Blz wir in berlin 11 06 2014

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  • BERLINER ZEITUNG/MIKE FRHLING

    TobiasMiller, Ressortleiter Wirtschaftder Berliner Zeitung

    I N H A L T

    Handel undDienstleistungenSeiten 4 bis 6

    Industrie undHandwerkSeiten 3, 7 bis 9 und 14

    Banken undFinanzdienstleistungenSeiten 10 bis 12

    Bauen undWohnenSeiten 13 bis 19

    E D I T O R I A L

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,manchmal steckt in einer schlechten Nach-richt eine gute. Anfang des Jahreswarnte derVerband Berlin-Brandenburgischer Woh-nungsunternehmen, dass in Berlin nur nochein bisschen mehr als zwei Prozent der Miet-wohnungen frei sind. Das ist ein Problem,weil knappesGut hhere Preise bedeutet. Esbedeutet aber auch, das alle Anstrengungender vergangenen Jahre, Berlin zu einer at-traktiven Stadt zu machen, Frchte tragen.

    Vor knapp 25 Jahren verhinderte dieFreude ber den Fall derMauer einen realisti-schen Blick auf die Entwicklung. Auf fnf bissechs Millionen Einwohner sollte die Stadtwachsen, es wurden Groprojekte wie Olym-pia und, ja, auch der Groflughafen in Sch-nefeld angeschoben. Dann gingen im OstteilZehntausende Jobs verloren, im Westen zo-gen die Menschen ins Umland. Die Stadtschrumpfte und erstickte fast an Schulden.

    Das Schuldenproblem scheint der Senateinigermaen im Griff zu haben, und beimFlughafendarfmanhoffen, dasser fertigwird.Aber jenseits davon sieht es nicht schlechtaus. Die Wirtschaft wchst, die Arbeitslosen-zahlen sinken. Es gibt aber auch noch andereHinweise, die einemvielleicht nicht gleichauf-fallen: Die Tatsache etwa, dass der US-Kurz-nachrichtendienst Twitter die milliarden-schwere bernahme des Berliner Start-upsSoundcloud ernsthaft geprft hat. Das Ge-schft kamzwarnicht zustande,aberes zeigt,dass man im digitalen Zentrum der Welt aufdas aufmerksam wird, was sich hier tut. An-dere Berliner Start-ups stehen vor dem Gang

    an die Brse. Die Zahl der Existenzgrndun-gen ist hier hoch wie in keiner anderen Stadt.90 000 Menschen sind in den vergangenenbeiden Jahren nach Berlin gezogen. Die Stadtwird internationaler. Der Volksentscheid zumFlughafen Tempelhof zeigt, dass die Berlinersich fr ihre Stadt interessieren. Und er zeigt,dass sich die Politik ndern muss. Man kannnicht 4 700 Wohnungen auf dem Flugfeld alsentscheidend fr den Mietermarkt darstellenund zugleich stdtische Gesellschaften Woh-nungen verkaufen lassen.

    Der Senat ist mehr denn je gefordert, frdie Stadt eine Perspektive zu entwickeln. DieAussichten und Voraussetzungen sind gut,doch welches Ziel nimmt man sich vor?Warum wird Berlin nicht die Modellstadt frdie Energiewende? Forschung und Firmen,die das knnen, gibt es hier. Wie knnte einebeispielhafte Brgerbeteiligung bei Woh-nungsbauprojekten, bei Straenbau beimNahverkehr aussehen? Im Prognos-Zukunfts-atlas 2013 werden die Aussichten fr Berlinals ein ausgeglichener Chancen-Risiko-Mixbeschrieben. Es ist also offen, ob es nachoben oder nach unten geht. Doug Saunders,Autor des Buchs Arrival City, schrieb in derBerliner Zeitung: Der spannendsteAbschnittimWachstumBerlins steht erst bevor. Er hatrecht. Und Wir in Berlin sind mittendrin. Ler-nen Sie auf den nchsten Seiten Unterneh-mer und Unternehmen kennen, die unsereStadt prgen und gestalten.Viel Spa beim Entdecken wnschtIhr Tobias Miller

    IMPRESSUMBerliner Verlag GmbH

    Anzeigen: BVZ BM Vermarktung GmbH(Berlin Medien), Jens Kauerauf

    Redaktion: Peter Brock (verantwortlich),Angelika Giorgis

    Anzeigenverkauf: Karla Semmelmann,Tel. 030-23275324

    sonderprojekte@berlinmedien.comArt Direction: Annette Tiedge,

    Jane Dulfaquar

    IMAGO STOCK&PEOPLE

    Berlin wird internationaler. Nicht nur Touristen kommen hierher und bewundern das neue Zentrum. Viele wollen in Berlin auch arbeiten und leben.

