K u K Oesterreichische Kriegsmarine 1850 1918

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  • K. u. K. Kriegsmarine

    1850-1918

    aus Wikipedia, der freien Enzyklopdie

  • sterreichische Marine aus Wikipedia, der freien Enzyklopdie

    Flagge der sterreichischen Marine 1786 bis 1869 und der k.u.k. Kriegsmarine 1869 bis 1918

    Wappen der k.u.k. Kriegsmarine 19151918 Die sterreichische Marine war die Gesamtheit aller militrischen Einheiten sterreichs zu Wasser. Die Gesamtheit der zivilen und Handelsschifffahrt wird als sterreichische Handelsmarine bezeichnet. Die militrische Schifffahrt hatte ihren Ursprung in der seit dem 16. Jahrhundert existierenden Donauflottille und der seit Ende des 18. Jahrhunderts bestehenden Mittelmeerflotte. Bis 1867, vor dem Ausgleich zwischen dem Kaisertum sterreich und dem Knigreich Ungarn, wurde sie als sterreichische Kriegsmarine oder k. k. Kriegsmarine bezeichnet. Danach, bis 1918, operierte sie als k. u. k. Kriegsmarine. Auf ihrem Hhepunkt vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs galt sie als die sechstgrte Marine der Welt. Die wichtigsten Seehfen der Marine waren die damals zur sterreichisch-Ungarischen Monarchie zhlenden Stdte Triest (heute Italien) und Pola (heute Kroatien) im Kstenland. Wichtige Donauhfen waren Linz und Klosterneuburg. Mit der Niederlage der Mittelmchte und der Auflsung der sterreichisch-Ungarischen Monarchie war auch das Schicksal der Kriegsmarine besiegelt. Die Schiffe der Mittelmeerflotte und Teile der Donauflottille gingen in den Besitz der Siegermchte ber. Die nicht von den Siegermchten beanspruchten Teile der Flotte wurden am Ende des Ersten Weltkriegs 1918 dem neuen sdslawischen Nationalrat bergeben. Der Republik sterreich blieben nur einige Patrouillenboote auf der Donau. Die letzten beiden Patrouillenboote stellten im Herbst 2006 ihren Dienst ein. Anfnge der sterreichischen Marine Zwar gelangten bereits im 14. Jahrhundert erste Kstenlandstriche der kroatischen Adriakste in habsburgischen Besitz, doch berlie man lange Zeit den Seehandel und dessen Verteidigung gegen maurische und osmanische Freibeuter der Eigeninitiative der Kstenbewohner. Erst in den Kriegen gegen das osmanische Reich ab dem 16. Jahrhundert kam es zur Grndung einer kaiserlichen Donauflottille, um einerseits den osmanischen Flussstreitkrften etwas entgegenzusetzen und andererseits die Landoperationen zu untersttzen. Ausgehend von der berlegung, dass sich Schiffstypen, die sich auf dem Meeren bewhrt hatten, auch fr die Donau eignen mssten, wurden im 17. und 18. Jahrhundert allerdings viel zu gro dimensionierte Schiffe gebaut. Die mit erheblichen Aufwand hergestellten Donaufregatten konnten auf der Donau jedoch kaum manvrieren und liefen wegen ihres groen Tiefgangs immer wieder auf Grund.[1] Fr eine Absicherung sterreichischer Kolonialplne reichte diese Seemacht nicht aus. Unter Kaiser Joseph II. kam es zur Grndung einer sterreichischen Kriegsmarine, die mangels finanzieller Mittel jedoch nur wenige Kriegsschiffe umfasste. Mit dem Frieden von Campoformio im Jahre 1797 gelangten jedoch Venedig, Istrien und Dalmatien in sterreichischen Besitz, die venezianische Flotte mit eingeschlossen. Venedig blieb whrend der ersten Hlfte des 19. Jahrhunderts auch Haupthafen der Kriegsmarine und wurde erst spter durch eigene Kriegshfen, in Pola und Cattaro, abgelst. Im Jahr 1829 bombardierten sterreichische Kriegsschiffe marokkanische Hfen an der Atlantikkste, die man der Piraterie verdchtigte. Erste "echte" militrische Erfahrungen machten Erzherzog Friedrich und die Besatzungen sterreichischer Kriegsschiffe an der Seite britischer Kriegsschiffe 1840 vor der syrischen Kste, wo sie als Teil der Quadrupelallianz den Osmanen halfen, den gyptischen Vizeknig zurckzudrngen. Die Bedeutung der Kriegsschiffsflotte fr sterreich zeigte sich 1864 durch die Seesiege Wilhelm von Tegetthoffs bei Helgoland im Deutsch-Dnischen Krieg. In dessen Zeit als oberster Admiral der Kriegsmarine begannen dringend notwendige Reformen, wie die Einfhrung einer einheitlichen Dienstsprache zur Beendigung von Verstndigungsproblemen unter den kroatischen, italienischen und sterreichischen Seeleuten auf hoher See, und die nachhaltige Modernisierung der Flotte. Die italienische Marine war bis dahin der sterreichischen noch deutlich berlegen. Entscheidender Wendepunkt war jedoch die Seeschlacht von Lissa, in welcher sterreich 1866 die zahlenmig berlegenen Italiener durch die Rammtaktik besiegte. Diese ersten groen Erfolge der sterreichischen Marine garantierten auch die bentigten finanziellen Mittel zur Modernisierung der Flotte. Holz als Baumaterial wurde zusehends durch Eisen ersetzt, die

