Die Agenturen Der EU

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    J, *

    Europische Agentur fr Sicherheit und Gesundheitsschutz

    am Arbeitsplatz

    bersetzungszentrum fr die Einrichtungen

    der Europischen Union

  • Die Agenturen der Europischen Union

  • Zahlreiche weitere Informationen zur Europischen Union sind verfgbar ber Internet, Server Europa (http://europa.eu.int).

    Bibliographische Daten befinden sich am Ende der Verffentlichung.

    Luxemburg: Amt fr amtliche Verffentlichungen der Europischen Gemeinschaften, 1996

    ISBN 92-827-8045-7

    EGKS-EG-EAG, Brssel Luxemburg, 1996

    Nachdruck ausgenommen zu kommerziellen Zwecken mit Quellenangabe gestattet.

    Printed in France

  • ZUSAMMENFASSUNG

    I. Einleitung 3

    II. Was ist eine Gemeinschaftsagentur? 5

    IM. Beschreibung der einzelnen Agenturen 7

    IV. Aufbau einer Agentur 17

  • I. Einleitung

    Die Schaffung der dezentralen Einrichtungen st kein neues Phnomen, denn die ersten Agenturen (das Europische Zentrum fr die Frderung der Berufsbildung und die Stiftung fr die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen) wurden bereits whrend der 70er Jahre gegrn-det. Mit dem Beschlu des Europischen Rates in Brssel vom 29. Oktober 1993 zur Festlegung des Sitzes der sieben neuen Agenturen, von denen einige sich bereits Vorjahren eine Geschftsordnung gege-ben, ihre Ttigkeit aber wegen des ausstehenden Beschlusses ber den Sitz noch nicht aufgenommen hatten, erhielt dieses Phnomen eine neue Dimension.

    Die Grnde fr die Entstehung der Agenturen waren vielfltig. Sie sind in den Erwgungsgrnden der Grundverordnungen zur Errichtung der einzelnen Agenturen dargelegt.

    Auerdem wurde mit der Errichtung der Agenturen folgenden allgemei-nen Bedrfnissen entsprochen:

    - die Ttigkeiten der Gemeinschaften in gewissem Umfang zu dezen-tralisieren und geographisch zu streuen;

    - die den Agenturen bertragenen Aufgaben durch eine genaue Beschreibung transparenter zu machen;

    - die notwendige Sachkenntnis in wissenschaftlichen oder technischen Bereichen zu entwickeln;

    - der breitgefcherten Palette von Interessen (z.B. Sozialpartner) Rechnung zu tragen;

    - die Beteiligung von Drittstaaten zu ermglichen.

  • II. Was ist eine Gemeinschaftsagentur

    Eine Gemeinschaftsagentur st eine Einrichtung des europischen ffent-lichen Rechts. Die Vertrge zur Grndung der Europischen Gemeinschaften bzw. der Vertrag ber die Europische Union sehen keine solche Einrichtung vor. Sie wird im Rahmen des abgeleiteten Gemeinschaftrechts mit dem Ziel errichtet, technische, wissenschaftliche oder Verwaltungsaufgaben zu bernehmen, die in der jeweiligen Grundverordnung genau umrissen sind.

    Dieser Definition entsprechen die folgenden 10 Einrichtungen:

    - das Europische Zentrum fr die Frderung der Berufsbildung; - die Europische Stiftung fr die Frderung der Lebens- und

    Arbeitsbedingungen; - die Europische Umweltagentur; - die Europische Agentur fr die Beurteilung von Arzneimitteln; - das Harmonisierungsamt fr den Binnenmarkt (Marken, Muster und

    Modelle); - die Europische Stiftung fr Berufsbildung; - die Europische Beobachtungsstelle fr Drogen und Drogensucht; - das gemeinschaftliche Sortenamt;

  • - die Europische Agentur fr Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz;

    - das bersetzungszentrum fr die Einrichtungen der Europischen Union.

