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Improvisationen vom Jam-Session stattgefunden, bei der sich auch unangemeldet Musiker und S£¤nger mit
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    19-Oct-2020
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  • Plattling. Wer meint, dass er für tollen, puren Jazz und eine hoch- karätige Jazz-Jam-Session nach New Orleans oder Prag fahren muss, der ist falsch gewickelt. Plattling ist zwar wohl noch eher ein Geheimtipp unter den Jazzern, aber lange kann das nicht mehr so bleiben.

    Schon seit 14 Jahren treffen sich die regionalen Jazz-Musiker unter der Ägide des Regenbogen Kunst- und Kulturvereins bis zu sieben Mal im Jahr im Bürgerspital beim „Jazz-Forum“ und es hat sich schon eine richtige Fangemeinde gebildet, die über die Landkreis- grenzen hinausgeht. Allerdings erst zum zweiten Mal hat nun eine Jam-Session stattgefunden, bei der

    sich auch unangemeldet Musiker und Sänger mit den verschiedens- ten Instrumenten und Stimmlagen auf der Bühne treffen. Direkt vor dem Publikum wird dann kurz dis- kutiert, welcher Song, welche Ton- art und Klangfarbe und dann geht es einfach drauf los.

    So wurde die Stammbesetzung um Bernhard Schneider (Saxo- phon, Gesang und seines Zeichens Regenbogen-„Jazzdirektor“), Sven Ochsenbauer (Piano), Toni Nach- reiner (Kontrabass) und Stefan Weber (Drums) noch ergänzt unter anderem von Michaela Gerl und Martin Krivacek (Saxophon), Mar- co Pfefferl (E-Gitarre), Michael Außerbauer und Sara Gallitz (bei- de ebenfalls Saxophon).

    Es ist schon erstaunlich, wie das improvisierte Zusammenspiel al- ler Beteiligten immer auf Anhieb geklappt hat. Und wenn Einer spontan ein Solo hinlegte, hat es immer reichlich Zwischenapplaus gegeben.

    Nicht alle Stücke waren be- kannt, aber bei einigen musste man doch unweigerlich mitsummen, so z.B. „I ain't got nothing but blues“, das Ella Fitzgerald einmal gesun- gen hat oder „My little suede shoes“ von Jazz-Legende Charly Parker. Beim groovigen „Route 66“ durfte auch einmal eine weibliche Stimme intonieren und das mit ei- nem sehr sexy Alt, der viel Spon-

    tanapplaus hervorrief. Die Ballade „Make me a memory“ von Grover Washington jr. ließ viele verträumt seufzen.

    Lustig wurde es beim Song „Turnaround“, bei dem Bernhard Schneider ankündigte, dass die deutsche Übersetzung ja „Kreisver- kehr“ sei, und das aus gutem Grund. Die Musiker würden sich immer im Kreis bewegen und im- mer wieder begeistert von vorne anfangen, ohne Ende. Und so spielten sie, und spielten, und spielten.... − Sonja Meier

    Das nächste Jazz-Forum findet am Donnerstag, 7. April, statt. Dann wird Charles Leimer mit „Steps of Spirit“ im Bürgerspital auftreten.

    Zweite Auflage einer Jam-Session beim Jazz-Forum des Regenbogen Kunst- und Kulturvereins

    Improvisationen vom Feinsten

    Volle Bühne zum Schluss der Jam-Session am Donnerstag im Bürgerspital: Der Regenbogen-„Jazzdirektor“ Bernhard Schneider (4.v.l.) hatte viel zu tun, um den Überblick zu behalten. − Foto: Meier