Der mobile Faktor Kapital im Steuerwettbewerb

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Seminar Internationale Besteuerung Sommersemester 2008 Der mobile Faktor Kapital im Steuerwettbewerb Thuy-Trinh Vu Sascha Rybarczyk Knut Klabunde Arno Ruben Schleußner

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Der mobile Faktor Kapital im Steuerwettbewerb. Thuy-Trinh Vu Sascha Rybarczyk Knut Klabunde Arno Ruben Schleußner. Gliederung. Einleitung Steuerwettbewerb Einführung Generelle Annahmen des Modells Kapitalmobilität und ihre Folgen Regelungen mit und ohne DBA - PowerPoint PPT Presentation

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Seminar Internationale Besteuerung

Sommersemester 2008

Der mobile Faktor Kapital im Steuerwettbewerb

Thuy-Trinh VuSascha Rybarczyk

Knut Klabunde Arno Ruben Schleußner

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Gliederung

1. Einleitung2. Steuerwettbewerb

1. Einführung2. Generelle Annahmen des Modells3. Kapitalmobilität und ihre Folgen

3. Regelungen mit und ohne DBA1. Steuerwettbewerb und Harmonisierung2. Missbräuchliche Ausnutzung von DBA3. Steueroasen

4. Steuerbelastung bei Direktinvestitionen

5. Zusammenfassung und Ausblick6. Quellen

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1. Einleitung

Die Entscheidung des Staates:

→ Steuern→ Abhängig vom Steuersatz und der

Bemessungsgrundlage

→ Öffentliche Güter→ Abhängig vom Staatshaushalt → Finanzierung durch Steuern

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2. Steuerwettbewerb - Einführung

→ Zwei (oder mehr) Regionen konkurrieren um mobile Bemessungsgrundlagen

→ Vertikaler vs. horizontaler Steuerwettbewerb

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2.1 Steuerwettbewerb und Kapitalmobilität

→ Faktorentlohnung (=Rendite) ausschlaggebend für die Standortentscheidung

→ Steuersatz als Bestandteil der Rendite

→ Attraktion des Kapitals aus anderen Regionen

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2.1 Steuerwettbewerb und Kapitalmobilität

→ Race to the bottom

→ Was sind die Folgen?→ Steuersatz von Null→ Steueraufkommen von Null→ Bereitstellung des öffentlichen Gutes

→ Nutzenabwägung zur Beurteilung

→ Fiskalische Externalität

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2.2 Das Modell (kleine Region)

Ki0Ki

1

Ri0 = rexogen

ti

Ri1= rexogen +

ti

f’(Ki)

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2.2 Das Modell (große Region)

r

K2

K1

r

Ri1

K1

f’(K2) – t2

r(t1, t2)

t1

f’(K1) – t1

K2

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2.3 Kapitalmobilität und ihre Folgen→ Aktive (outward flow) vs. passive (inward flow)

Direktinvestitionen

→ Foreign Direct Investment→ Foreign Portfolio Equity Investment→ Foreign Portfolio Debt Investment

→ 2007: ca. 900.000 Mio. € deutsche FDI

→ Wachstum der Investitionen: 1980-2004: jährlich durchschnittlich 12%

→ Nicht nur Kapital fließt ab, sondern auch technologisches Know-How großer Wettstreit leicht zu erklären

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3.1 DBA: Steuerwettbewerb und Harmonisierung

→ Weltweite Differenzen in den Steuersystemen machen Harmonisierungsbestrebungen notwendig

→ OECD-MA seit 1963 ein Mittel zur Gleichstellung ausländischer Gesellschaften im Inland

→ DBAs, bilaterale Abkommen zur Vermeidung oder Verringerung von Doppelbesteuerung

→ Artikel 23 und 24 Regelungen der Gleichstellung→ Artikel 23 A OECD-MA Freistellungsmethode→ Artikel 23 B OECD-MA Anrechnungsmethode→ Artikel 24 Abs. 1,3,5 OECD-MA Gleichstellung ausländischer

Kapitalgesellschaften

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3.2 Missbräuchliche Ausnutzung von DBA→ Das Phänomen des Treaty-Shopping

→ Ausnutzung von DBAs von ausländischen Unternehmen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung ohne Abkommen mit dem Betätigungsland

→ Beispiel: niederländische Antillen/ USA

→ Lösungsansätze im internationalen Umfeld vorhanden, jedoch bieten sie keinen umfassenden Schutz→ Deutsche DBAs orientieren sich immer stärker an §42

AO→ USA haben die LOB-Klauseln eingeführt

→ Verzerrung des Steuerwettbewerb mit möglichen Konsequenzen wie einem „race to the buttom“ der Steuergeschenke

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3.3 Steueroasen (tax havens)→ Bezeichnung für Staaten oder Regionen, welche

niedrige bis gar keine Steuern auf Investitionen oder Kapital allgemein erheben

→ Meist sehr kleine Volkswirtschaften mit verschieden Merkmalen→ Striktes Bankgeheimnis→ Intransparentes Bankensystem→ Wirtschaftlich liberal→ Politisch stabil

