Wasser -Ausg. Dez. 2012

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VORRANG FÜR MENSCHENRECHT WASSER EU plant erneut Liberalisierung der Wasserversorgung

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  • Amtliche Mitteilung Zugestellt durch POST.at-Gruppe

    trinkwasser

    ... DAS GOLD DER ZUKUNFT

    KundInnenmagazinWasserleitungsverbandNrdliches Burgenland

    02/12

    VORRANG FR MENSCHENRECHT WASSEREU plant erneut Liberalisierung der Wasserversorgung

    POTZNEUSIEDL IST 66. MITGLIEDSGEMEINDEVersorgungssicherheit fr Bevlkerung wesentlich erhht

    PLATTFORMWASSER BURGENLANDEinsatzpartnerschaft zur Aufrechterhaltung einerTrinkwasser-Notversorgung initiiert

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  • wasser Editorial Inhaltsverzeichnis

    2

    Bgm. Ing. Gerhard ZapflObmann

    Sehr geehrte Kundinnenund Kunden!

    Impressum:

    Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Wasserleitungsver-band Nrdliches Burgenland, Ruster Strae 74, Postfach 100,7001 Eisenstadt, Telefon: 02682/609-0 / Redaktion: MarleneSchuber, Peter Dihanich, DI Dr. Helmut Herlicska, Mag. NikolausSauer / Fotos: Gerald Grller, Wasserleitungsverband NrdlichesBurgenland-Archiv, VGW, ORF-Burgenland, Wein Burgenland,Gemeinde Potzneusiedl / Litho & Druck: Danek Grafik ReproDruck GmbH, Hornstein / Gestaltung: Creation & Satz, Wien /Auflage: 62.000 Stck

    www.wasserleitungsverband.at / kunden@wasserleitungsverband.at

    Newsflash

    03 Trinkwassernotversorgung imKatastrophenfall gesichert

    06 WLV ttigt Rekordinvestitionenin Hhe von 10,7 Millionen Euro

    Aktuelles & Lifestyle

    10 Gemeinde Potzneusiedl istjngstes Mitglied des WLV

    12 Erfolgreicher Start frInitiative Wein & Wasser

    Wissenschaft & Technik

    04 Menschenrecht Wasser istwichtiger als Gewinnstreben

    11 WLV bietet Jugendlichenzahlreiche Arbeitsmglichkeiten

    Events & Tropfi

    09 Infotag Wasser liefertzahlreiche neue Impulse

    15 Einladung zumTag der offenen Tr 2013

    Wie wichtig Wasser ist, wird unserst klar, wenn wir es nicht zurVerfgung haben. Wir in ster-reich verfgen ber exzellenteWasserressourcen und ber einhervorragend ausgebautes Ver-teilsystem.

    Leider wird derzeit wieder ein-mal ber die Hintertren derEU versucht, diesen sterreichi-schen Schatz als Handelswarefr Grobetriebe und damit auchfr Spekulanten zu ffnen.

    Esmuss unser Schatz in ffent-licher Hand und Verwaltung derGemeinden bleiben! Nur so kannfr jeden Menschen die Wasser-versorgung bis in den einzelnenHaushalt mit dieser hohen Was-serqualitt, mit allen mglichenMengen und mit dieser Ver-sorgungsicherheit rund um dieUhr weiterhin gewhrleistetwerden.

    Ich verspreche Ihnen, dass wiralles in unserer Macht stehendetun werden, damit unser Wassernicht privatisiert wird und frjeden Menschen in der hohenQualitt und Sicherheit zur Ver-fgung steht.

    Abschlieend darf ich Ihnen vielErfolg im Jahr 2013 wnschen.

    Ihr ObmannBgm. Ing. Gerhard Zapfl

  • Mageblich ist bereitsim Vorfeld die strate-gische Planung derWasserversorgung, wel-che die Nutzung vonTiefengrundwssernbeinhalten soll, da dieseWasservorkommen aufgrund ihrer dichten Deckschichtenund des hohen Wasseralters gut gegen aktuelle Verun-reinigungen von der Oberflche geschtzt sind. DieserForderung wurde und wird bei der Versorgung des Nord-burgenlandes bereits verstrkt Rechnung getragen.

