Armutsbericht 2014 Kanton Basel Landschaft ... Armutsbericht 2014 Kanton Basel-Landschaft...

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  • Armutsbericht 2014

    Kanton Basel-Landschaft

    SCHLUSSBERICHT

    vom 19. März 2015

    Verfasst im Auftrag des Regierungsrates Kanton Basel-Landschaft

    Verfasser: Arbeitsgruppe Armutsbericht Basel-Landschaft:

    Fachhochschule Nordwestschweiz

    Hochschule für Soziale Arbeit

    Olten und Basel

    Dr. Jörg Dittmann (Projektverantwortung)

    Roland Baur

    Mathias Bestgen

    Sebastian Helmy (Leitung), Kantonales Sozialamt, Finanz- und Kirchendirektion

    Katrin Bartels, Abteilung Familien, Integration und Dienste, Sicherheitsdirektion

    Tamara Bobst, Statistisches Amt, Finanz- und Kirchendirektion

    Franziska Gengenbach, Amt für Kind, Jugend und Behindertenangebote, Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion

    Max Häfelfinger, Zentralstelle für Fachfragen der Ausgleichskasse

    Sabine Kubli, Gleichstellung für Frauen und Männer Kanton Baselland, Finanz- und Kirchendirektion

    Roman Zaugg, Kantonales Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion

  • Armutsbericht Kanton Basel-Landschaft 2

    Management Summary

    Kontextualisierung

    Die dargestellte wirtschaftliche Situation weist auf allgemein solide Rahmenbedingungen im Kanton hin. Das Bildungsniveau in der Kantonalbevölkerung ist im gesamtschweizerischen Vergleich ebenfalls hoch.

    Aus den allgemeinen Eckdaten zum Kanton werden Herausforderungen deutlich, die insbesondere Fragen zur Alterung der Bevölkerung und Bezahlbarkeit von Mietwohnungen betreffen.

    Armutslage

    Aussagen zur Armut im Kanton sind aufgrund der bestehenden Datenlage eingeschränkt möglich. Es ergeben sich jedoch Einschätzungen und Hinweise.

    Die Armutssituation im Kanton Basel-Landschaft stellt sich im Vergleich zur Gesamtschweiz besser dar. Mit einem Anteil von 6.0% (Nordwestschweiz, Vertrauensintervall (VI) +/- 1.6) leben im Jahr 2012 dennoch schätzungsweise 16'678 Menschen unterhalb des sozialen Existenzminimums.

    Ausländer und Ausländerinnen leben häufiger unterhalb des sozialen Existenzminimums und auch Frauen sind im Vergleich zu Männern etwas stärker von Armut betroffen.

    Armut trotz Erwerbsarbeit ist eine Ausnahme, aber 3.5% der Erwerbstätigen erzielen ein Erwerbseinkommen unterhalb der Armutsgrenze (Nordwestschweiz, VI +/- 1.3).

    Zahlungsrückstände in der Bevölkerung sinken, aber etwa jede 7. Person kann Rechnungen aus finanziellen Gründen nicht fristgerecht zurückzahlen (Nordwestschweiz, VI +/- 3.3).

    System der Sozialen Sicherheit

    Im Vergleich zur Gesamtschweiz sind weniger Menschen auf kantonale Bedarfsleistungen an- gewiesen. Die Anteile von Personen, die EL zur IV beziehen, sind hoch.

    Die Anzahl der Haushalte mit einer Prämienverbilligung der Krankenkasse ist zwischen 2003 und 2013 um 24% auf 31’969 zurückgegangen.

    Die Sozialhilfequote des Kantons Basel-Landschaft liegt im Jahr 2012 mit 2.5% unter dem Bundesdurchschnitt von 3.1%.

    Alleinerziehende, geschiedene Ausländerinnen sowie Kinder und Jugendliche sind überproportional häufig von der Sozialhilfe abhängig.

    Etwa jede 5. Person, die Sozialhilfe bezieht, ist erwerbstätig oder lebt in einem Haushalt, in dem mindestens eine unterstützte Person erwerbstätig ist.

