Club-Sammel-Leseprobe - Frauen begegnen Gott

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    04-Apr-2016
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  • Wenn es dir zur Gewohnheit wi rd, Gott zu danken, wi rd die Freude an ihm dein Leben bestimmen.

    Ann Voskamp

  • Ann Voskamp

    Tausend GeschenkeEine Einladung, die Flle des Lebens

    mit offenen Armen zu empfangen

    Sehnen Sie sich nach einem erfllten Leben? Ann Voskamp hat sich der Frage gestellt: Wie fi nden wir Freude angesichts von Terminstress, unbezahlten Rechnungen, kleinen und groen Familiendramen und tglichen Verpfl ich-tungen? Wie sieht ein von Dankbarkeit geprgtes Leben aus, wenn der Alltag rau, langatmig und manchmal dster ist? Was hlt Gott gerade dann fr uns bereit?

    Als sie begann, Gott fr das Leben, das sie tatschlich fhrte, zu danken, entdeckte sie das Leben, nachdem sie sich schon immer gesehnt hatte. Dieses Buch ist ein wunderbar praktischer Reisefhrer fr ein Leben in Freude. Es ldt dazu ein, hinter dem grauen Morgennebel Gottes Segen zu entdecken.

    Ich rume die Wsche in die Schrnke und denke an alles, was ich vermut-lich nie tun werde.

    So vieles werde ich nicht erleben. Den jadegrnen Li Jiang im Sden Chinas werde ich wohl nie sehen. Nie werde ich die schwarzhaarigen Jungs

  • mit ihren Strohhten auf den Bambus-Flen beobachten, die mit den Kormoranen Fische fangen, whrend im Hintergrund der Nebel aufsteigt und die Karstlandschaft unwirklich und dster erscheinen lsst. Ich werde nie die Loita-Berge in Kenia besteigen und beobachten, wie riesige Gazel-lenherden aus der Savanne heraufziehen. Ich werde nicht im saphirblauen Wasser einer pazifi schen Grotte schwimmen, werde nicht sptabends unter den majesttischen Mammutbumen sitzen, um dem Flstern des Windes in den Blttern zu lauschen, und ich werde meine letzten Jahre auch nicht damit verbringen, den smaragdgrnen Gipfel zu ersteigen, auf dem die sagenumwobene Inka-Stadt Machu Picchu liegt.

    Meine Hand streicht ber die dicken Frotteehandtcher. Ich bin die Frau eines Farmers. Ich habe sechs Kinder, die ich selbst unterrichte. Statt Diplo-men und Urkunden zieren die Abdrcke schmutziger Kinderhnde unsere Wnde. Gibt es Orte, die man gesehen haben muss, und Dinge, die man erreicht haben muss, um bereit zu sein? Ich wei, was der Glaube darauf antwortet, aber was sagt mir mein Herzschlag?

    Ich erinnere mich an einen Friseurbesuch. Die Kundin neben mir liest eine Zeitschrift , deren Schlagzeile ich im Spiegel entziff ere: Tausend Orte, die Sie besucht haben mssen, ehe Sie sterben. Stimmt das? Gibt es bestimmte Orte auf diesem Planeten, die ich sehen muss, ehe ich meinen letzten Atemzug tue, ehe ich die Ewigkeit einatme?

    Warum sollten bestimmte Dinge so wichtig sein? Damit ich ihnen mei-nen Respekt zolle? Um sagen zu knnen, ich htte wahre Schnheit gese-hen? Um fasziniert zu sein?

    Geht das nicht auch hier? Kann ich das nicht auch in meinem Alltag erleben?

