Wirtschaftsmagazin Bodensee 2015

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Das Wirtschaftsmagazin Bodensee 2015 schafft mit kreativen Menschen, innovativen Unternehmen, modernem Regionenmarketing, erfolgreicher Standort- und Wirtschaftsförderung und einem starken und stabilen Tourismus die Klammer für ein erfolgreiches Standortporträt der Vierländerregion Bodensee.

Transcript of Wirtschaftsmagazin Bodensee 2015

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  • Am Bodensee zeigt sich, dass der See keine Barriere, son-dern im Gegenteil ein Bindeglied ist zwischen vier Lndern,auch fr die Wirtschaft. Die vielfltigen grenzberschreitendenBeziehungen und Netzwerke rund um den See beleben die For-schung und Innovation und verhelfen der Region zu beachtlicherWertschpfung. Das ist natrlich herausragend, so WinfriedKretschmann, Ministerprsident von Baden-Wrttemberg, im Gesprch mit dem Wirtschaftsmagazin Bodensee.

    So verstehen wir auch das Wirtschaftsmagazin Bodensee. Wir zei-gen die herausragenden, grenzberschreitenden Beziehungenund Netzwerke am Bodensee auf und beschreiben, wie bunt, imSinne von positiv verstandener Vielfalt, der internationaleWirtschafts raum Bodensee ist. Denn Farbe bekennen lautet derTitel unseres diesjhrigen Wirtschaftsmagazins Bodensee.

    Wir wollen fr den Bodensee Farbe bekennen, mit allen unserenMitherausgebern, Partnern und Kunden. Und so haben wir un-serem Magazin auch viel Farbe gegeben: Grafisch, mal mit l-schwarz-verschmierten Hnden wie z. B. bei autobau (ab S. 34),mal bltenbunt, dann wieder sachlich neutral bis emotional auf-ladend. Inhaltlich grn wie im Gesprch mit MinisterprsidentKretschmann (ab S. 8), signalrot fr durchstartende Unterneh-men, mit sonnig gelben Aussichten fr den Wirtschaftsfaktor Tou-rismus, blau wie der Bodensee und unserem Jubilum 30 JahreBodensee Magazin (ab S. 14) oder einfach bunt wie die vielen ver-schiedenen Menschen, die wir zu Wort kommen lassen.

    Was wir Ihnen damit zeigen wollen? Am Bodensee wird erfolg -reich gearbeitet, entwickelt, getftelt, gebildet und auch gebaut.Mit kreativen Menschen, innovativen Unternehmen, modernemRegionenmarketing, erfolgreicher Standort- und Wirtschaftsfr-derung und einem starken und stabilen Tourismus schaffen wirdie Klammer fr ein erfolgreiches Standortportrt fr den gesam-ten Bodensee in einem Wirtschaftsmagazin.

    Stephan Bickmann und Carola Buchwald-Rhl

    Labhards

    BODENSEEBODENSEE W I R T S C H A F T S

    MAGAZIN

    2015

    BODENSEE

    FARBE

    BLAU

    BUNTMenschen und Innovationen

    30 Jahre Bodensee Magazin

    BEKENNEN

    ROTPole Position fr Unternehmen

    GRNMinisterprsident Winfried Kretschmann

    GELBSonnige Zeiten im Tourismus

    BEKENNT FARBEDAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN BODENSEE

  • Editorial 1Impressum 81

    Region im Fokus 6Ministerprsident Winfried Kretschmann 830 Jahre Bodensee Magazin 14autobau AG 34Geberit Vertriebs GmbH 26Hesta GmbH 32Stadtwerke Konstanz GmbH 24Wirtschaftskonzil 2015 12Zeppelin Realitt & Utopie 20

    Menschen & Innovationen 38Allweier Przisionsteile GmbH 49arcona LIVING SCHAFFHAUSEN 86Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH 76Bodenseehotels 83Bodenseeresidenz Lindau 81Bosch Financial Software GmbH 55Branchenschwerpunkte der Vierlnderregion Bodensee 40Comfort Hotel Friedrichshafen 85Convention Partner Vorarlberg 78Creditreform Konstanz Mller KG 60Deutsche Bodensee Tourismus GmbH 72ETO MAGNETIC GmbH 51Eventschiff MS Sonnenknigin 82Haug, Hehle & Partner 58halter 65Hotel Bad Schachen 84Hotel Bayerischer Hof Lindau 84ifm 61

    IHK Bodensee-Oberschwaben Prof. Dr.-Ing. Peter Jany 52interni by inhofer 39ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen 64Julius Blum GmbH 50Kanzlei Mosbrugger Rainer Mosbrugger 62Labhard Medien 14/48Landgasthof Hirsch 86LIEBHERR 57Mainau GmbH 74Max Mller Spedition GmbH & Umzge GmbH 153/67Medienagentur animarco 86Meyer-Hayoz Design Engineering Wolfgang K. Meyer-Hayoz 5/44nc3d GmbH & Co. KG 66Neher-Group 46Regionalbahn Thurbo AG 77Schindler Parent Michael Meier 42Travel Charme Kleinwalsertal GmbH 80Verband der Tourismuswirtschaft Bodensee 68Wirtschaftsfrderung Bodenseekreis GmbH 56

    Bildung & Institutionen 87Hochschule Ravensburg-Weingarten 93Internationale Bodensee-Hochschule 88Baden-Wrttemberg International 95Internationale Bodensee Konferenz (IBK) 98Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein 96Karin Walz 92Regionalbro Netzwerk Fortbildung 92

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    Inhalt

  • Das machen, was man schon immer mal machen wollte. Es fllt vieles leichter im Leben, wenn Sie auf Ihre Bank zhlen knnen. Wir von der Thurgauer Kantonalbank kennen und verstehen Ihre Bedrfnisse genau. Weil wir wie Sie im Thurgau verwurzelt sind. Das macht uns zu der Bank fr alle Thurgauerinnen und Thurgauer.

    MEHR HERZKLOPFEN

  • Vierlnderregion Bodensee 100 Bodensee Standort Marketing GmbH 102

    Deutschland 104

    landkreis BodenseekreisFriedrichshafen 146HFM Modell und Formenbau GmbH 158Meersburg 140berlingen 142 RAFI Eltec GmbH 145

    landkreis KonstanzAllensbach 120BGV / Badische Versicherungen 115BRUDER Werbung 158Engen 136Gottmadingen 135Insel Reichenau 122Konstanz 104 Konzilstadt Konstanz 106 Universitt Konstanz 108 HTWG Konstanz 109 BioLAGO e.V. & cyberLAGO e.V. 110 Technologiezentrum Konstanz 111 Lumenic, Tojio GmbH, naturblau+++ 113 Handwerkskammer Konstanz 116 PR2 118 Businesspark Konstanz 119 OMNI PC Systemintegration GmbH 121Radolfzell am Bodensee 124 Hotel aquaTurm 126 Milchwerk Radolfzell 126Singen am Hohentwiel 128Stockach 138

    landkreis Ravensburg 150Ravensburg 154 Reisch Projektentwicklung GmbH & Co. KG 156 Schulz Group GmbH 157 Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co KG 157

    landkreis Sigmaringen Bad Saulgau 166 Gammertingen 164Mengen 160Mekirch / Industriepark Nrdlicher Bodensee 161Pfullendorf 162SCHUNK 158Sigmaringen 159Wirtschaftsfrderungs- und Standortmarketing-gesellschaft Landkreis Sigmaringen mbH (WIS) 167Volksbanken Raiffeisenbanken 167

    Schweiz 168Bischofszell 176Egnach 173Fuchs Druck & Medien GmbH 94Kanton Thurgau / Amt fr Wirtschaft und Arbeit 168Neuhausen am Rheinfall 180Romanshorn 174Tgerwilen 178Taktform AG 189Thurgauer Kantonalbank 3

    Frstentum liechtenstein 182Liechtenstein Marketing 182

    sterreich 190Bregenz Tourismus & Stadtmarketing GmbH 190Hypo Landesbank Vorarlberg 192

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  • www.meyer-hayoz.com

    Die Talbot New Energy AG wurde im Jahr 2011 gegrndet, um nachhaltige Technologien im Bereich Energie-Effizienz zu entwickeln. Mit der Talbot STP Steam To Power ist nach einer erfolgreichen Entwicklungs- und Testphase eine innovative, serienreife Energie-Effizienz-Anlage zur Nutzung indus-triellen Prozessdampfes im Niederdruckbereich entstanden.

    Die Meyer-Hayoz Design Engineering AG, Mitglied im Schweizer Cleantech Cluster, entwickelte ein Designkonzept, welches der Anlage und der Marke Talbot New Energy von Beginn an ein klares Profil und eine starke Identitt im Markt verschafft.

    ber das Design werden die Werte des Produktes und der Marke transportiert: Leistung, Qualitt und Nachhaltigkeit. Diverse Gestaltungs- und Ausarbeitungsdetails unterstreichen die Kernidee der Anlage: Restdampf ressourcenschonend in elektrische Energie umwandeln.

    Weitere Informationen erhalten Sie durch Einscannen des QR-Codes sowie unter:www.meyer-hayoz.com/projekte/talbot

  • Aber am Bodensee zeigtsich, dass der See keineBarriere, sondern im Ge-genteil ein Bindeglied istzwischen vier Lndern,auch fr die Wirtschaft.Ministerprsident Kretschmann ab S. 8

    Fr das Funktionieren von Sozialsystemen undWettbewerbsfhigkeitbraucht die GesellschaftMenschen, die gesundbleiben, um bis ins hhereAlter arbeitsfhig zu sein.Geberit ab S. 26

    Impulse und Modelle frWirtschaft, Politik und Ge sellschaft werden imGeist des damaligen Konzils auf genommen und Lsungs anstze frdringende Zukunftsfragenzur Sicherung unseresWohlstandes entwickelt.Wirtschaftskonzil ab S. 12

    Ausgezeichnete Rahmen-bedingungen und attraktiveWachstumsperspektivenmachen Liechtenstein zueinem Wirtschaftsstandortder Extraklasse.Frstentum Liechtenstein ab S. 182

    Objekte und Maschinenkommunizieren miteinan-der, denn die Technologieist bereits verfgbar undauch in der Wirtschaft istdas zentrale Thema vonheute in diesem Zusam-menhang Industrie 4.0.Wolfgang K. Meyer-Hayoz ab S. 44

    Denn so ist das BodenseeMagazin, damals wieheute, ein unabhngigesMagazin, allein den Leser -Innen und Lesern und sei-nen Kunden verpflichtet.Thomas Willauer ab S. 14

  • Zudem werden wir die The-men dezentrale Energiever-sorgung und Aufbau innova-tiver Netzstrukturen imStrombereich unter Berck-sichtigung der politischenZielsetzungen zur Energie-wende weiter verfolgen.Stadtwerke Konstanz ab S. 24

    Die IBK strebt an, die Entwick-lung der Kultur- und Natur-landschaft im Bodenseeraumzu sichern und zugleich diewettbewerbsfhige und dyna-misch wachsende Wirtschaftgut zu positionieren und nachauen sichtbar darzustellen.Internationale Bodensee Konferenz (IBK) ab S. 98

    Fortschritt, Weiterent -wicklung und qualitativesWachstum sind nur mglich,wenn die Stimmung gut ist,respektive wenn Entscheidevon der Politik, der Bevlke-rung und der Wirtschaft ge-meinsam getragen werden.Stadt Romanshorn ab S. 174

    Allen potentiellen Partnern macht der VTWB das Angebot, gemeinsam die touristischeInfrastruktur der Bodenseeregionzu strken, Gste ebenso zu be-geistern, wie Einheimische, umdamit nach innen und nach auennachhaltig erfolgreich fr die Bodenseeregion zu wirken.Verband der Tourismuswirtschaft Bodensee ab S. 68

    Es ist geplant, dass dasVeranstaltungshaus im Jahr2016 seine Pforten ffnet. Stadt Konstanz ab S. 104

  • Herr Ministerprsident Kretschmann, was fllt Ihnen spontanein, wenn Sie an die Begriffe Wirtschaft und Bodensee denken? Da denke ich an eine nahezu ideale Verbindung: Die Vielfalt un-terschiedlichster Unternehmen aus vier Lndern. Groe Firmenmit Weltruf und Internationalitt aber auch kleine und junge Betriebe mit innovativen Ideen. Das kombiniert mit einereinzig artigen Landschaft. Nicht umsonst werden die Menschenhier hufig beneidet, weil sie dort leben und arbeiten, wo andereUrlaub machen.

