KULAP 2007 - Ma£nahme L3 - Bl£¼hfl£¤chen, Bl£¼hstreifen...

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    31-Aug-2019
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    KULAP 2007KULAP 2007

    Manahme L3Manahme L3

    Blh chen, Blhstreifen Blh chen, Blhstreifen und Schonstreifen und Schonstreifen auf dem Ackerland auf dem Ackerland

    Hier investieren Europa, die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Thringen in die lndlichen Gebiete.

    Thringer Landesanstaltfr Landwirtschaft

  • 2 3

    KULAP 2007Manahme L3

    Blh chen, Blhstreifen Blh chen, Blhstreifen und Schonstreifen und Schonstreifen auf dem Ackerlandauf dem Ackerland

    Impressum

    Herausgeber: Thringer Landesanstalt fr Landwirtschaft Naumburger Strae 98 07743 Jena

    Telefon: 03641 683-0 Telefax: 03641 683-390 Mail: postmaster@tll.thueringen.de

    Autoren: Maik Schwabe PD Dr. Hans Hochberg Gesamtbearbeitung: Corinna Graf

    Dezember 2008

  • 4 5

    Blh chen, Blh- und Schonstreifen bieten ein vielfltiges Lebensraumangebot, insbe-sondere Nahrungs-, Brut- und Deckungsru-me fr zahlreiche heimische Tierarten. Im Jahresverlauf wechselnde farbenfrohe cker und strukturreiche P anzenbestnde berei-chern die Kulturlandschaft, frdern Vielfalt und Biotopverbund in der Agrarlandschaft und tragen zum Erhalt der Bodenfruchtbar-keit bei. Entlang von Uferrndern verbessern sie zustzlich den Erosionsschutz sowie die Pufferwirkung gegenber mglichem Stoffeintrag ins Gewsser. Ackerrandstrei-fen haben sich als besonders wirkungsvoll erwiesen beim Erhalt bedeutsamer Acker-wildkrautbestnde, darunter seltene und gefhrdete Arten.

    Bereits seit 1993 frdert der Freistaat Thringen die Anlage von Brachen und Zwi-schenstrukturen sowie seit 2004 die aktive Begrnung von Blh chen und Blhstrei-fen auf Ackerland im Rahmen des Programms zur Frderung von umweltgerechter Landwirtschaft, Erhaltung der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftsp ege in Thringen (KULAP). Die Programmbewertung fr die zurckliegende Frderpe-riode stellt den besonderen Wert von Blh chen, Blh- und Ackerrandstreifen fr Natur und Landschaft sowie eine kontinuierliche Flchenzunahme fest. Auch knftig gilt es, vorhandene Potenziale zu nutzen.

    Mit der vorliegenden Broschre sollen Unternehmen und Verwaltung bei der Schaf-fung von Blh chen, Blhstreifen und Schonstreifen sowie der Beantragung der KULAP 2007 - Manahme L3 untersttzt werden.

    L31 Anlage von Blh chen und Blhstreifen auf Ackerland - Manahmebeschreibung .................................................................... 6

    L32 Anlage und extensive Bewirtschaftung von Ackerrandstreifen - Manahmebeschreibung ................................................................. 10

    L33 Anlage von Uferrandstreifen - Manahmebeschreibung .................12

    Allgemeine Hinweise zur Beantragung der L3-Manahmen ....................14

    Hinweise und Empfehlungen zur Aussaat und P ege vonBlh chen und -streifen (L31, L33) ........................................................... 15

    Vorwort Inhalt

    554

    Peter RitschelPrsident der Thringer Landesanstalt fr Landwirtschaft

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    Anlage von Blh chen und Blhstreifen auf Ackerland - Manahmebeschreibung

    Gefrdert werden Blhstreifen im Feld oder am Feldrand mit einer Breite von mindestens 6 m und hchstens 24 m.

    Es besteht die Mglichkeit Blh- chen und Blhstreifen innerhalb des gesamten Verp ichtungszeit-raumes auszutauschen, d.h. die Lage der Einzel che kann wech-seln, wenn der Gesamtumfang beibehalten wird.

