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  • NeuroOrthopädie – Kids Hilfsmittel für Kinder

    Informationen für Fachhändler und Therapeuten

  • 2 Ottobock | NeuroOrthopädie – Kids

    Gemeinsam lachen, spielen, fröhlich sein – das soziale Miteinander ist für jeden Menschen elementar wichtig. Unsere Dienstleistungen und Hilfsmittel unterstützen Kinder und Eltern bei einem entspannten und stressfreien Alltag.

    Eine Herausforderung für Anbieter, Versorger und Therapeuten. Denn an uns liegt es, mit der Wahl der besten Hilfsmittel die techni­ schen und therapeutischen Voraussetzungen für die soziale Interaktion zu schaffen. Damit Kinder schon von Anfang an auf Augenhöhe mit anderen kommunizieren, lernen, ihr Umfeld aktiv erkunden und gestalten können.

    Dafür ist Mobilisierung unabdingbar. Je mobiler das Kind, desto leichter fällt ihm die Kommunikation mit Gleichaltrigen. Hilfsmittel, die die Aufrichtung gegen die Schwerkraft – die Vertikalisierung – aktiv unterstützen, fördern das selbstständige Sitzen, Aufrichten und Fortbewegen des Kindes. Außerdem festigen sie therapeutische Fortschritte und helfen bei der Weiterentwicklung.

    An der Förderung der Mobilität und an der Alltagstauglichkeit müssen sich Hilfsmittel messen lassen. Dabei spielt die Compliance, also die Akzeptanz des Hilfsmittels, eine außerordentliche Rolle. Häufig sind es die Eltern, die von einem Hilfsmittel überzeugt werden müssen, während Kinder, ihrer natürlichen Neugierde folgend, die unkriti­ scheren Nutzer sind. Umso wichtiger ist es, dass Industrie und Hand­ werk eng miteinander verknüpft sind und sich gegenseitig mit Ideen und Hilfen zur Auswahl der richtigen Produkte unterstützen.

    Unser Anspruch ist, Sie als Versorger/ Leistungserbringer mit den besten Möglich­ keiten auszustatten, sodass Sie in der Lage sind, Ihren Patienten – in diesem Fall Kindern – sinnvolle und effektive Hilfsmittel anbieten und anpassen zu können.

    Unser Anspruch

  • 4 Ottobock | NeuroOrthopädie – Kids

    Leitgedanken von Ottobock

    Eigeninitiative fördern Unsere Hilfsmittel unterstützen das Kind

    gerade so viel wie nötig. Sie fördern und fordern, damit es selbst aktiv werden kann.

    Teilhabemöglichkeit schaffen (Inklusion) Unsere Hilfsmittel helfen dem Kind, sein

    Umfeld aktiv zu erkunden und sich sozial zu integrieren.

    Dem einzelnen Kind gerecht werden Unsere Hilfsmittel passen sich dem Kind an,

    nicht umgekehrt. Die individuelle Anpassung ist ein Muss, um den spezifischen Anforde­ rungen des Kindes gerecht zu werden.

    Bequem und angenehm Unsere Hilfsmittel sind so komfortabel wie

    möglich, Passform und Gestaltung richten sich nach den individuellen Anforderungen.

    Die Therapie unterstützen Unsere Hilfsmittel orientieren sich an den

    Therapiezielen. Sie fördern diese Ziele auch bei den alltäglichen Verrichtungen.

    Multipler Nutzen Unsere Hilfsmittel sollen nicht nur den

    Kindern, sondern auch den Eltern, Betreuern und Therapeuten das Leben erleichtern. Deshalb beziehen wir sie in die Entwicklung unserer Produkte mit ein.

    Das Leben erleichtern Unsere Hilfsmittel sind auf den Alltag ausge­

    richtet und einfach zu bedienen.

    Design, den Anforderungen entsprechend Unsere Hilfsmittel sind nach den Indikationen und den kindlichen Anforderungen gestaltet und optimiert. Das Design entspricht zwingend den funktionellen Anforderungen, erlaubt aber dennoch eine kindgerechte Gestaltung.

    Auf der Höhe der Zeit Ottobock betreibt umfangreiche Forschung und unterstützt die Wissenschaft. Wir beziehen neue Erkenntnisse in die Entwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen mit ein. Unser Anspruch ist es, Innovationsführer auf dem neuesten Stand der Forschung zu sein. Um dies zu realisieren, benötigen wir Ihre Erfahrungen mit unseren Produkten, damit wir Ihr Wissen in unsere Hilfsmittel mit einfließen lassen können.

  • 6 Ottobock | NeuroOrthopädie – Kids

    • Athetose Bei dieser Bewegungsstörung kommt es zu überschießenden, unwill kürlichen Bewegungen.

    Erscheinungsbild • Die Muskelspannung schwankt zwischen hypoton und hyperton • Es kommt zu unkontrollierten, ausfahrenden und bizarren Bewegungen

    • Hemiparese Bewegungsstörung, die eine Körperhälfte betrifft.

    • Diparese Bewegungsstörung, die überwiegend die unteren Extremitäten betrifft. Jedoch sind die oberen Extremitäten und der Rumpf unterschiedlich stark mitbetroffen.

    • Tetraparese Bewegungsstörung, bei der alle vier Extremitäten und der Rumpf betroffen sind.