    Das Wirtschaftsmagazin Bodensee prsentiert den Bodenseeals grenzberschreitend arbeitenden und kooperierendenWirtschaftsraum. Wird das in der Landeshauptstadt Stuttgartauch so wahrgenommen oder konzentriert man sich hier aufden baden-wrttembergischen Teil des Bodensees? Oder anders gefragt, welche Rolle spielt die Vierlnderregion Bodensee innerhalb Baden-Wrttembergs? Sicherlich liegt fr einen baden-wrttembergischen Minister-prsidenten der Fokus auf seinem Bundesland. Aber am Boden-see zeigt sich, dass der See keine Barriere, sondern im Gegenteilein Bindeglied ist zwischen vier Lndern, auch fr die Wirtschaft.Die vielfltigen grenzberschreitenden Beziehungen und Netz-werke rund um den See beleben die Forschung und Innovationund verhelfen der Region zu beachtlicher Wertschpfung. Dasist natrlich herausragend.

    Im Verhltnis zum Nachbarland Schweiz gibt es Phasen, indenen alles gut luft und Phasen, in denen es Irritationen gibt.Wie sieht das Verhltnis derzeit aus? Spielen Themen wie dasVotum gegen die Masseneinwanderung aus dem Frhjahr 2014oder der Schweizer Einkaufstourismus in Sdbaden in der Landesregierung eine Rolle?

    Die Beziehungen zur Schweiz sind seit jeher sehr eng. Es ist mirein besonderes Anliegen, dieses gute Verhltnis zwischenBaden-Wrttemberg und der Schweiz zu pflegen. Darin inves-tiere ich viel Zeit. Ich bedauere den Ausgang der Volksinitiativezur Begrenzung der Zuwanderung. Sie hat auch ganz konkreteAuswirkungen auf Baden-Wrttemberg und ich bin diesbezg-lich in einem regen Austausch mit unseren Schweizer Partnern.Der Schweizer Bundesrat wird nun Umsetzungsvorschlge vor-legen und ich hoffe darauf, dass man gute und pragmatische L-sungen fr das Verhltnis der Schweiz zur Europischen Unionfindet. Denn nach meiner Auffassung profitieren beide Seiten vonder Personen- und Dienstleistungsfreiheit. Und auch die Einku-fe der Schweizer, vor allem in Sdbaden, sind fr uns ein Thema.Neben vielen positiven Effekten, vor allem fr den Einzelhandelund Tourismus, sehen wir ebenso die teilweise hohen Belastun-gen fr die Infrastrukturen der Stdte und Gemeinden.

    Wie ist das Verhltnis zu den brigen Nachbarlndern ster-reich und Liechtenstein?Ich treffe mich regelmig mit meinen Kollegen aus Liechten-stein und Vorarlberg, unter anderem im Rahmen der Internatio-nalen Bodenseekonferenz. Unser Verhltnis ist ausgezeichnetund es gibt viele gemeinsame Interessenlagen. So zum Beispielim Bereich der Nachhaltigkeit, der erneuerbaren Energien oderder kritischen Haltung zum Fracking.

    Wie konkret und nachhaltig schtzen Sie die Rolle der Interna-tionalen Bodensee Konferenz (IBK) in der internationalenZusammenarbeit ein? Ist sie eher ein reprsentatives Gremiumoder ein strategisches Instrument?Die IBK ist keinesfalls nur ein reprsentatives Instrument: Allei-ne die Fachkommissionen in den Feldern Wirtschaft, Umwelt,

    REDE UNDANTWORT

    IM GESPRCH MIT MINISTERPRSIDENT WINFRIED KRETSCHMANN

    D i e v i e l f l t i g e n g r e n z b e r s c h r e i t e n d e n B e z i e h u n g e n u u n d I n n o v a t i o n u n d v e r h e l f e n d e r R e g i o n z u b e a c h t l i c h

    8 Region im Fokus | Ministerprsident Winfried Kretschmann

  • Verkehr und Wissenschaft symbolisieren die Bedeutung der IBKfr die gesamte Region. Hier werden ganz konkrete Projekte an-gestoen. Andere Regionen Europas beneiden uns um diesesgute Instrument der Zusammenarbeit, das sich seit ber 40 Jah-ren als uerst effektiv fr die Abstimmung grenzberschreiten-der Interessen erweist. Ich freue mich daher auerordentlich da-rauf, dass Baden-Wrttemberg 2015 turnusgem wieder denVorsitz in der IBK bernehmen wird.

    In den nchsten fnf Jahren wird am Bodensee das Jubilum600 Jahre Konstanzer Konzil gefeiert, das Weltereignis imdamals zersplitterten Europa. Herr MinisterprsidentKretschmann, Sie waren selbst am 27. April bei den Feier-lichkeiten zum Beginn des Konziljubilums anwesend. Die The-men der internationalen Zusammenarbeit in Europa sind nachwie vor topaktuell, denken wir beispielsweise an die Europawahlin diesem Jahr, den Ukrainekonflikt, die Eurokrise, die EU- Erweiterung usw. Wie sehen Sie das Europa der Zukunft? Angesichts des Wahlergebnisses der europischen Parteien beiden Europawahlen ist es wichtig, dass Europa bei den Brger -innen und Brgern wieder mehr Vertrauen gewinnt. Die Euro-pische Union ist als Friedensgemeinschaft aktueller und wich-tiger denn je. Das zeigen uns gerade die aktuellen Entwicklungenin der Ukraine. Die EU muss sich aber langfristig noch mehr aufihre Kernbereiche konzentrieren und sich um die Problemekmmern, die auf europischer Ebene wirklich besser gelstwerden knnen, wie zum Beispiel eine nachhaltige Euro-Stabi-lisierung. Aber auch beim Klima- und Umweltschutz, bei Ener-giefragen, beim Datenschutz und in der Asyl- und Flchtlings-politik muss die EU Antworten finden. Ich bin berzeugt, dasswir in diesen Bereichen mehr Europa brauchen. Ein Mehr anEuropa muss aber auch einhergehen mit einem Weniger an

    Europa in den Bereichen, die auf nationaler, regionaler oderkommunaler Ebene besser geregelt werden knnen.

    Grne Politik hat, was die Wirtschaftspolitik betrifft, nicht denbesten Ruf. Oft wird ihr vorgeworfen, die Wirtschaft und dasWirtschaftswachstum zu behindern. Was msste Ihrer Meinungnach passieren, dass sich dies ndert? Da mchte ich Ihnen widersprechen. Wirtschaftspolitik, die Fr-derung unserer Unternehmen und des WirtschaftsstandortesBaden-Wrttemberg haben fr mich hchste Prioritt. Darberhinaus will ich darauf hinweisen, dass grne Technologien, sei esim Umweltschutz, im Bereich der erneuerbaren Energien oderbeim effizienten Einsatz von Ressourcen in der Produktion welt-weit zu den wachstumsstrksten Branchen gehren. Wenn unsereUnternehmen hier die Nase vorne haben, bekommen sie ein or-dentliches Stck vom Kuchen ab, sichern ihre Zukunft und dieProsperitt unseres Landes. Viele Unternehmen haben das bri-gens schon lngst verstanden und investieren in diesen Bereichen.

    Stichwort Verkehr: Verkehrspolitisch gesehen, stehen die Grnen fr nachhaltige Mobilitt im Land, eine Strkung desffentlichen Personennahverkehrs und der Schiene. Wie er -klren Sie einer fnften Klasse aus Konstanz, dass sie in sechsStunden zur Internationalen Raumstation ISS fliegen kann, abermit der Bahn nach Stuttgart zur Wilhelma drei Stunden bentigt? Seit Jahren setzen wir uns bereits beim Bund dafr ein, dassdiese wichtige Schienenstrecke zwischen Bodenseeregion undStuttgart ausgebaut wird. Wir brauchen den, zumindest teilwei-sen, zweigleisigen Ausbau der Gubahn, das ist offensichtlich,wenn Sie dieses Beispiel nennen. Wir fordern zudem, dass dieseStrecke mittel- bis langfristig wieder mit schnellen Neigetech-nikzgen befahren wird, allerdings fehlen hierzu sowohl im Fern-

    u n d N e t z w e r k e r u n d u m d e n S e e b e l e b e n d i e F o r s c h u n g c h e r W e r t s c h p f u n g . D a s i s t n a t r l i c h h e r a u s r a g e n d .

  • als auch im Nahverkehr derzeit entsprechende Fahrzeuge. Wirhaben aber den uns mglichen Spielraum genutzt und mit derDeutschen Bahn AG zumindest ein Interimskonzept entwickelt.Dieses sieht vor, dass die IC-Linie von Stuttgart nach Zrich ab2017 statt bisher zweistndlich dann im Stundentakt verkehrt.Die Reisegeschwindigkeit wird sich hierdurch zwar nicht wesent-lich erhhen, aber zwischen Stuttgart und Singen werden dieseZge mit Fahrkarten des Nahverkehrs benutzt werden knnen.

    Mit dem Auto ist die Lage nicht viel besser, hier wartet die Bodenseeregion seit Jahrzehnten auf den Ausbau der B 31 undB 33. Wird die Bodenseeregion verkehrstechnisch von Europaabgehngt? Die unbefriedigende Verkehrssituation auf der B 31 und der B 33in der Bodenseeregion ist dem Land natrlich bekannt. Fr dieOrtsumgehungen von Friedrichshafen und berlingen im Zuge derB 31 und die B 33, Konstanz (Landeplatz) - Allensbach/West liegenbestandskrftige Planfeststellungsbeschlsse vor. Der Bau einesersten verkehrswirksamen Teilabschnitts der B 33 von Konstanzkommend bis einschlielich des Umbaus der Kindlebildkreuzungwurde zum Teil mittlerweile fertiggestellt bzw. ein weiterer Unter-abschnitt soll kurzfristig begonnen werden. Es tut sich also etwas.Und wir haben die Bedeutung dieser Manahmen auch mit derEinstufung in die hchste bzw. zweithchste Stufe der landesweitdurchgefhrten Priorisierung der baureifen Bundesfernstraen-projekte und zum anderen durch die Ein stellung der Vorhaben indie Anmeldeliste des Landes fr die Fortschreibung des Bundes-verkehrswegeplans 2015 wiederholt unterstrichen. ber die Frei-gabe und Finanzierung der Manahmen entscheidet jedoch alleinder Bund. Hier haben wir wiederholt um Untersttzung wichtiger

    Infrastrukturprojekte in Baden- Wrttemberg gebeten. Fr dasaktuelle Bauprogramm 2014 hat der Bund unter anderem die hoheBedeutung der Baufreigabe fr die B 31 Immenstaad-Friedrichs-hafen/ Waggershausen dargelegt, der erste Spatenstich konntenoch Ende 2014 gemacht werden. Wir machen uns aber auch all-gemein stark dafr, dass die Finanzierung des Bundesfernstra-enbaus transparenter und planbarer wird.

    Eine der Kernkompetenzen der Grnen ist der Naturschutz. AmBodensee gibt es eine kontrovers gefhrte Diskussion zwi -schen Naturschtzern und Berufsfischern ber den zulssigenPhosphatgehalt. Die Berufsfischer sehen ihre Existenzgrund-lage bedroht und die Artenvielfalt im See gefhrdet. Sie verlan-gen, den Bodensee wieder als Voralpensee einzustufen, waseine etwas hhere Phosphatkonzentration zulassen wrde, mitVerschmutzung aber nichts zu tun hat. Haben Sie als grnerMinisterprsident dazu eine Meinung? Der Bodensee ist von Natur aus ein nhrstoffarmer Voralpensee.Niemand wird ernsthaft von uns erwarten knnen, dass wir dieQualitt des Bodenseewassers mutwillig beeintrchtigen, nach-dem die Vorgngerregierung und wir es in jahrelangen Anstren-gungen geschafft haben, den See wieder annhernd in seinennatrlichen Zustand zu versetzen. Der aktuelle Phosphorgehaltdes Bodensees von 6 bis 7 mg/m ist aber immer noch deutlichhher als der natrliche Referenzzustand des Sees, den die Was-serrahmenrichtlinie als Ziel anstrebt. Wir mssen also der Fi-scherei am Bodensee auf andere Weise helfen.

    Zum Abschluss des Gesprchs wollen wir uns noch etwasSchnem widmen, denn die Urlaubszeit ist fr viele die schnste

    D e r B o d e n s e e i s t e i n m a l i g s c h n . W o i c h a b e r i m m e r w i e d e r s e h k i r c h e B i r n a u . E i n K l e i n o d o b e r s c h w b i s c h e n B a r o c k s m i t e i n e r

    10 Region im Fokus | Ministerprsident Winfried Kretschmann

  • Zeit im Jahr. Herr Ministerprsident Kretschmann, wie sehen Siedie Rolle des Tourismus als Wirtschaftsfaktor fr Baden-Wrt-temberg und den Bodensee vor allem in Bezug auf Wertschp-fung, Arbeitspltze, Infrastruktur und Lebensqualitt? Der Tourismus ist in Baden-Wrttemberg ein bedeutender undnicht wegzudenkender Wirtschaftsfaktor mit Wachstumsper-spektiven. Die Tourismuswirtschaft sichert ber 280.000 Arbeits-pltze im Land, allein im internationalen Bodenseeraum beziehenmehr als 60.000 Personen ihr Einkommen durch den Tourismus.Es wurde eine Wertschpfung von rund 7,5 Milliarden Euro er-mittelt, in der Bodenseeregion sind Einkommenseffekte von rund2 Milliarden Euro durch Tages- und bernachtungsgste zu ver-zeichnen. Das wirkt sich natrlich auch auf die Lebensqualittaus. Touristische Infrastrukturleistungen wie etwa Thermal- oderFreizeitbder, Saunen, Kurparks, Wanderwege, aber auch Mu-seen und kulturelle Veranstaltungen steigern den Freizeit- undErholungswert. Und insbesondere in lndlichen Rumen leistetder Tourismus einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen undrztlichen Versorgung und zu einem verbesserten Handels- undDienstleistungsangebot. Der Tourismus ist also ein nicht wegzu-denkender Bestandteil unserer Wirtschaftsstruktur.

