Jagdpchters iSd 29Abs 4 JagdG noch so langenicht versptet, als ihm derneue Jagdnutzungsberechtig-te nicht bekannt ist und auchnicht bekannt sein musste. Abdem Zeitpunkt aber, ab demdem Jagdpchter der neueJagdnutzungsberechtigte be-kannt ist oder bekannt seinmusste, hat der Jagdpchternach der jngsten Entschei-dung des Unabhngigen Ver-waltungssenates zur Wah-rung der Rechtzeitigkeit diebernahme der Jagdeinrich-tungen unverzglich (ohneschuldhaftes Verzgern) zuverlangen. Nach Ansicht desGesetzgebers soll die Rege-lung des 29 Abs 4 JagdG frden (investierenden) Jagd-nutzungsberechtigten einegewisse Investitionssicher-heit schaffen. Umgekehrtdrfen jedoch die berechtig-ten Interessen des alten Jagd-pchters nicht in unsachlicherWeise beeintrchtigt werden,weshalb es geboten ist, dassauch jene Verlangen, die nurdeshalb erst nach Beendi-gung des Pachtvertrages gestellt wurden, weil demJagdpchter der neue Jagd-

    nutzungsberechtigte nicht be-kannt war und auch nicht bekannt sein musste, noch alsrechtzeitig anzusehen, sofernsie unverzglich danach vomJagdpchter gestellt werden.

    Zusammenfassend bedeutetdiese Rechtsansicht des Un-abhngigen Verwaltungsse-nates fr jeden alten Jagd-pchter, dass er dieber nahme der ihm gehri-gen Jagdeinrichtungen vomneuen Jagdnutzungsberech-tigten verlangen kann bzw.muss, wobei der Antrag sp-testens am 31. Mrz bzw. un-verzglich zu stellen ist, soll-te dem alten Jagdpchter derneue Jagdnutzungsberechtig-te zu einem spteren Zeit-punkt bekannt werden. Indem vom Unabhngigen Ver-waltungssenat zu prfendenSachverhalt hatte der alteJagdpchter erst einige Wo-chen nach Bekannt werdendes neuen Jagdnutzungsbe-rechtigten den Antrag aufbernahme der Jagdeinrich-tungen gestellt, weshalb derUnabhngige Verwaltungsse-nat diesen Antrag des altenJagdpchters wegen Versp-tung als unzulssig zurck-gewiesen hat.

    IM RECHT GEPIRSCHT

    Entschdigung fr JagdeinrichtungenDr. Rainer Welte

  • Januar / Februar 2011 17WILDKCHE

    Zubereitung

    HirschschulterHirschschulter trocken tup-fen und mit Salz, Pfeffer undKrutern einreiben. l erhit-zen und das Fleisch von allenSeiten scharf anbraten. Peter-silie, Knoblauch und Zwiebelgrob hacken, Wacholder, Lorbeer, Petersi-lie, Knoblauch und Zwiebelzugeben.Ofen auf 200C vorheizen.Fleisch mit Wasser und Rot-wein ablschen, aufkochenund fr zirka 60 Minuten imOfen schmoren lassen. Dabeidas Fleisch immer wieder mitdem Fond bergieen. Nachder Hlfte der Garzeit Fleischwenden.Fleisch herausnehmen undwarm stellen.Sauce passieren und mit Sau-errahm und Preiselbeerenverrhren und noch mal kurzerwrmen (nicht kochen).

    SemmelkndelZwiebel in feine Wrfelschneiden und in etwas But-ter glasig anrsten, Kndel-brot mit kalter Milch ber-gieen und einweichen,Eigelbe und restliche Butterzugeben und unterheben.Eiwei zu Schnee schlagenund mit den gehackten Kru-

    tern unterheben, ab-schmecken mit Salz, Pfefferund Muskatnuss.Kndel formen und im leichtgesalzenen und kochendenWasser ziehen lassen.

    Apfel-RotkrautRotkraut in Streifen schnei-den, pfel entkernen undblttrig schneiden, Rotkrautund pfel im heiem Butter-schmalz gut andnsten,Zimtstange zugeben und mitRotwein ablschen, mit Salz,Pfeffer und Zucker ab-schmecken. Preiselbeeren zu-geben und zirka 20 Minutenkcheln lassen, ab und zuumrhren.

    Apfel gefllt mit Maronipfel waschen, Deckel ab-schneiden und mit einem Lf-fel aushhlen. Zitronensaftund Weiwein aufkochenund pfel darin zirka 5 Mi-nuten dnsten, herausneh-men, Apfelabschnitte imFond weich kochen und zer-drcken, in die warme MasseMaronipree unterheben undkalt stellen. Geschlagene Sah-ne und Likr unterheben undin die pfel einfllen und mitPreiselbeeren garnieren.

    Wir wnschen gutes Gelingen und guten Appetit.

    ZutatenHirschschulterzirka 800 g Hirschschulterohne KnochenSalz, Pfeffer1 EL gehackte Kruter (Thymian, Rosmarin, Majoran)5 EL Pflanzenl2 Petersilienstengel1 Knoblauchzehe100 g Zwiebeln4 Wacholderbeeren1 Lorbeerblatt125 ml Wasser250 ml Zweigelt200 ml Sauerrahm2 EL Preiselbeeren

    Semmelkndel1000 g Kndelbrot1000 ml Milch300 g flssige Butter12 Eigelb12 Eiwei1 groe Zwiebel3 EL fein gehackte Petersilie

    Apfel-Rotkrautca. 1500 g Rotkraut (1 Kopf)5 groe pfel5 EL Butterschmalz1 Zimtstange500 ml Rotwein250 g Preiselbeeren

    Apfel gefllt mit Maroni6 kleine pfelSaft von 1 / 2 Zitrone125 ml Weiwein125 ml Sahne, geschlagen80 g Maronipree2 cl Grand Marnier3 EL Preiselbeeren

    In Zweigelt geschmorte Hirschschulter

    Die Vorarlberger Jagd stellt vor: Wildgerichte, Kche, Restaurants

    Gasthof Mohren***sStiegstrasse 17

    A-6830 Rankweil+43 (0)5522 [email protected]

    www.mohren.at

    Spitzengenuss seit Generationen

    Hier sind die Gste in jederHinsicht bestens aufgeho-ben. Gemtliche Stuben, dasedel und modern gestalteteRestaurant, der Mohrengar-ten oder der Mohrenschopfals idyllischer Platz fr Festeoder zum Entspannen imGasthof Mohren findet jederGast den richtigen Rahmen. Gerda und Elmar Herburgerverstehen es seit vielen Jah-ren, das kulinarische Niveauim Haus hoch zu halten undhaben so den Mohren alsverlssliche Konstante in derRankweiler Gastronomie -szene etabliert. Kchenchef Tibor Dankaund Christian Zickler ko-chen mit sehr viel Liebe zumDetail. So entstehen Ge -richte, die ausgezeichnetschmecken und eine groePortion an Kreativitt mit-bringen. Ausgezeichnet durch dasAMA-Gastrosiegel.