    Sensomotorische Probleme

  • NeuroOrthopädie – Kids | Ottobock 7

    Orthopädische Folgeschäden bei einer Zerebralparese hängen vom Schweregrad des Erscheinungsbildes ab und treten häufig auf. Gründe dafür sind die anhaltenden unphysiologischen Haltungs­ und Bewegungsmuster durch Probleme in der Tonusregulierung, Rumpfstabilisierung und Symmetrie. Orthopädische Folgeschäden müssen genau befundet und in der Hilfsmittelanpassung berücksichtigt werden. So können z. B. Kontrakturen und Hüftluxationen sehr schmerzhaft sein und eine Tonussteigerung zur Folge haben.

    • Kontrakturen Eine Kontraktur ist eine Verkürzung von Muskeln, Sehnen und Bändern an Gelenken. Dies führt zur Einschränkung der Beweglichkeit oder zur kompletten Versteifung. Durch den erhöhten Tonus in den Extremitäten kommt es bei zerebral­ paretischen Kindern je nach Ausprägungsgrad an bestimmten Muskeln vermehrt zu Verkürzungen und damit auch zu bleibenden Kontrakturen. Diese Kontrakturen können Funktionen wie Sitzen, Stehen, Gehen negativ beeinflussen oder sogar verhindern.

    • Adduktionskontraktur

    Erscheinungsbild • Abduktion (lat. abspreizen) ist nicht mehr möglich • Typische Stellung der Hüfte in Adduktion/Innenrotation

    • Hüftbeugekontraktur

    Erscheinungsbild • Hüftstreckung ist nicht möglich • Ausgleich im Stand über Hüftbeugung und Innenrotation bei Kniestreckung (siehe Bild 1)

    oder Hüftstreckung und Innenrotation bei Kniebeugung (siehe Bild 2)

    Bild 1 Bild 2

    Orthopädische Folgeschäden

  • 8 Ottobock | NeuroOrthopädie – Kids

    • Kniebeugekontraktur

    Erscheinungsbild • Kniebeugehaltung • Kniestreckung ist nicht möglich

    • Spitzfuß

    Erscheinungsbild • Fehlstellung des Fußes, Ferse hat keinen Bodenkontakt, Vorfußbelastung • Ausgleich im Stand durch Kniebeugung oder Hüftstreckung mit Hyperlordose (Hohlkreuz) • Ohne Behandlung wird die Fehlstellung fixiert, was das Stehen und Gehen durch die

    Verringerung der Unterstützungsfläche erschwert

    • Knick-Senkfuß (Plattfuß)

    Erscheinungsbild • Nach innen abgesunkenes Längsgewölbe, Ferse fällt seitlich ab • Je nach Ausprägungsgrad empfiehlt sich eine Behandlung mit Einlagen,

    Orthesen oder durch eine Operation

    Angeborener Spitzfuß

    Erworbener Spitzfuß

    Orthopädische Folgeschäden

  • NeuroOrthopädie – Kids | Ottobock 9

    • Windschlag

    Erscheinungsbild • Ein haltungsabhängiges Wegkippen der Beine zu einer Seite aufgrund der

    seitenunterschied lichen Qualitäten von Tonus und Symmetrie • Daraus resultiert eine zunehmende Asymmetrie des gesamten Körpers

    i Wird nicht frühzeitig gegen die zunehmende Asymmetrie gearbeitet, kann es neben dem Wind schlag zu orthopä- dischen Folgeschäden kommen, wie: Hüftluxation, Gelenk- kontrakturen, Skoliose (Wirbel säulenverkrümmung)

    • Asymmetrie Viele zerebralparetische Kinder leiden an einer eingeschränkten Rumpf­ stabilität und einer niedrigen Muskelaktivität im Rumpf (Rumpfhypotonie) sowie auftretenden asymmetrischen Bewegungen. In der Folge führt das bei betroffenen Kindern häufig zu einer Fehlhaltung. Auch bei einer nicht ausreichenden Hilfsmittelunterstützung bzw. einer Unterversorgung des Kindes kann sich eine Asymmetrie entwickeln.

    Erscheinungsbild • Entsteht aufgrund seitendifferenzierter Tonusqualität, Bewegung, Spastik, Schmerz

    oder anhaltenden Auftretens von pathologischen Reak tionen und Reflexen • Einseitige Hör- oder Sehfunktion • Unterschiedliches Wachstum der Extremitäten • Idiopathische (ohne fassbare Ursache) Skoliosen können zu Bewegungs- oder

    Haltungs-asymmetrie führen

    • Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung) Die Skoliose ist eine häufige Folgeerkrankung bei der Zerebralparese oder Muskeldystrophie, da hierbei eine eingeschränkte Rumpfstabilität und ein niedriger Tonus im Rumpf sowie eine asymmetrische Bewegung auftreten können. Im frühen Stadium der Diagnostik gibt es sehr gute Behandlungsmöglich­ keiten.

    Erscheinungsbild • Seitverbiegung der Wirbelsäule mit Verdrehung der Wirbel – die Wirbelsäule

    kann nicht mehr vollständig aufgerichtet bzw. begradigt werden • Eine Schulter steht hoch oder ein Schulterblatt ragt heraus (nach dorsal) • Die Rippen wölben sich vor

    Orthopädische Folgeschäden

  • 10 Ottobock | NeuroOrthopädie – Kids

    Hemiparese/Hemiplegie

    17LA3N Unilaterales Knöchelgelenk Seite 28

    17AF10 X-ible Seite 20

    17F34/17F24 Fußschiene für Kinder Seite 24

    17AD1/17AF2 Konventionelle Knöchelgelenke Seite 22

    17B70 Rastengelenk Seite 63

    16X4 Armschienen Seite 62

    16X12 Ellbogenschienen Seite 60

    17CF1 Carbon Ankle seven Seite 25

    28U25 WalkOn Reaction junior Seite 14

    28FS300 L300 Go