Bachelor-Thesen Herbstsemester 2012 - BFH: Soziale .Ein verkürzter Bacheloreinführungsblock...

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  • Studium

    Bachelor-Thesen Herbstsemester 2012

    Berner Fachhochschule Soziale Arbeit

  • Schriftenreihe des Fachbereichs Soziale Arbeit

    Die Edition Soziothek wird vom Verein Bildungssttte fr Soziale Arbeit (SOZ Bern) gefhrt. Sehr gute Bachelor-Thesen (Diplomarbeiten) und weitere Publikaitonen sind abrufbar auf der Website www.soziothek.ch.

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    Vorwort

    Zu Beginn jeder Problembearbeitung steht die Neugierde das hat sinn-gemss Galileo Galilei in Bezug auf die Herangehensweise an Aufgaben einmal gesagt. Dieses Herbstsemester 2012 knnte man getrost unter dieses Leitwort stellen, da die Studierenden sich wieder erfolgreich der Aufgabe einer Abschlussarbeit gestellt haben. Mit Neugierde, Fleiss und Kreativitt ist eine Vielzahl an interessanten Bachelor-Thesen entstanden.

    Die Abschlussarbeit ist die Mglichkeit, sich zum Ende des Studiums noch einmal vertieft und kritisch mit einem selbstgewhlten Thema auseinander-zusetzen. Im Herbstsemester 2012 wurde zudem das Pilotprojekt gestartet, den Studierenden bei der Themenfindung mehr Eigenverant wortung zu bergeben. Schon im Juni fand eine Informationsveranstaltung statt, auf der sie Relevantes fr die Bearbeitung der Bachelor-Thesis er fuhren. Im Juli und August konnten die Studierenden an ihren Themen feilen und ein Expos erstellen. Ein verkrzter Bacheloreinfhrungsblock lieferte noch einmal wichtige Hinweise und Beratung.

    Die Resultate finden Sie in dieser Abstract-Broschre zusammengefasst wieder. Wie bisher knnen die Diplomarbeiten in der Bibliothek des Fach-bereichs ausgeliehen werden. Darber hinaus finden Sie eine Auswahl in Form von PDF-Dateien auf unserer Website. Ebenfalls verffentlicht die Soziothek auf ihrer Website www.soziothek.ch sehr gute Diplomarbeiten.

    Wir hoffen, durch die Publikation der Diplomarbeiten dem Austausch zwischen Lehre und Praxis noch besser gerecht zu werden.

    Unseren Diplomandinnen und Diplomanden wnsche ich fr ihren weiteren Werdegang alles erdenklich Gute.

    Simon SohreLeiter Ressort Diplomarbeit

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    Bachelor-Thesen Herbstsemester 2012

