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Die Zeitschrift fr Gesundheit und Pflege im Kanton Zrich, August 2011

zag.zh.ch

N2

Gesundheitsberufe der Mensch im Zentrum10Ruth Schulthess: Pflegeberuf, Familie und wieder zurck.

14Anita Geerts: Die Pflege entwickelt sich und die Pflegenden mit ihr.

28Heinz Knpfel: Umgestiegen und geblieben.

EditorialDie Zeitschrift fr Gesundheit und Pflege im Kanton Zrich, August 2011

zag.zh.ch

N2

Liebe Leserinnen, liebe Leser Wir freuen uns, Ihnen die zweite Ausgabe des ZAG Magazins zu prsen tieren. Diesmal steht der Inhalt unter dem Motto Gesundheitsberufe der Mensch im Zentrum. Viele interessante Beitrge zu diesem Thema sind im Laufe der letzten Wochen zusammengekommen. Altbewhrtes mischt sich mit Neuem. So startet zum Beispiel im August 2011 die zweijhrige Ausbildung Assistentin /Assistent Gesundheit und Soziales EBA. Ebenfalls im Herbst 2011 drfen wir die ersten Teilnehmenden der berufsbegleitenden Ausbildung Pflege HF am ZAG begrssen. Der Lehrgang im Bereich der hheren Berufs bildung ist ein Pilotprojekt in der Schweiz. Die Bewerbenden weisen zuerst nach, welche Kompetenzen und Fhigkeiten sie fr diesen Beruf bereits mitbringen. Erfahrungen aus bisherigen Ausbildungen, aus Berufs und anderen Ttigkeiten werden angerechnet. Die fehlenden Kompetenzen und Fhigkeiten eignen sie sich modulweise im berufsbegleitenden Bildungs gang Pflege HF an. Wir freuen uns, dass dieser Bildungsgang auf so grosses Interesse gestossen ist! Gleichzeitig schliessen diesen Sommer auch einige PionierStudierende ihre Ausbildung ab, zum Beispiel die ersten Fachpersonen Aktivierung HF. Sie haben sich in ihren PilotStudiengngen das ntige Knnen und Fach wissen erarbeitet, um sich in der Praxis zu bewhren und auch wir haben viel gelernt dabei. Denn unser Interesse muss es sein, unsere Bildungsgnge laufend zu verbessern und zu optimieren. Auch diesmal haben uns viele Partner bei der Realisierung des ZAG Magazins untersttzt. Wir danken diesen Institutionen und Verbnden fr die gute Zusammenarbeit. Neu mit dabei ist der Krankenheimverband Zrcher Unterland und der SPICURA Lehrbetriebsverbund des Kantons Zrich. Herzlichen Dank natrlich auch allen Mitwirkenden aus den Betrieben, den Lernenden, den Studierenden und den Mitarbeitenden des ZAG, die sich zur Verfgung gestellt haben, damit ein vielfltiges, interessantes Heft entstehen konnte. Wir wnschen Ihnen eine spannende, interessante Zeit beim Lesen des ZAG Magazins.

Gesundheitsberufe der Mensch im Zentrum10Ruth Schulthess: Pflegeberuf, Familie und wieder zurck.

14Anita Geerts: Die Pflege entwickelt sich und die Pflegenden mit ihr.

28Heinz Knpfel: Umgestiegen und geblieben.

Inhalt

04 Mehr Kompetenzen, mehr Verant-

wortung und mehr Nhe zum Patienten.

Ursina Siegrist steht kurz vor ihrem Abschluss und freut sich auf ihre Zukunft im Kantonsspital Winterthur.

20 Die Spitex lebe hoch!

Titel: Chancelle und Gioia beginnen diesen Sommer ihre FaGeAusbildung bei der Spitex. Das ZAG Magazin hat mit ihnen ber ihre Erwartungen gesprochen.

Wie die Spitex betagten Menschen hilft, daheim ein selbstbestimmtes Leben zu fhren.