  • ANZEIGEN Januar / Februar 201118

    ELCH Kollektion erweitert: Winterbekleidung und mehr Zubehr

    Zum Jahresausklang stelltder Jagdausstatter Kettnerbrandneues Zubehr der Ei-genmarke ELCH vor. Damiterweitert Kettner die Neuauf-lage der ELCH Kollektion umfunktionelle Taschen fr Stiefelund Jagdausrstung, einenJagdrucksack sowie Gewehrta-schen. Ergnzt wird das neueSortiment durch universell ein-setzbare Jagdschirme und Iso-lierflaschen. Von Jgern fr J-ger entwickelt, zeichnet sichdie neue ELCH Zubehr Li-nie durch praxisnahe Funktio-nen aus.

    Unter dem Motto ELCH isBack hat Kettner zur Jahres-mitte bereits erfolgreich die,bei Jgern beliebte, MarkeELCH neu aufgelegt und mitfunktioneller Jagdbekleidungbei bestem Preis-/Leistungs-verhltnis gepunktet. Passendzur Jahreszeit wurde dieELCH-Kollektion auch im Be-

    kleidungssortiment um denBedarf fr die winterliche Jagderweitert. Handschuhe, Hau-ben und Jagdhte wurden ei-gens fr Kettner entwickelt.Highlight der Herbst/Winter Kollektion ist der ELCH-Wet-terfleck, der durch Cashmere-Loden hchsten Tragekomfortbietet.

    Das ELCH Zubehr Sorti-ment exklusiv bei KettnerDie ELCH-Stiefeltasche aus ro-bustem, pflegeleichtem Nylon-

    Gewebe ist ideal fr alle Jgerund Naturliebhaber, die schonlange auf der Suche nach einersauberen Lsung fr denSchuh- und Stiefeltransportsind. Mit dem funktionellenELCH-Jagdrucksack prsen-tiert Kettner einen Rucksack,der von Jgern speziell fr dieBedrfnisse der Jagd ent-wickelt wurde. Der ELCH-Rucksack vereint viele ntzli-che Details wie Taschen frZubehr oder eine Aufschnall-vorrichtung fr die Jagdwaffe.Durch ein Komforttragegestellmit breiten gepolstertenBecken- und Schultergurtensowie einen integriertenRckenpolster bietet der Ruck-sack hervorragenden Trage-komfort. Weitere Teile derELCH Zubehr-Kollektion wiedie Jagdreisetasche mit separa-tem Stiefelfach oder die neuenELCH-Gewehrtaschen findensich im Kettner Onlineshopunter www.kettner.com.

    Neuheiten bei ELCH Beklei-dung ELCH is back again!Auch im Bekleidungsortimentwurde die ELCH-Kollektionerweitert. Nach einem erfolg-reichen Start sind ab sofort inallen Kettner-Filialen die wr-menden Ergnzungen derELCH Kollektion erhltlich.Die ELCH-Funktionsunterw-sche sorgt fr das richtige Kli-ma bei der winterlichen Jagd.Die antibakterielle und ge-ruchshemmende Ausstattungder atmungsaktiven Unterw-sche sowie die wrmendenFleeceunterhosen fr Damenund Herren bilden die idealeKombination in Verbindungmit den wattierten Jacken derbeliebten ELCH-Jagdbeklei-dung.Neue Hauben, Handschuhe,Fleece- und Softshelljackenrunden das Sortiment fr Jagd-und Outdoorbegeisterte ab.

    www.kettner.com

  • Januar / Februar 2011 19ANZEIGEN

  • WAFFE & SCHUSS Januar / Februar 201120

    Eigentlich ein eher un-glcklich gewhlter Be-griff. In einer Schonzeitsollte nicht oder nur in Aus-nahmefllen geschossen wer-den.

    Nach unserem Verstndnissind darunter Patronen unddie dazugehrigen Waffen zuverstehen, mit denen in derSchonzeit des Schalenwildeskleines Haar- und Raubwildbejagt werden kann und diedafr auch zugelassen sind.Sie sind etwas leiser undsollen unntige Beunruhi-gung vermeiden helfen.

    Der Waffenmarkt lsst unswissen, dass es spezielle Waf-fen fr die Schonzeit gibt. Siewerden als leichter und fhri-ger angepriesen. Die Ge-wichtsersparnis einiger hun-dert Gramm sollte allerdingsnicht ausschlaggebend sein,wenn es darum geht, ein Produkt zu erwerben, dasJahrzehnte seinen Zweck er-fllen kann.

    Als allgemein bekannteSchonzeit-Patronen knnenwir .22 Magnum und .22Hornet bezeichnen. AlsNeuling in diesem Bereichwird auch die schnelle undprzise 17 HMR ihre Anhn-ger finden. Deren nur 1,1Gramm schweren Geschoeleisten bei einer Vo von un-gefhr 780 MetersekundenErstaunliches. Grund dafrist eine zeitgeme Gescho-konstruktion, die maximaleSchockwirkung mit akzepta-bler Tiefenwirkung vereint.

    Wer in einer Schonzeitwaffeeine der verbreiteten, przi-sen Rehwildpatronen, wie.222 Rem; .223 Rem oder5,6X50 fhrt, ist in dernchst hheren Klasse,verfgt aber damit ber be-ruhigende Leistungsreser-ven, besonders dann, wenndas umfangreiche Ge-schoangebot dieser Patro-nen genutzt wird. Ein Teilm-antelgescho (mit dnnemStandard-Tombak-Mantel)

    einer .22 Magnum oder .22Hornet ist bei Fuchs oder garDachs sehr bald berfor-dert.

