Vögel im alten Ägypten - moin-monja.de · • "Großer Vertrauter des Herrn der zwei Länder"....

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Tiere, insbesondere Vögel im alten Ägypten Theben West - Sheikh Abd el-Qurna - TT 69 Menna Menna hatte die Positionen / den Titel ""Schreiber der Felder des Herrn der zwei Länder" inne. " In den Texten wird er tatsächlich identifiziert als: "Der Favorit des guten Gottes" (des Königs) ", des Schreibers, des Aufsehers der Bodenbearbeitung". • "Großer Vertrauter des Herrn der zwei Länder". • "Die Augen des Königs an jedem Ort". • "Schreiber der Güter des Herrn der beiden Länder des Südens und des Nordens". • "Der Schreiber, der Aufseher der Feldarbeit". • "Aufseher der Güter von Amon" Menna lebte in der 18. Dyn., wahrscheinlich unter der Regierung von Thutmosis IV. (etwa von 1397 bis 1388 v. Chr.) Beschäftigt man sich mit dem Alten Ägypten, verdeutlichen die überwältigende Mehrheit von Tierdarstellungen auf Grab- und Tempelwände, Kultstatuen, in mystischen Erzählungen auf Papyri und Ostraka (Tonscherben), auf Amulette, Gauzeichen, Sternbilder und Hieroglyphen ebenso als schmückendes Element auf Möbeln und auf dem Thron, daß die Tiere im Leben der Ägypter einen großen Stellenwert hatten. Das Tier ist im Alten Ägypten allgegenwärtig. Man findet das Tier als treuen Lebensgefährten des Menschen, es dient der Nahrungsquelle und als unersetzlicher Helfer in einer Ackerbaubetreibenden Gesellschaft. Neben diesen "profanen" Aspekten, spielt das Tier in der Mythologie und religiösen Vorstellungen eine große Rolle. sind Tontäfelchen / Scherben bzw. Kalksteinsplitter, die als kostenloses Schreibmaterial dienten. Benutzt wurden sie für Schreibübungen, Skizzen, aber auch allgemein in der Verwaltung für Rechnungen, Inventarlisten, Notizen, Gerichtsprotokolle und auch für dienstliche und private Briefe. Ostraka (singular Ostrakon) Die Postboten hatten damals somit oft schwer zu tragen :-)

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Tiere, insbesondere Vögel im alten Ägypten

Theben West - Sheikh Abd el-Qurna - TT 69 Menna

Menna hatte die Positionen / den Titel ""Schreiber der Felder des Herrn der zwei Länder" inne. "

In den Texten wird er tatsächlich identifiziert als: •"Der Favorit des guten Gottes" (des Königs) ", des Schreibers, des Aufsehers der Bodenbearbeitung". • "Großer Vertrauter des Herrn der zwei Länder". • "Die Augen des Königs an jedem Ort". • "Schreiber der Güter des Herrn der beiden Länder des Südens und des Nordens". • "Der Schreiber, der Aufseher der Feldarbeit". • "Aufseher der Güter von Amon"

Menna lebte in der 18. Dyn., wahrscheinlich unter der Regierung von Thutmosis IV. (etwa von 1397 bis 1388 v. Chr.)

Beschäftigt man sich mit dem Alten Ägypten, verdeutlichen die überwältigende Mehrheit von Tierdarstellungen auf Grab- und Tempelwände, Kultstatuen, in mystischen Erzählungen auf Papyri und Ostraka (Tonscherben), auf Amulette, Gauzeichen, Sternbilder und Hieroglyphen ebenso als schmückendes Element auf Möbeln und auf dem Thron, daß die Tiere im Leben der Ägypter einen großen Stellenwert hatten. Das Tier ist im Alten Ägypten allgegenwärtig. Man findet das Tier als treuen Lebensgefährten des Menschen, es dient der Nahrungsquelle und als unersetzlicher Helfer in einer Ackerbaubetreibenden Gesellschaft. Neben diesen "profanen" Aspekten, spielt das Tier in der Mythologie und religiösen Vorstellungen eine große Rolle.

sind Tontäfelchen / Scherben bzw. Kalksteinsplitter, die als kostenloses Schreibmaterial dienten. Benutzt wurden sie für Schreibübungen, Skizzen, aber auch allgemein in der Verwaltung für Rechnungen, Inventarlisten, Notizen, Gerichtsprotokolle und auch für dienstliche und private Briefe.

