WENDLAND NET Wir haben es satt! Bauern starten …€¦ · Auch im Wendland macht die...

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WENDLAND NET "Wir haben es satt!" Bauern starten große Protest-Sternfahrt Bis zum Kanzleramt nach Berlin wollen Landwirte aus ganz Deutschland ziehen, um dort ihre Forderung an Bundeskanzlerin Merkel, die industrielle Agrarwirtschaft zu stoppen, vehement vorzubringen. Auch im Wendland macht die Bauern-Sternfahrt Stopp: am 3. und 4. Juni. Nach der großen Demonstration für eine neue Agrarpolitik am 22. Januar 2011 in Berlin, machen sich am 29. Mai 2011 Bäuerinnen und Bauern mit ihren Traktoren aus Süddeutschland und Ostfriesland auf den Weg, um am 9. Juni in Berlin für eine bäuerliche, faire, tiergerechte und ökologische Landwirtschaftspolitik vors Kanzleramt in Berlin zu ziehen. Start ist um 10 Uhr im Hafen von Greetsiel/ Ostfriesland und auf dem Auerberg bei Marktoberndorf im Allgäu. Weitere Routen aus Hessen und Mecklenburg-Vorpommern folgen in den nächsten Tagen, kündigte die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirte (AbL) an. Die Bauernsternfahrt im Rahmen der Kampagne „Meine Landwirtschaft – unsere Wahl“ zieht unter dem Motto „Frau Merkel - Mut zum Umdenken! Industrielle Landwirtschaft stoppen! Die Zukunft ist bäuerlich-ökologisch-fair“ bis vors Kanzleramt. Unterwegs machen die Sternfahrer Station an „Denkmälern einer sich industrialisierenden Landwirtschaft“, wie beispielsweise dem sich in Planung befindenden Hähnchenschlachthof im niedersächsischen Wietze (432 000 Hühnchen am Tag), der geplanten riesigen Schweinemastanlage in Haßleben (Sachsen-Anhalt/ 85 000 Tierplätze), Europas größtem Schlachthof für Schweine in Weißenfels (geplante Erweiterung auf 20 000 Schweine am Tag) bei Leipzig und dem Gentechnikschaugarten in Üplingen. Die Sternfahrerinnen und -fahrer sind aber auch unterwegs, um beim Bauerntag des Niedersächsischen Landvolkverbands in Cloppenburg, beim Evangelischen Kirchentag in Dresden und vielen weiteren Veranstaltungen in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern für eine Neuausrichtung der Agrarpolitik zu werben. Im Wendland machen die Sternfahrer am 3. und 4. Juni Station: für Freitag, den 3. Juni ist um 20.00 Uhr eine Diskussion mit dem Thema " „Warum wir eine Andere Agrarpolitik brauchen - Sternfahrer im Gespräch mit Wendlandbauern“ geplant. (Quickborn, Gaststätte Jägerhof) Am Samstag, dem 4. Juni sind die Landwirte den ganzen Tag am geplanten Atom-Müll- Endlager in Gorleben zu finden. Am 9. Juni ist die Abschlussveranstaltung Bauerntafel: "Angela, wir müssen reden" von 10 bis 12 Uhr vor dem Kanzleramt.
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    18-Sep-2018
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  • WENDLAND NET

    "Wir haben es satt!" Bauern starten groe Protest-Sternfahrt

    Bis zum Kanzleramt nach Berlin wollen Landwirte aus ganz Deutschland ziehen, um

    dort ihre Forderung an Bundeskanzlerin Merkel, die industrielle Agrarwirtschaft zu

    stoppen, vehement vorzubringen. Auch im Wendland macht die Bauern-Sternfahrt

    Stopp: am 3. und 4. Juni.

    Nach der groen Demonstration

    fr eine neue Agrarpolitik am 22.

    Januar 2011 in Berlin, machen

    sich am 29. Mai 2011 Buerinnen

    und Bauern mit ihren Traktoren

    aus Sddeutschland und

    Ostfriesland auf den Weg, um am

    9. Juni in Berlin fr eine

    buerliche, faire, tiergerechte und

    kologische

    Landwirtschaftspolitik vors

    Kanzleramt in Berlin zu ziehen.

    Start ist um 10 Uhr im Hafen von

    Greetsiel/ Ostfriesland und auf dem Auerberg bei Marktoberndorf im Allgu. Weitere Routen

    aus Hessen und Mecklenburg-Vorpommern folgen in den nchsten Tagen, kndigte die

    Arbeitsgemeinschaft buerlicher Landwirte (AbL) an.

    Die Bauernsternfahrt im Rahmen der Kampagne Meine Landwirtschaft unsere Wahl zieht

    unter dem Motto Frau Merkel - Mut zum Umdenken! Industrielle Landwirtschaft stoppen!

    Die Zukunft ist buerlich-kologisch-fair bis vors Kanzleramt. Unterwegs machen die

    Sternfahrer Station an Denkmlern einer sich industrialisierenden Landwirtschaft, wie

    beispielsweise dem sich in Planung befindenden Hhnchenschlachthof im niederschsischen

    Wietze (432 000 Hhnchen am Tag), der geplanten riesigen Schweinemastanlage in Haleben

    (Sachsen-Anhalt/ 85 000 Tierpltze), Europas grtem Schlachthof fr Schweine in

    Weienfels (geplante Erweiterung auf 20 000 Schweine am Tag) bei Leipzig und dem

    Gentechnikschaugarten in plingen.

    Die Sternfahrerinnen und -fahrer sind aber auch unterwegs, um beim Bauerntag des

    Niederschsischen Landvolkverbands in Cloppenburg, beim Evangelischen Kirchentag in

    Dresden und vielen weiteren Veranstaltungen in Gesprchen mit Brgerinnen und Brgern fr

    eine Neuausrichtung der Agrarpolitik zu werben.

    Im Wendland machen die Sternfahrer am 3. und 4. Juni Station: fr Freitag, den 3. Juni ist um

    20.00 Uhr eine Diskussion mit dem Thema " Warum wir eine Andere Agrarpolitik brauchen

    - Sternfahrer im Gesprch mit Wendlandbauern geplant. (Quickborn, Gaststtte Jgerhof)

    Am Samstag, dem 4. Juni sind die Landwirte den ganzen Tag am geplanten Atom-Mll-

    Endlager in Gorleben zu finden.

    Am 9. Juni ist die Abschlussveranstaltung Bauerntafel: "Angela, wir mssen reden" von 10

    bis 12 Uhr vor dem Kanzleramt.

    http://www.meine-landwirtschaft.de/

  • Hier gehts zum Mobilisierungsvideo der Bauern - und hier gibt es den gesamten Routenplan

    inkl. Ansprechpartnern zum Downloaden.

    Foto: Aus dem Mobilisierungsvideo zur Bauern-Sternfahrt

    von Angelika Blank , 2011-05-24 15:28

    Proplanta | 30.05.2011 |

    Agrarpolitik >>

    Deutschland

    Bauernsternfahrt nach Berlin gestartet

    Auerberg/Greetsiel - Mit jeweils mehr als 200 Teilnehmern bei den beiden

    Auftaktveranstaltungen ist gestern Mittag die Bauernsternfahrt von Auerberg

    im bayerischen Allgu und vom Fischerdorf Greetsiel an der ostfriesischen

    Nordseekste gestartet.

    Begleitet von mehreren geschmckten Traktoren haben sich aus

    beiden Orten zwei Traktoren auf den ber zehntgigen Weg nach

    Berlin bis vor das Kanzleramt gemacht.

    "Frau Merkel, die buerliche Landwirtschaft, die dieser Region

    das typische Gesicht gibt, muss erhalten werden. Dazu braucht es

    eine grundlegend andere Agrarpolitik. Deshalb sind wir nun

    unterwegs", so Jan Wendel, Sternfahrer und Studierender der

    Agrarwissenschaften in Kassel. "Die Bundesregierung ist

    mageblich verantwortlich dafr, wie die anstehende Reform der

    EU-Agrarpolitik ausfallen wird. Weil uns das alle etwas angeht

    und keine Sache der Hinterzimmer sein darf, mischen wir uns aktiv

    in diesen Prozess ein", so Wendel weiter. "Wer weiter auf

    agrarindustrielle Strukturen setzt, entzieht den Buerinnen und Bauern die

    Existenzgrundlagen, wie das in viele Regionen Europas leider jetzt schon der Fall ist. Um

    diesen Prozess zu stoppen, fahren wir nach Berlin."

    "Die Reform der EU-Agrarpolitik darf sich nicht auf das Geld beschrnken. Wir brauchen

    vernnftige Rahmenbedingungen fr den Markt. Wir Bauern wollen nicht von staatlichen

    Direktzahlungen abhngig sein, sondern von den Erlsen fr unsere Erzeugnisse leben

    knnen", so Karin Mannsholt, Vertreterin des BDM Niedersachsen in Greetsiel. "Wir streiten

    fr faire Preise und fr politische Rahmenbedingungen, die das ermglichen", machte

    Romuald Schaber, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter in

    Auerberg deutlich. "Das knnen wir nur durch dieses starke Bndnis aus Bauern,

    Verbrauchern, Umweltschtzern und Eine-Welt-Organisationen erreichen. Deswegen sind

    wir sehr froh um die breite Untersttzung von 33 Organisationen im Bndnis "Meine-

    Landwirtschaft.de". Denn die Landwirtschaftspolitik in Europa ist entscheidend fr das

    http://www.youtube.com/watch?v=mfxU28mHAdYhttp://wendland-net.de/files/5/2/4MHE2PZUU9/sternfahrer-route.pdfhttp://www.bauernsternfahrt.de/http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarpolitikhttp://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarpolitikhttp://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarpolitikhttp://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarpolitik/Deutschlandhttp://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarpolitik/Deutschlandhttp://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarpolitik/Deutschlandhttp://www.proplanta.de/Agrar-News/BDMhttp://www.proplanta.de/Agrar-News/Milchviehhalter

  • berleben unserer Bauern, aber auch unseres Planeten.

    "Die bisherige Agrarpolitik haben wir satt", so Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund fr

    Umwelt und Naturschutz Deutschland auf dem Auerberg. "Sie zerstrt nicht nur buerliche

    Existenzen, sondern sie schadet auch unserem Klima, unserer Umwelt und verursacht

    dadurch hohe gesellschaftliche Kosten. Wir wollen und wir knnen uns diese verfehlte

    Agrarpolitik nicht mehr erlauben. Ein Systemwechsel hin zu buerlich-kologischer

    Landwirtschaft ist dringend notwendig. Deswegen untersttzen wir die Bauernsternfahrt."

    Auch die Kstenfischer an der Nordseekste brauchen einen Fairen Markt fr ihre Krabben.

    Deswegen haben sie mehreren Wochen gestreikt. "Wer weiter unsere Preise ruiniert, wird

    bald keine Kutter mehr in diesem idyllischen Hafen einlaufen sehen und keine Kuh mehr hier

    auf der Weide sehen", so Dirk Sander, Vertreter der Norddeutschen Fischer beim Sternfahrt-

    Auftakt in Greetsiel.

    Die Sternfahrt ist eine Aktion der Kampagne "Meine Landwirtschaft - unsere Wahl"

    www.meine-landwirtschaft.de. Diese sendet Videobotschaften, die an an die Kanzlerin

    gerichtet sind und am 9. Juni 2011 in Berlin auf einer Groleinwand vor dem

    Kanzleramt gezeigt werden. (AbL)

    Kreiszeitung

    Tierschutz: Land will Dialog mit Bauern / Landvolk fordert weniger Emotionen

    Man fhlt sich an den Pranger gestellt

    31.05.11|Niedersachsen

    Niedersachsen - CLOPPENBURG Bei der Umsetzung des neuen Tierschutzplans setzt die

    niederschsische Landesregierung auf einen Dialog mit den Landwirten. Die Agrarwirtschaft

    solle dabei konstruktiv mitwirken, sagte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert

    Lindemann (CDU) gestern auf dem Landesbauerntag in Cloppenburg.

    http://www.proplanta.de/Agrar-News/Agrarpolitikhttp://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/

  • Agrarminister Gert Lindemann (r, CDU) diskutiert mit Wolfgang Apel, Prsident des

    Deutschen Tierschutzbundes.

    Nur eine Lsung, die praxistauglich ist, kann den Tierschutz wirklich voranbringen.

    Ministerprsident David McAllister (CDU) betonte, der lndliche Raum sei das Rckgrat des

    Landes. Aber Nutztierhaltung knne auf Dauer nur erfolgreich betrieben werden, wenn sie

    gesellschaftlich akzeptiert werde. Und jeder Versto gegen Tierschutz schade letztlich dem

    Ruf der Landwirtschaft.

    Landvolk-Prsident Werner Hirse sagte zu dem 38-Punkte-Plan der Landesregierung, er

    hoffe, dass darber ergebnisoffen diskutiert werde. Er erwarte in der Tierschutzdiskussion

    weniger Emotionen. Das Thema werde von Angst gesteuert, bei den Verbrauchern von der

    Angst um Umwelt, Tierwohl und Lebensmittelsicherheit und bei den Bauern von Angst um

    die Zukunft und Existenz ihrer Betriebe.

    Man fhlt sich an den Pranger gestellt, sagt Landwirtin Clara Rolfes. Die junge Frau

    arbeitet in einem Familienbetrieb mit Groeltern und Eltern ein Hof mit 4 500 Schweinen

    und Ackerbau. Moderne Stallgebude haben Lftung, Wasser, Licht, sagt sie und zeigt auf

    ein Transparent Kein Platz. Kein Licht. Kein Leben. Stoppt Tierfabriken.

