Waffen Arsenal - Sonderheft - Deutsche Luftschiffeamicale. materiels WW2/Waffen Arsenal...

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    ~richlli.,~ - ~.

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    Parseval . Schtte . Lanz . Zeppelin

    Heinz J. Nowarra

    Sonderheft der Waffen-Arsenal-Reihe

    DM 14,80

    PODZUN-PALLAS-VERLAG GmbH 6360 Friedberg 3 (Dorheim)

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    Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks. vorbehalten. Podzun-Pallas-Verlag GmbH. Markt 9 , 6360 Friedberg 3 (Dorheim )

    Verantwortlich fr den Inhalt ist der Autor.

    Das Waffen-Arsenal: Gesamtredaktion Horst Scheibert

    ISBN 37909-03329

    QUELLENNACHWEIS,

    Schmalenbach: Die deutschen Marine-Luftschiffe. 1928 Engberding: Luft schiff und Luft schiffahrt . 1932 Nowarra : 50 Jahre Deutsche Luftwaffe, Band 1 - 3. 196 1 Busch/v. fo rs tner: Krieg auf sieben Ozeanen: Kapitel: Kster.

    Marine-Luftschiffe. 1935 Rasch/Hormel: Taschenbuch der Luftflotten. 19 14 American Heritage: History of flight. 1962 E. A. Lehmann : Auf Luftpatrouille und Weltfahrl. 1938 Schlitte: Der Luftschiffbau Schtt e-Lanz, 1926 Feldgrau : Die deutschen Heeres- lind Marine-Luftschiffe. 1960 Lennat Ege: Ballo ns und Luftschiffe, 1973 Peter Meyer: Das groe Luft schiffblIch. 1976

    Archiv Nowarra Archiv Provan

    Vert rieb: PodwnPallas-Yerlag Gmb H Markt 9 , Postfach 3 14 6360 Fricd be rg 3 ( Dorheim) Tele fon: 06031/3 13 1 und 3 160 Tele x: 41 596 1

    Alleinve rtrieb fr sterreich: Pressegrover trieb Salzburg 5081 Salzburg-Anif Niederalm 300 Telefon: 06246/ 372 J

    Verkaufsp reis f r sterreich: J 19," Schilling; Schweiz: 14," sr r

    Fr den sterreichische n Buchhandel: Verlagsauslieferung Dr. Hain. , ndustriehof Stadlau. Dr. Otto-Neurath-Gasse 5, 1220 Wien

    COPYRIGHT 1988 POn ZUNPA LLASVERLAG GMBH. 6360 F,;edbe'g 3

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    Am 19. September 1783 li een die Brder Etienne und l osef Montgo!-fie r zu m ersten Mal einen Heiluft ba ll on aufs teigen, dessen Passagiere ein Hamme l. ei ne Ente und ein Hahn wa ren. die den Flug gu t berstanden.

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    DIE WEGBEREITER DER LUFTSCHIFFAHRT

    Der Gedanke, wie die Vgel zu fliegen , ist so alt wie die Menschheit. Mrchen und Sagen haben sich bereits vor Christi Geburt hiermit beschftigt, wie die Sage von Dda lus lind (ka-rus beweist. Zuerst versuchte n verschiedene Erfinder das Fliegen mit Maschinen. die schwerer als die Luft waren. Erst Ende des 18. Jahrhunderts kamen die Brder Montgolfier in Frankreich auf die Idee, mit Hilfe eines Heiluftballons in die Lfte zu steigen. Der 5. Ju ni 1783 brachte den ers ten Aufs tieg eines derartigen Ballons und damit den Beginn des " Fliegens leichte r als luft". Die Brder Montgolfier waren Laien. die nur von ihrer Idee getrieben wurden. Der Wissenschaftler Professor Charles ver-wandte nunmehr als Ballonfllung Wasser-stoff, bei dem die Ballonhlle nicht wie beim Heiluftballon feuergefhrdet war. Im Sep-tember 1783 gelang ihm der erste Flug mit einem Begleiter in einem gasgefllten Ballon. Das Militr bemchtigte sich schnell dieser neuen Erfin dung. England verwendete Ballons erstmalig 1793 fUr Kriegszwecke. Ein Jahr spter stellte Frankreich bereit s die erste Luftschiffertruppe aur. Deutschland folgte zehn Jahre spte r. Der Ballo n war aber immer von der jeweiligen Luftstrmung ab hngig. So kam der Wunsch auf, den Ballon lenkbar zu machen. 1853 baute HellTi Giffard in Paris ein luftsc hiff mit einer 3 PS-Dampfmaschine als Ant rieb. mit der bei Windstille eine Geschwindigkeit von zwe i bis drei Metern pro Sekunde erreicht wurde. Versuche von Hlmlein 1872 in Deutschland und den Brdern Tissandier 188 1 in Frankreich waren hnlich unbefriedi-gend. 1885 baute Oberst Renard das Luft-schiff " La France" mit einem S.5 PS-Elektro-