    Eine weitere wesentliche Manahme ist die Vernetzung vonVersorgungssystemen, um auch auf diese Weise dieVerwundbarkeit der Versorgungssysteme zu reduzieren.Mit dem Zukunftsprojekt AquaBurgenland - Sopron, mit wel-chem eine Absicherung derWasserversorgung zwischendem Nordburgenland, demRaum Sopron und dem Mittel-burgenland geplant ist, ist auchhier eine wichtige Schiene ge-legt. Weitere Punkte sind die Absicherung der Stromver-sorgung ber Notstromaggregate, sowie Verknpfungennach auen, wie die Bereitstellung von Mglichkeiten derTrinkwasserpaketierung und die Notaufbereitung vonTrinkwasser. Es wurden hier mehrere Einsatzpartner-schaften mit anderen Organisationen geschaffen, welchein dieser Kundenzeitung noch weiter erlutert werden.

    Eines ist klar. Absolute Sicherheit beziehungsweiseAbsicherung bei Katastrophen gibt es nicht. Mit denAktivitten, welche nicht abgeschlossen sind, und alswork in progress zu bezeichnen sind, wurden allerdingsbereits wichtige Schritte gesetzt, welche der burgenlndi-schen Bevlkerung zu Gute kommen. Wir sind derfesten berzeugung, dass eine derartig gute Absicherungder Trinkwasserversorgung auch in Notfllen nur durcheinen nicht gewinnorientierten ffentlichen Wasserver-sorger, wie ihn der WLV Nrdliches Burgenland darstellt,bewltigt werden kann.

    Vorwort

    3

    DIE FFENTLICHE TRINKWASSER-VERSORGUNG IM KATASTROPHENFALLGESICHERT!

    DI Dr. Helmut HerlicskaTechnischer Betriebsleiter

    Mag. Nikolaus SauerLeitender Bediensteter

    WAS TUN, wenn der Fall der Flle eintritt, und pltz-

    lich eine Katastrophe ausbricht? Ein Erdbeben oder ein

    hoffentlich nie eintretender Atomunfall die Wasserversor-

    gung beeintrchtigt, beziehungsweise in der gewohnten

    Weise und Qualitt unmglich macht. Mit dieser Frage

    haben sich im letzten Jahr die Wasserversorger des

    Burgenlandes im Rahmen der Plattform Wasser Bur-

    genland intensiv auseinandergesetzt, und mgliche

    Lsungsanstze gesucht.

    DI Dr. Helmut HerlicskaTechnischer Betriebsleiter

    Mag. Nikolaus SauerLeitender Bediensteter

    Die umfassende Beschftigungmit diesem Thema hat zu einerReihe wichtiger Lsungsanstzegefhrt, welche der Bevlkerungin solchen Fllen eine Hilfestel-lung geben sollen. Die Verant-wortung fr die Koordination derKatastrophenhilfe liegt natrlichje nach Umfang und Art bei derBezirkshauptmannschaft, dem Land, oder dem Innen-ministerium. Nichts desto trotz ist es Aufgabe der Wasser-versorger, sich mit diesem Thema auseinanderzusetztenund zu Problemlsungen zu kommen. Im Jahr 2012, wel-ches im Burgenland zum Jahr der Sicherheit ausgerufenwurde, haben wir uns mit diesem Thema eingehendbeschftigt. Eine wesentliche Erkenntnis aus dieser Arbeitist, dass es keine Einzelmanahme sein kann, sondern eseiner Reihe von Manahmen bedarf, welche zu einerBewltigung der Situation fhren knnen.

    Die Verwund-barkeit der Ver-

    sorgungssystemesollte reduziert

    werden.Mag. Nikolaus Sauer

    WichtigeLsungsanstzegefunden, umder BevlkerungHilfestellung zugeben.DI Dr. Helmut Herlicska

    Ausgabe 02/12

  • wasser Wissenschaft

    4

    MENSCHENRECHT WASSER MUSSVORRANG VOR GEWINNSTREBEN HABEN

    Bereits im Jahr 2009 wurde von den europischenGewerkschaften des ffentlichen Dienstes eine EU-weiteInitiative fr das Menschenrecht Wasser und gegen dienegativen Folgen der Liberalisierungsbestrebungen derEuropischen Kommission beschlossen.

