Zu Hause daheim. - Staatsministerium fr Arbeit und Soziales, Familie und Integration Beispiele fr...

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  • Bayerisches Staatsministerium frArbeit und Soziales, Familie und Integration

    Beispiele fr ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter

    Zu Hausedaheim.

  • Beispiele fr ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter

    Zu Hausedaheim.

  • Konzepte fr das Wohnen im Alter ________________________________________________________________________________________________________________________________ 6

    Innovative Anstze aus bayerischen Regionen fr ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter

    Wohnen zu HauseWohnberatung und Wohnungsanpassung (Unterallgu, Schwaben) _____________________________________________________________________ 14

    Brgerschaftlich engagierte Nachbarschaftshilfe (Neunburg vorm Wald, Oberpfalz) ___________________________ 16

    Seniorengenossenschaft als Versorgungsmodell (Kronach, Oberfranken) _______________________________________________________ 18

    Betreutes Wohnen zu Hause (Amberg-Sulzbach, Oberpfalz) ______________________________________________________________________________________ 20 Wohnen fr Hilfe (Erlangen-Nrnberg, Mittelfranken) _____________________________________________________________________________________________________ 22

    Quartierskonzept Wohnen im Viertel (Mnchen, Oberbayern) ___________________________________________________________________________ 24

    Quartierskonzept In der Heimat wohnen (Teuschnitz, Oberfranken) _____________________________________________________________ 28

    Wohnen (wie) zu HauseSeniorenhausgemeinschaft Haus Gloria (Rosenheim, Oberbayern) __________________________________________________________________ 32

    Generationenbergreifendes Wohnen (Aschaffenburg, Unterfranken) ______________________________________________________________ 36

    Betreutes Wohnen mit Synergieeffekt (Furth, Niederbayern) ____________________________________________________________________________________ 40

    Betreutes Wohnen (Neus, Schwaben) _______________________________________________________________________________________________________________________________________ 44

    Bayernkarte _______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 48

    Weiterfhrende Adressen _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ 49

    InhaltLiebe Leserinnen, liebe Leser,

    Wohnen ist mehr als eine Adresse mit Strae und Hausnummer. Wohnen bedeutet ein Zuhause zu haben. Gerade fr ltere Menschen hat die Woh-nung eine herausragende Bedeutung. So verbringen 70 -Jhrige im Durchschnitt 83 Prozent des Tages in den eigenen vier Wnden. Alle Umfragen zeigen, dass die meisten lteren Menschen im vertrauten Zuhause bleiben wollen, selbst wenn sie Unterstt-zung brauchen.

    Ich will dafr Sorge tragen, dass mglichst viele ltere Menschen zu Hause beziehungsweise hnlich wie zu Hause leben knnen. Gefragt sind zum einen Anstze, die das Wohnen zu Hause untersttzen, wie z.B. von brgerschaftlichem Engagement getragene Nachbar-

    schaftshilfen, Seniorengenossenschaften oder Quar-tierskonzepte. Zum anderen will ich den Ausbau von innovativen Wohnalternativen sprich ein Leben wie zu Hause vorantreiben und Alternativen zu traditionellen Versorgungsformen schaffen, z.B. durch Seniorenhausgemeinschaften oder generatio-nenbergreifende Wohnformen.

    Mit der vorliegenden Broschre und den vielen ver-wirklichten Praxisbeispielen will ich aufzeigen, wie fr ltere Menschen der Wunsch, mglichst lange selbstbestimmt (wie) zu Hause leben zu knnen, Wirklichkeit wird. Ich wnsche mir, dass diese Pra-xisbeispiele viele Nachahmer finden.

    Emilia MllerBayerische Staatsministerinfr Arbeit und Soziales,Familie und Integration

  • Was Menschen berhrt // www.zukunftsministerium.bayern.de 7

    Ansatzpunkte (z. B. fr barrierearmes oder -frei-es Wohnen) inklusive einer Finanzierung auf. Wnschenswert ist der bayernweite Ausbau von Angeboten zur Wohnberatung und Wohnungsan-passung, die an bestehende Strukturen angebun-den werden knnen (wie z. B. Alten- und Service-Zentren, Kommunen, Seniorenbegegnungssttten, Sozialstationen usw.). Diese hauptamtlichen An-laufstellen knnen beispielsweise mit geschulten, brgerschaftlich engagierten Beratungskrften zusammenarbeiten. Das Angebot selbst kann auch von jngeren Menschen wahrgenommen werden, die vor dem Kauf einer Wohnung die Bedrfnisse der spteren Jahre bercksichtigen mchten.

    Brgerschaftlich engagierte Nachbarschaftshilfe

    Garant fr eine lange, gute NachbarschaftNachbarschaftshilfen knnen wesentlich zum Verbleib im eigenen Zuhause und zum Erhalt von Sozialkontakten beitragen. Im Vordergrund steht immer das brgerschaftliche Engagement, also die gegenseitige Hilfe von und fr Brgerinnen und Brger in der Gemeinde oder in den Stadt-teilen. So werden soziale Kontakte und die Selbststndigkeit bis ins hohe Alter erhalten und gefrdert. Organisiert werden diese Hilfen meist durch Vereine, kommunale oder kirchliche Institutionen.

    den Lebensabend zu verbringen. Wohnformen der Zukunft mssen deshalb die Voraussetzungen fr ein mglichst langes Wohnen in den eigenen vier Wnden und in mglichst groer Selbst-stndigkeit und Privatheit schaffen.

