Portfolio - .Skizzen beschriftet, ... Skizzen vom Ameisenbau und vom Körperbau der Ameise....

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    Portfolio

    Das Instrument des Portfolios wird als eine gute Mglichkeit bewertet, verschiedene

    Auftrge der Flexiblen Grundschule zu vereinen: Die Schlerinnen und Schler lernen

    individuell, aber im Rahmen eines gemeinsamen Themas und gemeinsamer

    Aufgabenstellungen. Die Heterogenitt wird genutzt durch geplante Lernsituationen, in

    denen Teams gemeinsam eine Aufgabe und verschiedene Lsungsmglichkeiten

    besprechen, sich gegenseitig beraten und auch Rckmeldung zu den Entwrfen der

    Mitschlerinnen und Mitschler geben. Gleichzeitig entstehen innerhalb des

    gemeinsamen Rahmens individuelle und sehr aussagefhige Schlerprodukte. Sie

    dienen der individuellen Rckmeldung an Kind und Eltern und ermglichen sowohl

    einen Vergleich mit den Kompetenzerwartungen des Lehrplans (als kriterialer

    Bezugsnorm) sowie einen Vergleich mit den anderen Schlerinnen und Schlern der

    Lerngruppe (als sozialer Bezugsnorm).

    Ein Portfolio bietet somit die Mglichkeit, den individuellen Lernprozess und -erfolg von

    Schlerinnen und Schlern transparent und nachvollziehbar zu machen, auch indem

    hier persnliche Interessenschwerpunkte deutlich gemacht und verfolgt werden

    knnen. Die Kinder sammeln eigenstndig Lernergebnisse und Unterlagen, die sie zu

    einem Thema angefertigt haben. Ebenso reflektieren die Lernenden ihre Lernprozesse

    und planen: Was habe ich Neues gelernt? Wie habe ich mit anderen

    zusammengearbeitet? Was mchte ich jetzt noch zum Thema wissen?

    ber das Portfolio und die Qualitt der einzelnen Dokumente erhlt das jeweilige Kind

    eine Rckmeldung durch die Lehrkraft. Um die Kriterien transparent zu machen und

    auch fr ein Elterngesprch nutzen zu knnen, kommen auch Rckmeldebgen zum

    Einsatz. Werden Portfolios benotet, ist es unerlsslich, dies im Vorfeld bekannt zu

    machen, die Bewertungskriterien offenzulegen und anschlieend auf dieser Basis die

    Note zu begrnden. Die Bewertungskriterien knnen sich dabei sowohl auf den

    Prozess der Erstellung des Portfolios als auch auf das Produkt selbst beziehen.

    Tglich ist Lernzeit in der Schule fr die Arbeit am Portfolio reserviert, in der die

    Schlerinnen und Schler lesen, diskutieren, ihre Arbeitsschritte aufteilen, zeichnen

    und schreiben sowie die Anordnung der Information auf ihren Dokumenten

    besprechen. Die Lehrkraft gibt selbst Hilfestellung, stellt Unterlagen zur Verfgung und

    bert oder whlt Schlerinnen und Schler aus, die anderen auf Nachfrage

    Untersttzung und Hinweise geben. Ggf. stellt auch die Lehrkraft gezielt Tandems oder

    Teams zusammen, um die Heterogenitt zu nutzen und dadurch das Lernen

    voneinander zu untersttzen.

    Im Laufe der gesamten Lernzeit finden regelmig Plenumsrunden statt, in denen die

    Schlerinnen und Schler ber ihren Arbeitsstand und ihre Lernergebnisse berichten.

    So ist sichergestellt, dass die Schlerinnen und Schler gengend Untersttzung und

    Anregung erhalten, um Erfolge und prsentable Ergebnisse zu erzielen. Zustzlich

    dazu gibt es gezielte Hilfen whrend der tglichen Lernzeit.

    Am Ende der Portfoliophase prsentieren die Schlerinnen und Schler ihre

    Forschungsergebnisse und stellen ihre Dokumente im Klassenzimmer aus. Jedes Kind

    erhlt einen Termin, um die eigenen Lernergebnisse der Klasse vorzustellen. Dabei

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    begrnden die Schlerinnen und Schler auch ihre Entscheidung fr die Auswahl des

    jeweiligen Forscherauftrags, schildern ihre Vorgehensweise und beantworten Fragen

    zu ihren ausgestellten Lernergebnissen.

    Die Erstellung eines Portfolios, so die Erfahrung der Lehrkrfte, lsst besonders die

    individuellen Unterschiede zwischen den Kindern sehr deutlich zutage treten, sowohl in

    fachlicher Hinsicht als auch, was das Lern- und Arbeitsverhalten betrifft. Die

    Schlerinnen und Schler setzen unterschiedliche Schwerpunkte, sie verwenden

    unterschiedlich viel Sorgfalt fr die Ausfhrung und bentigen unterschiedlich viel Hilfe

    dabei, das Thema und bestimmte Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Bentigen

    die Kinder beim ersten Portfolio noch viel Untersttzung, gehen sie bereits bei einem

    zweiten schon viel selbstndiger und zielstrebiger vor.

    Portfolios haben einen fachlichen Schwerpunkt, sind aber in der Regel immer

    fcherverbindend, wie die folgenden Beispiele zeigen. Wenn im HSU-Unterricht

    Skizzen beschriftet, Sachtexte verfasst und Lernergebnisse vorgestellt und reflektiert

    werden, erweitert dies immer auch die Sprech-, Lese- und Schreibkompetenz der

    Schlerinnen und Schler. Aus diesem Grund sind zentrale Kompetenzerwartungen

    des Fachlehrplans Deutsch mit aufgelistet.

