Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

of 29 /29

Embed Size (px)

description

http://www.wollmilchsau.de/mobile-recruiting-studie-2014/ Wir haben 160 börsennotierte Unternehmen aus DAX, MDAX, TecDAX und SDAX analysiert und geprüft, inwieweit sie auf die mobilen Nutzer eingehen. Natürlich galt unsere Aufmerksamkeit dabei besonders der Entwicklung seit dem letzten Jahr.

Transcript of Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Page 1: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014
Page 2: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Seite 4

Seite 5

Seite 6-8

Seite 9-10

Seite 11-12

Seite 13-15

Seite 16-17

Seite 18-23

Seite 24-25

Seite 26-27

Seite 28

Agenturvorstellung

Executive Summary & Gutschein

1. Einleitung

2. Mobil-Optimierung der Karriereseite

3. Mobil-Optimierung der Jobbörse

4. Mobil-Optimierung des Bewerbungsformulars

5. Mobile Apps

6. Fazit & Empfehlungen

7. ROI-Rechnung

8. Methodik

9. Kontakt

Page 3: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Die Wollmilchsau GmbH ist eine Digitalagentur für Personal-

marketing und Employer Branding. Neben Karrierewebseiten und

Social-Media-Auftritten bieten wir unseren Kunden mit dem Produkt

“Jobspreader” eine umfassende Lösung zur Automatisierung,

Reichweitensteigerung und Kostenreduzierung ihres Online-

Personalmarketings.

Gegründet von Jan Kirchner und Alexander Fedossov, arbeitet die

Wollmilchsau GmbH seit 2008 leidenschaftlich an dem Ziel, den

digitalen Wandel im Personalmarketing und Employer Branding

voranzutreiben und unseren Kunden dabei ein kreativer und

zuverlässiger Wegbegleiter zu sein. 2012 wurden wir für unsere

Arbeit mit dem HR Excellence Award für Social Media Recruiting

ausgezeichnet.

In regelmäßigen Abständen führen wir Untersuchungen rund um

Online-, Social- und Mobile-Recruiting durch und veröffentlichen

diese in Form von Studien in unserem Unternehmens-Blog

“Wollmilchsau”, das mit ca. 30.000 Lesern pro Monat zu den

beliebtesten HR-Medien im DACH-Raum zählt.

Page 4: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

In der Wollmilchsau Mobile Recruiting Studie 2014 werden die

Karriere-Webseiten aller börsennotierten deutschen Unternehmen

aus DAX, TecDax, MDAX und SDAX auf Ihre mobile Candidate

Experience hin untersucht und so der Status quo des Mobile

Recruitings in Deutschland beleuchtet.

Es gibt schätzungsweise 30 Mio. mobile Webnutzer über

10 Jahre in Deutschland.

23% der Google-Nutzer in Deutschland suchen mobil nach

Stellenangeboten.

Nur ca. 22% der untersuchten Unternehmen haben eine

mobiloptimierte Karriereseite.

Nur ca. 18% der untersuchten Unternehmen haben eine

mobiloptimierte Jobbörse.

Nur ca. 6% der Unternehmen lassen eine mobile (Vor-)

Bewerbung zu.

Die App als Recruiting-Instrument hat sich seit dem letzten Jahr

nicht durchgesetzt. Nur 6% der Unternehmen bieten eine mobile

Karriere-App an.

Diese Zahlen bedeuten eine leichte Verbesserung im Vergleich zu

2013. Das Mobile Recruiting entwickelt sich jedoch nach wie vor

bewerbergetrieben während unternehmensseitig noch immer viel

Potenzial verschenkt wird, weil Karrierewebseiten, Jobbörsen und

Bewerbungsprozesse trotz 15-20% mobiler Zugriffe nicht oder nicht

konsequent mobiloptimiert sind.

Page 5: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014
Page 6: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Vor genau einem Jahr, im Frühling 2013, veröffentlichten wir die

Mobile Recruiting Studie 2013. Unser Ziel war es, den Status quo in

der Auseinandersetzung der deutschen Unternehmen mit dem

rasanten Anstieg der Zahl mobiler Stellensuchender aufzuzeigen.

