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  • MInternationale Prfungen fr Deutsch als Fremdsprache

    Modellsatz

    C1

    ZC1

    SD Zertifikat C1

  • Name:

    1 SD Zertifi kat C1 | Modellsatz

    insgesamt 90 MinutenLesenAufgabe 1 | Blatt 1

    insgesamt 90 Minuten

    5 Punkte

    Lesen Sie zuerst den folgenden Text und lsen Sie dann die 5 Aufgaben auf Blatt 3.

    Die Diktatur der Uhr

    Noch nie haben die Extreme von Zeitnot und Langeweile das Leben so stark geprgt wie in unserer beschleunigten Gesellschaft . Wie viel Tempo vertrgt der Mensch?

    In Deutschland hufen sich die Symptome einer Zeit-Krise. Jeder zweite Erwerbstti ge klagt ber wachsende Zeitnot. Mit der Flexibilisierung der Arbeit vollzieht sich ein neuer historischer Schritt . Die Zahl der Berufstti gen mit normalen Arbeitszeiten sinkt, statt dessen gibt es immer mehr Teilzeitkrft e, Selbststndige und Vielarbeiter. Mehr Menschen als frher arbeiten heute nachts, und jeder Dritt e ist auch am Samstag beschft igt.

    Frher erstreckte sich die Lebenswelt kaum ber das eigene Dorf hinaus heute ist die Welt zum Dorf geworden. Medien, Internet, Waren und Tourismus haben sie in unsere Reichweite gebracht und damit all ihre Mglichkeiten und Verheiungen. Trendforscher haben Zeit und Aufmerksamkeit zu den zentralen Marktkriterien der Zukunft erklrt. Um diese knappen Ressourcen konkurrieren nun also Warenwelt und Freizeiti ndustrie, Beruf und Familie. Allen Ansprchen ob denen anderer oder unseren eigenen knnen wir unmglich gerecht werden. Unweigerlich hinken wir hinterher, kommen zu spt, versumen.

    Whrend unsere Lebenserwartung steti g steigt, erweisen sich Ziele und Verbindlichkeiten als immer kurzlebiger ob Partnerschaft , Arbeitsplatz oder Rente. Die Zeitwahrnehmung

    hat ihre Zukunft sorienti erung verloren und betont nun Diskonti nuitten und Unsicher-heiten, sagt der Soziologe Hanns-Georg Brose.

    Wo nicht mehr alles zu seiner Zeit, sondern immer mehr zugleich geschieht, wird Zeitmanagement zu einem permanenten Balanceakt. Unerwartetes kollidiert mit Plnen, Dringliches mit Prioritten, Arbeit mit Privatem. So versucht der Mensch, der mit der Zeit geht, seinen persnlichen Zeiteinsatz zu opti mieren wie den der Maschinen, wenn nti g auch auf Kosten eigener Bedrfnisse: Wir schlafen im Durchschnitt eine halbe Stunde weniger als noch vor 20 Jahren, schlucken immer mehr Grippemitt el, Wachmacher und Anti depressiva. Der flexible Mensch ist immer auf Stand-by allzeit bereit. Um Zeit zu gewinnen, macht er weniger Pausen, erledigt nicht mehr eins nach dem anderen, sondern vieles zugleich: mailen, simsen, essen, telefonieren, das Kind sti llen. Die Mehrfachtti gkeit ist zum Epochenmerkmal geworden.

  • Name:

    2 SD Zertifi kat C1 | Modellsatz

    insgesamt 90 MinutenLesenAufgabe 1 | Blatt 2

    insgesamt 90 Minuten

    5 Punkte

    Der Versuch, mehrere Dinge gleichzeiti g zu bewlti gen, scheitert allerdings an unserer begrenzt verfgbaren Aufmerksamkeit. Durch einen allzu raschen Wechsel bleibt nicht nur weniger im Gedchtnis hngen, es geht auch Zeit verloren. Eine amerikanische Studie hat ergeben, dass der Versuch, einen Bericht zu schreiben und zwischendurch immer wieder E-Mails zu beantworten, 50 Prozent lnger dauert, als beides nacheinander zu erledigen.Der Dauerbetrieb behindert auerdem einen kreati ven Prozess: Erst wenn wir eine Pause einlegen, uns abwenden von der Welt, uns uns selbst berlassen, fhrt das Gehirn Probe- handlungen aus, vernetzt sich, stellt Neues zusammen. Dann kommt es vielleicht zu einem unerwarteten Geistesblitz.

