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Jahresbericht

2015

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Die Stiftung Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) ist die magebliche Instanz fr sauberen Sport in Deutschland. Im Juli 2002 wurde die NADA mit einem Festakt im Alten Rathaus in Bonn gegrndet und am 21. Novem-ber des gleichen Jahres von der Stiftungsaufsicht anerkannt. Seither verfolgt sie ihren Stiftungszweck und setzt sich fr Fairness und Chancengleichheit im Sport ein. Als gemeinntzige Stiftung des privaten Rechts ist sie eine unabhngige Instanz. Die NADA geht das Problem Doping im Sport an, gemeinsam im nationalen wie im internationalen Kontext und untersttzt die Athleten die ehrlich ihren Sport betreiben. Fr die Zukunft des Sports. Fr den Sportstandort Deutsch-land. Fr saubere Athleten, fr transparente Erfolge und fr ehrliche Ergebnisse.

Die Aufgaben der NADA umfassen Dopingkontrollen, Dopingprvention, medizinische und juristische Beratung sowie internationale Zusammenarbeit. Somit trgt die NADA mageblich zur Werte-Erhaltung im Sport bei.

FR SAUBERE LEISTUNG das ist die Vision der NADA. Dafr hat die NADA die Initiative ALLES GEBEN, NICHTS NEHMEN ins Leben gerufen. Sie dient als Plattform fr alle, die sich fr den sauberen Sport einsetzen. Sie finden die NADA unter www.nada.de

impressumStiftung Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) . Heussallee 38 . 53113 Bonn . www.nada.de

DruckWM Druck + Verlag, Rheinbach

NADA Material Nr. 54Mai 2016Auflagenhhe: 500

Die im Text verwendeten mnnlichen Personen- und Funktionsbezeichnungen beziehen sich auf Mnner und Frau-en im gleichen Ma.

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SeiteGruwort des NADA-Vorstands 4Gruwort des NADA-Aufsichtsrats 7

ArBEIT dEr NAdA 2015

Doping-Kontroll-System 8Recht 10Intelligence & Investigations 12Medizin 13Prvention 14Kommunikation 17Internationale Zusammenarbeit 18Personal, Finanzen und Controlling 20Datenschutz 22Organigramm der NADA 24Ansprechpartner der NADA 25Ehrenamtliche Kommissionen 26

ANHANG

bersicht Proben aus Trainings- und Wettkampfkontrollen 28bersicht mgliche Verste 30bersicht bernahme Ergebnismanagement 34bersicht Meldepflichtversumnisse 34 bersicht offene Flle 2014 35bersicht genehmigte TUE-Antrge 35

INHALT

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Fr dIE ZukuNFT dES SporTS

der internationale Sport wurde im Jahr 2015 von meh-reren Skandalen berschattet. Insbesondere die Ge-schehnisse in der Leichtathletik und in Russland waren ein Tiefschlag fr die sauberen Athletinnen und Athleten. Derzeit wird deutlich wie nie, wie wichtig unabhngige Anti-Doping-Arbeit fr die internationale Chancengleich-heit ist.

Die Aufarbeitung der Vorgnge in Russland wurde von einer unabhngigen Kommission der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) bernommen. Die Ergebnisse der Kom-mission zeigen, dass smtliche verbandsinterne Kont-rollfunktionen eines internationalen Verbandes versagt haben. Wir fordern daher, dass die Anti-Doping-Arbeit nur noch von unabhngigen Anti-Doping-Organisationen auerhalb der internationalen Verbnde durchgefhrt wird, um offensichtliche Interessenkonflikte zu vermei-den. Dazu gehrt die operative Unabhngigkeit des Kon-trollsystems. Die WADA und die Nationalen Anti-Doping Agenturen mssen international durch ausreichende Fi-nanz- und Strukturmittel gestrkt werden. Wir erwarten weiterhin, dass die internationalen aber auch nationalen Verbnde entsprechend umfangreiche Compliance- und Anti-Korruptions-Manahmen etablieren. Diese Manah-men sind zum Schutze des sauberen Sports und der sau-beren Athletinnen und Athleten unerlsslich. Nur dadurch ist die Integritt des fairen und glaubwrdigen Wettbe-werbs aufrechtzuerhalten.

Der ARD-Bericht und die Arbeit der unabhngigen Kom-mission wurde erst durch die Aussagen zweier Whist-

leblower ermglicht. Whistleblower sind essenziell fr die Anti-Doping-Arbeit. Neben der Anerkennung dieser Leis-tung muss aber vor allem der Schutz der Whistleblower gewhrleistet werden. Wir setzen uns fr die Strkung des Whistleblower-Systems ein. Die NADA hat im Jahr 2015 das Hinweisgebersystem SPRICHS AN auf der Grund-lage des BKMS-Systems etabliert, das Whistleblowern vllige Anonymitt garantiert.

Als weiterer, wichtiger Schritt zur internationalen Chan-cengleichheit und dem Schutz der sauberen Athletinnen und Athleten trat am 1. Januar 2015 der berarbeitete WADA- Code in Kraft. Die NADA hat die wesentlichen Be-stimmungen bereits im September 2014 gem den Vor-gaben der WADA umgesetzt. Der NADA-Code und ein Mus-ter zur Implementierung in die Verbandsregelwerke hat die NADA im September 2014 vorgelegt. Seit Anfang 2015 liegen alle Trainings- und Wettkampfkontrollen im Verant-wortungsbereich der NADA. Das trgt zu unserem Ziel bei, ein einheitliches System der Trainings- und Wettkampf-kontrollen zu schaffen. Zudem hat die NADA mittlerweile von 33 Spitzenverbnden das Ergebnismanagement und die Durchfhrung der Sanktionsverfahren bernommen.

