(&+2 - AWO Baden · haben“, sagte Seeh. „Heu-te bin ich gekommen, um zwei Dinge zu tun: zum...

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    08-Jul-2020
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  • TITEL

    INHALTTITEL 3

    30 Jahre FSJ bei der AWO Baden

    EINRICHTUNGEN & DIENSTE 6Seniorenzentrum Sonnenhalde

    Vortragsreihe mit Prof. HuberSeniorenzentrum Ludwig-Frank-Haus

    Seniorenzentrum Rheinau-FreistettBegegnungsstätte Wieblingen

    Fachklinik EiterbachHeilpäd. Zentrum HeidelbergSeniorenzentrum Bräunlingen

    Heroin-Modell in KarlsruheSoziale Dienste Bad Säckingen

    AWO-Kita HeidelbergMädchentreff AWO Lauchringen

    ElternService AWO

    STIFTUNGEN 11Sozialstiftung der AWO Baden

    Hanne Landgraf-Stiftung

    KATHARINENHÖHE 12Fußballturnier „Kick & Help“

    Neubau ist in Betrieb

    QUALITÄT KONKRET 14„Aber ich bin doch gar nicht

    Schuld daran“10 Regeln für den Umgang mit

    BeschwerdenQualität, die aus der Küche kommt

    Arbeitszufriedenheit ist groß

    VERBAND 16Führungswechsel im KV Karlsruhe

    Es tut sich viel in Pforzheim Krankenhilfefonds in Rottweil

    Aus den Ortsvereinen: Jetzt werdendie Ärmel aufgekrempeltEin Fest für das Ehrenamt

    „Auf geht’s nach Dresden!“AWO Ehrenmedaille verliehen

    OV Bötzingen feiert 30. GeburtstagEhrungen standen im Mittelpunkt

    AKTUELL/IMPRESSUM 19„Sozial handeln – Zukunft sichern“:

    Bezirkskonferenz im OktoberSpendenaufruf: Krieg in NahostImpressum, Redaktionsschluss

    unter den bedeutenden gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit haben die sozia-len Fragen einen hohen Stellenwert. Zu den wichtigsten gehören die Jugendarbeits-losigkeit und die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund, aber auchdie steigende Zahl hochbetagter und pflegebedürftiger Menschen und die Erhaltungder sozialen Sicherungssysteme. Das Freiwillige Soziale Jahr bietet in all den genann-ten Bereichen interessante Perspektiven für das Engagement junger Menschen. Seit30 Jahren gehört es zum Programm der AWO Bezirksverband Baden und ist heutenoch genauso wertvoll und aktuell wie zu seiner Anfangszeit.

    Jungen Menschen ermöglicht das FSJ berufliche Orientierung und eine erste Quali-fikation in meist zukunftssicheren Feldern. Als wahlweiser Ersatz für den Zivildiensteröffnet es jungen Männern eine erweiterte Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten.TeilnehmerInnen aus anderen Kulturkreisen können während des FSJ oft einen aner-kannten Platz in der Gesellschaft finden, Freundschaften schließen und ihre Sprach-kenntnisse verbessern. Und nicht zuletzt ist diese freiwillige Hilfe äußerst wertvoll für die Einrichtungen, in denen sich z. B. alte Menschen sehr über die zusätzlicheZeit und Zuwendung freuen, die ihnen die FSJ-HelferInnen geben können.

    Darüber hinaus kann das FSJ ein Lernfeld sein für Fähigkeiten, die heute zum Teil nichtmehr automatisch in der Gesellschaft erworben werden, wie das Übernehmen vonVerantwortung, das Einüben von Zuverlässigkeit und den Umgang mit Menschen inschwierigen Lebenslagen. In jedem Fall ist das Freiwillige Soziale Jahr für die Teil-nehmerInnen ein prägendes Erlebnis. Nahezu alle berichten anschließend von dergelebten sozialen Verantwortung, von gestiegenem Selbstbewusstsein und beschrei-ben ihre Zeit als wichtige persönliche Erfahrung.

    Das 30-jährige Jubiläum des FSJ bei der AWO Baden ist für uns Ansporn, das FSJauch weiterhin mit hoher Priorität fortzuführen. Den MitarbeiterInnen in der Regional-stelle beim Bezirksverband, die sich um Schulung und Begleitung beim FSJ kümmern,gratuliere ich zum Jubiläum. Die Anforderungen an sie sind in den letzten Jahren durchdie stärker gemischten Teilnehmergruppen und die daraus resultierenden Erwartun-gen noch gestiegen. Umso mehr können wir gemeinsam auf das Erreichte stolz sein.

    Mein besonderer Dank gilt den jungen Frauen und Männern, die sich für ein Frei-williges Soziales Jahr entschieden haben und weiterhin einen wichtigen Beitrag fürdas Gemeinwohl leisten. Besonders freuen wir uns, wenn sie über diesen Weg dau-erhaft der sozialen Arbeit und vielleicht der AWO Baden verbunden bleiben. UnsereAusbildungsstätten stehen gerne zur Beratung und zur qualifizierten Ausbildung enga-gierter junger Menschen zur Verfügung.

    Hansjörg SeehVorsitzender

    3

    Liebe Freundinnen und Freunde,

  • 20 Prozent aus. Dabei spielt die Tatsa-che, dass man seit 2002 das FSJ als Zivil-dienst anerkennen lassen kann, nur eineuntergeordnete Rolle – die meisten kom-men davon unabhängig.

    Das Bild hat sich geändertHeute wie vor 30 Jahren ist das Freiwil-lige Soziale Jahr hervorragend geeignet,um in soziale Berufe hineinzuschnuppernund sich für andere einzusetzen. Wassich hauptsächlich geändert hat, ist dieZusammensetzung der TeilnehmerInnen.

    „In den Anfangsjahren waren es meistAbiturientinnen, die sich zwischen Schuleund Studium sozial engagieren wollten“,berichtet Andrea Brink. „Heute ist allesviel gemischter. Natürlich gibt es die klas-sische Abiturientin noch. Oft sind die Teil-nehmerInnen aber auch deutlich jünger,mit oder ohne Haupt- oder Realschulab-schluss, zum Teil mit Migrationshinter-grund und Sprachschwierigkeiten.“

    4 AWO-ECHO

    TITEL

    Seit 1976 leisten junge Frauen – undzunehmend junge Männer – in vielenEinrichtungen der AWO Baden einFreiwilliges Soziales Jahr. Das so ge-nannte FSJ gilt als soziales Bildungs-jahr. Es soll berufliche Orientierungbieten, soziale Kompetenz vermittelnund das Verantwortungsbewusstseinfür das Gemeinwohl stärken.

    Die Zahlen sind beeindruckend: Vor 30Jahren fing das FSJ der AWO Baden mitzehn jungen Frauen an – dagegen be-gann der zurzeit laufende Jahrgang mit170 TeilnehmerInnen. Eingesetzt werdendie jungen Menschen in den AWO-Ein-richtungen mit einem klaren Schwerpunktin der Altenhilfe: in Seniorenzentren undPflegeheimen, in der Tagespflege und inden Mobilen Diensten. Ein Drittel der Teil-nehmerInnen arbeitet mit Kindern undJugendlichen, etwa ein Viertel mit behin-derten Menschen, psychisch Kranken undin anderen Einrichtungen.

    Der Bekanntheitsgrad des FSJ ist ganzallmählich gewachsen und wurde zuletztnoch einmal verstärkt durch eine Werbe-kampagne im Jahr 2002. Der jüngsteZulauf ist aber auch begründet durch diehohe Zahl junger Menschen, die heutenach dem Schulabschluss nirgends mehrunterkommen und das FSJ als Alternativebetrachten.

    „Ich sehe die Entwicklung mit einemlachenden und einem weinenden Auge“,sagt Andrea Brink vom Referat Kinder-und Jugendhilfe/FSJ bei der AWO Be-zirksverband Baden. „Wir freuen unsüber das gestiegene Interesse, aber dieAusbildungssituation junger Menschenbereitet uns natürlich Sorgen.“

    Auch junge Männer sind vermehrt unterden Freiwilligen; ihr Anteil macht derzeit

    Der Vorteil gerade für diese jungenMenschen: Das FSJ bietet ihnen eine guteIntegrationsmöglichkeit und die Chance,die Sprache zu lernen. Gleichzeitig wirdes für die MitarbeiterInnen bei der AWOschwieriger, ein Bildungskonzept zu ent-wickeln, das dann auch zu allen Teilneh-merInnen passt.

    „Genauso unterschiedlich wie die Vor-aussetzungen sind die Beweggründe fürdas FSJ“, sagt Andrea Brink. „Einige suchendas soziale Engagement, andere über-brücken eine Wartezeit, hoffen auf einespätere Lehrstelle oder wollen unverbind-lich ausprobieren, ob sie z.B. für einen Pfle-geberuf geeignet sind.“

    Diese vielen Aspekte zu berücksichtigen,ist eine Herausforderung für die Einrichtun-gen und das zuständige FSJ-Team bei derAWO Baden. Die geänderte Zusammen-setzung der Freiwilligen erfordert eine stän-dige, flexible Anpassung der Anleitung undBetreuung in den FSJ-Einsatzstellen, aber

    30 Jahre FSJ bei der AWO Baden Das Engagement ist geblieben – die Gruppen sind bunter geworden

    Das Team derRegionalstelle FSJbei der AWOBaden.

    Von links:Andrea Brink,Doris Heller,Susanne Saup,Gabi Repper,Hartmut Wagner.

    „Wir haben’s gepackt …“

  • AWO-ECHO 5

    TITEL

    auch in der pädagogischen Be-gleitung durch die Regionalstellebeim Bezirksverband. Den bestenBeweis, wie gut diese Aufgabedennoch gemeistert wird, gebendie TeilnehmerInnen selbst mit denfast durchweg positiven Beurtei-lungen am Ende des FSJ.