    Das allerdings setzt Geduld voraus. Aber warten? Eine Stunde, ohne etwas Besti mmtes zu tun? Fr viele eine qulende Vorstellung, vergeudete Zeit, Sti llstand. Sofort suchen sie nach neuer Beschft igung und setzen damit die Zeit wieder in Bewegung: surfen, chatt en, spielen, fernsehen. Doch ausgerechnet der stndige Versuch, sie zu vertreiben, vermehrt die Langeweile das Langeweile-Paradox. Durch Medien, Events und den Konsum von Gtern ist stndig etwas los, berall wird Vergngen und Auergewhnliches geboten. Das Gegenteil fllt dann natrlich umso mehr auf. Und wenn man berall Neues fi ndet, wird man des Alten schnell berdrssig.

    So bertrgt sich die Steigerungslogik der Wirtschaft auch auf die persnliche Glckssuche. Und sogar auf unsere Sinneswahrnehmung:

    Was frher als Lrm galt, wird von Jngeren nur noch als laut empfunden; was einst rasante Filmmontage war, ist heute Nachrichtenformat. Nur noch starke Sti muli kommen an, weil das Gehirn die Reizschwellen heraufgesetzt hat. Die Vertreibung der Langeweile beginnt schon im Kindesalter.

    Es gibt aber bereits eine Gegenbewegung, eine Suche nach einem anderen Verhltnis zur Zeit: Rck-Besinnung auf traditi onelle Werte, Entschleunigung statt Turbo-Kapitalismus. Bestseller wie Simplify your Life, Anleitung zum Miggang oder die Entdeckung der Faulheit verdrngen Ratgeber fr ein erfolgreiches Zeitmanagement. Ihre Leser suchen Klarheit und Sinn statt einer noch effizienteren Terminplanung.

    Der Medienwissenschaft ler Peter Glotz sieht darin Vorboten eines Paradigmas der Langsam- keit: Nachdenklichkeit statt Geschwindigkeit, Bescheidenheit statt Gewinnsucht, Familien- orienti erung statt Leistungswett bewerb. Formuliert wrden die neuen Ziele von einer wachsenden Zahl arbeitsloser oder ausgesti egener Akademiker, denen sich auch die klassische Unterschicht anschlieen werde. Auf der anderen Seite stnden jene, die schnell, mobil und flexibel lebten die immer mehr Geld, aber immer weniger Zeit htt en. Zwischen diesen beiden Polen der beschleunigten Gesellschaft drohe, so Glotz, eine Spaltung: Die frheren Industriegesellschaft en werden vorbergehend durch heft ige Kulturkmpfe zwischen Be- und Entschleunigern erschtt ert werden.

    [aus einer deutschen Fachzeitschrift ]

  • Name:

    3 SD Zertifi kat C1 | Modellsatz

    LesenAufgabe 1 | Blatt 3

    insgesamt 90 Minuten

    5 Punkte

    Lesen Sie zuerst den Text auf Blatt 1 und 2. Lsen Sie die folgenden Aufgaben, indem Sie die richti ge Antwort (A, B oder C) ankreuzen (siehe Beispiel).

    A

    B

    C

    1 Die Vernderungen der heuti gen Lebenswelthaben die Dorfb evlkerung erst spt erreicht.

    machen es schwerer, die verschiedenen Lebensbereiche zu vereinbaren.

    resulti eren aus den gesti egenen Ansprchen der Wirtschaft .