Das neue Anti-Doping-Gesetz ist ein Meilenstein in der Anti-Doping-Arbeit in Deutschland. Bestehende und funk-tionierende sportrechtliche Ahndungs- und Sanktionsme-chanismen werden sinnvoll ergnzt, vorhandene Lcken, auch bei der Verfolgung von Doping untersttzenden Hin-termnnern, durch den staatlichen Strafverfolgungsan-spruch geschlossen. Das Miteinander von Sport und Staat bei der Verfolgung von Dopingversten wird nachhaltig gestrkt. Erste Flle zeigen, dass die Kooperation zwi-schen der NADA und den staatlichen Ermittlungsstellen bereits gut gestartet ist.

Im Jahr 2015 gelang es zudem die Prventionsarbeit der NADA zu strken und auszubauen. Mit dem Prventions-programm GEMEINSAM GEGEN DOPING erreichte die NADA durch direkten Kontakt, z.B. bei Schulungen oder am Infostand, deutschlandweit rund 45.000 junge Ath-letinnen und Athleten sowie deren Umfeld. Die online-basierten Prventionsangebote wurden von mehr als 100.000 Nutzern in Anspruch genommen. Das Filmprojekt ber Andreas Krieger, anerkanntes Dopingopfer der DDR, wurde als Gemeinschaftsprojekt mit ihm und der US-

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amerikanischen Anti-Doping Agentur USADA umgesetzt und im November der ffentlichkeit vorgestellt.

Die NADA legte zudem im Jahr 2015 erneut groen Wert auf die internationale Zusammenarbeit. Gste nationaler Anti-Doping-Organisationen aus aller Welt waren zum Erfahrungsaustausch ebenso zu Gast bei der NADA wie Vertreter der WADA. Die aktive Mitarbeit in den Gremien des Europarates (Monitoring Group, Science Group, Legal Group, Education Group und CAHAMA) war Bestandteil der internationalen Vernetzung, wie auch die Zusammen-arbeit mit dem Institute of National Anti-Doping Organisa-tions (iNADO). Die Teilnahme an zahlreichen internationa-len Symposien und Tagungen rundeten den Austausch mit den Kollegen weltweit ab.

Die Wahrnehmung des Stiftungsauftrages der NADA und die Umsetzung der vielfltigen Projekte gelingt jedoch nur, wenn die personellen und finanziellen Grundlagen gesichert sind. Dank des Engagements der Stakeholder, insbesondere der nachhaltigen Festschreibung der Zu-kunftssicherung der NADA im Koalitionsvertrag der Bun-desregierung, konnte die NADA im Jahr 2015 erstmals seit ihrer Grndung finanziell gestrkt agieren.

Dies ist sehr erfreulich und motiviert uns und unser Team weiterhin alles zu geben, um die sauberen Sportlerinnen und Sportler zu schtzen und die Integritt eines fairen (Leistungs-)Sports zu bewahren.

Dr. Andrea Gotzmann Dr. Lars MortsieferVorstandsvorsitzende Vorstandsmitglied

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aufsichtsratsvorsitzender: prof. Hans Georg Nder (Geschftsfhrender Gesellschafter der otto Bock Firmengruppe)

stellvertretende aufsichtsratsvorsitzende: Silke kassner (Athletenkommission im deutschen olympischen Sportbund)

aufsichtsratsmitglieder:1. der Prsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

oder eine von ihm benannte Person, die Mitglied des Prsidiums des deutschen Olympischen Sportbundes sein soll. Dieser ist vertreten durch dr. Michael Vesper (Vorstandsvorsitzender des deutschen olympischen Sportbundes),

2. der Vorsitzende der Stndigen Konferenz der Spitzen-verbnde oder eine von ihm benannte Person aus der Stndigen Konferenz der Spitzenverbnde. Dieser ist vertreten durch Siegfried kaidel (prsident des deut-schen ruderverbandes),

3. eine von der Athletenkommission im Deutschen Olym-pischen Sportbund benannte Person. Diese ist vertreten durch Silke kassner (Athletenkommission im deut-schen olympischen Sportbund),

4. der Bundesminister des Innern oder eine von ihm be-nannte Person des Ministeriums. Dieser ist vertreten durch Gerhard Bhm (Ministerialdirektor, Abteilungs-leiter Sport des Bundesministeriums des Innern),

5. die Vorsitzende des Sportausschusses des deutschen Bundestages oder ein vom Ausschuss benanntes Mit-glied des Sportausschusses. Diese ist vertreten durch dagmar Freitag (Mitglied des deutschen Bundestages (MdB), Vorsitzende des Sportausschusses),

6. der Vorsitzende der Sportministerkonferenz der Lnder oder eine von ihm benannte Person. Dieser ist vertreten durch Bernd Neuendorf (Staatssekretr im Ministeri-um fr Familie, kinder, Jugend, kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen),

7. drei weitere, von den geborenen Aufsichtsratsmitglie-dern (Nr. 1-6) zu berufende Aufsichtsratsmitglieder, die nicht den unter den Ziffern 1-6 genannten Institutionen angehren drfen, sondern insbesondere aus dem Be-reich der Wirtschaft und der Wissenschaft stammen sollen, wobei Vertreter aus an der Stiftung finanziell beteiligten Unternehmen besonders bercksichtigt werden sollen. Diese Mitglieder sind prof. Hans Georg Nder als Aufsichtsratsvorsitzender (Geschftsfh-render Gesellschafter der otto Bock Firmengruppe), dr. Michael Ilgner (Vorstandsvorsitzender der Stiftung deutsche Sporthilfe) und prof. dr. Christian J. Stras-burger (Leiter des Bereichs klinische Endokrinologie an der klinik fr Endokri