    Der Deutsche Tierschutzbund demonstrierte vor dem Landesbauerntag fr artgerechte

    Tierhaltung und den Erhalt buerlicher Strukturen. Wolfgang Apel, Prsident des

    Tierschutzbundes, betonte, es kann nicht so bleiben, wie es ist. Er forderte Lindemann auf,

    konsequent den Weg zu mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung zu gehen.

    Der 38-Punkte-Plan soll bis 2018 abgearbeitet sein. Erste Manahmen sollen bereits in diesem

    Jahr greifen. Dazu zhlen unter anderem Eingriffe an Nutztieren ohne Betubung wie das

    Kastrieren mnnlicher Ferkel und das Kupieren der Schwnze bei Schweinen. Ohne der

    Diskussion vorweg zugreifen fr mich steht fest: Das Schnabelkrzen bei Puten und die

    Kastration bei Ferkeln ohne Betubung sind mit meinen ethischen Mastben nicht

    vereinbar, erklrte McAllister.

  • Niedersachsen ist das Agrarland Nummer eins. Rund 2,6 Millionen Rinder, 8,2 Millionen

    Schweine, 50 Millionen Hhner und 5,3 Millionen Puten werden gehalten. dpa

    DPA Bauern-Sternfahrt macht Station in Hannover

    Mittwoch, 01. Juni 2011, 16:25 Uhr

    Hannover (dpa/lni) - Bei einer Protest-Sternfahrt nach Berlin haben Bauern am Mittwoch in

    Hannover Station gemacht. Unter dem Motto Wir haben es satt forderten sie von der

    Bundesregierung eine neue Ausrichtung der Agrarpolitik, die fair, tiergerecht und kologisch

    sein soll. Die Landwirte hatten auf ihren Traktoren Plakate mit Aufschriften wie Gegen

    Tierfabriken, Milchproduktion nach Ma - nicht malos und Bauernhfe statt

    Agrarindustrie angebracht. Die Landtagsfraktion der niederschsischen Grnen untersttzte

    die Sternfahrt. Landwirte, Verbraucher, Umwelt- und Tierschtzer zgen fr eine nachhaltige

    Entwicklung an einem Strang, erklrten die Grnen. Die Sternfahrt, an der sich mehr als 30

    Verbnde beteiligen, endet am 9. Juni in Berlin vor dem Kanzleramt.

    HAZ

    01.06.2011 21:07 Uhr

    Sternfahrt

    Bauern fordern in Hannover neue Agrarpolitik Bei einer Protest-Sternfahrt nach Berlin haben Bauern am Mittwoch in Hannover Station

    gemacht. Unter dem Motto Wir haben es satt forderten sie von der Bundesregierung eine

    neue Ausrichtung der Agrarpolitik.

    Thomas

    Bei einer Protest-Sternfahrt nach Berlin haben Bauern am Mittwoch in Hannover Station

    gemacht. Unter dem Motto Wir haben es satt forderten sie von der Bundesregierung eine

    neue Ausrichtung der Agrarpolitik, die fair, tiergerecht und kologisch sein soll. Die

    Landwirte hatten auf ihren Traktoren Plakate mit Aufschriften wie Gegen Tierfabriken,

  • Milchproduktion nach Ma - nicht malos und Bauernhfe statt Agrarindustrie

    angebracht.

    Die Landtagsfraktion der niederschsischen Grnen untersttzte die Sternfahrt. Landwirte,

    Verbraucher, Umwelt- und Tierschtzer zgen fr eine nachhaltige Entwicklung an einem

    Strang, erklrten die Grnen. Die Sternfahrt, an der sich mehr als 30 Verbnde beteiligen,

    endet am 9. Juni in Berlin vor dem Kanzleramt.

    dpa

    NDR

    Stand: 01.06.2011 19:03 Uhr

    Protestfahrt fr mehr Artenvielfalt bei Bauernhfen

    Am Mittwoch machte der norddeutsche Teil der

    Sternfahrt in der hannoverschen Altstadt an der Marktkirche Station. Tomaten, Salat oder

    Gurken kommen aufgrund der EHEC-Gefahr bei vielen derzeit nicht mehr auf den Tisch.

    Doch auch unabhngig von immer neuen Lebensmittel-Skandalen fordern immer mehr

    Menschen ein Umdenken bei der landwirtschaftlichen Produktion. Ein Zusammenschluss von

    Landwirtschafts-, Natur- und Tierschutzverbnden organisiert derzeit vier bundesweite

    Sternfahrten in Richtung Berlin, um einen Wechsel in der Agrarpolitik zu erreichen. Am

    Mittwoch machte der norddeutsche Teil der Sternfahrt in der hannoverschen Altstadt an der

    Marktkirche Station.

    "Faire Preise fr faire Milch"

    Um 12.00 Uhr mittags rollten mehrere Trecker auf den Marktkirchenplatz. Einige hatten

    Motivwagen angehngt, auf denen unter anderem Modell-Khe in Deutschlandfarben zu

    sehen waren. Dazu gab es Transparente und Plakate mit Aufschriften wie "Faire Preise fr

    faire Milch" und "Agrarindustrie zerstrt Bauern und Vieh".

    "Agrar-Exporte setzen unsere Projekte unter Druck"

    Auch Uwe Becker von 'Brot fr die Welt' nimmt an der Sternfahrt nach Berlin teil. Er

    kritisiert vor allem die Agrar-Exporte.

    Mehr regionale Landwirtschaft

    http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/sternfahrt141_v-contentgross.jpghttp://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/sternfahrt141_v-contentgross.jpg

  • Die Initiatoren der Sternfahrt fordern von der Bundesregierung und der Europischen Union

    einen gravierenden Kurswechsel: Weg von der Frderung von Agrarfabriken und

    Massentierhaltung - hin zu einer buerlichen, regionalen Landwirtschaft. Es msse sich

    dringend etwas ndern, selbst bei kologisch hergestellten Lebensmitteln gehe der Trend zur

    globalen, industriellen Produktion, warnt Mitinitiatorin und Milchviehhalterin Johanna Bse-

    Hartje.

    Am Donnerstag macht die Sternfahrt in Wietze im Landkreis Celle Station, um dort gegen

    den Bau des Geflgelschlachthofes zu protestieren.

    Ostsee-Zeitung

    dpa vom 01.06.2011 17:15

    Trecker-Sternfahrt fr buerliche Landwirtschaft

    Schwerin (dpa/mv) - Mit dem Traktor nach Berlin, heit es in den kommenden Tagen fr

    Bauern aus mehreren Bundeslndern. Sie wollen am 9. Juni vor dem Kanzleramt fr eine

    buerliche, faire, tiergerechte und kologische Landwirtschaft demonstrieren, wie die

    Umweltorganisation BUND als Mitveranstalter am Mittwoch in Schwerin mitteilte. In

    Mecklenburg-Vorpommern starten Bauern am Samstag in Rostock. Zum Auftakt ist eine

    Kundgebung geplant. Der BUND- Agrarexperte Burkhard Roloff sagte, die bisherige

    Agrarpolitik zerstre buerliche Betriebe, schade dem Klima und der Umwelt und verursache

    dadurch hohe gesellschaftliche Kosten. Ein Systemwechsel hin zu buerlich-kologischer

    Landwirtschaft ist dringend notwendig.

    MERKUR Schlepper-Sternfahrt vom Auerberg nach Berlin

    29.05.11|Bernbeuren

    Bernbeuren - Mit einer Schlepper-Sternfahrt bis nach Berlin, die auf dem Auerberg bei

    Bernbeuren gestartet wurde, werben Landwirte und Milcherzeuger fr eine Neuausrichtung

    der Agrarpolitik.

    Das Motto der Bauern-Sternfahrt Wir machen uns auf den Weg fr eine buerliche

    Landwirtschaft zum Wohle Aller sagt eigentlich alles - Vernderung muss her, der

    Vormarsch der agrarindustriellen Produktion muss gestoppt werden. Die Arbeitsgemeinschaft

    buerliche Landwirtschaft (AbL) und der BDM Ostallgu haben dazu die

    Auftaktveranstaltung mit Gottesdienst, Gastrednern und dem Startschuss der Sternfahrt mit

    rund 30 Traktoren, drei Autos und zwei Fahrrdern auf dem Auerberg organisiert.

    http://www.merkur-online.de/lokales/schongau/bernbeuren/

  • Pfarrer Rainer Remmele ging in der Auerbergkirche der Frage nach: Und was wird aus mir?

    Das Gefhl, einen solchen Aufschrei machen zu mssen, htten Menschen, deren Leben

    bedroht ist. Menschen, die in einer Minderheit leben, die nicht ernst genommen und nicht

    wertgeschtzt werden. Remmele forderte die anwesenden Bauern, und Verbraucher auf, ein

    klares Ja zum Schutz der Arten zu geben.

    Anschlieend sprachen Vertreter verschiedener Interessensgruppen und riefen zur

    Zusammenarbeit auf. Bayerns Landesvorsitzende der AbL, Edith Lirsch, fhrte durchs

    Programm und war berwltigt von den gut 200 Zuhrern. Jan Wendel von der jungen AbL,

    der mageblich an den Vorbereitungen der Sdroute mitgewirkt hatte, freue sich schon auf

    das Zusammentreffen mit Angela Merkel. Auf den vier Routen ins Kanzleramt nach Berlin

    warten 50 Veranstaltungen auf die Sternfahrer, die unterwegs sind, fr eine Neuausrichtung

    der Agrarpolitik zu werben. Untersttzung gibt es vom BDM, Misereor, Bioland, Demeter

    und anderen Organisationen.

    BDM-Chef Romuald Schaber wnschte den Sternfahrern viel Glck auf ihrem Weg, denn es

    geht um die Lebensgrundlage der kommenden Generationen. Der Prsident des

    Europischen Berufsimkerverbandes, Walter Haefeker, sprach ber die Bemhungen,

    Gentechnik in Deutschland und der EU zu verhindern. Derzeit werde ein Urteil des EUGH

    erwartet, welches beim Sieg der Imker eine Schutzzone von zehn Kilometern um jeden

    Bienenstock in Europa bedeuten wrde, da Bienenerzeugnisse besonders von gentechnisch

    vernderten Pflanzen beeinflusst wrden.

    Im Rahmen der Veranstaltung kam auch eine Meldung aus Greetsiel in Ostfriesland am

    Auerberg an, nachdem sich dort rund 200 Menschen versammelt und 30 bis 40 Schlepper

    Richtung Kanzleramt aufgemacht hatten. Dort wird die Kanzlerin zwei Tage nach Ankunft

    der Bauern-Sternfahrt am 9. Juni fr ein Gesprch zur Verfgung stehen.

    Zum Abschluss erluterte der 77-jhrige Walter Mauk aus Eurasburg (Kreis Bad Tlz-

    Wolfratshausen) seine Beweggrnde, mit dem Traktor nach Berlin zu fahren. Es msse ein

    Zeichen gesetzt werden, denn es ist unchristlich, an der Brse auf Lebensmittel zu

    spekulieren, Importe aus bersee zu holen und mit der berproduktion die Bauern in Afrika

    und Indien kaputtzumachen, sagt er. Danach machten sich die Sternfahrt-Teilnehmer zur

    Musik der Oberland-Kapelle auf den Weg Richtung Marktoberdorf und weiter bis nach Ulm,

    dem Ziel der ersten Etappe.

    RADIO GONG

    Kitzingen: Bauernsturm macht Halt in Kitzingen 02.06.11 - 07:36 Uhr

    Foto: Anne Millanovic

  • Eine zehnkpfige Gruppe von Bauern aus dem Allgu hat auf ihrer

    Sternfahrt nach Berlin am Mittwoch in Kitzingen halt gemacht. Die

    Landwirte sind unter dem Motto Wir haben es satt! auf ihren

    Trekkern nach Berlin unterwegs. Dort wollen sie an hchster Stelle fr

    Artenvielfalt und faire Bedingungen in der Landwirtschaft werben.

    Bei der Kundgebung auf dem Platz der Partnerstdte wurden die

    Sternfahrer von regionalen Bauern aus dem Landkreis Kitzingen

    untersttzt. Besonders bitter beklagten die Landwirte, dass kleinere

    buerliche Betriebe immer fter von der Landkarte verschwinden und

    einer regelrechten Agrarindustrie weichen mssen. Am 9. Juni treffen

    alle Teilnehmer der Sternfahrt in Berlin ein. Dort hoffen sie auf ein

    Gesprch mit der Kanzlerin.

    MZ 1.6.2011

    Burgenlandkreis

    Traktoren rollen bis zum Kanzleramt VON HEIKE RIEDEL, 01.06.11, 20:15h, aktualisiert 01.06.11, 21:35h

    WEISSENFELS/ZEITZ/MZ. Am 7. Juni macht eine Bauernsternfahrt zum Kanzleramt in

    Weienfels Station. An Europas grtem Schweine-Schlachthof wollen Teilnehmer aus Sd-

    und Mitteldeutschland gemeinsam mit der Brgerinitiative Pro Weienfels ihre Forderungen

    nach einer buerlichen, fairen, tiergerechten und kologischen Landwirtschaftspolitik

    festmachen.

    Es wird nur eine kleine Gruppe sein, sagt Lea Unterholzner vom Presseteam der Sternfahrt.

