Wheel Test

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    06-Dec-2014
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  • 1. LAUFRADTESTWheels 34 TOUR 8 | 2009on speed Im Labor seziert, Preiswert gegen

2. in der Praxis getestet, auf dem Prfstand geknechtet: 14 Laufradstze von 150 bis 2.900 Euro. teuer, Alu gegen Carbon, Kasten- gegen Hochprofil. Wir sagen, wer das Rennen macht 8 | 2009 TOUR 35 3. LAUFRADTEST Technisches Highlight: Die Tune-Nabe mit Flanschen und Achsen aus Carbon sowie der Verzahnung aus Titan Jens Kltzer Markus GreberLaufrder begeistern Rennradler, sie gehren zumbeliebtesten und wirkungsvollsten Tuning des Rades.Mglichst leicht, steif und windschnittig sollen siesein, perfekt rund laufen und super aussehen. In derbunten Vielfalt an Felgenformen, Speichenzahlen, Mate-rialien oder Einspeichmustern geht der wichtigste Aspektder Rundlinge jedoch manchmal etwas unter: Die Dingersollen rollen. Sie sollen den Piloten tragen, und zwarmglichst weit und bitte wartungsfrei. Ganz schn vieleAnforderungen. Schwer vorstellbar, dass ein Laufradsatzfr 150 Euro die genauso meistert wie einer fr knapp3.000 Euro aber genau das ist in etwa die Spanne, die deraktuelle Markt fr Rennradlaufrder umfasst. Andersgefragt: Sind Laufrder, die das Zwanzigfache eines preis-werten Modells kosten, tatschlich so viel besser, und seies nur in einer einzigen Disziplin, zum Beispiel beimGewicht? Eine spannende Frage, weshalb wir fr diesenTest insgesamt 14 Laufradmodelle ausgewhlt haben, dieeinen sehr guten Querschnitt durch das Angebot darstel-len. Das Spektrum reicht vom preiswerten Khamsin-Laufrad von Campagnolo fr 150 Euro bis zu MavicsCosmic Carbone Ultimate fr 2.900 Euro. Kaum noch Metall: Felge, SpeichenMessen und rollen und NabenkrperLaufrder zu testen und zu messen ist an sich schon bestehen bei Mavicsaufwendig, enthlt aber noch eine Krux: Neu sind nahezu Cosmic Carbonealle Rder tadellos, eine nennenswerte Einfahrzeit auf der Ultimate aus Carbon Strae mit 14 Laufradstzen wrde den Rahmen aber36TOUR 8 | 2009 4. sprengen. TOUR hat deshalb einen Dauertest in den Testablauf integriert: Auf dem Prfstand der Ralf Bohle GmbH, die damit normalerweise ihre Schwalbe-Reifen testet, mussten die Hinterrder aller Laufradstze jeweils 2.000 Kilometer absolvieren, bevor sie ein zweites Mal im TOUR-Labor vermessen wurden. Belastet wurden die Rder mit 65 Kilogramm, ein fnf Millimeter hohes Hindernis auf der Rolle schlug Dank des innovativen Ansatzes von bei jeder Umdrehung ins Speichengefge und Mavics R-SYS-Rdern geht der Sieg simulierte Straenunebenheiten.in diesem Test nach Frankreich. Anson- 2.000 Prfstandskilometer entsprechen zwar sten haben Wettkampf-Laufrder die nicht mal ansatzweise dem, was ein Laufrad aus- Nase vorn: moderne Konstruktionen halten soll ber die Dauerhaltbarkeit gibt dieser mit viel Carbon, leicht und steif, aber Test folglich keine Auskunft. Dennoch simuliert sehr teuer und nur eingeschrnkt all- der Aufbau bereits eine berlast fr die Lauf- tagstauglich. Sie unterscheiden sich rder, die hher ist als die durchschnittlichen von den Alu-Modellen vor allem im Anforderungen auf der Strae. ber przise Fer- Gewicht und der Wartungsfreundlich- tigung, Setzungserscheinungen und Rundlauf keit, was jedoch in keiner Relation zum lassen sich mit Hilfe dieses Tests Aussagen treffen, Preis steht. Den Rollentest