    Wer eine Kombiniertefhrt oder erwerben will,sollte das leichter undfhriger nicht weiter zumGrundsatzthema machen.Zwei Lufe samtSystem/Verschluss sindmehr und schwerer als einer.Die Auswahl an geeignetenSchrotpatronen lsst auchkeine Wnsche mehr offen.Bleibt also nur noch zu ber-prfen, ob die Schrotgarbe,und wenn es eingesetzt wer-den soll, das Flintenlaufge-scho mit der Kugel zu-sammenschieen. Auch dieDeckung der Schrote istvon Patronenfabrikat, Typeund Schrotgre meist un-terschiedlich.

    Die Hohe Zeit der Ein-schub- und Einstecklufe inden sechziger und siebzigerJahren des vergangenen

    Jahrhunderts ist groteilsberwunden. Diesen Kon-struktionen sollte mehr Auf-merksamkeit zukommen. ImKlartext: die Schussleistungsollte fter berprft wer-den.

    Wer in der Schonzeit einerbestimmten Wildart aus he-gerischen oder anderenGrnden geschontes Wilderlegen muss, ist sicher gutberaten, wenn er mit einerentsprechenden Patroneweidwerkt.

    Im Gesetzestext steht, dassmit einer der Strke des Wil-des angemessenen Patronegejagt werden muss. EinVollmantelgescho hat rech-nerisch die gleiche Energiewie ein Gescho, das im Zielgestaucht wird. Ein Voll-mantelgescho wird kaumEnergie abgeben. Damitkann die geforderte, schnellttende Wirkung aber nichterreicht werden.

    WAFFE & SCHUSS

    Schonzeit Waffen PatronenHubert Schedler

    Landesmeisterschaften 2010 im Jagdparcours in Dornsberg

    Dr. Heinz Hagen

    Die diesjhrigen Vorarl-berger Landesmeister-schaften im Jagdparcoursfanden wiederum im Rah-men eines internationalenSchieens in Dornsbergstatt.

    Das Wild und HundSchieen, veranstaltet vomJagdverlag Paul Parey, warder geeignete Rahmen frdie Meisterschaften und

    gleichzeitig ein sehr schnerund geselliger Anlass. Mehr als 120 Schtzen ausmehr als fnf Lndern (u.a.auch aus Irland!) maensich auf diesem einmaligenParcourstand bei sehr gutenueren Bedingungen.

    Die Vorarlberger Schtzenhatten erwartungsgemnichts mit der Siegerent-scheidung zu tun, klassier-ten sich jedoch in den vorde-ren Reihen.

    Vorarlberger Landes-meisterschaft

    Der neue Landesmeister Wil-fried Beer erzielte mit 85 von100 mglichen Tauben einherausragendes Ergebnisund war damit im internatio-nalen Schieen ganz vorneklassiert. Herzliche Gratula-tion zu dieser Leistung. Auf den Medaillenpltzenfolgten Dr. Heinz Hagen mit80 Treffern und Siegi Heilmit 79 Tauben.

    Wilfried Beer Landesmeister2010 im Jagdparcours

  • Januar / Februar 2011 21JAGD

    Mnchener Erklrung fr Wald und Wild

    Prambel

    Der so genannte Wald-WildKonflikt ist kein Konflikt zwi-schen Wald und Wild, son-dern zwischen den Menschenmit ihren unterschiedlichenNutzungsinteressen. Waldund Wild sind nicht selbst inden Konflikt involviert, son-dern Spielball der jeweiligenPartikularinteressen. DenKonflikt zu lsen ist nicht al-lein Aufgabe der Jagd, son-dern eine gemeinsame Ver-antwortung von allenMenschen, die den Lebens-raum von Wildtieren nutzen,insbesondere auch den Grund -eigentmern, den Land- undForstwirten, den die Land-schaft fr Freizeitaktivittennutzenden Menschen undden Naturschtzern. Wissen-schaft und Politik mssendafr Grundlagen und Rah-menbedingungen schaffen.

    Forderungen undEmpfehlungen

    Um den Konflikt zwischendem Lebensraum- und Nah-rungsbedarf der Wildtiereund dem Nutzungsinteressedes Menschen in unsererLandschaft zu lsen, mssensich politische Rahmenbedin-gungen und die Praxis derLandnutzung ndern.

    Forderungen an diePolitik

    Wildtiere und damit auchdas Rotwild sind integralerBestandteil des Waldko-systems. Die wirtschaftli-

    che Nutzung des Waldesmuss dem ffentlichen In-teresse an einem gesundenund artenreichen Wildbe-stand Rechnung tragen.

    Neben negativen sind auchpositive Auswirkungenvon Schalenwild auf dieArtenvielfalt anzuerken-nen.

    Rotwild ist Leitart fr denBiotopverbund. Rotwild-Lebensrume sind gro -rumig zu vernetzen undihre Beschrnkung auf Rot-wildbezirke ist zu beenden.Faire Entschdigungsrege-lungen fr wirtschaftlicheFolgen von Fraeinwirkun-gen des Rotwildes sind un-ter Einbeziehung der Allge-meinheit zu treffen.

    Querungshilfen u.a. berAutobahnen mssen Wan-derbewegungen dieser gro -rumig lebenden Wildart er-mglichen.

    In Wldern im Eigentumder ffentlichen Hand sindWildruhezonen obligato-risch auszuweisen.

    Fr Land- und Forstwirtesind im Rahmen von frei-willigen Angeboten Anrei-ze zu schaffen, um Lebens-rume fr Wildtiere zuverbessern.

    Die Kompetenz von Hege-gemeinschaften ist zu str-ken und eine Pflichtmit-gliedschaft von Revier -inhabern festzulegen.

    Rotwild ist auf Grundlageeines von allen relevantenAkteuren miteinander ent-wickelten Konzeptes zu be-handeln.

    Modell- und Demonstrati-

    onsvorhaben fr ein inte-gratives Land- und Rot-wildmanagement sind ein-zurichten.

    Forderungen an dieJagdpraxis

    Das Rotwild ist stetsstrungsarm und effizientzu bejagen.

    Auf ganzer Flche auchauerhalb von Rotwildbe-zirken muss die Bejagungauf Grundlage eines Ab-schussplans erfolgen. Ab-schussvorgaben sind zu er-fllen.

    Die Jagdzeit auf Rotwild istauch aus Tierschutzgrn-den auf den 31.12. zu be-grenzen.