    So macht Bildung SpaßEinen großen Anteil an den gu-ten Noten, die das FSJ von denjungen Leuten erhält, hat die Bil-dungsarbeit, die mit der Praxis inden Einrichtungen einhergeht. AlsTrägerin des FSJ legt die AWOBaden viel Wert auf eine fundiertepädagogische Begleitung. Niemandwird bei seinem FSJ „ins kalte Wassergeworfen“, niemand wird während die-ser Zeit allein gelassen, und die dabeierworbenen Schlüsselqualifikationen sindeine gute Grundlage für das spätereBerufsleben.

    25 Bildungstage sind gesetzlich vor-geschrieben. Drei fünftägige Seminarefinden zu Beginn, in der Mitte und amEnde des FSJ statt, hier bilden sich dieGruppen, in denen oft Freundschaftengeschlossen werden. Fachliche, soziale,politische und persönlichkeitsbildendeThemen stehen im Vordergrund. Auch diepraktische Tätigkeit in den Einrichtungenund dort gemachte Erfahrungen werdenreflektiert. Ergänzende Wahlseminareund Studienfahrten suchen sich die Frei-willigen selbst aus, ganz nach Interesse.Bei deren Gestaltung sind die Teilnehmer-Innen aktiv beteiligt. Selbstverteidigung,

    Körpersprache, Naturerlebnisse, Spieleund Digeridoo-Workshops zählen zu denbeliebtesten Angeboten.

    Aktuelle Studie – nahe ZukunftHochaktuell erschien Anfang Juli 2006ein Bericht vom Institut für Sozialforschungund Gesellschaftspolitik mit einer solidenund umfangreichen Datenbasis über dieJugend-Freiwilligendienste. Die Ergebnis-se zeigen unter anderem:• Es wollen mehr junge Menschen mit-machen als es Plätze gibt.• Anerkannte Kriegsdienstverweigerernutzen die Möglichkeit gern, einen Frei-willigendienst zu leisten. • Dennoch werden die jungen Frauennicht aus dem FSJ verdrängt, sondern stel-len nach wie vor den größten Anteil derFreiwilligen.

    Insgesamt bestätigen die Ergebnisse,dass das FSJ ein Erfolgsmodell ist – auchund gerade bei der AWO Baden.

    Gesetz und GeschichteDas FSJ in Deutschland entstand auseiner langjährigen Entwicklung, docherst 1964 wurde das Rechtsverhältniszwischen Trägern und Freiwilligen ge-regelt. Seit damals gibt es definierteVorgaben für die Dauer des Dienstes,für Vergütung, Versicherung und Ein-satzfelder. Im Lauf der Jahre wurde amGesetz immer wieder gefeilt.

    1968 wurde das FSJ im europäi-schen Ausland eingeführt. Wer sichdafür interessiert: Die AWO Baden ver-mittelt 30 FSJ-Stellen in Frankreich.

    Grundlage des heutigen FSJ ist das„Gesetz für Förderung eines Freiwilli-gen Sozialen Jahres“. 2002 wurde esin einigen Punkten aktualisiert:

    Im Normalfall beträgt die Dauer desFSJ mindestens sechs Monate bis zueinem Jahr. Seit 2002 ist es z.B. mög-lich, die Mitarbeit um 6 Monate zu verlängern. Als Voraussetzung für dieTeilnahme gilt nicht mehr das Alter, sondern die erfüllte Schulpflichtzeit. Mitder Gesetzesnovellierung 2002 wur-den außerdem die Einsatzbereiche aufSport und Kultur sowie auf das außer-europäische Ausland erweitert und dasFSJ anstelle Zivildienst anerkannt.

    Vergütet wird das FSJ bei der AWOBaden derzeit mit 280,- Euro Taschen-geld, zum Teil mit Verpflegung undUnterkunft.Interessierte melden sich bitte bei derAWO Bezirksverband Baden, Regionalstelle FSJ,Tel. 0721/ 82 07 410 und 82 07 430

    „… und es hat sich gelohnt!“

    … am Ende steht die Beurteilung der TeilnehmerInnen,und die fällt bei der AWO Badenfast durchweg positiv aus.

    Gruppenarbeit steht bei den Seminaren während desFreiwilligen Sozialen Jahres im Mittelpunkt.

  • ters zurück und dankte für die gute Zusam-menarbeit. Er sei schon im Eröffnungsjahr1981 im AWO-Vorstand gewesen undhabe die Geschichte der Sonnenhaldestets mit großem Interesse verfolgt.

    „Von den 27 Seniorenzentren unseresBezirksverbandes gehört die Sonnenhaldezu denen, die den guten Ruf der AWO

    landesweit mit begründethaben“, sagte Seeh. „Heu-te bin ich gekommen, umzwei Dinge zu tun: zumJubiläum zu gratulieren unddenen zu danken, die dar-an mitgewirkt haben.“Eigens erwähnte Seeh Dr.Joachim Rösch, zugleich alsVorsitzenden des Heimaus-schusses und als stellvertre-tenden Vorsitzenden derAWO Baden: „Er bildetsozusagen das Bindegliedam heutigen Tage.“ Per-sönlich begrüßte Seehauch Gerhard Sorge vommustergültig arbeitenden

    6 AWO-ECHO

    EINRICHTUNGEN & DIENSTE

    An einem Frühlingstag wie aus demBilderbuch wurde am 19. Mai 2006das 25. Jubiläum des AWO Senioren-zentrums Sonnenhalde in Altensteiggefeiert. Entsprechend gut aufgelegtwaren die 40 Gäste aus der AWOBaden, aus der Gemeinde, dem Land-kreis Calw und den befreundeten undbenachbarten AWO-Einrichtungen.

    Altensteig. Bürgermeister Jürgen Groß-mann blickte bei der Begrüßung zurück aufdie Anfänge des Hauses vor 25 Jahren.Lange hatte man in den 1970er-Jahren ver-geblich nach Geldgebern für ein Altenheimgesucht. Als der Bedarf immer drängen-der wurde, nahm die Stadt Altensteig1976 selbst den Bau in die Hand. Betriebs-träger wurde die AWO BezirksverbandBaden e.V. – eine Partnerschaft, die beimJubiläum von allen Seiten als äußerst gelun-gen bezeichnet wurde. Der Vorsitzendeder AWO Baden, Hansjörg Seeh, gab inseiner Ansprache das Lob des Bürgermeis-

    Förderverein und den Architekten DieterDorner. Beide sprachen im Anschluss nochselbst. Dorner, der sich als „Eingeborenen“bezeichnete, sagte: „Altensteig wäre ohnedie Sonnenhalde völlig unvorstellbar.“

    Entwicklung nach den AnforderungenDie Entwicklung des SeniorenzentrumsSonnenhalde spiegelt die Entwicklung derGesellschaft. Im Jahr 1981 war es alsWohnheim für zumeist rüstige SeniorInnenerrichtet worden. In den folgenden 25 Jah-ren wurde es mehr und mehr zum reinenPflegeheim um- und ausgebaut. Der Erwei-terungsbau im Jahr 2002 entspricht derveränderten Pflegesituation, vor allem derdeutlich erhöhte Anteil an Einzelzimmernwurde sehr begrüßt.

    Heute leben 78 ältere Menschen imSeniorenzentrum. Für ihre Betreuung sorgtHeimleiterin Hannelore Pantel mit einemTeam aus 70 MitarbeiterInnen. Fast alleBewohnerInnen stammen aus der Region.In der Sonnenhalde genießen sie die fami-liäre Atmosphäre, die Ruhe und die son-nige Höhenlage über dem Nagoldtal.

    Jubiläum im Seniorenzentrum Sonnenhalde Die beliebte Einrichtung der AWO Bezirksverband Baden in Altensteig feierte den 25. Geburtstag

    Blumen für Heimleiterin Hannelore Pantel, überreicht vonAWO-Bezirksgeschäftsführer Klaus Dahlmeyer (links) unddem AWO-Vorsitzenden Hansjörg Seeh.

    Vortragsreihe mit Professor Huber geht weiterNach dem großen Erfolg im Landkreis Karlsruhe geht die „Tour“ nach Offenburg: Prof. Dr. med. W. Huber aus Heidelbergsetzt die Vortragsreihe der AWO Bezirksverband Baden im Seniorenzentrum Marta-Schanzenbach-Haus fort. Die Veran-staltungen sind kostenlos. Eingeladen sind alle, die sich dafür interessieren.

    Altensteigs Bürgermeister Jürgen Großmann begrüßte die Gäste in der Sonnenhalde.

    Jeweils16.00 - 17.30 Uhr, mit anschließender Diskussion.Mi., 13.09.2006 „Langsamer Altern“Mi., 27.09.2006 „Altersdiabetes“

    Mi., 11.10.2006 „Allergien und Schadstoffe“Mi., 25.10.2006 „Nierenfunktion und Schmerzmittel“Mi., 08.11.2006 „Hoher Blutdruck und Abnehmen“

  • AWO-ECHO 7

    EINRICHTUNGEN & DIENSTE

    Neues AWO-Seniorenzentrum in Rheinau-Freistett

    Lahr. 27 SchülerInnen der Klasse 7a des Scheffelgymnasiumsbesuchten das Seniorenzentrum Ludwig-Frank-Haus und ver-brachten einen Tag mit den BewohnerInnen. Diesen Wunscherfüllte ihnen die „Lahrer Zeitung“ im Rahmen der „Wünsch-dir-was“-Aktion. Nach der Begrüßung führte Heimleiter StefanNaundorf die im Schnitt 13-Jährigen durch die Einrichtung undgewährte ihnen Einblick in das Leben im Pflegeheim. Er kon-frontierte sie auch mit Schwierigkeiten, auf die behinderte Men-schen täglich stoßen. So ließ er sie z. B. in einem Rollstuhl fah-ren. Anschließend besuchten die Jugendlichen die Wohngrup-pen, wo sie mit den BewohnerInnen malten (unser Bild), Obst-salat zubereiteten, ihnen Gedichte vorlasen und ihren Erinne-rungen lauschten. Ein eindrucksvoller Tag für die jungen Leute.