Weiterhin wollten wir darauf hinweisen, dass sich dieser Anstieg

beschleunigen wird und akuter Handlungsbedarf besteht, wenn

Unternehmen keine mobilen Bewerber verlieren wollen. Neben der

Untersuchung der 160 Karrierewebseiten von börsennotierten

deutschen Unternehmen enthielt die Studie konkrete

Handlungsempfehlungen sowie positive Beispiele aus der Praxis.

Ein Jahr später hat das Thema “Mobile Recruiting” einen festen Platz

in der HR-Welt. Es gibt sicherlich unterschiedliche Vorstellungen

darüber, welcher Maßnahmen-Mix sich genau hinter diesem Begriff

verbirgt. Wir sind überzeugt, dass Mobile Recruiting, unabhängig

von der theoretischen Betrachtung, überhaupt erst möglich wird,

wenn Unternehmen auf der eigenen mobilen Karriereseite ein

nutzerfreundliches und bewerberorientiertes Informationsangebot

sowie einen funktionierenden Bewerbungsprozess anbieten.

Gestützt wird diese Ansicht von einer aktuellen Indeed-Studie, laut

der sich bereits 21% der mobil Stellensuchenden in Deutschland

auch mobil bewerben und diese Zahl auf 76% steigen würde, sofern

Arbeitgeber die mobile Bewerbung genauso akzeptieren wie

andere Bewerbungswege. Die Unternehmen sind folglich in der

Pflicht, diese Möglichkeit zu schaffen. Erst dann kann man sinnvoll

experimentieren, individuelle Zahlen erheben und sich auf dieser

Grundlage darüber unterhalten, was mobil funktioniert und was

nicht.

Page 7: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

In der vorliegenden Studie betrachten wir nun, was seit der letzten

Erhebung passiert ist. Unsere Ausgangsfrage ist also weiterhin,

wieviele Unternehmen über eine gute mobile Karriereseite

verfügen? Darüber hinaus untersuchen wir neue Fragen zur

Nutzerfreundlichkeit mobiler Karrierewebseiten. Wie gut

funktionieren die Jobbörsen als zentraler Bestandteil der mobilen

Karrierewebseiten? Gibt es einen Trend zur Vereinfachung der

mobilen Bewerbung?

Vor der Auswertung unserer Ergebnisse möchten wir wieder einen

kurzen Blick auf den aktuellen Stand des mobilen Internets in

Deutschland werfen. Der Nutzerzuwachs entwickelte sich auch in

2013 sehr positiv. Das statistische Bundesamt geht von einem

Anstieg von 43% im Vergleich zu 2012 aus. Mit 29,7 Millionen sind

es 51% der Internetnutzer über 10 Jahren. In 2012 waren es noch

20,8 Millionen. Die stärksten Gruppen sind die 16-24 und 25-44-

Jährigen.

Page 8: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Auch bei der mobilen Stellensuche gab es eine interessante

Entwicklung. Laut der Google Studie “Our mobile Planet: Germany

2013” nutzen bereits 23% der Google-Nutzer ihre mobilen Geräte,

um sich über Stellenangebote zu informieren. In 2012 waren es

lediglich 14% und die Suche nach Stellenanzeigen lag noch hinter

dem Wohnungs- und Häusermarkt. Die mobile Stellensuche hat

damit im letzten Jahr die dynamischste Entwicklung unter den in der

Google-Studie angeführten Aktivitäten erlebt.

Quelle: Google – "Unser mobiler Planet: Deutschland"

Page 9: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Anders als in der Mobile Recruiting Studie 2013 widmen wir der

Mobilfähigkeit der Karrierewebseiten, also der schlichten

Erreichbarkeit auf mobilen Geräten, diesmal kein eigenes Kapitel.

Es ist ein absolutes Minimum, dass zumindest die Desktop-Version

im vollen Umfang auch auf dem mobilen Gerät aufrufbar ist. 100%

der Unternehmen, die eine Internetseite/Karriereseite besitzen,

erfüllen dieses Kriterium in 2014, was ein Plus von 7% zum Vorjahr

darstellt. Die 3 der 160 untersuchten Unternehmen, die gar keine

Internetseite besitzen, bleiben bei der weiteren Analyse

entsprechend unberücksichtigt.

Die wirklich entscheidende Frage lautet, wie es mit der mobilen

Optimierung der Karriereseiten ausschaut. Wieviele Unternehmen

haben verstanden, dass ihre Inhalte auf Smartphones und Tablets

anderen Anforderungen genügen müssen und entsprechend

präsentiert werden sollten?

