Transmitter 0414

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    19-Feb-2016
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Die Programmzeitschrift des Freien Sender Kombinats

Transcript of Transmitter 0414

  • / / / / / / / / Absender AG Radio e.V. , Eimsbtteler Chaussee 21, 20259 Hamburg, Postvertriebsstck c 45436, entgelt bezahlt, DPAG / / / / / / / / /

    Freies Sender Kombinat93,0 mhz Antenne 101,4 mhz Kabel Itzehoe, Henstedt-Ulzburg, Norderstedt:

    101,4 mhz Kabel

    freies radio im April

    www.fsk-hh.org/l ivestream

    transmitter

    0414

  • U n te r s t t z t d a s F re i e S e n d e r Ko m b i n at !

    Das FSK finanziert sich ber Spenden und den von Frdermitgliedern geleistetenSolidarittsbe-itrgen. Die redaktionelle Arbeit im FSK ist zwar unbezahlt, trotzdem kostet die Produktion von Sendungen viel Geld Eine Vielzahl von Untersttzer_innen kann die Unabhngigkeit vom Freien Sender Kombinat gewhrleisten. Wer beschliet, das FSK zu untersttzen oder jemand anderen davon berzeugt, bekommt als Dank eine der hier abgebil-deten Prmien. Aber nur solange der Vorrat reicht!

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    WHOS BAD 15 Tracks also, auf de-

    nen sie sich mit ihren Gsten (u.a. Melissa

    Logan, Gadoukou la Star, Peta Devlin und

    Gustav) der ehernen Losung verschrieben

    haben: It aint got that SWING, if it dont

    mean a thing!.

    WHOS BAD? Die GOLDIES, wer sonst!.

    abschneiden und an FSK schicken / bei Fragen anrufen unter 040 - 43 43 24

    Ich werde Frdermitglied vom FSK und spende monatlich

    Ich will

    5,-

    Ich spende zustzlich 12,- Euro jhrlich und mchte die

    Programmzeitschrift transmitter zugeschickt bekommen.

    monatlich

    das Buch Analysen und Essays.

    10,- Zahlungsweise:

    20,- vierteljhrlich

    das Buch Die Schrfe der Konkretion.

    halbjhrlich

    die F.S.K.-LP Akt, eine Treppe hinabsteigend.

    nichts. Danke.

    50,-

    Ich erteile einen Abbuchungsauftrag.

    Wenn das Konto die erforderliche Deckung nicht aufweist,

    besteht seitens des kontofhrenden Geldinstituts keine Ver-

    plichtung zur Einlsung. Der erteilte Abbuchungsauftrag

    gilt, bis er schriftlich oder telefonisch widerrufen wird.

    Frdermitglieder bekommen zum Jahresende eine Spenden-

    quittung zugeschickt. Adressnderung bitte mitteilen!

    Geldinstitut

    Vor- / Nachname

    Ort / Datum

    BLZ

    Strae / Nr.

    Unterschrift

    Telefon

    Kontonummer

    PLZ Ort

    Euro.

    Hans-Christian Dany: Morgen werde ich IdiotBuch, 128 S., Edition Nautilus

    Volker Wei:Moses Hess (1812 - 1875) Buch, 40 S.

    Ein heiter tzender Spaziergang durch das Innere, die Entwicklungsgeschichte und die Albtrume einer von Selbstop-timierung besessenen Gesellschaft, die ihre Kontrolle nicht mehr durch Macht, sondern durch Rckkopplung und Selbstregulation ausbt.

    Die Goldene Zitronen:Who's bad?LP, Buback Tontrger

    Volker Wei beleuchtet in seinem Auf-satz nicht nur die Stationen in Moses Hess Leben und Werk sondern zeich-net auch dessen ideengeschichtliche Wirkungslinien in der Kritischen Theo-rie bei Theodor W. Adorno und Walter Benjamin sowie in Ernst Blochs philos-ophischen, aber auch tagespolitischen uerungen nach.

  • Da ist sie wieder, Eure monatliche Flugschrit aka Radioprogramm plus hemenbeitrge des Monats April. Und da diese Ausgabe vor allem hemen bearbeitet, die eher zum frsteln sind, fangen wir doch mal damit an, dass ich voller Euphorie verknden kann: Nach dem Winter kommt der Frhling!

    Ansonsten gibt es aber gerade wenig Grnde zum freuen. In Hamburg und der Welt herrscht Klte! Alleine vor unserer (hamburger) Haustr zeigt sich die deutsche Normalitt mit ihrer hsslichen Fratze: Zum einen haben wir unseren geliebten Oberbrgermeister Scholz, der seine Rede zu Gelchte-ten in Hamburg hlt. Sein, in Relexion und Argumenten, berlegener Ge-genspieler Ilija Trojanow resumiert: Ihre Rede ist gebildet, aber auch er-staunlich lckenhat. Scholz hat schlechterdings keine Ahnung und hot, dass es den Zuhrer_innen genauso geht. Denn whrend er davon redet, dass Gelchtete auf jeden Fall einen Aufenthalt bekommen sollen, wenn sie einen Schulabschluss machen, hat der Senat lngst entschieden, dass die 10 wegen Piraterie verurteilten Gelchteten aus Somalia abgeschoben wer-den sollen auch die drei jngsten Verurteilten, die allesamt einen Schulab-schluss anstreben. Auch wenn ich mich nicht auf die Argumentationslinie von gut integriert einlassen will, verdeutlicht Herr Scholz auch an dieser Stelle seine vollkommene Ahnungslosigkeit und Heuchelei!

    Und auch sonst sieht es eher beschissen aus in diesem Land. In einer Asyl-unterkunt in Plauen verweigert ein Sicherheitsmann die Hilfe fr einen Be-wohner und dieser stirbt wenig spter. Im Lager Burg versucht ein Gelch-teter Selbstmord zu begehen, weil er nicht mehr mit den Repressionen und Schikanen der Behrden klar kommt. In Zeitz wird ein toter Gelchteter vor dem Fenster einer Unterkunt gefunden auch hier wird vermutet, dass er Suizid begangen hat.

    In Hamburg Bergedorf wird ein POC erstochen die Freundin des Tters schreit dabei wiederholt Schei Auslnder. Diese Liste rassistischer Alltglichkeiten lsst sich tragischer Weise ber Seiten fortfhren die Amadeu Antonio Stitung kommt in einer Erhebung zu dem Schluss, dass es 2014 bisher zu so vielen Angrifen auf Gelchtetenunterknte gekommen ist, wie im gesamten Jahr 2013 konkret heit das jeden dritten Tag gab es einen Angrif!

    In dieser Ausgabe des Transmitters wird sich auch deshalb in zwei Artikeln mit rassistischen Kampa-gnen in Sachsen auseinander gesetzt in Leipzig und in Borna. Darber hinaus wird es einen Artikel zur Bewertung der aktuellen politischen Lage in der Ukraine, aus der Sicht mehrerer linker, ukrai-nischer Gruppen, geben. Ebenfalls mit der aktuellen politischen Lage wird sich in einem weniger Beachtung indenden Fall - mit Venezuela auseinandergesetzt. Neben unserem allmonatlichem Regal, also einer Bcherrezension, wird es darber hinaus noch eine (selbst-)kritische Relexion zu Kinder-erziehung geben.

    Zum Abschluss noch die erfreuliche Nachricht dieses Editorials: Die Nachbarn vom Wagenplatz Zo-mia drfen allem Anschein nach mindestens ein weiteres Jahr an Ort und Stelle bleiben. Bauwagen bleiben immobil, so mgen wir das!

    Kmpa Showan!

    E d i to r i a l InhaltFSK untersttzen

    Seite 2

    Editorial Seite 3

    Rassismus ISeite 4

    Das RegalSeite 6

    UkraineSeite 7

    Rassismus IISeite 9

    VenezuelaSeite 11

    KinderSeite 13

    Hr. Home Seite 15

    RadioprogrammSeite 16

    Termine & ImpressumSeite 31

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    Moschee fnf aufgespiete Schweinekpfe und ein Feuer folgten Distanzierungsakte, beispielsweise auch von einer lokalen CDU-Funktionrin, die fr eine Online-Petition ge-gen den Moscheebau verantwortlich zeichnet und anfangs als Mitglied der Brgerinitiative in Erscheinung trat.

    Auch wenn sich Ton und Argumentationslinien unterscheiden: die Absage an den Moscheebau eint NPD und CDU. Beide buhlen um die Zu-stimmung der xenophoben Verteidiger_innen des christlichen Abendlandes. Whrend die Nazipartei munter gegen eine vermeintliche Is-lamisierung und berfremdung hetzt, zieht sich die CDU auf kulturelle Unterschiede und bauli-che Fragen zurck: der Standort in Gohlis sein nicht geeignet fr ein muslimisches Gebetshaus. Die Union nimmt die ngste der Menschen, die im Umfeld der geplanten Moschee leben, sehr ernst, so der Vorsitzende der CDU Leip-zig.

    Auch in Bezug auf die Notunterkunt fr Ge-lchtete in Leipzig-Schnefeld wussten es die Konservativen ganz genau: Die jetzt ausge-whlte Unterkunt sei [] besonders ungeeig-net, so ein lokaler CDU-Stadtabgeordneter.

    Wie an zahlreichen anderen Orten dieser Repu-blik, musste die auf vier Monate begrenzte Un-terbringung fr etwa 100 Gelchtete fr eine aggressive Stimmungsmache herhalten. Die b-lichen populistisch bis rassistischen Argumente ber zu spte Information, die Bedrohung der Sicherheit der Kinder, angebliche TBC-Krankheiten und Flachbildfernseher, die den

    Sptestens im Sommer 2012 war der Lack ab. Das Label der Weltofenheit, das sich die Stadt Leipzig zu gern anhetet, wurde zur endgltig Farce.