    Das Nachtjagdverbot aufRotwild ist konsequent ein-zuhalten.

    Ausreichend sungs-flchen sind von der Ein-zeljagd auszunehmen.

    Wenn Rotwild gefttertoder gekirrt wird, ist diesim Rahmen eines Rotwild-konzeptes (s.o.) groru-mig zu koordinieren.

    Die jagdliche Kompetenzvon Jagdpchtern und Ei-genjagdbesitzern mussdurch Fortbildungsma-nahmen kontinuierlich ver-bessert werden.

    Forderungen an dieLand- und Forstwirt-schaft Die Lebensrume fr das

    Rotwild im Wald und im Of-fenland sind zu verbessern(u.a. durch waldbauliche

    Manahmen, Wildsungs-flchen, Waldrandgestal-tung).

    Die Fraeinwirkungen vonSchalenwild im Wald sindnicht daran zu bemessen,wie viele Bume verbissensind, sondern daran, obausreichend junge Bume entsprechend einem kon-kreten Waldbauziel auf-wachsen knnen.

    Forderungen an Freizeitaktivitten

    Das freie Betretungsrechtder Natur ist ebenso mitVerpflichtungen zu verbin-den wie dies bei der Sozial-pflichtigkeit des Eigentumsder Fall ist.

    Freizeitaktivitten undTourismus sind an Rot-wildkonzeptionen zu betei-ligen.

    Fazit

    Wlder und die Feldflur sindunverzichtbare Lebensrumefr unsere Wildtiere. Um un-ser Wild zu erhalten und ihmin unserer intensiv genutztenKulturlandschaft eine Zu-kunft zu geben, sind ein fairerUmgang mit Wild und einZurcknehmen einseitigerwirtschaftlicher Maximalfor-derungen erforderlich.

    Mehr Informationen erhaltenSie unter www.vjagd.at(Suchbegriff Rotwildsympo-sium).

    Anlsslich des 5. Rotwildsymposiums der Deutschen Wildtier Stiftung und des Bayerischen Jagdverban-des wurde eine gemeinsame Erklrung verabschiedet, die das Miteinander von Wald und Wild besser als

    bisher mit den verschiedenen Nutzungsinteressen des Menschen am Wald vereinbaren soll.

    Mnchener Erklrung fr Wald und Wild der Deutschen Wildtier Stiftung und des Bayerischen Jagdverbandes e.V. anlsslich des 5. Rotwildsymposiums (1.12.-3.12.2010)

  • ANZEIGEN Januar / Februar 201122

  • Januar / Februar 2011 23ANZEIGEN

  • JAGDAUFSEHER Januar / Februar 201124

    Jagdaufseher DienstbesprechungBezirk Bludenz

    DI Karl Stud er, Le iter Forst,Jagd , Fischere i, Bezirk s-hauptmannschaft Blud enz

    Auf Einladung der Be-zirkshauptmannschaftBludenz hat am 19.11.2010im Sitzungssaal der Gemein-de Nziders eine Dienst -besprechung fr die Jagd-schutzorgane des Ver -waltungsbezirkes Bludenzstattgefunden. Die Einla-dung erging an alle im Be-zirk Bludenz ttigen Jagd-schutzorgane. Der Einladung sind 77 Jagd-schutzorgane gefolgt.

    Die Erffnung der Bespre-chung erfolgte durch denAbteilungsleiter VIII. Unteranderem galt sein besonde-rer Gru LJM Dr. Ernst Al-brich, dem Obmann des Verbandes VorarlbergerJagdschutzorgane KR Man-fred Vonbank, sowie demReferenten bei der Veran-staltung DI Hubert Schatz.

    Vortrag Rehwild

    Vom ursprnglichen Vor-tragsthema Rotwild pround kontra ist aus Aktua-littsgrnden Abstand ge-nommen worden und DIHubert Schatz referierteber das Rehwild.

    Demnach hat Rehwild lan-desweit seit Mitte der 50iger

    Jahre stark zugenommen,dokumentiert an dengettigten Rehwildstrecken.Rehwild weist hinsichtlichder sungs- und Biotopan-sprche sowie des Verhal-tens groe Unterschiede zuRotwild und natrlich zuStein- und Gamswild auf. Esfindet im Bezirk Bludenzhervorragende Verhltnissevor. Dementsprechendnimmt auch die Rehwild-strecke am Gesamtabschusseinen entsprechend groenAnteil ein, bei nach wie vorzunehmender Tendenz.

    Rehwild ist jedoch aufgrundseines sungsverhaltens alsKonzentratselektierer ma-gebend beteiligt an selekti-vem Verbiss und wird in derRegel bei wildbedingtenVerjngungsproblemen inder Schutzwaldproblematikweit unterschtzt.

    Laut Aussagen von DISchatz ist eine Rehwildftte-rung aus Tierschutzberle-gungen nicht notwendig, dadiese Schalenwildart sichauch hervorragend an win-terliche Verhltnisse, insbe-sondere in den Tief- undMittellagen, anzupassenwei. Das Erhalten einesjagdlich attraktiven Reh-wildbestandes wird jedochin den Hochlagen bei Unter-lassen einer Rehwildftte-rung nicht mglich sein.

    Durch die Ftterung kannRehwild an ein Revier ge-bunden sein. Die Ftterungdient der Verbesserung derKonstitution des Rehwildesund fhrt zu erhhtem Reh-wildzuwachs und einer Ver-besserung der Trophe,gleichbedeutend mit der Er-hhung des Jagdwertes, inder Regel aber auch kombi-niert mit einer Zunahme der

    Wildschden an der forstli-chen Vegetation. Die biolo-gischen Auswirkungen einerRehwildftterung sind inForm der Ausschaltung ei-ner natrlichen Regulationgegeben. Rehwildftterungbedeutet in der Regel aucheinen hheren Abschuss,womit auch ein grererJagdstress einhergeht.

    Whrend Rehwild durch dieFtterung durchaus lokalkonzentriert werden kann,sind insbesondere die ber-gangsphasen in allenHhenlagen von besondererBrisanz, da whrend dieserFrhjahrsphase Rehwildnicht mehr an die Ftterunggebunden wird und leichtzugngliche forstliche Vege-tation vermehrt dem selekti-ven Verbiss des Rehwildeszum Opfer fllt. Whrenddieser bergangsphasebringt also eine Ftterungkeinerlei Entlastung derWildschadens problematik. DI Schatz weist aber auchauf die Bedeutung der Reh-wildftterung als Hilfsmittelbei der Abschussplanerfl-lung hin, wonach jede Ftte-rung auch einen Kirreffekthat und dadurch bessere Ab-schussmglichkeiten gebo-ten werden. In der anschlieenden Dis-kussion ging DI Schatz aufdie interessierten Fragen derJagdschutzorgane im Detailein.