    Verfasserinnen und Verfasser Titel BT-Begleitung

    6 Agner Sara:Sozialpdagogische Familienbegleitung in Familien mit psychisch erkrankten Eltern

    Esther Abplanalp

    8 Altobelli Linda, Winkler Daniela:Liebe jenseits der Grenzen

    Jan Zychlinski

    10 Amrein Matthias, Gosteli Christoph:Empowerment macht frei ?

    Martin Graf

    12 Andrist Roland:Berufliche Ausbildung fr Menschen mit Lernschwierigkeiten

    Esther Abplanalp

    14 Balmer Kly Nathali, Soriano Maria:Und was meinst DU dazu?

    Dr. Yvonne Piesker

    16 Baumgartner Bettina, Kunz Christina:Soziale Teilhabe trotz Langzeitarbeitslosigkeit?

    Rahel Mller de Menezes

    18 Bernasconi Lisa, Zehnder Martina:Rollenfindung und Beziehungs-gestaltung

    Dr. Olaf Maass

    20 Bieri Sabine, Glauser Magdalena:Vom Vormundschaftsrecht zum Erwachsenenschutzrecht

    Simone Mnger

    22 Blatter Nadya, Jaun Marianne:Brennt die Gesellschaft aus?

    Dr. Yvonne Piesker

    24 Bolliger Andreas, Wohlwend Petra:Soziale Arbeit und Polizei

    Dr. Marianne Schwander

    26 Buchmller Simone:Krebs als Herausforderung in der psychosozialen Beratung

    Martin Graf

    28 Btschi Vera, Wlti Melina:Aufdecken und einmischen

    Andr Zdunek

    Verfasserinnen und Verfasser Titel BT-Begleitung

    30 Canal Gina:Mobilittsfaktoren und Resilienzen armer Kinder

    Dr. Manuel Bachmann

    32 Colombo Enrico:Freiwillige vor!

    Andr Zdunek

    34 Feuchter Sabine:Zwischen Isolation und Resozialisierung

    Dr. Olaf Maass

    36 Gerber Mirjam, Schlegel Noemi:Resilienzfrderung bei gefhrdeten Kindern und Jugendlichen

    Nina Wyssen- Kaufmann

    38 Gosteli Sabrina, Hauser Nadine:Nonverbale Kommunikation in der Sozialen Arbeit

    Dr. Anna Ryser

    40 Hellmann Lea:Psychotrauma nach Folter oder Krieg

    Simon Sohre

    42 Jampen Philippe:Im Schloss der Behrde

    Alfred Kriesten

    44 Jovanovic Milena, Torr Simona:Bedingungsloses Grundeinkommen und alleinerziehende Mtter

    Simon Sohre

    46 Kandafula Norine, Lohner Regine:Urteil: lebenslnglich

    Martin Graf

    48 Kerbache Karim:Berufseinstieg nicht leicht gemacht

    Alfred Kriesten

    50 Kilchhofer Helen:Jugend in zwei Kulturen

    Nina Wyssen- Kaufmann

    52 Kipfer Livia, Zinsli Vera:Der wilde Westen von Bern

    Jan Zychlinski

    54 Knecht Fritz, Pfister Daniela:Junkies im Altersheim?

    Salvatore Cruceli

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    Bachelor-Thesen Herbstsemester 2012

    Verfasserinnen und Verfasser Titel BT-Begleitung

    56 Leu Claudia:In die Grten fertig los ?

    Alfred Kriesten

    58 Liechti Stefanie, Weber Lisa:Heimkinder Risikokinder?

    Dr. Manuel Bachmann

    60 Loosli Bettina, Vonlanthen Lea:Das neue Erwachsenenschutzrecht

    Simone Mnger

    62 Luginbhl Nadja:Drogenkonsum zwischen Verbot und Akzeptanz

    Dr. Marianne Schwander

    64 Martig Miriam:Arbeit trotz Krankheit

    Pascal Engler Vonlanthen

    66 Nehren Lena, Rthlisberger Michle:Vertrauen in der Sozialen Arbeit ein Instrument der Disziplinar- und Kontrollgesellschaft?

    Dr. Yvonne Piesker

    68 Pfister Melissa:Manege frei!

    Dr. Christian Vogel

    70 Portmann Helen, Zaugg Linda:Familien befhigen statt ersetzen

    Rahel Mller de Menezes

    72 Rfli Anna, Wthrich Nina:Alkohol Genuss und Missbrauch Jugendlicher

    Simon Sohre

    74 Schlfli Jamuna, Tanner Anna:Lasst uns doch in Ruhe!

    Andr Zdunek

    76 Senn Ariane, Thoenen Jasmin:Wie knnen Konflikte zwischen Team und Leitung in sozialen Organisationen gedeutet werden?

    Dr. Christian Vogel

    78 Werren Laura:Familienpolitik statt Familienarmut

    Dr. Matthias Naleppa

    Verfasserinnen und Verfasser Titel BT-Begleitung

    80 Willi Sandra:Sozialpdagogik im Zwangskontext

    Salvatore Cruceli

    82 Wyss Eveline:Arbeitsintegration in der Schweiz eine Analyse

    Dr. Matthias Naleppa

    84 Zanetti Gabriella:Konflikte binationaler Paare

    Eveline Ammann Dula

    86 Ziegler Cornelia:Wie man in den Wald hineinruft

    Dr. Manuel Bachmann

  • 76

    Kinder psychisch kranker Eltern sind keine homogene Gruppe. Viele Familien verfgen ber gengend Ressourcen, sodass eine elterliche Erkrankung das Wohl der Kinder nicht beeintrchtigt. Dennoch sind spezifische Risikofakto-ren zu erkennen, welche die Entwicklung der Kinder gefhrden knnen. Dies ussert sich unter anderem darin, dass das Risiko, selber an einer psychi-schen Strung zu erkranken, um ein Mehrfaches erhht ist, wenn die Eltern an einer psychischen Erkrankung leiden.