    2 I W I R I N B E R L I N MITTWOCH, 11. JUNI 2014 I ANZEIGEN-SONDERVERFFENTLICHUNG

  • IMAGO/CATHRIN BACH

    Gute Nachrichten kommen aus den Berliner Unternehmen. DasWirtschaftswachstum hlt an, und die Stadt erreicht in diesem Jahr einen Beschftigungsrekord.

    VON MATTHIAS LOKE

    Exporte gewinnen an Schwung,mehr Investitionen sind ge-plant, der Beschftigungsaufbauwird sich fortsetzen es sind guteNachrichten, die derzeit aus denBerliner Unternehmen kommen.Die Jahre, in denen das Wachstumder hauptstdtischen Wirtschaftweit hinter dem imBund insgesamtzurckblieb, sind vorber. Berlinhat aufgeholt und zieht vorbei: Indiesem Jahr erwartet die Industrie-und Handelskammer Berlin (IHK)ein Wirtschaftswachstum von et-was mehr als zwei Prozent in derStadt. Fr Deutschland insgesamtwerden knapp zwei Prozent pro-gnostiziert. Die InvestitionsbankBerlin erwartet auch fr das kom-mende Jahr eine dynamische Ent-wicklung: Sofern sich das interna-tionale Konjunkturklima weiteraufhelle, sei auch 2015 eine Zu-nahme des Berliner Bruttoinlands-produkts deutlich ber Bundesni-veaumglich.

    Die Quellen des Aufschwungssind vielfltig. Sie speisen sichsowohl aus dem ungebremstenZustrom von Touristen, demWachstum im breitgefchertenDienstleistungsbereich, dem Platzvon Berlin als Hotspot der Start-up-Szene, als auch aus dem Wieder-

    Die Kraft desMittelstandsDie Berliner Wirtschaft schlgt auch in diesem Jahr ein hheres Tempo an als der Rest der Bundesrepublik

    erstarken des VerarbeitendenGewerbes. Nur ein Beispiel: Imkommenden Jahr sollen mehr als30 Millionen bernachtungen inBerliner Hotels, Hostels und Pen-sionen erreicht werden. Im Jahr2012 waren es erst 25 Millionen.Und der Effekt des Tourismus istenorm: Im vergangenen Jahr lieendie Besucher sowohl Hotel- wieTagesgste und Besucher bei Ver-wandten und Freunden nach Be-rechnungen der dwif-ConsultingGmbH mehr als zehn Milliarden

    Euro an Kaufkraft in Berlin. Davonprofitierten wiederum das Gastge-werbe, der Einzelhandel und wei-tere Dienstleistungsbereiche.

    Aber Berlin hat nicht nur im Tou-rismus eine Sttze. Die Stadt weistauch ein groes Potenzial in Wis-senschaft und Forschungauf. Krz-lich weihte Bayer HealthCare anseinem hiesigen Standort nachSan Francisco seinen zweiten For-schungs-Inkubator fr junge Life-Sciences-Unternehmen ein. Jun-gen Firmen im Bereich der Chemie-

    und Biowissenschaften werden sogeeignete Labor- und Broinfrast-rukturen angeboten. Am Wissen-schafts- und Technologie-StandortWista in Adlershof werden in vielenBereichen Neuheiten kreiert, dieweltweit Beachtung finden. In kei-ner anderen Stadt gibt es so vieleExistenzgrndungen wie in Berlin und nicht nur aus der Not heraus,der Arbeitslosigkeit entkommen zuwollen. Von besonderer Bedeutungfr Berlin sind neben einigen Gro-firmen wie dem Technologiekon-

    zern Siemens und dem Bahntech-nik-Hersteller Bombardier aber dievielen Mittelstndler, die oft wenigbeachtet von der ffentlichkeitSpitzenprodukte herstellen. Sowiedie Berliner PUK Werke KG, die Ka-beltragsysteme und Unterflursys-teme herstellen und mittlerweileihre Produkte in alle Welt ausfh-ren und selbst in der Trkei und inPolen Herstellungssttten betrei-ben. Und Berlin hat Unternehmer-Persnlichkeiten wie Tomislav Bu-cec, der 1997 die DruckereiLaserline in einer hart umkmpftenBranche grndete und 2007 eineMillionen-Investition am neuenStandort in Wedding stemmte.