  • Seeschlacht von Lissa sollte auch die letzte Schlacht bleiben, die durch Einsatz von Rammkreuzern entschieden wurde. Von diesem Zeitpunkt an war sterreichs Marine in der Adria eine ernst zu nehmende Seestreitkraft. Neben militrischen Aufgaben kam der Kriegsmarine auch eine volkswirtschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung zu, die sich in zahlreichen Forschungsreisen sterreichischer Kriegsschiffe manifestierte. Zahlreiche Reisen zu allen Kontinenten erfolgten zum Ausbildungszwecke der Mannschaft, wobei jedoch auch das Flagge-Zeigen auf den Weltmeeren zu Prestigezwecken ein erwnschter Nebeneffekt war. Hochseeschifffahrt: Die Mittelmeerflotte Grndung als sterreichische Kriegsmarine Obwohl die seit Ende des 18. Jahrhunderts existierende Kriegsmarine die sterreichische Flagge zeigte, war sie ursprnglich italienisch dominiert, machte doch die einst venezianische Flotte, die 1797 im Frieden von Campo Formio in sterreichischen Besitz gelangte, das Herzstck der sterreichischen Kriegsmarine aus. Es gab vorerst kaum deutschstmmige Marineoffiziere und Seeleute, diese kamen alle aus dem italienischen Teil der Monarchie. 1848, im Zuge der Revolution in sterreich und Ungarn wollte sich neben anderen italienischen Provinzen auch Venedig von sterreich lsen und dem italienischen Risorgimento anschlieen. Diesem Aufstand schlossen sich auch die sterreichischen Soldaten und Seeleute italienischer Abstammung an, so dass die k.k. Kriegsmarine einen groen Teil ihrer Schiffe an Venedig verlor, das zunchst erfolgreich in seiner Unabhngigkeitsbewegung war. Whrend es in ganz sterreich Unruhen gab und Radetzky die sterreichischen Truppen zurckzog, sammelten sich die treu gebliebenen Besatzungen mit deren Kriegsschiffen in Triest, Pola und Fiume. Nach dem Sieg Radetzkys ber die Italiener 1849 bei Novara und dem darauf folgenden Frieden zog sich die sardinische Flotte aus der Adria zurck und ermglichte es so der sterreichischen Marine, sich an der Blockade von Venedig zwecks Rckeroberung zu beteiligen. Um die sterreichische Kriegsmarine neu aufzubauen, machte man sich auf die Suche nach einem geeigneten Oberbefehlshaber. Gefunden wurde dieser in der Person des dnischen Kommodore 1. Klasse Hans Birch Dahlerup. Er wurde im Februar 1849 in Olmtz vom jungen Kaiser Franz Joseph I. persnlich empfangen, zum Marinekommandanten ernannt und zugleich zum Vizeadmiral und Feldmarschallleutnant befrdert. An der Adria angekommen, sah er sich der schwierigen Aufgabe gegenber, aus den Resten der teilweise zu den italienischen Aufstndischen bergegangenen sterreichischen Flotte eine neue Seemacht zu bilden. Durch sein bestimmtes Auftreten und seine berlegenen Kenntnisse gelang es ihm