    SchülerInnen zu Gast

    Rheinau-Freistett. Im Mai war es soweit: Die Farbe an denWänden der 20 Betreuten Wohnungen des neuen Senioren-zentrums im Ortenaukreis war gerade trocken, da machten essich schon die ersten zwei Bewohner in ihren neuen Domizi-len gemütlich. Im zweiten Bauabschnitt wird ein Pflegeheim mit56 vollstationären Plätzen angegliedert. Mit dessen Fertigstel-lung, so Klaus Dahlmeyer, Geschäftsführer der AWO Bezirks-verband Baden, wird bis September gerechnet. Die AWOübernimmt ab August die Einrichtung als Betreiber.

    Was dem Seniorenzentrum aber im Augenblick noch fehlt,ist ein Name. Daher sind alle Bürgerinnen und Bürger der StadtRheinau aufgerufen, sich an der Namensfindung zu beteiligen.Unter dem Motto „Geben Sie dem Kind einen Namen!“ fin-det ein Wettbewerb statt, der den besten Einfall mit einemWochenende in einem Schwarzwaldhotel in Gengenbach fürzwei Personen belohnt. Gespannt darauf, wie ihr „Kind“ dennkünftig heißen wird, zeigen sich bereits jetzt die AWO Baden,die Firma Orbau aus Zell a.H. – als Bauträger des Senioren-zentrums – und die Stadt Rheinau.

    Zu kontroversen Diskussionen hat anfänglich der lachsoran-gene Anstrich des architektonisch viel beachteten Baus geführt.Heute zeigen sich jedoch alle versöhnlich mit der Farbwahl.Das Seniorenzentrum ist im neu gestalteten südlichen Ortsein-gang von Freistett angesiedelt und somit Teil einer hervorra-genden Infrastruktur. Arzt, Apotheke und Supermarkt befindensich direkt in der Nähe, und auch der Bus ist schnell erreichbar.

    Ideen werden belohnt

    Wieblingen. Was die Begegnungsstätteder AWO Kreisverband Heidelberg inWieblingen alles für SeniorInnen anbie-tet, lässt sich künftig schon am Eingangnachlesen. Denn dort befindet sich jetztein großzügig gestalteter Schaukastenaus Aluminium, den 25 ortsansässigeUnternehmen dem beliebten AWO-Treff-punkt gestiftet haben.

    Nicht nur über das umfangreiche Aktiv-Programm, das neben Werken, Bastelnund Aquarell-Malerei auch Englisch- undComputerkurse beinhaltet, wird dort infor-miert. Auch das Angebot der hauseige-nen Küche hängt im wöchentlichenWechsel aus. Für über 40 SeniorInnen istder tägliche Mittagstisch bei der AWOzur festen Einrichtung geworden. Vielebleiben auch danach noch, um mitein-ander oder mit einem der 25 Ehrenamt-lichen Karten zu spielen, zu musizierenoder sich auszutauschen.

    Sie heißen „Mariechen“ und „Gretel“, sind beide erst ein Jahr alt, kuschelig weichund mögen es, ausgiebig hinter den Ohren gekrault zu werden. Bei den Bewoh-nerInnen des Ludwig-Frank-Hauses sind sie stets ein gern gesehener Besuch.

    Lahr. Mariechen und Gretel, das sindzwei reinrassige schwarzlohfarbeneKaninchen, die im Garten der Sinne desLudwig-Frank-Hauses wohnen und für vielFreude im Seniorenzentrum sorgen.

    „Unsere BewohnerInnen sind emotionaltief berührt“, berichtet Stefan Naundorf,Leiter der Einrichtung, von den Besuchender Langohren gerade bei Bettlägrigen.

    Dass bei alten Menschen Kleintiere oftein Weg aus der Isolation sind, und dassdie Gedächtnisleistungen und das Wohl-befinden Demenzkranker durch sie ver-bessert werden können, zeigt eine Studieder Universität Bremen.

    Um das Wohl der beiden jüngstenHeimbewohner, die ein Geschenk desKleintierzuchtvereins Sulz sind, kümmernsich sowohl ehrenamtliche Helfer als auchBewohnerInnen eines Wohnbereichs mitviel Hingabe.

    Aktionen imSchaukasten

    Streicheln für die Seele

  • 8 AWO-ECHO

    EINRICHTUNGEN & DIENSTE

    Zurück in ein Leben ohne DrogenSpezialisierung auf Doppeldiagnose Sucht & Psychische Erkrankung in der Fachklinik Eiterbach

    Mit einer sehr seltenen Spezialisierungzeichnet sich die Fachklinik Eiterbachder AWO Kreisverband Mannheime.V. bundesweit als Besonderheit unterden Reha-Kliniken für Suchtkranke aus.

    Mannheim. Es können junge Menschenan der Schwelle zum Erwachsenwerdensein, aber auch Männer und Frauen, diesich bereits mitten im Leben befinden. Inder Fachklinik Eiterbach erhalten Betroffe-ne Hilfe, damit sie Suchtstrukturen über-winden und wieder am gesellschaftlichenLeben teilhaben können. Insbesondere,wenn zusätzlich eine psychiatrische Grund-oder Folgeerkrankung vorliegt.

    „Unseres Wissens gibt es nur zwei wei-tere Drogentherapie-Einrichtungen, die sichder speziellen Rehabilitation von Patientenmit Doppel-Diagnosen widmen“, sagtWerner Mindel. Mindel ist TherapeutischerLeiter der Fachklinik Eiterbach, einem Ver-bund, zu dem neben der Klinik auch das

    Nachsorgehaus Heidelberg, eine Fach-ambulanz sowie vier Nachsorgewohnge-meinschaften gehören.

    Das mehrstufige stationäre Therapiepro-gramm beginnt im Haus Eiterbach. Dort,im südlichen Odenwald, finden die 42Rehabilitanten beste Bedingungen für ihrekörperliche und seelische Genesung vor.Neben der medizinischen Betreuung stehtpsychotherapeutische Behandlung in Ein-zelgesprächen und Gruppensitzungen aufdem Plan. In der Therapie werden indivi-duelle Probleme erörtert, aber auch Stra-tegien erarbeitet, damit später bei Kon-flikten und Belastungen im Alltag andereLösungsmuster als Drogen zur Bewälti-gung verfügbar sind.

    Mit Hilfe der Soziotherapie lernen dieTeilnehmerInnen, ihrem Leben eine Struk-tur zu geben. Neben der Arbeit sollenauch Freitzeit und gesellschaftliche Akti-vitäten gleichberechtigt vertreten sein.Nach dieser intensiven Behandlungspha-

    Links die Fach-klink Eiterbach,rechts das dazugehörige Haus Heidelberg, woselbstständigesLeben wiedertrainiert werdenkann. SinnvolleArbeit, z.B. inder Schreinerei,ist wichtiger Teilder Therapie.

    se erfolgt im Haus Heidelberg die langsa-me Rückführung in ein selbstständigesLeben. Von hier aus wird mit therapeuti-scher Hilfe die individuelle Zukunft – Wohn-situation, Arbeit, soziales Leben – geplantund erprobt. Gestaltet sich der Übergangaus der therapeutischen Betreuung in eineigenverantwortliches Dasein schwierig,kann der vorübergehende Einzug in eineder betreuten Wohngemeinschaften odereine ambulante Weiterbehandlung helfen.

    Die Zusammenarbeit zwischen Gemein-de und Klinik ist laut Werner Mindel „superproblemlos.“ Freuen würde er sich aberüber ehrenamtliche HelferInnen, die ihnund sein Team – wie in anderen AWO-Einrichtungen – unterstützen könnten.

    25 Jahre Erfolgskonzept in Heidelberg„Tagesgruppe statt stationäre Unterbringung“ lautet die oberste Prämisse der AWO-Einrichtung

    Heidelberg. Das HeilpädagogischeZentrum der AWO Kreisverband Heidel-berg e.V. hatte am 7. Juli allen Grund zufeiern: Zum einen nahm die Einrichtungvor 25 Jahren als erste dieser Art imBereich des Landesjugendamtes Badenihre Arbeit auf. Zum anderen darf aufeinen beachtlichen Erfolg zurückge-schaut werden. Das Zentrum befolgt seitdamals einen Grundsatz, der nach wievor Gültigkeit besitzt: Die Betreuung lern-

    Seit Herbst 2005 wird in der Einrichtungauch erfolgreich mit Kindern gearbeitet,die am so genannten Aufmerksamkeits-Defizit (Hyperaktivitäts) Syndrom – kurzAD(H)S – leiden. Gemeinsam mit dem„Psychologischen Zentrum für Diagnostikund Förderung von Schulleistungen“ im selben Gebäude wird ein spezielles Trai-ning für Konzentration und Aufmerksamkeitangeboten. In manchen Fällen erspart dassogar Medikamente.

    und verhaltensauffälliger Kinder in derTagesgruppe wird immer einer stationä-ren Unterbringung vorgezogen. So konn-ten mehr als 120 der 145 bis heute dortbetreuten Kinder in ihrem gewohntenUmfeld bei der Familie bleiben. Daraufsind die Sozialpädagogin Silke Berneckerund die beiden HeilpädagogInnen ElkeLässing und Manfred Huber stolz. Zusam-men betreut das Team acht Jungen undMädchen in zwei Tagesgruppen.

  • AWO-ECHO 9

    EINRICHTUNGEN & DIENSTE

    „Das Haus noch mehr für Außenstehende öffnen“Peter Hirsch übernimmt AWO Seniorenzentrum in Bräunlingen und bringt bereits konkrete Pläne mit

    Bräunlingen. Peter Hirsch ist gelernter Krankenpfleger mit Dip-lom im Pflegemanagement: Beste Voraussetzungen für die Auf-gabe als Heimleiter. Bereits früher arbeitete er bei der AWORottweil. Jetzt kehrt er nach einer Zwischenstation bei einem pri-vaten Träger zur AWO zurück, als Leiter des SeniorenzentrumsBräunlingen der AWO Bezirksverband Baden.

    „Es ist ein Vorteil“, sagt Hirsch, „dass ich die Leitsätze derAWO kenne und mich mit ihnen identifiziere.“ Für die neueStelle hat der 36-Jährige schon konkrete Pläne: „zum BeispielPflegeseminare für Außenstehende und regelmäßige Abendefür Angehörige.“ Viel Wert legt Hirsch auf ein gutes Arbeits-klima und einen guten Kontakt zu den Pflegekräften.