    Nachdem die Stadtverwaltung, die von antiras-sistischen und zivilgesellschatlichen Initiativen erkmpte Forderung nach Verbesserung der Wohnbedingungen von Asylsuchenden in ein Konzept gegossen und der fentlichkeit vorge-stellt hatte, regte sich an vielen Orten der Stadt Protest. Insbesondere gut situierte Anwohner_innen und Huslebauer_innen konnten sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, Tr an Tr mit Gelchteten zu leben.

    Zwar konnte das rassistische Aubegehren zu-mindest eingedmmt werden, der Shitstorm entbrannte allerdings im Herbst 2013 aufs Neue. Einerseits geriet der geplante Bau einer Moschee im Stadtteil Gohlis in den Fokus, andererseits die Nutzung einer Schule im Stadtteil Schne-feld als Notunterkunt fr Gelchtete. Im Un-terschied zu 2012 stellt sich aktuell die NPD an die Spitze der Gegenbewegungen. So wird die Facebook-Seite der rein virtuell agierenden Br-gerinitiative Gohlis sagt nein nicht nur von den blichen Islamhasser_innen von Politically Incorrect zugemllt, immer wieder inden sich darauf deutliche Lobeshymnen auf die NPD als einzige Partei auf die man bauen kann.

    Ausgiebig wurde auf besagter Facebookseite darber sinniert, der verbalen Ablehnung auch Taten folgen zu lassen - ohne dass die Betrei-ber_innen zensierend eingegrifen htten. Erst nach einem Anschlag auf das Baugelnde der

    Nicht wEltoFFEN In derschsischen Grostadt

    Leipzig bricht sich der alltgliche

    Rassismus Bahn

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    Bewohner_innen der Notunterkunt im ber-luss zur Verfgung stehen wrden, machten die Runde. NPD und besorgte Brger_innen schienen die Szenerie anfangs im Grif zu haben. Eine eilige Kundgebung der NPD, an der sich am open mic auch Eltern und Kinder der zur Notunterkunt benachbarten Grundschule be-teiligten, ein Fackelmarsch besorgter Brger_innen und eine Infoveranstaltung der Stadt, die von aggressiven Zwischenrufen beider Parts be-stimmt wurde, lieen den Begrif Pogromstim-mung als legitime Beschreibung erscheinen.

    Doch das Blatt wendete sich bald. Das eigens gegrndete antirassistische Bndnis Refugees welcome und eine aus lokaler Kirche und wei-teren Stadtteilakteuren gegrndete Willkom-mensinitiative gaben Kontra. Die ab Anfang Dezember ankommenden Gelchteten wurde mit Solidarittskundgebungen begrt, prakti-sche Untersttzungsstrukturen aufgebaut und gegen die folgenden drei Naziaufmrsche an der Unterkunt Protest organisiert.

    Die Versuche der NPD, der rassistischen Hetze einen brgerlichen Anstrich zu geben, scheiter-ten. Sowohl eine ominse Elterninitiative, die sich aus einer handvoll Partei-Anhnger_innen aus der Elternschat der Grundschule speist, oder die Grndung eines Brgerbndnisses na-mens Leipzig steht auf konnten recht schnell als Naziveranstaltungen enttarnt werden. Zuletzt beteiligten sich am 3.2. an die 1000 Menschen an einer kurzfristig organisierten antirassisti-

    schen Gegenkundgebung an der Notunterkunt.

    Bis Ende Mrz 2014 werden die Gelchteten aus der Notunterkunt in andere Huser um-ziehen. Nur ein Bruchteil von ihnen wird nach einem zhen und erniedrigenden Asylverfahren dauerhat in Deutschland bleiben knnen.

    Die NPD wird die kommenden Monate nutzen, um im Rahmen des Kommunal- und Landtags-wahlkampfes weiter Stimmung gegen Asylsu-chende und Muslime_Muslima zu machen. Da-bei wird ihr das Terrain von der CDU streitig gemacht. Erst krzlich rhmte sich der Freistaat bei den Abschiebungen bundesweit vorn zu lie-gen und sprach sich fr die sofortige Auswei-sung von kriminellen Antragsstellern aus.

    Es wre Augenwischerei, zu behaupten, dass mit der Marginalisierung von rassistischen Akteu-ren wie der NPD und ihren Tarnorganisationen, die virulenten alltagsrassistischen Einstellungen verschwinden wrden.

    Die Leipziger Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla hat bereits eine neue Steilvorlage fr den Volkszorn geliefert: der Standort fr die geplan-te Erstaufnahmeeinrichtung fr Asylsuchende in Leipzig sei nicht gnstig. Sie hielte es fr problematisch, wenn man in ein Gebiet, das sich in den letzten Jahren als attraktiver Wohn-standort mit einem starken Zuzug von Familien mit Kindern entwickelt hat, ein Erstaufnahme-lager errichtet. Jule Nagel

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    Das Erstlingswerk von Jonathan Safran Foer wurde und wird von smtlichen Buchkritiker_innen in der Himmel ge-hoben. Zurecht? Zurecht! Doch bevor auch ich ins Schwrmen gerate zuerst etwas zu dem Inhalt des Buches, welcher bekanntlich einen durchaus relevanten Teil einer Rezension ausmacht.

    Die Grundstory ist schnell erzhlt. Der 20 jhri-ge Jude Jonathan Safran Foer begibt sich aus den USA auf eine Reise in die Ukraine, um Augusti-ne zu inden die Frau, die seinen Grovater in den vierziger Jahren vor den Nazis gerettet haben soll. Ob der Umstand, dass der Autor seinen ei-genen Namen in den Roman einarbeitet, darauf hinweist, dass es sich um eine autobiograisches Werk handelt, kann nicht gesagt werden. Auch wenn die Eckdaten des Autoren mit seiner Figur bereinstimmen, bleibt es eine Spekulation, ob es sich um ein autobiograisches Werk handelt.

    Doch zurck zum Inhalt: Der etwas biedere und steife Jonathan landet also in der Ukraine und trit auf seine beiden Reisefhrer Alex und des-sen Grovater und den Blindenhund Sammy Davis Junior Junior. Denn der Grovater ist der festen berzeugung Blind zu sein, fhrt aber dennoch die gesamte Reise ber das Auto. Nach einem ersten zgerlichen Kennenlernen begeben sich die vier auf die Reise und die Suche nach dem kleinen Ort Trachimbrod, in welchem Jo-nathans Grovater gelebt haben soll. Ich werde an dieser Stelle nicht weiter auf die Geschehnisse eingehen nur soviel sei gesagt: Neben Jonathan Safran Foer lernen auch die beiden Reisebegleiter etwas ber die Geschichte und sich selbst.

    Die Groartigkeit dieses Buches liegt aber nicht in der eigentlichen Geschichte sondern vielmehr in der Art wie sie erzhlt wird. Auch wenn Jona-than Safran Foer der Grundgeschichte nach der Protagonist zu sein scheint, wird die Geschich-te in drei Strngen erzhlt. Zum einen wird ein Schritverkehr zwischen Jonathan und Alex dar-gestellt. In diesem schreiben die beiden ber ihre

    gemeinsame Reise und sie basteln zusammen an einem Buch, welches ber die Reise geschrieben werden soll Alles ist erleuchtet. Sie arbeiten gemeinsam ihre jeweilige und die gemeinsame Geschichte auf. Whrend von Jonathan vor allem die Vorschlge zur Dokumentation der gemein-samen Reise erscheinen, kommentiert Alex die Aufzeichnungen von diesem und gibt darber hinaus Einblicke in sein Leben und seine Gedan-ken.

    Die dritte Ebene erzhlt von der Geschichte des gesuchten Dorfes Trachimbrod und Jonathan Safran Foers Urururururgromutter Brod. Ihr Leben wird in verschiedenen Phasen dargestellt und wortwrtlich beleuchtet, wobei ein Schwer-punkt auf den Kinder- Jugendjahren liegt.ber diese drei verwobenen Erzhlebenen bekommen die Leser_innen einen Einblick in die Geschich-te des Stdtchens Trachimbrod von 1791 bis ins Jetzt. ber die sich abwechselnden Ebenen ver-liert der Ablauf seine Stckhatigkeit und die vor-handenen zeitlichen Sprnge ihre Bedeutung, da es sich als ein Ganzes darstellt, welches von den Lesenden im Laufe des Buches erfahren, ja erlebt wird. Dabei sind die Charaktere unglaublich ili-gran gezeichnet und lassen tiefe Einblicke in die Gedankenwelten und die jeweiligen Blicke auf die Gesellschat im Allgemeinen und konkrete Personen im Besonderen zu.

    Jonathan Safran Foer schat es auf knapp 400 Seiten ein sehr ernstes hema mit viel Wortwitz und Charme an die_den Leser_in zu bringen und diese mit auf ihre Reise zu nehmen. Dabei ist die-ser Text so humorvoll geschrieben, dass ich beim lesen in der Bahn nicht umher kam, einige Male lauthals zu lachen.

    Ich kann dieses Buch jedem_jeder nur ans Herz legen. Nach Jahren ohne Belletristik hat es die-ser Roman geschat, mich wieder fr Romane zu begeistern!

    Jonathan Safran Foer: Alles ist erleuchtet, Fischer Frankfurt a.M. 2012, 384 Seiten, 9,95.

    daS rEgal Alles ist erleuchtet

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    teilweise auch gerade deswegen an den Protesten teilgenommen.