    Und der beste Effekt fr Berlin:Die Beschftigungschancen ver-bessern sich seit Jahren, die Zahlder Arbeitslosen nimmt ab. Auchwenn viele hochqualifizierte Fach-leute und Wissenschaftler aus an-deren Regionen Deutschlandsoder aus dem Ausland hierher zie-hen und einen durchaus groenTeil der neuen Arbeitspltze beset-zen. Dennoch: Seit 2006 steigt dieBeschftigung in der Hauptstadtschneller als im bundesweitenDurchschnitt.

    Unddieser Trend hlt an. Im lau-fenden Jahr wird der BerlinerArbeitsmarkt einen neuen Be-schftigungsrekord erreichen.

    IMAGO

    Die Kabelproduktion hat in Berlin eine lange Tradition.

    MITTWOCH, 11. JUNI 2014 I ANZEIGEN-SONDERVERFFENTLICHUNG W I R I N B E R L I N I 3

  • IMAGO/ENGELHARDT

    Schner shoppen in Berlin: Das Angebot ist riesig. Laut Handelsverband gibt es allein 22 000 Ladengeschfte.

    VON IRIS BRENNBERGER

    Es gibt fast nichts, was es nichtgibt in Berlin. Egal ob Luxusarti-kel oder Schnppchen, ob Desig-nerstcke oder Massenware, werzum Shopping in die Stadt kommt,findet ein riesiges Angebot vor.Mehr als 60 Einkaufszentren gibtes, so viele wie in keiner anderendeutschen Stadt. Berlin lockt mitseinen groen Einkaufsmeilen wieder Friedrichstrae oder dem Kur-frstendamm ebenso wie mit klei-nen ungewhnlichen Lden, die esoft erst noch zu entdecken gilt.Stndig kommen neue Adressenhinzu. So hat gerade erst das neueBikini-Haus am Berliner Zoo erff-net, als einzigartiges Einkaufszen-trum fr Mode und Design. Dem-nchst soll ein weiteresShopping-Paradies seine Tore ff-nen: die Mall of Berlin am LeipzigerPlatz mit 270 Lden auf 76 000Quadratmetern Verkaufsflche.

    Das allein zeigt schon: Der Ber-liner Einzelhandel ist stndig imWandel. Zugleich steht die Bran-che vor groen Herausforderun-gen, vor allem durch den Internet-Handel und die neuen Formen derKundenkommunikation.

    ber Bundesdurchschnitt

    Die Bilanz des vergangenen Jahreskann sich aber durchaus sehenlassen. 2013 erwirtschaftete derBerliner Einzelhandel einen ge-schtzten Gesamtumsatz von rund14,2 Milliarden Euro. Laut Han-delsverband Berlin-Brandenburg(HBB) war das ein Umsatzplus vonnominal 7,4 Prozent (real 6,2 Pro-zent) gegenber dem Vorjahr. Imdeutschlandweiten Vergleichschneidet die Hauptstadt damitgut ab. Denn bundesweit verzeich-neten die Einzelhandelsunterneh-men im vorigen Jahr nur eine nomi-nale Umsatzsteigerung von1,1 Prozent (preisbereinigt sogarein Minus von 0,4 Prozent). DieHBB-Jahresbilanz erfasst den Ein-zelhandel im engeren Sinn, inklu-sive Versand- und Internet-Handel,aber ohne KFZ, Tankstellen, Apo-theken und Brennstoffhandel.

    Auch die Zahl der Beschftigtenim Berliner Einzelhandel ist gestie-gen laut HBB-Jahresbilanz um7,2 Prozent. Sie lag 2013 bei fast70 000 Beschftigten. Wie viel Be-wegung imMarkt ist, zeigen die Ge-werbemeldungen: 2013wurd