    Abschussplanerfllung

    Die anschlieende Analysedes derzeitigen Standes derAbschussplanerfllung er-gab, dass zwischenzeitlicheine solche von 74,41% beiRotwild und 74,26% bei Reh-wild gegeben ist. Dies sind1602 Stck Rotwild und 1209Stck Rehwild.

    Bezug Stichtag im Jahre2009: 1527 Stck Rotwildund 1175 Stck Rehwild. Zweifellos Nachholbedarfbesteht insbesondere beiKlbern (54,2%) sowie beiRehkitzen (42,8%).

    Bei der Detailanalyse dereinzelnen Wildregionenwozu jeweils die anwesen-den Hegeobleute bzw. be-troffenen JagdschutzorganeStellung genommen haben,wurde die Machbarkeit desRotwildabschusses grundstz-lich nicht in Zweifel ge zogen,wobei lokale Schwierigkeitenbei der Rehwildabschusspla-nerfllung in den Raum ge-stellt wurden.

    In Hinblick auf die zumStichtag 15.11. gegebene Er-fllungsrate bei RotwildKahlwild weniger 80% sind die Jagdnutzungsberechtig-ten der Wildregionen vonder BezirkshauptmannschaftBludenz zur Vornahme wei-terer Abschsse unabhngigvom Revier aufgefordertworden.

    In seinem abschlieendenStatement urgierte DI Schatzeindringlich die Erfllungdes Mindestabschusses inHinblick auf die Notwendig-keit, Rot- und Rehwildbe-stnde orientiert an der Le-bensraumentwicklung, derWildschadenssituation undauch der in der Forststrate-gie geforderten Minimie-rung der Wildschden biszum Jahre 2018, um zirka1/3 (landesweit betrachtet)zu reduzieren.

    Allflliges

    Unter Allflligem wurdenThemen zur jagdlichen Ver-waltungspraxis zur Sprachegebracht:

  • Januar / Februar 2011 25JAGDAUFSEHER

    Waldgefhrdende Wildsch-denWaldgefhrdende Wildsch-den sind im Jagdgesetz un-ter 49 Abs 4 klar definiert.Danach stellt zweifellos dieunter lit d geforderte stan-dortsgeme Mischung vonBaumarten ein besonderesKriterium dar, wonach nm-lich bei wildbedingtem Aus-fall einer standortsgemenBaumbreite ein jagdgesetzli-cher Handlungsbedarf be-steht.

    Waldgefhrdende Wild-schden sind u.a. auch vomJagdschutzorgan zu erfassenund der Behrde unverzg-lich zur Kenntnis zu brin-gen, zwecks Veranlassungnotwendiger Manahmenzu deren Verhinderung ( 53Abs 1). Im Falle von waldge-fhrdenden Wildschdenbesteht behrdlicherseitsHandlungsbedarf. Es obliegtinsbesondere im Falle vonSchutzwald keineswegsdem Verpchter, ob er Waldoder Wild die Prioritt ein-rumt, sondern die Behrdeund damit auch der Jagd-nutzungsberechtigte unddas Jagdschutzorgan habenVoraussetzungen zu schaf-fen, dass dort grundstzlichWildschden verhindertwerden. Mehr Handlungs-spielraum ergibt sich frden Grundeigentmer imFalle des Vorliegens vonWirtschaftswald. Angesichtsder Kleinwaldbesitzstrukturist realistisch betrachtetauch diesbezglich fr deneinzelnen Waldbesitzerkaum ein Handlungsspiel-raum.

    Wildschadenskontrollzaun-system (WSKS)Das WSKS basiert auf wis-senschaftlich fundierten Da-ten. Fr groe Einheiten, wieWildregion, Bezirk oderLand Vorarlberg sind Aussa-gen ber die aktuelle Wild-schadensbelastung undnatrlich auch ber dieWildschadensentwicklungmglich. Bezogen auf einzel-

    ne Reviere ist mangels aus-reichender Datenbasis eineAussage jedoch nicht zuls-sig. Die Kontrollzaundaten sindwesentliche Basis, im drei-jhrigen Turnus ein forst-technisches Gutachten berdie forstlich-jagdlichen Ver-hltnisse innerhalb einerWildregion zu erstatten.Eine darber hinausgehendeVerwendung der Daten wi-derspricht den Intentionendes WSKS. Das WSKS istvom Jagdverfgungs- unddem Jagdnutzungsberech-tigten zu unterhalten. Es istinsbesondere auch Aufgabedes Jagdschutz organes, dieVergleichsflchen regel-mig zu beobachten undber diese Beobachtungenein Protokoll zu verfassenund darber im Rahmen desAufgabenbereichs zu berich-ten ( 37 Abs 4 Jagdverord-nung).

    Zwecks Aufrechterhaltungder Aussagekraft des Kon-trollzaunsystems muss dieBehrde darauf bestehen,die Kontrollzune dauerndwildsicher zu erhalten undzu veranlassen, dass not-wendige Reparaturen sofortausgefhrt werden, winter-bedingte Schden aber sp-testens bis zum 30.06.2010abgeschlossen sind. Die Ve-getationserhebung soll inHinkunft bis zum 30.07.2010abgeschlossen sein, mit demZiel, jagdlichen und forstli-chen Arbeitsschwerpunktenzur spteren Jahreszeit da-mit zuvorzukommen.

    Angestelltenverhltnis Jagd-schutzorganWenngleich das Jagdschutz-organ fr die Dauerdes Jagdpachtverhltnisses(=sechs Jahre) bestellt istund dessen Bestellung vonder Behrde genehmigtwird, ist der Stellenschutzdamit nur sehr einge-schrnkt gewhrleistet.Gem 51 Abs 4 Jagdgesetz1988 darf das Jagdschutz -organ gegen seinen Willen

    nur mit Zustimmung derBehrde vorzeitig seinerFunktion enthoben werden,wobei seitens der Behrdedie vorzeitige Enthebungnur dann untersagt werdenkann, wenn diese dem f-fentlichen Interesse an ei-nem wirksamen Jagdschutz-dienst entgegensteht.