Ostraka (singular Ostrakon)

Die Postboten hatten damals somit oft schwer zu tragen :-)

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Bildbeschreibung zum Foto TT 69 Menna - Theben West - Sheikh Abd el-Qurna

Dieses Foto ist ein Ausschnitt der Grabdekoration von dem Grab von Menna (TT69). Es befindet sich in der Nekropole von Sheikh Abd el-Qurna auf der Westbank von Theben West, dem heutigen Luxor. Das Grab gehört zu einer Gruppe von Gräbern, die auf das Ende der Regierungszeit von Thutmosis IV. und den Beginn der Regierungszeit von Amenophis III. zurückgehen. Obwohl Menna sich "Die Augen des Königs an jedem Ort" nennt , ist der Name des tatsächlichen Königs nicht bekannt, da in den Texten kein Name erwähnt wird. Das Grab wurde nie vollständig fertiggestellt, aber es ist eines der am vollständigsten dekorierten Gräber in Theben. Es gibt einen großen Mangel an beschreibenden Texten an den Wänden, obwohl der Bereich für ihren Eintritt vielerorts durch Linien markiert war. Nach seinem Bau, aber noch in dieser Zeit, hackte jemand böswillig das Gesicht des Grabbesitzers aus, um ihn seines Lebens in der Ewigkeit zu berauben. Auch der Name des Gottes Amun wurde an fast allen Stellen entfernt. In fast allen Fällen mit zwei Ausnahmen, wurde Mennas Gesicht ganz oder teilweise entfernt, obwohl das seiner Frau an mehreren Stellen überlebt hat, an denen sein Gesicht entstellt ist. Die beiden Fälle, in denen er unberührt bleibt, befinden sich beide an derselben Wand, der Westwand des Nordflügels der ersten Kammer. Dies könnte daran liegen, daß derjenige, der den Schaden angerichtet hat, nicht wußte, daß die beiden Bilder von Menna und seiner Frau stammen, da kein Text beigefügt ist, sondern dachte, daß sie Gäste waren. Die Zerstörung der Gesichter und Namen des Gottes Amun erfolgte in der Zeit des Königs Amenophis IV, bekannt als Echnaton. Echnaton hatte in seiner Regierungszeit den Gott Aton als Hauptgott erhoben und ließ alle Abbildungen des Namen von Amun und Personen, die Amun huldigten tilgen, was nicht immer gelang. Das Gesicht und den Namen von Verstorben zu zerstören / tilgen bedeutete, daß hierdurch auch das Weiterleben im Jenseits nicht mehr möglich ist. Zur bildlichen Darstellung: Gezeigt werden hier zwei Jagdaktivitäten, das Fangen von Vögeln mit einem Wurfstock und das Fischen mit einer Harpune. Es gibt keinen Begleittext, auf der rechten Seite wurden Spalten erstellt, die Mennas Kopf umgeben. Somit kann keiner der Teilnehmer mit Sicherheit benannt werden; aber von den vielen anderen Gräbern, in denen Texte existieren, kann ihre Identität angenommen werden. Obwohl die beiden Aktivitäten unterschiedlich sind, werden sie fast spiegelbildlich dargestellt. In beiden Fällen steht Menna in einem Papyrusboot, aber der Bug ist in jedem Fall anders: Der rechte ist in Form eines Lotusknopfes, der linke ist eine offene Blüte, das Heck von beiden ist auch ein offene Blüte. In beiden steht seine Frau Henuttawi hinter ihm. Rechte Szene - Angeln von Fischen. Menna beugt sich leicht vor und hält mit beiden Händen eine lange Harpune, mit der er zwei große Fische aufgespießt hat. Sein Gesicht wurde absichtlich gelöscht. Seine Frau unterstützt ihren Mann körperlich mit ihrem rechten Arm. Zwischen Mennas Beinen kniet eine junge Frau, wahrscheinlich eine seiner Töchter. Ihr Gesicht wurde ebenfalls zerstört. An der Vorderseite des Fahrzeugs steht ein junger Mann, wahrscheinlich einer seiner Söhne.