    Seit dem 1. April 2012 steht die Europische Brger-initiative als Instrument der direkten Demokratie in derEuropischen Union zur Verfgung. Davon wurde durch dieInitiative right2water, welche durch zahlreiche interna-tionale Organisationen und Brgerausschsse untersttztwird, umgehend Gebrauch gemacht und die EuropischeBrgerinitiative Wasser ist ein Menschenrecht gestartet.

    Details zu dieser europischen Initiative, finden Sie unterwww.right2water.eu. Fr die Zeichnung der Brgerinitia-tive bentigen Sie lediglich einen Internetzugang, die Num-mer eines gltigen Reisepasses oder Personalausweisesund zwei Minuten Ihrer Zeit.

    Der Wasserleitungsverband Nrdliches Burgenland frdertdiese Brgerinitiative und hofft, dass auch Sie das Men-schenrecht Wasser untersttzen.

    RCKENWIND ERHIELT diese Initiative durch die am28. Juli 2010 durch die Generalversammlung der VereintenNationen beschlossene Resolution, Wasser und die sani-tre Grundversorgung zum Menschenrecht zu erklren.Damit hat die UNO das Recht auf sicheres, sauberes undbezahlbares Trinkwasser und einer ebensolchen sanit-ren Grundversorgung fr jedermann festgeschrieben.

    Wasser ist einer der wichtigstenBodenschtze eines Landes undbietet Wertsteigerungsgarantie. Daverwundert es nicht, dass inter-nationale Grokonzerne ihre Fhler

    nach diesem wertvollen Rohstoff ausstrecken. Bisherkonnte noch jedes europische Land fr sich selbst berdieses lebensnotwenige Lebensmittel bestimmen. Mit derKonzessionsrichtlinie soll nun den Mitgliedsstaaten dieAusschreibung der Konzessionen fr die Wasserversor-gung vorgeschrieben werden. Internationale Grokonzernehaben bei den Ausschreibungen durch ihre enormeFinanzkraft sicherlich Vorteile.

    Jedoch haben langfristig alle internationalen Beispielegezeigt, dass das Ziel dieser Global Player eine maximaleGewinnausschttung an die Anteilseigner und nicht dielangfristige und nachhaltige Sicherung der Wasserversor-gung der regionalen Bevlkerung zu einem leistbaren Preis,ist. Eine Wasserversorgung in ausrei-chender Menge und ausgezeichneterQualitt auch fr die nchsten Generatio-nen kann nur eine Wasserversorgung inffentlicher Hand und mit demokratischbestimmten Entscheidungstrgern sein.

    Wasser alsSpekulations-objekt -nein danke!

    Konzessionsrichtlinie derEU-Kommission wieder aktuell!

  • Teile der Europischen Union fordern denfreien Markt fr ffentliche Dienstleistungenund damit auch der Trinkwasserversorgung.Wie stehen Sie dazu?

    Ich kann nicht verstehen, warum hier versucht wird,gerade etwas so gut funktionierendes wie die ster-reichische Wasserversorgungmit allen Mitteln um-zukrempeln. Hier besteht meines Erachtens keiner-lei Handlungsbedarf und ich erhoffe mir durch einSystem von Angebot und Nachfrage keine Verbes-serungen. Im Gegenteil ist zu befrchten, dassinternationale Grokonzerne unseren wichtigstenBodenschatz zu Gunsten einiger weniger Gro-anleger ausbeuten und sich wieder zurckziehen,wenn keine groen Profite mehr zu erhoffen sind,sprich Investitionen in die Versorgungsanlagenfllig werden.

    Was ist das Ziel der Konzessionsrichtlinie?

    Damit sollen ffentliche Dienstleistungen derDaseinsvorsorge, also die Grundversorgung zur

    Interview

    Ausgabe 02/12 5

    www.e