    Abschlieend wrden wir Ihnen gerne noch eine persnlicheFrage stellen. Sie sind in der Nhe des Bodensees in Ober-schwaben aufgewachsen und wohnen seit 1988 in Sigmaringen.Haben Sie einen Lieblingsort/-platz am Bodensee?Der Bodensee ist einmalig schn. Da fllt es schwer einen Ort be-sonders hervorzuheben. Wo ich aber immer wieder sehr gernehinkomme, ist die Wallfahrtskirche Birnau. Ein Kleinod ober-schwbischen Barocks mit einer herrlichen Aussicht auf den See.

    Das Interview fhrte Carola Buchwald-Rhl

    Zur PersonWinfried Kretschmann wurde am 17. Mai 1948 inSpaichingen geboren und wuchs in einem libera-len, katholischen Elternhaus auf. 1975 heiratet erseine Frau Gerlinde, mit der er drei erwachseneKinder hat. Nach dem zweiten Staatsexamen1977 unterrichtete Winfried Kretschmann alsLehrer Biologie, Chemie und Ethik in Stuttgart,Esslingen, Mengen, Bad Schussenried und zuletztin Sigmaringen.Seit Studententagen politisch aktiv, grndeteKretschmann 1979 mit anderen die Grnen inBaden-Wrttemberg. Ein Jahr spter wurde erMitglied der ersten grnen Fraktion im baden-wrttembergischen Landtag. Seit dem 12. Mai2011 ist Winfried Kretschmann der erste grneMinisterprsident von Baden-Wrttemberg. Mitseiner Politik des Gehrtwerdens brachte ereinen neuen Politikstil der Offenheit und Beteili-gung in den baden-wrttembergischen Landtagund hat sich zum Ziel gesetzt, das Land kolo-gisch und sozial zu erneuern.Seit 1988 wohnt der Ministerprsident mit seinerFamilie in einem kleinen Bauernhaus in Sigma-ringen-Laiz. Am besten zur Ruhe kommt derHobby-Handwerker bei Arbeiten an seinem Hausund im Garten oder beim Wandern auf derSchwbischen Alb, wo er jeden Felsen kennt.

    V I TAWinfried Kretschmann was born on 17 May 1948in Spaichingen and grew up in a liberal Catholichousehold. In 1975 he married his wife Gerlindewith whom he has three grown-up children. Afterpassing his grammar school teaching qualifica-tion in 1977, Winfried Kretschmann held posts asa teacher of biology, chemistry and ethics inStuttgart, Esslingen, Mengen, Bad Schussenriedand finally in Sigmaringen.Politically active since his student days, Kretsch-mann co-founded The Green Party in Baden- Wrttemberg in 1979. One year later he became a member of the first parliamentary group of TheGreen Party in the Baden-Wrttemberg state par-liament. Since 12 May 2011, Winfried Kretschmannhas been the first Green Premier of Baden- Wrttemberg. With his commitment to practising a policy of being heard, he cultivates a new styleof politics based on frankness and participationand has set himself the target of implementing aprocess of ecological and social renewal.

    e h r g e r n e h i n k o m m e , i s t d i e W a l l f a h r t s - e r h e r r l i c h e n A u s s i c h t a u f d e n S e e .

    Ministerprsident Winfried Kretschmann | Region im Fokus 11

  • WIRTSCHAFTS- KONZIL 2015

    Zukunftsfhige Impulse und Modelle fr Wirtschaft, Politik

    und Gesellschaft in einem zentralen europischen Raum.

    Die mittel- und langfristigen Herausforderungen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in der internationalen Bodenseeregion und in Europa.

    30. April 2015, im Konstanzer Konzilgebude

    BODENSEE ALS MODELL

    REGION IN EUROPA

    VORANZEIGE Zahlreiche hochkartige Referentinnen und Referenten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und massgeblichen Institutionen disku-tieren dringende Zukunftsfragen und erarbeiten Lsungsanstze zur Sicherung unseres Wohlstandes.

    Das Wirtschaftskonzil wird von einer themennahen Ausstellung und einem breiten Workshop-Angebot begleitet.

    Reservieren Sie sich schon heute den Donnerstag, 30. April 2015, fr diese ganztgige Veranstaltung

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    600 JahreKonstanzerKonzil 2014 2018

  • Das Konziljubilum spannt den Bogenzur Gegenwart und Zukunft mit dem grossen internationalen Wirtschaftskonzil 2015 am 30. April 2015 im Konzilgebude in Konstanz.

    Unter dem Titel Wirtschaftskonzil ist ein Lern- und Innovationsprozess interessierter Kreise ber

    einen Zeitraum von fnf Jahren geplant. Namhafte Referentinnen und Referenten sowie

    Persnlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zieht es wie vor 600 Jahren wieder nach

    Konstanz.

    Das Konzil, das von 1414 bis 1418 in Konstanz stattfand, soll wieder aufleben. In seinem Geiste werden

    die heutigen und knftigen Herausforderungen am Beispiel der internationalen Bodenseeregion in

    einem zentralen europischen Raum gemeinsam diskutiert. Impulse und Modelle fr Wirtschaft, Politik

    und Gesellschaft werden im Geist des damaligen Konzils aufgenommen und Lsungsanstze fr

    dringende Zukunftsfragen zur Sicherung unseres Wohlstandes entwickelt.

    Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Kommission Wirtschaft der Internationalen Bodensee

    Konferenz (IBK) von den Partnern Kanton Thurgau, Kanton St.Gallen, Konzilstadt Konstanz, Land

    Baden-Wrttemberg und Stadt Konstanz in Partnerschaft mit Wirtschaftsverbnden und Institutionen

    organisiert.

    Weitere Wirtschaftskonzile sollen in den Jahren 2016 und 2017 folgen.

    Weitere Informationen stehen Ihnen auf unserer Internetseite

    www.wirtschaftskonzil.org zur Verfgung.

    Causa unionisZusammenarbeit

    Causa reformationisReformen

    Causa fideiKonkretisierung

  • 30 JahreDAS GANZE IST MEHR ALS DIE SUMME SEINER TEILE

    Das hier abgebildete Puzzle ist ein Geschenk der Oberschwaben Tourismus GmbH an das Bodensee Magazin.

  • Am 17. Juli 2014 lud

    Labhard Medien zur groen Geburts-tagsfeier auf die Insel Mainau ein.

    Es galt 30 Jahre Bodensee Magazin zu feiern. Nachmittags fand zu-

    nchst ein Bodensee Salongesprchstatt, bei dem 120 Gste den Bodenseetourismus

    der letzten Jahre Revue passieren lieen. Thema des Salongesprchs war

    Image und Wahrnehmung der Destination Bodensee Tourismusmarketing

    im Wandel der Zeit.

  • Vor dem gemeinsamen Abendessen der inzwischen auf 150 Personen angewachsenen Gsteschar,alles Aktivposten des Bodenseetourismus erinnerte Grfin Bettina in der neuen Comturey an die Ent-stehungsgeschichte des Bodensee Magazins, das 1985 von Graf Lennart und Grfin Sonja sowie vonChefredakteur Frank Siegfried gegrndet wurde. Zu guter Letzt wurde dann auch noch getanzt. Allehatten eine schne Betriebsfeier der Abteilung Marketing, Kommunikation und Vertrieb des Unter-nehmens Bodensee, wie diese Veranstaltung im Laufe des langen Abends dann genannt wurde

    Es istunbedingt

    notwendig, verkrustete Strukturen zu ersetzen und sich dem Drngen des Marktes

    mit neuen Organisationsformen zu stellen.

    Rudolf Landwehr, 1996

    Was aber ist Tourismus?Wenn eine Zeitschrift 30 Jahre lang erscheint, ist das nichtwenig. Fr eine Zeitschrift mit Wettbewerb, mit Nachahmern undheute im Wettstreit mit den neuen Medien sowieso und im Um-feld eines von politischen Interessen geleiteten Bodenseetouris-mus ganz bestimmt. Wenn man ein erfolgreiches Magazin machen will, dann muss man sich mit dem Umfeld vertrautmachen, in dem man agiert. Verstndigen wir uns also zunchstdarber, was Tourismus eigentlich ist. Der Tourismus ist eine

    der grten Branchen weltweit. Im ,,Autoland" Deutschland ar-beiten mehr Menschen im Tourismus als in der Automobilindus-trie. Tourismus erfllt eine gesellschaftliche Aufgabe: Alle, diefr und mit Gsten etwas tun, erfllen eine Aufgabe, die gesell-schaftlich bedeutsam ist. Es geht darum, den Menschen Erho-lung von all den Zumutungen, denen sie in der Arbeits- und Le-benswelt ausgesetzt sind, zu ermglichen. Und da leisten auchwir unseren Beitrag.

    16 Region im Fokus | 30 Jahre Bodensee Magazin

  • Ende der 90er Jahre darum, dem am Abgrund einerKrise sich befindlichen Bodenseetourismus mal einige

    Wahrheiten ins Stammbuch zu schreiben. In einerFocus-Umfrage stellte sich heraus, dass auf dieFrage In welche deutsche Urlaubsregion wrden

    Sie am liebsten fahren?, der Bodensee mit 1,8% an letz-ter Stelle stand. Im Rechenschaftsbericht des IBV fr das

    Jahr 1996 hie es: Es kam in allen Mitgliedsregionen des IBV zuNchtigungsrckgngen. Und der damalige Prsident des IBV,Rudolf Landwehr, sagte: Es ist unbedingt notwendig, verkrusteteStrukturen zu ersetzen und sich dem Drngen des Marktes mitneuen Organisationsformen zu stellen. Natrlich bezog die Initiative Marke Bodensee politische Prgel. 1998 schrieb ich in der Publikation der Marke BodenseeBodensee Dialog (1/Seite 10): Uns geht es darum, die Defiziteaber auch die Chancen am Bodensee klar und deutlich heraus-

    Der Tourismus dient dem Kennenlernen unterschied-licher Kulturen und hat dadurch im weitesten Sinne mitVlkerverstndigung zu tun. Er erweitert Wissen undgeistige Horizonte. Tourismus schafft regionale In-frastruktur, gestaltet Umwelt und Lebensqualitt,auch fr die Einheimischen. Tourismus ist ein be-trchtlicher Wirtschaftsfaktor, wie die Studie von IHK, VTWB undIBT eindrucksvoll unterstreicht (siehe auch Seite 68 ff).Tourismus ist keine Nebensache und in einer Ferienregion wiedem Bodensee schon gar nicht. Aber vielleicht haben es Ferien-regionen schwerer entsprechend wertgeschtzt zu werden, alssolche Regionen, die sich erst noch positionieren mssen. Undwenn immer noch darber geklagt wird, das touristische Imageder Bodenseeregion schade dem Wirtschaftsstandort Bodensee,dann zeigt dies die Ahnungslosigkeit und Inkompetenz derer, diedies behaupten.

