Windows 8 Lizenzierung in Szenarien - fileWindows 8 – Lizenzierung in Szenarien _____ August...

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Windows 8

Lizenzierung in Szenarien

Windows 8 Lizenzierung in Szenarien

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August 2013

Windows Desktop-Betriebssysteme kommen in unterschiedlichen Szenarien im Unternehmen zum

Einsatz. Die Mitarbeiter arbeiten an Unternehmensgerten oder bringen eigene Computer mit, und

zunehmend werden Gerte wie zum Beispiel Tablets genutzt, um auf ein zentral bereitgestelltes

Windows Desktop-Betriebssystem zuzugreifen. Bevor wir auf die Lizenzierung all dieser Szenarien

eingehen, zunchst einige Begriffsklrungen:

Die nach wie vor wohl gebruchlichste Nutzung von Windows Desktop-Betriebssystemen ist die lokale

Installation und Nutzung auf einem Computer. Dabei kann das Betriebssystem auf dem lizenzierten

Gert in der physischen Betriebssystemumgebung und/oder in virtuellen Betriebssystemumgebungen

ausgefhrt werden. OSE ist die Abkrzung der englischen Bezeichnung Operating System Environment

fr Betriebssystemumgebung.

Werden die virtuellen Instanzen nicht lokal, sondern zentral auf den Unternehmensservern ber eine

virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) bereitgestellt, spricht man von Virtual Desktop Access (VDA). Fr

dieses Einsatz-Szenario sind sogenannte VDA-Rechte erforderlich. VDA kann als eigenstndige

Abonnementlizenz erworben werden oder ist Bestandteil von Software Assurance fr das Windows

Desktop-Betriebssystem.

Befindet sich der Hauptnutzer auerhalb des Betriebsgelndes, hat er zwei Optionen, seinen

Unternehmens-Desktop auf einem Drittgert (wie zum Beispiel seinem Heim-PC) zu nutzen. Entweder

greift er auf eine virtuelle Instanz von Windows zu, die im Unternehmensrechenzentrum mittels VDI

bereitgestellt wird. Diese Rechte werden als Roaming Use-Rechte bezeichnet. Oder er nutzt Windows

To Go, um eine vollstndige Version seines Unternehmens-Desktops mit Windows Desktop-

Betriebssystem ber ein USB-Laufwerk zu starten und zu nutzen.

Windows 8 Lizenzierung in Szenarien

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August 2013

Im Folgenden widmen wir uns der Frage, mit welchen Lizenzen die gerade genannten Einsatz-

Szenarien mglich sind. Bevor wir zu den einzelnen Szenarien kommen, zunchst eine bersicht ber

Windows-Lizenzen und ihre Nutzungsrechte:

Windows 8 Pro berechtigt dazu, eine Instanz des Windows Desktop-Betriebssystems entweder

physisch oder virtuell lokal auf dem lizenzierten Gert zu installieren und zu nutzen.

Ist ein Computer fr Windows Enterprise mit aktiver Software Assurance lizenziert, kann das Windows

Desktop-Betriebssystem auf diesem Computer in der physischen OSE und in bis zu vier virtuellen OSEs

installiert und genutzt werden. Von diesem Computer darf auch auf die unternehmenseigene VDI

zugegriffen werden.

Befindet sich der Hauptnutzer dieses Computers auerhalb des Unternehmensgelndes und nutzt ein

Gert, das nicht dem Unternehmen gehrt oder von ihm kontrolliert wird, hat er zwei Optionen:

Entweder er greift von einem solchen Drittgert auf die Unternehmens-VDI zu, oder er startet seinen

Unternehmens-Desktop ber Windows To Go von einem USB-Laufwerk auf dem Drittgert.

Auch die Lizenz Windows VDA berechtigt zu Virtual Desktop Access, Roaming Use Rights und

Windows To Go, allerdings nicht zur lokalen Installation und Nutzung des Windows Desktop-

Betriebssystems. Windows VDA ist daher typischerweise fr Gerte ohne qualifizierendes

Betriebssystem (wie zum Beispiel einen Thin Client) geeignet. Windows VDA ist in allen

Volumenlizenzprogrammen auer Open License verfgbar.

Die Windows Companion Subscription License (Windows CSL) ist der Lizenz Windows VDA insofern

hnlich, als zwar VDA-Rechte und Roaming Use-Rechte beinhaltet sind, aber keine lokalen

Nutzungsrechte. Wie der Name bereits andeutet, ist diese Lizenz fr Companions, also Begleitgerte

(wie zum Beispiel Tablets) geeignet, die zustzlich zu einem PC im Unternehmen genutzt werden.

Windows CSL kann daher nur als Zusatzlizenz zu einer bestehenden Lizenz fr Windows Enterprise

oder Windows VDA erworben werden. Windows CSL ist verfgbar in den Volumenlizenzprogrammen

Select Plus und Enterprise Agreement, nicht jedoch in Open License und Open Value.