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Linke Szene - Darstellung einer Vogeljagd. Hier unterscheidet sich die Anordnung geringfügig von der auf der rechten Seite. Menna ist in der gleichen Haltung wie zuvor. Auch hier wurde sein Gesicht zerstört. In seiner erhobenen rechten Hand, hält er einen Wurfstock, um die Vögel zu schlagen. In seiner vor ihm erhobenen rechten Hand ergreift er die Beine zweier Wasservögel; Vielleicht werden diese als Köder verwendet. Wieder steht seine Frau mit vollständigem Gesicht hinter ihm, die Arme in einer Position der Anbetung erhoben. An der Vorderseite des Fahrzeugs befindet sich ein weiterer Jugendlicher, der etwas größer ist als der vorherige. Sein Kopf ist zu Menna gedreht. In seiner linken Hand hält er die Flügel von drei Wasservögeln und mit der anderen scheint er in das hohe Schilf zu zeigen, möglicherweise um die Position weiterer Vögel anzuzeigen. Zwischen den Beinen von Menna befindet sich ein anderes Mädchen, aber diesmal ist sie nackt, bis auf einen farbigen Gürtel um ihre Taille und die Vielzahl von Armreifen an ihren Armen. Sie beugt sich über den Rand des Fahrzeugs zum Wasser, aus dem sie mit beiden Händen eine Knospe einer Lotusblume extrahiert. In dieser Szene gibt es einen zusätzlichen Passagier, ein anderes Mädchen steht hinter Mennas Frau, mit ziemlicher Sicherheit eine Tochter. In ihrer rechten Hand hält sie drei Enten an ihren Flügeln und in ihrer linken hat sie Lotusblumen, von denen mehrere ebenfalls über ihrem linken Arm hängen. Über dieser letzten jungen Frau ist eine andere Frau dargestellt. Dieser kniet auf einer Schilfmatte und hält Lotusblumen in jeder Hand. Sie ist genauso gekleidet wie die unter ihr und hat auch geflochtene Haare.

Zwischen den beiden Fahrzeugen ist ein schmaler Abschnitt der Papyrus-Sümpfe dargestellt. Oben, auf den Dolden, sind mehrere Nester mit Eiern zu sehen. Sowohl im Stehen als auch im Flug gibt es mehrere Vögel, darunter einen Ibis. Eine gestreifte Katze und ein braunes Wiesel gehen auf die Nester und Vögel zu. Unter den Vögeln sind zwei Schmetterlinge zu sehen. Einige der Vögel wurden bereits von den Wurfstöcken (die zu sehen sind) von Menna getroffen. Das Sumpfwasser am unteren Rand ist voller Leben. Zwischen den Blättern und Lotusblumen, die auf dem Wasser schwimmen, befinden sich verschiedene Fischarten: Barsch, Meeräsche und Tilapia. Einige Vögel sind auch hier auf der Suche nach Nahrung zu finden. Es gibt sogar ein Krokodil mit offenen Kiefern, das sich darauf vorbereitet, einen Fisch zu verschlingen. Aus dem zentralen Bereich ragend wird das Wasser als in eine Ausbuchtung aufsteigend dargestellt (was auch für diese Szene in anderen Gräbern typisch ist). Diese Ausbuchtung umfaßt die beiden wunderschön abgebildeten Fische, die von Menna aus dem Fahrzeug auf der rechten Seite aufgespießt werden. Diese Fische werden wie üblich in aufrechter Position gezeigt.

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Foto: Tempel von Edfu

Die geflügelte Sonnenscheibe symbolisiert ein Symbol göttlicher macht, das besonders in enger Beziehung zum siegreichen Horus von Edfu ( Hauptkultort des Horus in Oberägypten) steht. Die Paviane, sind die ersten die am frühen Morgen rufen und heulen und die aufgehende Sonne begrüßen. Von den Ägyptern werden sie als Vorboten Gottes angesehen. Sie verkünden den Sonnengott Re bzw. hier den Gott Horus, wenn dieser Gott in der dritten Stunde des Morgens geboren wird , sie begrüßen und huldigen im Anbetungsgestus die Götter.