    Eine Ausnahme stellt Borotba dar sie distan-zieren sich vollstndig von den Protesten, da sie diese als von Nazis dominiert wahrgenommen haben und diese nicht untersttzen wollen. Auf ihrer Homepage schreiben sie: In short, we are not the part of the movement that has nothing common with let and antifascist stance

    Die Distanzierung hat dazu gefhrt, dass sich der Zusammenschluss Direct Action in einem Artikel fentlich Kritik an den Aussagen und der Glaub-hatigkeit von Borotba geuert hat. Es stre sie, dass die europische und russische Linke sich positiv auf diese Organisation beziehen, welche sie als konservativ und autoritr begreifen. Sie betonen, dass die Proteste vielfltig und unter anderem von linken Gruppen getragen wurde und die Difamierung der Maidan Proteste als ein faschistischer Zusammenschluss die Protes-tierenden nur spalte. Das wiederum untersttze die herrschende Klasse.

    Jenseits der inhaltlichen Argumente und der un-terschiedlichen Sichtweisen auf die konkrete Si-tuation scheint an dieser Stelle auf jeden Fall auch ein genereller politischer Kampf ausgetragen zu werden, der darin mndet, dass sich die beiden Gruppen, mal mehr, mal weniger ofen vorwer-fen, eigentlich selbst faschistisch zu sein und/oder mit Nazis zusammen zu arbeiten.

    Auch wenn diese beiden Positionen sehr po-lemisch wirken, werden die Proteste von allen Gruppen auer Borotba diferenziert betrachtet. Workers Liberty beispielsweise sprechen davon, dass es sich bei den Protesten weder um eine fa-schistische, noch um friedliche und demokrati-sche Bewegung gehandelt habe. Und auch Direct Action distanzieren sich eindeutig von Teilen der Bewegung auch jenseits faschistischer Betei-ligung. Einig sind sich wiederum alle Gruppen darin, dass es viele Angrife auf Genossinnen_Genossen gegeben hat und diese von Nazis und

    An diversen Kchentischen und auf unter-schiedlichen Plena wird darber geredet, philosophiert und vor allem gemutmat, wie die Situation in der Ukraine zu bewerten ist. Sind die Maidan-Proteste vor allem von Nazis gefhrt worden? Gibt es einen steigenden Anti-semitismus, Rassismus und Nationalismus? Wie ist die politische Lage auf der Krim zu bewerten? Ich habe in diesem Artikel nicht vor diese Fra-gen zu beantworten. Allerdings habe ich vor, dem Potpourri aus TAZ, Spiegel Online und Indyme-dia um die Meinungen von verschiedenen linken Gruppen und Zusammenschlssen aus der Ukra-ine zu erweitern.

    Die Grundlage dieses Artikel sind verschiedene Publikationen von ukrainischen Gruppen auf deren Seiten und Blogs. Die Gruppen kommen aus verschiedenen Spektren, nennen sich sozia-listisch, kommunistisch oder anarchistisch. Auch wenn die Bedeutung dieser Selbstzuschreibun-gen im Kontext einer post-realsozialistischen Ge-sellschat nur bedingt mit denen in Deutschland zu vergleichen sind zeigt es, dass diese Gruppen sich unterschiedlich deinieren. Dabei habe ich nicht den Anspruch, die Szene vollstndig ab-zubilden, sondern einige Meinungen und Wahr-nehmungen aufzuzeigen.

    Bei den Gruppen, deren Positionen hier darge-stellt werden, handelt es sich um: People an Na-ture, Direct Action, Borotba, Workers Liberty und die Antifaschistische Union Ukraine.

    Auch wenn die Zusammenschlsse unterschied-liche politische Sichtweisen haben, scheinen sie sich an einigen Punkten relativ einig zu sein. In der Wahrnehmung der Gruppen sind die Pro-teste auf dem Maidan nicht in erster Linie von Nazis durchgefhrt worden. Sie sprechen davon, dass Nazis und radikale Nationalist_innen einen relevanten Teil der Proteste ausgemacht haben die Antifaschistische Union Ukraine beispiels-weise sprechen von 30% Nazis. Die meisten der hier dargestellten Gruppen haben dennoch und

    UKraiNE #Euromaidan

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    Cops ausgingen. People and Nature schreiben, dass die Gefahr vor allem von faschistischen, paramilitrischen Einheiten auf den Straen aus-gehe. Die Lage hat sich, in der Sicht der Grup-pen, durchweg zugespitzt. Diese Zuspitzung gelte jedoch in erster Linie fr Linke oder von Nazis als links wahrgenommene Personen. Direct Ac-tion schreibt davon, dass es keine Angrife auf russische Brger_innen und russisch sprechende Personen gebe; es gebe kein Chaos auf den Stra-en. Auch die russische Regierung wird nicht als faschistisch wahrgenommen auch wenn in der Regierung mter von konservativen und rechten Politiker_innen besetzt sind, wird von mehreren Gruppen davon gesprochen, dass es sich um eine neoliberale Regierung handele.

    Berichte in den Medien, die von einer faschisti-schen Regierung und faschistischen Ausschrei-tungen berichten, werden als russische Propa-ganda verstanden die russische Regierung wolle die aktuellen Umbrche nutzen, um die Nutzen aus der ukrainischen Wirtschat zu ziehen. In der Invasion der Krim wird eine groe Gefahr ge-sehen. Dieser Vorgang strke die politische Rech-te in der Ukraine. Direct Action spricht davon, dass die wahre faschistische Gefahr in Russland liege - Workers Liberty sieht in der Abspaltung der Krim gar die Wiedergeburt des russischen Empire und den Beginn des dritten Weltkrieges. In der Wahrnehmung, dass eine groe Gefahr von Russland im Allgemeinen und Putin im Spe-ziellen ausgehe, sind sich alle hier untersuchten Gruppen einig. Der einzige Punkt an dem die Gruppen sich hinter eine Aussage von Putin stel-len, ist dass das Verhalten europischer Staaten und der USA (bspw. Sanktionen gegen Russland) reine Heuchelei sei und im Widerspruch zum ei-genen Verhalten stehe.

    Welche Schlsse aus dieser Zusammenfassung von Positionen und Wahrnehmungen gezogen werden sollen oder mssen, kann und will ich nicht beantworten. Dennoch sollten die Ein-schtzungen linker Strukturen vor Ort einen Ein-luss auf derartige Entscheidungen haben - auch wenn sie nicht zwingend geteilt werden mssen.

    Lasse Mrgsin

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    Es ist die Nacht vom 31. Dezember 2013 auf den 01. Januar 2014 Silvester. Whrend unzhlige Menschen mit Sekt, Feuerwerk und Glckwnschen das neue Jahr begren, kracht und knallt es vor der Notunterkunt fr Gelchtete am Knigsplatz im schsischen Bor-na nahe Leipzig. Einige Bsche vor dem Heim fangen Feuer. Parolen wie Kanacken raus! oder Heil Hitler! hallen lautstark durch die dunkle Nacht. Etwa 15 Neonazis sind es, die mit Raketen und Bllern gezielt auf das Heim schieen, nachdem sie vergeblich versucht hatten, die verschlossene Eingangstr aufzubre-chen. Die verngstigten Asylsuchenden alar-mieren die Heim-Security, die bereits die Polizei informiert hat. Beim Herannahen des Blaulichts zerstreut sich die Gruppe der Neonazis einige von ihnen knnen trotzdem gestellt werden. Die lokale Presse hat den Vorfall dennoch weitestge-hend ignoriert.

    Angrife wie diese sind zweifelsohne lediglich die Spitze eines groen rassistischen Eisbergs in-nerhalb der schsischen Provinz. Asylsuchende berichten uns so gut wie tglich, wie sie diskri-miniert und angefeindet werden auf der Strae mit feindlichen Blicken bedacht, angepbelt und bespuckt, in der Schule von Mitschler_innen ausgegrenzt und drangsaliert, man solle gefl-ligst deutsch sprechen: Nein, so haben sich die Gelchteten ihr neues Leben ganz bestimmt nicht vorgestellt.

    Viele erinnern sich sicher noch an die von den Medien viel beachteten Fackelmrsche im erz-gebirgischen Schneeberg, die von ihrer Rheto-

    rik her an Aufmrsche der NSDAP erinnerten und von ihrem Anmelder, dem NPD-Politiker Stefan Hartung, euphemistisch als Lichtellauf verharmlost wurden. Menschen nach ihren Be-weggrnden fr die Teilnahme an derartigen Demonstrationen befragt, ist huig zu hren, dass auch keine Lust auf die braunen Brder da sei und sie eigentlich auch gegen Nazis seien.

    Auslnder_innen wol-len sie aber eben auch nicht die wrden schlielich nur klau-en und unsere Frauen belstigen. Tja, da

    sind dem Sachse bzw. der Schsin dann die deut-schen Volksgenoss_innen eben doch lieber. Das lsst tief blicken.

    Mit dem Wissen um diesen rassistischen Nhr-boden der gesellschatlichen Mitte ist es dann auch wenig verwunderlich, dass selbsternannte Brgerinitiativen in den vergangenen Mona-ten frmlich wie Pilze aus dem Boden schieen: Wir sind Borna, Geithain wehrt sich oder Raus in die Zukunt, um nur einige Beispiele zu nennen. Klingt doch alles prima. Auf deren Facebookseiten wird gepostet, geliket und geteilt, was das Zeug hlt und natrlich gehasst; mal versteckt und dann wieder ganz ofen. Whrend die alte Leier immer wieder aufgewrmt wird, das deutsche Volk solle endlich erwachen, u-ert User Ich meiner auf dem Facebook-Proil von Raus in die Zukunt, dass er schon bereit wre, einen von denen bei sich aufzunehmen, aber nicht ber deren Haltung Bescheid wisse und deshalb lieber erst einmal bei seiner Katze bleibe. Diese Leute sind am 25. Januar diesen Jah-res in dutzendfacher Ausfhrung auf dem Markt in Borna zu begutachten gewesen neben feigen

    im oStEN NichtS NEUES

    Angrife wie diese sind zweifelsohne lediglich die Spitze eines groen rassistischen Eisbergs

    innerhalb der schsischen Provinz.