    Schlussfolgerungen und Empfehlungen

    Der Bericht empfiehlt präventiv in Bildungsangebote für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche zu investieren, die auf Chancengleichheit ausgerichtet sind. Zudem sind die Angebote in den schulischen und beruflichen Übergangsphasen sowie Nachholqualifizierungen in den Blick zu nehmen.

    Bisherige kantonale Angebote zur Arbeitsmarktintegration, zu bezahlbarem Wohnraum und zu den bisherigen Wiedereingliederungsmassnahmen im Zusammenhang mit IV erscheinen prüfenswert: Angesichts der Komplexität von Armutslagen wird vorgeschlagen, die bestehenden Angebote und Massnahmen in eine geschlechtersensible und eine den Lebensverlauf berücksichtigende kantonale Strategie zur Bekämpfung und Verhinderung von Armut zu integrieren.

    Die Autoren empfehlen, die Grundlagen für ein kantonales Armutsmonitoring zu entwickeln und im Sinne einer differenzierten und gleichzeitig aussagekräftigen Armutsberichterstattung auszuweiten.

  • Armutsbericht Kanton Basel-Landschaft 3

    Inhaltsverzeichnis

    Vorbemerkungen .................................................................................................................................... 9

    1 Kontextualisierung ...........................................................................................................................11 1.1 Einleitung .............................................................................................................................................. 11 1.2 Demografische Entwicklung .................................................................................................................. 11

    1.2.1 Profil der Wohnbevölkerung ............................................................................................................. 12 1.2.2 Bevölkerungsdynamik ....................................................................................................................... 15 1.2.3 Privathaushalte ................................................................................................................................. 21 1.2.4 Bildungsstand der Bevölkerung ........................................................................................................ 22

    1.3 Wirtschaftliche Entwicklung ................................................................................................................... 26 1.3.1 Volkswirtschaftliche Entwicklung ...................................................................................................... 26 1.3.2 Arbeitsstätten, Erwerbstätigkeit, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit ................................................ 27 1.3.3 Löhne, Einkommen und Vermögen .................................................................................................. 39 1.3.4 Wohnsituation ................................................................................................................................... 48

    1.4 Zusammenfassung................................................................................................................................ 50

    2 Begriffe und Definitionen ................................................................................................................52

    2.1 Einleitung .............................................................................................................................................. 52 2.2 Verwendete Definitionen ....................................................................................................................... 53 2.3 Operationalisierung von Armut .............................................................................................................. 55

    3 Armutslage ........................................................................................................................................56 3.1 Einleitung .............................................................................................................................................. 56 3.2 Äquivalenzeinkommen .......................................................................................................................... 57

    3.2.1 Äquivalenzeinkommen nach Geschlecht .......................................................................................... 58 3.2.2 Äquivalenzeinkommen nach Alter ..................................................................................................... 59 3.2.3 Äquivalenzeinkommen nach Staatsangehörigkeit ............................................................................ 60

    3.3 Armutsbetroffenheit ............................................................................................................................... 61 3.3.1 Schätzung der Armutsquote in Basel-Landschaft innerhalb der Nordwestschweiz .......................... 61 3.3.2 Armutsbetroffenheit .......................................................................................................................... 62 3.3.3 Armutsbetroffenheit und Geschlecht ................................................................................................. 63 3.3.4 Armutsbetroffenheit und Alter ........................................................................................................... 64 3.3.5 Armutsbetroffenheit und Staatsangehörigkeit ................................................................................... 65 3.3.6 Armutsbetroffenheit bei Erwerbstätigkeit .......................................................................................... 66 3.3.7 Armut in Familien .............................................................................................................................. 67

    3.4 Armutsgefährdung................................................................................................................................. 69 3.4.1 Armutsgefährdung und Geschlecht .................................................................................................. 70 3.4.2 Armutsgefährdung und Alter ............................................................................................................. 71 3.4.3 Armutsgefährdung und Staatsangehörigkeit ..................................................................................... 72 3.4.4 Armuts