Über alle Börsensegmente hinweg lag die Zahl der als optimiert

eingestuften Karriereseiten bei 34 von 157 und damit mit 21.66% drei

Mal höher als im Jahr 2013 (7%). Aufgeschlüsselt nach Segmenten

liegt der DAX mit 43.33% (13 von 30) vorne, es folgen der TecDAX

mit 26.67% (8 von 30), der MDAX mit 14% (7 von 50) und der SDAX

mit 12.77% (6 von 47).

Page 10: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Auch wenn ein positiver Trend im Vergleich zum letzten Jahr klar

erkennbar ist, kann von einem zufriedenstellenden Stand kaum die

Rede sein. Mit 56.67% (DAX) hält die Mehrheit der bekanntesten

Unternehmen in Deutschland es (noch) nicht für nötig, potentiellen

Bewerbern einen vernünftigen mobilen Zugang zu ihrer

Arbeitgebermarke und ihren Stellenangeboten zu ermöglichen. Bei

den Unternehmen aus anderen Segmenten sieht es noch schlechter

aus, wobei gerade bei den “Kleineren” wesentlich mehr Aktivität und

Entgegenkommen im Kampf um Mitarbeiter erwartet werden sollte.

Dort stehen die Bewerber in der Regel nicht Schlange.

Page 11: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Nachdem sich ein Besucher der Karriereseite über das

Unternehmen und seine Karriereoptionen informiert hat, ist es nicht

unüblich, dass er sich gerne die aktuellen Stellenangebote

anschauen möchte. Deswegen sollte jede durchdachte Karriereseite

über eine Jobbörse verfügen. Was im Rahmen der Desktop-Version

einer Internetpräsenz selbstverständlich ist, scheint auf mobilen

Geräten plötzlich keine Selbstverständlichkeit mehr zu sein.

Nur 28 der 157 untersuchten Unternehmen, also lediglich 17.83%,

bieten ihren mobilen Besuchern ein adäquate Möglichkeit, sich über

aktuelle Stellenangebote zu informieren. Der Rest liefert entweder

eine kaum nutzbare verkleinerte Version der Desktop-Ansicht, eine

Fehlerseite, oder eine Aufforderung, irgendwelche Scripte zu

installieren, die nicht jedes mobile Gerät unterstützt.

Die DAX Unternehmen sind mit 33.33% (10 von 30) auch bei diesem

Kriterium führend. Es folgen TecDAX mit 20% (6 von 30), SDAX mit

17.2% (8 von 47) und schließlich MDAX mit 8% (4 von 50). Wir haben

bei zwei SDAX Unternehmen festgestellt, dass sie eine optimierte

Jobbörse, jedoch keine optimierte Karriereseite anbieten. Der

Nutzer landet also auf einer schlecht nutzbaren Karriereseite und

kommt irgendwann mit etwas Glück auf eine wesentlich besser

nutzbare Jobbörse. Sicherlich eine “besser als gar nichts” Variante,

jedoch gleichzeitig auch ein Beleg dafür, dass an der Stelle nicht

wirklich nachgedacht wurde. In vielen Fällen wird man nämlich die

Nutzer verlieren, bevor sie die Jobbörse erreichen.

Page 12: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014
Page 13: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014
Page 14: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Hat ein Besucher der Karriereseite ein passendes Stellenangebot

gefunden, bewirbt er sich im Idealfall bei dem Unternehmen. Sitzt er

gerade an seinem Heim- oder Büro-PC, stehen ihm dafür inzwischen

vertraute und fest etablierte Optionen zur Verfügung, und zwar die

Bewerbung per E-Mail oder die Bewerbung per Online-Formular. Es

stellt sich dem Bewerber also nur die Frage, ob er sich bewerben

möchte und nicht auf welche Weise er sich bewerben soll. Je mehr

Aufwand eine Bewerbung bedeutet und je mehr Zeit das den

Bewerber kostet, desto unwahrscheinlicher wird die Bewerbung.

In der mobilen “on the go”-Welt dürfte diese These noch stärker

greifen, denn der Geduldsfaden eines mobilen Nutzers ist kürzer als

der eines Desktop-Nutzers. Folglich müsste die Bewerbung dem

mobilen Stellensuchenden, falls man sie haben will, noch leichter

gemacht werden, als dem Desktop-Nutzer.