    Professor CharIes und Pi la tre de Roz ier gelang im September 1783 , von den Tuilerien in Paris star tend , der e rs te bema nnte alJo nflug mit der "Charliere " , einem mit Wasserstoff gef llt en Ballon, de r vier Stun den da uert e und eine Flugstrecke von 63 km erreicht e.

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    motor lind Luftschraube . Mit ihm wurde eine Geschwindigkeit von 6.5 m/sec erreich!. Bemerkenswert war die bereits aerod ynamisch gut gestaltete Form dieses Luftschiffes. In Deutschland kam zehn Jahre spter David Schwarz auf die Idee. ein vollkommen starres Luftschiff in Form einer Granate zu bauen. dessen Aluminiumgeriisl mit einer Haut aus Aluminiumblech berzogen war. Als Antrieb diente ein 12 PS-Oaimler-Motor. Nach kurzer Probefahrt ging dieses Schiff jedoch bei einer Notlandung am 3. 11. 1897 verloren. Schwarz hat spter jahrelang Prozesse wegen angeb-licher Patentverletzung gegen den Grafen Zeppelin gefhrt . die ihn finanziell ruinierten . aber keinen Erfolg brachten . Der Generalleut -nant z. O. Ferdinand Graf von Zeppelin be-schftigte sich bereits seit 1873 mit dem Ge-danken eines starren Luftschiffes, in dem in einem Gerst Gaszellen zum Tragen des Luft -schiffes eingebaut werden saUten. Bereits 1887 legte er dem Knig Karl von Wrnem-berg eine Denkschrift vor. die seine Ideen schriftlich niederlegten und damit bewiesen. da er als Erster. noch vor David Schwarz. den Gedanken eines starren Luftschiffes ge-habt halte. Man unterscheidet bei Luftschiffen drei Ver-sionen: unstarr. d. h. Gondel mit Antrieb wird von einem Netz. das ber die BaUonhUe ge-worfen wird . ge tragen. Die Aufrechlerhaltung der Form besorgt das im Ballon befindliche so-genannte "Ballonen" . Das halbstarre System, das bei den Luftschiffen von Parseval. Gro Basenach. Siemens-Schuckert , Veeh und ande-ren verwendet wurde. ist gekennzeichnet durch ein Kielgerst. das mit der unstarre n Ballonhlle fest verankert ist. Luftschiffe die ses Typs werden noch heute, hauptschlich in USA (" Blimps") gebaut . Der starre Typ wur-de vo n Zeppelin und auch nach Ideen von Professor Schtte bei den Lanz-Werken in Rheinau und Zeesen gebaut. Die VO ll Profes-

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    Oben: Henri Giffards Luftschi ff von 1853 mit 3 PS-Dampfmaschinenamrieb.

    Unten: Hnleins Luftschiff von 1872 mit Gasmotorenantrieb.

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    Oben: 1895 baute David Schwarz dieses Ganzmetall-Luftschiff mit 12 PS-Daimler-Motor, das am 3. 1 I. 1897 zu Bruch ging.

    Unten: Erster Aufs tieg des Parseval PL I-Luftschiffs 1901.

    sor Schtte konzipierte aerodynamisch gnsti-gere Form, verglichen mit der ursprng-lichen " Zigarrenform" der Zeppelin-Luft-schiffe, wurde whrend des Ersten Weltkrieges dann auch von diese n bernommen. Whrend man in Frankreich und England fast ausschlielich Luftschiffe des halbstarren Typs baute und fr militrische Zwecke ver-wendete, setzte sich in Deutschland mehr und mehr der starre T yp von Zeppelin und Schtte-Lanz durch , die sich hauptschlich dadurch unterschieden . da Zeppelin ein Aluminium-gerst verwendete und Schtte-Lanz eines aus Holz. Der Erste Weltkrieg trieb ihre Entwick-lung in sich berstrze ndem Tempo voran.

