Lachen statt Liften - heike- ...

Lachen statt Liften - heike- 

Lachen statt Liften - K£¶lner Stadt-Anzeiger 10.12.11 12:10
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  • 10.12.11 12:10Lachen statt Liften - Kölner Stadt-Anzeiger

    Seite 1 von 4http://www.ksta.de/html/artikel/1287569473306.shtml

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    Diane Keaton, mit 64 attraktiv ohne Botox Bild: AFP

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    SCHÖNHEIT

    Lachen statt Liften Von Alice Ahlers, 22.10.10, 13:53h, aktualisiert 23.10.10, 14:15h

    Manche Gesichter erzählen vom Leben, andere vom Arztbesuch. Und Forscher fanden heraus: Botox lähmt nicht nur Gesichtsmuskeln, sondern auch unser Gefühlsleben.

    Manchmal fällt es gar nicht schwer, eine Heldin zu sein. Die Schauspielerin Kate Winslet ist gegen Botox. Schwups – schon ist sie eine moderne Jeanne d’Arc. „Kate Winslet steht zu ihren Falten", ist dann überall zu lesen. Wie mutig! Wie heldenhaft! Dabei hat sie sich dafür gar nicht angestrengt. Sie hat keinem das Leben gerettet, sie hat keine Schmerzen erlitten. Denn Falten tun ja nicht weh. Sie jucken nicht einmal. Sie hat einfach nur der Natur freien Lauf gelassen. Sie hat schlicht und einfach gar nichts getan.

    Damit Kate Winslet eine Heldin sein kann, gibt es Kriegerinnen wie Christy Turlington. In den 80ern war sie ein gefeiertes Topmodel. Jetzt ist sie 41, ihr Gesicht

    ist zart und glatt wie damals, aber sie spricht wie der Terminator: „Auslöschen", sagt sie ziemlich aggressiv. Ihre Waffe ist ein neues Anti-Falten-Serum, für das sie derzeit Werbung macht. „Auslöschen" soll es alles, was sich an Feinden im Gesicht findet: Krähenfüße (Augen), Denkerfalten (Stirn), Nasolabial-Furchen (links und rechts der Nase), orale Komissuren (Oberlippe) Marionettenfalten (Angela Merkel). Das Gesicht der Frau ist ein Kampfgebiet. Das Alter ist ihr Feind.

    2009 gab es in Deutschland 130.000 Botox-Behandlungen

    Auch unter den Deutschen werden die Kriegerinnen und Krieger zahlreicher. Die Zahl der Faltenbehandlungen mit Botox und anderen Füllsubstanzen ist seit 2008 um 50 Prozent gestiegen, meldet die Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie (GÄCD). 2009 ließen sich Frauen rund 130 000 mal Botox unter die Haut spritzen. Männer mögen es wie immer mehr „High-Tech": Sie verlangten lieber nach dem Laser. Piekst vielleicht auch nicht so. Gleichzeitig kaufen die Deutschen übrigens auch immer mehr ungespritztes Bio-Gemüse, haben Angst vor krebserregenden Stoffen, vor Keimen in OPs, vor Milben in Hotels, Gammelfleisch beim Metzger, Grippeviren an der Klinke. Beim Nervengift Botulinumtoxin, an dem Mäuse in Tierversuchen qualvoll ersticken, haben sie offensichtlich weniger Bedenken: Einmal direkt unters Auge bitte.

    Rettet die Falten - das sagt sich erstmal leicht. Jugendwahn, Schönheits-OPs, Botox. Alles schrecklich. Na, klar. Doch am nächsten Morgen hängt man selbst mit Lupenaugen vor dem Spiegel, schneidet blöde Grimassen, zieht die Lider straff, untersucht jede Pore. Denn morgens im Bad ist jeder seinem eigenen Gesicht am nächsten.

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  • 10.12.11 12:10Lachen statt Liften - Kölner Stadt-Anzeiger

    Seite 2 von 4http://www.ksta.de/html/artikel/1287569473306.shtml

    Hilfe, schreit das Gehirn

    Also mal anders: Ein Gedankenspiel. Angenommen es gäbe eine Pille, die alle Menschen ab morgen von jeglichen Falten befreite. Babyhaut für alle. Von der Geburt bis zum Tod. Eine Welt ohne Falten. Wie wäre das? Clint Eastwood bekommt einen Preis für sein Lebenswerk und wirkt, als hätte er gerade erst mit der Schauspielerei angefangen. Helmut Schmidt erzählt Weisheiten aus seinem politischen Leben und raucht dabei wie ein junger Dandy. Singles auf Partnersuche hätten es noch schwerer: Ist der Typ da drüben jetzt Rentner oder doch Abiturient? Porträtmalen wäre ein äußerst langweiliges Hobby. Kino mit Sean Connery auch. Fotos von sich selbst machen? Völlig überflüssig. Sieht in 20 Jahren genauso aus. Der Alltag wäre voller zusätzlicher Fragezeichen: Muss ich ihn jetzt duzen oder siezen? Ist es die Tochter oder die Mutter? Warum den Platz in der Bahn freimachen? Der sieht doch aus wie 20. Vergangenheit, Gegenwart – alles eins. Hilfe, schreit das Gehirn und ist verwirrt. Als ob die Welt nicht so schon kompliziert genug wäre.