Die Realität sieht aktuell anders aus. Bei der Suche nach mobil

optimierten Bewerbungsformularen, die eine sofortige vollständige

Bewerbung oder eine Kurzbewerbung mit anschließender

Fortsetzung am Desktop-PC (ohne Registrierungsverfahren mit

Passwort) erlauben, wurden wir in nur 9 von 157 Fällen fündig. Das

sind 5.73% der untersuchten Unternehmen. Setzt man die Zahl in

Beziehung zu den gefundenen optimierten Karriereseiten bzw. zu

den optimierten Jobbörsen, sind das 26.47% bzw. 32.14%. Mit

anderen Worten, weit mehr als die Hälfte der Unternehmen, die ihre

Karriereseiten und/oder ihre Jobbörsen mobil optimiert haben,

bieten dem mobilen Nutzer keine adäquate Möglichkeit, sich zu

bewerben.

Page 15: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Unternehmen ohne ein mobil optimiertes Formular, lassen den

Nutzer bestenfalls eine Registrierung durchlaufen. Ansonsten gibt es

Fälle, bei denen auf eine Bewerbung per E-Mail oder auf die Web-

Version des Bewerbungsformular verwiesen wird, was auf einem

mobilen Gerät nicht wirklich praktikabel ist. In manchen Fällen war

überhaupt nicht klar, welche Optionen zur Verfügung stehen. Der

Anzeigentext endete ohne irgendeinen weiterführenden Hinweis.

Bezeichnend ist wohl das folgende Beispiel der Lufthansa.

Page 16: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Nachdem der potentielle Bewerber sich bereits Zeit für die Reise

durch die Karriereseite genommen, ein interessantes Angebot

gefunden hat und sich nun bewerben möchte, wird er auf die

klassische Version verwiesen, wo er das ganze Programm nochmal

durchspielen darf. Warum sollte er das tun? Dass es auch

entgegenkommender geht, zeigt das Beispiel von Fresenius SE, die

wir auch dieses Jahr ganze vorne sehen.

Page 17: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Es gibt Unternehmen, die als Ergänzung ihrer mobilen Karriereseite

oder aber als Ersatz dafür dem mobilen Nutzer eine Karriere-App zur

Installation auf dem mobilen Gerät anbieten. Eine Karriere-App, unter

Umständen auch für mehre Plattformen, zu entwickeln stellt eine

besondere technische, finanzielle und vor allem konzeptionelle

Herausforderung dar. Damit eine App installiert und auch

regelmäßig genutzt wird, muss sie nämlich einen echten Mehrwert

bieten. Gerade im Bereich Karriere lässt sich dieses Vorhaben nicht

gerade leicht umsetzen. Denn einfach den Inhalt der Web-Version

der Karriereseite samt Jobs in eine App zu gießen, ist im App-

Kontext kein Mehrwert. Und wieviele mittelmäßige Karriere-Apps

unterschiedlicher Unternehmen sollen die Nutzer auf dem mobilen

Gerät installieren und warum überhaupt, lautet die durchaus

berechtigte kritische Standardfrage.

In Anbetracht dieser Überlegungen verwundert es nicht, dass sich

die Karriere-App bis heute nicht durchgesetzt hat. Im letzten Jahr

fanden wir 7 Unternehmen, die eine solche App angeboten haben.

In diesem Jahr sind es 9. Das sind 5.73% der untersuchten

Unternehmen. Abgesehen von einer überraschenden Ausnahme im

SDAX leisten sich ausschließlich große DAX Unternehmen diese

Option. Herausragende Beispiele findet man darunter keine. Diese

pauschale Beurteilung sei an dieser Stelle erlaubt.

Was die Verteilung der Apps auf verschiedene Plattformen angeht,

so liegt Apple, wie schon im letzten Jahr vorne. Von den 17

gefundenen Apps waren 9 auf Apple iOS (52.94%), 6 auf Android

(35.3%) und 2 auf Windows Phone Mobile (11.76%) verfügbar. Damit

hat Android im Vergleich zur letzten Erhebung aufgeholt.