ImpressumHerausgeber: ZAG Zentrum fr Ausbildung im Gesundheitswesen Kanton Zrich Redaktion: eins1 ag, Winterthur Paul Girard Konzept und Realisation: eins1 ag, Winterthur, www.eins1.ch Fotografie: Martin Vogel, Luzern Produktion: Mattenbach AG, Winterthur Auflage: 30000 Ex. Erscheinungsweise: 1x jhrlich Online-Version auf www.zag.zh.ch

07 Wir freuen uns auf die FaGe-Lehrebei der Spitex!Im Sommer 2012 beginnen Gioia Frei und Chancelle Mapwata ihre FaGe-Ausbildung bei der Spitex.

22 Erwachsene Menschen mit Behinderung:ein spannendes neues Ttigkeitsfeld.Mehr Lebensqualitt im Alter fr Menschen mit krperlichen und geistigen Einschrnkungen.

10 Pflegeberuf, Familie und wieder zurck.Eine Pflegefachfrau kehrt nach 27 Familienjahren zurck ins Berufsleben.

24 ltere Menschen habe ich einfach gern!Caroline Schr betreut als FaGe betagte Menschen: ein Beruf, der ihr voll und ganz entspricht.

12 Ich habe einen der schnsten,

26 Ausbildung als schne Pflichtaufgabe. 28 Umgestiegen und geblieben.

vielseitigsten und anspruchsvollsten Berufe.

Angelika Locher ist am KSW zustndig fr die Betreuung von Lernenden und Studierenden.

Monika Brndli, Fachfrau Aktivierung HF, liebt die Vielfalt und die Herausforderungen ihres Berufs.

Hanni Wipf Stengele Rektorin ZAG

14 Die Pflege entwickelt sich und die Pflegenden mit ihr.Die Pflegeexpertin Anita Geerts ist im Bergheim Uetikon verantwortlich fr die Qualitt in der Pflege.

Heinz Knpfel, ehemaliger Kaufmann, behlt heute als Stationsleiter den berblick in einer psychiatrischen Klinik.

30 Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA:ein neuer Beruf mit zweijhriger Lehre.2011 starten im Kanton Zrich die ersten 60 Lernenden eine neu konzipierte zweijhrige Grundbildung.

PS Viele interessante Filme und das Magazin als PDFDownload finden Sie auf unserer Website www.zag.zh.ch, zusammen mit allen wichtigen Informa tionen zu Aus und Weiterbildungen im Gesundheitswesen. Winterthur, im August 2011

16 Wir sind ZAG!

Das ZAG Magazin auf Reportage im Schulgebude.

Zentrum fr Ausbildung im Gesundheitswesen Kanton Zrich

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ZAG Magazin N2

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KSWWas sie fasziniert, ist die Nhe zu den Patientinnen und Patienten. Denn mit dem wachsenden Wissen und Kn nen kann Ursina Siegrist sie in ihrer Entwicklung, in ihrem Krankheitsver lauf und Heilungsprozess eng beglei ten. Da ich Patienten von A bis Z be treue, ergeben sich viel persnlichere Beziehungen. Natrlich geht es nicht ohne die ntige professionelle Distanz, aber es ist jedes Mal wieder eindrck lich, zusammen mit einem Patienten oder einer Patientin zu erleben, wie es nach einer schwierigen Phase wieder aufwrts geht. Diplom innerhalb von 2,5 Jahren Es gibt verschiedene Wege zum Dip lom als Pflegefachperson HF. Ursina Siegrist hat sich fr einen direkten und fr sie logischen entschieden den von der FaGe ber den zweiein halbjhrigen Bildungsgang am ZAG. Im Unterschied zu vielen Klassenka meradinnen und Klassenkameraden, die aus ganz anderen Berufen stam men, von der Verkuferin bis zum Schreiner, habe ich bereits solide Grundlagen in der Pflege. Mit vielen PraxisAufgaben bin ich schon ver traut, und meine Erfahrungen aus der Lehre helfen mir enorm. Also macht man als Fachfrau Ge sundheit diese Weiterbildung ganz einfach mit links? Schn wrs! Die Schule ist ziemlich anstrengend, vor

Der Karriereschritt von der FaGe zur diplomierten Pflegefachfrau HF: Pflegeberufe bieten viele Mglichkeiten, sich weiterzuentwickeln.