    Wohnen zu Hause

    In gewohnter Umgebung und vertrauter Nach-barschaft alt zu werden, ist fr einen Groteil der Menschen in Bayern ein erstrebenswertes Ziel. Sie mchten selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wnden leben und ihre soziale Umgebung mit allen Infrastrukturen sowie Untersttzungsan- gebote bis ins hohe Alter nutzen. In den letzten Jahren wurden daher viele neue Wohnprojekte und Dienstleistungen entwickelt, die genau die-sen Wnschen entsprechen. Von der barrierefrei-en Wohnung bis zur brgerschaftlich engagierten Nachbarschaftshilfe und nachhaltigen Quartiers-konzepten.

    Wohnberatung und -anpassung

    Freier Bewegungsraum frs ZuhauseHufig ist eine individuelle Wohnungsanpassung ntig, um das Wohnen zu Hause bei Mobilitts-problemen und anderen krperlichen Einschrn-kungen zu erleichtern. Am Anfang steht eine ausfhrliche Wohnberatung. Sie analysiert die bisherige Wohnsituation und zeigt mgliche

    Vernderte Altersstrukturen verlangen nach alternativen Wohnformen

    Die Altersstruktur der deutschen Bevl kerung befindet sich im Wandel. Die geburten starken Jahrgnge kommen in den dritten Le bens-abschnitt. Verbesserte Lebensbedingungen und insbesondere die verbesserte medizinische Versorgung tragen zudem zu einer hheren Lebenserwartung bei. Whrend heute nur jeder fnfte Mensch in Bayern 60 Jahre oder lter ist, wird Mitte des 21. Jahrhunderts gut ein Drittel der bayerischen Bevlkerung dieser Altersgruppe angehren. Die Menschen haben somit lnger Zeit den dritten Lebensabschnitt zu nutzen und auch zu genieen.

    Eine Umkehr dieses Alterungsprozesses der Ge-sellschaft ist mittelfristig nicht zu erwarten. An-haltende niedrige Geburtenziffern lassen keinen

    Trend zu mehr Kindern erkennen. Im Gegenteil: Von den 40-Jhrigen sind in der Gesamtbevl-kerung der alten Bundeslnder heute mehr als 26 Prozent kinderlos, in groen Stdten sind es

    fast 40 Prozent. In der Folge haben sich die Haushalte in Bayern verkleinert und der Anteil von Ein-Personen-Haushalten liegt bei ber ei-nem Drittel Tendenz steigend. Dies betrifft auch die Gruppe der lteren, so dass Unterstt-zungs- und Hilfangebote zwangslufig nicht mehr innerhalb der Familie oder der Partner-schaft geleistet werden knnen. Diese Hilfen mssen schon heute von auen kommen. In die-sem Zusammenhang kommt dem Wohnen, ins-besondere fr die Bevlkerungsgruppe der lte-ren Menschen, eine besondere Bedeutung zu. Denn mit steigendem Lebensalter geht meist ein verengter sozialer Aktionsradius einher und die Qualitt des Wohnens wird fr das individuelle Wohl befinden immer bedeutender. Zugleich haben viele ltere den Wunsch, mglichst lange selbstbestimmt in der eigenen Wohnung bzw. in einem vertrauten Wohnumfeld zu wohnen. Nur etwa 5 Prozent der ber 65-Jhrigen wohnen in einem Heim. Durch die Zunahme der Lebenser-wartung und der gesunden und aktiven Jahre er-hht sich die Chance weiter, im Alter noch viele Jahre zu Hause wohnen zu knnen und dort auch

    Konzepte fr das Wohnen im Alter

    Betreutes Wohnen in Neus: gemeinsames Essen im Bewohnertreff

    Betreutes Wohnen in Neus

  • 9Was Menschen berhrt // www.zukunftsministerium.bayern.de

    Diensten in Anspruch nehmen (wer z. B. 100 Stunden durch geleistete Arbeit anspart, kann spter 100 Stunden kostenfrei abrufen).

    Es ist ein selbstverwaltetes Vorsorgesystem, das die gegenseitige Betreuung und Versorgung seiner Mitglieder organisiert. ber eine zentrale Stelle werden Hilfeleistende und Hilfesuchende vermittelt. Die Seniorengenossenschaften stel-len eine Zwischenstufe zwischen ehrenamtlicher

    Ttigkeit und dem Leistungsaustausch auf Ver-rechnungsbasis der Tauschringe dar. Auch wenn diese der Genossenschaftsidee folgen, sind sie hufig als eingetragener Verein organisiert.

    Der Aufbau von Seniorengenossenschaften wird in Bayern durch das Bayerische Staatsministerium fr Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefrdert. Zudem werden Seniorengenossen-schaften gerade zu Beginn fachlich untersttzt. Hierzu wurde ein Wegweiser erstellt, der fr aus der Brgerschaft entstehende Initiativen eine wertvolle Arbeitshilfe bei Grndung und Umsetzung sein kann: www.stmas.bayern.de/senioren/aktive/ genossenschaften.php

    Nachbarschaftliche Hilfen fr ltere Menschen knnen beispielsweise sein: Regelmige Besuche und Einkaufsservice Untersttzung bei Behrdenangelegenheiten Hilfe im Garten, im Haus oder beim

    Winterdienst Organisation von Treffs, Vortrgen od