    Seit dem 29. Mai sind aber Traktoren aus vier Richtungen zur Fahrt nach Berlin

    aufgebrochen. Sie wollen den Forderungen der Demonstration von 20 000 Buerinnen und

    Bauern im Januar vor dem Kanzleramt Nachdruck verleihen. Ihnen geht es um die

    Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik und einen Systemwechsel in der Landwirtschaft. "Weg

    von der Industrialisierung hin zur buerlich-kologischen Landwirtschaft. Die Agrarreform

    2013 bietet die Chancen", sagt Unterholzner, die Mitglied der jungen Arbeitsgemeinschaft

    buerliche Landwirtschaft (ABL) ist. Diese Organisation habe gemeinsam mit dem Bund

    Deutscher Milchviehhalter (BDM) Niedersachsen die Aktion ins Leben gerufen. Aus ihrer

    Sicht vertrete die Bundesregierung die Interessen der Agrarindustrie und Grogrundbesitzer

    und nicht die der buerlichen Betriebe.

  • "Wir wollen mit der Sternfahrt die Debatte um die zuknftige Landwirtschaft in die

    Bevlkerung tragen", sagt Claudia Gerster vom Sonnengut in Dietrichsroda, einem Hof mit

    100 Hektar Ackerland und 30 Hektar Wiesen und Weiden. Weil sie auch zuknftig noch

    naturnah und nachhaltig Lebensmittel herstellen will, untersttze sie die Aktion in Thringen

    und in unserer Region. Doch sie gehrt damit zu einer Minderheit unter den hiesigen

    Landwirten. Denn nur wenige sind in der ABL oder im BDM organisiert, die Mehrzahl im

    Bauernverband. Und der hlt sich mit uerungen zu der Aktion zurck. "Wir mssen erst

    einmal abwarten, was in Brssel herauskommt", sagt Bernd Schunke vom Kreisverband

    Sachsen-Anhalt Sd. "Es bringt nichts, gewachsene effektive Strukturen zu zerschlagen", lsst

    sich Hans Schulze vom Burgenlandkreisbauernverband entringen.

    Deutlich das Wort ergreift hingegen eine Nicht-Buerin, Nicole Reppin vom Bund fr

    Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Brgerinitiative Pro Weienfels. Sie

    hat in Weienfels die Aktion am Dienstag frh vor dem Tnnies-Schlachthof in Regie. In

    einer Videobotschaft will sie den Bauern den Protest gegen das Unternehmen mit auf den

    Weg nach Berlin geben. "Kleine und mittlere Strukturen sind gesund in der Kette der

    Lebensmittelproduktion", sagt sie. Der Schlachthof sei in seiner Gre ein Krebsgeschwr fr

    die Landwirtschaft. Es laufe etwas schief, wenn ein Betrieb 20 000 Schweine tglich

    schlachten drfe und fr die Erweiterung noch Frdermittel erhalte. Ein berdimensionierter

    Schlachthof ziehe berdimensionierte Tierhaltung nach und Umweltschden.

    HNA Bauern-Fahrt macht Halt in Witzenhausen

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    101.06.11|Witzenhausen

    Witzenhausen. Traktoren werden am Samstag, 4. Juni, gegen 18 Uhr den Marktplatz von

    Witzenhausen besetzen. Auf einer Sternfahrt von Wiesbaden nach Berlin wollen Bauern aus

    Hessen hier Station machen und in einer Kundgebung ber ihre politischen Ziele informieren.

    Wir haben es satt! lautet das Motto der Bauern-Sternfahrt auf vier Routen zum Kanzleramt

    in der Bundeshauptstadt, wo fr einen Systemwechsel weg von der Industrialisierung der

    Landwirtschaft hin zur buerlich-kologischen Landwirtschaft demonstriert werden soll.

    Die Sternfahrt ist eine Aktion der bundesweiten Kampagne Meine Landwirtschaft unsere

    Wahl. Am Samstag macht die in Wiesbaden gestartete Tour zunchst in Kassel Station, wo

    von 10 bis 16 Uhr auf dem Knigsplatz ein Markt der Initiativen veranstaltet wird Das soll

    es dann von 18 bis 20 Uhr auch in Witzenhausen geben.

    Nach einem Gruwort von Brgermeisterin Angela Fischer (CDU) stehen Reden von

    Biolandbauer Hans-Jrgen Mller (Gut Fahrenbach), Heinfried Emden (Bundesverband

    Deutscher Milchviehhalter) und Henrik Maa (Junge Arbeitsgemeinschaft buerliche

    Landwirtschaft) auf dem Programm. Zudem gibt es Unterhaltung durch eine Samba-

    Trommelband und Informationen zur Umkehr in der Landwirtschaftspolitik an mehreren

    Stnden. (sff)

    http://www.hna.de/nachrichten/werra-meissner-kreis/witzenhausen/bauern-fahrt-1268286.htmlhttp://www.hna.de/nachrichten/lokales/witzenhausen/

  • Hier knnen Sie Pressefotos fr Ihre Berichterstattung einsehen. Wenn Sie Bilder in

    druckfhiger Auflsung bentigen, wenden Sie sich bitte an fritz(at)wir-haben-es-satt.de oder

    info(at)bauernsternfahrt.de

    Pressemitteilung, Auerberg / Greetsiel, 29.05.2011

    Bauernsternfahrt "Meine Landwirtschaft",

    Bauern sind auf dem Weg

    Bauernsternfahrt mit beeindruckendem Auftakt an Nordsee und im Allgu nach Berlin

    gestartet. "Meine Landwirtschaft - die es zu erhalten gibt"

    (Auerberg/ Greetsiel/29.Mai 2011)Mit jeweils mehr als 200 Teilnehmern bei den beiden

    Auftaktveranstaltungen ist heute Mittag die Bauernsternfahrt von Auerberg im bayerischen

    Allgu und vom Fischerdorf Greetsiel an der ostfriesischen Nordseekste gestartet. Begleitet

    von mehreren geschmckten Traktoren haben sich aus beiden Orten zwei Traktoren auf den

    ber zehntgigen Weg nach Berlin bis vor das Kanzleramt gemacht.

    "Frau Merkel, die buerliche Landwirtschaft, die dieser Region das typische Gesicht gibt,

    muss erhalten werden. Dazu braucht es eine grundlegend andere Agrarpolitik. Deshalb sind

    wir nun unterwegs", so Jan Wendel, Sternfahrer und Studierender der Agrarwissenschaften in

    Kassel. "Die Bundesregierung ist mageblich verantwortlich dafr, wie die anstehende

    Reform der EU-Agrarpolitik ausfallen wird. Weil uns das alle etwas angeht und keine Sache

    der Hinterzimmer sein darf, mischen wir uns aktiv in diesen Prozess ein", so Wendel weiter.

    "Wer weiter auf agrarindustrielle Strukturen setzt, entzieht den Buerinnen und Bauern die

    Existenzgrundlagen, wie das in viele Regionen Europas leider jetzt schon der Fall ist. Um

    diesen Prozess zu stoppen, fahren wir nach Berlin."

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  • "Die Reform der EU-Agrarpolitik darf sich nicht auf das Geld beschrnken. Wir brauchen

    vernnftige Rahmenbedingungen fr den Markt. Wir Bauern wollen nicht von staatlichen

    Direktzahlungen abhngig sein, sondern von den Erlsen fr unsere Erzeugnisse leben

    knnen.", so Karin Mannsholt, Vertreterin des BDM Niedersachsen in Greetsiel. "Wir streiten

    fr faire Preise und fr politische Rahmenbedingungen, die das ermglichen", machte

    Romuald Schaber, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter in

    Auerberg deutlich. "Das knnen wir nur durch dieses starke Bndnis aus Bauern,

    Verbrauchern, Umweltschtzern und Eine-Welt-Organisationen erreichen. Deswegen sind

    wir sehr froh um die breite Untersttzung von 33 Organisationen im Bndnis "Meine-

    Landwirtschaft.de". Denn die Landwirtschaftspolitik in Europa ist entscheidend fr das

    berleben unserer Bauern, aber auch unseres Planeten.

    "Die bisherige Agrarpolitik haben wir satt", so Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund fr

    Umwelt und Naturschutz Deutschland auf dem Auerberg. "Sie zerstrt nicht nur buerliche

    Existenzen, sondern sie schadet auch unserem Klima, unserer Umwelt und verursacht

    dadurch hohe gesellschaftliche Kosten. Wir wollen und wir knnen uns diese verfehlte

    Agrarpolitik nicht mehr erlauben. Ein Systemwechsel hin zu buerlich-kologischer

    Landwirtschaft ist dringend notwendig. Deswegen untersttzen wir die Bauernsternfahrt."

    Auch die Kstenfischer an der Nordseekste brauchen einen Fairen Markt fr ihre Krabben.

    Deswegen haben sie mehreren Wochen gestreikt. "Wer weiter unsere Preise ruiniert, wird

    bald keine Kutter mehr in diesem idyllischen Hafen einlaufen sehen und keine Kuh mehr

    hier auf der Weide sehen", so Dirk Sander, Vertreter der Norddeutschen Fischer beim

    Sternfahrt-Auftakt in Greetsiel.

    Die Sternfahrt ist eine Aktion der Kampagne "Meine Landwirtschaft - unsere Wahl"

    www.meine-landwirtschaft.de. Diese sendet Videobotschaften, die an an die Kanzlerin

    gerichtet sind und am 9. Juni 2011 in Berlin auf einer Groleinwand vor dem Kanzleramt

    gezeigt werden.

    Alle Informationen unter: www.bauernsternfahrt.de

    Tourdaten im Detail: www.meine-landwirtschaft.de/sternfahrt/route.html

    Sternfahrt-Presseteam:

    Jochen Fritz: 0171-8229719, [email protected]

    Lea Unterholzner: 0176-70408888, unterholzne[email protected]

    Pressebilder: www.meine-landwirtschaft.de/sternfahrt/presse/pressefotos.html

    Kontakt:

    Bauern-Sternfahrt: Wir haben es satt!, c/o INKOTA-netzwerk e.V., Chrysanthemenstr. 1-3,

    10407 Berlin-Lichtenberg Fon: 030-420820259, Fax: 030-420820210, Email:

    [email protected]

    ------------------------------

    AbL - Arbeitsgemeinschaft buerliche Landwirtschaft e.V.

    Bahnhofstrae 31

    D - 59065 Hamm/Westf.

    Tel.: 02381-9053171

    Fax: 02381-492221

    [email protected]

  • NWZ 26. Mai 2011

    Auf Sternfahrt Protest gegen Fehlentwicklungen in der Agrarpolitik

    von Hartmut Kern

    FRAGE: Frau Mansholt, worauf wollen Sie mit der am 29. Mai geplanten Sternfahrt von

    Greetsiel nach Berlin aufmerksam machen?

    MANSHOLT: Die Fahrt steht unter dem Motto Angela, wir mssen reden! und es geht

    darum, deutlich zu machen, dass wir in Deutschland eine andere und bessere Agrarpolitik

    brauchen.

    FRAGE: Welche Versumnisse werfen Sie der Bundesregierung vor?

    MANSHOLT: Die Politik zielt immer noch zu sehr auf Industrialisierung ab. Was wir aber

    bentigen, ist eine Nachhaltigkeit vor kurzfristigem Gewinnstreben. Wir fordern daher faire

    Marktbedingungen fr alle.

    FRAGE: Was bedeutet das in der Praxis?

    MANSHOLT: Um auf Augenhhe verhandeln zu knnen, msste zum Beispiel die

    Marktstellung der Milchbauern gestrkt werden. Neu geordnet werden msste auch die

    Verteilung der Agrarsubventionen innerhalb der EU mit einer sozialen Ausgewogenheit.

    Noch immer werden Konzerne unverhltnismig stark untersttzt.

    FRAGE: Wer beteiligt sich an der Protestaktion ab 29 . Mai?

    MANSHOLT: Mittlerweile sind es 31 Verbnde von der Kirche ber den Naturschutz, die

    Arbeitsgemeinschaft Buerliche Landwirtschaft, den Bundesverband deutscher Milchviehalter

    und Hilfsorganisationen, wie Brot fr die Welt und Misereor, bis hin zum Bund fr Umwelt

    und Naturschutz sowie Naturschutzbund. Schlielich beteiligen auch die Krabbenfischer und

    Mitglieder der Antiatomkraft-Bewegungen. Auf der Fahrt werden wir auch die Kserei des

    Deutschen Milchkontors in Edewecht und den Bauerntag in Cloppenburg besuchen.

    FRAGE: Was planen Sie am Ziel beim Kanzleramt ?

    MANSHOLT: Am 9. Juni kommen wird dort an und strken uns bei einer Bauerntafel. Dabei

    fordern wir die Bundeskanzlerin auf, Gesprche mit uns fhren. Die fr uns wichtigen

    Themen werden wir ffentlichkeitswirksam prsentieren.

    Karin Mansholt ist ehrenamtlich als Regionalleiterin fr Ostfriesland im Bundesverband

    deutscher Milchviehhalter ttig und dort Mitglied des Bundesbeirats. Die 45-Jhrige betreibt

    einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerbau und Milchvieh in Woltzeten bei Pewsum

    (Kreis Aurich).

