Die Pfarreien im Herzogtum Kurland im ländlichen und im städtischen Raum.

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    06-Apr-2016
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  • Die Pfarreien im Herzogtum Kurland im lndlichen und im stdtischen Raum.

  • Die StadtDominiert von einem deutschsprachigen BrgertumStreitigkeiten als Zeichen fr ein vitales Gemeindeleben Mglichkeit zur Reprsentation in den Kirchen fr Adel und Brgertum Mglichkeit des Brgertums auf die Besetzung der Pfarrstelle Einfluss zu nehmenTiefgehende Christianisierung in der Tradition des orthodoxen Luthertums durch Schulen und hoher Konzentration von Geistlichen

  • Das LandGeprgt durch lettischsprachige Bauern, die in verstreuten Gehften lebenPfarrstellen schlecht dotiert, Zwang zur Kenntnis der lettischen Sprache fr GeistlicheKein Einfluss der Bauern auf die Besetzung der PfarreNur wenige Mglichkeiten zur sozialen Reprsentation fr die Bauern Konkurrenz zwischen den Geistlichen benachbarter PfarrenSchlechte Kenntnisse der Landbevlkerung ber den christlichen GlaubenAb 1710 gravierende Verschlechterung der Seelsorge

  • TheseSoziale, wirtschaftliche und kulturelle Strukturen sowie rumliche Entfernungen verhindern die Christianisierung eines groen Teiles der lettischsprachigen Landbevlkerung, whrend der lutherische Glauben einen integralen Bestandteil der deutschsprachigen stdtischen Identitt darstellt

  • Auszge aus der Bahtenschen Kirchenordnung vom 6. Juli 1709Zum hochwrdigen Abendmahle sollen sich die Leute in gesunden Tagen fleiig und andchtig halten; die jenigen so sich vom Gebeht lernen und Abendmahl enthalten, sollen zu keiner Copulation Ingelassen werden, weilen Sie ohne Gebehtlernen und Abendmahl gehen sich selbst umb alle Nahrung zu haus und felde bringen; auch sollen sie zu keiner Taufzeuge angenommen, noch auff keine Gelge, Kindtauffe, Hochzeiten, Begrbnsse geladen werden, wer die wider di Kirchen gesetz laden wird, soll in die Kirchenlade, nach der Herrschaft Tax, gewisse Strafgelder geben; und wenn ein solcher, der von Gebehtlernen und Abendmahl gehen sich enthalten, mit dem Tode abgehet, soll er unter dem Galgen oder im Morast, ohne Klang und Sang verscharret werdenDer deutschen Gemeine hat man kein Kirchengesetz, wegen verhaltens in ihrem Gottesdienst, vorzuschreiben, einem jeden ist sein Christentum anstatt einer Kirchenordnung; doch will sich gebhren, da auch die deutschen sich frhzeitig einfinden, damit der Gottesdienst, ohne langes verzgerliches Warten, seine Fertigung haben knne