Abschlussbericht: Auslandsjahr an der Peking Universitأ¤t ... ... Abschlussbericht: Auslandsjahr...

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  • Abschlussbericht: Auslandsjahr an der Peking Universität, 2012/13

    Peking Universität, Beijing, China Austausch über Studium International der Georg-August-Universität Göttingen

    Ich hatte ein sehr spannendes und bereicherndes Jahr in Peking. Dieses umfasste zwei Semester an der Peking Universität und im Anschluss zwei Monate selbstorganisiertes Praktikum bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) China.

    1. Studium an der Peking Universität Ankunft (Unterkunft, Immatrikulation) Der Flughafen in Peking ist verkehrstechnisch sehr gut an die Innenstadt angeschlossen. Es gibt die Möglichkeit schon einige Tage vor Semesterbeginn im Studentenwohnheim für ausländische Stipendianten (Global Village) einzuziehen. Kommt man also ein paar Tage vor Kursbeginn an (was zum Eingewöhnen und Orientieren nützlich ist), muss man nicht erst in ein Hostel ziehen. Das Global Village liegt direkt an der U-Bahn Station am Osttor der Peking Universität (Linie 4).

    Das Wohnheim ist neu gebaut und ist mit ein paar kleinen Shops, einem Café und sogar einem Fitnesscenter ausgestattet (wobei das Angebot auf dem Campus selbst weit preiswerter ist). Untergebracht wird man in Zweierzimmern, die von der Ausstattung her wie ein Hotelzimmer sind: mit eigenen Waschbecken auf dem Zimmer und Schreibtisch, Fernseher, Schrank etc. wobei Internetzugang nur über Netzkabel verfügbar ist. Auf jeder Flur gibt es Waschmaschinen, eine (wenn auch dürftig eingerichtete) Küche, Gemeinschaftstoiletten und -duschen. Alles wird täglich gereinigt.

    Ca. eine Woche vor Kursbeginn wird ein Tag für Registrierungsformalitäten organisiert und von vielen freiwilligen Studenten begleitet. Hier wird die Immatrikulation abgewickelt, die erste Stipendienrate des CSC ausgezahlt und Informationen zur Visabeantragung bereitgestellt. Außerdem kann man den Campus-Internetzugang beantragen, SIM-Karten bekommen, an einer Uni-Führung teilnehmen und beim Anstehen die ersten Kommilitonen kennen lernen. Visaangelegenheiten können in den folgenden Tagen direkt auf dem Campus erledigt werden.

    Ich persönlich habe die Anfangsphase mit Einzug ins Wohnheim und Immatrikulation als recht unkompliziert und gut organisiert empfunden. Es schien jedoch von Vorteil zu sein das medizinische Gutachten bereits in Deutschland gemacht zu haben.

    Kursangebot Im Wintersemester habe ich chinesische Sprachkurse für Fortgeschrittene belegt. Zu Beginn des Semesters wird ein Einstufungstest durchgeführt. In den ersten Wochen ist meist noch ein Wechsel des Levels möglich, sollte sich der Kurs als nicht passend erweisen. Man muss insgesamt mindestens 18 Wochenstunden belegen, maximal sind 20 erlaubt - wobei man in der Regel als Gasthörer in beliebig vielen Vorlesungen anderer Fakultäten teilnehmen kann, solange der betreffende Lehrkörper zustimmt. Die Pflichtkurse meiner Stufe waren Chinesisch (6h) und mündliches Chinesisch (6h). Es werden dazu noch Wahlfächer, wie etwa Zeitungslektüre, Chinesisch und Film, chinesische Kultur, klassisches Chinesisch und Businesschinesisch angeboten. Das Endergebnis der Kurse setzt sich

  • aus meist monatlichen Prüfungen zusammen, beeinflusst von Hausaufgaben, Präsentationen und kleinen Tests, was jedoch je nach Lehrkraft variieren kann. Die Kurse sind bei entsprechendem Level anspruchsvoll, haben meinem Chinesisch sehr geholfen und Spaß gemacht - ich hatte sowohl gute Lehrer als auch eine tolle Klassengemeinschaft.

    Nachdem ich also im ersten Semester meines Auslandsjahres an einem Vollzeitsprachkurs der Universität teilgenommen hatte, durften einige Mitstudenten und ich im zweiten Semester in Fakultäten unserer Wahl an „echtem“ Unterricht teilnehmen. Vorlesungen und Seminare konnten nach eigenen Interessen ausgewählt und gemeinsam mit den chinesischen Studenten besucht werden. In der Fakultät für Chinesische Sprache und Literatur hatte ich eine große Auswahl an Veranstaltungen im Bereich Geschichte und Sozialwissenschaften bis hin zu Lektüre der Klassiker und Sprachwissenschaften. Besonders die Vorlesung zu geführter Lektüre klassischer Texte hat mir sehr gut gefallen - so wurden Passagen in klassischem Chinesisch etwa aus den Gesprächen des Konfuzius und den Schriften des Zhuang Zi gelesen und in modernem Chinesisch erklärt. So konnte das Lernen der Sprache und die in sie eingebettete Kultur miteinander verbunden werden - von einem gänzlich anderen Winkel als in den Sprachkursen bislang möglich gewesen war. Andere von mir besuchte Vorlesungen umfassten etwa eine Einführung in die chinesische Geschichte, Einführung in die Literaturwissenschaften und Moderne Poesie. Auch habe ich eine Vorlesung zum chinesischen Recht besucht. Ein großer Luxus und Besonderheit der Peking Universität ist in fast allen Fakultäten berühmte und einflussreiche Professoren erleben zu können. Teilweise muss man dann frühzeitig in den großen Vorlesungssälen einen Platz ergattern, aber auch von der Tür aus ist so mancher Professor eine stehende Teilnahme an seinem Unterricht wert. Neben Vorlesungen gibt es auch laufend Vorträge zu diversen Themen und es lohnt sich diesbezüglich informiert zu sein. Auch da die Peking Universität nahe an anderen großen Universitäten gelegen ist, können reizvolle Veranstaltungen an Nachbareinrichtungen ohne große Probleme besucht werden. Welche Fakultät man also wählt bzw. selbst wenn man noch an Sprachkursen teilnimmt, es besteht ein breites Angebot an Veranstaltungen zu diversen Themen an denen Gasthören problemlos möglich ist. Ist man Teil einer Fakultät, lassen sich ggf. auch Prüfungen ablegen. Ich persönlich habe nach Ende des zweiten Semesters an der Peking Universität die HSK Prüfung abgelegt. Auch haben Ereignisse während meines Aufenthalts und das Gasthören in der Vorlesung der juristischen Fakultät eine Idee für meine Bachelor Arbeit im Studienfach Sinologie entstehen lassen. Diese Idee konnte noch vor Rückkehr nach Deutschland durch Rücksprache mit einem Professor an der Universität Göttingen zu einem konkreten Themenvorschlag ausgearbeitet werden.