    7

    L31L31

    6

    Bei Blh chen und Blhstreifen handelt es sich um Acker chen, die freiwillig aus der landwirtschaftlichen Produktion genommen und mit bltenreichen P anzenbe-stnden begrnt werden. Es drfen auf diesen Flchen keine P anzenschutz- und Dngemittel ausgebracht werden.

    Blh chen und Blhstreifen bereichern insbesondere als Nahrungs-, Brut- und De-ckungsrume das Lebensraumangebot fr die heimische Wild ora und -fauna und die Honigbiene. Vorliegende Untersuchungsergebnisse besttigen eine vergleichs-weise hohe Bedeutung dieser Flchen fr Laufkfer und Vgel. So wurden in der ver-gangenen Frderperiode auf Blh chen und Blhstreifen bei den Laufkfern mehr Arten und Individuen festgestellt als auf umgebenden Acker chen. Ebenso waren die Brutdichten von Feldlerche und Wachtel erhht. Diese Flchen bieten zudem der heimischen Wildkraut ora Entwicklungschancen und bereichern die Vielfalt Thrin-ger Agrarlandschaften.

    Zur Vermeidung von Strungen beschrnkt sich die Flchenbearbeitung auf Bestell-manahmen und auf eine ggf. erforderliche mechanische Unkrautbekmpfung. Da-bei ist ein Mulchen der Flche im Rahmen der Unkrautbekmpfung nicht zulssig, um im gesamten Jahresverlauf gnstige Deckungs- und Nahrungsbedingungen fr zahlreiche Arten zu schaffen. Der Aufwuchs darf nicht genutzt werden.

    Hhe der Beihilfe *)

    mit jhrlicher Ansaat 540 /ha

    mit einmaliger Ansaat 372 /ha *) Werte in berarbeitung

  • 8 9

    Zur Etablierung bltenreicher P anzenbestnde ist die Aussaat spezieller, standort-angepasster Thringer Blhmischungen vorgeschrieben. Die Ansaat kann entweder einmalig oder jhrlich erfolgen.

    Die Thringer Mischungsempfehlungen sind auf die Erfllung der Ziele an die Le-bensraumgestaltung ausgerichtet. Sie gengen den Anforderungen des Saatgut-handels, gewhrleisten eine sichere Anwendung im Agrarunternehmen und die enthaltenen Kulturp anzenarten besitzen aus heutiger Sicht kein bedenkliches Aus-wilderungsrisiko.

    Thringer Blhmischungen - einjhrig

    Buchweizen(Fagopyrum esculentum)

    B IV B V

    mehrjhrig

    frische, grn-dige Standorte

    sommertro-ckene Standorte

    Rotklee 20,0 % 5 %

    Weiklee 10,0 % 5 %

    Gelbklee 10 %

    Schwedenklee 20,0 %

    Hornklee 10,0 %

    Esparsette 40,0 %

    Luzerne 10,0 %

    Alexandrinerklee 10,0 %

    Inkarnatklee 20,0 %

    Sonnenblume 8,0 % 8,0 %

    Phacelia 2,0 % 2,0 %

    Senf 2,0 % 2,0 %

    Futtermalve 8,0 % 8,0 %

    empfohlene Aussaatmenge

    10 kg/ha 10 kg/ha

    Thringer Blhmischungen - mehrjhrig

    Esparsette(Onobrychis vi

    ciifolia)

    Inkarnat

    klee

    (Trifolium

    incarnatu

    m)

    9

    Ringelblume

    (Calendula of cinal

    is)

    B I B II

    einjhrig

    Bienenweide Wildsung

    Rotklee 5,0 %

    Weiklee 5,0 %

    Gelbklee 10,0 %

    Alexandrinerklee 10,0 %

    Inkarnatklee 20,0 %

    Ackerbohne 25,0 %

    Hafer 13,0 %

    Sommerweizen 40,0 %

    Futtererbse 6,0 %

    Buchweizen 30,0 % 13,0 %

    Sonnenblume 6,0 % 1,4 %

    Markstammkohl 2,0 %

    lrettich 2,0 % 0,3 %

    Phacelia 2,0 % 0,3 %

    Senf 2,0 % 0,3 %

    Futtermalve 5,0 % 0,7 %

    Ringelblume 1,0 %

    empfohlene Aussaatmenge

    10 kg/ha 77 kg/ha Hornklee(Lotus corniculatus)