  • 10

    Angrifen wie dem oben Geschilderten, sind ge-gen Asylsuchende gerichtete Kundgebungen und Demonstrationen in den vergangenen Monaten zu einem beliebten Wochenendhobby geworden; sei es nun in Borna, Rtha, Leipzig-Schnefeld, Chemnitz-Ebersdorf oder Schneeberg.

    Dabei wird immer wieder auf die gleiche Masche zurckgegrifen sie seien schlielich das Volk und wollen geflligst direkt gefragt werden, ob sie bereit seien, Asylsuchende in der Nachbar-schat, dem Nachbarort oder auch dem nchsten Landkreis zu dulden. Dazu ein schner Fackel- und Lampion(!)-Umzug da haben die Kleinen auch noch was davon.

    Dass sich hinter diesen Brgerinitiativen orga-nisierte Neonazis verbergen, die mit Hilfe einer ekelhat-rassistischen Hetze kontinuierlich Ab-lehnung, Feindschat und Hass gegen Gelchtete schren, um in diesem Zusammenhang gleich noch auf Stimmenfang fr die NPD angesichts der bevorstehenden Wahlen zu gehen, scheint von den ganzen Wutbrger_innen weder je-manden sonderlich zu interessieren, geschweige denn zu stren. Gestrt fhlen sie sich eher an der Kasse im Supermarkt, wenn diese Asylanten wieder einmal den ganzen Verkehr auhalten. Vielleicht wrde ja auch der erzrnte Deutsche unfreiwillig das Vorankommen beim Bezah-len blockieren, wenn er gezwungen wre, mit Gutscheinen anstelle von Bargeld bezahlen zu mssen. Die laut 3 des Asylbewerberleistungs-gesetzes zustehenden staatlichen Leistungen fr Gelchtete werden im Landkreis Leipzig nm-lich nicht als Bargeld, sondern vorrangig in Form von Gutscheinen ausgezahlt. Das bedeutet fr die Betrofenen, dass sie nur in wenigen behrd-lich vorgeschriebenen Geschten einkaufen ge-hen knnen und jeder einzelne Gutschein beim Kassieren quittiert werden muss. Zudem ist eine Auszahlung von Restgeld nur bis zehn Prozent des Gesamtbetrags mglich, was aber von man-chen Geschten auch komplett abgelehnt wird. Darber hinaus ist es den Asylsuchenden nur gestattet, Lebensmittel und nichtalkoholische Getrnke von den Gutscheinen zu bezahlen. Das zustzlich in bar an die Gelchteten ausgezahlte

    Taschengeld reicht folglich otmals nicht aus, um Fahrscheine, Haushaltsutensilien oder Spielzeug fr die Kinder zu kaufen.

    Wer von den ganzen Wutbrger_innen wird wohl wissen, dass die so genannte Residenz-plicht die Gelchteten dazu verplichtet, sich ausschlielich in dem von der zustndigen Aus-lnderbehrde festgelegten Gebiet aufzuhalten? Die Residenzplicht stellt somit eine massive Ein-schrnkung der Bewegungsfreiheit eines Men-schen dar. Das Verlassen des Landkreises ohne amtliche Genehmigung wird beim ersten Mal als Ordnungswidrigkeit gewertet, beim zweiten Mal als Stratat deklariert und beim wiederhol-ten Versto mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet. Dieses Sonderstrafrecht fr Flchtlinge indet europaweit brigens nur in der Bundesrepublik Deutschland Anwendung.

    Vielleicht sollte man den emsigen Teilnehmer_innen rassistischer Demonstrationen einmal er-klren, dass laut 61 des Asylverfahrensgesetzes fr Asylsuchende im ersten Jahr ihres Aufent-halts in Deutschland ein vollstndiges Arbeits-verbot besteht. Den folgenden drei Jahren un-terliegen sie obendrein einer diskriminierenden Vorrangprfung. Das bedeutet, dass Gelchtete nur solche Arbeitspltze erhalten, fr die nach intensiver Prfung kein_e Deutsche_r zur Ver-fgung steht angesichts der Arbeitslosenquote tendiert die Chance folglich gen Null.

    Es ist also keineswegs nur der Rassismus gewalt-ttiger Neonazis und rassistischer Brger_innen der angeblichen Mitte, es ist vor allem auch der behrdliche, in allerlei Paragraphen verklausu-lierte Rassismus, durch den die Gelchteten dis-kriminiert und ausgegrenzt werden.

    In einer Welt, in denen Gelchteten wie soeben beschrieben derartig viel Feindschat entgegen schlgt, sehen wir es als unsere entschiedene Plicht an, ihnen unsere Hilfe und Untersttzung anzubieten. Wer demzufolge mehr ber unseren Verein Bon Courage e.V. und unsere Arbeit er-fahren mchte, kann sich unter www.boncoura-ge.de darber genauer informieren.

    Bon Courage e.V.

  • 11

    Wie die Preise wohl sind, wenn sie nach zwei Wochen zurck nach Venezuela kommt, will sie gar nicht wissen. Die Lebensmittel in den Lden haben keine Preisschilder mehr. Die Preise stei-gen permanent. Morgen muss sie zurck ber die venezolanische Grenze, Geld holen. Die Re-gierung lsst die Bewohner_innen des Landes nur eine bestimmte Summe Bargeld ausfhren, Dollars natrlich, die venezolanische Whrung ist ja nichts wert. Der Schwarzmarkt boomt: Whrend ein Dollar oiziell um die 6 venezola-nischen Bolivares wert ist, bringt ein Dollar auf dem Schwarzmarkt fast 90 Bolivares.

    Die Proteste haben sich schnell ausgeweitet und beschrnken sich nicht mehr auf die Universitts-stdte und das studentische Milieu. Sie richten sich mittlerweile generell gegen die Regierung Nicols Maduros, der als politischer Ziehsohn Hugo Chavez gilt. In der Hauptstadt Caracas so-wie in Valencia und Mrida stehen sich tglich Regierungsanhnger_innen und Oppositionel-le gegenber. Die Polizei geht usserst aggressiv

    gegen die Opposition vor, setzt Trnengas und Panzer ein, prgelt und verhatet massenweise. Mehrere Menschen star-ben durch gezielte Schs-

    se in den Kopf oder Oberkrper. Diese gezielten Morde trafen sowohl Regierungsanhnger_in-nen als auch Oppositionelle, beide Seiten schie-ben sich die Schuld fr die Heckenschtzen und die eskalierende Gewalt zu. Die venezolanischen Behrden sprechen von rechtsradikalen Grup-pen, die von den USA untersttzt werden, mit dem Ziel, die demokratisch gewhlte Regierung zu strzen. Venezuela beindet sich mitten in ei-

    Wenn es um die politische Situation Venezuelas geht, wird huig von ei-nem gespaltenen Land gesprochen, das Hugo Chvez nach 14 Jahren Regierungzeit hinterlassen habe, als er vor einem Jahr starb. Auf der einen Seite stehen die Chavistas, die An-hnger der Revolucin Boliviana, wie der ver-storbene Comandante die von ihm initiierten Vernderungsprozesse im Land nannte. Auf der anderen Seite steht eine uerst heterogene Op-position, die sich aus Studierenden sowie einem Bndnis von 19 kleineren politischen Parteien zusammensetzt. Seit Mitte Februar stehen sich die beiden Lager nun auf der Strae gegenber und tragen einen gewaltschweren Konlikt aus. Mindestens 28 Menschen kamen dabei schon ums Leben, 375 wurden verletzt und ber 1000 Menschen festgenommen.

    Begonnen hatten die Auseinandersetzungen An-fang Februar als studentisch organisierte Proteste in der Universittsstadt San Cristbal im Westen des Landes. Der Unmut der Demonstrant_innen richtete sich gegen die Miss-wirtschat der Regierung, die sich in Versorgungsengpssen bei Lebensmitteln und Medi-kamenten niederschlgt, sowie in der Inlation, die mittlerwei-le bei 56% liegt. Dazu kommen Stromausflle, die ganze Straenblocks stundenlang im Dunkeln lassen und extrem lange Wartezeiten, wenn es um Reparaturen mechanischer Gegenstnde und das Organisieren von Ersatzteilen geht. Um ein-fache Nahrungsmittel wie Brot oder Zucker zu kaufen, stehe ich den ganzen Tag in der Schlan-ge, erzhlt Marta, eine Venezuelanerin, die ihren Urlaub im Nachbarland Kolumbien verbringt.

    VENEzUEla

    Zum aktuellen Stand

    Mehrere Menschen starben durch gezielte Schsse in den Kopf oder

    Oberkrper.