    Das Bräunlinger Seniorenzentrum mit 30 Dauerpflegeplät-zen und zwölf Betreuten Wohnungen hat mit Peter Hirsch wie-der einen eigenen Leiter. Bisher wurde es von Martin Hayermitgeleitet, der sich jetzt wieder ganz auf „sein“ AWO-Senio-renzentrum in VS-Schwenningen konzentrieren kann.

    Heroin-Therapie wieder in der DiskussionErst abgelehnt, jetzt befürwortet: Neue Chance für das Heroin-Modell der AWO Karlsruhe-Stadt?

    Karlsruhe. Von der Heroinsucht loszu-kommen, ist für Schwerstabhängige einenahezu unüberwindliche Aufgabe. Umihnen zu helfen, wurde früher zumeist dieErsatzdroge Methadon verordnet. Im Mai2002 startete ein neuer Versuch mit Pati-enten, die seit Jahren mit keiner Therapiemehr erreicht werden konnten. Sie erhiel-ten kontrolliert Heroin mit dem Ziel, dieDosis unter Aufsicht allmählich zu verrin-gern. Die AWO Karlsruhe leistete dabeiviel beachtete Pionierarbeit. Karlsruhe war die einzige baden-württembergischeStadt und bundesweit die erste, die sich

    württembergischen Sozialministerium aufwenig Gegenliebe. Unter dem früherenMinisterpräsidenten Teufel galt die Devise,dass der Staat „kein Rauschgift ausgeben“dürfe. Von der Karlsruher AWO-Einrichtungblieb nach Beendigung des Modellver-suchs nur eine Beratungsstelle.

    Jetzt zeichnet sich unter SozialministerinMonika Stolz (ebenfalls CDU) erstmalsein Kurswechsel in der Drogenpolitik desLandes ab. Sie brach mit ihrer Fürspra-che für das „Heroin auf Krankenschein“ inden eigenen Reihen ein Tabu. Damit ist dieendgültige Entscheidung wieder offen.

    am Modellversuch beteiligte. Im Dezem-ber 2004 lag die Zwischenbilanz vor:80% der Teilnehmer ging es gesundheit-lich besser als vor der Behandlung, 69%Prozent konsumierten weniger illegaleDrogen. Der Abschlussbericht im Januar2006 kam zu dem Ergebnis, die heroin-gestützte Behandlung sei „dem Methadonüberlegen“. Auch die Ärztekammer vonBaden-Württemberg sprach sich dafür als„therapeutischen Baustein“ aus.

    Dennoch stieß das Heroin-Modell derAWO während der gesamten Versuchs-zeit im von der CDU geführten baden-

    Kooperation in der Altenpflege-AusbildungAuszubildende der AWO Bad Säckingen machen ihr Praktikum in einem befreundeten Seniorenheim

    Bad Säckingen. Vor drei Jahren änder-ten sich die Richtlinien für die Ausbildungvon Altenpflegefachkräften: Seitdem istein Außenpraktikum in einer Einrichtungnicht mehr zwingend vorgeschrieben.

    Das heißt, die Ausbilder müssen nichtmehr wochenlang auf ihre SchülerInnenverzichten. „Allerdings mindert sich ausunserer Sicht auch die Qualität der Aus-bildung“, sagt Peter Griesbaum, Pflege-dienstleiter im Mobilen Sozialen Dienst

    sagt sie, hätte sie es nicht treffen können.Sie lernte bei der AWO im ambulantenDienst und in der Tagespflege, dann auchergänzend im stationären Bereich desAltenheims – ideal für ein umfassendesBild. Der Austausch hat sich bewährt, fürdie Träger wie für die Auszubildenden.Angela Baumgartner hat unter den zehnBesten abgeschlossen. Mit zwei neuenAzubis ging das Bad Säckinger Koope-rationsmodell in die nächste Runde.

    der AWO Bad Säckingen (Kreis Walds-hut). Um diesen Qualitätsverlust auszu-gleichen, hat die AWO Bad Säckingeneinen Austausch mit der „Menschen imAlter GmbH“ vereinbart, die in der Regionzwei Seniorenheime betreibt. Für jeweilsein halbes Jahr lernen die Auszubilden-den wechselseitig die Arbeit des Koope-rationspartners kennen.

    Angela Baumgartner nahm als ersteam Projekt teil und war begeistert. Besser,

  • 10 AWO-ECHO

    EINRICHTUNGEN & DIENSTE

    Gemeindezentrum bietet als Ausweich-quartier gute Bedingungen – bis es zurück-geht in die Obere Rödt.

    Seit über 50 Jahren ist die AWO bereitsMieterin des „architektonischen Juwels“und dessen großer Außenanlage. Hierhaben die 75 Kinder der Kita eine MengeFreiraum, um ihren Bewegungsdrang un-gestört auszuleben und beim Spiel in derNatur ihre Phantasie frei zu entfalten. Die

    drei- bis 14-Jährigen, die inder Oberen Rödt ganztä-gig und fast ohne Ferien-unterbrechung betreut wer-den, können sich hier unge-hindert entwickeln.

    Mit der Leiterin SigridStrüver kümmern sich Erzie-herinnen, Kinderpflegerin-nen und junge Leute imFreiwilligen Sozialen Jahrum zwei Gruppen mit Kin-dergartenkindern und dreiGruppen mit Schulkindern.

    Heidelberg. Lange war unklar, was ausder Kindertagesstätte Obere Rödt wer-den sollte. Nach anfänglichem Zögernhatte die Stadt Heidelberg aber danndoch ihr „Ja“ zur Sanierung der Einrich-tung im Stadtteil Pfaffengrund gegebenund damit den Fortbestand der AWO-Kin-dertagesstätte gesichert. Allerdings musstedie gesamte Kita für die Dauer der Bau-arbeiten ausziehen. Das Evangelische

    Fast eine Million Euro investiert dieStadt Heidelberg jetzt in die Sanierungdes Anwesens, das unter Ensembleschutzsteht und somit in seiner ursprünglichenStruktur erhalten bleiben muss. Begonnenwird mit dem Gebäude, wo neben derRenovierung der Fassade eine kompletteInnensanierung ansteht. Im Zuge dessenwerden auch die Wärmeschutzmaßnah-men auf den neuesten Stand gebracht.Für Rollstuhlfahrer wird im Erdgeschossein Bad und ein barrierefreier Aufzug ein-gebaut. Bis zum Herbst sollen dann alleArbeiten im Haus abgeschlossen sein,bevor nach der Instandsetzung des Frei-geländes die Baumaßnahme komplett be-endet sein wird.

    Die Kinder freuen sich, schon bald wie-der den großen Außenbereich und dennahe gelegenen Spiel- und Bolzplatz nut-zen zu können. Im Gemeindehaus stehtihnen zwar ein Saal zur Verfügung. Trotz-dem ist es nicht dasselbe wie im Gartender Oberen Rödt zu spielen und zu toben.

    Heidelberger AWO-Kita behält ihr DomizilMit der Sanierung des Anwesens Obere Rödt ist das Bestehen der Kindertagesstätte gesichert

    Oftmals hindert die fehlende Kinderbetreuung einen Elternteildaran, wieder in den Beruf zurückzukehren. Um Familie undKarriere miteinander vereinbaren zu können, hat die DeutscheRentenversicherung Bund (DRV-Bund) sich auf die Suche nacheinem Service-Anbieter begeben, der seinen MitarbeiterInnenbei der Vermittlung von Tagesmüttern, Kinderfrauen, Au-Pairs,Babysittern und so genannten „Notmüttern“ hilft und Fragen zumThema Kinderbetreuung beantwortet. Die Bietergemeinschaftder AWO erhielt schließlich den Zuschlag, und seit September2005 gibt es jetzt den „ElternService AWO“.

    Von Montag bis Freitag nimmt eine Hotline mit Sitz in Ost-westfalen-Lippe zwischen 8 und 18 Uhr Anrufe der DRV-Mitar-beiter entgegen und leitet ihre Sorgen und Wünsche an einefachkompetente AWO Einrichtung im zuständigen Kreisver-band weiter. Dort nimmt dann ein Berater umgehend Kontaktmit dem Anrufer auf. Der erste Fall wurde in Freiburg bearbei-tet; für ein Kind wurde ein Kita-Platz gesucht. Auch im LandkreisRhein-Neckar, in der Ortenau sowie im Schwarzwald-Baar-Kreis konnten Engpässe behoben werden. Andere Behördenund Firmen haben bereits ihr Interesse bekundet.

    ElternService AWO

    Lauchringen. Das Miteinander verschiedener Kulturen kannproblemlos gelingen. Das zeigen die „Pepkidz“, eine Gruppetürkischer und deutscher Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jah-ren. Gemeinsam verbringen sie ihre Freizeit und lernen dabeispielerisch die andere Kultur kennen. Ins Leben gerufen wurdedas Projekt zur Integration türkischer Mädchen letztes Jahr vonder AWO Lauchringen (Kreisverband Waldshut), dem Jugend-referat und der Gemeindeverwaltung Lauchringen. Das T-Shirtzeigt’s: Sonne und Halbmond passen prima zusammen!

    Sonne trifft Halbmond

    Grund zur Freude haben die Kinder von der Oberen Rödt.

  • AWO-ECHO 11

    STIFTUNGEN

    Die meisten Anträge für SeniorenprojekteSozialstiftung der AWO Baden gibt Fördergelder für Schulungen, Besuchsdienste und Internet

    Am 12. Mai traf sich der Vorstand derSozialstiftung der AWO Baden imSeniorenzentrum Ludwig-Frank-Hausin Lahr zu seiner dritten Sitzung. Aufder Tagesordnung standen vor allemdie Förderanträge von AWO Ortsver-einen und Kreisverbänden.

    Stiftungsvorsitzender Hansjörg Seeh undGeschäftsführer Klaus Dahlmeyer freutensich im Mai über eine konstruktive Vor-standssitzung. Ausführlich berieten die Vor-standsmitglieder über mehrere Förderan-träge.