Foto: Medinet Habu Re Harachte Komplex Hier ebenfalls zu sehen, wie die Paviane gemeinsam mit dem Pharao die Götter in der Sonnenbarke am frühen Morgen begrüßen. Schon seit Beginn der ägyptischen Kultur, war das Tier Gegenstand religiöser Verehrung. Furcht und Ehrfurcht hielten sich dabei die Waage. Die Kraft des Löwen und die List der Schlange wurden gefürchtet und bewundert zugleich. Ebenso brachte man dem Falken, der hoch am Himmel, wie die Sonne, seine Runden dreht, Ehrfurcht entgegen. In den besonderen Fähigkeiten der Tiere, wie Stärke, Mut, Kraft, Schlauheit und Instinkt, erkannte man die göttlichen Eigenschaften, an denen man bestimmte Wesenszüge der Gottheiten zu erkennen glaubte. So galten die Tiere im Alten Ägypten und im Vorderen Orient als Repräsentanten oder Begleiter göttlicher Mächte. Allerdings ging die Verehrung der Tiere nicht so weit, daß wie z. B. im Hinduismus die Kuh, alle Exemplare einer Spezies unantastbar waren. Die Menge der Vertreter der Spezies wurde als normale Tiere betrachtet und konnten ohne weiteres gejagt und verspeist werden. Im folgenden Bericht möchte ich speziell von den Vögeln im Alten Ägypten berichten.

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Vögel im Alten Ägypten Vögel erfüllen in der ägyptischen Welt in allen möglichen Handlungs- und Sinneszusammenhängen auf allen Ebenen verschiede Funktionen.

Theben West - Sheikh Abd el-Qurna - TT 69 Menna

("Aufseher der Felder von Amun" und "Aufseher der Felder des Herrn der beiden Länder") In der Ebene der realweltlichen Funktion betrachtet man Vögel, wie andere Tiere, welche gejagt oder gefangen wurden und als Nahrungsmittel dienen. Auf der Ebene der Kommunikation fungieren sie als Schriftzeichen.

In der Literatur dienten Vögel zu metaphorischen Zwecken, wie bildliche Ausdrücke und Übertragungen. Wie z. B. in der Lehre des Cheti: " Der Landmann klagt mehr als ein Perlhuhn", damit wird ausgesagt, seine Stimme ist lauter, als die des Vogels. Auf der Ebene der Ikonographie sind schon in früher Zeit Darstellungen realer Vögel oder Mischgestalten der Vogelsymbolik zu sehen, diese dürften als metaphorische (bildliche/abstrakte) Sinnbilddarstellung dienen. In der Mischgestalt von Mensch und Tier, seit den Anfängen der geschichtlichen Zeit verbindlich geworden, wird u. a. der falkenköpfige Horus mit erhobenen Armen vor dem König dargestellt, um auf Gefäßen reinigendes Wasser auf den Pharao fließen zu lassen.

Gott Horus Hier eine Darstellung aus der Spätzeit (26. Dynastie) aus dem Louvre Museum. Es ist eine Darstellung aus einer Gruppe, welche nicht mehr vollständig erhalten ist, wäre sie

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vollständig, würde man noch Seth oder Thot als zweite Gottheit sehen, welche gemeinsam mit Horus diese Reinigungszeremonie durchführen.

Alexandria - Katakomben von Kom esch - Schugafa

Symbole wie Flügelsonne, Elemente des Falkentieres Greif werden dargestellt. Ebenso die Feder als ikonographisches Element von Götter- und Königskronen, die Geierhaube der Königin sowie die Straußenfeder werden als Symbol benutzt.

Göttin Maat

Die harmonische, göttliche Ordnung der Welt war für die Ägypter von besonderer Bedeutung. Diese göttliche Ordnung der Welt hieß Maat und wurde als Göttin, Tochter des Re, gedacht. Dargestellt wurde die Göttin sitzend, mit einer Straußenfeder auf dem Kopf. Könige brachten ihr Abbild den Göttern dar, was der Idee entsprach, daß der König die göttliche Ordnung vertrat. Zu dieser Ordnung gehörte auch die Gerechtigkeit. Die Maat spielte auch beim Totengericht eine Rolle, wenn das Herz des Verstorbenen gegen ihre Feder aufgewogen wurde. Hierbei wurde die rechte Lebensführung geprüft und ausgewogen. Die ikonographische Darstellung sowie Textbelege der Vögel reichen bis in die griechisch-römische Zeit (305-30 v. Chr.).