    Bodensee Magazin und Marke BodenseeDas Image des Bodensees hat sich vielfach gewandelt. LangeZeit galt der Bodensee nach dem 2. Weltkrieg als das Italien frArme fr die, die es sich nicht leisten konnten, ber die Alpennach Bella Italia zu fahren. Schwbisches Nizza, deutsche Ri-viera, Toast Hawai der Glanz etablierter Tourismusregionenoder scheinbar weltlufiger gastronomischer Angebote sollte dieAttraktvitt der Bodenseeregion steigern.Bei Grndung des Bodensee Magazins 1985 war es der Plan, dasBodensee Magazin quasi als ,,Zentralorgan des Bodenseetou-rismus" zu positionieren. Zum Glck wurde nichts daraus. Dennso ist das Bodensee Magazin, damals wie heute, ein unabhngi-ges Magazin, allein den Leserinnen und Lesern und seinen Kun-den verpflichtet. Konsequenz, Kreativitt, Qualitt und touristische Kompetenzwerden dem Bodensee Magazin selbst von seinen Wettbewer-bern bescheinigt. Von seinen Leserinnen und Lesern und vonseinen Werbepartnern sowieso.Ende der 90er Jahre haben das Team vom Bodensee Magazin,die Meersburger Agentur Schindler Parent sowie Frank Siegfrieddie Initiative Marke Bodensee ins Leben gerufen. Uns ging es

    zuarbeiten. Unsere Kritik betrifft die Realitt. Sie hat nichts mitpersnlichen Angriffen gegenber denjenigen zu tun, die sich frden Tourismus bisher engagierten und heute engagieren. Wirwollen auch nicht die Macht der Tourismusverbnde beschnei-den, zur IBT GmbH in Konkurrenz treten; wir wollen, dass dieseschlagkrftig und politisch erfolgreich fr diese Region agiert undneue Mittel fr einen erfolgreichen Tourismus akquiriert. Frag-wrdig finden wir es aber, wenn statt Koordination und Koopera-tion Unterordnung und Einordnung gefordert werden, wennkreatives Nachdenken und neue Formen unternehmerischer Ko-operationen im Tourismus misstrauisch beugt oder gar be-kmpft werden. Fragwrdig auch, wenn die Politik, die ja durchdie von ihr gesetzten Rahmenbedingungen an den Problemen desBodenseetourismus nicht gerade unschuldig ist, einen politi-schen, inhaltlichen oder auch organisatorischen Fhrungsan-spruch postuliert. Fhrung muss durch Kompetenz immer wie-der neu unter Beweis gestellt werden. Die Teilnehmerinnen undTeilnehmer des Bodensee Salongesprchs konnten sich des Ein-drucks nicht erwehren, dass diese, vor 16 Jahren getroffene Aus-sage, leider irgendwie immer noch sehr aktuell klingt.

    30 Jahre Bodensee Magazin | Region im Fokus 17

  • Der Bodensee Vom Besseren MehrTrotz solcher Hemmnisse und getragen von den touristischenUnternehmen der Region sowie den zahlreichen engagiertenund qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Tourist-Informationen rund um den See, ist der Bodensee einemoderne, eine der attraktivsten Tourismusregionen, nicht nur inDeutschland, sondern weltweit geworden. Das wirklich Beson-dere ist, dass der Bodensee eine solche Fulle an Freizeit- undUrlaubsangeboten hat, dass schon seit Jahren eine der gelu-figsten und glaubwurdigsten Werbespruche lautet Der See dertausend Mglichkeiten.Was aber macht den Bodensee aus? Natrlich ist es das Wasser!Das Wasser ist das wichtigste und kostbarste Lebensmittel derMenschen es ist das Wasser, das die Menschen mit dem Bo-densee emotional zusammenbringt und sie immer wieder hier-her fhrt. Wasser kann kalt und warm sein, angenehm und zer-strerisch, es kennt keine Grenzen, wir knnen im See baden,wir knnen sein Wasser trinken. Es fahren Schiffe darauf und esleben Fische darin. Es bestimmt unser Klima im Sommer eben-so wie im Winter. Es lsst Wein und Obst wachsen. Der Blick aufden See verspricht Weite und Inspiration. Das Wasser hat unsereLandschaft geschaffen. Wasser hat Kraft, das weiche Wasserbricht den Stein ... Dieses Wasser, dieser See, diese Kraft be-stimmt unser Leben. Die grenzenlose Vielfalt des Bodensees hatdarin ihren wirklichen Ursprung. Diese Vielfalt beflgelt die Men-schen und motiviert sie, ob sie nun hier leben oder hier Urlaubmachen. Hier ist man schon auf der besseren Seite des Lebensund hat von diesem Besseren sogar mehr als andere Regionen.Deshalb sagen wir vom Bodensee Magazin: Bodensee. VomBesseren Mehr". Unsere Bodensee Magazine erzhlen von die-sem besseren Meer.

    Bodensee Magazin und Vierlnderregion BodenseeDas Bodensee Magazin hat immer den Zusatz internationalund hat den See immer international prsentiert. Deutschland,sterreich, die Schweiz und auch Liechtenstein. In dieser inter-nationalen Tourismusregion zu arbeiten, ist ein besonderesGlck. Denn hier verbinden sich unterschiedliche Kulturen miteiner vielfltigen und ziemlich intakten Naturlandschaft, Tradi-tion und Moderne, Erlebnis und Ruhe und in besonderem Maeagieren hier innovative touristische Unternehmen. Das BodenseeMagazin prsentiert seit 30 Jahren die internationale Bodensee-region in ihrer schier unbegrenzten Vielfalt als Einheit, als ein-heitlichen Erlebnisraum.Das Bodensee Magazin war vielfach Schrittmacher fr Neues.Das Thema Winter haben wir bereits im Jahr 1991 aufgegriffen.Dem Thema kologie haben wir uns 1994 und 1995 jeweils miteinem Sonderheft Natur gewidmet und dann die Thematik ins Heftintegriert. 2006 haben sich der Fotograf Achim Mende und dasBodensee Magazin gegenseitig entdeckt. Magazinthemen und Bil-derstrecken (auch in Zusammenarbeit mit anderen Fotografen)haben das Gesicht des Bodensee Magazins grndlich verndert.

    Reisefhrer und GeschichtenerzhlerDas Bodensee Magazin ist und bleibt der jhrlich aktualisierteReisefhrer fr die internationale Bodenseeregion. Damit unter-scheidet sich das Bodensee Magazin deutlich von anderen Rei-sefhrern und Reisemagazinen, die oft bei Erscheinen schonwieder veraltet sind. Und wir erzhlen Geschichten vom Boden-see, bercksichtigen dabei auch die scheinbar kleinen und we-niger prominenten Mglichkeiten, den See umfassend zu entde-cken, bis hin zu unseren Geheimtipps. Das macht auch insofernSinn, weil unsere Leserinnen und Leser lnger (ca. 10 Tage) amSee bleiben und sehr neugierig sind.

    18 Region im Fokus | 30 Jahre Bodensee Magazin

  • Die Produktfamilie Bodensee MagazinIn den letzten 20 Jahren hat das Team von Labhard Medien umdas Bodensee Magazin herum eine ganze Produktfamilie ent -wickelt, die verschiedene Printtitel umfasst, aber auch das In-ternet und Events. Neben dem groen touristischen Jahresma-gazin erscheinen zahlreiche Magazine mit Spezialthemen (z.B.Kirchen, Klster und Konzil) oder regional bezogene Titel (z.B.Schweiz, oder Oberschwaben). Es gibt mit dem Bodensee Maga-zin aktuell ein aktuelles Zeitungsformat. Es gibt das BodenseeMagazin in den Sprachen englisch, franzsisch und italienischund vielleicht sogar bald in russisch. Und es gibt das Wirt-schaftsmagazin Bodensee. Alle Magazine (auch die aus unseremVerlagsbro in Dresden die Produktfamilie Sachsen Magazin)finden sich unter www.labhard.de.

    Print wirkt mehr denn jeIm Bereich der Kommunikation gibt es fr uns keine Verabsolu-tierungen und keine Trennungen zwischen Print, Internet unddem persnlichen Gesprch. Bodensee Magazin" ist eine Marke,die sich aus verschiedenen Kanlen der Kommunikation zusam-mensetzt, wobei gerade das persnliche Gesprch die Kr in derKommunikation darstellt. Hier sprechen wir miteinander undschauen uns dabei an.Das Bodensee Magazin ist als Printtitel erfolgreich, weil die intel-ligenten, die anspruchsvollen Konsumenten Medien haben wollen,fr die sie sich Zeit nehmen drfen. In dem Moment, in dem be-drucktes Papier nicht mehr allein unseren Informationsalltag be-stimmt, wird Papier noch viel interessanter. Es entwickelt sichzum Luxusgegenstand. Luxus verstanden als Zeit und Mue. Auch die Glaubwrdigkeit ist in Printprodukten wie dem Boden-see Magazin wesentlich hher als im lnternet, denn was ge-druckt ist, ist gedruckt, da mssen sich die Autoren dafr dann

    auch verantworten und knnen nicht einfach den ,,Lschen-Knopf" drcken. Zeitschriften sind das Vertrauensmedium Nr. 1,auch wenn es um Werbung geht. Auch deshalb, weil das Werbe-medium Print kein berwachungsmedium ist (siehe dazu auchWirtschaftsmagazin Bodensee 2014).Magazine, Zeitungen und Zeitschriften haben den Vorteil, dassder Leser auf Themen stt, die er gar nicht gesucht hat, die ihnberraschen, die ihn schlauer machen. Wer immer nur nachdem sucht, was er selbst sich ausdenkt mal zu suchen, verlerntes mit der Zeit, ber den eigenen Tellerrand zu schauen, ver-passt neue Entwicklungen und neue Erkenntnisse. Die Zeit-schriftennutzung ist exklusiv, ohne Ablenkung und von beachtli-cher Dauer. Und das liegt nicht nur am betrchtlichen Umfangdes Bodensee Magazins. Der leider viel zu frh verstorbeneFrank Schirrmacher hat dazu einmal gesagt: In welchem Zu-stand, in welchem Operationsmodus befindet sich das Hirn, dasich erreichen will? Es befindet sich biophysikalisch in einem an-deren Zustand, wenn es online ist, als wenn es auf Papier liest.Das ist auch fr Werbung hoch bedeutend. Will ich das a prioriberforderte, abgelenkte Hirn erreichen oder das, das im Modusder Konzentration operiert?Reiseentscheidungen, zumindest einer anspruchsvollen Klientel,hngen stark vom Image einer Region ab. Und Image wird vorallem von guten Printmedien geschaffen. Selbst Online-Buchergreifen gerne in Ruhe zu Print, bevor sie buchen. Eine Reisebu-chung geschieht selten ad hoc. Man schmkert auf dem Sofa,trumt vom Urlaub, tauscht sich mit der Familie aus. Hierfrsind Printtitel nach wie vor ein fantastisches Medium. Allerdings,und das ist unsere wichtigste Erkenntnis: Leserinnen und Leserwollen nicht mit Oberflchlichkeiten, wie man sie in zusammen-geschusterten Reisemagazinen oft findet, abgespeist werden.

    Thomas Willauer

    Es ist das Wasser, das die Menschen mit dem Bodensee emotional zusammenbringt und sie immer wieder hierher fhrt.

    30 Jahre Bodensee Magazin | Region im Fokus 19

  • REALITT& UTOPIE

    DAS LUFTSCHIFF ALS WELTIDEE

    Die brennende Hindenburg am Ankermast von Lakehurst markierte 1937 dasEnde der groen Zeppelin-Starrluftschiffe. Sptestens nach der Ausmusterungder letzten Prallluftschiffe aus den Diensten der amerikanischen Marine 1961schien es, dass die Luftschiffe endgltig auf dem Abstellgleis der Geschichteangekommen waren. Nur ganz vereinzelt tauchten sie noch als Reklametrgeram Himmel auf, die Menschen am Boden freuten sich und winkten ihnen nach,erinnerten sie doch nostalgisch an eine langsam versinkende Epoche.

    Frank Tinsley, Atoms for peace atombetriebenes Luftschiff als Botschafter fr die friedliche Nutzung der Atomkraft, 1955(Bildnachweis: Lighter-Than-Air Society Collection/University of Akron Archives)

  • Abgesehen davon, dass es bis heute Luftschiffe gibt, dievor allem fr Werbe- und Forschungszwecke ihre wirt-schaftliche und technologische Nische gefundenhaben, war das Luftschiff als Projekt, als Idee und Uto-pie nie aus den Kpfen und von den Konstruktionstischen der In-genieure und luftfahrtbegeisterten Laien verschwunden.Die neue Dauerausstellung des Zeppelin Museums widmet die-sen sehr unterschiedlichen Erfindern nun einen eigenen Be-reich. Am Ende des Rundgangs zur Luftschiffgeschichte, vordem bergang zur Kunstabteilung mit den Zeppelin-Schwr-men von Hctor Zamora, sind niemals verwirklichte Luftschiff-projekte zu bestaunen zu bestaunen, weil sie manchmal so ab-surd und grenwahnsinnig wirken, dass man ihre Ernsthaftig-

    keit zu Recht in Zweifel ziehen kann, dann wieder so anrhrendund poetisch anmutend, dass man wnscht, sie seien Wirklich-keit geworden. Im Ausstellungsrundgang schliet sich hier einKreis, der mit frhen Luftfahrtpionieren wie den Brdern Mont-golfire, Henri Giffard oder Otto Lilienthal begann.Die Projekte spiegeln die politische, militrische und technischeVorstellung ihrer Zeit wider. Sie zeugen von der Begeisterung freine Idee, vom Wunsch, die Welt durch Technik zu verbessern.Manche Plne waren von Anfang an als Utopien gedacht undweisen ber technische Fragen der Machbarkeit hinaus. Sie zei-gen uns einen individuellen Blick auf die Welt und bewegen sichwie selbstverstndlich zwischen Technik und Kunst, Realitt undUtopie.