    Meine Lungen werden an diesem Tag mehr als 11.000 Liter Luft einatmen und heute Abend wird ber unserer Farm wieder das Wintersechseck mit den Fixsternen Capella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Pollux aus dem Sternbild des Zwillings aufsteigen. Mitten im Sechseck knnen wir dann Beteigeuze sehen, den roten Riesenstern, der 662-mal so gro ist wie unse-re Sonne und zehntausendmal so hell. Ich werde heute Abend mein Kind umarmen, das in meinem Krper aus einer Samenzelle herangewachsen

    3Ann Voskamp: Tausend Geschenke

  • Leseprobe4

    ist. Vor unseren Fensterscheiben werden Schneefl ocken vom Himmel herabschweben, unendlich viel mehr, als es Sterne am Himmel gibt, und nicht zwei von ihnen haben die gleiche Form. Die Bume des nahe gele-genen Waldes werden nicht aufh ren zu atmen, trotz der winterlichen Starre der Natur. Der Gott unseres Universums wird Eis hervorbringen, er wird den Himmel mit Klte fllen, er bindet die Sterne des Siebengestirns zusammen, lst den Grtel des Orion auf und zhlt immer wieder meine Haare (Hiob 38,31; Matthus 10,30).

    Ist das Wunder nicht auch hier? Warum verbringe ich so viele Stunden meines Lebens und sehe es nicht? Sind wir wirklich so blind, dass es diese blendende Pracht braucht, damit unsere benommene Seele Schnheit sehen kann? Dabei sind Pracht und Herrlichkeit ber jeden unserer Tage ausge-gossen. Wer hat die Zeit, wer hat den Blick, um sie zu sehen?

    Stndig scheint mein Blick an den Spritzern der Enttuschungen hngen zu bleiben, die hier und da auft auchen.

    Ich schliee den Wscheschrank im Bad, nehme die Brste und schrub-be die Toilette. Meine Lebenszeit muss nicht verlngert werden, damit ich mehr interessante Orte sehen, mehr Besitz anhufen und mehr erreichen kann. Ich bin von Wunderbarem umgeben, wohin ich auch blicke.

    Doch warum schreit dann alles in mir nach mehr Lebenszeit in dieser Welt? Wovon will ich mehr?

    Ich sehe Jesus vor mir. Jesus Gott und Mensch zugleich. Seine Lebenszeit war begrenzt. Jesus, der Gott-Mensch kam, um mich aus dem Gefngnis der Angst, Schuld, Depression und Traurigkeit zu befreien. Als Jesus nur noch knappe zwlf Stunden zu leben hatte, was hielt er da fr das Wichtigste?

    Dann nahm Jesus das Brot, sprach darber das Dankgebet, brach es in Stcke und gab es ihnen (Lukas 22,19).

    Das ist es. Ich lebe hier in diesem Haus, koche Haferbrei, putze Toiletten und sortiere Wsche. Seit Tagen, seit Wochen stehe ich jeden Morgen tapfer auf und tue meine Arbeit, whrend ich ber die groen Fragen nachdenke. Ich beschf-tige mich mit der Suche nach erflltem Leben und der Frage, was es braucht, um bereit zu sein, wenn das Ende kommt. Gibt es einen Weg, der mich aus meinen Albtrumen heraus zu den Trumen fhrt? Gibt es diesen Weg?

  • 5Ich blttere durch die Seiten der schweren, dicken Bcher und lese lang-sam, im Original. Er sprach darber das Dankgebet heit auf Griechisch im Infi nitiv eucharisteo. Ich unterstreiche das Wort. Kann dieser Begriff einem Leben sicheren Halt geben? Ist er der Schlssel zum erfllten Leben?

    In eucharisteo steckt das Wort charis, was Gnade bedeutet. Jesus nahm das Brot, betrachtete es als eine Gnadengabe und dankte dafr. Er nahm das Brot, wusste, dass es eine Gabe war, und dankte.

    Doch es steckt noch mehr in diesem Wort. Ich lese weiter. Eucharisteo, die Danksagung, enthlt nicht nur charis, die Gnade, sondern auch das damit verwandte Wort chara, die Freude. Wahrhaft ig, Freude! Wie oft fehlt sie mir. Vielleicht ist dieses Sehnen nach mehr, nach der Flle, ein Verlan-gen nach Freude? Schon Augustinus schrieb: Und ob der eine auf diese, der andere auf jene Weise sein Ziel erstrebt, das gemeinsame Ziel, nach dem sie alle streben, ist die Freude.