Hier zu sehen Tympanon (Fläche auf dem Giebel antiker Tempel und über dem Türsturz von Portalen) mit dem Seelenvogel aus der koptischen Zeit, aus Scheich Abade (Ikonenmuseum Recklingshausen).

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Foto: Egyptisches Museum Kairo

Statuen, die den König in Gestalt eines liegenden Löwen mit menschlichem Gesicht darstellen, werden in der ägyptischen Kunst als Sphingen bezeichnet.

Das griechische Wort kommt von dem ägyptischen "schesep-anch", was übersetzt lebendes Abbild bedeutet. Sinnbildlich werden auf diese Weise die Kräfte und Mächtigkeit des stärksten Tieres mit dem Pharao vereinigt.

Die besonderen Eigenschaften eines Tieres werden durch Darstellungen am König gezeigt. Die Eigenschaften und das Bild des Tieres beschreiben eine Macht, die außerhalb und über dem Menschen steht, welche dem König / Pharao zugeschrieben wird. Wie im Götterkult, beschränkte man sich nicht nur auf die Eigenschaften eines Tieres, sondern zog häufig die Eigenschaften mehrerer mächtiger Wesen hinzu. Seit der Frühzeit wurde der König / Pharao als ein besonderes Wesen aufgefaßt, welcher weit außerhalb der menschlichen Gesellschaft stand und somit direkt in die Welt des Übernatürlichen agieren konnte (sakraler König). Durch ein aufwendiges Ritual, der Krönung, wurde er als lebender Mensch in diese Rolle eingeführt.

Die Statue zeigt Ramses II. als Kind. Er ist sitzend, nackt dargestellt. Diese Darstellungsmerkmal sowie die auf die rechte Schulter fallende Jungendlocke sind typisch für die Ikonographie von Kindern in der ägyptischen Kunst.

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Auf dem Kopf trägt er eine Haube mit der Uräusschlange in der Mitte, über der die Sonnescheibe thront, in der rechten Hand hält er eine Binse. Diese einzelnen Elemente bilden den Namen des Königs. Die Sonnenscheibe steht für "Re", das Kind für "mes" und die Binse für "su". Daraus ergibt sich der Name "Re-mes-su", der Name des Pharaos. Der Knabe steht unter dem Schutz des Gottes Horun, einer Gottheit im Libanon, mit äußerst aggressiven und kriegerischen Eigenschaften. An dieser Darstellung ist zu erkennen, daß die Eigenschaften des Vogels sich sinnbildlich auf den jungen König überträgt.

Im Zuge der Krönung erhielt der Pharao neuen Namen, die seine übernatürlichen Eigenschaften beschreiben. Als ältester Königstitel ist der Horusname belegt, der den König mit dem falkenköpfigen Gott gleichsetzt. Auch in den übrigen Titulaturbestandteilen treten mehrere Bezüge zu Tieren auf.

Theben West -Reliefausschnitt Tempel Medinet Habu (blaue Tauben werden ausgesendet).

Bestimmte Vögel werden im Alten Ägypten als Königsboten ausgesendet, um so sinnbildlich die Thronbesteigung zu verkünden. Die Vögel werden somit auch als Botenvögel verstanden, welche in allen vier Himmelsrichtungen gesandt werden, um zu verkünden. Das damals den Ägyptern unbekannte Phänomen der Zugvögel, welche jeden Herbst von Süden nach Norden und jeden Frühling von Norden nach Süden zogen, mag der Grund dafür gewesen sein. Ebenso wie das Aussenden der Pfeile in allen vier Himmelsrichtungen Bestandteil eines Proklamationsrituals war (Verkündungsritual).