    Aus meiner Warte ist einemunabhngigen, gesetzkon-form agierenden Jagdschutz-dienst eine berragende Bedeutung beizumessen.Nachdem diese unabhngi-ge von Arbeitsplatzsorgenbefreite Position desJagdschutz organes leidernicht gegeben ist, kommtdem Jagdverfgungsberech-tigten eine besondere Bedeu-tung beim Stellenschutz desJagdaufsehers zu.

    AbschussplanverordnungDie Abschussplanverord-nung soll landesweit verein-heitlicht werden, klarer undeindeutig gestaltet werden,um damit fr Jedermann les-bar und nachvollziehbar zusein.

    KirrungIm Bezirk Bludenz sind Kir-rungen mit Ausnahme einesReviers erst nach der Brunftoffiziell angeordnet worden.Kirrungen werden nachRcksprache mit dem zu-stndigen Hegeobmann sei-tens der Behrde angeord-net. Abschsse an derKirrung sind beschrnkt aufMindestabschsse. An derKirrung sowie in Gebieten,wo es die Wildschadenssi-tuation erfordert, sind Ab-schsse auch nachts durchdas Jagdschutzorgan ohneweitere Genehmigung sei-tens der Behrde mglich,allerdings beschrnkt aufden Abschuss von Kahlwild,Rehgeien und Schmal-geien sowie Rehkitze.

    FtterungSeitens der Behrde wird inAnlehnung an die Begutach-tung durch den wildkologi-

    schen Sachverstndigen einemglichst spte Aufnahmedes Ftterungsbetriebes ge-fordert, um die frhzeitigeZentrierung des Wildes imFtterungsbereich zu ver-meiden.

    Schonzeitaufhebung Frei-haltungEine Schonzeitaufhebung istals Instrumentarium zu se-hen, auferlegte Mindestab-schsse bzw. zugestandeneHchstabschsse abwei-chend von der jagdgesetz-lich normierten Schusszeitauch auerhalb davon imRahmen der zugestandenenSchuss zeiten zu ttigen. Da-mit ist jedoch kein Freibrieffr Abschsse auerhalbdes Abschussplanes gege-ben.

    Dem gegenber geht mit derAnordnung einer Freihal-tung ein Abschusszwang aufSchadwild einher, normierthinsichtlich der Schalen-wildart, der rtlichkeit unddes Zeitraumes unabhngigvom Abschussplan.

    AbschussmeldungDie Abschussmeldungentreffen offensichtlich nicht invollem Umfang bei der Be-zirkshauptmannschaft Blu-denz ein. Es ergeht deshalbdas Ersuchen an die Jagd-ausbenden, Fehler bei derAbschussstatistik der Behr-de mitzuteilen, die bei Vor-lage notwendiger Unterla-gen jederzeit die Korrekturder Abschussstatistik be-werkstelligen wird.

    Jagdaufseherdienstbespre-chungenJagdaufseherdienstbesprech-ungen werden auch von denJagdschutzorganen begrtund sollen in einjhrigemTurnus abgewickelt werden.Bevorzugt wird ein Abend-termin ab 19:00 Uhr. Im Rah-men der Dienstbesprechungwird jeweils auch ein Fach-referat geboten werden.

  • JGERSCHULE Januar / Februar 201126

    des 93. Lebensjahres:RJ Engelbert Frei, Nziders

    des 92. Lebensjahres:Engelbert Grigis, FL Triesen

    des 91. Lebensjahres:HM Georg Seethaler, Dornbirn

    des 89. Lebensjahres:Richard Hinteregger, Bregenz

    des 88. Lebensjahres:DDr. Hubert Kinz, BregenzDr. Josef Riedlinger, Bregenz

    des 85. Lebensjahres:Emil Gabriel, FrastanzWerner Hagen, Lustenau

    des 84. Lebensjahres:Hugo Mitterlehner, Dalaas

    des 83. Lebensjahres:Oskar Rmmele, DornbirnElmar Walch, LechPrimar Dr. Norbert Heitz, BludenzBartle Hagen, Lustenau

    des 82. Lebensjahres:Elmar Hmmerle, DornbirnHermann Lornser, VandansLeo Summer, FraxernJosef Mock, BludenzJosef Salzgeber, Klsterle

    des 81. Lebensjahres:Franz Homann, LochauRJ Ehrenreich Schneider, Raggal

    Josef Oberhauser, Andelsbuch

    des 80. Lebensjahres:Josef Allguer, Feldkirch-Gi-singenWerner Tomas, Egg

    des 75. Lebensjahres:Hubert Pfefferkorn, RaggalHeinrich Pfister, BregenzWilli Meier, CH Bilten Rudolf Gort, FrastanzWerner Albrecht, AuWilhelm Nesler, BrandFranz Josef Lang, Gfis

    des 70. Lebensjahres:Herbert Peter, SulzKarl Hoch, FL Triesen Arnold Dalpra, Feldkirch-Tosters

    Josef Moosmann, MellauHubert Schwrzler, LechFridolin Zger, CH Wangen Siegbert hre, LudeschHerbert Bohle, DornbirnKurt Muther, Bludenz

    des 65. Lebensjahres:Arno Tschabrun, InnsbruckRoland Wolff, HardWerner Winkel, BezauRoman Maier, HardBartholomus Kolb, D Ofterschwang Rudolf Geiger, RiefensbergEduard Zajac, HardWerner Amann, KoblachHelmut Hollenstein, Tschag-guns

    WIR GRATULIEREN ZUR VOLLENDUNG...

    Vorarlberger Jgerschule neuesSchuljahr feierlich erffnet

    Am 12. November wurdeder Lehrgang 2010/11der Vorarlberger Jgerschulefeierlich erffnet. Auch indiesem Jahr ist der Andrangzur Jungjgerausbildunghoch 93 Personen habensich fr den Jungjgerkursangemeldet, bei den Ausbil-dungsjgern haben sich 21Personen fr den 1. bzw. 2.Jahrgang angemeldet. Erfreu-lich ist die Tatsache, dass einDutzend Jugendliche denJungjgerkurs besuchen.