berstehen das belegen die Ergebnisse. Der Prfstand wurde die meisten Rder schadlos, am we- fr unseren Test so modifiziert, dass Hinterrder nigsten beeindruckt zeigen sich die getestet werden knnen sie sind aufgrund der Modelle vom Spezialisten Mavic. eher hecklastigen Gewichtsverteilung auf dem Rennrad fr einen solchen Versuch interessanter. (siehe Kasten Seite 42: So testet TOUR) Von den fhrenden Herstellern Mavic, Fulcrum, Campa und Shimano neh- men jeweils zwei Alu-Modelle teil: ein teures Top-Modell und eines aus der unteren Preiskategorie. Dazu gesellen sich drei weitere beliebte Rder mit Aluminiumfelgen fr Drahtreifen, sowie drei wettkampforientierte Vollcarbon- Felgen fr Schlauchreifen. Die Gewichte reichen von 1.130 bis 2.018 Gramm pro Laufradsatz. An Systemlaufrdern kommt man bei der Auswahl nicht vorbei; wirklich hochwertige, klassisch gebaute Rder werden mehr und mehr etwas fr Individualisten. Hohe Aero-Felgen und der Werkstoff Carbon liegen klar im Trend. Neben Felgen und Nabenkrpern werden heu-Edge 705 Gewichte im Vergleich*Absolut Klare Grenzen: Die sehr teuren Lightweights und Mavics Cosmic Carbone Ultimate verschaffenunbestechlich! sich mit viel Carbon einen deutlichen Vorteil, die gnstigen Einsteigerrder sind klar abgeschla- gen. Im Mittelfeld sind die Unterschiede gering. Mein Weg: efzient trainieren.2.500Mein Ziel: mehr erreichen. Gramm 1.876 1.931 1.975 2.018 Mein Partner: der Edge 705.2.000 Dank intuitiv bedienbarem GPS habe1.5001.378 1.386 1.401 1.405 1.446 1.453 1.479 1.546 ich nonstop alles im Blick: Strecke, 1.130 1.168 Tempo, Tourenverlauf, Herz- und1.000Trittfrequenz. Und er hat noch mehr Potential: Kompatibel fr500 1.2.3.4.5.6. 7.8.9. 10. 11. 12.13.14. Watt-Messung, verfolgt er von0der ersten Sekunde an, wie viel Kraft ich wirklich aufs Pedal bringe.1. LIGHTWEIGHT Standard III 5. EASTON EA 90 SLX 10. DT SWISS RR 1450 Classic www.garmin.de2. MAVIC Cosmic Carbone Ult.6. MAVIC R-SYS11. SHIMANO WH-RS 103. ZIPP 404 NT7. CAMPAGNOLO Shamal Ultra12. MAVIC Aksium Race4. TUNE Mig 45/Mag 150/ 8. SHIMANO Dura-Ace WH-7850-C24-CL13. FULCRUM Racing 7 Mavic Open Pro 9. FULCRUM Racing Zero14. CAMPAGNOLO Khamsin* ohne Schnellspanner 5. LAUFRADTEST Laubsgearbeiten auf hchstem Niveau: Den Lightweight-Rdern Alles, was man wissen muss: Felgenmae, Gewicht, Speichenlngen, Maximaldruck sieht man an, dass viel Handarbeit in ihnen steckt und Gewichtsbegrenzung auf einem kleinen Felgenaufkleber te sogar Speichen aus der schwarzen Faser gefertigt. Tech-Lightweights muss man im Schadensfall an den Hersteller nisch bieten die Systemlaufrder Vorteile, sie sind meist schicken die Laufrder von Tune hingegen sind aus kon- leichter und vor allem steifer als konventionell aufgebaute ventionellen Komponenten aufgebaut, da passen auch Rder. In der Regel, das besttigen unsere Praxiserfah- Felgen oder Speichen anderer Hersteller. Die Nabe ist rungen, mssen sie seltener nachzentriert werden. Ihr komplett zerlegbar, bis zur kleinsten Feder kann man alle Nachteil hingegen ist die Reparaturunfreundlichkeit:Teile nachkaufen. Muss eine Speiche oder Felge ausgetauscht werden, ist man auf die Original-Ersatzteile angewiesen, die mitunter Leichtigkeit kostet schwierig zu beschaffen sind. Es empfiehlt sich, beim Welche technischen Eigenschaften man beim Kauf ins Kauf gleich Ersatzspeichen zu ordern. Die filigranenKalkl ziehen