    Schulungen für EhrenamtlicheSehr begrüßt wurde z.B. die Idee ausdem Kreisverband Baden-Baden, Ehren-amtliche für den Umgang mit demenz-kranken Menschen besonders zu schulen.Der Vorschlag kam so gut an, dass dieVorstandsmitglieder beschlossen, eine sol-che Weiterbildung nicht nur für Baden-Baden, sondern für die gesamte AWOBaden zu ermöglichen.

    Zweitägige Kurse zum Thema „Valida-tion – den alten Menschen wertschätzen“sollen künftig vom Bezirksverband orga-nisiert und in der Altenpflegeschule in Lahrdurchgeführt werden. Das Angebot sollsich vorrangig an ehrenamtliche HelferIn-nen in den Pflegeheimen, Senioren-Wohn-anlagen und ambulanten Diensten in denKreisverbänden der AWO Baden rich-ten. Die Sozialstiftung übernimmt dieFinanzierung von bis zu 20 Schulungs-

    plätzen. Dem AWO Kreisverband Baden-Baden, aus dem die Anregung kommt,werden einige dieser Plätze angeboten.

    Aufbau von BesuchsdienstenSowohl aus dem Kreisverband Ortenauals auch aus dem Ortsverein Lahr kamenFörderanträge für ehrenamtliche Besuchs-dienste bei älteren Menschen.

    Konkret wünschte der Kreisverbandeine Qualifizierungsmaßnahme für einenBesuchsdienst im häuslichen Umfeld derSeniorInnen; beim Ortsverein geht es umden grundsätzlichen Aufbau eines solchenDienstes. Der Stiftungsvorstand bewillig-te beide Anträge mit der Vorgabe, dasssich der OV Lahr dem Projekt seines Kreis-verbandes anschließt.

    Wege ins Internet öffnenÜberall in der AWO Baden gibt es bereitsAngebote, um älteren Menschen denWeg ins Internet zu öffnen. Beim Antragdes Ortsvereins Walldürn (Kreis Neckar-Odenwald) wurde darum vom Stiftungs-vorstand angeregt, ein entsprechendes

    Hanne Landgraf als „politische Ziehmutter“Karlsruhe. Gerlinde Hämmerle (Bild),Regierungspräsidentin i.R., ist neue Vor-sitzende der Hanne-Landgraf-Stiftung undlöst damit Franz Hoß ab. Ende April wur-de die prominente Karlsruherin in dasEhrenamt gewählt.

    „Hanne Landgraf war so etwas wiemeine politische Ziehmutter“, sagte Ger-linde Hämmerle über die berühmte Na-mensgeberin aus der Karlsruher AWO.Sie freue sich, sagte Hämmerle, dass siejetzt zu ihren Wurzeln zurückkehren kön-ne, nachdem sie während ihrer Zeit alsRegierungspräsidentin einige ehrenamt-

    Projekt über die Senioren hinaus aufbehinderte Menschen auszuweiten. DerOV Walldürn wird nun prüfen, inwieferndies möglich ist, und kann sich unter dergenannten Bedingung über Fördermittelaus der Stiftung freuen – ebenso wie derAWO Kreisverband Freiburg. Dort wirddie Arbeit in einem Senioren-Internettreffunterstützt.

    Tue Gutes und rede darüberInsgesamt stellte Vorsitzender HansjörgSeeh fest, dass den Gliederungen derAWO Baden eine Gesamt-Fördersummevon 11.900 Euro zur Verfügung gestelltwerden kann. Die Projekte, die damitunterstützt werden, sind nicht nur sinnvoll,sondern auch eine gute Werbung für dieAWO Baden. Daher soll bei Übergabeder Förderbewilligung jeweils auch dieregionale Presse informiert bzw. einekleine Veranstaltung durchgeführt wer-den. Berichte über die Arbeit der Stiftungsollen im Rahmen des Marketingplans2006 auch in den Heimzeitungen derAWO-Seniorenzentren erscheinen. Zu-sätzlich wird eine Stiftungs-Homepageerstellt und die Stiftung in einer Muster-anzeige vorgestellt, die von den AWOOrtsvereinen an örtliche Gemeinde- undAnzeigenblätter möglichst kostenlos wei-tergegeben werden kann. Stiftungsge-schäftsführer Klaus Dahlmeyer berichtetedem Stiftungsvorstand über den Standder Marketing-Maßnahmen – die meis-ten stehen kurz vor der Vollendung.

    liche Engagements aufgeben musste.Die Stiftung, die letztes Jahr von der

    AWO Karlsruhe ins Leben gerufen wor-den war, engagiert sich für arme Kinder,von denen die AWO auch viele in ihrenEinrichtungen betreut. Aus dem Kapitalsind bereits Kleidung, Geburtstagsfeiernund Theaterbesuche finanziert worden.

    „Wir ermöglichen den Kindern wiederdie Teilnahme am sozialen Leben,“ sag-te Gerlinde Hämmerle. Von der ehema-ligen Regierungspräsidentin an der Spit-ze erhofft sich die AWO-Stiftung aucheinen höheren Bekanntheitsgrad.

  • 12 AWO-ECHO

    KATHARINENHÖHE

    „Kick & Help“ für krebs- und herzkranke KinderMitarbeiterInnen der Firmengruppe Schneidersöhne veranstalteten ein riesiges Fußballfest

    Passend im Jahr der Fußballweltmeisterschaft organisiertedie Ettlinger Firmengruppe Schneidersöhne ein Fußball-Benefizturnier zu Gunsten krebs- und herzkranker Kinderund Jugendlicher in der Rehaklinik Katharinenhöhe. Am 17. Juni traten sage und schreibe 65 Firmen- und Frei-zeitmannschaften auf dem Gelände des ASV Ettlingen an.Bei der riesigen Veranstaltung begeisterte das ehrenamt-liche Engagement der vielen freiwilligen Helferinnen undHelfer ebenso wie die spannenden Spiele.

    So viel persönlicher Einsatz, wie ihn dieMitarbeiterInnen von Schneidersöhne fürdas Turnier und damit für die Rehaklinikder AWO Bezirksverband Baden auf-brachten, verdient höchstes Lob. Einfachalles, vom Zeltaufbau über das Kuchen-backen bis zum Bierzapfen, wurde ehren-amtlich übernommen. Und das war in derTat eine Herkules-Aufgabe!

    65 Mannschaften mussten betreut undversorgt, 900 Maultaschen gekocht, 800Steaks gebrutzelt und fast 2000 Brötchenverkauft werden. Schon morgens um halbdrei hatte der Koch mit dem Kartoffelsalatangefangen. Da griffen die Gäste gernezu: Mehr als 1000 Personen, Geschäfts-freunde von Schneidersöhne aus Deutsch-land und der Schweiz sowie die EttlingerBürgerInnen, kamen als Zuschauer. AmAbend bot die beliebte Sean Tracy Bandeinen weiteren Höhepunkt.

    Dass alles so perfekt klappte, lag auchan der Erfahrung der HelferInnen. 1999war schon einmal ein Turnier dieser Artein Riesenerfolg gewesen. Ein großesDankeschön gilt auch den Sponsoren undden Besuchern, die durch Verzehr undTombola die Spendenkasse füllten.

    Stürmen für die „Katha“Schneidersöhnerief, und alle ka-men. Sogar nochsieben Mann-schaften mehr als vor 7 Jahren. Vertreterder Druck- und Papierindustrie aus ganzDeutschland schnürten die Fußballstiefel,dazu befreundete Teams z.B. von einerBrauerei, einem Hotel, einer Herzklinik,vom Bundesverfassungsgericht und vomLandratsamt Böblingen. Auch etliche Da-men stürmten für die „Katha“ aufs Tor.

    Sieger war die gute SacheGewonnen haben zuletzt die Teams derSEG Eurodrive, Koehler Papierfabrik undScheufelen Papierfabrik. Ihnen übergabÜberraschungsgast und FußballkennerWinnie Schäfer, der seit Jahren in Ettlin-gen lebt, die Pokale.

    Der eigentliche Gewinner aber war dieKatharinenhöhe – besser gesagt diekrebskranken Kinder, ihre Eltern und Ge-schwister in der familienorientierten The-rapie und die jugendlichen PatientInnenin der Gruppentherapie. Alle haben den So seh’n Sieger aus: Herzlichen Glückwunsch!

    Strahlten mitder Sonne umdie Wette: Winnie Schäferund KlinikleiterStephan Maierfreuten sichüber ein klasseTurnier und eingroßartigesSpenden-ergebnis.

    Toll gemacht! Dankeschön sagten Schneidersöhne, die Katharinenhöheund die AWO Bezirksverband Baden an das „Orga-Team“.

    Schock einer lebensbedrohlichen Krank-heit erlitten und schwere Zeiten im Kran-kenhaus hinter sich. In der Rehabilitationfinden sie neue Kraft, auch für ein Lebenmit bleibenden Behinderungen. Für die-se wertvolle Arbeit brachte das Schnei-dersöhne-Turnier insgesamt 10.000 Eurozusammen.

    Eine Freundschaft seit 12 JahrenDie Verbundenheit des Ettlinger Papier-großhandelsunternehmens mit der Katha-rinenhöhe begann schon vor rund zwölfJahren. Schneidersöhne spendete u.a.für einen behindertengerechten VW-Bus,einen Spielplatz und für den Bau einesHochseilgartens. Das jüngste Spenden-projekt war ein Musikzimmer im geradeeröffneten Neubau.

  • AWO-ECHO 13

    KATHARINENHÖHE

    Neubau der Katharinenhöhe ist in Betrieb

    Besuch der AWO Kehl

    Erweiterungsbau vervollständigt das Reha-Angebot: Ideale Bedingungen jetzt auch für Jugendliche

    Seit Jahren kommen in die Rehaklinik Katharinenhöhe nicht nur Kinder und ihreFamilien, sondern auch herz- und krebskranke Jugendliche – allerdings musstensie bisher einige Kilometer entfernt wohnen. Endlich ist alles unter einem Dach.