  • TAZ NORD

    27.05.2011

    Agrarindustrie in Niedersachsen

    Sind so viele Euter

    Der Riesenkuhstall im niederschsischen Barver wird jetzt nicht fr 3.200 Milchkhe gebaut,

    sondern fr 1.600. Eine Weide sehen die Tiere nie, die Molkereien und die

    Futtermittelindustrie profitieren. VON BENNO SCHIRRMEISTER

    Keimzelle des Protests: Auf dem Hof von Friedhelm Feldhaus im niederschsischen Barver.

    Foto: dpa

    BREMEN taz | Keine 3.200 Stck Milchvieh, der grte Kuhstall Deutschlands wird in

    Barver nicht gebaut, das ist die Botschaft: Mit der soll wieder Ruhe einkehren im dnn

    besiedelten Ortsteil der Samtgemeinde Rehde im Landkreis Diepholz.

    Die Kuh sei vom Eis, wortspielt der Ortsteilbrgermeister, Entwarnung kommt aus dem

    Samtgemeinderat Rehde, und auch die Kreisverwaltung stimmt mit ein. Aber noch lngst sind

    nicht alle beruhigt. "Die Sache hat doch einen Haken", befrchtet Bauer Friedhelm Feldhaus,

    "und der ist so gro, dass man ihn nicht sieht."

    Am Sonntag geht die bundesweite Proteststernfahrt gegen eine industrielle und fr eine

    buerliche Landwirtschaft los, ein Arm in Rostock, einer in Hessen, einer in Marktoberndorf

    und einer in Greetsiel an der Nordsee.

    Bis 9. Juni soll sie dauern, das Kanzleramt ist das Ziel. Sie fhrt ber die Hotspots der

    deutschen Agrarpolitik. Und Feldhaus Hof ist eine wichtige Etappe: Montag und Dienstag

    hlt hier der Bauerntreck.

    Denn "Barver ist ein symptomatischer Ort geworden", sagt Ottmar Illchmann vom Bund

    deutscher Milchviehhalter (BDM). Ein Symptom dafr, dass die Agrar-Industrialisierung

    nach der Fleischproduktion nun auf die Milch bergreift, genau hier, im Grndlandgebiet mit

    den Einsiedlerhfen. Einer davon gehrt Feldhaus, und dessen Nachbar ist der Milchfabrikant

    Jrn Kriesmann, der die Anlage mit 3.200 Khen bauen wollte.

  • Direkt vis--vis hat der seine Stallungen, verborgen durch eine drei Meter hohe Deichanlage

    rings ums Terrain: Nur wer die besteigt, erhascht einen Blick auf die Flachbauten. In denen

    leben 1.100 Khe sommers wie winters.

    Mit herausragendem Liegekomfort, wie der Fachmann sagt, unter tollen hygienischen

    Bedingungen. Die Weide? Kennen sie nicht. Fr Weidehaltung gelten 120 Tiere als

    Obergrenze. Zwar, der Milch tte das gut. Stallhaltung verschlechtert das Fettprofil. Aber wer

    merkt das schon?

    Wie er seinen Hof mit 100 Khen und 180 Hektar Weideland gegen Kriesmanns

    Expansionsdrang behaupten soll, das bereitet Feldhaus Sorgen. Auch wenn der hat

    zurckstecken mssen: Anstelle des Giga-Stalls mit 3.200 Milchkhen darfs jetzt nur ein

    Megastall werden, mit 1.600 Tieren.

    Das ist zwar noch immer das 20fache der niederschsischen Durchschnittsherde. "Aber man

    muss auch", sagt Samtgemeindebrgermeister Hartmut Bloch, "die Entwicklung der

    Nachbarkreise im Auge behalten". Gerade Vechta setzt weiter auf Agrarindustrialisierung.

    "Da gibt es starken Druck auf unseren Flchenmarkt."

    Denn Barver ist ein Extrem-, aber kein Einzelfall: Bauvoranfragen fr 1.000er Stlle gibts im

    Kreis Leer/Ostfriesland, in Rotenburg/Wmme, in Vechta und im ganzen Land: Die

    Milchquote luft aus. Der Markt ordnet sich neu.

    Und wenn die EU im Sommer keine neue Form der Regulierung findet, gehts rund: Offenbar

    gibts die Hoffnung, fr die Molkereien durch Gre attraktiv zu werden. Fr die ist es ja

    praktisch einen statt 20 Hfe anzufahren.

    Besonders interessant ist das Modell natrlich auch fr die Futtermittelindustrie. Denn

    Grnland heit ja: relative Autonomie. Bislang konnte die Milchbauern deshalb Front machen

    gegen Gen-Futter. Aber so entstehen Abhngigkeiten.

    Woher das Geld fr den aktuellen Investitionsschub kommt, ist unklar. Als hochprofitabel

    galt die Milchwirtschaft zuletzt nicht. Sicher ist nur, dass ein Stall mit 3.200 Khen einen

    Jackpot im Lotto kosten wrde.

    Brgermeister Bloch ist nicht wenig stolz auf den "Kompromiss, der die Belange aller

    Beteiligten bercksichtigt". Und fr den "unzhlige Gesprche" gefhrt wurden, sagt er,

    zwischen Kommunalverwaltung und Investor, zwischen Bauern und Gemeinde, und

    interfraktionell im Rat. "Wir wollten nicht, dass es zum Politikum wird."

    Dabei wars das lngst: Der rtliche Protest, der gleich im Februar vom Hof der Feldhaus

    ausging, schlug Wellen, erst im Gemeinderat, dann im Kreistag und schlielich in den

    Medien, bundesweit.

    Am Ende fand sogar Niedersachsens Agrarminister Gert Lindemann (CDU) deutliche Worte:

    "Stallprojekte dieser Grenordnung lehnt die niederschsische Landesregierung ab", schrieb

    er an die Arbeitsgemeinschaft buerliche Landwirtschaft (AbL), die sich an den Protesten

    beteiligt hatte, neben dem BDM und dem Bndnis gegen Agrarfabriken.

  • In Barver hatten manche Sorge vor einer Spaltung des Dorfs. Auf der einen Seite sehen

    selbststndige Bauern ihre Existenz bedroht: Wenn einer so viel Milch anbietet wie sonst 40,

    dann wird das Hfesterben forciert.

    Auf der anderen sind die Lohnarbeiter: Denn vollautomatisch reinigen sich die Stlle nicht,

    gemolken werden muss auch, und die Futterlieferungen vom Staplerfahrer in die Lagerhalle

    verbracht. Das halbe Dorf arbeite fr die Kriesmanns, ist in Barver zu hren.

    Also hat "die Gemeinde das Verfahren an sich gezogen", erklrt Bloch. Und also fand man

    besagten Kompromiss, dem Feldhaus nicht traut:"Der hatte doch die ganze Zeit gesagt: Er

    muss sich mindestens verdoppeln, damit es sich lohnt", sagt der Bauer. "Und jetzt soll er

    pltzlich damit zufrieden sein?"

    Die Kriesmanns finden, zum Thema sei alles gesagt. Und auf die Frage, ob sie jetzt statt

    einem fr 3.200 blo zwei Stlle 1.600 Milchkhe bauen, antworten sie, ihnen sei blo

    "wichtig, dass es unseren Tieren gut geht".

    Bloch schliet ein solches Schlupfloch aus. Dreifach abgesichert hat man das

    Verhandlungsergebnis, im Gemeindeentwicklungs-, im Flchennutzungs- und im

    Bebauungsplan. Die sind geeint, die Zustimmung im Gemeinderat also sicher. Und der

    Zuwachs von 500 Khen, der nun gestattet wird, der sei ja doch auch noch ein erheblicher.

    Bloch hat Recht. Kommunal haben sie alle Mglichkeiten ausgeschpft, im Fall Barver, der

    ein Symptom ist. Dem haben sie eine Grenzen stecken knnen. Nicht weniger. Aber auch

    nicht mehr.

    Kreiszeitung

    Diskussion habe Dorf belastet

    Die Kuh ist vom Eis

    25.05.11|Lemfrde

    Lemfoerde - BARVER In Barver wird es keine Anlage mit 3 200 Khen geben. Alle

    Beteiligten htten sich auf einen Kompromiss geeinigt, der eine Erweiterung des Betriebs von

    1 100 auf 1 600 Milchkhe vorsieht, sagte Rehdens Samtgemeindebrgermeister Hartmut

    Bloch gestern (siehe Bericht Seite Kreis und Region).

    Um diesen Kompromiss zu finden, waren im Vorfeld unzhlige Gesprche gefhrt worden.

    Klar sei schon bei der ersten Informationsveranstaltung gewesen, dass man nichts bers Knie

    brechen will, so Bloch. Wir mussten uns eine gewisse Zeit nehmen, das ist hier geschehen

    und ist die Basis fr einen fachlichen Kompromiss, ergnzte Henrich Meyer zu Vilsendorf,

    Leiter der Bezirksstelle Nienburg der Landwirtschaftskammer Hannover.

    http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/lemfoerde/

  • Landwirtschaftliche Betriebe wrden weniger, aber grer, betonte Holger Schwenzer,

    Fachdienstleiter Bauordnung und Stdtebau beim Landkreis Diepholz. Wir knnen das nur

    steuernd begleiten. Er freue sich, dass Samtgemeinde und Gemeinde das Vorhaben ber

    Flchennutzungs- und Bebauungsplan steuerten und das ganze flankiert werde von einem

    stdtebaulichen Vertrag. Die Bauleitplanung ist genau das richtige Instrument, um Dinge zu

    begleiten, Spielrume zu geben, abzuwgen uns auszugleichen, lobte Schwenzer. Fr diese

    solle ein Planer ttig werden, erklrte Bloch. Fr das Vorhaben sollen ein Sondergebiet und

    ein Bauteppich ausgewiesen werden.

    Wie alle Beteiligten lobte auch Meyer zu Vilsendorf den Kompromiss, der es dem Betrieb

    Kriesmann ermgliche, neu zu bauen und den Tierschutz, der ohnehin schon eine groe

    Rolle auf dem Betrieb spielt, noch weiter in den Vordergrund zu stellen. Kriesmann selbst

    betonte, dass der Tierhygiene und -gesundheit mit dem Neubau noch besser Rechnung

    getragen werden knne. Wir sind gut, wollen noch besser werden und das ist auch ernst

    gemeint, so der Landwirt. Er habe gute Mitarbeiter, die berwiegend aus Barver kmen und

    voll hinter dem Betrieb stnden.

    Barvers Brgermeister Detlev Osterbrink betonte auch, dass kleinere Kollegen nicht aus dem

    Blick verloren werden drften. Milchviehbetriebe haben heute 100 Tiere im Schnitt, leben

    davon. Auch denen muss es mglich sein, sich weiter zu entwickeln, damit sie den

    Anforderungen der Zukunft gerecht werden. Aber auch Osterbrink freute sich ber den

    Kompromiss. Die Kuh ist vom Eis. Die Unruhe in der Gemeinde sei, gerade in letzter Zeit,

    gro gewesen. Die Diskussion hat das Dorf belastet, sagte auch sein Stellvertreter Eckhard

    Meyer. Es ist gut, dass wieder mehr Ruhe ins Dorf kommt, damit wir in 14 Tagen schn

    Schtzenfest feiern knnen.

    Angesichts des Wirbels um den ursprnglich geplanten Bau rumte Henrich Meyer zu

    Vilsendorf ein, dass es ffentlichkeitsarbeit bedarf, um mit Vorurteilen aufzurumen. Wir

    mssen heraus stellen, dass die Gre an sich nichts Negatives fr Tiergesundheit und -

    hygiene ist. Bei der Entwicklung der modernen Tierhaltungsbetriebe stellen wir fest, dass die

    Akzeptanz dafr teilweise nicht gegeben ist.

    Die Arbeitsgemeinschaft buerliche Landwirtschaft (AbL) begre und untersttze den

    Kompromiss, dass der Betrieb Kriesmann in Barver auf nur 1 600 statt 3 200 Milchkhe

    erweitert werden kann. Das teilte die AbL gestern mit. In Anbetracht der jetzt schon im

    Betrieb Kriesmann gehaltenen Tiere bewegt sich diese Grenordnung weitgehend im

    Rahmen des gesetzlichen Anspruchs auf Bestandswahrung, so AbL-Sprecher Eckehard

    Niemann. Gleiches meinte auch Jochen Vogt, Sprecher des Netzwerkes Bauernhfe statt

    Agrarfabriken: Gut, dass ein Kompromiss gefunden worden ist, prima. Er betonte aber:

    Ich muss nicht jubeln. Es ist ein Kompromiss, den ich unter dem Kapitel Bestandswahrung

    abhefte. Das Netzwerk fordere, Bestandsobergrenzen von 300 bis 400 Milchkhen

    einzufhren. Im Rahmen des Bestandschutzes sei eine grere Zahl aber akzeptabel. Der

    Syker betonte jedoch, dass das keinesfalls ein Signal sein solle und andere Betriebe ermuntern

    solle, mit vierstelligen Bestnden zu planen. Das kann kein Przedenzfall sein. cs

  • Antragsteller wird wahrscheinlich gegen Bescheid klagen - 24.05.2011

    Kreis lehnt Megastall ab Von ANKE LANDWEHR

    Verden. Ein im Etelser Ortsteil Giersberg geplanter Hhnchenmaststall mit 100000 Pltzen

    darf nicht gebaut werden. Der Landkreis Verden hat den Antrag des Landwirts Jrgen Ernst

    nach langwierigen Auseinandersetzungen abgelehnt. Das hat Landrat Peter Bohlmann gestern

    besttigt. Als Grund nannte er die "nicht ausreichend gesicherte Erschlieung".

