Vorlesung â€‍Geld und W¤hrung“ - WIPO: Profil .Studienfahrt...

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  • Vorlesung Geld- und Whrungstheorie und -politik

    WS 2013/2014

    Dr. Joscha Beckmann

  • Studienfahrt des Lehrstuhls

    01.-04. Dezember 2013 nach Brssel

    Besuch der europischen Institutionen

    Kosten 80 fr Anreise, bernachtung und Verpflegung

    Weitere Informationen und Anmeldung auf der Lehrstuhl-Homepage

    25.10.2013 10:26 2 Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014

  • Gliederung

    Part I: Money and credit supply

    1. Money and credit: definition, function, origin and aggregates

    2. From gold to paper money: case study

    3. Multiple money and credit creation

    4. Portfolio shifts and money and credit aggregates

    5. Global liquidity

    25.10.2013 10:26 3 Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014

  • Ziele und Inhalte der Veranstaltung

    Vermittlung von vertiefenden Kenntnissen aus den Bereichen Geldtheorie, Geldpolitik sowie Europische Whrungsunion

    Vermittlung von Kenntnissen ber wichtige empirische Analysewerkzeuge in oben genannten Bereichen

    Diskussion aktueller geldpolitischer Entwicklungen innerhalb der Eurozone

    Dr.Joscha Beckmann "Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014 4

  • Ziele und Inhalte der Veranstaltung

    Verstndnis der geldpolitischen Transmission

    Quelle: EZB

    Dr.Joscha Beckmann "Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014 5

  • Vorlesungsinhalte von hoher Relevanz

    Die EZB vor Gericht" (FAZ, 11.06.2013)

    Bundesbank attackiert Draghis Euro Versprechen (Sddeutsche, 26.04.2013)

    Prof. Dr. Joscha Beckmann

    "Geld und Whrung", Wintersemester 2013/2014

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  • Gliederung

    Part I: Money and credit supply

    1. Money and credit: definition, function, origin and aggregates

    2. From gold to paper money: case study

    3. Multiple money and credit creation

    4. Portfolio shifts and money and credit aggregates

    5. Global liquidity

    25.10.2013 10:26 7 Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014

  • 1.1 Geld: Definition, Funktionen, Arten und Ursprung

    Definition und Funktionen

    Unter Geld kann man alles verstehen, was im Rahmen des nationalen Zahlungsverkehrs einer Volkswirtschaft zur Bezahlung von Gtern und Dienstleistungen oder zur Abdeckung wirtschaftlicher Verbindlichkeiten verwendet wird

    Geld ist das liquideste Gut in einer Volkswirtschaft

    Geld wird hufig durch Funktionen, die es erfllt, definiert

    Dr.Joscha Beckmann "Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014 8

  • 1.1 Geld: Definition, Funktionen, Arten und Ursprung

    Definition und Funktionen

    1. Geld stellt ein Tauschmittel dar: Wichtig bei auf Arbeitsteilung basierender Volkswirtschaft

    2. Geld dient als Recheneinheit (Numraire): Erhhung der Vergleichbarkeit von Gtern, siehe nchste Folie

    3. Geld dient als Wertaufbewahrungsmittel: Ermglicht die zeitliche Trennung von Verkauf und Kauf bei einer Tauschtransaktion

    Dr.Joscha Beckmann "Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014 9

  • 1.1 Geld: Definition, Funktionen, Arten und Ursprung

    Dr.Joscha Beckmann "Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014 10

    Zweckmiges Geld sollte bestimmte Eigenschaften aufweisen

    1.) Homogenitt

    2.) Teilbarkeit

    3.) Seltenheit

    4.) Haltbarkeit

  • 1.1 Geld: Definition, Funktionen, Arten und Ursprung

    Geld kann verschiedenste Formen annehmen:

    Steingeld auf der Insel Yap:

    Digital-Whrung Bitcoin:

    Dr.Joscha Beckmann

    "Geld- und Whrungstheorie und politik", Wintersemester 2013/2014

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  • 1.1 Geld: Definition, Funktionen, Arten und Ursprung

    Arten

    Warengeld stellt einen physischen Rohstoff dar. Gter verschiedenster Art fanden frhrt Verwendung, z.B. Weizen, Fisch, Metalle. Warengeld wurde mit der Zeit homogener und bestand schlielich berwiegend aus Metallen. Diese wurden schlielich in der letzten Entwicklungsstufe des Warengeldes zu Mnzen geprgt

    Dr.Joscha Beckmann "Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014 12

  • 1.1 Geld: Definition, Funktionen, Arten und Ursprung

    Kreditgeld: Im Gegensatz zum Warengeld in Form von vollwertigen Mnzen ist Kreditgeld dadurch gekenn-zeichnet, dass der Wert als Zahlungsmittel den Stoffwert bzw. physischen Wert bersteigt

    Beispiele: Mnzen und Banknoten als gesetzliche Zahlungsmittel; Sichteinlagen oder tglich fllige Einlagen

    Geldnahe Forderungen: Befristete Einlagen bei Geschftsbanken knnen mit geringen Kosten und Kursrisiko in Zahlungsmittel umgewandelt werden

    Beispiele: Festgelder, Termineinlagen, Kndigungsgelder

    Dr.Joscha Beckmann

    "Geld- und Whrungstheorie und politik", Wintersemester 2013/2014

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  • 1.1 Geld: Definition, Funktionen, Arten und Ursprung