  • 12

    nem Kampf, in dem es gilt, einen in Washington ausgeheckten Staatsstreich zu verhindern, so Ni-cols Maduro. Tatschlich gibt es von Wikileaks verfentlicht Dokumente, die besagen, dass die US-Re-gierung die venezolanische Opposition seit mindestens 12 Jahren inanziert und auch massgeblich am Putsch gegen Hugo Chvez im April 2002 be-teiligt war. Bei einem der Dokumente handelt es sich um einen strategischen 5-Punkte-Plan zur programmatischen Untersttzung der USAID (United States Agency for International Deve-lopment) durch die rtlichen Gruppen, der kurz nach dem Putsch von dem politischen Berater der US-Botschat in Caracas, Robert Downes, ausgestellt wurde. Folgende fnf Schritte werden darin aufgefhrt: Demokratische Organisati-onen vor Ort strken, die politische Basis Ch-vez unterwandern, den Chavismus spalten, die wichtigsten Handelsangelegenheiten der USA in Venezuela beschtzen und Chvez international isolieren. Aktuellere Unterlagen dokumentieren die Zusammenarbeit zwischen dem US-Konsulat und dem krzlich verhateten Oppositionspoliti-ker Leopold Lpez.

    Ein weiteres von Downes ausgestelltes Dokument von 2008 dokumentiert ein Trefen zwischen Vertreter_innen der USAID mit der rechten Stu-dierendenorganisation Fedeve (Federaciin de Estudiantes de Venezuela). Bei dem Trefen wur-den der Fedeve Gelder zugesichert. Das, was gerade in Venezuela passiert, ist kein friedlicher studentischer Protest. Es handelt sich um einen jahrelang geplanten Aufstand, sagte der Minis-ter fr Inneres, Gerechtigkeit und Frieden, Migu-el Rodriguez Torres, auf einer Pressekonferenz letzte Woche.

    Die aktuellen Ereignisse, die enthllten Verstri-ckungen und vor allem die schwierige Nachrich-tenlage werfen viele Fragen auf. Whrend die venezolanischen Medien berwiegend von der Regierung kontrolliert werden und der Prsident ausgiebig von seinem Recht Gebrauch macht,

    sich jederzeit und solange er will, auf alle Kanle schalten zu lassen, ist auch die auslndische Be-richterstattung angesichts eines so stark polari-

    sierten Konlikts huig weit weg von einer kont-roversen Darstellung. In sozialen Netzwerken kur-

    sieren geflschte Bilder, die in anderen Lndern oder anderen Situationen aufgenommen wurden und von beiden Konliktparteien benutzt werden, um ihre jeweilige Wahrnehmung der Realitt auf den Straen Venezuelas darzustellen.

    Sicher ist, dass es um die Demokratie in Venezu-ela nicht gut steht. Das Land liegt auf Platz 117 im Ranking der Pressefreiheit, das jhrlich von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird.

    Hinter der Regierung Maduros steht im eigenen Land vor allem der rmere Bevlkerungsteil so-wie die Landbevlkerung, die von den Sozialpro-grammen und den Alphabetisierungskampagnen proitieren, die Chvez ins Leben gerufen und aus den Einnahmen der in seiner Amtszeit verstaat-lichten lindustrie inanziert hat. Auf internati-onaler Ebene hat Maduro die Untersttzung der Regierungen der linksregierten Lnder Sdame-rikas: Bolivien, Ecuador, Brasilien, Argentinien, Uruguay und Peru, auerdem Nicaragua und Kuba.

    Die sdamerikanischen Linksregierungen stellen auch die Mehrheit im sdamerikanischen Staa-tenbund Unasur. Auf einer Konferenz der Unasur Mitte Mrz beschlossen die dort versammelten Auenminister, eine Kommission nach Caracas zu senden, um einen konstruktiven Dialog un-ter Einbeziehung aller sozialen und politischen Krte zu frdern. Maduro hatte bereits vorher sein Vertrauen in die Unasur ausgedrckt und eine Einladung gegenber einer solchen, von der Unasur aufgestellten Kommission ausgespro-chen. Diese soll sptestens Anfang April in Cara-cas eintrefen. Bis dahin bleibt nur zu hofen, dass es im Rahmen der Proteste keine weiteren Toten im erdlreichsten Land der Welt gibt.

    Katharina Schipkowski

    Sicher ist, dass es um die Demokratie in Venezuela nicht gut steht.

  • 13

    Vor einigen Tagen bin ich zur Unzeit in den Sportverein gerast um zwischen Ar-beit, Pfannekuchen fr das Kind braten und irgendeinem Plenum, Dusche kaputt und einkaufen noch ein wenig (zu duschen) Sport zu treiben. Zur Unzeit, weil gegen 17.00 Uhr die Kindersportgruppen zu Ende sind. Das be-deutet, der Boden in der Umkleidekabine ist berst von zuckerfreien Dinkelkekskrmeln, angenagten Obststckchen, Teilen von Kindere-quipement in seiner ganzen Uferlosigkeit, rosa Tllkleidchen (es war Kindertanzen, was ofen-bar in gewhnlichen Klamotten nicht gestattet ist) und kauernden Mttern, die ihre Lauras, Antons, Leas und Jonasse wohlwollend, mah-nend und zugleich liebevoll daran erinnern, dass sie sie schon vor einiger Zeit daran erinnert haben, die Gummistiefel anzuziehen, so wie es abgesprochen war....

    Also eine, fr solche Menschen unangenehme Situation, die zwar selber mglicherweise das beste Kind der Welt haben, aber mit anderen Kindern (und vor allem ihren Eltern) nicht so-viel anfangen (wollen) knnen. Ich stelzte nun ber hier und da verstreute Sesamsaat zu den Spinden um Zeugin des folgenden Dialogs zu werden: Charlotte hat letzte Woche sehr lange zum umziehen gebraucht. Sie wollte unbedingt einen Spind, neben dem noch ein freier Spind war. Leider war alles besetzt.Das hat sie sehr aufgeregt. Heute bin ich extra eine halbe Stunde frher gekommen. Gerade, als sich die Worte 'ich kotze gleich' in meinem Kopf formten, er-hebt eine zweite Mutter die Stimme. Im Ein-klang sagen und denken wir: So etwas wrde es bei mir nicht geben. Ich halte im weiterden-ken inne, whrend die zweite Mutter erklrt, wie sie mit kindlichen Machtdemonstrationen ihres Levin umgeht. Nur soviel sei gesagt: Nicht zim-perlich jedenfalls.

    Ich bin raus. Ich denke nach. Nicht ber Kin-dererziehung, sondern wie furchtbar wir mit

    uns selbst sind. Unsere harten Ansichten da-rber, wie die Dinge gemacht werden mssen und wie andere Menschen sie machen. Nmlich meistens falsch. Oder zum Verzweifeln gut. Ich berlege, in welchen Bereichen meines Lebens das vor allem so ist. In Ermangelung einer lan-gandauernden Paarbeziehung und eines schei-igen Jobs drngt sich das Mutter sein auf. Dabei denke ich nicht an die Flle von Aufga-ben, Erfordernissen und die Verantwortung fr wen anders. Es sind schier unzhlige Dinge, die man hier vergeigen kann. Mir gehts um den Blick von Eltern/ Vtern/ Mttern auf andere Eltern/ Vter/ Mtter.

    Es herrscht soviel Druck und Neid, Verachtung und Narzissmus unter Eltern, das es nur so kracht.

    Beispiele:

    A. Erzhlt, dass sie ihrem Kind nur Biogemse kocht. B. und C. inden das lcherlich, weil sie ihr Kind ja eh nicht vor allen Umwelteinls-sen bewahren kann. (B. und C. s Kinder tragen unter ihren handgeilzten Pullovern Shirts aus kbA-Baumwolle...)

    B. liest auf dem Spielplatz Zeitung, whrend ihr Kind im Sandkasten sitzt und heult, den Zuruf: Komm zu mir, ich trste dich ignorierend. A. und C. alarmieren das Jugendamt.

    Das sind nicht mal die richtig harten Sachen.

    Wie sieht es aus? Gibt es die richtigen Windeln, das richtige Essen, die richtige Erziehung, den richtigen Kindergarten, die richtige Schule, das richtige Spielzeug, die richtige Frderung, das richtige Verhalten gegenber Eltern? N. Es gibt einen Haufen Unsicherheit, Stress, schlech-te Kompromisse, Versagensngste und Streit mit Allen. Punkte wie Geschlechtergerechtig-keit, Backlash, Ausgrenzung (die wusste, doch, das ihr Kind mit einer Behinderung zur Welt

    iNSaNity laUghS UNdEr prESSUrE wE'rE cracKiNg

    caN't wE giVE oUrSElVES oNE morE chaNcE

    (Under Pressure; Queen & David Bowie; Hot Space; 1981)

  • 14

    kommt, wieso hat sie nicht...) werden hier auf eine ganz ernste, neue, beschissene Art greibar. Der Verhandlung von Fragen wie: Wer geht mehr arbeiten? Wer hat den besseren Job? (verdient mehr Geld) Wer hat schon wieder gefegt? Wer fllt den Kita-Card-Antrag aus?, stehen Bildern gegenber, die an die Truman-Show erinnern. Man kann sie z.B. im Magazin NIDO- Wir sind eine Familie betrachten.

    Der Verlag G+J beschreibt es so: NIDO ist das erste Magazin, das dem Lebensgefhl jun-ger Eltern entspricht. Zur Abwechslung (von -h- was?) stehen die Eltern, nicht das Kind im Vordergrund. NIDO bietet das komplette he-menspektrum von Pop bis Politik (natrlich deutsche Familienpolitik), von Mode ber Rei-sen und Inneneinrichtung bis hin zu Psycholo-gie und Sex. Alles aus dem Blickwinkel junger, moderner, urbaner Eltern.