    In frheren Konzepten der sozialpdagogischen Familienbegleitung wurden Familien mit psychisch erkrankten Eltern als Zielgruppe meist ausgeschlos-sen. In neueren Anstzen wird zwar auf die Formulierung von generellen Ausschlusskriterien verzichtet. Expertinnen und Experten berichten jedoch von Schwierigkeiten bei der Umsetzung in der Praxis. Die Bachelor-Thesis befasst sich deshalb mit frderlichen und hinderlichen Faktoren fr das Gelingen sozialpdagogischer Familienbegleitung in Familien mit psychisch erkrankten Eltern.

    Im ersten Teil setzt sich die Arbeit mit dem Arbeitsfeld der sozialpdago-gischen Familienbegleitung auseinander. Dazu werden theoretische Bezge hergestellt. Des Weiteren wird auf Arbeitsprinzipien und auf Anforderungen an die Professionellen sowie an die jeweiligen Rahmenbedingungen ein-gegangen. Weiter werden spezifische Risiko- und Schutzfaktoren fr Kinder psychisch erkrankter Eltern herausgearbeitet, um schliesslich Aussagen darber machen zu knnen, inwiefern die sozialpdagogische Familienbeglei-tung dazu beitragen kann, Risikofaktoren bei Kindern psychisch erkrankter Eltern zu mindern und Schutzfaktoren zu strken. Um dies zu erreichen, werden Ergebnisse aus unterschiedlichen Studien und entwicklungspsycho-logische Bezge zusammengefhrt.

    Die Arbeit kommt zum Schluss, dass sozialpdagogische Familienbegleitung einen frderlichen Beitrag in Familien mit psychisch erkrankten Eltern leisten kann. Verschiedene Arbeitsschwerpunkte im Kernbereich der sozialpda-gogischen Familienbegleitung mindern spezifische Risikofaktoren und tragen dazu bei, dass Schutzfaktoren gestrkt werden. Hierzu gehren zum Beispiel das Aufbauen und Strken von Netzwerken, das Verbessern der Kommuni-kation in den Familien und die Untersttzung bei der Bewltigung alltags-praktischer Probleme. Obwohl in Sozialer Arbeit keine absolut zuverlssigen Formulierungen in Bezug auf hinderliche und frderliche Faktoren fr das Gelingen einer Intervention gemacht werden knnen, zeigt sich sehr deutlich, dass bestimmte Einflussfaktoren wie der Umgang mit der elterlichen Erkrankung oder die Rahmenbedingungen, in denen die Interventionen statt-finden ganz entscheidend sind.

    Sozialpdagogische Familienbegleitung in Familien mit psychisch erkrankten ElternSara Agner

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    Liebe jenseits der Grenzen Linda Altobelli, Daniela Winkler

    Binationale Beziehungen nehmen zu, auch in der Schweiz. Laut Bundesamt fr Statistik stellt die Zahl binationaler Ehen in der Schweiz fast die Hlfte (42,3%) aller Eheschliessungen dar. Durch Globalisierungs- und Transnatio-nalisierungsprozesse werden Beziehungen, welche nationale Grenzen ber-schreiten, berhaupt erst mglich.

    Diese Bachelor-Thesis befasst sich mit der Frage, ob das Transkulturkonzept (oder das Konzept der hybriden Identitt) eine Erklrung fr die Arrangierung binationaler Paare mit kulturellen Differenzen bieten kann. Das Ziel der Arbeit ist, die theoretischen, schwer fassbaren Konzepte der Transkultur und der hybriden Identitt mit der Lebenswelt binationaler Paare zu verknpfen, um dadurch die Leitfrage beantworten zu knnen.

    Anhand von vier Leitfadeninterviews wurden Einblicke in den Alltag bina