    Ernst wird die Entscheidung mit groer Wahrscheinlichkeit vor dem Verwaltungsgericht

    anfechten. "Verloren habe ich schon, ich kann nur noch gewinnen", erklrte er. Zu seinem

    Hof fhrt die Giersbergstrae, die nach Auffassung des Landkreises fr den zu erwartenden

    Verkehr viel zu schmal ist. Eine Verbreiterung auf seine Kosten lehnt Ernst ab, er hlt sie

    auch nicht fr notwendig. Sein Rechtsanwalt Jochen Hollinderbumer aus Oldenburg: "Wir

    haben da augenblicklich rein rechnerisch 2,4 Lkw-/Traktor-Bewegungen tglich, diese Zahl

    wrde sich durch den Stall nicht einmal verdoppeln."

    Landrat Bohlmann verweist dagegen auf Gerichtsurteile, die der Landkreis seinem

    Ablehnungsbescheid zugrunde gelegt habe. Danach seien wegen ungesicherter Erschlieung

    schon weitaus kleinere Vorhaben gescheitert. Er sehe einer Klage deshalb gelassen entgegen.

    Gleichzeitig erneuert Bohlmann die Forderung an den Gesetzgeber, im Baugesetzbuch

    die Privilegierung gewerblicher Tierhaltungsanlagen von deren Gre abhngig zu

    machen. Nach dem Hhnchenmaststall war im Kreishaus ein weiterer Megastall beantragt

    worden - diesmal fr 6000 Mastschweine in der Samtgemeinde Thedinghausen.

    Top agrar Keine Genehmigung fr 3200er-Stallanlage

    [25.05.2011]

    Das berichtet die Kreiszeitung heute. Die bestehende Anlage drfe maximal auf 1600 Khe

    erweitert werden. Derzeit hlt der Betrieb 1100 Khe. Alle an der Entscheidungsfindung

    beteiligten Behrden wie Gemeinde und Landwirtschaftskammer htten sich auf den

    Kompromiss von 1600 Khen geeinigt.

    Wie alle Beteiligten lobte auch Henrich Meyer zu Vilsendorf von der Landwirtschaftskammer

    Bezirksstelle Nienburg den Kompromiss, der es dem Betrieb ermgliche, neu zu bauen und

    den Tierschutz, der ohnehin schon eine groe Rolle auf dem Betrieb spielt, noch weiter in den

    Vordergrund zu stellen.

    Der Bauherr, Jrn Kriesmann, betonte, dass der Tierhygiene und -gesundheit mit dem Neubau

    noch besser Rechnung getragen werden knne. Barvers Brgermeister Detlev Osterbrink

    betonte auch, dass kleinere Kollegen nicht aus dem Blick verloren werden drften.

    Milchviehbetriebe haben heute 100 Tiere im Schnitt, leben davon. Auch denen muss es

  • mglich sein, sich weiter zu entwickeln, damit sie den Anforderungen der Zukunft gerecht

    werden.

    Voraus gegangen waren wochenlange Diskussionen und hitzige Debatten in der Gemeinde

    Barver und Umgebung. Nach Angaben des Brgermeisters habe das Projekt eine groe

    Unruhe in die Gemeinde gebracht. Angesichts des Wirbels um den ursprnglich geplanten

    Bau rumte Henrich Meyer zu Vilsendorf ein, dass es ffentlichkeitsarbeit bedarf, um mit

    Vorurteilen aufzurumen.

    Ldw. Wochenblatt Westfalen-Lippe

    AKTUELLES

    Billerbeck verliert und zahlt

    Die Hhnchenmast lohnt sich, deshalb bauen Landwirte Stlle was nicht immer auf

    Begeisterung stt. Foto: B. Ltke Hockenbeck

    Streit um Hhnchenstlle beendet: Oberverwaltungsgericht NRW hat Antrag der Stadt

    Billerbeck auf Zulassung der Berufung zurckgewiesen.

    Anfang 2007 hatte Landwirt Josef G. den Bau eines Masthhnchenstalles fr 39.900 Tiere in

    der Bauerschaft Beerlage beantragt. Doch die Stadt Billerbeck versagte ihr Einvernehmen.

    Der Stall stehe zu nah an der Siedlung Aulendorf, es gebe bereits zu viele Hhnchenstlle in

    Billerbeck und im gesamten Mnsterland, zudem wrden solche gewerblich betriebenen

    Tierhaltungsanlagen nicht mehr unter den Begriff Landwirtschaft fallen.

    Weil Josef G. jedoch alle Auflagen fr den Stall nachweisen konnte, setzte sich die

    Bezirksregierung Mnster ber die Bedenken der Stadt hinweg und erteilte die erforderliche

    immissionsschutzrechtliche Genehmigung nach 35, 1 Nr. 4 BauGB (sonstige Bauvorhaben).

    Hitzige Debatten und Stimmungsmache

    Gegen die Ersatzvornahme klagte die Stadt, vorausgegangen waren hitzige Debatten im

    Stadtrat, eine Brgerinitiative hatte massiv Stimmung gegen Landwirte gemacht, die im

    Stadtgebiet Geflgelstlle beantragt und teils schon errichtet hatten.

    Am 27. Mai hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Mnster jetzt den Antrag der Stadt

    Billerbeck auf Zulassung der Berufung zurckgewiesen und ihr die Kosten beider Verfahren

    aufs Auge gedrckt. Der Streit um die Stlle, einer davon steht in Aulendorf und wird seit

    Mitte 2010 betrieben, drfte damit beendet sein. As

    Den ausfhrlichen Bericht lesen Sie in Wochenblatt-Folge 23/2011.

  • Nordkurier

    Artikel vom 01.06.2011

    "Der Fisch stinkt vom Kopf her"

    Alt Tellin/Neubrandenburg (sth).

    Nach wie vor besitzt der Investor rein rechtlich gesehen einen

    Freifahrtschein fr den Bau der in der Gemeinde Alt Tellin

    geplanten groen Schweinezuchtanlage. Denn anscheinend hat das

    Staatliche Amt fr Landwirtschaft und Umwelt (StALU) in

    Neubrandenburg noch keinen endgltigen Bescheid auf dessen

    Widersprche verschickt, mit denen die Auflagen fr den Bau erst

    einmal ausgehebelt worden sind. Damit aber gilt bis auf Weiteres

    die von der Behrde angeordnete sofortige Vollziehbarkeit der

    Baugenehmigung, obwohl StALU-Chefin Christa Maruschke

    gegenber dem Nordkurier bereits vor zweieinhalb Wochen Abhilfe

    versprach. Passend dazu liefen in der vergangenen Woche

    Bauarbeiten auf dem Gelnde an, wobei sich die Beteiligten streiten,

    ob das Ganze rechtlich tatschlich als Baustart fr die Stallanlage

    gilt.

    Unabhngig davon wird der Ruf nach Konsequenzen aus der

    jetzigen Situation immer lauter. "Wie sieht es mit der bernahme

    von Verantwortung aus", fragt die Brgerinitiative "Rettet das

    Landleben am Tollensetal" in ihrem jngsten am Wochenende

    erschienenen Flugblatt. "Herr Backhaus ist verantwortlich fr das

    StALU, Minister Seidel fr die dort durchgefhrten

    Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz."

    Denn nach Ansicht von Jrg Krger von der BI kommen nur zwei

    Varianten in Frage: Entweder der von der Behrde sogar

    eingerumte "Fehler" sei absichtlich passiert und wre dann ein Fall

    fr den Staatsanwalt oder es handele sich wirklich um ein Versehen.

    Auch dann seien Konsequenzen im Amt selber berfllig, ganz

    abgesehen von der Korrektur im Verfahren. "Der Fisch stinkt

    bekanntlich vom Kopf her", so der BI-Sprecher.

    Neue Nahrung bekommen die Vorwrfe durch eine ffentliche

    Aussage des rechtlichen Vertreters des Investors in der

    Gemeindevertretung Alt Tellin. Demnach htte die Behrde schon

    lngst reagieren knnen: "Unsere Begrndung fr den

    Widerspruchsbescheid liegt dem StALU seit Anfang April vor",

    erklrte dort Dr. Helmar Hentschke von einer Potsdamer Kanzlei.

    Amtsleiterin Maruschke war gestern nach Aussage ihres

    Vorzimmers nicht fr eine Stellungnahme erreichbar. Sie weilte

    demnach im Ministerium in Schwerin.

    Fenster schlieen

    http://www.nordkurier.de/ausdruck.php?objekt=nk.lokales.demmin&id=827411&pr

  • SVZ

    HAGENOW

    Scharbow: Broilermast teilt das Dorf

    30. Mai 2011 | von Mayk Pohle

    Gedrnge im Zelt, Scharbow hatte leider keinen vernnftigen Raum fr die

    Informationsveranstaltung zur geplanten Broilermastanlage zu bieten, die Stimmung war von

    Anfang an gereizt. Am Ende gab es bei aller Information viel Streit. Mayk Pohle

    SCHARBOW - Der Hagenower Ortsteil hat am Sonnabend eine denkwrdige Veranstaltung

    erlebt, im Zelt und beim Rattern eines Stromaggregates. Geplant war eine

    Informationsveranstaltung unter den Fittichen der Stadtverwaltung ber die nahe des Dorfes

    geplante Broilermast Zwar gelang die Weitergabe der Informationen, doch am Ende der mehr

    als zweistndigen Veranstaltung im viel zu kleinen Zelt stritten die Gegner mit den

    Befrwortern und vor allem mit dem Investor Ingo Fischer immer wieder. Es gab viel

    Grundstzliches ber Profite, ber Gefahren ber Tierqulerei. Fischer, zugleich

    Ortsteilvertreter und auch SPD-Stadtvertreter, hatte mit seinem Planer Dr. Wilfried Eckhof

    frh die Stimmung gegen sich. Die Gegner der fr 126 000 Tiere geplanten Anlage hatten die

    Stimmungshoheit, die Befrworter und Zweifler agierten stiller.

    Dennoch konnte der Planer Eckhof alle Details zur Anlage vorstellen und zusammen mit

    seinem Auftraggeber und Investor Fischer Fragen beantworten. Das Gercht, es sei noch eine

    Biogasanlage geplant, konnte Fischer schnell entkrften. Gedacht ist vielmehr an einer

    Verbindungsleitung zur nahe gelegenen Anlage in Presek. Klar ist auch, dass die drei Stlle

    keine Filter haben werden. Da mochte Eckhof noch sehr auf die Gesetzeslage hinweisen, die

    nmlich in dieser Frage nichts vorschreibt, die Befrchtungen der Gegner aus Scharbow und

    Bobzin waren nicht aus dem Weg zu rumen. Das gilt noch viel mehr fr die Befrchtungen,

    die zu erwartenden Lkw-Transporte wrden der Bobziner Strae endgltig den Hals

    umdrehen. Auch hier verfing das Argument der Planer, es seien doch nur ganz wenige

    Fahrten pro Tag, nicht.

    Bevor der Streit und die grundstzlichen Auseinandersetzungen ber abzuwertende

    Grundstcke, Geruchsbelastungen, Keime losbrachen konnten immerhin die Nachricht

    vermittelt werden, das die Abflle aus den Stallanlagen nicht auf irgendwelche Felder

    gefahren werden sondern in die Biogasnalage kommen. Informiert wurde auch ber den Stand

    des Verfahrens. Noch ist man in der Planung, es gibt noch keinen Antrag bei den Behrden.

    Dennoch machten der Planer mit seiner Mannschaft und auch der Investor klar den Eindruck,

    dass sie die Anlage sehr wohl fr genehmigungsfhig halten.

    Wie zerstritten das Dorf bei dieser Frage inzwischen ist, zeigte sich in der anschlieenden

    Diskussion. Wer die Mehrheit hat ist nicht klar, denn der Investor ist kein Fremder sondern

    ein sehr anerkannter Landwirt und Nachbar. Fischer beklagte sich dann auch, dass die

    Anfeindungen inzwischen sehr ins Persnliche gingen. So habe man seine komplette Adresse

    auf einer Internet-Seite verffentlicht, das knne er nicht mehr lustig finden.

    Brgermeisterin Gisela Schwarz hatte nicht nur eingeladen, sie wagte sich auch mutig in die

  • Moderation. Aus Sicht vieler beging sie dabei den Fehler, sich zu sehr auf die Seite des

    Investors zu stellen.

    Fr die Gegner jedenfalls ist klar, dass ihr Widerstand weitergehen wird, sicherlich auch vor

    Gericht.

    NDR

    Stand: 31.05.2011 14:13 Uhr

    Emlichheimer wollen keine Mega-Mastanlage

    Fr bis zu 330.000 Tiere soll die geplante

    Mastanlage ausgelegt sein. (Archivbild) In Nordhorn wird am Dienstag ber die

    Einwendungen von Naturschutzverbnden und Anwohnern gegen eine geplante

    Hhnchenmastanlage beraten. Ein Landwirt will im Ortsteil Weusten in der Samtgemeinde

    Emlichheim einen Maststall fr rund 330.000 Tiere errichten. Beim zustndigen Landkreis

    Grafschaft Bentheim sind insgesamt 48 Einwendungen gegen die geplante Groanlage

    eingegangen.