sollte, hngt stark vom Einsatzbereich ab. Sprinter oder schwere Fahrer legen Wert auf hohe Seiten- steifigkeit, leichte Kletterer eher auf geringes Gewicht und gute Beschleunigungswerte. Zu Zeiten, als Laufrder aus Logo-Manie: Die Felgen, Naben und Speichen individuell aufgebaut fnf Bapperlwurden, waren das noch weitgehend unvereinbare Eigen-auf der Dura-Ace-schaften. Moderne Wettkampflaufrder wie das Light- Felge versteht manweight Standard III oder das Mavic Cosmic Carboneebenso wenig wie Ultimate zeigen jedoch eindrucksvoll, dass man mit die Modellbezeich-Leichtbau und durchdachter Konstruktion in mehrerennung WH-R 7850Disziplinen Referenzwerte erzielen kann. Die leichtenC24-CL. V.l.n.r.: Carbonfelgen lassen sich auch mit hohen Profilen wie beiClincher, konifi-Zipp noch gut beschleunigen, da sich das meiste Gewichtzierte Speichen, auf die Mitte des Rades konzentriert. Nachteil: Die Car- asymmetrische Fel-bon-Felgenflanken weisen auch mit speziellen Brems- ge, Titanfreilauf,belgen deutlich schlechtere Bremseigenschaften auf. Die Carbonlaminat stark eingeschrnkten Reparaturmglichkeiten sind ein weiterer Grund, warum solche Modelle nur bedingt fr den Rennradalltag taugen. Wer solchen Problemen aus dem Weg gehen will oder den hohen Preis scheut, greift zu Laufrdern mit be- whrten Alu-Felgen. Abgesehen von Mavics R-SYS dessen clevere Konstruktion eigentlich Unvereinbares vereint gehts aber auch da nicht ohne Kompromisse. Die berraschung bei den Labormessungen: Die sehr gnstigen Modelle von Campa, Fulcrum, Mavic und Shi- mano gehren zu den seitensteifsten im Test. Allerdings Bruch: Nach sind sie alle recht schwer, was sich in den Beschleuni- 1.800 Kilometerngungswerten niederschlgt. Bei den leichteren undriss eine Speicheteureren Alu-Exemplaren mssen Abstriche bei der Stei-des Easton-Hinter- figkeit gemacht werden, die Gewichte dieser Modelle um rades am Nippel ab1.000 Euro liegen dicht beieinander (siehe Diagramm).38TOUR 8 | 2009 6. WASSER BIETET DIE BESTE FLUSSIGKEITSVERSORGUNG Deutlich zeigt sich, dass klassisch eingespeichte Rder FUR SPORTLER nicht mehr so seitensteif sind wie Systemlaufrder: Tune und DT Swiss haben in dieser Disziplin das Nachsehen. Die simulierte Einfahrzeit auf der Rolle ber 2.000 Kilometer ging nicht ganz spurlos an den Probanden vor- bei. Bei Eastons EA 90 SLX riss nach 1.800 Kilometern eine Speiche. Die Folge war ein Seitenschlag von gut drei und ein Hhenschlag von knapp einem Millimeter. Zwar wre das Rad noch eingeschrnkt fahrbar, der Schaden kann mit dem Einziehen einer neuen Speiche behoben werden. Dennoch ist der Speichenriss rgerlich und sollte einem Laufrad, welches keiner Fahrergewichtsbeschrn- kung unterliegt, unter den Bedingungen nicht passieren.Wenige Ausreier im Dauertest Am Zipp platzte bei Kilometer 1.983 der Schlauchreifen, wodurch die Felge vom Hindernis beschdigt wurde. Auch hier wre die Felge noch eingeschrnkt fahrbar, ein Sturz nicht zu befrchten. Da der Schaden keinen Ein- fluss auf die Steifigkeit hat, wurde nur der Rundlauf von der Wertung ausgenommen. Shimanos Top-Modell Dura-Ace bte auf der Strecke einseitig knapp zehn Prozent Steifigkeit ein, deutlich mehr als alle anderen Testrder. Ein Indiz dafr, dass sich die formschlssigen Verbindungen an Nabe oder Felge im Betrieb noch ge- setzt haben. Bei allen anderen Teilnehmern gab es kaum oder keine Steifigkeits