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Theben - Karnak Tempel Tor Ptolemaeus-II-Euergetes

Im Rahmen des Min-Festes wurden z. B. vier Vögel vor dem überdimensionalen Bild des Königs / Pharaos ausgesandt. Gänse / Spießenten im Ramesseum, Tauben in Medinet Habu und im Stationstempel Ramses III. im Vorhof des Tempels von Karnak (so nachzulesen im Lexikon der Ägyptologie) Nach der Publikation zu diesem Thema von Othmar Keel, "Vögel als Boten. Orbis Biblicus et Orientalis 14", werden in den Reliefs der Aussendung von Botenvögeln verschiedene Spezies dargestellt: Im Ramesseum sind es keine Gänse, sondern Spießenten, in Medinet Habu und im Stationstempel von Ramses III. in Karnak, die sog. "Blauracken". In jedem Fall sind Zugvögel gemeint, und sie werden als immer als "srw" = Boten, oder als Horussöhne bezeichnet, nie mit ihrem zoologischen Namen..

Dendera - Architrav vor Osiriskammer - Dachraum

In Dendera ist eine Doppelszene zu sehen, auf welcher Osiris zur Inthronisation als König der Unterwelt sowie zur Amtsübergabe dargestellt ist. Das Thema dieser Darstellung ist das Aussenden der vier Vögel, welche alle mit Botschaften (?) versehen erscheinen und die Köpfe der vier Horuskinder/söhne tragen. Auf den Verschlüssen der Kanopen, welche die Eingeweide der Verstorbenen beinhalten und mit dem Sakrophag in den Gräbern bestattet werden, findet man Abbildungen der Köpfe der vier Horussöhne. Die Aufgabe der Horussöhne ist, die Eingeweide zu beschützen.

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Neben den jeweils vier artgleichen Botenvögeln werden auch drei Vögel, wie Falke, Geier und Ibis bei ähnlichen Anlässen ausgesandt.

Theben West Tempel von Karnak - Reliefausschnitt im Hypostyl - Opfertisch

In der kosmologischen Sinnwelt werden Vögel als vom Schöpfergott erschaffen angesehen. Im Schöpfungsplan kommt ihnen die Aufgabe zu, höher hierarchischen Lebewesen als Nahrung zu dienen, zu diesem Zweck erhält sie Gott am Leben. Als Mitgeschöpfe können sie Ziel einer "Verkündigung" sein. Analog zur Ernährung dienen die Vögel ebenso der Speise im Opferritual für Götter und Tote (als Opfer – Opfertier), wie auch zur Ernährung der Bevölkerung im Diesseits. Ebenso findet man Vögel im Rahmen der symbolischen Sinnwelt "Religion".

Ausschnitt aus dem Papyrus des Ani.

Der Papyrus des Ani

ist ein wichtiger Text des altägyptischen Schriftentums. Er zählt zu den ägyptischen Totenbüchern. Der Papyrus wird auf 1240 BC datiert und wurde für den thebanischen Schreiber Ani verfaßt.

Der bebilderte Text ist heute in vier Versionen erhalten. Er umfaßt etwa 200 Sprüche und ergänzt diese durch Abbildungen, um die Aussage der Texte zu erläutern. 43 verschiedene Götter wie Ra Harmakhis, Temu, Shu, Tefnut, Keb, Nut, Isis, Nephthys, Horus, Hathor, Hu und Sa nehmen an den Abläufen teil. In den Jenseitsvorstellungen bzw. Totenglauben findet man auch die Symbolik der Vögel. So z. B. äußerte Thutmosis III. im Kontext seiner Erwählung durch Amun: "Als göttlicher Falke bin ich geflogen zum Himmel…"

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Der falkengestaltige Horus, der mit der Krone des Königs von Ober- und Unterägypten menschliche Gestalt angenommen hat, führt Ani vor das Totengericht und verkündet Osiris dessen Rechtfertigung vor dem Totengericht.

Ausschnitt aus dem Papyrus des Ani.

Auf dem Weg in die Unterwelt muß sich der Verstorbene nun die Namen der Hüter von sieben Arits oder Häuser und der zehn Pforten merken. Auf dem Bild ist das vierte Arit abgebildet mit den menschen- und falkenköpfigen Göttern, die Wache halten (Ausschnitt aus dem Papyrus des Ani). Der Titel des mit dieser Vignette illustrierten Totenbuchspruchs lautet: " Spruch, das Grab zu öffnen für den Ba und den Schatten des (Namen des Verstorbenen), damit er herausgehe am Tage und Macht habe über seine Beine."