    Ich ackere mich mit der hnlichen, leicht ekligen Faszination durch das Blatt wie durch die Gala bei der rztin. Schon nach wenigen Seiten bin ich erledigt. Gala zeigt eine Welt, die fr mich nur dort existiert. Die Nido-Welt sehe ich jeden Tag in echt. Ihre hemen kommen mir zu den Ohren wieder heraus, ebenso wie ihre Konlikte (Wann habe endlich wieder Zeit fr mich?), ihre Gesetzmigkeiten (Mann, Frau, 2 Kinder) und Must-Haves (silberne Gummistiefel in Gre 25 fr 62 ... Ach, du bse bse Welt!).

    Wir bewegen uns im Zeitalter der extremen Ar-beitsverdichtung, Kompetenzmaximierung und knallharten sozialen Ausschlusskriterien. Die kommen natrlich in coolerem Dress daher als vor 30 Jahren, dennoch sind sie da, die ganze Breitseite, nach wie vor.

    Zeit fr mich selbst kann da nur bedeuten, sich mit Entspannungstechniken abzukmpfen, die einen schn weiter das Maul halten lassen und blo nicht an die groen Bedrfnisse und Sehnschte rhren lassen. Die Leinwand dieses scheulichen Gemldes ist ja nichts anderes, als unsere kapitalistische Gehirnordung.

    Kein Wunder also, wenn auch das Mutter/Va-ter/Eltern-sein, ber Abgrenzung zu Anderen funktioniert. Und das knackigste Biogemse, das kindgerechteste Spielzeug und selbst die lngste Stillzeit der Welt sind die (nun ja, viel-leicht, vielleicht) richtigen Dinge im Falschen. Wie wir denn ins Richtige kommen, darber lohnt es nachzudenken, auch wenn es zunchst nur heit, weniger arbeiten zu gehen, mit den Kindern im See zu schwimmen wenn eigent-lich Schule ist, lieber in genetisch verquirlten WGs zu leben und keine Miete mehr zu zahlen. Knnte leider so in Nido stehen. Scheie. Ver-dammte. Fr den Anfang wre es mir brigens sehr recht, wenn Nido seine Kinderspielzeug-features nicht mehr nach Geschlechtern trennt!

    Cali Ozntillos

  • 15

    Mit groen und wohl letzten Erwartun-gen waren einige gekommen um dem Ersten Brgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg bei seinem Autritt am 19. Mrz zuzuhren; angekndigt als: Ham-burg, Europa und die Grenzen - Grundsatzre-de im halia-heater. Der Ort bestimmte das hema der Rede, nicht etwa die drngenden politischen Fragen. Es lt sich schwer sagen, in welche Richtung diese Rede kalkuliert gewe-sen ist solange die Eingangsbemerkungen des Herrn Scholz als persnliche Position unter-stellt werden: Hamburg ist eine kosmopoliti-sche, also welt-brgerlich orientierte Stadt, die seit Jahrhunderten Beziehungen in die ganze Welt unterhlt. Der erste Teil dieses Satzes geht als Wunschdenken durch; der zweite Teil erlu-tert den Kern des Ersten. Denn die Beziehun-gen in die ganze Welt sind Ergebnis und Inhalt von: Der Handel akzeptierte keine Grenzen, bekmpte Kontinentalsperren und ersetzte schlechte Seekarten durch bessere, sobald sie gezeichnet waren. Kultureller Austausch en-stand dadurch von selbst. Und natrlich fhrte das schon frh dazu, dass die Brgerinnen und Brger der Stadt in die Welt hinausgegangen und bis heute in ihr zu Hause sind. Ebenso na-trlich hat das immer Menschen aus aller Welt angezogen, nach Hamburg zu kommen. Ab-gesehen davon, da die(-se) Brgerinnen und Brger der Stadt wohl in ihrer Mehrzahl als Ko-lonisator_innen in die Welt hinausgegangen wa-ren, sind die aus aller Welt angezogen(-nen) in ihrer groen Mehrzahl Industrie- und Hafen-proletarier_innen gewesen, denen zunchst und ganz lange so gar nicht zugedacht gewesen war, Brger_innen Rechte zu erhalten.

    Vor genau dieser letztgenannten Barriere, eine Barrikade des deutschen, vlkischen Rassismus spielt sich die hamburger Lampedusa-Auseinan-dersetzung ab und die Rede des Brgermeisters bedient neben einigen fnungen auch weiter-hin die Verteidiger_Innen des gesellschatlichen Ausschlues. Darber war in den Medien be-reits berichtet. Hier wenden wir uns mehr der Kritik des scholz'schen Begrifs der kosmopo-litischen Stadt zu. Herr Scholz mu ber alle Maen bemht sein, frhere Zuwanderungen als jeweiligen Gewinn zu verkaufen um hiesige Borniertheiten zu berwinden. Erinnern wollen

    wir dabei mal an das Scheitern von Schwarz-Grn ber die Gleichberechtigungsdebatte in der letzten Schulreform. Gescheitert brigens am Hamburger Brgertum. Dabei bemht er eine Lsung als humanistischen Ansatz. Und so wundert es nicht, dass er Rassismus, racial proiling und auch die Vernichtung der Nach-kommen eben jener zugewanderten portugie-sischen Juden ungenannt lt, welche er zuvor zur Begrndung seiner Vorstellung von dieser Stadt heranzieht. Vielleicht will diese Stadt eine kosmopolitische Stadt werden, aber schon in diesem fundamentalen Verschweigen und Ver-gessen der Opfer deutscher Vernichtungstradi-tion wird eine bloe Funktionalitt dieser Rede erkennbar. Eine Rede welche ohne den Kampf der Gruppe Lampedusa in Hamburg ohnehin gar nicht erst zustande gekommen wre. Die also viel sagen sollte ohne zu sagen: Wir wollen die Gruppe Lampedusa in Hamburg mit ihren Forderungen anerkennen.

    Der Kern dieser Scholz Rede war Toleranz als angewendete Methode von in diesem Punkt Intoleranz der aktuellen Senatspolitik. Ein of-fenbar gescheiterter Versuch Gewissensberuhi-gung zu betreiben. Eine tolerante Stadt grenzt ein und damit aus. Eine kosmopoltische Stadt ist ofen. Niemand im brigen soll sich daran beruhigen, dem Senat dafr die alleinige Ver-antwortung zu zuschieben. Das wre tatsch-lich zu einfach. Es handelt sich bei genannten Methoden und Politiken um gesellschatliche Phnomene. Es ist auch die fehlende gesell-schatliche Auseinandersetzung in der ganzen Tiefe der Stadt, welche auf den Mangel an Kos-mopolitismus verweist. Nehmen wir zum Bei-spiel nur einen aktuellen Artikel des Hamburger Abendblatts zu einem Mord in Bergedorf, in welchem 2 Jahre nach NSU Aufdeckung unter Verweis auf zwei ARD Tatort Filme eine ganze Palette rassistische Sterotype nicht nur kri-mineller Fremder sondern auch das Potential zur Tter- Opfer Verkehrung bereitgestellt ist. Soll heien: Bei aller fentlicher Abbitte zum Berichterstattungsanteil der langen Nichtentde-ckung des NSU wird genau diese Praxis fortge-fhrt. In diesem Fall brigens fhrte die Feder des Polizeireporters ein Informationsstream aus Alsterdorf. Hr. Home

    NEiN daS iSt KEiNE KoSmopolitiSchE Stadt

  • 16

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    Vortrag von Lukas Holfeld im Golem aus der Reihe Die Untch-tigen aus dem Mrz.

    ... Als Frankreich 1870 den Krieg gegen Preuen verlor, wurde im Zuge der inneren Destabilisierung des Landes zum dritten mal die Republik ausgerufen. Dem vorangegangen waren zahl-reiche Streiks und Klassenkmpfe im ganzen Land, das gerade erst in der Industrialisierung begrifen war. Die brgerliche bergangsregierung wollte Paris sogleich den Preuen berge-ben und ihm seine verwaltungsrechtliche Eigenstndigkeit neh-men, sodass konservative Landstriche ber eine moderne Met-ropole geherrscht htten. Dies konnten und wollten die Pariser Arbeiterinnen und Arbeiter nicht hinnehmen sie bewafneten sich, riefen die Pariser Kommune aus, praktizierten die Selbst-verwaltung in allen Bereichen des gesellschatlichen Lebens und forderten die soziale Republik. Die Kommune hatte drei Monate Bestand. Danach wurde sie in einem blutigen Massaker von der Versailler Brgerregierung niedergeschlagen. ...

    Ankndigung: http://golem.kr/?p=4861

    http://spektakel.blogsport.de/broschur/

    zUr gESchichtE dEr pariSEr KommUNE VoN 1871

    Friday, 1

    1.04.201

    4 08:0

    0 Uhr

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    Frhe NS-Aufarbeitung in der Bundesrepublik und geschichts-politische Intervention heute. Vom 1.12.2013 in Berlin

    ... Bereits Ende der 1950er Jahre begann auf Initiative des dama-ligen Sprachwissenschatsstudenten an der Freien Universitt Berlin eine kleine Gruppe aus dem Umfeld des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) damit, Materialien ber NS-Tter zu sammeln. Sie recherchierte Dokumente zu Unrechtsur-teilen aus der NS-Zeit, die mitsamt den Namen der verantwort-lichen Richter und Staatsanwlte fentlich gemacht wurden. Daraus entstand die Ausstellung Ungeshnte Nazijustiz. Fr die Verjhrungsdebatten im Bundestag und die Diskussion personeller Kontinuitten in bundesdeutschen Behrden hat sie wesentliche Impulse gegeben. Gottfried Oy und Christoph Schneider widmen sich in dem Buch Die Schrfe der Konkre-tion dieser frhen Phase der Auseinandersetzung mit dem NS und ihren Folgen fr die Neue Linke vor 1968. ...

    http://www.preposition.de/2014/02/27/audio-veranstaltung-die-scharfe-der-konkretion/#more-998

    diE SchrFE dEr KoNKrEtioN - bUchVor-StEllUNg UNd diSKUSSioN mit rEiNhard StrEcKEr

    Wednesday, 30.04.2014 10:00 Uhr

  • 18

    Mit den berhmten Siebenmeilen- Badelatschen sitzen wir in der Eisdiele der Abstraktion. Aber Vorsicht: Wer geglaubt hat, dass kritische h eorie ein toter Hund sei, hingegen Poststrukturalismus eine schicke Wildkatze des Widerstands, der wird hier eines Besseren belehrt. Der jeweils aktuelle Aufguss in der h eoriesauna unter: freibaduni.blogspot.comfreibaduni.blogspot.com

    15:00 TBAHipHop vs. Reggae

    16:00 Nachmittagsmagazin fr subversiveUnternehmungen

    Hamburger Abschaum17:00 WortPong

    Jeden Monat aufs Neue schwurbelt Wortpong durch die bunte Welt derLiteratur. Mal mit Gast, mal ohne. Aber immer aktuell und mit vielMusik von einmal rund um den Globus.