    Die gute Nachricht geht durch die ganzeAWO Baden: Der Neubau der Kathari-nenhöhe ist bezogen! Viele AWO-Orts-vereine haben seit 2004 an der Aktion„Mitbauen am neuen Haus“ regen Anteilgenommen. Benefizveranstaltungen undSpendenaktionen wurden durchgeführt,auch das AWO-Echo berichtete mehr-fach über die Fortschritte.

    Mit Klinikleiter Stephan Maier, Chef-arzt Dr. Eberhard Leidig und vor allem mitden jungen Leuten, denen im Neubaukünftig eine optimale Rehabilitation er-möglicht wird, freuen sich daher auchzahlreiche Freunde und Förderer. DasKonzept für herz- und krebskranke Ju-gendliche und junge Erwachsene hat aufder Katharinenhöhe ebenso Modellcha-rakter wie die familienorientierte Rehabili-

    tation für Kinder mit ihren Eltern undGeschwistern. Der Unterschied: Familienkönnen in der Reha nach zwangsweiserTrennung, Krankenhausaufenthalten usw.endlich wieder zusammenfinden. Dage-gen kommen Jugendliche und junge Er-wachsene meist allein. Gruppen ausGleichbetroffenen und Gleichaltrigen ge-ben sich Halt, begleitet von Psychologen,Heilpädagogen und LehrerInnen.

    Der Bedarf für Jugendliche ist großJedes Jahr erkranken etwa 1.800 Kinderund Jugendliche bis zu 16 Jahren anKrebs, und noch höher als bei Kindernzwischen 5 und 14 Jahren ist die Zahlder betroffenen jungen Leute von 14 bis21. Dennoch gibt es kaum spezialisierteRehaplätze. Umso größer ist die Nach-

    frage auf der Kathari-nenhöhe.

    Untergebracht warendie jungen PatientInnenbisher in einem ehema-ligen Hotel ein paarKilometer entfernt, undzu den Behandlungenmusste mit dem Busgependelt werden. DerNeubau hat nun nichtnur die jungen Leute aufdas Klinikgelände da-zugeholt, sondern mitca. 3500 Quadratme-

    Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, Karlsruhe, Kto.: 6726101, BLZ: 660 205 00. Infos: www.katharinenhoehe.de

    In der Reha lernen junge KrebspatientInnenwieder das Lachen – wie zum Beispiel beim gemeinsamen Nordic Walking.

    tern auch fast die doppelte Kapazität anRehaplätzen geschaffen, außerdem dieGesamtbetreuung erneut verbessert. Den15- bis 28-jährigen PatientInnen wurdeder Zugang zu allen medizinischen, the-rapeutischen und sportlichen Einrichtun-gen ermöglicht, Räume für Massage undKrankengymnastik wurden gebaut undnach ihrem Bedarf eingerichtet. Neu istauch der spezielle Fitnessraum, in demKraft und Koordination wiedergewonnenund Bewegungen mit Behinderungen,Gelenkersatz und Prothesen geübt wer-den können. Ebenfalls neu sind ein Musik-zimmer, ein Meditationsraum und der er-weiterte Schulbereich. Auf das Erreichtedürfen alle Beteiligten stolz sein.

    Seit vielen Jahren wird die Katharinenhöhe vom Ortsverein Kehlunterstützt, herausragend ist dabei der Einsatz der Handarbeits-gruppe. Das zeigte sich auch, als im Juni der Vorstand eineSpende von 3.000,– Euro überreichte: Allein 500,- Euro davonhatte Erna Krauß mit Socken „erstrickt“. Die eifrige Strickerin,Vorsitzende Ruth Görög und weitere Mitglieder der AWO Kehlentschlossen sich bei ihrem Besuch spontan für eine Mitglied-schaft im Freundeskreis der Katharinenhöhe. Die Spende ist ge-zielt für den Billardtisch im Neubau für Jugendliche bestimmt.

    Die offizielle Eröffnung fällt zeitgleich mit dem Druck diesesHeftes zusammen. AusführlicheInformationen folgen in der nächsten Ausgabe. !

  • einfach zu beheben geht schneller, als vor-her einen Zettel auszufüllen. Hinzu kommt,dass Fehlermeldungen als störend für dasKlima unter den KollegInnen angesehenwerden. Und – warum sollte man seineeigenen Defizite zu Papier bringen. Etwaum sich bloßzustellen?

    Doch all das will das Fehler- bzw. Be-schwerdemanagement gar nicht. Es solldazu dienen, Fehler nicht nur kurzfristig,sondern dauerhaft zu beseitigen. Das kannaber nur erreicht werden, wenn die Ursa-chen hinreichend bekannt sind.

    Vom Fehler zur BeschwerdeDer Fehler unterscheidet sich von derBeschwerde darin, dass er von Mitarbei-terInnen festgestellt und beseitigt werdenkann, bevor der Kunde ihn entdeckt. Beider Beschwerde hat der Kunde einen Man-gel oder einen Fehler bereits bemerkt oderaber, ein angemahnter Mangel oder Feh-ler wurde nicht beseitigt. Die meisten Feh-ler liegen tatsächlich nicht an der Qualitätder geleisteten Arbeit. Vielmehr sorgennicht eindeutig festgelegte Zuständigkeitendafür, dass Unklarheiten entstehen. WennAufgaben nicht eindeutig zugewiesensind, werden sie oft nicht ausgeführt.

    14 AWO-ECHO

    QUALITÄT KONKRET

    Thorsten Böttcher, Qualitätsbeauftrag-ter bei der AWO Bezirksverband Ba-den, hat sich Gedanken über Fehler undBeschwerden gemacht. Unsere Einrichtungen, seien es stationäreAltenhilfeeinrichtungen, Wohnheime fürMenschen mit Behinderung oder Jugend-hilfeeinrichtungen, haben eines gemein-sam. Der Kontakt zwischen „Kunde“ und„Dienstleister“ ist besonders eng. DennBetreuerInnen und Betreute verbringen inden AWO-Einrichtungen viele Stundenunter dem gleichen Dach.

    Dass es dabei zu Missverständnissenund Fehlern kommt, ist eigentlich nurmenschlich. Doch leider werden Fehlerund daraus resultierende Beschwerden inunserer Gesellschaft als etwas Negativesangesehen. Dabei tragen Beschwerdenaber dazu bei, Fehler künftig zu vermei-den oder Bestehendes zu verbessern.

    Wo hat das Problem seine Wurzel?Fehlererfassung und Beschwerdemanage-ment sind Instrumente, die im Qualitäts-management verankert sind. Sie werdenjedoch nur ungern von den MitarbeiterIn-nen der Einrichtungen genutzt. Gerne führtman hierfür den Zeitfaktor an. Einen Fehler

    Keine Angst vor BeschwerdenBeschwerden lassen sich, schon weil jederanders empfindet, nie gänzlich beseitigen.Zu diesem Thema fand im Rahmen einerTagung der Qualitätsassistenten aller Ein-richtungen ein Workshop statt, zu dem alleInteressierten eingeladen waren. In ver-schiedenen Gruppen erhielten die Teilneh-merInnen die Aufgabe, einmal die Positiondes Kunden einzunehmen.

    Trotz unterschiedlicher Fallbeispiele wa-ren die Erwartungen bei allen gleich, wieauf ihre Beschwerde zu reagieren sei.

    Sie erwarteten: • Eine Entschuldigung• Eine Entschädigung• Ein Schuldeingeständnis• Eine Zusage, dass sich der Fehler nicht

    wiederholt.

    Das Ergebnis des Workshops ist repräsen-tativ, denn mit dieser Erwartungshaltungträgt auch jeder Kunde seine Beschwerdevor. Was ist zu beachten bzw. wie begeg-ne ich einem Kunden, der so eine Reakti-on von mir erwartet? Für den Umgang mitBeschwerden gibt es Regeln, an denenman sich orientieren kann:

    „Aber ich bin doch gar nicht Schuld daran!“Fehlererfassung und Beschwerdemanagement als Mittel zur Qualitätssicherung

    1. Grundhaltung im Gespräch:• Höflich bleiben• Ruhig reagieren• Freundlich sein

    2. Dem Gegenüber zuhören:• Interesse zeigen• Aufmerksam sein• Notizen machen• Ausreden lassen

    3. Ursachen erforschen:• Offene Fragen stellen• Was wurde versprochen?• Wer hat es zugesagt?• Warum wurde es nicht

    eingehalten?• Ergebnis zusammenfassen

    10 Regeln für den Umgang mit Beschwerden

    4. Beschwerde-Tabus umgehen:• Keine Schuldabweisung• Keine Verharmlosung• Keine Rechtfertigung• Keine eigene Betroffenheit

    5. Konkret werden:• Weiteres Vorgehen mit dem

    Kunden gemeinsam planen• Verlässliche Angaben, keine

    leeren Versprechen geben

    6. Rasches Handeln:• Mängel beseitigen• Persönlich dafür Verantwor-

    tung übernehmen • Keine unnötige Verzögerung

    im Handeln

    7. Verständnis zeigen:• Auf die Gefühle des Kunden

    eingehen• Die Kundenperspektive ein-

    nehmen

    8. Die Entschuldigung:• Nur dann entschuldigen,

    wenn der Fehler und dieUrsache eindeutig sind

    9. Der Dank:• Beim Kunden bedanken, eine

    Reklamation ist immer positiv

    10. Die Nachbearbeitung:• An der Zufriedenheit des

    Kunden Interesse zeigen

    Grundsatz: Jeder Reklamierende ist Kunde und hat das Recht, als solcher wahrgenommen zu werden

  • AWO-ECHO 15

    QUALITÄT KONKRET

    Qualität, die aus der Küche kommtLebensmittelhygiene und Qualitätsmanagement – wie passt das zusammen?

    Worauf beim Umgang mit Nahrungsgü-tern und bei der Zubereitung von Spei-sen geachtet werden muss, das warbundesweit bis Anfang diesen Jahres inden Richtlinien der Lebensmittelhygiene-verordnung festgelegt. Seit 1. Januar aberist dieses Gesetz nun außer Kraft. DieHandhabung von Nahrungsmitteln wirdab sofort in der gesamten EU einheitlichdurch die so genannte „Verordnung EG852/2004“ geregelt.