    Ich atme tief ein, fhle mich wie ein einsamer Wanderer, der endlich zu Hause angekommen ist. Das erfllte Leben strebt nach Freude. Mein Leben zeugt davon, wie rar sich dieses kleine Wort, Freude, machen kann. In jener Nacht der Albtrume, als ich, vom blassen Mondlicht beschienen, verzweifelt um mehr kmpft e, da wusste ich nicht, von was ich mehr wollte. Nun hatte ich es gefunden, mein ganzes Wesen reagierte auf dieses eine Wort. Ich sehnte mich nach mehr Leben, nach mehr heiliger Freude.

    Das war mein Ziel, das wollte ich ergreifen, als ich versuchte, den Alb-trumen zu entkommen. Freude. Aber wo liegt der heilige Ort der Freude? Wieder schaue ich in das geff nete Buch. Habe ich hier den Schlssel auf die wichtigste Frage meines Lebens gefunden? Die tiefe chara-Freude fi ndet man am euCHARisteo-Tisch dem Ort der Danksagung. Ich sitze lange ber diesen Stzen staune kann es so einfach sein?

    Hngt das Ma meiner chara-Freude von der Tiefe meiner eucharisteo-Dankbarkeit ab?

    Solange es etwas gibt, wofr man danken kann Ich denke weiter. Solange man danken kann, gibt es Freude. Also ist es immer mglich, Freu-de zu erleben. Freude ist immer mglich. Wann auch immer also jetzt; wo auch immer also hier. Der heilige Gral der Freude ist nicht an einem weit

    5Ann Voskamp: Tausend Geschenke

  • Leseprobe6

    entfernten Ort oder in einer einzigartigen, besonderen Erfahrung verbor-gen. Das Wunder der Freude kann hier erlebt werden! Mitten in der cha-otischen, schmerzhaft en Gegenwart ist es auf wunderbare Weise mglich, Freude zu erleben! Es gibt nur einen Ort, den wir gesehen haben mssen, bevor wir sterben: den Ort, an dem wir Gott sehen, im Hier und Jetzt.

    Ich fl stere es, meine Zunge soll es fhlen, mein Ohr soll es hren.Charis Gnade.Eucharisteo Danksagung.Chara Freude.Ein Dreigestirn, drei Sterne, die in der Nacht leuchten.Eine dreifache Schnur, die ein Leben lang hlt. Habe ich den Weg in ein

    erflltes Leben gefunden?Gnade, Dankbarkeit, Freude. Eucharisteo.Ein griechisches Wort das alle Fragen beantwortet, den Sinn des

    Lebens off enbart?

    Ann Voskamp: Tausend GeschenkeGebunden mit Schutzumschlag 13,5 x 21,5 cm 272 SeitenNr. 816795 ISBN 978-3-8659-795-9 [D] 15,99 ( [A] 16,20/sFr 23,90*)

    * unverbindliche Preisempfehlung

  • Stacy Eldredge

    Werden, wie dumich siehstGottes Traum fr dein Leben

    Ein Hoff nungsbuch fr jede Frau, die sich immer wieder fragt, ob sich ihr Leben jemals ndern wird, ob sie selbst sich jemals ndern wird. In ihrem wohl persnlichsten Buch nimmt Stacy Eldredge die Leserinnen mit hinein in ihre Kmpfe um ein besseres Selbstwertgefhl, eine schlankere Figur und die Ausshnung mit ihrer Vergangenheit. Sie ermutigt, Altes loszulassen und in den Blick zu nehmen, welche wunderbaren Trume Gott bereithlt. Wir knnen uns nicht selbst heilen und auch nicht aus uns selbst zu unserem wahren Ich fi nden, aber wir sind nicht allein. Vielmehr mchte der Knig der Liebe uns helfen. Deshalb ist die wichtigste Reise, auf die sich eine Frau begeben kann, diejenige, auf der sie zu sich selbst fi ndet.

    Viele Frauen haben das Gefhl, als Frau versagt zu haben. Ich wei, dass ich mich oft so sehe. Eigentlich habe ich sogar das Gefhl, als Mensch schlecht-hin ein Misserfolg zu sein. Dieses Gefhl hat beinahe alles, was ich getan od