bald, Respekt zu erlangen und die Arbeit in Gang zu setzen. Man bemhte sich verstrkt um sterreichische Seeleute, die Kommandos wurden in Deutsch und Italienisch gegeben, und die italienischen Namen der Schiffe wurden ins Deutsche bersetzt. Mit dem Bau neuer Schiffe wurde begonnen. Nach der Rckeroberung von Venedig verblieb der Sitz des Marineoberkommandos vorlufig in Triest. Stimmen, die fr Pola pldierten, wurden aber schon damals laut, was Dahlerup aber ablehnte. Trotzdem kam am 20. November 1850 der Befehl, in Pola ein Marinearsenal zu errichten. Zu Schulungszwecken verkehrten die Schiffe der Kriegsmarine zwischen den sterreichischen Adriahfen und sicherten auch die griechischen und trkischen Gewsser gegen Seeruber. 1850 wurde Deutsch als allgemeine Dienstsprache eingefhrt. Im August 1850 bat Dahlerup um seinen Abschied und ihm folgte Feldmarschallleutnant Graf Franz von Wimpffen, ein Offizier des Landheeres. Whrend dessen Kommandozeit wurde das bisherige Marinekollegium in eine Marineakademie umgewandelt und der Ausbau von Pola beschleunigt. 1854 legte Graf Wimpffen das Kommando nieder. Am 10. September 1854 wurde Erzherzog Ferdinand Maximilian von Kaiser Franz Joseph I., seinem Bruder, zum neuen Oberkommandanten der sterreichischen Kriegsmarine ernannt. 1859 kam es abermals zum Krieg mit Italien im Sardinischen Krieg. Dieser sah Erzherzog Ferdinand Maximilian in der Doppelfunktion als Oberkommandant der Kriegsmarine und als Generalgouverneur von Lombardo-Venetien. Der Umstand, dass die Flotte noch nicht die notwendige Strke erreicht hatte, erlaubte es nicht, diese offensiv gegen den Feind einzusetzen. Es galt vielmehr, mgliche feindliche Angriffe abzuwehren. In dem am 10. November 1859 geschlossenen Frieden von Zrich blieb der Zugang zur Adria erhalten und damit die Kriegsmarine. Das Jahr 1860 brachte die Eingliederung des Flottillenkorps in die Kriegsmarine: die Lagunen-, die Gardasee- und die Donauflottille unterstanden nicht mehr lnger dem Landheer. Die ersten Panzerfregatten sterreichs liefen 1861 von Stapel (Salamander und Drache, 1862 die Kaiser Max). 1864 folgte Erzherzog Ferdinand Maximilian dem Ruf aus Mexiko und wurde Kaiser von Mexiko. Sein Nachfolger wurde Erzherzog Leopold, wieder ein Offizier des Landheeres. Seegefecht vor Helgoland 1864 zogen sterreich und Preuen gemeinsam in den Krieg um Schleswig-Holstein gegen Dnemark, in dessen Verlauf es zum Seegefecht vor Helgoland kam. Zunchst erhielt Wilhelm von Tegetthoff den Befehl, im Mittelmeer befindliche dnische Handelsschiffe zu kapern und dnischen Kriegsschiffen den Aufenthalt im Mittelmeer unmglich zu machen. Spter erhielt er den Befehl, sich mit sterreichischen Kriegsschiffen in die Nord