    A

    B

    C

    2 Die Zeiteinteilung wird schwieriger, weil die Menschendabei heutzutage immer mehr Dinge bercksichti gen mssen.

    ihre individuellen Bedrfnisse in den Vordergrund stellen.

    weniger bereit sind, ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

    A

    B

    C

    3 Mehrere Dinge gleichzeiti g zu tunerschwert die Entstehung neuer Ideen.

    macht den Arbeitsprozess kreati ver.

    trainiert das Gedchtnis.

    A

    B

    C

    4 Langeweile entsteht dann, wenndie Freizeitgestaltung zu wenig Abwechslung bietet.

    die Menschen zu geduldig und abwartend sind.

    man sich in zu viele Akti vitten fl chtet.

    A

    B

    C

    5 Die neue Besinnung auf die Langsamkeitfordert eine noch straff ere Zeitplanung.

    fhrt zu einer nderung von Wertvorstellungen.

    verringert die Spannungen innerhalb der Gesellschaft .

    A

    B

    C

    Beispiel Durch die Flexibilisierung der Arbeitgibt es immer weniger Menschen mit normalen Arbeitszeiten.

    haben Erwerbstti ge heute mehr Zeit als frher.

    ist die Nachfrage nach Arbeitskrft en geringer geworden.

    x

  • Name:

    4 SD Zertifi kat C1 | Modellsatz

    WWF-Projekt zu Artenschutz in sterreich abgeschlossen

    52 Staaten der Erde unterzeichnen Artenschutzabkommen

    Forscher berlebt Expedition in den Bergen

    Verlust von Lebensraum fhrt zu Artensterben

    Schweizer Projekt fr den Naturschutz

    Experten dokumentieren weltweites Artensterben

    Ein eigener Tag zur Entdeckung der Artenvielfalt in Deutschland

    Internati onales Forscherteam entdeckt Region mit unbekannten Tier- und Pfl anzenarten

    Biologen entdecken neue Pfl anzenart im Berliner Zoo

    Schweizer Wissenschaftler frdern die Landwirtschaft

    A

    B

    C

    D

    E

    F

    G

    H

    I

    K

    Lesen Sie die 10 berschrift en auf Blatt 1 und die 5 Texte auf Blatt 2. Ordnen Sie dann den Texten (1 5) die passende berschrift (A K) zu und tragen Sie die Lsungen in die Kstchen unten ein. Pro Text passt nur eine berschrift .

    1 2 3 4 5Text

    berschrift

    LesenAufgabe 2 | Blatt 1

    insgesamt 90 Minuten

    5 Punkte

  • Name:

    5 SD Zertifi kat C1 | Modellsatz

    1

    Die Artenvielfalt in Flora und Fauna nimmt rasant ab. Einer neuen Studie zufolge hat der Mensch die Todesrate der Spezies auf das 100- bis 1000-Fache des natrlichen Maes getrieben. Experten erstellten jetzt eine Weltkarte mit den Epizentren des Artentods. Die Warnungen aus der Wissenschaft werden immer dramati scher. Mitt lerweile reden Experten von einer bevorstehenden globalen Krise fr die Artenvielfalt. Die Biologen untersuchten Arten, ber die es weltweite Daten gibt. Dazu zhlen Sugeti ere, Vgel, Amphibien, einige Repti lien und als einzige Pflanzengatt ung Nadelhlzer. Obwohl die Rett ung von Tier- und Pflanzenarten fr sich genommen lebenswichti g ist, geht es um viel mehr, betonte Mike Parr von der Alliance for Zero Exti ncti on, einem Zusammenschluss von Umwelt- und Tierschutzorganisati onen aus 52 Staaten. Die knft ige geneti sche Vielfalt der kosysteme der Erde steht auf dem Spiel.

    [aus einer sterreichischen Zeitung]

    2Einmal im Jahr ldt das Magazin GEO zur Expedition in die heimische Natur. Fr die Teilnehmer gilt es, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet in Deutschland mglichst viele verschiedene Pflanzen und Tiere zu entdecken. Ziel des GEO-Tags de