    Gesundheits-, Geruchs- und Verkehrsbelastung befrchtet

    Die geplante Mastanlage gefhrdet nach Ansicht

    von Anwohnern und Naturschtzern die Gesundheit der Bevlkerung. (Archivbild) Nach

    Angaben eines Sprechers hneln sich viele der Einwendungen. Es geht vor allem um

    befrchtete Staub- und Geruchsbelstigungen, sowie die Gefahr durch sogenannte

    Bioaerosole. Das sind luftgetragene Partikel biologischer Herkunft - also beispielsweise Pilze,

    Bakterien und Viren. Sie knnen zu Atemwegs- und allergischen Erkrankungen fhren.

    Auerdem erwarten einige Beschwerdefhrer eine Zunahme der Verkehrsbelastung durch an-

    und abfahrende LKW. Und nicht zuletzt haben viele Angst davor, dass ihre Huser enorm an

    Wert verlieren knnten, wenn die Anlage erst einmal in der Nachbarschaft steht. Der

    Antragsteller betreibt bereits einen Stall fr 140 Milchkhe und etliche Zuchttiere. Dazu noch

    eine Biogasanlage fr Getreide.

    http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/huehnermast105_v-contentgross.jpghttp://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/huehnermast105_v-contentgross.jpghttp://www.ndr.de/regional/niedersachsen/huehner104_v-contentgross.jpghttp://www.ndr.de/regional/niedersachsen/huehner104_v-contentgross.jpg

  • Landkreis sieht derzeit keine Mglichkeit, Bauantrag abzulehnen

    Der Landkreis Emsland hat die Auflagen fr

    Baugenehmigungen von Mastanlagen krzlich verschrft. (Archivbild) Bislang, so der

    zustndige Sachbearbeiter, habe der Landkreis keine Handhabe, den Bauantrag abzulehnen.

    Der benachbarte Landkreis Emsland hatte die Auflagen fr eine Genehmigung krzlich

    verschrft, unter anderem durch Brandschutz- und Keimgutachten. Auch Niedersachsens

    Ministerprsident McAllister (CDU) will den Kreisen mehr Steuerungsmglichkeiten

    verschaffen. Nutztierhaltung knne auf Dauer nur erfolgreich betrieben werden, wenn sie

    gesellschaftlich akzeptiert werde, so McAllister am Montag auf dem Landesbauerntag in

    Cloppenburg.

    SALZGITTER ZEITUNG Donnerstag, 26.05.2011 Nachrichten / Salzgitter

    Rat appelliert an Landwirte, keine Mastanlagen zu errichten Von Ingo Kugenbuch

    Der Rat der Stadt Salzgitter hat sich in seiner jngsten Sitzung mehrheitlich gegen die

    industrielle Massentierhaltung ausgesprochen. Auch die SPD untersttzte einen

    entsprechenden Antrag der Gruppe Linke/Grne.

    Der Antrag fordert, dass die Verwaltung bei der Genehmigung solcher Mastanlagen den

    rechtlichen Rahmen voll ausschpft, also mglichste hohe Hrden fr die Antragsteller

    errichtet. Auerdem wird an die Landwirte in Salzgitter appelliert, auf den Bau "industrieller

    Tierproduktionssttten" zu verzichten. Zudem sollen auch Bund und Land die Gesetze so

    ndern, "dass ein Stallbauboom wie im Emsland verhindert werden kann".

    "Es geht uns dabei nicht nur um Hhner, sondern um Massentierhaltung allgemein", sagte

    Marcel Brger (Linke/Grne). "Wer Fleisch essen will, sollte es aus buerlicher

    Landwirtschaft kaufen und muss dann eben etwas mehr bezahlen."

    http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/dioxin139_v-contentgross.jpghttp://www.ndr.de/regional/niedersachsen/dioxin139_v-contentgross.jpghttp://www.ndr.de/regional/niedersachsen/landesbauerntag103.htmlhttp://www.newsclick.de/index.jsp/include/73746172745f706167655f6d61726b65645f736974656d617073322e6a7370/menuid/2044/http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2163/

  • Neue OZ online 27.05.2011, 23:32 Fenster schliessen drucken

    Diesen Artikel finden Sie unter: http://www.noz.de/artikel/54536027/nach-ehec-nun-

    auch-gefluegelpest-mehr-tote--betriebe-in-niedersachsen-gesperrt

    Ausgabe: Neue Osnabrcker Zeitung

    Verffentlicht am: 27.05.2011

    Nach EHEC nun auch Geflgelpest: Mehr Tote Betriebe in Niedersachsen gesperrt hab/kj/fho/ra Osnabrck

    hab/kj/fho/ra Osnabrck. Fr Verbraucher, Bauern und Lebensmittelbranche ist es

    kein gutes Frhjahr. Der EHEC-Darmkeim verdirbt Appetit und Geschfte, die

    Geflgelpest hat aus Ostwestfalen inzwischen Niedersachsen erreicht, und die

    Landwirte leiden obendrein unter der Trockenheit. Der Trend ist dramatisch, sagte

    Bauernprsident Gerd Sonnleitner in einem Interview mit unserer Zeitung.

    In Glandorf und Melle (Landkreis Osnabrck) sowie in Wietzen (Kreis Nienburg) wurden

    gestern drei landwirtschaftliche Betriebe wegen des Verdachts der Geflgelpest vorlufig

    gesperrt. Die Hfe waren nach Angaben des niederschsischen Landwirtschaftsministeriums

    in den letzten Wochen mit insgesamt 115000 Kken aus einem Zuchtbetrieb in Ostwestfalen

    beliefert worden, in dem die mildere Variante der Geflgelpest ausgebrochen ist. Ob die

    Bestnde in Niedersachsen gettet werden mssen, sollen Untersuchungen bis heute ergeben.

    Unterdessen zeichnen sich Spannungen zwischen den Landesregierungen in Hannover und

    Dsseldorf ab. Die Niedersachsen behaupten, die Geflgelpest habe in NRW bereits drei

    Wochen geschwelt; dadurch sei eine Weiterverbreitung begnstigt worden. Das

    Agrarministerium in Dsseldorf bestreitet dies.

    Nach dem Dioxin-Skandal Anfang des Jahres knnte es derzeit fr die Bauern besonders in

    Norddeutschland kaum schlimmer kommen zumal der EHEC-Keim sich weiter rasant

    verbreitet. Bislang sind deutschlandweit vermutlich rund 1000 Menschen wegen des EHEC-

    Erregers erkrankt, davon mehr als 200 in Niedersachsen. Sechs Patienten sind bislang an den

    Folgen einer EHEC-Infizierung gestorben. Mehrere Menschen schweben immer noch in

    Lebensgefahr. Auer in Deutschland ist der Darmkeim nun auch in Dnemark, Schweden und

    sterreich festgestellt worden.

    Zu allem bel bringt die Trockenheit die Landwirte in ungeahnte Schwierigkeiten.

    Bauernprsident Sonnleitner sprach in unserer Zeitung von einem dramatischen Trend. Bei

    Getreide knnte es auf leichten Standorten zu einem Ausfall von bis zu 30 Prozent kommen.

    Bundesweit ist im Durchschnitt ein Fnftel der Getreideernte in Gefahr, so der

    http://www.noz.de/drucken/54536027/2805-pol-01-ehechttp://www.noz.de/drucken/54536027/2805-pol-01-ehec

  • Bauernprsident. Bei Raps ist nach Sonnleitners Worten deutschlandweit ein Minderertrag

    von 15 bis 30 Prozent oder sogar mehr zu befrchten.

    Die Energiewende der Bundesregierung sieht der Bauernprsident skeptisch. Die fr

    Landwirte vorgesehenen Entgelte als Kompensation fr Flchenverlust durch neue

    Stromtrassen seien vollkommen unfair angesichts der Milliardengewinne der Investoren,

    sagte Sonnleitner. Seiten 4, 5 und 7

    [ ah nachrichten fr die Landwirschaft Geflgel Geflgelgrippe ]

    Samstag, 28.05.2011

    Geflgel | 27.05.2011

    Geflgelgrippe in Ostwestfalen - 20 000 Hhner werden gettet Gtersloh - Auf einem Hof im ostwestflischen Kreis Gtersloh ist die Geflgelgrippe

    ausgebrochen. Vorsorglich wurde begonnen 20 000 Tiere zu tten.

    Vorsorglich sei in der Nacht zum Donnerstag damit begonnen worden, die Tiere auf dem Hof

    in Rietberg zu tten, teilte der Landkreis mit. Es handle sich aber nicht um den aggressiven

    Erreger (H5N1) der Vogelgrippe, erklrte die Abteilung Veterinrwesen und

    Lebensmittelberwachung des Kreises. Nach derzeitigem Stand gehe man von einem milden

    Typus aus. Eine Gefahr fr den Menschen bestehe nicht. Die im Umkreis von einem

    Kilometer um den betroffenen Betrieb liegenden Geflgelhaltungen wurden gesperrt.

    dpa

    TOP AGRAR Geflgelgrippe: Neue Verdachtsflle

    [27.05.2011]

    Im Kreis Gtersloh gibt es drei weitere Geflgelbetriebe, in denen eventuell die

    Geflgelgrippe ausgebrochen ist. In den drei Betrieben in Rietberg und Rheda-Wiedenbrck,

    ein Putenmastbetrieb und zwei Legehennenbetriebe, sind vermehrt Tiere mit Symptomen

    aufgefunden worden oder die Legeleistung ging zurck, berichtet der Kreis Gtersloh. Die

    Hfe liegen auerhalb des Ein-Kilometer-Radius um den Hof in Rietberg, auf dem die

    Geflgelgrippe nachgewiesen worden ist. Von diesem Legehennenhof liegt inzwischen das

    endgltige Laborergebnis vor: Es handelt sich wie bereits angenommen um die leichte Form

    der Vogelgrippe, hat das Friedrich-Loeffler-Institut mitgeteilt.

    In dem Putenmastbetrieb wird im Laufe des Freitags eine Probe entnommen, ein erstes

    Untersuchungsergebnis soll am Samstag vorliegen. In den anderen beiden Betrieben werden

    am Montag Proben genommen. Alle drei Betriebe sind vorlufig gesperrt.

    Die beiden Legehennenbetriebe haben zusammen zirka 8000 Tiere, der Putenmastbetrieb

    zirka 5000 Tiere. Darber hinaus werden noch Betriebe untersucht, die von dem

    Legehennenbetrieb, auf dem die Geflgelgrippe zuerst ausgebrochen ist, Tiere erhalten haben.

    Die Ursache fr den Ausbruch der Geflgelgrippe ist nach wie vor unklar. Es handelt sich um

    http://www.agrarheute.com/ah-homehttp://www.agrarheute.com/ah-gefluegelhttp://www.agrarheute.com/gefluegelgrippehttp://www.agrarheute.com/ah-gefluegel

  • den zweiten Ausbruch in Deutschland innerhalb dieses Jahres. Vor rund einem Vierteljahr gab

    es einen Ausbruch der Geflgelgrippe im Raum Cloppenburg, vor rund vier Wochen einen in

    Niederlanden.

    Geflgelgrippe: Verdacht hat sich besttigt

    [27.05.2011]

    Der Verdacht auf Geflgelgrippe im Kreis Gtersloh hat sich besttigt. Das haben

    Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts besttigt. Um welche Variante des Erregers

    es sich handelt, werde erst im Laufe des Freitags zweifelsfrei feststehen, berichtet der Landrat

    des Kreises. Indizien sprechen dafr, dass es sich um die niedrig ansteckende Variante

    handelt. Bei dieser Geflgelgrippe ist die Ansteckungsgefahr nicht besonders hoch. Der

    Krankheitsverlauf ist sehr viel milder und auch die Sterblichkeit unter den Tierbestnden

    deutlich geringer.

    Im Laufe des Donnerstags wurde in einem Einen-Kilometer-Radius um den betroffenen Hof

    alle Geflgelhalter informiert, dass eine Sperrzone eingerichtet wurde: Sie drfen unter

    anderem vorerst keine Tiere aus ihrem Bestand abgeben. Tierrzte der Abteilung

    Veterinrwesen und Lebensmittelberwachung des Kreises Gtersloh untersuchen die

    Bestnde. Innerhalb der Sperrzone gibt es 13 Geflgelhalter mit ca. 600 Tieren. Des Weiteren

    werden Kontaktbetriebe ermittelt. Die ersten Anzeichen fr die Geflgelgrippe hatte der

    Hofinhaber selbst entdeckt. Die Legeleistung war zurckgegangen und er fand vermehrt tote

    Tiere. Bereits in der Nacht zu Donnerstag war mit Untersttzung des ABC-Zuges der

    Feuerwehr begonnen worden, die 20.000 Tiere des Geflgelhofes vorsichtshalber zu tten.

    Neue OZ online 29.05.2011, 20:59 Fenster schliessen drucken

    Diesen Artikel finden Sie unter: http://www.noz.de/deutschland-und-

    welt/politik/niedersachsen/54534002/gefluegelpest-nicht-sofort-bekaempft

    Ausgabe: Neue Osnabrcker Zeitung

    Verffentlicht am: 27.05.2011

    Geflgelpest nicht sofort bekmpft? hab/ra/fho Hannover

    hab/ra/fho Hannover. Nach Erkenntnissen niederschsischer Landespolitiker hat

    Nordrhein-Westfalen den neuen Ausbruch der Geflgelpest erst mit erheblicher

    Verzgerung aufgegriffen und so eine Ausbreitung auf Niedersachsen mit verursacht.