    Solche gesetzlichen Bestimmungen sindwesentliche Elemente des AWO-Quali-tätsmanagements – ein gutes Beispiel,wie viele Details im QM stecken. Im Feb-ruar wurde damit begonnen, die neuenRichtlinien in die bestehenden Vorgabender AWO-Einrichtungen einzuarbeiten.Denn allen BewohnerInnen soll selbstver-ständlich weiterhin die bestmöglicheQualität in Sicherheit und Versorgung zuTeil werden, das versteht sich schon ausder AWO-eigenen Qualitätsdefinition.

    Ein weiterer Aspekt ist aber auch dieÄnderung im Produkthaftungsgesetz. Je-der Dienstleister – und damit jede AWO-Küche – muss künftig beweisen können,dass ordnungsgemäß mit Lebensmittelnbzw. Speisen umgegangen wird.

    In einer Schulung für die MitarbeiterIn-nen wurde die neue Verordnung bei-spielhaft für das Emmi-Seeh-Heim um-gesetzt. Alle Arbeitsschritte, die bei derZubereitung eines Menüs für die Bewoh-

    nerInnen anfallen, wurden zunächst fest-gehalten. Daraus wurden schließlich elfPunkte herausgearbeitet, die besondereKontrolle erfordern und in denen sich Ri-siken verbergen können. Dazu gehörenu.a. die Gebäude- und Raumhygiene,ganz besonders in Küche und Vorrats-räumen. Nach dem – ebenfalls genaufestgelegten – Einkauf von Lebensmitteln,insbesondere von leicht verderblichen, istdie richtige Lagerung besonders wichtig;Temperaturvorgaben müssen unbedingtbeachtet werden. Nahrungsmittel, dieeingefroren waren, sind vor der Zube-reitung exakt nach Vorschrift aufzutauen.Das Kochen oder Braten, gerade vonFleisch, Fisch, Geflügel oder Eiern, muss

    unbedingt mit der richtigen Hitze erfol-gen. Für alle Geräte oder Oberflächen,die mit Lebensmitteln in direkten Kontaktgekommen sind, gilt, dass sie entspre-chend gereinigt bzw. desinfiziert werden.Und sollen gekochte Speisen zu einemanderen Gebäude gebracht werden,dann exakt nach Transportvorschrift.

    Neben der regelmäßigen Kontrolledurch das QM wird die Einhaltung derVorgaben auch im Sinne des Produkt-haftungsgesetzes dokumentiert.

    Unterm Strich also: „Mit Sicherheit einguter Appetit“ – auch künftig können sichdie BewohnerInnen der AWO-Einrichtun-gen auf hohe Qualiträt verlassen und mitviel Freude ihr Essen genießen.

    Arbeitszufriedenheit außerordentlich großGetreu dem Motto „Motivierte Mitarbei-terInnen leisten gute Arbeit“, wurde imMärz eine Umfrage in der Geschäftsstelleder AWO Bezirksverband Baden durch-geführt. Geschäftsleitung und Betriebsratwollten so signalisieren, dass es derAWO wichtig ist, für ihre Angestelltenauch in wirtschaftlich angespannten Zei-ten ein angenehmes Arbeitsumfeld zuschaffen. Daher wurden zu folgendenPunkten Fragen gestellt:

    Gesundheitliche Selbsteinschätzungund Interesse an betrieblicher Gesund-heitsförderung: Rücken- und Gelenkbe-schwerden sowie Kopfschmerzen undNervosität wurden als tätigkeitsbedingte

    Problemfelder erkannt. Die Mitarbeiter-Innen äußerten den Wunsch nach ent-sprechenden Präventionskursen.

    Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz:Die technische Ausstattung entspricht denAnforderungen, nur in wenigen Fällenwurde nach Optimierung verlangt. DieAnwenderInnen fühlen sich im Umgangmit der Software sicher.

    Das Arbeitsklima: Es kann als über-durchschnittlich gut bezeichnet werden,Vorgesetzte werden als kompetente An-sprechpartner gesehen. Die Mitarbeiter-Innen wünschen sich aber mehr Rück-meldung über ihre Leistungen – sprich:öfter mal ein Lob.

    Die AWO als Arbeitgeber: Lediglich24% der Befragten waren zuvor schonbei einem ähnlichen Arbeitgeber tätig.Dadurch verfügen nur wenige über Ver-gleichsmöglichkeiten. Die Zufriedenheitmit der Arbeit in der Geschäftsstelle derAWO Bezirksverband Baden wird von83% der MitarbeiterInnen als gut odersehr gut bezeichnet. 76% fühlen sich imUnternehmen gut aufgehoben, 86% wür-den erneut dort anfangen.

    Die Umfrage wurde inzwischen aufden gesamten Bezirksverband ausge-dehnt. Die bereits eingegangenen Rück-läufe zeigen eine hohe Beteiligung. DasAWO-Echo wird weiter berichten.

    Hygiene und der richtigeUmgang mit

    Lebensmittelnsind in Groß-

    küchen beson-ders wichtig. Beider AWO Badenwerden die Vor-schriften streng

    eingehalten.

  • 16 AWO-ECHO

    VERBAND

    Karlsruhe. Ein letztes Mal eröffnete Franz Hoß in seiner Funk-tion als Vorsitzender des Kreisverbandes AWO Karlsruhe-Stadtam 13. Juni die Kreiskonferenz. Neben den 72 Delegiertenbegrüßte er auch zahlreiche MitarbeiterInnen der AWO-Ein-richtungen. Wie sein Stellvertreter Norbert Vöhringer hatteauch Franz Hoß – und nahezu die gesamte Vorstandschaft –beschlossen, nach langjährigem ehrenamtlichem Einsatz nichtmehr zur Wiederwahl anzutreten. Für ihre jahrzehntelangenVerdienste um die AWO wurden beide besonders geehrt. DieKonferenz ernannte Franz Hoß zum Ehrenvorsitzenden undNorbert Vöhringer zum Ehrenvorstandsmitglied und folgtedamit einstimmig einem Antrag.

    Aus den Neuwahlen gingen an diesem Tag Angela Geigerals Vorsitzende sowie Monika Storck und Erich Weichsel alsihre Stellvertreter hervor. Unter den Beisitzern ist auch erneutSiegfried Fischer, jetzt schon im 30. Jahr. Er wurde erst vorKurzem zum Landesvorsitzenden der Naturfreunde gewählt.An die Vorstandswahlen schloss sich die Wahl der Delegiertenfür die Bezirkskonferenz im Oktober an.

    Die neue Vorsitzende Angela Geiger ist im Kreisverband kei-

    Wechsel an der Führungsspitze in Karlsruhe

    Pforzheim. Die Zeichen stehen beim AWO KreisverbandPforzheim-Enzkreis auf Veränderung. So wurde Ellen Eberlegemeinsam mit beinahe dem kompletten Vorstand bei der De-legiertenkonferenz im Mai diesen Jahres neu gewählt. Siebegleitet nun das Amt der Vorsitzenden. Zuvor hatte bereitsBezirksgeschäftsführer Klaus Dahlmeyer in seinem Grußwortangekündigt, dass der Kreisverband mit seinen zehn Ortsver-einen bei der Einführung einer Verwaltungs-Infrastruktur Unter-stützung vom Bezirksverband erhält. Und --- das freut be-sonders: Der hauptamtliche und der ehrenamtliche Bereich inPforzheim sollen sich wieder annähern. Vor fünf Jahren wurdeder professionelle Bereich von der AWO abgetrennt und dar-aus ein gemeinnütziges Unternehmen mit dem Namen „Soziale

    Rottweil. Alles ist auf einem guten Weg.Die Beratungseinrichtung für den Zivil-dienst, der Aufbau einer Vermittlungs/Beratungsstelle für Mütter und Mutter-Kind-Kuren, die Mitarbeit in der Wärmestube.In diesen Bereichen engagiert sich derOrtsverein Rottweil derzeit mit viel Hinga-be . Aber damit soll noch nicht genug sein.„Unser Ortsverein hat auf Anregung vonDietmar Greuter, Leiter des Sozialen Zen-trums Spittelmühle und des Wohnungslo-senhilfeverbandes der AWO in der Region

    Wo Unterstützung gebraucht wird

    Angela Geiger ist neue Vorsitzende der AWO Karlsruhe-Stadt e.V.

    Es tut sich viel bei der AWO in Pforzheim

    ne Unbekannte. In den vergangenen Jahren hatte die Stadträtinund stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SDP Karlsruhe be-reits verschiedene Aufgaben bei der AWO erfüllt – so war sieBeisitzerin im Kreisvorstand und Revisorin im Stadtbezirk Beiert-heim-Bulach. Die AWO Karlsruhe ist bei ihr in besten Händen.

    Der neue Vorstand der AWO Karlsruhe-Stadt. In der Bildmitte AngelaGeiger (7. v.l.), hinter ihr Monika Storck, daneben Erich Weichsel.

    Dienste gGmbH“ gegründet. Noch in diesem Jahr soll dieNamensänderung nun rückgängig gemacht werden. Doch zu-nächst einmal zieht die ehrenamtliche Verbandsspitze in einenRaum im selben Gebäude, in dem auch die „Sozialen Dienste“ihre Stätte haben. „Jetzt sind wir soweit, dass wir die Basis füreine Zusammenarbeit haben“, erklärt Dr. Joachim Rösch, stell-vertretender Bezirksvorsitzender.

    Die vielen positiven Entwicklungen stärken den ohnehin schonmotivierten, neu gewählten Vorstand. Für Ellen Eberle und ihrTeam steht jetzt erst einmal die Gewinnung neuer ehrenamtli-cher HelferInnen für soziale Projekte oben an. Von 1992 bisheute hat sich die Anzahl der Mitglieder im Kreisverband Pforz-heim-Enzkreis mehr als halbiert.