Ausschnitt aus dem Papyrus des Ani.

In der Sargkammer des Irinefer in Theben West (TT290 19. Dynastie) findet man folgende Darstellung. In der Türöffnung ist der Schatten des Verstorbenen zu sehen, vor der als schwarze Scheibe die unterweltliche Sonne abgebildet ist. Der vogelgestaltige Ba ist gleich zweimal zu sehen, einmal beim Verlassen des Grabes sowie bei der Rückkehr. Für die Ägypter war es wichtig volle Bewegungsfreiheit im Jenseits zu behalten, so konnten sie in verschiedenen Erscheinungsformen das Grab verlassen und wieder zurück kehren.

Ausschnitt aus dem Papyrus des Ani.

Hier wird "Die Seele in der Unterwelt mit dem Körper vereinigen" dargestellt. Anis Seele, in Gestalt eines Menschenköpfigen Vogels, das Emblem der Ewigkeit, shen, in den Krallen haltend, schwebt über der Mumie des Toten. Rechts: "Auf das die Seele Anis, des Siegreichen, in der Unterwelt nicht versklavt werde." Anis Seele, ebenso in der Gestalt eines Vogels mit Menschenkopf, steht vor der Tür.

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Bereits in den Pyramidentexten des Alten Reiches (um 2300 v. Chr.) wird von einer Schöpfungsmythe berichtet, am Anfang der Welt habe sich aus dem Urgewässer ein Urhügel erhoben. Auf diesem Hügel habe ein Vogelei gelegen, das zerbrach und aus dem Ei sei der Sonnengott in Gestalt eines Vogels geflogen. In spätere Überlieferungen wurde dieser Vogel als Gans dargestellt, die den bezeichneten Namen "Großer Schnatterer" trug. Wahrscheinlich war dieser Schöpfungsmythos der Grund, warum dem Reichsgott Amun und "König der Götter" und somit auch Schöpfungsgott war, seit Beginn des Neuen Reiches eine Gans als heiliges Tier zugeordnet wurde. Für uns mit unserer heutigen Vorstellungswelt ist der Bereich des religiösen Denkens der Alten Ägypter schwer zu erschließen und zu verstehen. So auch die Vorstellung vom vogelgestaltigen BA. Zusammen mit ACH und KA macht der BA die körperliche und seelische Gesamtheit des Menschen aus, die nach dem Tode mittels der Bestattungsrituale und der Mumifizierung regeneriert weiter lebt. Der BA ist dabei so etwas wie die Personifikation der körperlichen und seelischen Lebenskräfte. Als Vogel kann der BA die Mumie verlassen, aus dem Grab heraus fliegen. Er kehrt aber immer wieder zum Körper desVerstoben zurück. Der BA wird als Vogel mit Menschenkopf dargestellt, je nach Geschlecht des Verstorbenen mit einem Frauen oder Männerkopf. Tierkult Die Darstellung von Tieren auf Denkmälern, auf Stelen mit Tierbildern, Statuen von Göttern in Tiergestalten, Tierstandarten, Statuen mit Tierköpfen und sonstige Darstellungen, deuten zwar einen Tierkult an, aber zeigen auch, daß die einzelnen Tiere niemals isoliert und lokal begrenzt gesehen werden sollten. Überregional fanden heilige Tiere, z. B. heilige Vögel bei den Krönungsfeierlichkeiten Verwendung, sie standen dabei allerdings nicht selbst im Vordergrund, sondern ihre Eigenschaften / Erscheinungsformen wurden Sinnbildlich gesehen, in ihrer Ba-Funktion auf die Götter / Pharaonen übertragen. Nicht das Tier wird angebetet, sondern ein Wesenszug des Tieres als Symbol für die besondere Stärke der verehrten Gottheit. Die Ägypter kennen hierfür das Wort des "Ba" oder "Bau". Mit diesem Wort wird die Erscheinungsform eines Gottes beschrieben, im Sinne einer Verkörperung oder Einverleibung. Gott verleibt sich ein Tier ein, um dadurch seine eigenen Stärken und seinen Charakter zu offenbaren.

