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1 Systembad für den Systembaukasten Moritz Segers Lehrstuhl für Industrial Design, TUM München, 22. Februar 2018

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Systembad für den Systembaukasten

Moritz Segers

Lehrstuhl für Industrial Design, TUM

München, 22. Februar 2018

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• Ermittlung von Randbedingungen

• Anforderungen an ein neues Badkonzept

• Das Systembad – ein Baukastensystem für Bäder

• Konzeptüberprüfung in der Planung

• Modell

• Ausblick

Übersicht

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Randbedingungen | Gewerkedichte

Quelle: Schlüter-Systems Iserlohn

Die VDI-Richtlinie VDI/BV- BS 6000 zählt

12 Gewerkefolgen mit insgesamt20 Arbeitsgängen

für die konventionelle Errichtung eines Sanitärraums.

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Randbedingungen | TGA-Dichte

Quelle: Geberit Huter Matrei - Registerbau

• Wasser• Abwasser• Lüftung• Heizung• Strom

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Randbedingungen | Regeln der Technik

Quelle: VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.

• Abdichtung• Brandschutz• Schallschutz• TGA-Medien• Barrierefreiheit• Oberflächen• Sanitärgegenstände• uvm.

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Randbedingungen | Nutzergruppen

Quelle: Grothaus Dortmund

Bäder sollen den Bedürfnisse von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Art von körperlichen Einschränkungen gerecht werden.

Die Breite der unterschiedlichen Anforderungen führt in der Praxis oft zu Lösungen mit stigmatisierendem Charakter.

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Randbedingungen | Planungstiefe

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Randbedingungen | Industrielle Montageprozesse

Quelle: Insta-Bloc Sanitär-Elementbau GmbH Quelle: Audi AG Ingolstadt

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Randbedingungen | Fertigbäder konventioneller Bauart

Quelle: IBROBAU Hildesheim Quelle: Geberit Huter Matrei

Elementbauweise Kompaktbauweise

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Randbedingungen | alternative Konzepte für Fertigbäder

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Die monolithischen, raumoptimierten GFK-Nasszellen der 60er und 70er Jahre waren im fertig ausgebauten Zustand der Wohnungen nicht mehr austauschbar und konnten durch eine platzintensivere, konventionelle Bauweise nur umständlich ersetzt werden.

Die wirtschaftliche Gesamtnutzungsdauer von Mehrfamilienhäusern beträgt 60 bis 80 Jahre.

Bäder im Wohnungsbau werden im Schnitt bereits nach 19,2 Jahren saniert.

Rechnerisch folgen somit auf einen Bad-Neubau zwei bis drei Sanierungen.

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Gewichtung der Anforderungen aus Sicht der unterschiedlichen Stakeholder

- Wohnungswirtschaft- Planer- Bauwirtschaft- Nutzer

Anforderungen

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• Realisierbarkeit unterschiedlicher Badtypen

• Umbaubarkeit / Anpassbarkeit der Bäder an veränderte Nutzerbedürfnisse

• Integration von Ausstattungskomponenten: Spiegel, Ablagen, Griffe, usw.

• schnelle Sanierbarkeit einzelner Komponenten oder ganzer Bäder - 1 Tag

Anforderungen | Konzept

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• Elementierte Bauweise für schnelle Montage und Sanierung (Elementbauweise)

• Möglichkeit der Vormontage einer kompletten Sanitärzelle (Kompaktbauweise)

• Verzicht auf handwerkliche Arbeitsschritte zugunsten reiner Montageschritte

• Verzicht auf Materialverbund - alle Komponenten bleiben einzeln austauschbar

• Schnittstellenkompatibilität zu unterschiedlichen Bausystemen(Massiv-, Holz-, Trockenbau)

Anforderungen | Bausystem

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• langlebige und robuste Materialien

• unempfindliche, leicht zu reinigende Oberflächen

• wartungsarme Installationen und Einbauten

• Nutzung bereits existierenden Standards und Produkte

Anforderungen | Komponenten

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Modulare Systeme ermöglichen eine Vielzahl von Varianten durch Kombination einheitlicher, wiederhol-barer und planerisch abgeschlossener Einheiten.

Systembad | modulare Ordnung

Bad – modulare FlächenKüche – modulare Objekte

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Systembad | modulare Ordnung

Zusammenfassung von Sanitärgegenstand, Wandoberfläche und UP-Technik zu Funktionseinheiten

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Systembad | modulare Ordnung

Katalog modularer Elemente – Ansicht der Wandpaneele

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Systembad | modulare Ordnung

barrierefreie Ausführung rollstuhlgerechte Ausführung

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Systembad | konstruktiver Aufbau

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Systembad | konstruktiver Aufbau

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Systembad | Systematik für die Planung

Detailausbildung - Innenecke, Modulstoß, Außenecke

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Systembad | Systematik für die Planung

BausystemSystemabhängig

Installationflexibel in 2,5 cm Schritten

Konstruktioneinheitliche Stärke 5 cm

ModulflächeRaster 30,45,60,75,90 cm

Maßsystematik erlaubt millimetergenaue Planung im Maßstab 1:100

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Konzeptüberprüfung | Planung und Auswertung

Übersicht der für die Referenzgebäude entwickelten Badgrundrisse

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Bad Referenzgebäude | Grundkonfiguration

Grundkonfiguration mit Darstellung der möglichen, rollstuhlgerechten Nutzung

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Bad Referenzgebäude | Kompaktkonfiguration

Kompaktkonfiguration mit Waschmaschine - eingeschränkt barrierefrei

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Bad Referenzgebäude | Maximalkonfiguration

Maximalkonfiguration mit Badewanne - nicht barrierefrei

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Bad Referenzgebäude | Grundkonfiguration

Grundkonfiguration mit Darstellung der möglichen, rollstuhlgerechten Nutzung

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Bad Referenzgebäude | Kompaktkonfiguration

Kompaktkonfiguration mit Waschmaschine - eingeschränkt barrierefrei

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Bad Referenzgebäude | Grundkonfiguration

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Bad Referenzgebäude | Kompaktkonfiguration

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Modell Systembad Maxmodul

Bad TYP B12-3 Personenbarrierefrei nach DIN 18040-2

Bad TYP A11-2 Personenbarrierefrei nach DIN 18040-2

Bad TYP C14+ Personenbarrierefrei nach DIN 18040-2

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Modell Systembad Maxmodul

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Modell Systembad Maxmodul

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Modell Systembad Maxmodul

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Ein modulares System für Bäder ermöglicht:

• Gestaltung effizienter Badgrundrisse

• Reduzierung des Planungsaufwands

• Erhöhte Planungssicherheit

• Montage und Sanierung ohne handwerkliche Arbeitsschritte

• Montage und Sanierung durch ein Gewerk

• Austausch / Sanierung einzelner Komponenten

• Anpassung des Bads an die Bedürfnisse der Nutzer

Rückblick

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• Entwicklung des Systembads als industrielles Produkt

• Anpassung der technischen Regelwerke

Ausblick | erforderliche Schritte