    Agrarminister Gert Lindemann (CDU) sprach gestern gegenber unserer Zeitung von

    Hinweisen, wonach die Geflgelgrippe bereits seit rund drei Wochen im Raum Gtersloh

    schwelt. Es sei aber offenkundig nicht energisch vorgegangen worden, sodass der

    betroffene Zuchtbetrieb weiterhin Eintageskken an andere Geflgelhalter geliefert habe.

    Dadurch sei das Problem erheblich erschwert worden.

    http://www.noz.de/drucken/54534002/2805-now-gefluegelpesthttp://www.noz.de/drucken/54534002/2805-now-gefluegelpest

  • Der Glandorfer CDU-Landtagsabgeordnete Martin Bumer griff den nordrhein-westflischen

    Verbraucherminister Johannes Remmel (Grne) frontal an. Er hat drei Wochen nicht

    informiert mit der Folge, dass vor zwei Wochen noch ein hiesiger Betrieb Kken aus

    Gtersloh bezogen hat. So sieht grne Politik aus: Wie schade ich meinem Nachbarn?

    Remmels Sprecher Wilhelm Deitermann wies die Anschuldigungen zurck. Auf Anfrage

    unserer Zeitung sagte er, die Geflgelpest sei erst am Dienstagnachmittag aufgetaucht. Das

    Kreisveterinramt Gtersloh habe daraufhin umgehend das Ministerium und auch die

    angrenzenden Landkreise informiert und Manahmen eingeleitet.

    Ungeachtet des Streits wurde allseits Erleichterung darber bekundet, dass es sich im jngsten

    Fall offenbar nicht um den aggressiven Vogelgrippen-Erreger H5N1 handelt, sondern um eine

    mildere Variante. Nach Angaben des niederschsischen Agrarministeriums ist auch noch

    nicht klar, ob die Jungtiere, die noch am Tag ihrer Geburt zur weiteren Aufzucht an

    Mastbetriebe geliefert werden, tatschlich mit dem Virus infiziert sind. Sollte dies allerdings

    der Fall sein, mssten alle 115000 nach Niedersachsen gelieferten Tiere gettet werden.

    Das Veterinramt in Osnabrck geht nach Darstellung von Landkreissprecher Burkhard

    Riepenhoff nicht von einer akuten Gefhrdung aus. Er wies auch auf einen stabilen Zustand

    der in den letzten Wochen angelieferten Tiere hin. Die Masthhnchen htten die mgliche

    Infektion gut berstanden und seien mittlerweile gegen den Erreger resistent. Auch eine

    Ansteckungsgefahr fr weitere Bestnde auf anderen Hfen sei nach zwei Wochen sehr

    unwahrscheinlich.

    Dennoch, so Riepenhoff, seien die beiden aus dem westflischen Rietberg belieferten Betriebe

    in Glandorf und Melle vorsorglich gesperrt worden. Solange diese Anordnung, die auch fr

    einen Hof im Kreis Nienburg gilt, in Kraft ist, darf von dort kein Geflgel verkauft werden

    und niemand auer dem Hofpersonal und Veterinren die Stlle betreten.

    Ergebnisse von Proben aus den Betrieben werden fr heute erwartet.

    erstellt am: 29.05.2011

    URL: www.rp-online.de/panorama/deutschland/Weiterer-Betrieb-von-Gefluegelpest-

    betroffen_aid_1003540.html

    Schon fast 30.000 Tiere in NRW gettet

    Weiterer Betrieb von Geflgelpest betroffen zuletzt aktualisiert: 29.05.2011 - 12:30

    Gtersloh/Dsseldorf (RPO). Die Geflgelpest breitet sich in Nordrhein-Westfalen weiter

    aus. Neben den etwa 6000 Puten eines Betriebs in Rheda-Wiedenbrck (Kreis

    Gtersloh) mssen nun auch 3600 Legehennen in Rietberg gettet werden, wie die

    Kreisverwaltung am Sonntag mitteilte.

    Laboruntersuchungen htten den Geflgelgrippe-Verdacht besttigt. Noch am Sonntagmittag

    soll mit der Ttung der Tiere begonnen werden. Zuvor waren bereits 20.000 Hhner eines

    weiteren Legehennenbetriebs in Rietberg gettet worden.

  • Der politische Streit ber die Tierseuche zwischen NRW und Niedersachsen geht unterdessen

    weiter. Nachdem Niedersachsens Agrarminister Gert Lindemann (CDU) dem NRW-

    Verbraucherministerium vorgeworfen hatte, nicht rechtzeitig gehandelt zu haben, ging man

    dort selbst in die Offensive. Ein Ministeriumssprecher wies die Vorwrfe zurck und betonte,

    das NRW-Verbraucherministerium sei am Dienstag ber den Fall informiert worden und habe

    umgehend den Betrieb gesperrt.

    "Davor gab es keine Hinweise auf eine 'schwelende' Ausbreitung der Erkrankung", sagte der

    Sprecher. "Sollte allerdings Minister Lindemann bereits seit mehreren Wochen ber Hinweise

    oder Informationen ber den Ausbruch der Vogelgrippe verfgen, fragen wir uns natrlich,

    warum sich das Ministerium in Hannover nicht mit uns in Verbindung gesetzt hat."

    Lindemann hatte kritisiert, dass die Sperrungen zu spt verfgt worden seien, obwohl es

    Hinweise gegeben habe, dass die Pest bereits seit rund drei Wochen in Ostwestfalen schwele.

    Dadurch htten noch drei Betriebe in Niedersachsen insgesamt 115.000 Kken aus den

    betroffenen Bestnden in Nordrhein-Westfalen erhalten.

    Mindener Tageblatt

    27.05.2011

    Die Vogelgrippe kehrt zurck

    20000 Hhner auf Hof in Rietberg gettet

    VON ANDREAS EICKHOFF UND SANDRA SPIEKER

    Rietberg (nw). Der Verdacht hat sich besttigt: Auf einem Hof in Rietberg-Bokel im Kreis

    Gtersloh ist die Geflgelgrippe ausgebrochen. Aus Vorsorgegrnden wurden alle 20000

    Hhner des Betriebes gettet. Im Umkreis von einem Kilometer um den betroffenen Betrieb

    wurden alle Geflgelhaltungen gesperrt.

    Laut Kreissprecher Jan Focken weist alles darauf hin, dass es sich in diesem Fall um einen

    milden Typus der Geflgelgrippe handele. Es sei nicht der aggressive Erreger (H5N1) der

    Vogelgrippe, der vor rund fnf Jahren grassierte. Die Proben werden derzeit im Chemischen

    und Veterinruntersuchungsamt (CVUA) in Detmold sowie im Friedrich-Loeffler-Institut

    berprft. Die genauen Ergebnisse werden fr heute Nachmittag erwartet.

    "Eine Ansteckungsgefahr fr den Menschen besteht aber nicht", so Focken. Der Betrieb

    produziert Kken fr Mastbetriebe. Auslser fr den Verdacht war ein Schnelltest. Der

    Landwirt hatte eine erhhte Sterblichkeit unter seinen Tieren festgestellt und die Behrden

    alarmiert. Im Laufe des Tages kam die Besttigung. "Wir haben sofort gehandelt und das war

    richtig", sagt Jan Focken.

    Hhner aus umliegenden Betrieben nicht ins Freie

    Nach einem Auftreten des Vogelgrippe-Erregers im Kreis Cloppenburg ist der Fall in

    Rietberg-Bokel bundesweit der zweite in diesem Jahr. Bei der letzten groen Welle sei der

    Kreis Gtersloh von der Vogelgrippe verschont geblieben, so Focken. In den 13 umliegenden

    kleineren Betrieben wurden die Hhner untersucht, aber nicht gettet. Die Tiere drfen aber

  • derzeit nicht ins Freie.

    Mit einem Groaufgebot rckten zuvor Veterinre und die rtliche Feuerwehr auf dem Hof in

    Rietberg-Bokel an. Auch der ABC-Zug des Kreises wurde alarmiert, die Spezialisten aus dem

    Nordkreis sind speziell dafr geschult, atomare, biologische und chemische Unflle zu

    bearbeiten. In Rietberg wurden sie vor allem fr die Dekontamination von Personen und

    Fahrzeugen eingesetzt. Ein Fachunternehmen begann noch in der Nacht zu Donnerstag, die

    Tiere zu schlachten. Dabei arbeiteten sich die Mitarbeiter in Schutzanzgen von Gebude zu

    Gebude vor - fr den Eigentmer ein schreckliches Szenario. In groen Abrollbehltern

    wurden die Tiere alle vier Stunden zu einem Entsorgungsbetrieb in der Nhe von Osnabrck

    gebracht.

    Tierseuchenkasse kommt fr direkte Schden auf

    Gerade erst - so scheint es - haben sich die Geflgelhalter von der Grippe-Welle vor vier

    Jahren erholt, dann kam der Dioxin-Skandal, jetzt wieder die Vogelgrippe. Das bedeutet

    groe Schden fr die Betroffenen. "Die direkten Schden bezahlt die Tierseuchen-Kasse",

    erklrt Bernhard Rb von der Landwirtschaftskammer NRW. Dabei handele es sich um eine

    Zwangsversicherung, die aber nur den gemeinen Wert ersetzt. "Was nicht erstattet wird, und

    das ist oft der grere Betrag, ist der Verdienstausfall", so Rb. Nach den vergangenen

    Vogelgrippe- und Dioxinfllen htten sich viele Geflgelhalter zustzlich noch mit einer

    Betriebsausfallversicherung abgesichert.

    Der Kreis Gtersloh hat derweil eine Hotline fr Geflgelhalter und besorgte Brger

    eingerichtet: Tel. 05241/85-1329 oder 05241/85-1332.

    Dokumenten Information Copyright Mindener Tageblatt 2011

    Dokument erstellt am 26.05.2011 um 21:15:35 Uhr

    NW News

    28.05.2011

    RIETBERG - UPDATE 22.01 UHR

    Geflgelpest: Zahl der betroffenen Betriebe erhht sich auf fnf

    40.000 infizierte Tiere im Kreis Gtersloh

    VON FRIEDERIKE EDLER UND ANDREAS EICKHOFF

    Kreis Gtersloh. Die Geflgelpest breitet sich im Kreis Gtersloh immer schneller aus.

    Nachdem am Donnerstag schon 20.000 Tiere gekeult werden mussten, wurden 9.600 weitere

    Tiere am Wochenende gettet. In zwei weiteren Betrieben mit Legehennen besttigten sich

    unterdessen die Verdachtsflle. Das Todesurteil fr weitere 12.900 Tiere.

    Um die Verbreitung der Tierseuche einzudmmen, verhngte der Kreis ein 72-stndiges

    Geflgel-Befrderungsverbot, das bis einschlielich Dienstag 24 Uhr fr die Gemeinde

    Langenberg sowie die Stdte Rietberg, Rheda-Wiedenbrck, Verl und Schlo Holte-

    Stukenbrock gilt.

  • Weitere Tiere werden am Montag gettet

    "Mit diesem sogenannten Stand-Stil soll vermieden werden, dass sich der Erreger durch

    Handel weiter verbreitet", erluterte Beate Balsliemke, Sprecherin des Kreises Gtersloh.

    Geflgelhalter in dem betroffenen Gebiet mssen ihre Tiere (Hhner, Rebhhner, Fasane,

    Truthhner, Perlhhner, Laufvgel, Wachteln, Enten und Gnse) in geschlossenen Stllen

    halten.

    Am Montag sollen die Tiere der beiden Legehennen-Betriebe gettet werden. "Sie gehen

    sicher in die Keulung", so Balsliemke.

    ber das weitere Vorgehen zur Eindmmung der Tierseuche ist mittlerweile auch ein heftiger

    Streit zwischen NRW-Umwelt- und Verbraucherminister Johannes Remmel (Grne) und dem

    niederschsischen Agrarminister Gert Lindemann (CDU) entbrannt. Lindemann wirft seinem

    Kollegen vor, zu spt ber die Tierseuche informiert worden zu sein. Es gebe Hinweise, dass

    die Geflgelpest bereits seit drei Wochen in Ostwestfalen schwele. Ein Sprecher Remmels

    betont dagegen, das NRW-Verbraucherministerium sei vergangenen Dienstag durch den

    Kreis Gtersloh ber den Geflgelpest-Fall informiert worden und habe umgehend erste

    Manahmen angeordnet sowie den Betrieb gesperrt.

    Transportverbot wird mglicherweise ausgeweitet

    Der Kreis Gtersloh betont, dass die Transportverbotszone ausgeweitet werde, sollten sich

    weitere Geflgelpest-Flle in Randgebieten des betroffenen Gebietes ergeben. Mit der Ttung

    der infizierten Tiere wurde eine niederlndische Firma beauftragt. Die Entsorgung bernimmt

    eine Firma im Landkreis Osnabrck, die die Tiere durch ein spezielles Verfahren verbrennt.

    Ldw. Wochenblatt Westfalen-Lippe

    AKTUELLES

    Geflgelgrippe: Putenbestand wird gettet

    Nachdem die Laboruntersuchung den Geflgelgrippe-Verdacht besttigt hat, wird der

    Bestand eines Putenmastbetriebs in Rheda-Wiedenbrck gettet.