  • Endlos Schweben mit Reaktorantrieb Atomluftschiffe Die Verfechter von zivilen und militrischen Groluftschiffen inden 1950er- und 60er-Jahren sahen im Atomantrieb eine Recht-fertigung fr die Weiterentwicklung ihrer Ideen. Denn im Gegen-satz zu Flugzeugen seien Luft schiffe in der Lage, das Gewichtder Reaktoren und Betonabschirmung zu tragen. Das atombe-triebene Passagierluftschiff des amerikanischen Comiczeich-ners Frank Tinsley fand auch Verbreitung in der Fachliteratur.Seine Konstruktion sah ein rund 350 m langes Luftschiff vor, indessen Mitte sich der von einem Schutzschild umgebene Atom-reaktor befand. Die Passagiere sollten den Atomantrieb voneiner Galerie aus gefahrlos betrachten knnen.Luftschifffachleute empfahlen den Einsatz von atombetriebenenGro luftschiffen zur permanenten Luftraumberwachung. ImGegensatz zu U-Booten und Schiffen wurden aber niemalsAtomluftschiffe gebaut. Die Mglichkeiten der Entwicklung vongeeigneten Reaktoren wurden weit berschtzt. Von den Gefah-ren und Risiken der Atomenergie und den Folgen radioaktiverStrahlung war zunchst wenig die Rede. Der Umgang damit warvon Sorglosigkeit und Vertrauen in die Technik geprgt. Heuteerscheinen angesichts verschiedener Reaktorkatastrophen undungelster Entsorgungsprobleme solche Vorstellungen naiv undbedrohlich zugleich.

    Gro, grer am grtenEin Problem, das dem Prinzip Luftschiff vielleicht immanent istund mit dem sich Ingenieure und Erfinder immer wieder ber-forderten, waren die schiere Gre und Komplexitt ihrer Pro-jekte. Der Blick fr das wirtschaftlich Machbare und konomischSinnvolle fehlte dabei genauso oft wie Lsungen fr technischeund infrastrukturelle Probleme.Ein besonders unrealistisches Projekt schlug der Ingenieur HansTnnes in den 70er-Jahren vor: ein Luftschiff mit einer Lngevon 500 Metern und einem Durchmesser von 85 Metern fr 890Passagiere und 160 Tonnen Fracht. Die Werft des Luftschiffeswollte er bei Sigmaringen errichten. Hier sollte eine Bauhallevon 800 Metern Lnge entstehen.

    Virtual technology, virtual economySchlagzeilen machte Ende der 1990er Jahre das CargoLifter-Pro-jekt, das in Brand, etwa 70 km sdstlich von Berlin, auf dem Ge-lnde eines ehemaligen Militrflugplatzes entstehen sollte. Dasheliumgefllte Kielluftschiff CL 160 sollte Schwerlasten bis zu 160Tonnen ber weite Strecken auch in entlegene und unwegsameGegenden der Welt transportieren und diese, ohne landen zu ms-sen, dort absetzen. Das neue umweltschonende Transportsystemrief Begeisterung hervor und ermutigte Investoren und hundertevon Kleinanlegern zum Kauf von CargoLifter-Aktien. Vermarktet

    Animation des CargoLifters (Archivder Luftschiffbau Zeppelin GmbH)

    Helium-Horse genanntes Luftschiffprojekt aus den USA,1970er-Jahre

    Hybridluftschiff Megalifter, 200 m lang, 1970er Jahre, USA

    22 Region im Fokus | Zeppelin Realitt & Utopie

  • und verkauft wurde aber vor allem eine Idee von wegweisenderSpitzentechnologie geschickt verknpft mit Reminiszenzen andie Luftschiffhistorie und hohen Werten und Zielen. Gebaut wurdejedoch nie auch nur ein Teil des Luftschiffes.

    Gustav Mesmer kleiner Flugverkehr von Dorf zu Dorf Gustav Mesmer befasste sich seit den 1930er-Jahren mit der Er-findung und Konstruktion von Schwingen-Flgeln, muskelbetrie-benen Flugapparaten und seinem Hauptforschungsgebiet, demFlugfahrrad. In Gustav Mesmers Werk tauchen immer wiederZeppelinformen auf. Die mit Heiluft gefllten Krper sorgen frden Auftrieb des Flugfahrrads. Im Dsenflugzeitalter trumte erdavon, sich aus eigener Kraft in die Lfte zu erheben und machtesich Gedanken ber einen kleinen Flugverkehr von Dorf zu Dorf.Im Gegensatz zu den vielen Luftschifferfindern, die gro dachtenund an den Ideen des Langstrecken- und Schwerlastluftschiffsfesthielten, erfand Mesmer Luftfahrzeuge, die in seine Welt daslndlich geprgte Oberschwaben und die Schwbische Alb passten. Verstndlich und logisch, dass die Grundlage seiner

    Flugapparate ein einfaches Fahrrad war, ein Fortbewegungsmit-tel, das allen zur Verfgung stand.Durch eine persnliche Lebenskrise 1929 mit der Diagnose Schi-zophrenie in die Psychiatrie eingewiesen, verbrachte Mesmertrotz intensiver Bitten um Entlassung in ein selbstbestimmtesLeben die folgenden 35 Jahre seines Lebens in den psychiatri-schen Anstalten Bad Schussenried und Weissenau. Seine Ent-wrfe sind somit sicher auch Fluchten in den freien Raum.Nach seiner Entlassung 1964 konnte er seinem Erfindungsreich-tum und seiner Kreativitt in einer eigenen Werkstatt in Butten-hausen freien Lauf lassen. Hier baute er Modelle und Flugrder,mit denen er in der Gegend herumfuhr, ohne jemals abzuheben.Dennoch ist er kein gescheiterter Erfinder. Seine Lebensleistungbesteht darin, Zwnge und Beschrnkungen zu berwinden undzu zeigen, dass der Traum des freien Fluges sich im Leben er-fllen kann. In den 1990er Jahren erlebte Mesmer noch ersteAusstellungen seiner Werke, auf der Weltausstellung in Sevilla,in Lausanne, aber auch in seiner Heimat.

    Sabine Mcke

    Modell des Tnnes-LuftschiffsDieser neuartige, bionische Luft-schifftyp wurde von Ulrich Queckund Wilhelm Schmidt 1968 in derDDR beschrieben.

    Gustav Mesmer Flugradbauerund Ikarus vom Lautertal, Foto: Stefan Hartmaier

    Mehr zum Thema Zeppelin gibt esim 96-seitigen Bodensee MagazinSpezial Zeppelin Museum Fried-richshafen, das die historischwichtigsten und emotional auf -regendsten Geschichten aus demMuseum aufgreift. Erhltlich fr5,90 Euro zzgl. Versandkostenunter www.labhard.de oder direktim Zeppelin Museum.

    Zeppelin Realitt & Utopie | Region im Fokus 23

  • Die Stadtwerke Konstanz haben sich in den vergangenenJahren sehr erfolgreich entwickelt. Die Aufgabenfelder habensich verndert und erweitert. Was tun Sie genau?Kuno Werner: Unsere Bereiche in der Geschftsfhrung sindaufgeteilt. Mein Aufgabenbereich ist vor allem das Thema Ener-gieversorgung. Das ist zwischenzeitlich sehr vielfltig gewordenund in weiten Bereichen staatlich reguliert. Heute mssen wirzur Bundesnetzagentur gehen und unsere Kalkulationen frStrom und Gas im Detail vorlegen. Unsere Einflussnahme aufdie Preise betrgt gerade mal noch 25 Prozent. Alles andere wirddurch Steuern und Abgaben fixiert.

    Welche Gestaltungsmglichkeiten bleiben da noch?KW: Unsere Wettbewerbssituation knnen wir vor allem durchunsere Unternehmensstruktur gestalten, insbesondere im Be-reich der Fixkosten, da wir einige Unternehmensbereiche, so z.B.die Buchhaltung oder das Personalwesen fr mehrere Unter-nehmensteile der Stadtwerke nutzen knnen. Neben dem Gas-und Stromvertrieb ist das vor allem der Bereich der Energienet-ze, die von uns gebaut, gewartet und betrieben werden. DieNetze mssen wir allen Anbietern zur Verfgung stellen. Hinzukommt der Bereich der Wasserversorgung. Mit diesen klassi-schen Bereichen der Daseinsvorsorge verdienen wir trotz der ge-nannten Rahmenbedingungen immer noch so viel, dass wir inden einzelnen Unternehmensbereichen die jeweils notwendigenInvestitionen vornehmen knnen.

    Sie brauchen aber sicherlich Wachstums- und Entwicklungsop-tionen, mit denen Sie Verbesserungen im Betriebsergebnisschaffen knnen?KW: Wir haben zwei wachstumsorientierte Bereiche im Fokus.Ein Bereich ist der Energieservice, d.h. die dezentrale Energie-gewinnung ber Blockheizkraftwerke, Kraftwrmekopplung und

    der Aufbau von Nahwrmeinseln. Durch den Wegfall der groenStromerzeuger z.B. Strom aus Atomenergie steigt fr diesedezentrale Energiegewinnung die Nachfrage bei Firmen undWohnungsbaugesellschaften. Hier gibt es ein groes Wachs-tumspotenzial. Zweiter Bereich ist die Breitbandversorgung. FrUnternehmen hat das allererste Prioritt, noch vor der Straen-anbindung. Wir arbeiten seit mehreren Jahren an diesem Themaauf Basis eines Masterplanes. Das Industriegebiet im Stromey-ersdorf z.B. ist bereits mit Glasfaserkabeln ausgestattet, auchneue Wohngebiete werden angeschlossen. Wenn ich das alleszusammenfasse, dann fllt mir kein besseres Schlagwort ein,als das, dass die Stadtwerke fr das Infrastrukturherz der StadtKonstanz zustndig sind.

    Herr Reuter, Sie sind seit Anfang des Jahres 2014 Geschfts-fhrer und haben auch einen sehr vielfltigen Arbeitsbereich.Dr. Norbert Reuter: Ja, Mobilitt und Freizeit. Und da will ichgleich zu Anfang sagen: Unsere Herausforderung ist, dass alleProdukte und Angebote aus diesen Bereichen eines gemeinsamhaben: Sie entstehen meist sofort mit dem Kauf durch die Kun-den, an 365 Tagen und dies rundum die Uhr. Sie knnen nichterst eine Qualittskontrolle durchlaufen. Sie mssen funktionie-ren. Denken Sie nur an die Fhre oder den Stadtbus.

    Mit den Stadtbussen fuhren 2013 ber 12 Millionen Fahrgste.Eine beeindruckende Zahl.NR: Unsere Stadtbusse fahren seit 1927. Heute fahren sie mitjhrlichen Zuwachsraten, die weit ber dem Bundesdurchschnittliegen. Dafr gibt es verschiedene Grnde. Wir verzeichnen einBevlkerungswachstum der Stadt, welches durch die geplanteAusweisung neuer Baugebiete weiter ansteigen wird. Und wennes wenig Parkraum gibt, dann setzen die Menschen auf Alterna-tiven in der Mobilitt. Gleichzeitig mssen wir von uns aus den

    DER STADT KONSTANZINTERVIEW MIT DER DOPPELSPITZE DER STADTWERKE KONSTANZ

    DAS INFRASTRUKTURHERZ

    Die Stadtwerke Konstanz werden gerne als der Konzern bezeichnet, der nicht nur vielfltige Geschftsfel-der hat, sondern auch noch gewinnbringend fr die Stadt Konstanz arbeitet. Wir sprachen mit Kuno Werner,seit vielen Jahren Sprecher der Geschftsfhrung. Mit ihm bildet Dr. Norbert Reuter, seit Januar 2014 Ge-schftsfhrer bei den Stadtwerken, eine Doppelspitze. Das Gesprch fhrte Thomas Willauer.

    von links: Thomas Willauer, Kuno Werner, Dr. Norbert Reuter

    24 Region im Fokus | Stadtwerke Konstanz Gmbh

  • Mobilittswandel vorantreiben und die Attraktivitt der unter-schiedlichen Verkehrstrger erhhen. So haben wir gerade einenAnhngerzug bei den Stadtbussen ausprobiert. Wir haben da einDrittel mehr Kapazitt als im Gelenkbus und sind viel mobiler. Wirplanen eine Einfhrung ab dem Jahr 2015. Auch beim Fhrebe-trieb hat sich viel verndert. Bereits ab Ende Mrz 2014 musstenwir mit dem Schnellkurs beginnen. Statt vier Schiffen fuhren fnfund dann sechs Schiffe. Das lag einmal am schnen Wetter imFrhling. Aber auch hier verzeichnen wir eine Entwicklung, dassder Verkehr zunimmt. Darauf mssen wir reagieren. Wir wollenein neues Fhrschiff auf den See bringen, in der Grenordnungder LODI, das ab 2017 fahren soll. Dies erhht die Ladekapazittund verkrzt die Wartezeit. So mssen wir nicht so schnell weitereFhren in Einsatz bringen. Wartezeiten knnen weiter reduziertwerden. Auerdem reduzieren moderne Antriebe die Energiekos-ten. Ferner wollen wir die Bezahlmodalitten mit Hilfe elektroni-scher Bezahlsysteme optimieren.