Page 18: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Wir rechnen nicht damit, dass die Zahl der Karriere-Apps im

laufenden Jahr deutlich stärker steigen wird. Es gibt noch zu viele

Aufgaben im Bezug auf die mobile Optimierung der Karriereseiten,

die vorgelagert werden sollten. Die finanzielle und die

konzeptionelle Herausforderung dürften auch in naher Zukunft die

meisten Unternehmen abschrecken.

Wer sich dennoch traut und es mit der eigenen App auf den mobilen

Home-Bildschirm schafft, dem winkt der direkte Zugang zur

Zielgruppe.

Page 19: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Letztes Jahr haben wir von “ernüchternden Ergebnissen”

gesprochen. In diesem Jahr fällt das Urteil zunächst positiver aus.

Denn es gab in jedem Börsensegment und bei fast allen Kriterien

eine zum Teil deutliche Verbesserung der Zahlen. Immer mehr

Unternehmen beschäftigen sich also mit der mobilen Optimierung

ihrer Karriereseiten. Und das ist gut. Leider liegt die

Geschwindigkeit der Umstellung hinter den Anforderungen und

Möglichkeiten des Marktes. Die Nutzer werden schneller mobil, als

die Unternehmen. Dadurch wird unnötig Potential verschenkt und

der eigenen Employer Brand Experience geschadet. Entsprechend

ist es leider noch nicht an der Zeit, sich ausschließlich darüber zu

unterhalten, wie man mobile Karriereseiten richtig gut macht oder

bestehende optimiert. Auch in 2014 geht es in erster Linie noch

immer um die Erkenntnis, dass man sich des Themas dringend

annehmen muss.

Unsere Empfehlungen aus dem letzten Jahr haben daher

unverändert Bestand und können ohne Aktualisierungen

übernommen werden. Die folgende Checkliste soll als erste

Orientierung dienen:

Page 20: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

1. Aktueller Zustand

a) Prüfen Sie, wie sich der Traffic auf Ihrer Unternehmensseite

zusammensetzt. Wieviele Besucher nutzen mobile Geräte?

Auf unserer eigenen Seite sind es knapp 20%. Deutschlandweit liegt

die Zahl auf Karriere-Webseiten erfahrungsgemäß zwischen 15%

und 20%. Eine nicht-mobiloptimierte Karrierewebseite riskiert also

bis zu jeden fünften Bewerber zu verlieren. Wie Sie sehen, hilft

Ihnen die Kenntnis dieser Zahl dabei die Notwendigkeit einer

mobiloptimierten Karrierewebseite intern zu verargumentieren.

Nachsehen können Sie die Zahl in ihrer Website-Statistik.

b) Prüfen sie den aktuellen Zustand Ihrer Karriereseite. Am besten

nehmen Sie Ihr eigenes Smartphone und surfen ein wenig über

diese Seite oder Sie bitten Ihre Kinder oder Freunde um eine

Testbewerbung und anschließende Einschätzung. Sollte die

Karriereseite, die Jobbörse oder auch nur das Bewerbungsformular

nicht mobil optimiert sein, wird das negative Nutzererlebnis

zweifelsohne auffallen. Vergleichen Sie gerne die Ergebisse mit den

Screenshots unserer positiven und negativen Beispiele.

c) Ist Ihre Karriereseite gut optimiert, sollten Sie sich mit der

Auswertung des Nutzerverhaltens auf der Seite beschäftigen, um

Optionen für potentielle Verbesserungen auszuarbeiten.

Conversion-Tracking mit dem Anayltics Tool Ihrer Wahl, sowie Click-

Trackig-Analysen bringen Sie hier weiter.

Smartphone

Tablet

Desktop

Page 21: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

2. Mobil-Optimierung

Haben Sie festgestellt, dass Ihre Unternehmens- bzw. Karriereseite

auf mobile Geräten nicht vernünftig nutzbar ist, müssen Sie sich die

Frage stellen, welchen Stellenwert das Thema in Ihrem

Unternehmen hat bzw. haben sollte, und ob Sie bereits kurzfristig

Verbesserungen anstoßen wollen und können.

Im Grunde bieten sich zwei Optionen, wenn sich sich für eine

Verbesserung entschieden haben. Sie lassen ihren gesamten

Auftritt samt Karriereseite überarbeiten oder Sie lösen den

Karrierebereich aus dem Gesamtkonstrukt der Unternehmensseite

heraus und optimieren nur diesen.

