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    14-Mar-2016
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Lieblingsplätze im Florakiez, Pankow/Berlin. Kiezleben, Geschichte, Architektur, Eigentumswohnungen, Stadthäuser.

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  • Lieblingspltze im Florakiez

    Wohnungen und Stadthuser in Pankowwww.fl ora-magazin.de

    DAS MAGAZIN FR DEN KIEZ

  • Leben bedeutet Vernderung: eine neue Arbeitsstelle, ein Kind, das zur Welt kommt, persnliche und familire Weiterentwicklung. Es entste-hen neue Bedrfnisse und eben auch hufi g ein Wunsch nach neuem Wohnraum oder individuellen Anlagemglichkeiten. Fr viele stellen sich dann eine Menge Fragen. Wo mchten wir, aber vor allem auch, wie mchten wir wohnen? Welches Objekt ist interessant fr mich? Die Antwort geht meist weit ber Grundrisse, Deckenhhen und Ausstat-tungsmerkmale hinaus. Gelebt wird im Kiez. Und deshalb ist die Lage auch immer noch das entscheidende Merkmal der persnlichen Traum-wohnung.

    Viel neuer Wohnraum entsteht zurzeit in Berlin. Ein Bezirk nach dem anderen wird neu entdeckt und neu belebt. Nicht immer gelingt es dabei, die vorgefundene Vielfltigkeit einer Umgebung widerzuspie-geln und zu erhalten. Mit dem Ergebnis, dass Charme und gewachsene Lebendigkeit oft verflscht werden. Die Eigenheiten und den Charakter eines Kiezes zu wrdigen und zu frdern, ist demgegenber ein An-spruch, dem wir uns verpfl ichtet fhlen. Mit FLORA mchten wir neues Wohnen schaffen in einem Kiez, der viel zu bieten hat und fr viele Menschen bereits ein Zuhause ist, das ihnen mehr gibt als ein Dach ber dem Kopf. Der Florakiez ist gewachsene Lebensart, Nachbarschaft und Wohnkultur.

    Unser Wunsch ist es, mit FLORA und seinen neuen Bewohnern Teil dieses Kiezes zu werden. Dieses Magazin ist daher genauso dem Kiez und seinen langjhrigen Bewohnern wie allen Interessenten fr den neuen Wohnraum gewidmet. Es zeigt Ihnen, was unsere Architekten bewegt hat, als sie das Projekt entwarfen, und spiegelt wider, wie wir diesen besonderen Ort, die Florastrae im Florakiez, mit all seiner Ein-zigartigkeit und Vielfltigkeit vorgefunden haben.

    Viel Spa beim Lesen wnscht Ihre

    FLORA Projektgesellschaft

    Liebe Leserinnen und Leser,

    GRUSSWORT FLORA 3

  • RETROSPEKTIVE MODERNE ODER EIN LEBENSWERTES KONZEPT, DAS AUF VIELFALT SETZT.

    Drei Architekten, ein Projekt. Zeitgeme Stadtentwicklung mit Bezug auf die Errungenschaften der Architekturgeschichte.

    Seite 7

    WOHNUNGENMehr Lebensfreude pro Quadratmeter.

    Seite 48

  • BRGERPARK VON DER VISION EINES JUNGEN MANNES ZUM WOHLE DER GEMEINSCHAFT.

    Die Historie Pankows anhand eines individuellen Lebensweges.

    Seite 37

    ORTSTERMIN FLORASTRASSE

    Fnf Persnlichkeiten erzhlen ber das Leben in Pankow.

    Seite 18

    STADTHUSER

    Viel Freiraum fr ein grozgiges Lebensgefhl.

    Seite 46

    URLAUB? JEDEN TAG!Ein Kiezspaziergang am Morgen.

    Seite 41

  • Die aufwendig gestaltete, heterogene Auenfassade

    kontrastiert weie, teilweise kassettierte Putzfl chen

    mit einfachen Klinkerziegeln, eine Reminiszenz an die

    Hochblte der industriellen Klinkerarchitektur.

    unverbindliche Visualisierung

  • Drei Architekten vereinen Individualitt, Gemein-schaft und Vielfalt in einem Quartier, das sich einfgt, ohne charakterlos zu sein.