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Edfu - Tempel

An allen religiösen Zentren des Landes herausgehobene Tierstatuengötter, wie z. B. der Falke in Edfu oder auch der Apisgott (Stiergott), waren Standarten mit dem dazugehörigen heiligen Tieren vertreten. Diese Tierstandartgruppen, wie Hund, Ibis, Falke, usw., waren immer fester Bestandteil der Schutzgötter Ägyptens und des königlichen Erscheinens. Die dargestellten Tiere und Tiergötter werden heute oftmals nachträglich als eine überbewertete Theologisierung des Tierwesens gedeutet. Ausführlich beschäftigte sich Dieter Keßler in seiner Publikation "Tierische Missverständnisse: Grundzüge zu den Fragen des Tierkultes" damit. Nach seiner Ansicht sind "Tierkult und Tierverehrung eigentlich unzutreffenden und unscharfe Schlagworte, besonders wenn sie dazu dienen sollen, einen angeblichen bodenständigen Teil einer altägyptischen Religiosität ein- und abzugrenzen. Weder haben Ägypter lebendige Tiere kultisch verehrt, noch gibt es einen eigenen Kult um das Tierstandartgruppen, wie Hund, Ibis, Falke lebende Tier per se."

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Kanopen

Hapi – Lunge Hapi mir Paviankopf

Duamutef – Magen Duamutef mit Hundekopf

Kebehsenuef – Därme Kebehsenuef mit Falkenkopf

Amset – Leber Amset mit Menschenkopf

Seitdem man in Ägypten begann, die Verstorbenen zu mumifizieren, hat man die Eingeweide, wie Lunge, Magen Darm, Leber aus dem Körper herausgenommen und getrennt bestattet. Auch wurde das Gehirn und sonstige Eingeweide entfernt und entsorgt, um eine innerliche Verwesung zu verhindern. Lediglich das Herz

Hergestellt wurden sie vor allem aus Alabaster, Kalkstein, und Ton, später werden auch noch andere Materialien eingesetzt. In der ersten Zwischenzeit (ca. 2170 - 2020 v. Chr.) tauchen dann Kanopen mit menschenköpfigen Deckeln auf, wie sie danach im Mittleren Reich dann zur Regel werden.

, welches als Hort der Gefühle und Intelligenz gilt, durfte im Körper verweilen. Die Kanopen sind in der Regel unbeschriftet und nie genau gleich gearbeitet, d.h. sie unterscheiden sich geringfügig in Größe und Form, hin und wieder auch durch verschiedene Zeichen auf Deckel und Gefäßunterteil, geringfügig.

Teilweise geht in späterer Zeit die "Vermenschlichung" der Kanopenform soweit, daß diese Arme und Beine erhalten. Seit dem frühen Mittleren Reich stehen die Kanopen dann unter dem Schutz der vier Horuskinder: Amset, Hapi, Duamutef, und Kebekhsenuef. Diese Vier sind schon in den Pyramidentexten für die Versorgung des Toten mit Speise und Trank zuständig, und werden jetzt für ein bestimmtes Organ "verantwortlich" gemacht.

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Verwendete Literatur zum Thema: Helck, Wolfgang; Wolfhart Westendorf; LÄ (Lexikon der Ägyptologie). Wiesbaden 1984 Westendorf; Kunst im Bild; Das Alte Ägypten. München 1988. Evelyn Rositter; Die Ägyptischen Totenbücher. Verlag: Liber SA,, Fribourg, Genf. (1979/1948) Schulz/ Seidel ; Ägypten. Köln 2001. Kemet Zeitschrift Oktober 2004 Westphal, Winfried; Pharaos Erben. Braunschweig 1992. Uni Press; Heft 122 / Okt. 2004 (Publikation v. Lic. phil. Susanne Ris-Eberle) Kesser, Dieter; Publikation: "Tierische Missverständnisse: Grundsätzliches zu Fragen des Tierkultes" Schmitz, Bettina Dr.; Vögel im Alten Ägypten. Pelizaeus-Museum. Hildesheim 1987

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