    Futtermalve(Malva sylvestris ssp. mauretania)

    Phacelia(Phacelia tanacetifolia)

    8

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    Anlage und extensive Bewirtschaftung von Ackerrandstreifen - Manahme- beschreibung

    Ackerrandstreifen dienen vorrangig dem Schutz bedeutender Vorkommen von Ackerwildkrutern. Dazu wird auf den Einsatz von P anzenschutz- und Dngemittel sowie die Anwendung mechanischer Bearbeitungsmanahmen, mit Ausnahme der Bestellmanahmen, verzichtet.

    Die Manahme hat sich in den zurckliegenden Frderperioden bewhrt. Insbeson-dere selten gewordene und gefhrdete Arten der Ackerbegleit ora sowie typische Ackerwildkrautgesellschaften konnten erfolgreich erhalten werden. Darber hinaus bereichern Ackerrandstreifen die faunistische Vielfalt in der Agrarlandschaft.

    Ackerwildkruter wie Ritter sporn, Kornblume, Mohn und Kamille sind bunte

    Begleiter des Ackerp anzenbaus.

    Gefrdert werden 3 m bis 24 m breite Streifen auf Acker chen entlang von Schlag-grenzen, die mit derselben Fruchtart wie der Gesamtschlag bestellt sind. Dieser Strei-fen kann auch geerntet werden. Der Anbau von mehrjhrigem Feldfutter und Hack-frchten ist ausgeschlossen.

    Zur gezielten Auswahl geeigneter Flchen ist im Vorfeld der Antragstellung eine Ab-stimmung zwischen Antragsteller und der Unteren Naturschutzbehrde erforder-lich.

    Die Abstimmungsergebnisse werden in einen feldstckskonkreten P egeplan fest-gelegt, der auch weitergehende Vereinbarungen, wie z. B. zur Fruchtfolgegestaltung, Aussaatdichte oder zum frhesten Stoppelumbruch, enthalten kann.

    Zu den selten gewordenen Ackerwildkrutern, die auf Ackerrandstreifen vorkommen, gehren meist einjhrige, licht- und wrmebedrftige Arten, wie zum Beispiel:

    Acke

    rhaftdo

    ldeAc

    kerha

    ftdolde

    Run

    dbl

    ttrige

    s Hasenohr

    Run

    dbl

    ttrige

    s Hasenohr

    Schwarzkmm

    el

    Schwarzkmm

    el

    Venuskamm

    Venuskamm

    Hhe der Beihilfe *)

    452 /ha *) Wert in berarbeitung

    1110

    L32L32

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    Anlage von Uferrandstreifen - ManahmebeschreibungGrenzen Acker chen unmittelbar an Ober chengewsser an, besteht die Gefahr von Phosphor- und Sedimenteintrgen mit ablaufenden Niederschlgen ins Gews-ser. Uferrandstreifen dienen deshalb hauptschlich dem Gewsserschutz.

    Gefrdert wird die Anlage von Blhstreifen mit vorgeschriebenen Saatmischungen mittels einmaliger oder jhrlicher Ansaat im Frderzeitraum. Voraussetzung ist ferner, dass sich die Acker chen innerhalb ausgewiesener Phosphor-Nhrstoffberschuss-gebiete be nden und eine besondere Erosionsgefhrdung aufweisen (Gebietskulis-se).

    Die Breite der Blhstreifen betrgt mindestens 3 m und hchstens 24 m, gemessen von der gewsserseitigen Grenze des frderfhigen Ackerfeldblocks.

    Auf den Blhstreifen ist auer mechanischer Unkrautbekmpfung und Bestellma-nahmen keine anderweitige Bearbeitung erlaubt (vgl. Manahme L31) sowie auf die Anwendung von P anzenschutz- und Dngemitteln zu verzichten. Der Aufwuchs der Blhstreifen darf nicht genutzt werden. Eine S