    Sie haben ja auch noch ganz schmucke Tchter in Ihrem Un-ternehmen.NR: Natrlich. Die Bodensee Schiffbetriebe (BSB) mit 12 Aus-flugsschiffen und die Fhrverbindung Friedrichshafen-Romans -horn gemeinsam mit den Schweizer Kollegen der SBS. Die B-dergesellschaft mit der Therme, aber auch den Schwimmb-dern, die fr Schulen und Sport ebenso zur Verfgung stehen,wie fr die aktive Freizeitgestaltung. Die Bodensee-Hafen-Gesellschaft besitzt zahlreiche Hfen und Grundstcke, die sieerfolgreich vermarktet. Bei der Katamaran Reederei Bodenseesind wir zu 50% beteiligt. Der Katamaran hat 2014 eine sehr guteEntwicklung und wird voraussichtlich mit ber 460.000 Fahrgs-ten einen neuen Fahrgastrekord erreichen. Das Defizit von ur-sprnglich einer Million Euro hat sich auf rd. 400.000 Euro unddamit fr uns auf 200.000 Euro reduziert.

    Mit dieser Vielfalt Ihres Portfolios, knnen Sie unter demDach der Stadtwerke die Gesamtentwicklung so steuern, dassBereiche der Daseinsvorsorge, die nicht immer gewinnbrin-gend sind, und hoch profitable Bereiche ausgeglichen entwick-elt werden knnen. Wie schwierig ist das?KW: Ja, wir sind da in einer guten Situation, die aber auch sehrverantwortlich gefhrt werden muss. Wir haben mit der Stadteinen Zielkatalog vereinbart. Dieser ist ffentlich. Ziel ist es, 1,5Millionen Euro fr die Stadt jhrlich zu erwirtschaften. Unser Ge-sellschafter Stadt Konstanz handelte und handelt sehr klug. Ent-scheidend war, die Stadtwerke nicht zu veruern, sondern alskommunales Unternehmen bestehen zu lassen. Klug ist es auch,dass man uns die Luft fr die notwendigen Investitionen lsst, so-

    dass wir unser Angebot stndig verbessern knnen. Auch in denBereichen, in denen es keinen unmittelbaren Return on Invest gibtund damit vor allem die Daseinsvorsorge im Fokus haben.NR: Kommunalwirtschaftlicher Zielkatalog, Gesellschaftsvertragund Geschftsordnung sind die Grundlagen unserer Arbeit. DerAufsichtsrat verfolgt die strategische Ausrichtung des Unterneh-mens. Der Geschftsfhrung ist die operative Ttigkeit zugeordnet.Das wird von allen konsequent durchgehalten. Es ist sicher nichteinfach, die Unternehmensbereiche auszubalancieren, zwischendenen, die Profit bringen und denen die eben als wichtige Ma-nahmen der Daseinsvorsorge Kosten produzieren. Hier ist einemittelfristige Sichtweise notwendig. Statt Shareholder Value giltbei uns der Citizen Value.

    Eine hnliche Problematik stellt sich, da Sie ja auch ein wirklichgroes Tourismusunternehmen sind, im Verhltnis von Ein-heimischen und Gsten.NR: Das ist so. Klassisches Beispiel. Es gab ja die Frage, warumman fr 30 Millionen eine Therme fr Schweizer und Touristenbaut. Heute kommen 54% der Gste aus Konstanz. Der Tourismusleistet somit Wesentliches zu Infrastruktur und Lebensqualitt inder Region. Und auch wenn wir im Bderbereich keine Kostende-ckung erzielen, so erhht dieses Angebot die Attraktivitt der Stadt.Sie wchst, es kommen qualifizierte Fachkrfte nach Konstanz.Die hier gerne lebenden Menschen geben dann an anderer Stelleder Stadt wieder Geld zurck, z.B. ber die Einkommenssteuer.

    Noch ein kurzer Ausblick: Was soll werden?NR: Wir werden alle unsere Produkte und Angebote weiter pro-fessionalisieren, weiter in der Qualitt steigern. Das gilt fr dieBSB, z.B. im Bereich des gastronomischen Angebots, fr dieBusse, die der Gast sauber, pnktlich und freundlich erlebensoll, ebenso wie fr die Bder. Hier sage ich immer: Wenn einGast die Therme verlsst, muss sich das anfhlen wie nach zweiTagen Erholungsurlaub.KW: Auerdem mssen wir daran arbeiten, die Region Kon-stanz/Kreuzlingen weiter aufzuwerten. Diese beiden Stdte sindeng verflochten und da kann man aus meiner Sicht vieles ge-meinsam planen und gegenseitige Angebote entwickeln, zumBeispiel gemeinsame Aktivitten und Angebote im Telekommu-nikations-Bereich. Zudem werden wir die Themen dezentraleEnergieversorgung und Aufbau innovativer Netzstrukturen imStrombereich unter Bercksichtigung der politischen Zielset-zungen zur Energiewende weiter verfolgen. Der Grundsatz istnatrlich auch hier, dass diese Themen nachhaltig und wirt-schaftlich erreicht werden.

    www.stadtwerke.konstanz.de

  • ZUKUNFTSWEISENDE SANITRTECHNIK FR

    Geberit zeigt mit der Trendstudie wie gesellschaftliche Strmungen die Badgestaltung beeinflussen

    DAS BADVON MORGEN

    26 Region im Fokus | Geberit Vertriebs Gmbh

  • Das Unternehmen Geberit steht seitjeher fr innovative Produktlsungen imBereich Sanitrtechnik. Ob es vor 50Jahren mit dem Unterputz-Splkastenden Grundstein fr eine moderne Bad -gestaltung gelegt hat oder aktuell im Be-griff ist, mit den AquaClean Dusch-WCsneue Hygienestandards zu etablieren:Ein Erfolgsrezept fr zukunftsweisendeBadprodukte ist es, aktuelle gesell-schaftliche Entwicklungen zu kennen.Wie sogenannte Megatrends die Anfor-derungen an die Badezimmerausstat-tung beeinflussen und wie sich Sanitr-produkte in Komfort, Hygiene und Bar-rierefreiheit auf moderne Lebensentwr-fe abstimmen lassen, diesen Fragen sinddie Trendforscher des ZukunftsinstitutsFrankfurt nachgegangen. Sie haben imAuftrag von Geberit eine Trendstudiezum Thema Krperbewusstsein und Hygiene im Wandel erarbeitet.

    Unaufdringliches Design gepaart mit hoher Funktionalitt:Ein Fingertipp auf die plane Oberflche aus gebrstetemAluminium oder Glas gengt, schon lst die Splung aus.

    (von oben) Saubere Sache: Zu den tglichen Hygiene-routinen gehrt auch das Hndewaschen nach dem Toilettengang. Berhrungslose Spltechnik erspart den Griff zur WC-Splung.

    Das Badezimmer als Jungbrunnen der Silver Ager: Op-tisch anspruchsvolle und innovative Produkte stehen imFokus. Die bodenebene Wellness-Dusche und ein schi-cker Whirlpool bieten Komfort, vermitteln Jugendlich-keit und stehen zugleich fr einen modernen Lebensstil.

    Gesundheitspflege mit Wohlfhl- und Vergngungs-aspekten: Im Megatrend der Gesunderhaltung flieenFun und Funktion zusammen. Berhrungslose Armatu-ren und ein Komfort-WC mit Duschfunktion verbindenhohe Ansprche an Sauberkeit und Wohlgefhl mit derFreude an innovativer Technik.

    K O N T A K T

    Geberit Vertriebs GmbH Theuerbachstrae 1D-88630 Pfullendorfwww.geberit.de

  • Immer wieder aufs Neue innovative Sanitrprodukte zu entwi-ckeln, das gelingt Geberit am besten mit dem Ohr am Pulsder Zeit. Das Wissen darber, wie die Nutzer ticken und wel-che Bedrfnisse und Ansprche sie an ihre Krperpflegehaben, ist die ideale Grundlage, um alltagstaugliche Produkt-

    innovationen auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen lebt Tagfr Tag seine Philosophie, Anste von auen in die Produktent-wicklung einflieen zu lassen. Offen ist Geberit dabei sowohl frgesellschaftliche Trends als auch fr Anregungen aus dem Markt.Ein Beispiel fr diese kundenorientierte Denkweise ist das Fraun-hofer Testgeschft JOSEPHS in Nrnberg. In diesem Projektladenknnen Besucher neue Produkt- und Dienstleistungsideen mitihrem Feedback weiterentwickeln. Die Besuchertoiletten hat Geberit mit einer Kombination aus Designer Dusch-WC und neuemSanitrmodul ausgestattet. Hier knnen Endverbraucher hautnaherleben, wie sich die Reinigung des Pos mit warmem Wasser an-fhlt und die Zusatzfunktionen Geruchsabsaugung, Soft-Touch-Auslsung und farbige LED-Lichtleiste ausprobieren.

    Von der Nasszelle zum Wohlfhlraum Neben den Erfahrungen des Einzelnen ist Geberit auch daran inte-ressiert, wie gesellschaftliche Strmungen das Badezimmer in sei-ner Ausstattung und Gestaltung beeinflussen und welche Rolle esin der Zukunft spielen wird. Dass sich das Bad verndert und immerwohnlichere Zge annimmt, zeigt sich bereits im Rckblick auf dieletzten fnf Jahrzehnte: An die Stelle der spartanischen Nasszelleist ein sthetisch geflliger und funktionaler Wohlfhlraum getre-ten. Das Bad dient nicht mehr nur zweckmigen Hygieneroutinen,sondern prsentiert sich immer hufiger als Ort der Entspannungund Erfrischung in den eigenen vier Wnden. Fr diese Wandlungist nicht nur das Unsichtbarmachen des Splkastens und der sa-nitrtechnischen Anschlsse verantwortlich, sondern auch die Ent-wicklung von Badprodukten, die mit Komfort und Design vor derWand berzeugen.

    Mit Dusch-WC, Wandablauf & Co das Bad der nahen Zukunft gestaltenMit der Zeit hat sich auch das Bettigungsfeld von Sanitrtechnik-hersteller Geberit von Installationssystemen und Spltechnik hin-ter der Wand auf sichtbare Produktlsungen vor der Wand aus-

    Gute Stimmung auf dem WC: Die Kombination aus beleuchtetemWC-Sanitrmodul Monolith Plus und Designer-Dusch-WC Aqua-Clean Sela bringt maximalen Komfort rund um die Toilette.

  • geweitet. Beispiele sind die Dusch-WC Reihe AquaClean, die De-signfamilie Monolith Sanitrmodule, das Duschelement mit Wand-ablauf fr bodenebene Duschen sowie die in Form und Oberfl-chenmaterial vielseitigen WC-Bettigungsplatten aus der SerieSigma und Omega. Viele dieser Produkte haben bereits anerkannteDesignpreise gewonnen. Sie sind jedoch nicht nur preisgekrnt,sondern vor allem funktional.

    Deutsche sind beim Bad innovationsfreudigDass die Nutzer sich gerne zu neuen, technisch raffinierten Bad-entwrfen inspirieren lassen, zeigt die Onlineumfrage des Zu-kunftsinstituts: Speziell, was das Badezimmer angeht, sind 63 Pro-zent der Befragten technischen Neuerungen gegenber aufge-schlossen. Gut ein Drittel (33 Prozent) legt sogar groen Wert aufinnovative Technik. Auf Basis der Trendstudie kann Geberit Prog-nosen fr knftige Badtrends anstellen und seine Produktentwick-lung danach ausrichten. Thomas Brckle, Bereichsleiter MarketingGeberit Vertriebs GmbH: Als Anbieter von Sanitrtechnik interes-siert uns brennend, wie sich das Badezimmer, bedingt durch diegesellschaftlichen Strmungen, entwickeln wird. Wir mchten wis-sen, ob wir mit unseren Lsungen auf dem richtigen Weg sind undwie wir unsere Produkte noch besser an die Bedrfnisse der Men-schen anpassen knnen.

    Trendstudie zeigt Einfluss gesellschaftlicher Faktoren auf Badentwrfe Wachsender Wohlstand, demografischer Wandel und eine neue Rol-len verteilung in den Familien das sind Faktoren, die unsere Ge-sellschaft in den kommenden Jahren grundlegend verndern wer-den. In der Folge entwickeln sich daraus Bedrfnisse der Menschen.Welche Auswirkungen diese neuen Bedrfnisse auf die Badausstat-tung und -gestaltung der nahen Zukunft haben und wie Menschenbereits heute Sanitrrume mit Produktlsungen von Geberit ge-stalten knnen, die auch knftigen Anforderungen gerecht werden,das zeigt die von Geberit in Auftrag gegebene Trendstudie.