    19:00 Radia Obskura20:00 Vom Friesenjungen auf Fhr zum

    Wehrmachtsbefehlshaber in den Niederlanden

    Vortrag des Historikers Klaus Bstlein auf Einladung des Bndnis gegen Rechts Nordfriesland am 1011.2013 in Husumber die Biograi e Friedrich Christiansens, die Tragdie von Putten und den Umgang mit dem heimgekehrten NS-Tter nach 1945 in Schleswig-Holstein.Auf Befehl Christiansens wurden 1944 alle mnnlichen Einwohner der niederlndischen Stadt Putten zwischen 18 und 50 Jahren verhat et und, soweit sie nicht deutschfreundlich waren, deportiert. Auf Befehl der SS wurden mehr als 500 Mnner in das KZ Neuengamme und seine Auenlager geschickt. Allein in den Lagern Husum-Schwesing und Ladelund starben mehr als 120 Mnner aus Putten, nur 62 von ihnen berlebten das Ende des Krieges. Die Stadt Putten wurde in Brand gesteckt.1948 wurde Christiansen in den Niederlanden auch wegen des Vernichtungsbefehls gegen Putten zu zwlf Jahren Hat verurteilt. Schon Ende 1951 folgte die Begnadigung. Vermutlich spielten dabei auch die Kirchen eine Rolle.Auf Fhr, Christiansens Heimat, war schon frher die Hauptstrae in Wyk nach Christiansen benannt worden. Dies blieb, mit einer kurzen Unterbrechung nach Kriegsende, so bis 1980. Bis dahin hatte sich die Mehrheit der Wyker Lokalpolitiker geweigert, die Ehrung des Kriegsverbrechers zurck zu nehmen. Erst der f entliche Druck veranlasste nun die Fraktionen von CDU, FDP und Whlergemeinschat , sich bei der Abstimmung eines erneuten Antrags der SPD auf Umbenennung der Friedrich-Christiansen-Strae wenigstens der Stimme zu enthalten. ... (Aus der Ankndigung der VVN/BdA)http://bit.ly/1gGuqMV

    21:00 Multiplication de lAmusementNeustes und Liebgewonnenes aus der franzsischen Musikszene.http://je-danse.de

    22:00 Hirntod

    tUESday, 01.04.2014

    01:00 Die Nacht - Pop und WeiteresDen musikalischen [email protected]

    07:00 recyclingwdh.

    09:00 Sunday ServiceDie Wiederholung vom Montag

    12:00 QuergelesenAustauschsendung von Querfunk Karlsruhe im Siesta Service der Redaktion 3 [email protected]

    13:00 archive & augenzeugen: bcher, bcher,bcher

    Heute wieder mit eine menge neuerscheinungen und den guten alten, hauptschlich aus dem bereich philosophie: Tatjana Noemi Tmmel - Wille und Passion (Der Liebesbegrif bei Heidegger und Arndt)/Suhrkamp, Arno Schmidt - Tina, oder ber die Unsterblichkeit/Insel-Bcherei, Initiative Solidarisch G'sund - Intro: Gesundheit Fr Alle!/Mandelbaum, Jean Baudrillard - Der Geist des Terrorismus/Passagen-Verlag, Peripherie 129 - Leben Im Widerstand/Westflisches Dampb oot, Susanne Beer - Immanenz und Utopie (Zur Kulturkritik von h eodor W. Adorno und Guy Debord)/ Lit-Verlag, Mahler nach Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschat /Suhrkamp.a&a: [email protected]

    14:00 Radio GagarinWie jetzt immer, auch am dienstag eine live-sendung von radio gagarin ber neuerscheinungen und altbewhreten aus den bereichen industrial, noise, drone/ambient, gitarrenlrm, elektro-akustik/soundcollage, improviesierter musik und neuer klassik.radio gagarin: [email protected]

    17:00 Schwarze Klnge19:00 Info Latina20:00 Shalom Libertad22:00 Blues Brew00:00 Nachtwache der Redaktion 3

    Quergelesen - Die Dienstagmittagsendunghttp://www.querfunk.de

    wEdNESday, 02.04.2014

    01:00 Night by radioartsvom Generalstrike bis zur generalisierten Selbstverwaltung

    07:00 InfoWiederholung der Infosendung vom Montag

    08:00 Anilar FM 93.010:00 Tirons sur les Cadrans!

    Der Salon von statt_teil(e)radios.12:00 Unpeeled!

    Die letzte Sendung vom Band14:00 Hallenbaduniversitt

    Die erste Universitt ohne Semesterferien! Und die ersten Seminare, die im Schwimmbecken statti nden.

    01:00 Die Nach

    07:00 r

    09:00 Sunda

    12:00 Q

    13:00 ar

    14:00 R

    17:00 S19:00 I20:00 Shalom Liber22:00 Blues Br00:00 Nach

    01:00 N

    07:00 I

    08:00 A10:00

    12:00 Unpeeled!

    14:00 Hallenbaduniv

    15:00 TBA

    16:00 Nachmittagsmagazin fr sub

    17:00 W

    19:00 R20:00

    21:00 M

    22:00 H

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    23:00 Another Nice Mess WundertteDie monatliche Sendung von Marcelle van Hoof aus Amsterdam fr FSK - jeden ersten Mittwoch im [email protected]://www.anothernicemess.com

    thUrSday, 03.04.2014

    07:30 FS Gloria MorgenmagazinIn guter Tradition heit es im Morgenmagazin liegen bleiben, nochmal umdrehen, ein wenig Verweigerung im Alltag. Damit das Entspannen im warmen Bett auch glckt gibt es viel ruhige Musik irgendwo zwischen Dreampop und Folk, von Beach House bis Fitzsimmons. Hauptsache schn und ruhig. Der Takt der Musik ist 4x4, das bedeutet vier Bands mit jeweils vier Songs sorgen fr genug Ruhe um sich nochmal umzuentscheiden und nicht aufzustehen.Das Morgenmagazin bietet aber auch Inhalte fr die informierte Verweigerung: feste Bestandteile sind die Nachrichten um 0800h von Radio Corax aus Halle und eine literarische Kolumne rund um Buch / Kultur / Kritik. Und immer wieder kommen Beitrge ber das Blaumachen, Interviews und vieles andere [email protected]

    09:00 "Veilchenfeld" - szenische Lesung aus dem Polittbro

    Aufzeichnung vom 22. Februar in der Vers- und Kaderschmiede.... In Gert Hofmanns Roman zieht sich der bereits etwas ltere Prof. Veilchenfeld vor der antisemitischen Verfolgung in die Provinz zurck. Doch die Kleinstadt ist kein sicherer Ort im Gegenteil: Mit Neugier reagiert die ganze Gemeinde auf die jeweils neuesten Grausamkeiten der rtlichen Nazis. Und fast alle Bewohner nehmen, ob aktiv oder passiv, an der Hetzjagd teil. ... (Ankndigungstext)http://www.polittbuero.de/2014/02/22_02_20uhr.html

    12:00 Siesta ServiceIm Februar: Hr- und Kriegspiele.Wahlweise: a) hermetische b) unverstndliche c) obskure Ausfhrungen zu den Strata die da sind Hr, Krieg und Spiel changierend zwischen Strategie und sthetik. Dauer: 60 Min. Material: Wort & Ton. Folgen: 4 (vorerst). Ziel: Dif erenzierung und Abbau von Verstndnis, sowie Gewinnung von Mglichkeiten und Freilegung von Potential im Bereich der Anordnung von Material.http://bit.ly/1gGuyvT

    13:00 Vom Friesenjungen auf Fhr zum Wehrmachtsbefehlshaber in den Niederlanden

    Wiederholung vom Vorabend. Danke FRC Husum fr den Mitschnitt!

    14:00 the perfect radioschallplatten aus 80er-jahre kindheiten in westberlin, ostberlin, rest-DDR und -BRD zusammen mit der steinhuserin ihrn alltag.----WE ARE PERFECT---- das perfekte radio fr

    23:00 A

    07:30 FS Glor

    09:00 "

    12:00 Siesta S

    13:00

    14:00 the per

    weitere Illusionen. wenn schon dann aber so richtig-perfect.Konspirieren, konversieren, zusammen denken.