    Das Chemische Veterinruntersuchungsamt in Detmold hatte die Proben des Betriebs

    untersucht. Im Laufe des Samstags wurde gegen Mittag seitens der Abteilung Veterinrwesen

    und Lebensmittelberwachung des Kreises Gtersloh, Vertretern der Stadt Rheda-

    Wiedenbrck und des Technischen Hilfswerks mit den Vorbereitungen begonnen. Durch die

    Ttung der rund 5000 Tiere und die anschlieende Desinfektion der Stallungen soll die

    Geflgelgrippe soweit wie mglich eingedmmt werden, damit sie sich nicht weiter

    ausbreitet.

    Das Technische Hilfswerk (THW) baute auf dem Betrieb in Rheda-Wiedenbrck die

    Desinfektionsschleuse fr die Fahrzeuge auf, ein Unternehmen aus den Niederlanden ist mit

    der Ttung der Tiere und der Reinigung sowie der Desinfektion der Stallungen beauftragt

    worden.

  • Untersuchungen laufen

    Zurzeit gibt es noch zwei weitere Verdachtsbetriebe: Legehennenbetriebe in Rietberg. In

    diesen Betrieben sind ebenfalls am Samstag Proben genommen worden. Die Tierrzte der

    Abteilung Veterinrwesen und Lebensmittelberwachung haben inzwischen Untersttzung

    aus Nachbarkreisen erhalten.

    Im Ein-Kilometerumkreis um den Putenmastbetrieb wurde eine Sperrzone errichtet. Die

    Halter von Geflgel drfen unter anderem keine Tiere aus ihren Betrieben herausbringen.

    Auch deren Bestnde werden untersucht. Die 13 Halter von Geflgel im Ein-

    Kilometerumkreis des Legehennenbetriebs in Rietberg, wo die Geflgelgrippe als erstes

    nachgewiesen wurde, mssen ihre Tiere in geschlossenen Stllen oder nach oben abgedeckten

    Unterstnden halten. In diesem Gebiet gilt eine zwischenzeitlich erlassene

    "Tierseuchenbehrdliche Allgemeinverfgung".

    In Verbindung stehende Meldungen:

    Geflgelgrippe: Verbringungsverbot angeordnet

    Geflgelgrippe: Niedrig ansteckende Form besttigt

    Geflgelgrippe: 3 weitere Betriebe betroffen

    Geflgelgrippe: Verdacht hat sich besttigt

    Geflgelgrippe-Verdacht: 20.000 Hhner auf einem Hof gettet

    Die Glocke 29.5.11 Lokalnachrichten Kreis Gtersloh Rietberg

    Vogelgrippe: Drei weitere Verdachtsflle

    Rietberg-Westerwiehe/Bokel (gl). Nach dem Ausbruch der Geflgelgrippe in einem

    Zuchtbetrieb in Bokel gibt es drei weitere Verdachtsflle im Kreis Gtersloh. Dabei handelt

    es sich nach Glocke-Informationen um einen Hof in Lintel und zwei in Westerwiehe.

    In den drei Betrieben sind nach Angaben der Gtersloher Kreisverwaltung vermehrt Tiere mit

    Symptomen aufgefunden worden, die auf die Geflgelgrippe hindeuten. Ein Indiz sei auch der

    Rckgang der Legeleistung. Unter den drei seit Freitag betroffenen Hfen sind ein

    Putenmastbetrieb und zwei Legehennenbetriebe. Die Hfe befinden sich auerhalb des Ein-

    Kilometer-Radius um den Hof in Bokel, auf dem die Geflgelgrippe nachgewiesen worden

    ist.

    Laborergebnis aus Bokel liegt vor

    Von dem Bokeler Legehennenhof liegt das endgltige Laborergebnis vor: Es handelt sich wie

    angenommen um die leichte Form der Vogelgrippe (Low Pathogenic Avian Influenza). Das

    teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut fr Tiergesundheit) mit. In

    dem Putenmastbetrieb wurde am Freitag eine Probe genommen. Ein erstes

    Untersuchungsergebnis des Chemischen und Veterinruntersuchungsamts Ostwestfalen-Lippe

    http://www.wochenblatt.com/nachrichten/aktuelles/meldung/m-id/gefluegelgrippe-verbringungsverbot-angeordnet/1/http://www.wochenblatt.com/nachrichten/aktuelles/meldung/m-id/gefluegelgrippe-niedrig-ansteckende-form-bestaetigt/1/http://www.wochenblatt.com/nachrichten/aktuelles/meldung/m-id/gefluegelgrippe-3-weitere-betriebe-betroffen/1/http://www.wochenblatt.com/nachrichten/aktuelles/meldung/m-id/gefluegelgrippe-verdacht-hat-sich-bestaetigt/1/http://www.wochenblatt.com/nachrichten/aktuelles/meldung/m-id/gefluegelgrippe-verdacht-20000-huehner-auf-einem-hof-getoetet/1/http://www.die-glocke.de/lokalnachrichtenhttp://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisgueterslohhttp://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/rietberg

  • soll am Samstag vorliegen. In den anderen beiden Betrieben werden am Montag Proben

    genommen.

    Betriebe vorlufig gesperrt

    Alle drei Betriebe sind vorlufig gesperrt worden. Keine Tiere drfen heraus- oder

    hineingebracht werden, teilt der Kreis mit. Die beiden Legehennenbetriebe haben zusammen

    8000 Tiere, der Putenmastbetrieb 5000 Tiere. Darber hinaus werden noch Betriebe

    untersucht, die von dem Bokeler Legehennenhof Tiere erhalten haben. Innerhalb des Ein-

    Kilometer-Radius um den Betrieb, auf dem die Geflgelgrippe zuerst nachgewiesen worden

    war, gibt es 13 Geflgelbestnde mit zusammen etwa 500 Tieren.

    Hilfe aus den Nachbarkreisen

    Am Freitagmorgen hat der Krisenstab des Kreises Gtersloh getagt. Sowohl die Abteilung

    Veterinrwesen und Lebensmittelberwachung als auch die Feuerwehr bentigen

    Untersttzung aus den Nachbarkreisen die Tierrzte unter anderem bei den

    Probenentnahmen, die Feuerwehr beim Betrieb der Desinfektionsschleusen.

    Ursachenforschung geht weiter

    Die Ursache fr den Ausbruch der Geflgelgrippe ist nach wie vor unklar. Es handelt sich um

    den zweiten Ausbruch in Deutschland innerhalb dieses Jahrs. Vor rund einem Vierteljahr kam

    es zu einem Ausbruch der Geflgelgrippe im Raum Cloppenburg, vor rund vier Wochen

    einen weiteren in Holland.

    Einen Videofilm zum Vogelgrippe-Ausbruch in Bokel finden Sie hier:

    http://www.youtube.com/watch?v=teTn95_3Rb8

    AHLENER ZEITUNG 27.5.2011 Geflgelgrippe

    Weitere Verdachtsflle im Mnsterland

    Warendorf/Osnabrck/Rietberg/Rheda-Wiedenbrck - Die Geflgelgrippe ist mglicherweise

    aus dem Kreis Gtersloh ins angrenzende Mnsterland geschwappt: Nachdem in der Nacht

    zum Donnerstag 20.000 Legehennen und Hhne auf einem Hof in Rietberg gekeult wurden,

    gibt es zunchst drei weitere Verdachtsflle.

    Und zwar auerhalb der Sperrzone von einem Kilometer-Radius um den Hof, sagte der

    Sprecher des Kreises Gtersloh. Betroffen seien ein Puten- und zwei Legehennen-Betriebe in

    Rheda-Wiedenbrck und in Rietberg.

  • Die berprfung der Lieferwege von Kken aus dem gesperrten Rietberger Betrieb ergab,

    dass auch an einen Geflgelhof im Kreis Warendorf geliefert worden war. Der wurde

    vorsorglich gesperrt, berichtete ein Kreissprecher gestern. Das heit aber nur, dass von

    hier im Moment keine Tiere rausgehen. Die Kken wrden auf Geflgelgrippe untersucht,

    zeigten aber keinerlei Krankheitssymptome. Bis die Ergebnisse vorlgen, die fr Anfang der

    Woche erwartet werden, gbe es keine Sperrzone um den Betrieb.

    Bei dem Ausbruch in Rietberg - dem insgesamt zweiten deutschen Fall in diesem Jahr -

    handelt es sich offenbar nicht um den aggressiven H5N1-Erreger. Derzeit gehen Experten von

    einem milden Typus aus. Eine Gefahr fr den Menschen besteht nicht.

    Auch im sdlichen Landkreis Osnabrck sind zwei Hfe wegen des Verdachts auf

    Geflgelgrippe vorsorglich gesperrt worden. Auch sie hatten vor zwei und zweieinhalb

    Wochen Eintagskken des Rietberger Zchters erhalten, wie der Landkreis Osnabrck

    mitteilte.

    Wie es generell zu solchen Ausbrchen kommen kann, ist unklar. Bisweilen reicht es schon,

    wenn eine infizierte Ente ber den Stall fliegt und etwas fallen lsst, das dann von der Lftung

    des Stalls angesaugt wird, erluterte der Gtersloher Kreis-Sprecher. A und O sei, frh und

    konsequent zu reagieren, um eine Ausbreitung zu verhindern, Fr Landwirte sei die Keulung

    des gesamten Tierbestands natrlich ein schwerer Schlag, weil einem vorerst die

    wirtschaftliche Existenzgrundlage entzogen wird. Allerdings gibt es eine so genannte

    Tierseuchenkasse, die in solchen Fllen einspringt.

    Der Kreis Gtersloh hat nun Untersttzung aus den Nachbarkreisen angefordert: von der

    Feuerwehr, die fr die Desinfektion mglicherweise betroffener Hfe zustndig ist, und von

    den Veterinren, die infizierte Tiere auf Befall untersuchen.

    Die Veterinre des Landkreises Osnabrck geben allerdings vorsichtig Entwarnung, da die

    Masthhnchen nach mehr als zwei Wochen keine Virentrger mehr sein knnten und nach

    berstandener eventueller Infektion hchstens noch Antikrper nachweisbar seien. Seien

    diese unbedenklich, knnten die Hhnchen spter in den Handel gehen, erklrte Burkhard

    Riepenhoff, Sprecher des Landkreises.

    Um dazu weitere Erkenntnisse zu gewinnen, wurden gestern noch Proben genommen, die

    umgehend nach Oldenburg zum Niederschsischen Landesamt fr Verbraucherschutz und

    Lebensmittelsicherheit (LAVES) geschickt worden sind. Mit Ergebnissen rechnen die

    Experten am heutigen Samstag. ber das weitere Vorgehen soll dann entschieden werden.

    Auch wenn es bislang keinen Grund zur Besorgnis gebe, knne nicht ausgeschlossen werden,

    dass die Bestnde doch gekeult werden mssten, sagte Riepenhoff.

    VON JULIA GOTTSCHICK UND FRANK KLAUSMEYER

    Cellesche Zeitung

    "Kirche spielt in Celle wichtige Rolle"

  • Landesbischof Ralf Meister hat die Dimension des Geflgelschlachthofes in Wietze

    kritisiert. Ein respektvoller Umgang mit Nutztieren sei dadurch nicht mehr gegeben,

    sagte Meister bei seinem Antrittsbesuch in Celle.

    CELLE. Ein enges Besuchsprogramm hat Landesbischof Ralf Meister bei seinem zweitgigen

    Antrittsbesuch im Kirchenkreis Celle absolviert. Der Theologe sah sich kirchliche

    Einrichtungen an, sprach mit Schlern, informierte sich ber neueste Bohrtechnik beim

    Unternehmen Baker Hughes und traf mit den Spitzen aus Politik, Verwaltung, Kunst und

    Kultur zusammen. So bekam der 49 Jahre alte Nachfolger von Margot Kmann in der

    evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover einen berblick ber die gesellschaftliche

    Vielfalt der Region. Mein Eindruck ist, dass die Kirche eine wichtige Rolle in Celle spielt,

    resmierte Meister. Sie ist mit ihrem diakonischen Angebot sehr gut aufgestellt. Die Frage

    sei, wie es der Kirche gelinge, diese Stellung auch in Zukunft zu behalten.

    Meister nahm auch an einer Informationsveranstaltung zum umstrittenen Geflgelschlachthof

    in Wietze teil. Diesem Vorhaben steht der Landesbischof kritisch gegenber. Ich bin

    berrascht ber die Dimension, um die es dabei geht, sagte er. Die reine industrielle

    Vermarktung von Geschpfen drfe keine Option menschlichen Handelns sein. In Wietze soll

    der grte Geflgelschlachtbetrieb Niedersachsens entstehen. Dem Vernehmen nach sollen

    dort jhrlich bis zu 134 Millionen Tiere geschlachtet werden.

    Meister hlt es fr bedenklich, wenn man bei der Nutztierhaltung Grenordnungen erreicht,

    wo die Mitgeschpflichkeit leidet, weil es der achtsame Umgang mit dem Subjekt Tier nicht

    mehr zulsst. Seine Kritik will der Landesbischof als Mahnung an die Landwirtschaft und

    die Verbraucher verstanden wissen. Dass das Konsumentenverhalten einen Wandel bei der

    Tierhaltung bewirken kann, machte Meister an dem Verbot der konventionellen Kftighaltung

    von Legehennen in Deutschland deutlich. Da hat sich etwas entwickelt, was ich

    auerordentlich begre. Auf diesem Weg msse man weitergehen. Grundstzlich lehnt

    Meister die Nutztierhaltung nicht ab. Es ist eine Frage der Grenordnung.

    Positiv bewertete der Landesbischof die Bndelung kirchlicher Kompetenzen in Celle. Damit

    bezog