    Die Palette der Bezeichnungen (Zentrum, Stiftung, Agentur, Amt, Beobachtungsstelle) fr diese Einrichtungen ist recht breit und mglicher-weise auch verwirrend, auch deshalb, weil es andere Einrichtungen mit gleicher Bezeichnung gibt, die keine Agenturen im Sinne dieser Definition sind. Beispiele hierfr sind die im Rahmen des Euratom-Vertrages geschaffene Euratom-Versorgungsagenfur, das Statistische Amt und das Humanitre Amt der Europischen Gemeinschaft als Dienste der Kommission oder des Amtes fr amtliche Verffentlichungen der Europischen Gemeinschaften als interinstitutioneller Dienst der Gemeinschaftsorgane.

  • Beschreibung der einzelnen Agenturen

    CEDEFOP - Europisches Zentrum fr die Frderung der Berufsbildung

    Das Cedefop wurde mit der Verordnung (EWG) Nr. 3 3 7 / 7 5 des Rates vom 10.2.1975 (ABL. L 39 vom 13. 2. 1975), gendert durch die Verordnungen (EG) Nr. 1 1 3 1 / 9 4 vom 16. 4. 1994 (Abi. Nr. L 127 vom 19. 5. 1994) und Nr. 2 5 1 / 9 5 des Rates vom 6. 2. 1995 (ABI. Nr. L 39 vom 9. 2. 1995), errichtet.

    Dem viertelparittisch zusammengesetzten Verwaltungsrat des Zentrums gehren Vertreter der Arbeitnehmerorganisationen und der Arbeitgeberverbnde, der Regierungen der Mitgliedstaaten und der Europischen Kommission an. Seine Aufgabe besteht darin, die Berufsbildung und die stndige Weiterbildung auf Gemeinschaftsebene zu frdern und weiterzuentwickeln. Das Arbeitsprogramm des Zentrums hat gegenwrtig zwei Schwerpunkte:

    - Qualifikationsentwicklung - Entwicklung der Berufsbildungssysteme.

    Zu den regelmigen Verffentlichungen des Zentrums gehren die europische Zeitschrift "Berufsbildung" und die "CEDEFOP Info". Des weiteren erscheinen in unregelmigen Abstnden CEDEFOP. Dokumente, CEDEFOP Panorama, Informationsbroschren, Handbcher, Verzeichnisse. Eine Informations- und Dokumentationsstelle ist der breiten ffentlichkeit zugnglich.

    Anschrift: Marinou 1 2 GR-570 01 Thessaloniki Tel.: (+30-31)490 111 Fax: (+30-31)490 102

  • Europische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen

    Die Stiftung wurde aufgrund der Verordnung (EWG) Nr. 1 3 6 5 / 7 5 des Rates vom 26.5.1975 (ABL. Nr. L 1 39 vom 30. 5. 1975) errichtet.

    Der viertelparittische Verwaltungsrat des Zentrums setzt sich zusammen aus Vertretern der Arbeitnehmerorganisationen und der Arbeitgeberverbnde, der Regierungen und der Europischen Kommission.

    Aufgabe der Stiftung ist es, zur Konzipierung und Verwirklichung besse-rer Lebens- und Arbeitsbedingungen beizutragen, indem sie berlegun-gen zur mittel- und langfristigen Verbesserung der Lebensverhltnisse und der Arbeitsbedingungen entwickelt und vertieft und etwaige nde-rungsfaktoren feststellt.

    Im einzelnen befat sie sich mit - der Situation des Menschen in der Arbeitswelt - der Arbeitsorganisation und insbesondere der Arbeitsplatzgestaltung - den fr bestimmte Arbeitnehmergruppen spezifischen Problemen - den langfristigen Aspekten der Umweltverbesserung - der rumlichen und zeitlichen Verteilung der menschlichen Ttigkeit.

    Loughlinstow House Shankilll Co. Dublin - Ireland Tel.: (+353-1)282 68 88 Fax: (353-1)282 64 56

  • Europische Umweltagentur

    Die Agentur wurde durch die Verordnung EWG Nr. 1210 /90 des Rates vom 7. 5. 1990 (Abi. L Nr. 120 vom 11. 5. 1990) errichtet.