Ursina Siegrist, in Ausbildung als Pflegefachfrau HF

Mehr Kompetenzen, mehr Verantwortung und mehr Nhe zum Patienten.Auf direktem Weg zur diplomierten Pflegefachfrau HF: Ursina Siegrist steht kurz vor ihrem Abschluss und freut sich auf ihre Zukunft im Kantonsspital Winterthur.Fernsehmoderatorin. Oder wenigs tens Prinzessin. Kinder haben oft ganz klare Vorstellungen ber ihre Traumberufe. Das galt auch fr Ursina Siegrist. Nach einem kurzen Spital aufenthalt im Kindergartenalter war ihr Berufswunsch bald klar: Kranken schwester! Die Berufsbezeichnung hat sich seither gendert. Doch Ursina Sieg rists Ziele sind dieselben geblieben, und sie ist auf bestem Weg, sie dem nchst zu erreichen. Denn im Herbst 2011 wird sie ihr Diplom in den Hn den halten als Diplomierte, als Pflegefachfrau HF. Sie hat den Ausbildungsweg ber die Grundbildung als Fachfrau Gesund

heit (FaGe) gewhlt. Denn dort konnte sie das Handwerk von der Pike auf lernen, sich in sorgfltig dosierten Schritten in die verschiedenen Auf gaben hineinarbeiten und die vielen Facetten ihres Lehrbetriebs, des Kan tonsspitals Winterthur (KSW) kennen lernen. Nach dem Lehrabschluss war erst einmal Ende mit Schule und Lernen. Aber schon ein halbes Jahr spter folgte der nchste Schritt: Zu jenem Zeitpunkt gab es ausser dem KSW nur wenige Spitler und Institutionen in der Region, die Direktanstellungen an boten, das heisst, in denen die Studie renden direkt im Betrieb angestellt wurden und nicht in der Schule. Klar, dass Ursina Siegrist gleich die Chance packte, in ihrem Lehrbetrieb die nchs te Stufe in Angriff zu nehmen. Von ihrer Entscheidung ist sie hun dertprozentig berzeugt: FaGe ist schon eine tolle Ausbildung. Aber fr mich war es wichtig, mehr Verant wortung zu bernehmen. Als Fachfrau Gesundheit hatte ich immer eine Dip lomierte im Hintergrund, die alle Ent scheidungen traf. In den letzten zwei Jahren ist meine Kompetenzenliste immer lnger geworden, und jetzt kann ich schon in vielen Fllen die Pflege selbststndig gestalten. ZAG Magazin N2

Da ich Patienten von A bis Z betreue, ergeben sich viel persnlichere Beziehungen.

Das zustzliche Wissen wird sofort umgesetzt die HF-Studierenden erhalten sukzessive zustzliche Kompetenzen und mehr fachliche Verantwortung.

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Spitex / SPICURA

Es ist eindrcklich, zusammen mit einem Patienten oder einer Patientin zu erleben, wie es nach einer schwierigen Phase wieder aufwrts geht.allem die Umstellung von der prakti schen Ttigkeit auf die schulischen Module. Es sind auch recht grosse Stoff mengen zu bewltigen, gerade wenn man wie ich das zustzliche Wissen, fr das sich andere ein halbes Jahr Zeit nehmen knnen, in drei Monaten er arbeiten muss. Trotzdem bin ich sicher, dass ich mit der auf 2,5 Jahre ver krzten Ausbildung an der Hheren Fachschule die richtige Entscheidung getroffen habe. Andere FaGe entschei den sich fr die dreijhrige Ausbildung. Ich denke mir, alle mssen ihren eige nen Weg finden, den sie fr richtig und vernnftig halten. Das KSW: ein attraktiver Lehrbetrieb Ein grosses, vielseitiges und interdis ziplinres Haus wie das KSW ist natr lich ideal als Ausbildungsb