    Die Projektgesellschaft der FLORA hat sich be-wusst fr dieses Modell entschieden. Wenn auch aus ganz anderen Grnden, als das Setting zuerst suggeriert.

    Auf dem groen Areal, das sich zwischen der Flora- und Gaillardstrae erstreckt, befanden sich zwischen 1900 und der Jahrtausendwende unter-schiedliche industrielle Betriebe. Seit einigen Jah-ren lag das Areal brach und verwilderte. Hier wird jetzt ein Ensemble entstehen, das sich in seiner Anmutung an seine Umgebung anpasst, dabei jedoch nicht monoton und einheitlich, sondern bewusst mit Abwechslung und Vielfltigkeit Teil einer gewachsenen Umgebung wird. Denn ein Teil dieses Kiezes zu werden, ist fr FLORA und ihre Grnder ein wirkliches Anliegen. Hier soll kein Haus entstehen, das wie ein gerade gelandetes Raumschiff anmutet, ebenso wenig eine Enklave fr Superreiche oder ein auf maximalen Profi t an-gelegtes Retortenprojekt.

    Daher der Wunsch der Projektgesellschaft, individuelle Ansichten dreier Architekten zu einem Ganzen zu vereinen. Wobei die Entschei-dung neben dem Masterplaner Stephan Hhne auf seine Berliner Kollegen Thomas Albrecht von Hilmer & Sattler und Albrecht Architekten und Christoph Kohl von Krier Kohl Architekten fi el. In ihrem grundstzlichen Architekturverstndnis sind sich die drei sehr hnlich. Alle drei Bros setzen in ihrer Gestaltung auf traditionelle Architektur und knpfen so nahtlos und selbstverstndlich am vor-gefundenen Ort an. Das Fatale fr uns moderne Architekten ist, dass die vorgegebenen stdtebau-lichen Strukturen des 19. und frhen 20. Jahrhun-derts immer noch weitaus besser sind als das, was unsere heutige Zeit entwerfen kann, erklrt Thomas Albrecht. Was sich allerdings weniger wie eine Niederlage anhrt eher wie ein Prdikat, wenn man in Betracht zieht, dass das Leben in vor-handenen Altbaustrukturen immer noch zu den beliebtesten Wohnformen zhlt. Diese Erkenntnis leiten die Architekten zwar jeweils aus unterschied-lichen Perspektiven ab. Letztlich kommen sie aber alle zum selben Ergebnis.

    DIE ARCHITEKTUR FLORA 7

    Retrospektive Moderne ODER EIN LEBENSWERTES KONZEPT, DAS AUF VIELFALT SETZT.

  • 8 FLORA DIE ARCHITEKTUR

    Innerhalb der Stdte fi ndet das Leben in Kleinkiezen statt. Auf weniger als 300 mal 300 Metern entwickeln sich Mikrokosmen, die dem Menschen Ruhe und Geborgen-heit, aber auch Raum fr Identifi kation und sozialen Kontakt bieten. In den gewach-senen Strukturen Berlins ist das moderne Leben von der Sinnlichkeit der grnderzeit-lichen Baumaterialien eingerahmt. Man lebt in der Stadt, hat aber auch den kleinen Laden um die Ecke und alle kennen sich, fasst Albrecht zusammen.

    Der stdtebauliche Masterplan von Stephan Hhne, dem ersten mit dem Pro-jekt betrauten Architekten, spielt deshalb mit dem Areal und lsst durch verschiedene Gebudetypen und deren sinnvolle Anord-nung ein kleines Quartier entstehen.

