Zأ¼rcher Tourismus 2030 Entwicklungsperspektiven Zأ¼rcher Geschأ¤ftsmodell – 70 Prozent...

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  • Zürcher Tourismus 2030 Entwicklungsperspektiven

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  • Eine Studie des GDI Gottlieb Duttweiler Institute

    im Auftrag von Zürich Tourismus

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    Inhalt

    Executive Summary .................................................................................................................................. 6

    Einleitung ...................................................................................................................................................... 8

    Mächtigste Treiber und Trends ......................................................................................................... 11 Globalisierung und steigende Mobilität ............................................................................................... 11 Wachsender Tourismus und aufstrebende Märkte ........................................................................... 13 Demografischer Wandel und neue Bedürfnisse ................................................................................. 15 Flexibilisierung und Individualisierung ................................................................................................... 18 Technologischer Forschritt und Digitalisierung ................................................................................... 19 Klimatische Veränderungen, knappere Ressourcen und Nachhaltigkeit ..................................... 20 Fazit ................................................................................................................................................................. 23

    Szenarien: Zürcher Tourismus 2030 ................................................................................................ 24 Mögliche Entwicklungsperspektiven ..................................................................................................... 24 Bleisure Hub: Zürich in der Corporate World ...................................................................................... 27 Premium-Boutique: Zürich für die Happy Few ................................................................................... 35 Rückzugsort: Zürich im Zeitalter des Weniger .................................................................................... 43 Smart Spot: Zürich in der Wissensgesellschaft ................................................................................... 51 Wie weiter? ................................................................................................................................................ 58 Zürich Tourismus: Grundsätze und Entwicklungsziele ......................................................... 62

    Anhang ......................................................................................................................................................... 64

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    Anlässlich seines 125-Jahre-Jubiläums nimmt Zürich Tourismus zusammen mit dem GDI eine Auslege-Ordnung vor. In vier alternati- ven Extremszenarien, die der Wichtigkeit des Zürcher Finanzsektors ebenso Rechnung tra- gen wie der Frage nach künftiger Mobilität, werden unterschiedliche Entwicklungslinien erkundet. Sie zeigen auf, was in Zukunft sein könnte. Die Benennungen der einzelnen Sze- narien geben dabei ihre Kernideen in mög- lichst kondensierter und prägnanter Form wieder. Es versteht sich von selber, dass sie kein politisches Programm sein sollen.

    Bleisure Hub: Zürich in der Corporate World Die Weltwirtschaft erholt sich, das Business zieht wieder an. Zürich erkennt, dass die neue kreative Klasse in ihrem Verhalten kaum mehr zwischen Arbeit (Business) und Freizeit (Lei- sure) unterscheidet. Und bietet den moder- nen Nomaden deshalb das Beste aus beiden Welten: Bleisure. Zürich wird zur angenehms- ten Business-Destination Europas. Hilfreich werden neuartige Bleisure-Hotspot wie das Kongresszentrum oder der «Circle at Zurich Airport». Wichtige Multiplikatoren der neuen Kunde der Bleisure-Hochburg Zürich werden unter anderem auch die Gäste selber sein – denn als wichtige Meinungsmacher geniessen sie in ihren Kreisen weitaus mehr Glaubwür- digkeit als offizielle Hochglanzprospekte und Imagebroschüren.

    Executive Summary

    Tourismus ist einer der wichtigsten Zukunfts- märkte. Doch er gestaltet sich in derart dyna- mischer Art, dass Prognosen schwieriger denn je sind. Was für den globalen Tourismus im Jahr 2030 klar ist: Mobile Kommunikations- mittel und neue Technologien werden zentral. Der Klimawandel schreitet fort, ebenso der demografische Wandel. Neue Übersee-Quell- märkte werden relevanter. Einzigartige Erleb- nisse mit Nacherzählungswert gewinnen an Stellenwert. Doch wer aus der Jetztzeit her- aus die nächsten zwei Jahrzehnte vorbeur- teilen und einschätzen möchte, muss die jün- gere Vergangenheit ebenso einbeziehen. Denn in einer Zeit, da kein Experte sagen kann, ob die Finanzkrise von 2008 und 2009 heute nur noch ein Rumpeln von gestern oder aber Vorbote des nächsten Wirtschafts-Tsunamis ist, muss im Falle der grössten Schweizer Stadt eine schicksalhafte Frage im Mittelpunkt stehen: Was soll vorgekehrt werden, falls neue Entwicklungen das bisherige erfolgreiche Zürcher Geschäftsmodell – 70 Prozent Busi- ness-Gäste, 30 Prozent Freizeit-Touristen – sabotieren? Lange ist die Destination gut gefahren mit dieser Aufteilung, konnte das Pricing der touristischen Leistungsträger dar- auf abstimmen, wusste ganz grob, wann welcher Peak zu erwarten war und welche Szenarien in der künftigen Kapazitätsplanung zur Anwendung kommen würden. Sollten die Angriffe auf den Finanzplatz weiter zuneh- men, sollten sich daraus strukturelle Ände- rungen auf dem Bankenplatz ergeben und dessen Funktionsweise nachhaltig erschüttern, dann steht auch das touristische 70/30-Modell auf dem Prüfstand.