→ Vorteile für diese Staaten→ Sektor der Kapitalverwaltung schafft viele Arbeitsplätze→ Hohes Aufkommen an Kapital führt selbst bei minimaler

Besteuerung in der „Steueroase“ zu hohen Wohlfahrtssteigerungen

→ Auswirkungen→ Kaum Beteiligung am Gemeinwesen des Kapitals, welches

verwaltet wird→ Aufgrund der geringen Größe, keine positive Beeinflussung des

Ablaufs von Wirtschaftsprozessen

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4. Steuerbelastung bei Direktinvestitionen→ Direktinvestitionen, direkter Einfluss auf

ausländische Wirtschaft nehmen im Gegensatz zu Portfolioinvestitionen, welche nur Kapitalanlagen sind

→ Know-How Transfer→ Vorrausetzungen für Direktinvestitionen

→ Politische Stabilität→ Rechtssicherheit→ Möglichkeit des Gewinntransfers→ Gute Infrastruktur

→ Motive → Absatzorientiert→ Beschaffungsorientiert→ Effizienzorientiert→ Strategieorientiert

→ Verschiebung von Primärsektor (Rohstoffe) hin zu Dienstleistungen

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4.1 Steuerbelastung bei aktiven Direktinvestitionen→ Besteuerung nach Wohnland- oder

Quellenlandprinzip→ Ebenen der Besteuerung

→ 1. unterliegt dieser Gewinn einer ausländischen Körperschaftssteuer→ 2. unterliegt dieser Gewinn einer ausländischen Quellensteuer bei

der Ausschüttung der Dividende an die heimische Muttergesellschaft→ 3. unterliegt dieser Gewinn nach der Ausschüttung an die Mutter

einer inländischen Körperschaftssteuer→ 4. unterliegt dieser Gewinn bei Weiterausschüttung der Mutter an

ihren Aktionär der Einkommensteuer→ Unterschiede der Steuersysteme

→ Bsp.: Spanien reduziert Doppelbesteuerung nur auf Unternehmensebene, mit teilweisen Anrechnung der Dividenden auf die KSt und auf Aktionärsebene

→ Bsp.: Österreich/Dänemark nehmen eine Reduzierung auf Aktionärsebene vor

→ Bsp.: Deutschland agiert nach HEV gemäß §3 Nr. 40 EStG

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4.2 Entwicklung der FDIs - OECD inflow & outflow

→ Zunehmender Trend an FDIs - inflow→ Fluss von FDIs in die OECD-Länder 2005 ca.

622 Milliarden USD (Zuwachs von 27% im Vergleich zu 2004)

→ Auch wachsender Trend in nicht OECD-Länder wie China

→ Abnehmender Trend an FDIs – outflow→ Fluss von FDIs aus den OECD-Ländern 2005

ca. 716 Milliarden USD (Minderung von 8% im Vergleich zu 2004)

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5. Zusammenfassung und Ausblick

→ Makroökonomische Auswirkungen in Verbindung mit steuerrechtlichen Zusammenhängen

→ Starke Bestrebungen hinsichtlich der Harmonisierung: DBA

→ Steuerwettbewerb weiterhin treibend beim Wettbewerb um Kapital

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6. Quellen→ Fullerton, Don / Karayannis, Marios: Tax evasion and the allocation of

capital, Working Paper No. 4581, National Bureau of Economic Research

→ Hamann, Jens: Wirtschaftsgeografie, Humboldt-Universität zu Berlin (2002)

→ Hemmelgarn, Thomas: Steuerwettbewerb in Europa (2007)→ Hohaus, Bolko: Steuerwettbewerb in Europa→ Janežič/Huber/Wassermeyer: Investitionen und Steuern in Slowenien,

Verlag Neue Wirtschaftsbriefe HERNE/BERLIN→ Keuschnigg, Christian: Öffentliche Finanzen: Einnahmenpolitik,

Mohr Siebeck (2005)→ Kraft, Gerhart: Die mißbräuchliche Inanspruchnahme von

Doppelbesteuerungsabkommen, Müller→ Kutt, Florian: Grenzüberschreitende Kapitalgesellschaften und ihre

Besteuerung im deutschen Körperschaftsteuerrecht, Regensburg (2001)

→ OECD 2006 „International Investment Perspectives“, in Verbindung mit “Trends and Recent Developments in Foreign Direct Investment”, beides entnommen von der OECD-Homepage, Stand 30.05.2008: http://www.oecd.org/document/37/0,2340,en_2649_33725_37449253_1_1_1_1,00.html

→ Quelle: 35 Jurisdictions committed to improving transparency and establishing effective exchange of information in tax matters, entnommen der OECD-Homepage, Stand: 9.6.2008

→ Weichenrieder, Alfons: Besteuerung und Direktinvestition (Taxation and foreign direct investment), Mohr Siebeck (1995)

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Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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