    Schwarzwald-Baar-Heuberg die Initiativeergriffen,“ so Vorstandsmitglied Klaus Fleckin einem Rundschreiben an die Mitglieder.Ab Juni wird daher für wohnsitzlose Men-schen ein Krankenhilfefonds eingerichtet,um für sie Kosten wie Praxisgebühr und sonstige Zuzahlungen zu übernehmen.Unterstützt werden soll der neue Fondsdurch Spenden. Wohnsitzlosen Personen,die ärztliche Betreuung benötigen, abernicht in der Lage sind, die anfallende Eigen-beteiligung aufzubringen, will die AWO

    Rottweil damit helfen. Gerade in der Anlauf-stelle Spittelmühle wurde mit Besorgnisbeobachtet, dass Arztbesuche auch in drin-genden Fällen oft nicht erfolgen.

    Weitere Vorhaben wie etwa Besuchs-dienste und Nachbarschaftshilfe sind beider AWO Rottweil derzeit in Planung. Fürdie Umsetzung werden noch ehrenamtli-che HelferInnen gesucht. Dabei freut mansich auch über die Unterstützung von Men-schen, die sich sozial einbringen wollenund nicht Mitglied bei der AWO sind.

    Im Juni wurde ein Krankenhilfefonds für wohnsitzlose Menschen vom OV Rottweil eingerichtet

  • AWO-ECHO 17

    VERBAND

    Lahr. Im Mai würdigte die AWO dasehrenamtliche Engagement im Ludwig-Frank-Haus. Rund 40 HelferInnen warender Einladung gefolgt. Als Dankeschön für die vielen Stunden freiwilliger Arbeit gab es für sie ein hervorragendes Spargel-menu, gefolgt von einem unterhaltsamenAbend mit Musik und einem bunten Pro-gramm. „Ehrenamtlich engagierte Men-schen im Ludwig-Frank-Haus sind ein Aus-druck von Gemeinwesensnähe und erhö-hen die Lebensqualität der Bewohnerinnenund Bewohner spürbar. Sie sind ein unver-zichtbarer Teil des Ludwig-Frank-Hauses“,sagte Stefan Naundorf, Leiter des AWO-Seniorenzentrums.

    Seit vielen Jahren stehen Ehrenamtlicheden MitarbeiterInnen des Ludwig-Frank-Hauses tatkräftig zur Seite. Sie besuchenPflegebedürftige, erledigen Besorgungen,betreuen Freizeitprogramme und helfenbei Veranstaltungen.

    Eine Kultur- und Erlebnisfahrt wünschten sich einige Mitglieder der AWO Ortenau beieiner Kreisvorstandssitzung, und ihr Wunsch stieß auf großen Anklang. Mit viel Freudeund Begeisterung übernahm Adolf Bruder, AWO-Vorsitzender in Offenburg, die Planungund Organisation. So machten sich 36 AWO-Mitglieder aus dem Ortenaukreis unterseiner erfahrenen Reiseleitung nach Dresden auf. Neben der Besichtigung der Frauen-kirche und der Semperoper (unten) waren ein Ausflug nach Seiffen ins Deutsche Spiel-zeugmuseum und ein Orgelkonzert im Dom von Freiberg weitere Höhepunkte.

    Ein Fest fürdas Ehrenamt

    „Auf geht’s nach Dresden!“

    Oberkirch. Über 50 Jahre hat GerhardRoth die AWO Oberkirch geleitet – jetztdarf sich der 78-Jährige über den Ruhe-stand freuen. Denn endlich gibt es einenNachfolger: Günter Biedefeld stammtaus dem hohen Norden, war bereits invielen Vereinen aktiv und will mit dem154 Mitglieder starken Ortsverein imOrtenaukreis richtig durchstarten. „Wir

    Jetzt werden die Ärmel aufgekrempeltmüssen die AWO für die Mitglieder at-traktiver machen“, forderte er. Zum Vor-standswechsel waren auch Kreisvorsitzen-de Astrid Möbius und ihr StellvertreterSiegfried Eberle gekommen. ZahlreicheMitglieder wurden geehrt – unter ihnenauch Gerhard Roth. Er und seine Frauerhielten die Ehrenmitgliedschaft.

    Wolfach. Ähnliches wie in Oberkirchspielte sich auch im benachbarten OVWolfach ab: Auf den Abschied des lang-jährigen Vorsitzenden Anton Müller wareine schwierige Suche gefolgt. Inzwi-schen ist Manfred Maurer schon ein Jahrneuer Vorsitzender. Der Ortsverein mit108 Mitgliedern hat schöne Erfolge beider Landessammlung und mit Senioren-projekten. Für die Zukunft ist „mehr Akti-vität“ geplant. Dafür, sagte Maurer, bietesich besonders die Senioren-Begegnungs-stätte an, außerdem will man Kinder- undJugendbetreuung sowie eine Hausaufga-benhilfe aufbauen: „Dafür brauchen wiraber dringend jüngere Mitglieder.“

    Lahr. Freud und Leid für die AWO in Lahr.Gleich zum doppelten Jubiläum kannman gratulieren – 25 Jahre Mobiler So-zialer Dienst und zehn Jahre AmbulanterPflegedienst – und das wurde mit einemAktionstag auf dem Schlossplatz gefeiert.Weniger erfreulich ist der stete Rückgangder Erlöse bei der Landessammlung unddie oft geringe Beteiligung der 194 Mit-glieder an verschiedenen Veranstaltun-gen. Vorsitzender Rolf Heitz sagte, manwolle sich neue Ideen und Aktivitäten ein-fallen lassen.

    Waldshut. Neue Dynamik ist auch beider AWO Waldshut angesagt: Die 30bis 35 benötigten HelferInnen hatte mannicht aufbringen und diesmal daher nichtam Stadtfest teilnehmen können – jetztfehlen auch die Einnahmen aus dem Fest.„Das vergangene Jahr war schwierig“,bedauerte der wiedergewählte Vorsit-zende Wolfgang Hauser. Mehr Aktivewerden gebraucht, auch an Kooperatio-nen mit anderen Vereinen wird gedacht.

    In vielen Ortsvereinen drängen die Vorsitzenden auf Mitgliedergewinnung und neue Angebote

    Gerhard Roth und Günter Biedefeld

  • 18 AWO-ECHO

    VERBAND

    50 Jahre Mitgliedschaft

    OV Oberkirch: Karl Armbruster, Gertrud Durke, Elsa Höngesberg, Klara Hoffmann, Hedwig Knosp, Pia Kroll, Anny Peter, Walter Riegelsberger, GerhardRoth, Johanna Schnurr, Marga Sester

    40 Jahre Mitgliedschaft

    OV Rottweil: Klaus Fleck, Wolfgang Fleck, Hans Glaser, Rolf Hepp, Johanna Klöcker, Ingrid Ohl, Lilo Sommerhalder

    30 Jahre Mitgliedschaft

    OV Denzlingen: Barbara Freitag,Hans-Henning Kiefer OV Triberg: Elisabeth Ramsperger

    Rottweil. Viele Jahre war er Vorsitzender, später Kassierer, unddie Liste seiner Verdienste um die AWO ist lang. Nach 36 Jah-ren aktiver Mitarbeit im OV Rottweil ließ sich Lothar Egin, derauch langjähriges Mitglied des Bezirksvorstandes war, bei denletzten Wahlen nicht wieder aufstellen.

    „Lothar Egin hat maßgeblich am Ausbau des Rottweiler Orts-vereins sowie des Kreisverbandes mitgewirkt“, würdigte Wil-fried Pfeiffer, Bezirks-Vorstandsmitglied und Aufsichtsratsvor-sitzender der AWO gGmbH Rottweil, das verdiente Mitgliedin seiner Ehrenrede. Mit der Beratungsstelle für Suchtkranke,der Wohnungslosenhilfe, einem Kindergarten sowie der Ein-richtung „Essen auf Rädern“ nannte er nur einige Projekte, diemit Egins Engagement auf den Weg gebracht werden konn-ten. Zum Dank für seine Verdienste überreichte Wilfried PfeifferLothar Egin neben einem Geschenk auch die Ehrenmedaille derAWO Bezirksverband Baden.

    „Ich habe diese Dinge nicht alleine gemacht, es gab jaeinen gut funktionierenden Vorstand, der voll mitgezogen hat“,gab sich der Geehrte in seinen Dankesworten bescheiden.

    AWO Ehrenmedaille

    OV Bötzingen feiert seinen 30. Geburtstag

    Denzlingen. Im Mai fand das vierte Fest der AWO Denzlin-gen statt. Mit musikalischen Einlagen und einem vielseitigenUnterhaltungsprogramm, u.a. von den SchülerInnen im „Hortan der Schule“, war für die ganze Familie etwas geboten. DerVorsitzende Jochen Himpele freute sich über mehrere neue Ver-einsmitglieder, denen er in diesem Rahmen das AWO Mit-gliedsbuch überreichen konnte.

    Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung 13 lang-jähriger Mitglieder, von denen manche schon seit 30 Jahrenbeim OV Denzlingen sind. Unter ihnen befand sich auch derVorsitzende Jochen Himpele (hier ganz links im Bild). Er wurdefür seine 20-jährige Vereinstätigkeit ausgezeichnet. Die Ehrungnahm der stellvertretende Vorsitzende Karl Tümmler vor.

    Erika König (rechts) überreicht Regina Pfitzenmaier Blumen.

    Ehrungen standen im Mittelpunkt

    EHRUNGEN

    Bötzingen. Sein 30-jähriges Bestehen feierte im April der Orts-verein Bötzingen im Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwaldund Emmendingen. Neben der AWO-Kreisvorsitzenden ErikaKönig war auch Bötzingens Bürgermeister Dieter Schnecken-burger zu den Feierlichkeiten gekommen.

    Nachdrücklich geprägt hat den OV die Familie Pfitzenmai-er, allen voran Regina Pfitzenmaier, die seit der Gründung dasAmt der Ortsvereinsvorsitzenden inne hat. „Sie hat am längstendurchgehalten“, sagte Erika König in ihrer Würdigung. VonAnfang an setzte sich Regina Pfitzenmaier für die Menschen ein.Im Rahmen der Kindererholungsmaßnahmen betreute sie Zeltla-ger und organisierte Ferienprogramme für Kinder und Jugendli-che; bei der Etablierung eines Mobilen Sozialen Hilfsdiensteswirkte sie ebenfalls mit. Für ihre Verdienste erhielt sie bei der 30-Jahr-Feier die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

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