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    Premium-Boutique: Zürich für die Happy Few Die Zeiten werden für den Normalbürger härter. Nur noch Privilegierte – die sogenann- ten «Happy Few» – können sich Zürich leisten. Die Bankenstadt wird auch damit fertig und spezialisiert sich noch stärker. Nun wird es so wichtig wie noch nie, Seriosität, Solidität und Exklusivität aufs allerhöchste Niveau zu brin- gen. Individuelle Erlebnisse für die High-Ban- king-Zirkel dieser Welt zählen mehr als alles andere. Zürich schafft vermehrt Members-On- ly- und VIP-Zonen und bietet den zahlungs- kräftigen Besuchern grenzenlosen Service. Was aber Konfliktpotenzial bei der eigenen Bevölkerung birgt.

    Rückzugsort: Zürich im Zeitalter des Weniger Die Zeiten werden richtig hart. Die Reisetä- tigkeit ist grundsätzlich im Rückgang, der Ge- schäftstourismus bricht ein. Jetzt werden Na- tur, der See, die Berge zu den Stars. Die grosse Herausforderung: Wie kann in Zürich Geld verdient werden mit einer Kundschaft, die am liebsten gar keines ausgeben möchte? Was, wenn die Stadt zum Ausflugsziel für den Ta- gestourismus verkümmert? Ein Stress-Szenario für die Wertschöpfung. Die Chance: Weil Nähe mehr als alles andere zählt, kann man sich auf Märkte in den umliegenden Ländern ein- stellen. Das erspart Streuverluste im Marketing. Es erspart aber nicht die Denkarbeit, welche Produkte jetzt gefragt sein könnten – und wem man sie anbieten soll.

    Smart Spot: Zürich in der Wissensgesellschaft Der Finanzplatz ohne Bankgeheimnis leidet, dafür strahlt der Wissens-Standort umso hel- ler. Zürich ist eine Science-City, welche die Ressource Wissen als Katalysator für nach- haltiges Wachstum nutzt. Das Beste für den Touristiker: Das Wissen verbreitet sich nicht nur in Insider-Kreisen an Kongressen, sondern es schafft auch Innovation für den Gast: Crowd- sourcing-Hotels oder Modelle für leicht trans- portierbare Hotel-Module, die am Theater- spektakel, an der Street Parade oder am Free- style.ch-Event eingesetzt werden können. Wichtig wird, dass sich die Stadt selber auf den allerhöchsten Stand bringt in Sachen Wissen- schaft. Denn Intelligenz macht bekanntlich sexy.

    Wie oft, wenn die mittelfristige Zukunft an- hand von Szenarien eingeschätzt werden soll, kann das Ergebnis 2030 auch in einer Kombination mehrerer Szenarien liegen. Was allen Szenarien gemeinsam ist und längst schon im Zürcher Markenkern steckt: Solidi- tät. No bullshit. Statt auf eine Disneylandisie- rung hinzuwirken, statt teure neue Dinge mit unsicheren Erfolgschancen anzupacken, stärkt die Stadt ihre Stärken. Für Zürich ist klar, was aufgrund der Tradition, der Fakten und der Geschichte über viele Jahre und Jahrzehnte geworden ist, ist Teil der «genetischen Struk- tur», der DNA-Code sozusagen. Ausgehend von diesem Wissen, geben die Szenarien An- stösse, Zürich visionär zu denken. Die ge- wünschte Zukunft hängt letztlich immer vom Gestaltungswillen der Entscheidungs- und Leistungsträger ab.

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    Zürich Tourismus feiert sein 125-Jahre-Jubilä- um und nutzt diese Gelegenheit dazu, in Zu- sammenarbeit mit dem GDI über die Zukunft des Zürcher Tourismus nachzudenken. Ziel der vorliegenden GDI-Studie ist es, die Bedeutung des Touris