    Geld, das die Gestalt eines Rohstoffes annimmt, hat einen intrinsischen Wert

    Heutige Geldsysteme reprsentieren Papiergeld ohne Deckung

    Angebotsmonopol des Staates

    In Zeiten des klassischen Goldstandards (ca.1880- 1914) war der Umlauf an Papiergeld durch Rohstoffe wie Gold oder Silber gedeckt

    Dr.Joscha Beckmann

    "Geld- und Whrungstheorie und politik", Wintersemester 2013/2014

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  • Geldmengenaggregate der Europischen Zentralbank

    Enges Aggregat (M1): Zahlungsmittelfunktion mageblich

    Mittleres Aggregat (M2) und Weites Aggregat (M3): Wertaufbewahrungsfunktion zustzlich bercksichtigt

    Aggregate unterscheiden sich hinsichtlich der Kontrollierbarkeit durch die Geldpolitik und den Zusammenhangs zum gesamtwirtschaftlichen Preisniveaus

    Deutsche Bundesbank: Starke Orientierung an Geldmengenentwicklung

    Geringe Bedeutung von Geldmengen im Rahmen der geldpolitischen Strategie der Europischen Zentralbank: M3 offiziell mit grter Bedeutung

    Dr.Joscha Beckmann "Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014 15

  • Geldmengenaggregate

    Dr.Joscha Beckmann "Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014 16

    Quelle: Europische Zentralbank

    Tabelle 1.1 Geldmengenaggregate in der Eurozone

  • 1.3 Geldmengenaggregate

    Prof. Dr. Ansgar Belke "Geld und Whrung", Sommersemester

    2012 17

    -5

    0

    5

    10

    15

    20

    Jan 86 Jan 88 Jan 90 Jan 92 Jan 94 Jan 96 Jan 98 Jan 00 Jan 02 Jan 04 Jan 06 Jan 08 Jan 10 Jan 12

    M1

    M2

    M3

    Abbildung 1.10 Geldmengenaggregate - Wachstum in der Eurozone (%)

    Quelle: Eurostat Daten, eigene Berechnungen. Periode: Januar 1986 bis Januar 2012

  • Gliederung

    Part I: Money and credit supply

    1. Money and credit: definition, function, origin and aggregates

    2. From gold to paper money: case study

    3. Multiple money and credit creation

    4. Portfolio shifts and money and credit aggregates

    5. Global liquidity

    25.10.2013 10:27 18 Geld- und Whrungstheorie und politik",

    Wintersemester 2013/2014

  • Der klassische Goldstandard

    Geld, das die Gestalt eines Rohstoffes annimmt, hat einen intrinsischen Wert

    Heutige Geldsysteme reprsentieren Papiergeld ohne Deckung

    Angebotsmonopol des Staates

    In Zeiten des klassischen Goldstandards (ca.1880- 1914) war der Umlauf an Papiergeld durch Rohstoffe wie Gold oder Silber gedeckt

    Wiederholte Forderungen, zum Goldstandard zurckzukehren

    14.01.2013 19

    Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Universitt Duisburg-Essen

  • Der klassische Goldstandard

    Unterscheidung: Goldumlaufwhrung und Goldkernwhrung

    Goldumlaufwhrung: vollwertige Goldmnzen sind im Umlauf

    Goldkernwhrung: Papiergeld im Umlauf, welches durch Gold im Besitz der nationalen Whrungsbehrden in einem bestimmten Verhltnis gedeckt sein muss

    14.01.2013 20 Fachbereich

    Wirtschaftswissenschaften Universitt Duisburg-Essen

  • Die Notenbanken verpflichten sich, zu einem festen Umtauschverhltnis Gold in unbeschrnktem Umfang gegen eigene Whrung anzukaufen und zu verkaufen

    Wenn in mehreren Lndern eine Goldkernwhrung existiert und Gold frei bewegt werden darf, so ist durch die Goldanahme- und Goldabgabeverpflichtung zu einem fixierten Preis auch der Wechselkurs zwischen den Whrungen der Lnder determiniert

    14.01.2013 21 Fachbereich

    Wirtschaftswissenschaften Universitt Duisburg-Essen

  • Der Goldstandard war de facto ein Festkurssystem mit uneingeschrnkten internationalen Kapitalbewegungen, Gold fungierte als internationales Reservemedium

    Durch die Bindung jeder Mitgliedswhrung zum Gold bestehen auch zwischen den einzelnen Whrungen feste Paritten

    14.01.2013 22 Fachbereich

    Wirtschaftswissenschaften Universitt Duisburg-Essen

  • Regeln, welche die Eigenschaften des Goldstandards gewhrleisten:

    Geld ist das einzige offizielle Reservemedium der Lnder Jede der beteiligten Whrungsinstanzen legt eine Paritt zu

    einer Gewichtseinheit Gold fest (Goldparitt) Jedes Land verpflichtet sich, zu der festgelegten Paritt in

    beliebiger Hhe Gold gegen eigene Whrung zu kaufen oder zu verkaufen

    Jedes Land verpflichtet sich, die umlaufende Geldmenge in Hhe einer festgelegten Quote durch Goldreserven zu decken

    Zwischen den Lndern ist die freie Ein- und Ausfuhr von Gold gewhrleistet; auch sonst gibt es keine Beschrnkungen des internationale