Je nach Unternehmensgröße, Umfang der Webseite, Ressourcen,

finanziellen Möglichkeiten und verfügbaren Zeitrahmen, haben die

beiden Optionen jeweils ihre Vor- und Nachteile. Möchte man

schnell eine gute provisorische Lösung als Überbrückung bis zum

nächsten großen Relaunch auf die Beine Stellen, kann man sich

ausschließlich auf den Karrierebereich konzentrieren. Die

nachhaltige Variante wäre allerdings, eine mobil optimierte

Unternehmensseite, samt Karriereseite, Jobbörse usw. aus einem

Guss zu bauen.

Page 22: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

In beiden Fällen sollten Sie folgende Punkte beherzigen:

Verwenden Sie für die Seite und für die Jobbörse zeitgemäße

Content- bzw. Bewerbermanagement-Systeme. Lassen Sie sich

erläutern, ob und wie die Themen Suchmaschinenoptimierung und

mobile Darstellung berücksichtigt wurden

Schauen Sie sich genau die positiven und negativen Beispiele aus

dieser Studie in der Praxis an

Verwenden Sie für Ihre mobil optimierte Version nur die

notwendigsten Informationen

Sorgen Sie für eine übersichtliche Darstellung der Inhalte

Sorgen Sie für eine bequeme Navigation

Schenken Sie der Integration der Stellenangebote besondere

Aufmerksamkeit.

Ermöglichen Sie eine vereinfachte (Vor-) Bewerbung (z.B. One-

Click)

Testen Sie Ihre mobile Karriereseite und vor allem die Stellenbörse

auf mehreren Geräten oder Simulatoren mit verschiedenen mobilen

Betriebssystemen

Falls Sie sich bei der Vorgehensweise unsicher sind, kontaktieren

Sie uns gerne. Wir helfen Ihnen bei der Erstellung einer Erstanalyse

Ihrer aktuellen Seite und beraten Sie gegebenenfalls bezüglich

passender Lösungs-Schritte.

Page 23: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

3. Mobile Apps

Eine gute mobile Karriere-App bleibt auch in 2014 die Königs-

disziplin des Mobile Recruitings und erlaubt eine besondere Art der

Bindung eines potentiellen Bewerbers an das Unternehmen, wenn

er sich entscheidet, die App zu installieren. Dachte man im

vergangenen Jahr im Zusammenhang mit den Kernfunktionen einer

Karriere-App an das Abonnieren der Unternehmensnews und der

Stellenangebote, sind in diesem Jahr zusätzliche Services denkbar,

um mit dem Nutzer im Kontakt zu bleiben, wie z.B. Stand des

Bewerbungsprozesses und Interaktionsmöglichkeiten (“Call-A-

Recruiter”). Darüber hinaus aber auch Services für bestehende

Mitarbeiter. Ihr Ziel sollte stets sein, genug Mehrwert zu bieten, um

für regelmäßige Nutzung der App zu sorgen.

Vor der Entwicklung einer Karriere-App gilt es allerdings stets die

Karrierewebseite für mobile Geräte zu optimieren. Man könnte

irrtümlich annehmen, dass man diesen Zwischenschritt nicht

brauche. Mobile Nutzer würden von der nicht optimierten

Karrierewebseite einfach gleich die Installation der Karriere-App

vorgeschlagen bekommen. Die Gefahr einer Ablehnung ist hierbei

allerdings zu groß. Warum sollten sich Nutzer eine App installieren,

wenn sie nicht abschätzen können, welchen Nutzen sie

ihnen bringt?

Page 24: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Besser ist es, Nutzer zunächst mit einer gut optimierten Webseite zu

überzeugen und erst im nächsten Schritt als Zusatzoption die

Installation einer Karriere-App anzubieten. Natürlich ist es ebenfalls

möglich, dem Nutzer gleich zu Beginn seines Besuches einen

Hinweis auf die Karriere-App zu geben. Es muss allerdings für den

Fall der Ablehnung dieses Vorschlags eine gleichwertige Alternative

in Form einer optimierten Karrierewebseite geben.

