health 3001

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    07-Apr-2016
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  • healtheconomymedianet inside your business. today. Freitag, 30. Jnner 2015 41

    Pharmaindustrie hat volle bernahmekassen

    Branchenanalyse Whrend die jngsten bilanzen eher mager aussehen, sind die Zukunftsaussichten fr die Pharmabranche wieder gut: die Kassen fr bernahmen sind mit 1,2 billionen dollar gut gefllt. Seite 42

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    inhalt

    Healthcare> Kommentar: Kassen

    drohen steigende Kosten 42> Apotheker treffen sich

    in Schladming 42> Studien fehlen: EU bremst

    zahlreiche Generika 42

    Pharmareport und Lifescience> Jobrotationen bei Ratio-

    pharm/Teva in sterreich 44> Gefhrlicher Spitalskeim

    wird zum Problem 44> Prvention: neues

    Krebsrahmenprogramm 44

    Medizintechnik und eHealth> Japanische Forscher

    drucken Knochen 45

    Digitale helfer

    Intelligente Systeme sollen die Medizin revolutionieren, sagen Experten Seite 45

    Jubilum

    Das Wiener Hartmann-Krankenhaus feiert den 150. Geburtstag Seite 46

    abschieD sPitalsManagerin verlsst gesPag H

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    Innovationen Krebs- und Dia-betes, Herzinfarkt oder Fett-leber erkennen, bevor sie sich bemerkbar machen und ihnen mit der individuell richtigen Therapie zielsicher entgegen-wirken das ist Ziel der Bio-markerforschung. Seit Jahren engagieren sich Forscher der Medizinischen Universitt Graz auf diesem Gebiet. Nun wurde an der Medizin-Uni das Kompetenzzentrum fr Bio-markerforschung, CBmed, erffnet. Das neue Zentrum ist eines von bundesweit 15 K1-Zentren; bis 2018 stehen 17,4 Mio. zur Verfgung. Seite 45

    Rckblick Krzlich wurde das Jahrbuch Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft 2014 vorgestellt, welches bereits zum sechsten Mal von Sanofi GmbH und der Platt-form Gesundheitswirtschaft sterreich der Wirtschafts-kammer sterreich herausge-geben wurde. 2014 war sehr ereignisreich. Ich mchte be-sonders die Fertigstellung des Gesundheitssatellitenkontos hervorheben, das gezeigt hat, dass das Wachstumspotenzial in dieser Branche enorm ist, erklrte Initiator der Plattform und Leiter der Abteilung fr Gesundheit der WKO, Martin Gleitsmann (2.v.r.). Seite 46

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    Wien/London/Basel. Die Pharmakon-zerne legen gerade die Ergebnisse fr das vierte Quartal vor und da gibt es einige berraschungen. Milliardenkosten fr eine Krebs-medizin-Allianz mit dem deutschen Merck-Konzern haben den Gewinn von Pfizer im Schlussquartal mehr als halbiert; auch BMS und Roche schwcheln. Novartis hat Grund zum Jubeln: Die EU hat den Me-gadeal der Pharmariesen Novartis und GSK unter Auflagen genehmigt. Die Kartellwchter erlaubten den Verkauf der Novartis-Impfstoffs-parte und das Joint-Venture in das der Geschft mit OTC-Arzneien ein-zubringen. Seite 44

    Pharmabranche gewinneinbruch bei Pfizer und roche

    Dstere Bilanzsaison in Industrie

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    Nicht alle Pharmakonzerne knnen mit dem 4. Quartal zufrieden sein.

    Graz. Das ehemalige Roche-Zen-trum wird als Space one zu einem Technologiezentrum mit den Schwerpunkten Medizintechnik, Sensortechnologie sowie Elektro-nik und Software, das etablierten und neu gegrndeten Unternehmen eine ideale Infrastruktur bietet. Bei Vollauslastung knnen bis zu 400 Beschftigte im Zentrum ttig sein. Ziel des Projekts ist es, einen weite-ren Ankerpunkt fr Medizintechnik und damit verwandte Technolo-gien in Graz zu schaffen. berdies soll so ein weiterer Schritt gesetzt werden, Graz zur Medizintechnik-Hauptstadt sterreichs zu entwi-ckeln. Seite 45

    Forschung nach abzug von roche wchst graz

    Neues Medizintechnik-Zentrum

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    Im alten Roche-Diagnostics-Zentrum soll neues Leben einziehen.

  • 42 healtheconomy cover Freitag, 30. Jnner 2015

    Kommentar

    Groe Deals pushen die Preise

    martin rmmele

    Die Krankenkassen jam-mern derzeit ber neue Medikamente, fr die sie hohe Preise zahlen mssen. Eines davon ist die Hepatitis C-Innovation Sovaldi, die eine Heilung der Krankheit ermg-licht, aber mehr als 100.000 Euro pro Therapie kostet. Ein Grund fr die hohen Kosten sind aber nicht die hohen Ent-wicklungskosten, sondern ein milliardenschwerer Pharma-deal, der wieder verdient wer-den will. Das Produkt wurde nmlich vom jetzigen Anbieter teuer eingekauft.

    Eine Entwicklung, die den Kassen noch viel Ungemach bringen knnte. Denn die Kriegskassen der Pharmarie-sen sind prall gefllt: Mehr als 1,2 Billionen Dollar haben sie auf der hohen Kante fr wei-tere bernahmen und Deals. Geld, das sie aber auch wieder verdienen wollen. Wir stehen also mglicherweise vor einer Entwicklung, wo einige In-novationen zum Durchbruch gelangen, welche aber die Kas-sen viel Geld kosten werden.