    Ein Spaß ist das nicht. Und das ist wissenschaftlich belegt. Julia Roberts – noch so eine Heldin - hat es schon erkannt. „Ich will, dass meine Kinder mir ansehen, wenn ich sauer, glücklich oder verlegen bin", sagt die 42-jährige Schauspielerin. Denn sterben die Falten, stirbt auch die Mimik. Eine Botox-Spritze lähmt die Muskeln im Gesicht. Sie erschlaffen. So wirkt die Haut ganz glatt. Forscher der Technischen Universität München haben untersucht, wie sich das aufs Gehirn auswirkt. Das Ergebnis ist gar nicht schön: Die Versuchspersonen hatten nach einer Botox-Behandlung nicht nur weniger Mimik im Gesicht, auch die Aktivität in Gehirnregionen, die Gefühle verarbeiten, nahm ab. Denn ein bestimmter Gesichtsausdruck schickt ein entsprechendes sensorisches Signal ans Gehirn, das das dazu passende Gefühl verstärkt. Wer sich freut und dabei lacht, wird also noch fröhlicher. Außerdem vermuten die Forscher, dass Menschen dazu neigen, den Gesichtsausdruck ihres Gegenübers unbewusst zu imitieren. So überträgt sich ein Gefühl von dem einem auf den anderen. Man kann sich in den anderen hineinversetzen, ihn besser verstehen. Sich mitreißen lassen. Mitzittern. Mitärgern. Mitfreuen. So lähmt Botox nicht nur die Gesichtsmuskeln, sondern auch das Gefühlsleben. Keine Falten, dafür weniger Gefühle. Was für ein Tausch!

    Was ist das perfekte Gesicht?

    Unser Schönheitsideal bemessen wir obendrein auch noch an einer Illusion. Das hat der Psychologe Martin Gründl von der Universität Regensburg wissenschaftlich untersucht. Er wollte wissen, was für uns das perfekte Gesicht ist, das Schönheitsideal, nach dem wir streben, von dem wir uns erhoffen, dass es uns erfolgreicher, beliebter, begehrter macht. Zunächst gab er seinen Probanden Bilder von Gesichtern realer Frauen, die sie nach ihrer Attraktivität benoten sollten. Die Gesichter, die am besten ankamen, legte er im Computer übereinander und verschmolz sie zu einem. „Alles, was die Attraktivität senkt, wird dadurch abgemildert", erklärt Gründl. Er veränderte dabei auch die Haut: eben, makellos, ohne Falten, Pickel und Poren. „So glatt sieht kein erwachsener Mensch aus." Diese virtuellen Visagen präsentierte er seinen Testpersonen dann zusammen mit realen Gesichtern. Die echten Antlitze fielen durch. Am attraktivsten waren die Computergesichter. „Solche Frauen gibt es jedoch gar nicht", sagt Gründl. Sein Versuch ist in der Werbung und in Mode-Magazin längst Realität. Am Computer werden Gesichter digital bearbeitet. Ein Wischen mit der Maus und die tiefsten Furchen verschwinden. Unser Schönheitsideal ist also rein virtuell, im wahren Leben unerreichbar. Erstellt von einem Kasten, der sich die Welt aus Nullern und Einsern errechnet. Einer Maschine, die wir nun mal nicht sind. Da kann man noch so viel peelen, cremen, spritzen und liften. Keine Chance.

    Worin liegt es denn dann, das Geheimnis des vermeintlich faltenfreien Gesichts? Die Antwort klingt mechanisch gleich. Nehmen wir zum Beispiel die Schauspielerin Gwyneth Paltrow. Ihr Rezept: „Kein Alkohol. Kein Fett. Keine Sonne. Früh schlafen. Löwenzahn-Tee." Interview beendet. Was will man auch jemanden weiter fragen, der so ein langweiliges Leben hat. Und trotzdem regt sich gleich das schlechte Gewissen, gewinnt man doch den Eindruck: Wer Falten

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    hat, ist selber schuld. So ein junger, frischer Teint ist eben harte Arbeit, Disziplin und Entsagung. Ganz