Haben Sie sich doch für die Entwicklung einer Karriere-App

entschieden und haben dazu auch noch ein kreatives und sinnvolles

Konzept, stellt sie die Frage nach der Vorgehensweise bei der

technischen Umsetzung. Aus unser Sicht macht es keinen Sinn, Ihre

App nur für eine Plattform entwickeln zu lassen. Bzw. wenn Sie

schon den Aufwand auf sich nehmen, dann sollte doch gleich eine

möglichst große Nutzer-Gruppe Zugang haben. Also peilen Sie am

besten die Entwicklung von einer iOS- und Android-Variante an.

Auch Windows Mobile ist überlegenswert. Es ist wie im letzten Jahr

schwer vorherzusagen, welche Rolle dieses System langfristig

spielen wird. Tatsache ist, “native” Entwicklung für alle drei

Plattformen separat ist eine teure Angelegenheit. Gerade kleinere

Unternehmen empfehlen wir, sich über universellere Konzepte, wie

“cross-platform” Entwicklung, zu informieren. Diese Alternative, bei

der der Kern der App nur einmalig erstellt und anschließend auf die

gewünschten Plattformen lediglich portiert/leicht angepasst werden

muss, stellt einen deutlich günstigeren Zugang zum Recruiting-

Instrument Karriere-App dar. Eine Erörterung der Vor- und Nachteile

im Detail würde hier der Rahmen sprengen. Aber behalten Sie

einfach die Idee “nativ vs. cross-platform” für Ihre Gespräch mit der

eigenen IT oder der externen Agentur im Hinterkopf.

Page 25: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Wenn die Analyse Ihrer Karriereseite zeigt, dass Ihre Karriereseite

mobiloptimiert werden muss, ist der nächste Schritt die

unternehmensinterne Verargumentierung. Ein Business Case muss

her, der den Return on Investment einer mobiloptimierten

Karriereseite für Entscheider und Stakeholder nachvollziehbar macht

und in der Freigabe des erforderlichen .Budgets mündet. Aber wie

berechnen Sie diesen ROI in harten Zahlen?

Zuerst ermitteln Sie den monatlichen Bewerbertraffic-Verlust, der als

Konsequenz der nicht mobilioptimierten Karriereseite auftritt. Wir

empfehlen dazu folgende Formel:

Bewerbertraffic-Verlust = Mobile Traffic x Ausstiegsrate

Beispiel:

Ihre Karriereseite hat 5000 Besucher pro Monat und der Anteil

mobiler Zugriffe beträgt 20% bzw. 1000 Besucher. Ein Fünftel der

mobilen Bewerber kehren nach dem missglückten Mobilzugriff mit

einem Laptop oder Desktop-PC auf Ihre Karriereseite zurück aber

80% tun dies nicht (Ausstiegsrate):

Bewerbertraffic-Verlust = 1000 x 0,8 = 800 Kandidaten/ Monat

Sie verlieren also 800 potenzielle Bewerber jeden Monat bzw. 9600

potenzielle Bewerber im Jahr. Um diesen Verlust auszugleichen,

bedarf es einer Ausgleichsinvestition. Diese lässt sich wahlweise

nach der Cost-per-Click-Methode oder der für den Trafficausgleich

notwendigen Anzahl an Stellenanzeigen berechnen.

Page 26: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Bei der Cost-per-Click-Methode ergeben sich die Kosten für den

Trafficausgleich aus der notwendigen Anzahl an Bewerberzugriffen

multipliziert mit dem Preis pro Klick (CPC).

Ausgleichsinvest (CPC) = Trafficverlust x Preis pro Klick (CPC)

Beispiel:

Ausgleichsinvest (CPC) = 800 x 1 € = 800,-€/ Monat

Wenn Sie die Ausgleichsinvestition lieber anhand der Kosten von

Stellenanzeigen berechen möchten (z.B. wegen fehlender

Erfahrungswerte mit CPC), ermitteln Sie zuerst die Zahl der zum

Ausgleich des Trafficverlusts nötigen Anzeigen und multiplizieren

Sie sie dann mit dem Anzeigenpreis.

Ausgleichsinvest = (Trafficverlust/ Anzeigentraffic ) x Anzeigenpreis

Im Reichweitenvergleich 2012 (Aktor Interactive) betrug der höchste

Durchschnittstraffic 556 Aufrufe je Anzeige. Eine optimistische

Kalkulation sieht bei rund 1000,- € Anzeigenpreis also so aus:

Beispiel:

Ausgleichsinvest (Anzeige) = (800/556) x 1000,- = 1,44 x 1000 = 1440

€/ Monat

Je nachdem, mit welcher Personalmarketing-Methode Sie den

verlorenen Bewerbertraffic kompensieren, betragen Ihre Kosten ca.