    1909 bau ten in Kronshagen bei Kiel die Brder Stef-fen dieses halbstarre Lu ftschiff.

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    DER DEUTSCHE LUFTSCHIFFBAU BIS AUGUST 1914

    In den letzten Jahren vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden verschiedene Luft-schiffe entwickelt . zum Teil aufgrund privater Initiative. Zuletzt ent stand dann aber doch e ine Luftschiffbau-Industrie. gegen die sic h Einzelunternehmer wegen Fehlens militri-scher Unterstt zung nicht durchsetzen konn-ten. So gab es unter anderem in Frankfurt/M. 1908/ 1909 den Lenkballon Clou th. in Krons-hagen bei Kiel das Luftscttiff der Brder Siefren. das Luftschiff ' Veeh" . den Le nk-ballon " Erbslh" und das fr damalige Ver-hltnisse riesige Luft schiff von Siemens-SchlIckert. Durchsetzen konnten sich aber dank des Interesses des Heeres und der Mari-ne nur die Luftschiffe vo n Major vo n Parse-va l und das von Major Gro und dem Inge-nieur Basenach. A11e diese Schiffe gehrten zur unstarren oder halbstarren Bauart. Die Parse-valschiffe wurden von der Luftfahrzeug Gmb H in Berlin in deren Werft in Bitterfeld herge-sleDt , whrend die Gro-Base nach-Luf tschiffe in der Luftschiff-Werft der preu ischen Heeresverwaltung in Berlin-Tegel gebaut wur-den. Keines dieser Luftschiffe ist jedoch ab 1914 im Frontdienst verwendet worden . Ganz anders sah es mit den beim Luftschiffbau Schtte-Lanz in Rheinau (Baden) und beim Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen ge-bauten Luftschiffen des starren Typs aus. Bei der Luftfahrzeug GmbH (LFG) entstan-den von 1906 bis Kriegsausbruch nach dem ersten Versuchsbau die Luftschiffe PL J bis Pl 14 . Von diesen wurde PL 4 nach ster-reich. Pl 9 an die Trkei. PL 13 nach Japan und PL 7 und PL 14 nach Ruland geliefert . VOll den bei SchHe-Lanz geba uten drei Schiffen gingen SL 1 (1908/09) und SL 2 ( 1913/ 14) an die Preue.ische Hee resverwal-lung und SL 3 als L 4 an die Kaiserliche Marine.

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    Oben: Das Veeh-luftschiff war ein besonders charakteristischer Vertreter des halbstarren Luft -sc hi ff-Typs und ent stand 19 11 - 19 13 bei de r Deut schen Luftschi ff-Werft GmbH. Darunter die Zweise it enansicht des Luftschiffs Veeh 1.

    Unten: Siemens-Schuckert baute 19 11 /12 das halbs tarre Luft schi ff SS 1 nach Ent wrfen von Krcll und Dietzius in Berli n-Biesdorf. Daru nter die Zwe iseiten-Ansicht des Siemens-Schuckert SS 1.

  • Sandini Archiv Grter Luflschiffllersteller aber wurde,

    wenn auch nach vielen Fehlschlgen und Ent-tuschungen, die von Graf Zeppelin gegTnde-te Fimla "Luftschiffbau Zeppelin GmbH". Der hier 1900 entstandene Versuchsbau LZ I wurde nach einigen Flgen bereits 1901 ab-montiert. 1905 wurde das Zeppelin-Luft-schiff LZ 2 fertig , ging aber am 18. ]. 1906 bei Kislegg bei der Landung zu Bruch. Am 9. Oktober 1906 startete das mit Mitteln einer vom wrttembergischen Knig geneh-migten Lotterie erbaute LZ 3 zum Erstflug. Die Probeflge brachten ausgezeichnete Er-gebnisse. Selbst Zeppelins Gegner Major Gro mute zugeben, da dieses Luftschiff den da-maligen Anforderungen