    Nicht zuletzt deshalb ist eine Reform im Gesundheitswesen sinnvoll, und die gesetzten Schritte mit einer Strkung des niedergelassenen Sektors gehen in die richtige Richtung. Damit knnen hohe Spitals-ausgaben gesenkt werden. Die Krankenkassen und Lnder mssen sich aber sputen die Pharmaindustrie wird nicht warten, bis die Reformen umgesetzt sind.

    Analyse 2015 knnte das Rekord-bernahmejahr 2014 noch deutlich bertreffen Rcklagen von 1,26 Billionen USD

    Fusionen: Pharmariesen haben prallvolle Kassen

    Wien. Der Life-Science-Bereich ist, auch was die Besitzverhltnisse angeht, ein hchst dynamischer Be-reich. Ernst & Young, eine der welt-weit grten Wirtschaftsprfungs-gesellschaften, hat in einer neuen Studie die bernahmen und Fusi-onen von Biotech-, Pharma-, Spe-zialpharma- und Generikaunter- nehmen im vergangenen Jahr un-tersucht. Die Fusionen und ber-nahmen der Lief-Science-Unter-nehmen haben demnach im 2014 Rekordwerte erreicht. Insgesamt wurden weltweit Transaktionen in der Hhe von 223 Mrd. USD, das sind umgerechnet 192 Mrd. USD, gettigt. Mit einem Wert von 88 Mrd. USD im Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von satten 150%.

    Die grten Pharma-Unterneh-men schlossen bernahmen und Fusionen im Wert von 87 Mrd. USD ab. Big Pharma hat 2014 vorsichtig eingekauft und vor allem Portfolios bereinigt, erklrt Patrick Flochel, weltweiter Leiter des Pharma-Bereichs bei EY. Die beiden grten bernahme ber-haupt ttigte der Pharmariese Actavis mit Sitz in den USA und Irland: Actavis bernahm, wie be-richtet, den Botox-Hersteller Aller-gan fr 66,4 Mrd. USD und den Konkurrenten Forest Laboratories fr 23,6 Mrd. USD.

    Schweizer mischen mit

    An vier der zehn grten Trans-aktionen im vergangenen Jahr waren Schweizer Unternehmen beteiligt. Starke Umstrukturie-rungen verzeichnet das Biotech-nologie- und Pharmaunternehmen Novartis; die Nummer eins der Branche bernahm vom britischen

    Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK) fr 16 Mrd. USD den Onko-logie-Bereich. Im Gegenzug kaufte GSK fr 7,1 Mrd. USD das Impf-stoffgeschft von Novartis. Auer-dem gab das Basler Unternehmen die Sparte Tiergesundheit fr 5,4 Mrd. USD an den US-Konzern Eli Lilly ab. Die bernahme der US-Biotechnologiefirma InterMune fr 8,3 Mrd. USD durch Roche, das fnftgrte Pharmaunternehmen weltweit, ist ebenfalls eine der Top Ten der grten bernahmen und Fusionen.

    Die 40 von EY untersuchten Un-ternehmen verfgen zum jetzigen Zeitpunkt ber volle Kassen fr weitere Transaktionen: Nach den Berechnungen des Wirtschaftspr-fungsunternehmens betragen die

    fr bernahmeaktivitten potenzi-ell vorhandenen Mittel knapp 1,260 Billionen USD. Damit knnten laut Studie die Transaktionen im lau-fenden Geschftsjahr den ber-nahme-Rekordwert von 2014 noch bertreffen.

    Hhere Preise erwartet

    Laut Experten konzentrieren sich Life-Science-Unternehmen zur Stei-gerung von Effizienz, Effektivitt und Qualitt zurzeit auf die Diver-sifizierung eine Spezialisierung auf mehrere Bereiche, wie etwa Impfstoffe, Molekulare Diagnostik, Tiermedizin oder Consumer Health , den Ausbau der Emerging Mar-kets in China, Indien und Osteur-opa und legen den Fokus auf inno-

    vative Produkte: Durch Fortschrit-te in der personalisierten Medizin profitieren nicht nur die Patienten durch eine optimalere Versorgung, sondern lassen sich durch eine Verbesserung der Wettbewerbs-situation auch hhere Preise erzie-len.

    Was das Generikageschft an-geht, rechnen Experten mit einer Entspannung. Die Patent-Klip-pe, der Ablauf von Patenten, der zwischen 2010 und 2015 Summen in Milliardenhhe generiert, soll zuknftig wieder an Bedeutung verlieren. Allerdings mssen sich Life-Science-Unternehmen auch zuknftig auf Herausforderungen einstellen, die sich durch Kosten-einsparungen und regulatorische nderungen ergeben.

    Judith neudrfl

    An vier der zehn grten bernahmen waren im Vorjahr Schweizer Pharmafirmen beteiligt.

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    echt

    Das bernahmekarussell in der Pharmabranche drfte sich auch heuer weiterdrehen, vermuten Experten von Ernst & Young.

    Schladming. Im Rahmen des inter-nationalen Fortbildungskongresses pharmacon trafen sich Apotheker aus der Deutschland, der Schweiz und sterreich in Schladming. Im Vordergrund dieser lnderber-greifenden Veranstaltung standen Fortbildung, internationaler Mei-nungsaustausch und die Intensi-vierung der Zusammenarbeit. Ein Tagungsbestandteil war zudem eine berufspolitische Podiumsdis-

    kussion. Um die Arzneimittelthe-rapiesicherheit zum Wohl der Pa-tienten zu optimieren, fordert der Verband in allen drei Lndern eine intensivere Einbindung unserer Kompetenzen. Apotheker nehmen eine zentrale Rolle im Medikati-onsmanagement und bei der Ver-minderung von Medikation