    Ihr wurde die Aufgabe bertragen, auf europischer Ebene objektive, zuverlssige und vergleichbare Informationen zu liefern, die es der Gemeinschaft und den Mitgliedstaaten ermglichen, die notwendigen Umweltschutzmanahmen zu ergreifen, die Ergebnisse dieser Manahmen zu bewerten und eine sachgerechte Unterrichtung der ffentlichkeit ber den Zustand der Umwelt sicherzustellen. Die Agentur st allen anderen Lndern zugnglich, die das Interesse der Gemeinschaft auf dem Gebiet des Umweltschutzes teilen. So sind Island, Liechtenstein und Norwegen Mitglied der Agentur. Sie arbeitet auerdem aktiv mit internationalen Einrichtungen und Organisationen zusammen, um Synergien zu nutzen und berschneidungen zu vermei-den.

    Die Agentur verffentlicht regelmig Berichte und Monographien sowie ein zweimal pro Jahr erscheinendes Informationsbulletin. Eine vollstndige Liste der laufenden Verffentlichungen ist ber Internet erhltlich.

    Kongens Nytorv, 6 DK-1050 Copenhagen K (Denmark) Tel.: (+45-33)36 71 53 Fax: (+45-33)36 71 89 Internet http://www.eea.dk Kontaktperson: Herr Ernst R. Klarte

  • Europische Stiftung fr Berufsbildung

    Die Europische Stiftung fr Berufsbildung wurde durch die Verordnung (EWG) Nr. 1360 /90 des Rates vom 7. 5. 1990 (ABI. Nr. L 131 vom 23. 5. 1990), gendert durch die Verordnung (EG) Nr. 2 0 6 3 / 9 4 des Rates vom 27. 7. 1994 (ABl. Nr. L 216 vom 20. 8. 1994), errichtet.

    Ziele der Stiftung: zur Weiterentwicklung der Berufsbildungssysteme der Lnder Mittel

    und Osteuropas und Zentralasiens beitragen; sich um eine effiziente Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft und

    den in Betracht kommenden Lndern im Berufsbildungsbereich bemhen; zur Koordinierung der gewhrten Untersttzung beitragen; die fr die Durchfhrung des Programms TEMPUS erforderliche Hilfe

    im Bildungsbereich gewhren; die Verbreitung von Informationen ber die Berufsbildung und den

    Erfahrungsaustausch frdern.

    Die Stiftung st auf dem Gebiet der Berufsbildung ttig. Im einzelnen befat sie sich mit der beruflichen Grund und Fortbildung sowie der Neuqualifizierung von Jugendlichen und Erwachsenen und insbesondere auch mit der Ausbildung von Fhrungskrften. Sie trgt zur Durchfhrung der Programme PHARE und TACIS bei, indem sie die in Betracht kom-menden Lnder dabei untersttzt, die erforderlichen Humanressourcen heranzubilden, die im Rahmen der laufenden Reformen fr den bergang zur Marktwirtschaft und zur Festigung der Demokratie bentigt werden.

    Anschrift: Villa Gualino Viale Settimio Severo 65 1-101 33 Torino Tel.: (+39-11)630 22 22 Fax (+39-11)630 22 00 Internet http://www.etf.it Kontaktstelle: Informationen & Verffentlichungen

    IO

  • Europische Beobachtungsstelle fr Drogen und Drogensucht

    Errichtet wurde die Agentur durch die Verordnung (EWG) Nr. 3 0 2 / 9 3 des Rates vom 8. 2. 1993 ABl. Nr. L 36 vom 12. 2. 1993), gendert durch die Verordnung (EG) Nr. 3 2 9 4 / 9 4 des Rates vom 22. 12. 1994 (ABI. Nr. L 341 vom 3 1 . 12. 1994).

    Ihre Aufgabe st es, objektive, zuverlssige und vergleichbare Informationen auf europischer Ebene zu liefe