    Campusleben Ist man in den Sprachkursen, kann es manchmal schwierig sein Kontakt zu den chinesischen Studenten aufzubauen. Hierfür bieten sich die unzähligen Klubs und Vereine an, die von Studenten organisiert werden und in den ersten Wochen jedes Semesters auf dem Campusgelände vorgestellt werden. Hier gibt es für alle möglichen Interessen das passende - Tanz, Theater, Filme, Musikinstrumente, klassische Literatur, Fahrradtouren, Gitarrengruppe, Yoga... auch ist es einfach über bspw. Aushänge Sprachpartner zu finden oder einfach einmal in eine „normale“ Vorlesung zu schnuppern und dort Kontakte aufzubauen.

  • Auch gibt es ein Veranstaltungszentrum mit Theater, Konzertbühne und eigenem Kinosaal. Es lohnt sich das Programm zu verfolgen, da es aktuelle Kinofilme zum Studentenpreis (10RMB) und viele andere hochkarätige Aufführungen gibt. Die Mensen sind günstig und haben ein abwechslungsreiches Angebot, obwohl die Menge an hungrigen Studenten zu Stoßzeiten dem berüchtigtem pekinger Feierabendstau in nichts nachsteht. Will man das Gedränge etwa aus Zeitgründen vermeiden, gibt es für den schnellen Happen vor der nächsten Klasse viele kleine Imbisse und Shops auf dem Campus. Der Campus selbst ist mit allem ausgestattet, was auch eine kleine Stadt hat - vom Fitnesscenter übers Kino hin zum Supermarkt, Optiker und eigenem Park mit See. Zusätzlich gibt es um den Campus herum viele kleine Restaurants, Cafés und versteckte Buchläden. Mit dem Fahrrad bzw. Bus ist man in ca. 10 min im geschäftigen Wudaokou-Viertel. Mit der U-Bahn fährt man direkt ins Stadtzentrum.!!

    Campus der Peking Universität im Herbst

    2. Leben in Peking Die Stadt zieht junge Leute aus ganz China und der ganzen Welt an, welches das kulturelle Angebot international, abwechslungsreich, lebendig und interessante Begegnungen möglich macht. Ohnehin ist nicht nur die Stadt selbst, sondern große Teile des Landes erfüllt von Bewegung und ständigem Wandel. Vieles scheint im Aufbruch und im Aufbau begriffen, doch lässt sich auf den zweiten Blick oder durch Gespräche hinter vielen Redewendungen, Gegenständen oder Handlungsweisen die lange, bewegte Geschichte und reiche Kultur erspähen. Die Menschen sind im allgemeinen offen und freundlich eingestellt. Als teils leicht verlorener oder ratloser Besucher des Landes steht einem gerade mit ein paar Brocken Chinesisch immer jemand helfend bei und sei es auch nur um die Spezialität des Hauses zu empfehlen oder ermutigend die Sprachkenntnisse zu loben. Durch die sozialen Medien im Internet lässt sich auch im Alltag eine unendliche Fülle von Nachrichten und Informationen erlangen, selbst wenn man gerade frisch

  • angekommen ist. Veranstaltungen jeglichen Interesses oder einfach der neuste Klatsch und Tratsch sind für alle zugänglich auf Plattformen wie Weibo zugänglich und dies erleichtert und bereichert die Teil- und Kontaktaufnahme im „echten“ Leben der neuen Stadt ungemein. Und schon nach wenigen Wochen ist man neben Universität mit der Auswahl zwischen diversen Theaterstücken, Einladungen zum Essen, Erkundungstouren, Ausstellungen und Neueröffnung von XY beschäftigt.

    Moderne Architektur und renovierter Hutong

    3. Praktikum im Anschluss des Studienaufenthaltes Vor dem Aufenthalt in Peking habe ich Kontakt zur GIZ China aufgenommen und in einem der Projekte ein Praktikum zugesagt bekommen. Hat man die Zeit zwischen Semesterende in China (die Vorlesungen endeten Ende Juni) und Semesterbeginn in Deutschland, dann ist ein Praktikum eine spannende und sinnvolle Ergänzung des Studienaufenthaltes. Es hat mir ein