    Neue Bedrfnisse der Menschen ndern die Anforderungen an Bad und WC Die Trendstudie betrachtet die historische Entwicklung der Hygie-negewohnheiten und widmet sich den aktuellen gesellschaftlichen

    Strmungen, die einen Einfluss auf die Hygienekultur ausben.Dabei spielen die Megatrends Female Shift, Gesundheit und SilverSociety eine zentrale Rolle. Geberit zeigt mit der Trendstudie an-hand drei konkreter Badentwrfe auf, wie sich mit den gesellschaft-lichen Umbrchen auch die Bedrfnisse der Menschen in punctoKrperpflege wandeln.

    TREND FEMALE SHIFT wandelt das Bad zur Kommunikationszentrale der Familie

    Clevere Technik und coole Features werden wichtigerFemale Shift steht fr das wachsende Streben der Frauen nach be-ruflicher Autonomie. Infolgedessen muss die traditionelle Rollen-verteilung neu organisiert werden. Der Rckzug der Frauen aus derFamilie geht mit einem strkeren Einbinden der Mnner in die Kin-dererziehung und -pflege einher. Indem die Vter ihre Sprsslingezunehmend bei der Krperhygiene untersttzen, verbringen siemehr Zeit im Badezimmer. Das Bad gewinnt als Ort familirer Kom-munikation zunehmend an Bedeutung.

    Geruchsabsaugung sorgt fr frische LuftSorgen die Eltern gemeinsam fr die Hygiene der Kinder, dann istdas Bad weniger der private und intime Rckzugsort des Einzelnen,sondern mehr ein lebendiger Treffpunkt der Familie zur gemeinsa-men Tagesorganisation. Neben Baden, Duschen und zur Toilettegehen nutzt rund ein Viertel der Deutschen (23 Prozent) das Badheute, um sich mit Familienmitgliedern, dem Partner oder Freundenzu unterhalten (Umfrage Zukunftsinstitut). In der Altersgruppe der25- bis 44-Jhrigen, in der das Thema Familie besonders relevantist, sind es sogar 33 Prozent. Diese Neudefinition des Raums stellthhere Ansprche an die Umgebung, zum Beispiel an die Luft imRaum. Zu einer entspannten Kommunikation gerade wenn die Toi-lette ins Familienbad integriert ist trgt die Geruchsabsaugung bei.Das funktioniert bei Geberit als Teil der Bettigungsplatte Sigma40.Hier wird die Luft aus der Keramik abgesaugt und gelangt gereinigtber die Schlitze in der Bettigungsplatte wieder in den Raum. GuteLuft im Familienbad ermglichen auch das Sanitrmodul MonolithPlus sowie das Dusch-WC Geberit AquaClean 8000plus. Beide ver-fgen ber eine integrierte Geruchsabsaugung.

    MIT ONLINEUMFRAGE UND TRENDANALYSE DER ZUKUNFT AUF DER SPUR

    Die Studie Krperbewusstsein und Hygiene im Wandel wurde 2012/13 im Auftrag des Sanitr-technik-Spezialisten Geberit vom Zukunftsinstitut Frankfurt erarbeitet. Grundlagen der Arbeitsind eine Trendanalyse auf Basis aktueller Daten verschiedener Forschungsinstitute und eine re-prsentative Onlineumfrage von 1.020 Personen, die im Januar 2013 durchgefhrt wurde. Zu-stzlich wurden Quellen und Artikel ausgewhlter Print- und Online-Medien analysiert. EinDusch-WC (Geberit AquaClean 8000plus) wurde im Dezember 2012 im Zukunftsinstitut installiertund stand allen Mitarbeitern und Autoren zu Testzwecken zur Verfgung.

    Geberit Vertriebs Gmbh | Region im Fokus 29

  • Dusch-WC untersttzt beim Sauberwerden Neben der Geruchsabsaugung bietet das Dusch-WC gerade bei derHygieneerziehung von Kleinkindern einen groen Vorteil. Die Elternknnen das Kind bei der Umstellung vom Tpfchen auf die Toiletteuntersttzen und mssen beim groen Geschft nicht mehr selbstHand anlegen. Ein Knopfdruck auf die Fernbedienung gengt undschon wird die zarte Kinderhaut sanft mit dem krperwarmen Was-serstrahl gereinigt. Fr den Nachwuchs ein vergngliches Erlebnis,fr die Eltern eine Erleichterung im Familienalltag.

    Technisch ausgestattetes Badezimmer mit Fun-Features frVter attraktivDie Studie zeigt, dass Mnner generell Freude an Technik und Gad-gets haben. Daher frdert dieser gesellschaftliche Megatrend denEinzug technischer Innovationen, die den Komfort erhhen undSpa machen. Ein Beispiel hierfr ist das Dusch-WC AquaCleanSela mit Fernbedienung und designbewusster Form. Das unkom-plizierte Waschen statt Wischen auf Knopfdruck erfreut das Mn-nerherz. Auch die ultra-flache WC-Bettigung Sigma70 berzeugtdurch optische und haptische Qualitten. Mit geringer Tiefe undplaner Oberflche erweckt sie den faszinierenden Eindruck, schwe-relos vor der Wand zu schweben. Mit Leichtigkeit punktet auch derSplvorgang an sich. Ein Fingertipp gengt und schon lst dieSigma70 aus.

    TREND GESUNDHEIT erfordert smarte Technik im Bad

    Fr ein Plus an Hygiene und WohlbefindenGesundheit als Megatrend meint heute viel mehr als die bloe Ver-meidung von Krankheit. Vor dem Hintergrund steigenden Wohl-stands und einer alternden Gesellschaft gewinnt die Gesunderhal-tung an Bedeutung. Fr das Funktionieren von Sozialsystemen undWettbewerbsfhigkeit braucht die Gesellschaft Menschen, die ge-sund bleiben, um bis ins hhere Alter arbeitsfhig zu sein. Das wirktsich auch positiv aufs Privatleben aus: Denn wer gesund ist, kannseine individuellen Lebensentwrfe leichter umsetzen.

    Badezimmer als Wellnesszone mit Spa-GarantieUm sich fit und leistungsfhig zu fhlen, sind Ruhephasen, auch inden eigenen vier Wnden, wichtig. Als Wohlfhl- und Entspan-nungsort kann das Badezimmer knftig noch strker zur Regene-ration von Krper und Geist beitragen. Dabei muss es zugleichpraktischen Anforderungen und individuellen Bedrfnissen gen-gen. Neben hoher Funktionalitt sind auch emotionale Faktorennicht zu vernachlssigen: 70 Prozent der Befragten gaben an, dassKrperhygiene Spa machen muss.

    Pures Wasser am besten fr empfindliche HautregionenBei der Krperpflege steht nicht nur der Spa im Vordergrund: 80 Prozent der Befragten gaben an, dass Krperhygiene ein ele-mentarer Bestandteil ihrer Gesundheit sei. Aus medizinischer Sichtgibt es gute Grnde sich ein Dusch-WC anzuschaffen. Die Stuttgar-ter Dermatologin Dr. Andrea Dietrich erklrt, warum Toilettenpapierausgedient hat und die ursprnglichste und grndlichste Po- Hygiene stattdessen mit Wasser erfolgt: Die Reinigung mit Wasserist viel sanfter und zugleich grndlicher. Klares Wasser enthltkeine hautirritierenden Stoffe. Zudem entsteht beim Waschen mitWasser keine Reibung, es muss kein Druck aufgewendet werden.Von feuchtem Toilettenpapier rt die Dermatologin dagegen ab: Die in Feuchttchern enthaltenen Duft- und Konservierungsstoffeknnen empfindliche Haut reizen.

    WC-Bettigung Geberit Sigma80 zeigt mit Lichtsignalenberhrungslose NutzungNach dem Toilettengang die Spltaste drcken und dann erst Hndewaschen, so sieht die normale Reinigungsroutine im Anschluss andas stille rtchen aus. Hygienisch optimiert und mit einem extraSpafaktor angereichert wird dieser Ablauf mit der infrarotgesteu-erten WC-Bettigungsplatte Geberit Sigma80. Die berhrungsfreieFunktion macht den direkten Kontakt mit der Bettigungsplatteberflssig. Eine schwarze oder verspiegelte Glasplatte kombiniertmit hochentwickelter Sensortechnik. Bei Annherung leuchten zweischmale Lichtstreifen auf. Auch fr uneingeweihte Nutzer ist dieZweimengenspltechnik intuitiv bedienbar. Ein Wink mit der Handgengt, schon wird die WC-Splung ausgelst. Angenehmer Ne-beneffekt: Die Front der Bettigung bleibt frei von Fingerabdrcken.

  • TREND SILVER SOCIETY: Mehr Frische, Komfort und Selbstbestimmung

    Barrierefreiheit in Bad und WC fr eine eigenstndige KrperpflegeIm Jahr 2020 werden Mnner eine durchschnittliche Lebenser-wartung von 84 Jahren und Frauen von 87 Jahren haben. 60-Jh-rige haben heute noch einen Groteil ihres Lebens vor sich. Diejungen Alten planen und leben bewusst und ganz individuell.Das wirkt sich auf den Wohnraum und speziell auf das Badezim-mer aus. Das Bad entwickelt sich zum Jungbrunnen der SilverAger. Im Fokus stehen Produkte, die Jugendlichkeit vermitteln,indem sie innovativ sind, optisch gut aussehen und fr den Life-style ihrer Zeit stehen. Zugleich wird die Pflege des eigenen Kr-pers immer wichtiger. 70 Prozent der befragten ber 55-Jhrigengaben an, dass Krperpflege fr sie eine wichtige Voraussetzungsei, um sich wohlzufhlen.

    Wie viel Wert die Befragten auf den Erhalt ihrer Autonomie bei dertglichen Hygiene legen, zeigt das Ergebnis der Onlineumfrage. 89 Prozent stimmten der Aussage Mir ist es wichtig, dass ich michauch im Alter noch ohne Einschrnkungen um meine Krperpflegekmmern kann zu. Eine reduzierte Beweglichkeit macht sich be-sonders bei der Krperpflege bemerkbar. Daher haben Neuerun-gen im Bad, die der Erhaltung der Eigenstndigkeit dienen, einehohe Akzeptanz.

    Geberit AquaClean Dusch-WCs fr die bequeme, eigenstndige HygieneDas Dusch-WC hat mit seinen in ansprechendem Design verpack-ten Komfortfunktionen beste Aussichten, von der Zielgruppe der Silver Ager verstrkt angenommen zu werden. Daneben ist es inhohem Alter und bei krperlichen Einschrnkungen ein optimalesInstrument, um Autonomie und Selbstbestimmung zu erhalten.Denn Geberit AquaClean Dusch-WCs bieten neben einer gesteiger-ten Hygiene einen entscheidenden Vorteil: Da man weder umstei-gen noch Hand anlegen muss, ist diese Art der Reinigung auchmit krperlichen Einschrnkungen ohne Hilfe durch eine anderePerson mglich. Der Nutzer kann ganz bequem auf dem WC sitzen

    bleiben und per Knopfdruck die Duschfunktion auslsen komfor-tabel, krperwarm und hygienisch-frisch. Dadurch ist eine unkom-plizierte und zugleich grndliche Intimhygiene, unter Erhalt der Ei-genstndigkeit mglich.

    Installationssysteme fr die flexible, sichere und wirtschaftliche BadplanungSelbst bei kleinen Grundrissen bieten universelle Installations -systeme, wie Geberit GIS die Mglichkeit, Vorwnde, Trennwndeoder Raumteiler schnell und flexibel zu errichten. Fr die Anfor-derungen barrierefreien Wohnens stehen spezielle Montage -elemente fr den barrierefreien Gebrauch zur Verfgung: Sttz-Klappgriffe, Haltestangen und Duschsitz sind sowohl imNeubau als auch in der Modernisierung mit geringem baulichenund finanziellen Aufwand einzubauen.

    Wandablauf fr barrierefreies DuschenBodeneben die Dusche betreten zu knnen, ohne dabei beschwer-lich ber Wannenschwellen steigen zu mssen: Das Duschelementmit Wandablauf von Geberit eignet sich fr die Entwsserung einerkonsequent bodenebenen Dusche besonders gut. Der Ablauf wirdvom Boden in die Wand verlegt. So kann der Fuboden komplettunterbrechungsfrei ausgefhrt werden. Das schafft ein harmoni-sches Gesamtbild und erleichtert die Bewegung, etwa mit demRollstuhl. Alles was der Benutzer vom Geberit Duschelement mitWandablauf zu sehen bekommt, ist eine elegante Abdeckplatte, diees wahlweise in verschiedenen Materialausfhrungen und Farbva-rianten gibt. So passt die Blende zu vielen Accessoires im Bad.