    Whrend straenseitig ein direkter Bezug zur umliegenden Baustruktur geschaffen wird, ist das u-frmige Blockinnengebude mit seinem Innenhof mehr in sich abge-schlossen und in seinem Stil kompakt. Aus dem Blockinnenbereich und Blockauenbe-reich ein homogenes Ganzes zu erzeugen, ist die Herausforderung bei der Entwicklung

    eines solchen Areals, sagt Architekt Hhne zu seinem Plan, den er entwickelt hat. Fr ihn geht es in der Architektursprache darum, das Ma zu fi nden zwischen Sichein-fgen in den Kontext und einen eigenen Charakter haben. Die Menschen leben nun-mal am liebsten in gewachsenen Altbau-strukturen, weshalb auch jede auf den Men-schen ausgerichtete Neubauarchitektur sich an diesen Strukturen und geliebten Details orientieren sollte. Wir suchen in unserer Architektursprache eine Gestaltung, die einer gewissen Zeitlosigkeit unterworfen ist. Wir entwerfen Huser, die nicht aktuellen Moden entspringen, sondern Huser, die man sich auch in vielen Jahren noch gerne anschaut, sagt Stephan Hhne. Vor allem das Gewachsene, das Unterschiedliche und Heterogene, das eine ausgewogene Einheit bildet, ist der Lebensraum, in dem wir uns am wohlsten fhlen.

    Was den Neubau innerhalb dieser Struk-turen und Kieze angeht, handelt es sich naturgem hufi g um das Fllen von L-cken. Der Architekt Christoph Kohl nennt es Stadtreparatur. Es gilt Neues mit dem

    Die 37 lichtdurchfl uteten

    Wohnungen im Flatiron

    genannten Eckhaus verfgen

    ber auergewhnliche und

    doch lebensnahe Grundrisse.

    Den Beletage-Wohnungen

    sind jeweils eigene Vorgrten

    zugeordnet, die ber eine

    Treppe direkt aus der Wohnung

    zugnglich sind.

    unverbindliche Visualisierung

  • Stephan Hhne, Hhne Architekten

    Das Architekturbro Hhne existiert seit knapp 20 Jahren. Sein heutiger Sitz am Caroline-von-Humboldt-Weg in Berlin-Mitte ist zugleich Bro und Wohnort von Stephan Hhne.

    Er betreut mit seinem Team schwerpunktm-ig Projekte in der Sparte Wohnungsbau, vom Einfamilienhaus ber Villen und Townhouses bis hin zum Geschosswohnungsbau. Aber auch ffentliche Bauten wie Kindertagessttten, Kran-kenhuser, Brohuser und sehr viele Projekte im Denkmalschutz fi nden sich in seiner Mappe wie-der. Sein Architekturansatz folgt einer sehr zeitlo-sen Architektursprache, die sich auf die Architek-turgeschichte beruft und Typologien und Formen, die man dort fi ndet, weiterentwickelt.

    DIE ARCHITEKTUR FLORA 9

    Wir suchen in unserer Architektursprache eine Gestaltung, die einer gewissen Zeitlosigkeit unterworfen ist. Wir entwerfen Huser, die nicht aktuellen Moden entspringen, sondern

    Huser, die man sich auch in vielen Jahren noch gerne anschaut. Stephan Hhne, Architekt

  • 10 FLORA DIE ARCHITEKTUR

    Alten zu verknpfen. Stichwort Kiezrepara-tur: Die zeitgenssische Architektur und modernistische stdtebauliche Konzepte machen nicht das Leben aus. Es gibt keine hippere Location und kein lebenswerteres Gefge als den eigenen, gelebten Kiez, refl ektiert Christoph Kohl seine Einschtzung.

    Die Aufgabe der Architekten war es deshalb, Konzepte zu entwickeln, die den Standort nicht berbewerten, schlicht und zurckhaltend sind, aber dennoch eine eigenstndige Qualitt besitzen. Ein Zweiklang aus Eigentumswohnungen und Vermietung soll eine durchmischte Bewoh-nerstruktur schaffen und so zu einer na-trlichen Integration in den gewachsenen Kiez beitragen.

    Fr Albrecht bedeutet das: Gelunge-ner Stdtebau ist wie Singen im Chor. Man hrt nicht die einzelne Stimme, sondern alle Stimmen gemeinsam. Nicht das Laute, Auffllige zu sein ist das Ziel der FLORA, sie mchte Teil sein. Und fr die einzelnen Gebude bedeutet dies, dass sie nicht allzu prtentis sein sollen. Daher ist fr uns das grte Lob, wenn man an einem Haus

    vorbeigeht und gar nichts gemerkt hat, gesteht Thomas Albrecht.

    Ergebnis der Grund