Nordcapital MS Westerbrook insolvent - welche Ansprüche Anleger jetzt haben

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    25-Jun-2015
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Rund 12,8 Mio. € haben Anleger in den Jahren 2004 und 2005 in den vom Emissionshaus Nordcapital aufgelegten Schiffsfonds MS "Westerbrook" investiert. Am 1. April 2014 wurde über das Vermögen der Fondsgesellschaft das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Die diversen Sanierungsbemühungen für das 5.000 TEU Containerschiff sind damit endgültig gescheitert. Für die Anleger bedeutet dies aller Wahrscheinlichkeit nach den Totalverlust ihres investierten Vermögens.

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  • 1. Nordcapital MS Westerbrook insolvent Welche Ansprche Anleger jetzt haben Rund 12,8 Mio. haben Anleger in den Jahren 2004 und 2005 in den vom Emissionshaus Nordcapital aufgelegten Schiffsfonds MS Westerbrook investiert. Am 1. April 2014 wurde ber das Vermgen der Fondsgesellschaft das vorlufige Insolvenzverfahren erffnet. Die diversen Sanierungsbemhungen fr das 5.000 TEU Containerschiff sind damit endgltig gescheitert. Fr die Anleger bedeutet dies aller Wahrscheinlichkeit nach den Totalverlust ihres investierten Vermgens. Hinzu kommt, dass zu erwarten ist, dass der Insolvenzverwalter die bislang gezahlten Ausschttungen zurckverlangen wird, soweit sie nicht bereits im Rahmen von Sanierungsbemhungen in einer das Kapitalkonto ausgleichenden Weise an die Fondsgesellschaft zurckgefhrt wurden. Die betroffenen Anleger des Fonds MS Westerbrook stehen nun vor der Alternative, erlittene Verluste hinzunehmen oder bestehende Mglichkeit der Erlangung von Schadenersatz in Betracht zu ziehen. Die Chancen hierfr stehen nicht schlecht, bedrfen jedoch in jedem Einzelfall einer eingehenden Prfung. Vllig unzureichende Aufklrung ber Risiken Aus Gesprchen mit zahlreichen Anlegern wissen wir, dass diese ber die Risiken, die sich in der gegenwrtigen Krise des Fonds verwirklicht haben, von ihren Beratern vor der Zeichnung des Fonds nicht informiert wurden. Geschlossene Fonds sind unternehmerische Beteiligungen die als solche das Risiko bergen, dass das eingesetzte Kapital zumindest zu einem Teil, wenn nicht sogar vollstndig (Totalverlust) verloren gehen kann. Die Risiken der Beteiligung htten daher einen wesentlichen Teil der Beratung bilden mssen. Doch die Beratungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an dem Containerschiff, mit denen wir uns fr unsere Mandanten bislang befasst haben weisen erhebliche Aufklrungspflichtverletzungen auf, von denen nachfolgend einige wenige genannt werden: Kein Hinweis auf Totalverlustrisiko: Ein Schiffsfonds ist eine unternehmerische Beteiligung. Als Mitunternehmer tragen die Fondsanleger unternehmerische Risiken, die bis hin zum Totalverlust des investierten Kapitals gehen. Nur ein geringer Teil der uns bekannten Schiffsfondsanleger wurde ber diesen bedeutsamen Umstand informiert. Schiffsfondsbeteiligung als Altersvorsorge nicht geeignet: Zahlreiche Mandanten berichten uns, dass ihnen der Schiffsfonds als Altersvorsorge bzw. Anlage im Alter empfohlen wurde. Da eine Schiffsfondsbeteiligung eine unternehmerische Beteiligung mit hohen Verlustrisiken ist, ist sie als Altersvorsorge vllig ungeeignet. Der Bundesgerichtshof hat daher entschieden, dass Beteiligungen an geschlossenen Fonds nicht als Altersvorsorge empfohlen werden drfen. Kein Zweitmarkt fr gebrauchte Fondsbeteiligungen: Fr Anteile an geschlossene Fonds gibt es keinen geregelten Zweitmarkt. Eine Veruerung der Anteile ist daher in der Regel gar nicht oder nur mit erheblichen Preisabschlgen mglich. Hierber wurden die uns bekannten