Windows 8 Lizenzierung in Szenarien

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August 2013

Um die korrekte Lizenzierung fr den Zugriff auf die unternehmenseigene virtuelle Desktop-

Infrastruktur sicherzustellen, sollten in jedem Szenario folgende Fragen geklrt werden:

1. Wer greift auf die virtuelle Desktop-Infrastruktur zu? Lizenzrechtlich relevant ist, ob es fr das

Gert, das fr Virtual Desktop Access lizenziert ist, einen Hauptnutzer gibt. Hauptnutzer ist

derjenige, der das Gert in einem Zeitraum von 90 Tagen mehr als 50 Prozent nutzt.

2. Von welchem Gert wird auf die VDI zugegriffen? Ist das Gert fr Virtual Desktop Access

lizenziert? Handelt es sich dabei um ein Unternehmensgert oder ein Mitarbeitergert?

3. Wo befindet sich das Gert, von dem auf die VDI zugegriffen wird im Unternehmen oder

auerhalb des Unternehmens?

Aus der Beantwortung dieser Fragen ergibt sich, welche Lizenzen bentigt werden.

Windows 8 Lizenzierung in Szenarien

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August 2013

Beginnen wir mit einem Szenario, in dem sich mehrere Mitarbeiter zum Beispiel im Schichtbetrieb ein

Gert teilen, um auf die unternehmenseigene VDI zuzugreifen. Es gibt also keinen Hauptnutzer.

Das Windows Desktop-Betriebssystem wird zentral ber die Remote Desktop Services von Windows

Server bereitgestellt.

Der Remote-Zugriff auf die VDI erfolgt von einem Gert, das fr Windows Enterprise oder Windows

VDA lizenziert ist und sich im Unternehmen befindet.

Welche Lizenzen sind in diesem Szenario erforderlich?

Die virtuellen Instanzen des Windows Desktop-Betriebssystems sind ber die bestehende Lizenz

Windows VDA abgedeckt. Windows VDA wird wie bereits erlutert entweder als eigenstndige

Abonnementlizenz pro Gert lizenziert oder ist ein Software Assurance-Mehrwert fr das Windows

Desktop-Betriebssystem, welches ebenfalls pro Gert lizenziert wird. Da es sich also um eine

Lizenzierung pro Gert handelt, darf eine beliebige Anzahl von Nutzern von diesem Gert aus auf bis

zu vier virtuelle Instanzen des Windows Desktop-Betriebssystems zugreifen.

Fr den Zugriff auf die Windows Server Remote Desktop Services sind zustzlich eine Windows Server

CAL und eine Windows Server RDS CAL erforderlich. In diesem Szenario empfiehlt sich die

Lizenzierung der CALs pro Gert.

Windows 8 Lizenzierung in Szenarien

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August 2013

Im nchsten Szenario gibt es einen Mitarbeiter, der der Hauptnutzer eines fr Software Assurance fr

Windows oder Windows VDA lizenzierten Gerts ist, das Gert also in einem Zeitraum von 90 Tagen

mehr als 50 Prozent der Zeit verwendet.

Das Windows Desktop-Betriebssystem wird zentral ber die Remote Desktop Services von Windows

Server bereitgestellt. Der Remote-Zugriff auf die VDI erfolgt sowohl vom lizenzierten Gert im

Unternehmen als auch vom eigenen Computer des Mitarbeiters zu Hause.

Windows 8 Lizenzierung in Szenarien

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August 2013

Welche Lizenzen sind nun in diesem Szenario erforderlich?

Fr den Zugriff auf die Windows Server Remote Desktop Services sind zustzlich eine Windows Server

CAL und eine Windows Server RDS CAL erforderlich. In diesem Szenario empfiehlt sich die

Lizenzierung der CALs pro Nutzer.

Die virtuellen Instanzen des Windows Desktop-Betriebssystems sind ber Windows VDA abgedeckt,

das entweder als gesonderte Abonnementlizenz erworben wurde oder ber Software Assurance fr

das Windows Desktop-Betriebssystem lizenziert ist. Windows VDA wird pro Gert lizenziert und

berechtigt einen beliebigen Nutzer, von diesem Gert auf bis zu vier virtuelle Instanzen in einer VDI

zuzugreifen.

Zustzlich darf der einzige Hauptnutzer des lizenzierten Gerts ber die Roaming Use-Rechte von

einem berechtigenden Drittgert auerhalb des Unternehmensgelndes auf die Unternehmens-VDI

zugreifen. Voraussetzung ist, dass das Drittgert weder direkt noch indirekt vom Unternehmen oder

seinen verbundenen Unternehmen kontrolliert wird. Beispiele sind der Heim-PC eines Mitarbeiters

oder ein PC im Business Center eines Hotels.

Eine weitere Option der Nutzung ist Windows To Go. Dabei wird eine Instanz des Windows Desktop-

Betriebssystems auf einem USB-Laufwerk erstellt und gespeichert.

Der Hauptnutzer des Windows VDA beziehungsweise fr Software Assurance fr das Windows

Desktop-Betriebssystem lizenzierten Gerts darf diese Instanz auf einem beliebigen fr Windows 8

Enterprise lizenzierten Gert oder auf einem Drittgert auerhalb des Betriebsgelndes ausfhren.

Da hier kein Zugriff auf eine VDI erfolgt, sind eine Windows Server CAL und eine Windows Server RDS

CAL nicht erforderlich.

Windows 8 Lizenzierung in Szenarien

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August 2013

Auch in Szen