    16:00 Open17:00 Mondo Bizarro19:00 Gncel Radyo20:00 Halo Halo22:00 metroheadmusic for metroheadpeople

    metroA + metroB + deine Villa + Miss van der Rohe + Das Motiv + Djimi + Franko + [email protected]://www.metroheadmusic.wordpress.com

    00:00 MetromixDonnerstag Nacht Mix - Jede Woche 2 Stunden frisch gemixt und im Anschlu 5 Stunden Wiederholungen der letzten Wochen - Das Motiv & Guests + Live Setshttp://dasmotiv.wordpress.com/

    Friday, 04.04.2014

    07:00 Quergelesenvom Dienstag

    08:00 Linke Biograi en: Vorwrts und schnell vergessen?

    "Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 30 noch Kommunist ist, hat keinen Verstand." (Redensart)"Wer mit 20 kein Anarchist gewesen ist, aus dem wird nie ein guter Demokrat."(Herbert Wehner, zit. nach den Goldenen Zitronen)Sachzwang FM von Querfunk mit h omas Ebermann und Wolfgang Pohrt. Zwei kluge politische Kommentatoren rel ektieren auf sehr verschiedene Weise ihre "linke Biograi e", wie man es so schn phrasenhat zu nennen gelernt hat. Ebenso klischeehat , wie man schon seit lngerem ber "die Zeit der K-Gruppen", die siebziger Jahre, und allgemein "die Achtundsechziger" rsoniert; wobei sich zeigen wird, da die Vorherrschat solch bequemer Klischees nur der Unertrglichkeit der bleiernen Gegenwart heute geschuldet ist.War wirklich alles fr die Katz? Beide Autoren lassen jeweils auf ihre Weise erahnen, wie schwer es ist, eine adquate Sicht zwischen Verklrung und Abrechnung zu i nden, zwischen Larmoyanz und Zynismus, zwischen Selbstkritik und Reue, Projektion und Beichte. Und dabei geht es ja gar nicht um die Person und ihre Nabelschau. Oder doch?- h omas Ebermann: biograi sche Rel ektionen (Hamburg, April 2012; ca. 40 Minuten)- Wolfgang Pohrt: "Gebremster Schaum. Linksradikalismus im Sozialstaat" (Berlin, Sept. 2012; ca. 80 Minuten) aus dem Buch: Das allerletzte Gefecht, erschienen 2013http://www.af -bawue.org/querfunk-sachzwang.html

    10:00 Shalom LibertadWiederholung der Abendsendunghttp://hagalil.com

    12:00 Solid SteelSolid Steel is a weekly 2 hour radio mix show, now

    16:00 Open17:00 M19:00 Gnc20:00 Halo Halo22:00 metr

    00:00 M

    07:00 Q

    08:00 Linke Biog

    10:00 Shalom Liber

    12:00 S

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    DIEWAHRHEIT IST IMMER KONKRET.

    Lenin

    Lesen, was andere nicht wissen wollen.Jeden Monat am Kiosk.

    konkretwww.konkret-magazin.de

    running for over 2 decades. Every week one of the regular contributors pairs up with a guest to mix and match 'the broadest beats'.Matt Black and Jonathan More (aka Coldcut) started out on London's pirate KISS FM radio station with separate shows but then joined forces to present Solid Steel in 1988, a few years before the station i nally went legal. In the early 90's they were joined on a regular basis by PC, shortly followed by Strictly Kev, for the two hour mix marathons.DK jumped on board in 1997, quickly rising to become producer and in 2000 the show enjoyed a spell on BBC London. In 2004 J Mountain joined the ranks and the show continued airing a diverse selection of guest mixes along with the occasional special interview. Solid Steel has spread it's wings, going on to broadcast in over 30 stations around the world, spawned a mix CD series and club nights. h e podcast has already reached over a million downloads and new members Ruckus Roboticus, Cheeba, Boom Monk Ben and DJ Moneyshot step up in 2009 to expand the line up. Now we also enter a new phase with videocasts and other assorted AV projects, something that Coldcut have pioneered for nearly as long as the radio [email protected]://solidsteel.ninjatune.net

    14:00 Zeckenfunk16:00 Nachmittagsmagazin fr subversive

    Unternehmungen17:00 Weekly Operation: No TV-Raps

    14:00 Z16:00 Nachmittagsmagazin fr sub

    17:00

    Nachmittagsmagazin der MusikredaktionJeden ersten Freitag im Monat prsentiert euch das No TV Raps Team im Rahmen der Weekly Operation Hip Hop und Turntablism abseits von MTV, VIVA und NJOY. Zu hren gibt es eine spannende Mischung aus unbekannt und altbekannt - Fr alle Fans die irgendwie immer noch in den 90ern hngen geblieben sind ein Pl ichttermin.In jeder Sendung gibt es ein ca. 1stndiges Feature ber einen besonderen Knstler bzw. Gruppe, eine Stadt oder Region. Hintergrundinfos und Interviews bieten Einblicke in Motivation und Geschichte und beweisen einmal mehr, das Hip Hop nicht nur aus Jay-Z und 50 Cent besteht.

    19:00 Info Knast + Justiz + Soziales20:00 Radio Ungawa22:00 No Fish On Friday00:00 Clap Your Feet

    https://www.facebook.com/clapyourfeet.de

    SatUrday, 05.04.2014

    06:00 SkaTime - O -Beat am Morgen Vol.10Of -Beat am Morgen - fr alle Nachtschwrmer, -arbeiterInnen und Frhaufsteher: die SkaTime Musikschleife.

    12:00 Caf com leite e pimenta

    19:00 I20:00 R22:00 No F00:00 Clap

    06:00 Sk

    12:00 C

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    14:00 Funkpiratin mit Janne17:00 Jazz oder Nie19:00 Ein Prozess - Ein Land - Keine

    Gesellschaft - Viel NSUUntersuchungen zum NSU-Komplex

    19:30 Antifa [email protected]

    20:00 Redaktion fr brgerliche Kunstmusik klub katarakt Festival 41

    Heute prsentieren wir die ersten Mitschnitte von klub katarakt Festival 41. Wir hof en die Veranstallter Jan Feddersen und Robert Engelbrecht sowie vielleicht auch weitere Beteildigte als Gste im Studio zu haben. Durch die Sendung fhrt Olaf Hering.http://www.fsk-rbk.de

    23:00 Rock BottomProgressive Rock, Hard Rock und MetalEuch erwarten viele Neuerscheinungen, erlesene Klassiker und exklusive Interviews aus diesem musikalischen Spektrum.Weiteres zur Sendung i ndet Ihr unter:www.rockbottom-music.de/www.youtube.com/rockbottomvideo/www.mixcloud.com/rockbottommusic/

    SUNday, 06.04.2014

    07:00 Anilar FM 93.011:00 re[h]v[v]o[l]lte radio

    feminismsss on air mit nachrichten aus der stadt und der vergangenheithttp://rehvvollte.blogsport.eu

    15:00 Kunst und Politik17:00 Asi es "The Other Latin Show"

    Asi es h e Other Latin Show mit Cecilia Torres & Nadja Jacubowski am [email protected]://de.groups.yahoo.com/group/SonSal/

    19:00 das BRETTchen20:00 Upsetting Station

    Die Studio F Ska und Reggae SendungWieder mit einem buntem Feuerwerk jamaikanischer Musik: 60s Ska, Rocksteady und ein ganzer Rucksack voll mit Early Reggae.www.upsettingstation.tk

    22:00 leiden in guter gesellschaftemotainment fr das beschdigte [email protected]

    moNday, 07.04.2014

    06:00 Solid Steel08:00 Radyo Metro:pool Hamburg 93,o10:00 re[h]v[v]o[l]lte radio

    wiederholung vom vortaghttp://rehvvollte.blogsport.eu/

    12:00 Musikredaktion14:00 Jenseits der Geschlechtergrenzen

    Vortragdokumentation aus der "Jenseits der

    Geschlechtergrenzen" - Vorlesung, weitere Infos i ndet ihr unter: http://agqueerstudies.de/[email protected]://agqueerstudies.de/

    15:30 KONKRET goes FSKDas Freie Sender Kombinat sendet einmal monatlich die Kolumne des Herausgebers Hermann L. Gremliza.http://www.konkret-verlage.de

    16:00 Die monatliche Kolumne von Caf Morgenland

    CM auf 93,0 MegaHetz(e) - monatliche kolumne bei FSK.http://www.cafemorgenland.net

    16:30 Nachmittagsmagazin fr subversive Unternehmungen

    17:00 Di cult Music For Di cult PeopleDii cult Music For Dii cult People is a weekly programme about all kinds of music below the radar: from Electronic to Noise to Experimental and inbetween. We have no journalistic approach to document a special scene of music in an objective way. It's all about the music and sounds that we like. Dii cult Music is an association of people who are organising concerts, DJing, doing and releasing music. Tune in, drop out! strafen fr dreck und mll concertssoundcloud.com/dii cult-musicfacebook.com/dii cult.musicdii [email protected]

    19:00 Info20:00 Sunday Service

    Interviews, Konzerttipps & Neuerscheinungen zwischen Pop und ElektronikPlaylistabo? Mail an [email protected]://www.sundayservice.de

    23:00 recyclingrecycling ab jetzt in wechselnden Formen jeden Montag zu dieser Zeit....

    tUESday, 08.04.2014

    01:00 Die Nacht - Pop und Weiteres07:00 recycling

    wdh.09:00 Sunday Service

    Die Wiederholung vom Montag12:00 Quergelesen

    Austauschsendung von Querfunk Karlsruhe im Siesta Service der Redaktion 3 [email protected]

    13:00 Die ganze Platte14:00 Indian Vibes16:00 Mrs. Pepsteins Welt

    >im neonlicht trocknen deine trnen nicht