2. Anleger mehrheitlich nicht informiert. In einigen Fllen wurde vielmehr damit geworben, dass die Anteile jederzeit auf einem Zweitmarkt zu veruern seien. Hohe Weichkosten verschwiegen: Das von den Anlegern in den Nordcapital-Fonds MS Westerbrook investierte Geld ist nicht nur fr den Kauf des Fondsschiffes aufgewandt worden. Nach unseren Berechnungen flossen 56,5% des von den Anlegern aufgebrachten Kommanditkapitals in nicht investive Verwendungen, also diverse Dienstleistungsvergtungen (einschlielich Vertriebskosten), Zwischenfinanzierungszinsen und Grndungskosten. Die Berater der Anleger, mit denen wir gesprochen haben, haben sie nicht ber die geplante Mittelverwendung und den Anteil der Weichkosten informiert. Kein Hinweis auf Hhe der Vertriebsaufwendungen: Die im Vertrieb ttigen Anlageberater wren verpflichtet gewesen, die Anleger darauf hinzuweisen, welcher Anteil der von ihnen investierten Gelder fr Vertriebskosten eingeplant ist, denn sie bersteigen auch bei diesem Fonds nach unseren Berechnungen 15% des Emissionskapitals und damit den Wert, ab dem der Bundesgerichtshof eine ausdrckliche Information des Anlegers durch den Berater vorschreibt. Risiko des Widerauflebens der Anlegerhaftung verschwiegen: Als Kommanditist haften die Schiffsfondsanleger grundstzlich nur in Hhe ihrer Einlage. Ist diese geleistet, erlischt die Haftung fr Gesellschaftsverbindlichkeiten. Sie lebt jedoch wieder auf, wenn Ausschttungen gezahlt werden, bei denen es sich nicht um Bilanzgewinne der Gesellschaft handelt. Dies ist bei Schiffsfonds konzeptionsbedingt regelmig der Fall gewesen. Aus diesem Grund mssen Schiffsfondsanleger im Falle der Insolvenz der Fondsgesellschaft in der Regel die gesamten Ausschttungen an den Insolvenzverwalter zurckzahlen. Im Falle des Fonds MS Westerbrook kann dies dazu fhren, dass der Insolvenzverwalter die bereits erhaltenen Ausschttungen von den Anlegern einfordern wird. Auf diesen Umstand wurden die wenigsten Schiffsfondsanleger hingewiesen. Gleiches gilt fr das Risiko der so genannten Nachhaftung, die noch 5 Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Fonds besteht. Falschberatung und Prospektfehler begrnden Schadenersatzansprche der Anleger Die im Vertrieb des Fonds beteiligten Berater haben die Anleger mit denen wir bislang gesprochen haben ber die Risiken dieser hochspekulativen Schiffsfondsbeteiligung gar nicht oder nicht ausreichend informiert. Wir haben bei einer Analyse der Beratungen eine Vielzahl von Beratungsfehlern festgestellt. Daher sehen wir vielversprechende Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprchen gegen die Berater wegen der Verletzung von Pflichten aus den jeweils geschlossenen Beratungsvertrgen. Die Grndungsgesellschafter des Fonds haften ebenfalls auf Schadenersatz, da sie sich die Beratungsfehler der Anlageberater zurechnen lassen mssen und fr etwaige Prospektfehler haften. Verjhrung der Ansprche steht unmittelbar bevor! Da Schadenersatzansprche taggenau sptestens 10 Jahre nach Zeichnung der Beteiligung verjhren, ist fr Anleger des Fonds, der in den Jahren 2004 und 2005 platziert wurde, Eile geboten, wenn sie Ihre Chancen auf Schadenersatz wahren mchten. Haben Sie Fragen zu Ihrer Fondsbeteiligung am Nordcapital Fonds MS Westerbrook? Mchten Sie wissen, wie Ihre Chancen stehen, Schadenersatzansprche durchzusetzen? Rufen Sie uns an, wir wissen, wie Sie zu Ihrem Recht kommen! Nittel | Kanzlei fr Bank- und Kapitalmarktrecht Ihre Ansprechpartner 3. Mathias Nittel, Fachanwalt fr Bank- und Kapitalmarktrecht Michael Minderjahn, Rechtsanwalt info@nittel.co Berlin: Cicerostrae 21, 10709 Berlin Tel.: 030 - 95999280 | Fax: 030 - 95999279 Hamburg: Drpfeldstrae 6, 22609 Hamburg Tel.: 040 - 53799042 | Fax: 040 - 53799043 Heidelberg: Hans-Bckler-Strae 2 A, 69115 Heidelberg Tel.: 06221 - 915770 | Fax: 06221 - 9157729 Mnchen: Residenzstrae 25, 80333 Mnchen Tel.: 089 - 25549850 | Fax: 089 - 25549855 Leipzig: Rosa-Luxemburg-Strae 27 (Listhaus), 04103 Leipzig Tel.: 0341 - 21 8296 00 | Fax: 0341 - 21 8296 01 Artikellink: https://nittel.co/kanzlei/aktuell/nordcapital-ms-westerbrook-insolvent.html Mehr Informationen zu Nittel | Kanzlei fr Bank- und Kapitalmarktrecht finden Sie im Internet unter www.nittel.co , www.schiffsfonds-anleger.de und www.anwaltshaftung.de