800,- bis 1440,- Euro im Monat bzw. 9600,- bis 17280,- Euro im Jahr.

Die Investition in eine Mobiloptimierung Ihrer Karriereseite

verbessert also nicht nur Ihre Candidate Experience, sie amortisiert

sich auch finanziell innerhalb von zwei bis drei Jahren.

Page 27: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

In den vorliegenden Ergebnissen wurden 160 (n=160) börsennotierte

Unternehmen (DAX, TecDax, MDAX, SDAX) analysiert. Der

Erhebungszeitraum war Februar bis März 2014.

Folgende Kriterien wurden untersucht.

a) Existenz einer Karriereseite

Eine Karriereseite ist ein gesonderter Bereich der Unternehmens-

Webseite, in dem sich Nutzer über Karrieremöglichkeiten und offene

Stellenangebote des Unternehmens informieren können. Ist auf

einer Webseite keine Informationsangebot für potentielle Bewerber

erkennbar, besitzt das Unternehmen keine Karriereseite.

b) Mobilfähigkeit der Karriereseite

Mobilfähigkeit beschreibt hier lediglich die

Erreichbarkeit/Darstellbarkeit von Webseiten auf mobilen

Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Um die Mobilfähigkeit

der Karrierewebseiten zu prüfen, wurde getestet ob das

Informationsangebot einer Karriereseite auf mobilen Geräten ganz

oder in Teilen überhaupt darstellbar ist. Der Umfang bzw. die

Vollständigkeit der Information spielen dabei keine Rolle. Wichtig ist

lediglich die Frage, ob der Nutzer überhaupt irgendwelche Karriere

bezogenen Informationen mobil erreichen kann.

c) Mobil-Optimierung der Karriereseite

Mobil-Optimierung beschreibt die Anpassung von Webseiten an die

Anforderungen mobiler Endgeräte und die Bedürfnisse mobiler

Webnutzer. Können die wichtigsten Inhalte auf einen Blick erfasst

werden, ist die Lesbarkeit von Texten gewährleistet, funktioniert die

Navigation, sind die Schaltflächen groß genug, können alle

Page 28: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

wichtigen Inhalte ohne Fehler konsumiert werden? Wenn nur eine

dieser Fragen mit “nein” beantwortet werden musste, gilt die

Karrierewebseite als nicht mobil-optimiert. Ist die mobile

Karriereseite lediglich eine (verkleinerte) 1-zu-1 Kopie der Desktop-

Version gilt sie nicht als mobil-optimiert.

d) Mobil-Optimierung der Stellenbörse

Mobil-Optimierung der Stellenbörse beschreibt die Anpassung des

Jobbörsen-Moduls der Karriereseite an die Anforderungen der

mobilen Endgeräte und die der mobilen Stellensuchenden. Ist die

Jobbörse leicht und bequem aufrufbar und bedienbar, ohne dass

z.B. einzelne Elemente vergrößert werden müssen, um überhaupt

bedient werden zu können. Funktioniert die Suche einwandfrei?

Können Stellenangebote geöffnet werden? Die Mobil-Optimierung

der Karriereseite und der Jobbörse können unabhängig auftreten.

Es gibt Beispiele, wo die Jobbörse optimiert und der Rest der

Karriereseite nicht optimiert ist.

e) Mobiloptimiertes Bewerbungsformular

Wir sprechen von einem mobiloptimierten Bewerbungsformular,

wenn auf dem mobilen Gerät zumindest die wichtigsten Daten

bequem eingegeben werden können, um die Bewerbung später

fortzusetzen. Die Oberfläche, Felder und Schaltflächen müssen für

die mobile Darstellung ausgelegt sein. So gilt z.B. eine verkleinerte

Darstellung des Bewerbungsformulars aus der Desktop-Version als

nicht mobiloptimiert.

Page 29: Wollmilchsau - Mobile Recruiting Studie 2014

Wollmilchsau GmbH

Rothenbaumchaussee 79

20148 Hamburg

Tel: +49 40 444 0 557 0

[email protected]

www.wollmilchsau.de