    Nach einer kurzen Ein-fhrung durch Mag. Jrg

    Gerstendrfer, dem Leiterder Vorarlberger Jgerschu-le, begrte DI MarkusSchwrzler, Hausherr desBuerlichen Schul- und Bil-dungszentrum Hohenems, inwelchem die Jgerschule ihreKurse abhlt, die angehen-den Jungjgerinnen undJungjger. Im Anschluss andie Begrung durch Lan-desjgermeister Dr. Ernst Al-brich stellten sich Mag. Mo-nika Dnz-Breu (SpezielleOrnithologie), Reinhard Pe-coraro (Pirsch- und Schuss -zeichen), Mario Sohler (Scha-lenwildbewirtschaftung)

    und Johann Moschner (Waf-fenkunde) stellvertretend frdie Referenten der Vorarl-berger Jgerschule mit ihrenLehrinhalten vor.

    Musikalisch umrahmt wurdedie feierliche Veranstaltungdurch die Jagdhornblserdes Bezirkes Feldkirch.

    Um neuesten Entwicklungengerecht zu werden, gibt esauch neue Referenten: Dr.Nobert Greber macht dieAusbildung zur kundigenPerson; Ing. Christian Wink-lehner betreut die Inhalte

    Futtermittel und Futtermittel-bewertung und Jagdschutz -organ Mario Sohler ber-nimmt zustzlich dieWildbewirtschaftung bei denAusbildungsjgern.

    Allen angehenden Jungjge-rinnen und Jungjgern wn-schen wir viel Erfolg fr ihreAusbildung sowie viele in-teressante Stunden und Be-gegnungen in der Vorarlber-ger Jgerschule

    Weitere Fotos finden Sie unterwww.vjaegerschule.at (Such-begriff Erffnungsabend)

    Der Blockkurs findet dem dreijhrigen Rhythmus entspre-chend in den ersten beiden Aprilwochen 2011 statt. Kursbeginn ist Donnerstag, der 31. Mrz, 19:00 Uhr im Bu-erlichen Schul- und Bildungszentrum Hohenems.

    Information und Anmeldung: Geschftsstelle der Vorarlberger Jgerschaft, Markus Sitti-kus-Str. 20, 6845 Hohenems, Tel. 05576 / 74 633, [email protected] Weitere Infos: www.vjaegerschule.at.

  • Januar / Februar 2011 27AUSSCHSSE

    Leitgedanken des Gamswildaus-schusses:

    Ein groes Anliegen fr uns ist einemglichst groflchige Erhaltungdes Gamswildes in Vorarlberg, miteiner dem Lebensraum angepasstenWilddichte und artgemer Bestan-desstruktur.

    Weiters sollen Gamswildbiotope inbestmglicher natrlicher Qualitterhalten werden, damit ein berle-ben des Gamswildes auch in Zu-kunft grundstzlich ohne Winter-ftterung mglich ist.

    Aus diesem Grund wird auch dieAkzeptanz fr bestimmte Waldre-gionen bzw. Waldgrtel als natrli-che berwinterungsrume fr dasGamswild eingefordert.

    Nachdem im Land Vorarlberg derTourismus und die Freizeitnutzungim Gebirge stark zugenommen ha-ben, ist dem Gamswildausschussdie langfristige Sicherung der ver-bliebenen Biotope mit Hilfe vonLenkungsmanahmen und gesetz-lich angeordneten Wildruhezonen,aber auch die Anwendung einerwildbiologisch orientierten undmglichst strefreien Bejagung desGamswildes ein besonders groesAnliegen.

    Ein groes Problem fr eine struk-turgerechte Gamswildbewirtschaf-tung im Land Vorarlberg stellen dievielen Freihaltungen, Schonzeitauf-hebungen und Abschussauftrgefr Gamswild dar. Hier erwartetsich der Gamswildausschuss, dassin Schutzwaldproblemgebietenknftig bereits bei der Anordnungvon Schwerpunktbejagungsflchendie neugeschaffenen Mglichkeiten

    im Jagdgesetz, insbesondere einedifferenzierte Klassenfreigabe, ver-mehrt zur Anwendung kommen.

    Touristische Neuerschlieungenoder Ausweitungen von Schigebie-ten sollten knftig, wenn ber-haupt, nur nach erfolgter Einrich-tung von Wildruhezonen zurSicherung des Gamswildes und sei-nes Lebensraumes in den umliegen-den Gebieten zugelassen werden.

    Zu guter letzt wrde sich der Bewirt-schaftungsausschu Gamswild mehraktiven Einsatz der Grundeigentmerbzw. Jagdverfgungsberechtigen frdie Erhaltung des Gamswildes undseines Lebensraumes wnschen.

    Eine sorgfltige, fr den jeweiligenGamswildraum organisierte unddurchgefhrte Gamswildbestandeser-hebung wird als wichtige Grundlagefr die jhrliche Abschuplanung be-trachtet und eingefordert. Aus diesem Grund erfolgt auf Initiati-ve des Gamswildfachausschusses eineregelmige landesweite Gamswild-zhlung, bei der alle Hegegemein-schaften, Gamswildsprecher, Revier-inhaber und Jagdschutzorganegebeten werden, wohlwollend mitzu-wirken.

    In den Hochlagen sollte die Jagd aufden Gams ein sorgfltiges Jagen Dr-fen jedoch in keiner Weise ein Jagenmssen darstellen.

    Bartle Muxel

    Obm. Alt-LJM-Stv. HM Bartle Muxel, Rehmen 41, 6883 AuEwald Baurenhas, Sonnhalde 16, 6850 DornbirnHM August Beck, Schregenbergstr. 39, 6800 FeldkirchHM Diethelm Broger, Walsertstr. 49, 6993 MittelbergHM Walter Dich, Silvrettastr. 81a, 6794 Partenen

    Josef Graf, Brand 491, 6870 BezauAkad. Jagdwirt Karlheinz Jehle, Hnr. 242, 6764 LechRJ Edwin Kaufmann, Hnr. 76, 6741 RaggalHerbert Meyer, Mhledrfle 87, 6708 BrandKooptiert: DI Hubert Schatz, Hinterm Stein 303, 6886 Schoppernau

    Mitglieder des Fachausschusses fr Gamswild:

    Teil 5: Fachausschuss fr Gamswild

    AUSSCHSSE STELLEN SICH VOR

    Foto

    s: C

    hris

    tian

    Am

    man

    n

  • JGERBRIEFE Januar / Februar 201128

    Christian Ammann, Monika Dnz-Breu, Roland Moos

    In den vergangenen Wochenwurden in den Bezirken Feld-kirch, Bludenz und Bregenzan die Absolventen der Jger-schule die Jger- bzw. Jagd-schutzbriefe berreicht. Von

    den jeweiligen Bezirksjger-meistern wurde das berausbreite Spektrum der Vorarl-berger Jgerschaft mit all sei-nen Angeboten, Aufgaben,Veranstaltungen und Zielset-zungen vorgestellt, wobeiauch die Funktionre und diewichtigsten Kontaktpersonenvorgestellt wurden.