    Investitionen in Bad und Toilette nehmen zuDie Studie des Zukunftsinstituts macht deutlich, dass die Anforde-rungen an Badezimmer und Toilette knftig wachsen werden. Imgleichen Mae, in dem sich Krperbewusstsein und Hygienebedrf-nisse wandeln, erfhrt das Bad als Wohn- und Entspannungsraumeine immense Aufwertung. Ein Groteil der Befragten nutzt das Badheute bereits zu weit mehr als nur zum Waschen und Baden: 70 Prozent wollen sich hier entspannen. 53 Prozent gaben an, imBad zu lesen, Radio oder Musik zu hren. 26 Prozent telefonierenim Bad und 24 Prozent haben hier Sex.

    (von links) Selbst bei kleinen Grundrissen bietet das universelle Installationssystem Geberit GIS dieMglichkeit, Vorwnde, Trennwnde oder Raum -teiler schnell und flexibel zu errichten.

    89 Prozent der Befragten stimmten der AussageMir ist es wichtig, dass ich mich auch im Alternoch ohne Einschrnkungen um meine Krper -pflege kmmern kann zu.

    Schwellenloses Duschen mit Komfort: Badnutzeraller Altersklassen profitieren von bodenebenenDuschflchen.

    Intuitive Nutzung: Hinter der modischen Glasplatteverbirgt sich innovative Sensortechnik, die einfachzu bedienen ist. Zwei Lichtstreifen markieren diegroe und kleine Splmenge.

  • Wir sehen das seemaxx als touristisches Ausflugsziel am Bo-densee und mchten den Bodensee-Besuchern, Touristen undEinheimischen ein attraktives Shoppingerlebnis bieten. UnserBestreben ist es, dass der Besucher auch die schne Innenstadtsowie den See kennenlernt und einen schnen Tag in Radolfzellbzw. am Bodensee erlebt. Die Zielgruppen sind hierbei Familien,die sogenannten Best Ager, Bodensee- wie Tages-Touristen undnatrlich die grenznahen Schweizer. Bei der Erweiterung rcktnun auch die Y-Generation (30-40 Jahre) in den Fokus.

    Das seemaxx kann nun erweitert werden, es war ein langerWeg bis dahin. Ich denke, es macht wenig Sinn nochmals dieganze Debatte mit ihren vielfltigen Aspekten aufzurollen.Schauen wir nach vorne. Warum wird das seemaxx erweitertund geht es da in erster Linie um eine quantitative Ausweitungoder gibt es auch qualitative Aspekte?AK: Seit Erffnung des seemaxx im Jahr 2006 konnte durch kon-sequente strategische Manahmen eine konstant positive Entwick-lung erzielt werden. Unsere Erfolgsfaktoren sind vor allem struk-turelle Manahmen, eine strenge Kostenberwachung und dieNeugewinnung von Marken mit berregionaler Ausstrahlung.Unser bisher grter Nachteil ist die auf 4.500 qm begrenzte Ver-kaufsflche. Die Erweiterung wird das seemaxx in vielen Bereichenpositiv beeinflussen und aufwerten. So knnen wir unser Marken-angebot sowohl quantitativ als auch qualitativ optimieren, indemwir mehr Top-Marken im seemaxx ansiedeln knnen. Gleichzeitigknnen wir Bereiche wie Marketing, aber auch Bewirtschaftung undManagement in Relation zur Flche deutlich effizienter abwickeln.

    Wer an Outlet-Center denkt, hat oft die Stadt Metzingen imKopf, die sich als einziges Outlet-Center prsentiert und weitber die Grenzen Baden-Wrttembergs hinaus bekannt ist.Welchen Stellenwert haben Outlet-Center generell fr denHandel und wie sieht da die Entwicklung aus?Arnold Kannenberg: Fr den Einzelhandel ist Deutschland einesder umsatzstrksten Lnder in Europa. Die Genehmigungssitua-tion fr Factory Outlet Center in Deutschland ist schwierig. Lang-wierige Verfahren besttigen das. Aus Sicht der Hersteller hatsich das FOC-Geschft zu einem festen Vertriebsweg entwickelt.Die FOCs bieten Kunden den Vorteil, Markenprodukte relativgnstig kaufen zu knnen und dadurch Markenloyalitt aufzu-bauen. Der Handel ist stetigem Wandel unterworfen und musssich den Zyklen und Gegebenheiten anpassen. Der VertriebswegFOC wird in den nchsten Jahren verstrkt auftreten, es befindensich mehrere Projekte in der Planungsphase.

    Am Bodensee gibt es verschiedene Mglichkeiten Markenpro-dukte zu kaufen, so z.B. in Bregenz bei Wolford oder in Kreuzlin-gen bei Strellson. Dann gibt es mit dem LAGO in Konstanz einsehr erfolgreiches Einkaufszentrum, allerdings nicht nur frTextilien. Wie versteht sich, wie positioniert sich das seemaxx?AK: Das seemaxx ist kein bloes Outlet Konzept, da das Centerin der Innenstadt liegt und viele Kooperationen mit dem statio-nren Einzelhandel und dem Tourismus- und Stadtmarketingstattfinden. Wir arbeiten sehr stark mit dem Einzelhandel Ra-dolfzell zusammen und organisieren viele Events, von denen alleprofitieren. Somit ergeben sich viele Synergieeffekte.

    Thomas Willauer im Gesprch mit Arnold Kannenberg, Geschftsfhrer der Hesta GmbH

    IN RADOLFZELL AM BODENSEE

    WACHSENDESSHOPPINGERLEBNIS

    seemaxx-Erweiterung bis Frhjahr 2016

    32 Region im Fokus | hesta Gmbh

  • Das Projekt seemaxx ist ein Projekt, das Sie mit groem per-snlichem Engagement und viel Herzblut fr die StadtRadolfzell vorangetrieben haben. Wie war das fr Sie ganz per-snlich, als die Genehmigung zur Erweiterung durch war?AK: Das Hesta-Team hat in den letzten fnf Jahren hart an dieserAufgabe gearbeitet und wir sind natrlich alle stolz und erleich-tert, dass wir dieses wichtige Zwischenziel erreicht haben. Wirmchten dabei aber auch nicht verschweigen, dass wir trotzallem Engagement und Herzblut ohne unsere vielen Unterstt-zer heute voraussichtlich nicht an diesem Punkt angelangtwren. So hat uns die Stadtverwaltung Radolfzell in allen Fach-bereichen vorbildlich untersttzt. Unser Alt-OB Dr. Schmidt wieauch unser neuer OB Martin Staab haben sich laufend fr unserProjekt eingesetzt und waren jederzeit von seiner Wichtigkeit frdie Stadtentwicklung berzeugt. Ebenso hat sich der Radolfzel-ler Gemeinderat mit seinen fast immer einstimmigen Beschls-sen konsequent hinter uns gestellt.Was fr ein FOC-Projekt ebenfalls eminent wichtig und keines-falls selbstverstndlich ist, ist die gute Zusammenarbeit und dasVertrauen, das uns meine Kollegen von der Vereinigung der Ra-dolfzeller Einzelhndler, der Aktionsgemeinschaft Radolfzell,immer entgegengebracht haben. Deshalb: Abgesehen von demeigentlichen groen Schritt nach vorne in unserem Projekt, istfr mich persnlich diese groe Untersttzung und das uns ent-gegengebrachte Vertrauen das herausragende und wertvollsteEreignis. Radolfzell steht hier in meinen Augen stellvertretendfr die Erfolgsmglichkeiten, die durch interessenbergreifendeZusammenarbeit in einer Stadt erzielt werden knnen.

    In Radolfzell gibt es aktuell eine Flle von Themen unter derberschrift Stadtentwicklung. Eine so prominente Einrich-tung wie das seemaxx, wie Sie schon sagten, mitten in der Stadtspielt da ja eine ganz wichtige Rolle.AK: Die seemaxx-Erweiterung stellt ein wichtiges Element desRadolfzeller Stadtentwicklungsprozesses dar. Die dadurch ge-schaffene Verbindungsachse seemaxx Altstadt See, die so-genannte seemeile, ist das lebendige Herzstck von Radolfzell.Das seemaxx bildet den nrdlichsten Punkt der Achse und derSee ist der sdlichste Punkt. Diese Verbindungsachse muss je-doch noch ber die geplante Seetorquerung am Bahnhof, derunmittelbar am See liegt, gestrkt werden. Das gesamte Kon-zept soll den stationren Handel, die Gastronomie sowie denTourismus in der Radolfzeller Innenstadt strken.

    Wie geht es denn nun weiter? Gibt es einen Zeitplan? AK: Wir haben in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwal-tung die Bauantrge eingereicht, nun erfolgt die planerischePrfung, die Abstimmung mit den Brgern und dem Gemeinde-rat. Gleichzeitig luft die klassische Projektarbeit wie z.B. dieFeinabstimmung ber das Layout, Detailplanungen in den tech-nischen Bereichen und der baulichen Realisierung mit allenSchnittstellen, ebenso die Konzeptentwicklung zum Markenmix. Parallel wird der Bauzeitenplan erstellt, die voraussichtliche Fer-tigstellung ist fr den Sommer 2016 geplant.

    www.hesta-immobilien.dewww.seemaxx.de

    Arnold KannenbergGeschftsfhrer der Hesta GmbH

    hesta Gmbh | Region im Fokus 33

  • AUTO-ERLEBNISWELT AM BODENSEE

    LEIDENSCHAFTAUTOMOBIL

    Auf rund 30.000 Quadratmeter entstand und entsteht in der Hafen-stadt Romanshorn ein Gelnde auf dem die Leidenschaft Automobilerlebbar wird. Die autobau Erlebniswelt zeigt die eindrcklicheFahrzeugsammlung von Fredy Lienhard und ist ausserordentlicheEventlokalitt. In der autobau Factory arbeiten rund zehn eigenstn-dige Unternehmen und bieten Leistungen rund ums Auto an.

  • Ob in der Seifenkiste oder mit Motor:Die Leidenschaft fr Geschwindigkeitbegleitet den Ex-Rennfahrer FredyLienhard (rechts 2. Bild v.o.) schonsein Leben lang.

  • autobau ErlebnisweltMotorsport und Autotrume zum Anfassen

    Die autobau Erlebniswelt beherbergt gut 80 ausgewhlteFahrzeuge, die in drei Themen unterteilt sind. Herzstckder Ausstellung ist die Racing Halle: Rennwagen aus ver-schiedenen Epochen und aus unterschiedlichen Seriensind zu betrachten. Auch einige Prototypen sind zusehen: exotische Autos von einfallsreichen Entwicklern.Und der grsste Teil der Sammlung zeigt exklusiveSportwagen aus den 50er Jahren bis heute. Ein Rund-gang durch die Hallen der autobau Erlebniswelt fasziniertnicht nur dank technischen ausserordentlichen Fahrzeu-gen. Auch die Geschichten hinter den Autos sind span-nend und unterhaltsam.

    Freie Besichtigungen jeweils an den OpenDays: Mittwochs, 16 20 Uhr, und sonntags, 10 17 Uhr.Eventerlebnisse fr angemeldete Gruppen jederzeit mglich.

    autobau FactoryWenn Leidenschaft zur Profession wird

    Nach dem Erlebnisteil ist auf dem autobau-Gelnde2011 ein spezielles Gewerbezentrum entstanden. Sohaben sich Spezialistenbetriebe rund um das Thema Au-tomobil in Romanshorn angesiedelt. Zehn eigenstndigeUnternehmen bieten Leistungen rund ums Auto an: vomGaragenbetrieb fr Sportwagen ber den Lackierprofi biszum Pflegespezialist fr Leder- und Textilsitze.Das Factory Zentrum bietet Kunden einen grossen Nut-zen. Die Fahrt von Spezialist zu Spezialist ist berflssig:Profis fr die meisten Arbeiten am Fahrzeug egal obAlltagsauto, Sportwagen oder Oldtimer sind an einemOrt da. Und auch Experten fr das Aussergewhnlichesind zu finden. Seit 2014 sind so beispielsweise ein mo-derner Leistungsprfstand und der Schweizer Vertretervon SpaceCamper in Romanshorn ttig.Die Factory hat zu den blichen Werkzeiten geffnet. Die Betriebe freuen sich auf einen Besuch.

    www.autobau.ch

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    36 Region im Fokus | autobau aG

  • Die historischen Hallen der autobau Erlebnisweltlassen den Geist des Motorrennsports aufleben undbieten die Mglichkeit fr mageschneiderte undindividuelle Anlsse.

  • Menschen & InnovatIonen Foto: Dornier Mu

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    DEUTSCHLANDS GROSSER DESIGN-TREFFPUNKT