    Landesjgermeister Dr. ErnstAlbrich, LJM-Stv. AlexanderRitsch, LJM-Stv. Sepp Bayer,der Leiter der JgerschuleMag. Jrg Gerstendrfer so-wie BJM Elmar Mller, BJMHans Metzler und BJM Lo-thar Tomaselli wnschen denJungjgerInnen bzw. denneuen Jagdschutzorganen

    guten Anblick und Weid-mannsheil fr die weiterejagdliche Zukunft.

    Verlssliche Jagdfreunde, gelebte Weidgerechtigkeit,jagdlicher Erfolg und Weid-mannsheil mgen die Jungj-ger auf ihrem weiteren jagdli-chen Weg begleiten.

    NaturverjngungVerleihung der Jgerbriefe und Jagdschutzbriefe an erfolgreiche Jungjger und

    Ausbildungsjger in den Bezirken

    Jgerbriefe:Nicole Elisabeth Albrecht-Kirchler, NenzingDI (FH) Bmst. Martin Alb-recht, NenzingKatharina Albrich, SchrunsMarkus Bader, St. Gallen-kirch-GortipohlDr. lic. Jur. Christoph Wolf-ram Blocher, CH-HerrlibergMichael Domig, Nziders

    Hubert Dnser, RaggalMartin Ebner, LechGnter Kapeller, BludenzClaudia Kiparra, Bartholom-bergJochen Christian Lsser, Nen-zingMag. (FH) Elisabeth ChristinePaterno, BludenzKurt Mathies, SchrunsMartin Mathies, St. Gallenkirch

    Ines Mller, MarulAndreas Karl Pernull, SchrunsDr. jur. Karin Rettenmoser, NzidersMario Scheibenstock, Bartho-lombergDr. med. univ. Wolfram Stark,BrsThomas Alois Vrisk, NenzingRainer Winkler, Thringen

    Jagdschutzbriefe:Maximilian Auerbach,SchrunsJohannes Bargehr, St. Gallen-kirchJosef Beck, NenzingOliver Burtscher, BrsAnton Wilhelm, Lech

    Bezirk Bludenz

    Am 3. Dezember 2010 wur-den im Rahmen der Weih-nachtssitzung im GasthausRssle in Nenzing die Jger-und Jagdschutzbriefe an dieAbsolventen der Vorarlber-ger Jgerschule des Bezirkes

    Bludenz verliehen. Als Eh-rengste konnte BJM LotharTomaselli die Geschftsstel-lenleiterin Carmen Kauf-mann, den Leiter der Jger-schule Mag. Jrg Gers- tendrfer sowie die Ehrenmit-glieder Hannes Kaufmannund Alt-BJM Werner Burt-

    scher begren. Der Leiterder Vorarlberger JgerschuleMag. Jrg Gers tendrfer ber-reichte gemeinsam mit BJMLothar Tomaselli die Jger-und Jagdschutzbriefe an dieAbsolventen der VorarlbergerJgerschule. Die intensive Zeitdes Schulbankdrckens und

    der Vorbereitung auf die Pr-fung habe sich gelohnt. Einkrftiges Weidmannsheil andie neuen Jagdschutzorganedes Bezirkes, welche nach ei-ner sehr intensiven zweijhri-gen Ausbildungszeit ihreJagdschutzbriefe entgegen-nehmen konnten.

    Foto

    s: M

    onik

    a D

    nz-

    Bre

    u

    Die erfolgreichen Jagdschutzorgane: v.l. Mag. Jrg Gerstendrfer, Car-men Kaufmann, Anton Wilhelm, Josef Beck, Maximilian Auerbach, Jo-hannes Bargehr, BJM Lothar Tomaselli.

    Die Jungjger mit BJM Lothar Tomaselli (1.v.l.), Carmen Kaufmann(2.v.l.) Ehrenmitglied Hannes Kaufmann (3.v.l.), Mag Jrg Gerstendr-fer (2.v.r.) und Ehrenmitglied Alt-BJM DI Werner Burtscher (1.v.r.).

  • Januar / Februar 2011 29JGERBRIEFE

    Bezirk Feldkirch

    Bei herbstlicher Stimmung konnte am 22. Oktober auf der Schat-tenburg in Feldkirch die traditionelle Hubertusfeier der Bezirks-gruppe Feldkirch abgehalten werden. Im Rahmen der Hubertus-feier wurden an die Jungjger die Jgerbriefe verliehen.

    Jgerbriefe:Dieter Aberer, AltachDr. med. Hans Karl Berchtold,GtzisHarald Bitschnau, KoblachGerd Deschler, ZwischenwasserJakob Galehr, SchlinsMag. Corinna Maria Gantner,

    FrastanzHannes Gratwohl, FrastanzManuel Ivandic, MeiningenDr. Oswald Andreas Kessler,FeldkirchDr. Mario Alexander Knig,GfisMMag. Dr. Lisa Maria Krut-

    ler, KoblachKarin Lackner, FeldkirchBernd Ler, AltachMarco Luppi, FL-EschenRoman Meyer, CH-PffersAngelika Lydia Nigg, SchnifisHelmut Rigo, SchlinsMag. Otto Karl Heinrich Roh-

    rer, RankweilDaniel Scheier, GtzisMichael Schmid, GfisDietmar Siller, SchlinsSimon Summer, FraxernAndreas Thurnher, RankweilOliver Vith, ZwischenwasserRico Vgeli, CH-Oberurnen

    Bezirk Bregenz

    Im feierlichen Rahmen konn-ten die erfolgreich geprftenJungjger und Jung-Jagd-schutzorgane des BezirkesBregenz ihre Jgerbriefe undJagdschutzbriefe aus denHnden von BJM HM HansMetzler und dem Leiter derJgerschule Mag. Jrg Gers -

    tendrfer entgegennehmen.Als V