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    Die Wiese ein vielfltiger Lebensraum

    Arbeitsauftrge und Portfoliobeitrge

    Jahrgangsstufen 1/2

    Fcher HSU und Deutsch

    Zeitrahmen ein bis zwei Wochen mit tglicher Arbeitszeit (ca. 45 bis 60 Minuten)

    Bentigtes Material Bestimmungsbcher, Lexika, Kindersachbcher, ggf. Computer zur Internetrecherche, Plakatpapier, Stifte, Kleber, Scheren, Wasserschalen, mitgebrachte Pflanzen etc.

    Kompetenzerwartungen

    HSU 1/2 3 Natur und Umwelt 3.1 Tiere, Pflanzen, Lebensrume

    Die Schlerinnen und Schler

    bestimmen ausgewhlte heimische Tier- und Pflanzenarten mithilfe einfacher, auf Abbildungen basierender Bestimmungshilfen.

    beschreiben, wie heimische Tier- und Pflanzenarten an ihren Lebensraum angepasst sind.

    D 1/2 1 Sprechen und Zuhren 1.2 Zu anderen sprechen

    Die Schlerinnen und Schler

    prsentieren Ergebnisse des eigenen Lernens, auch illustriert durch Medien (z. B. selbst erstellte Plakate).

    1.4 ber Lernen sprechen

    Die Schlerinnen und Schler

    verfgen ber Formulierungsroutinen und Wortschatz, um mit anderen ber Lernen zu sprechen sowie wertschtzend Rckmeldung zu geben.

    stellen eigene Lernergebnisse vor und vergleichen sie mit denen anderer.

    D 1/2 2 Lesen mit Texten und weiteren Medien umgehen 2.3 ber Lesefhigkeiten verfgen

    Die Schlerinnen und Schler

    recherchieren in Medien (z. B. Kinderlexika, Fernsehzeitschriften) gezielt Informationen.

    D 1/2 3 Schreiben 3.2 Texte planen und schreiben

    Die Schlerinnen und Schler

    sammeln, auch im Austausch mit anderen, Formulierungen und Informationen fr ihre eigenen informierenden Texte (z. B. aus Kindersachbchern, Schulbchern) und whlen daraus aus.

    verfassen eigene informierende, beschreibende Texte (z. B. des Lieblingstiers, der Lieblingsfigur aus Kinderbchern oder -medien) und achten dabei auf eine logische Anordnung der Informationen.

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    Hinweise zum Unterricht

    Am Anfang der Sequenz steht ein Unterrichtsgang zur Wiese. Nachdem die Pflanzen und Tiere der heimischen Wiese ausgiebig besprochen wurden, gibt es Forscherauftrge, die eine individuelle Bearbeitung erfordern. Nicht alle Auftrge mssen abgearbeitet werden. Vorgefertigte Arbeitsbltter werden nicht verwendet.

    Kompetenzorientierter Arbeitsauftrag: Ein Wiesentier

    1. Whle ein Tier aus, das in der Wiese lebt.

    2. Forsche und informiere dich: Wie lebt es genau? Was frisst es? Wie sieht es aus? Wie heien die Teile seines Krpers? Wozu braucht das Tier sie?

    3. Zeichne eine genaue Skizze von deinem Wiesentier.

    4. Beschrifte deine Skizze.

    5. Stelle dein Wiesentier der Klasse vor.

    Kompetenzorientierter Arbeitsauftrag: Ein Wiesen-Fantasietier

    Du hast die Tiere der Wiese erforscht: Sie haben jeweils einen besonderen Krperbau, weil sie an ihre Umgebung angepasst sind.

    1. Erfinde nun dein ganz persnliches Wiesentier ein Fantasietier.

    Stelle es aus den Krperteilen verschiedener Tiere zusammen.

    2. Zeichne eine genaue Skizze von deinem eigenen Wiesentier.

    3. Beschrifte deine Skizze.

    4. Stelle dein Wiesen-Fantasietier der Klasse vor.

    Kompetenzorientierter Arbeitsauftrag: Ein Versuch mit einer Wiesenpflanze

    1. Pflcke je ein Gnseblmchen, einen Lwenzahn und einen Hahnenfu mit Stngel.

    2. Schneide die Enden der Stngel ein klein wenig ein und stelle sie ins Wasser.

    3. Beobachte einige Minuten lang genau. Was passiert?

    4. Wie erklrst du dir, was passiert? Besprich dich mit anderen und forscht gemeinsam in Sachbchern.

    Halte deine Beobachtungen und eure Erklrung fest.

    1. Zeichne eine Skizze und beschrifte sie.

    2. Fge die Erklrung hinzu.

    3. Stelle dein Plakat der Klasse vor.

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    Kompetenzorientierter Arbeitsauftrag: Heilpflanzen

    Viele Pflanzen auf der Wiese dienen als Nahrung fr die Tiere. Doch auch wir Menschen knnen viele Wiesenpflanzen und Wildkruter zum Essen oder als Heilpflanze nutzen.

    1. Informiere dich ber essbare Pflanzen und Heilpflanzen.

    2. Suche solche Pflanzen (im Schulgarten, in der Natur, in deinem Garten ).

    3. Erstelle ein Plakat. Verwende Zeichnungen und gepresste Pflanzen. Achtung: Nur, wenn sie nicht geschtzt sind!

    4. Stelle uns deine Ergebnisse vor.

    Beispiele fr Produkte und Lsungen der Schlerinnen und Schler

    Die abgebildeten Beispiele stellen Ergebnisse unmittelbar am Ende der Unterrichtseinheit dar und sind noch nicht rechtschriftlich korrigiert. Eine Rckmeldung der Lehrkraft erfolgt zu jedem der Produkte in einem gesonderten Kontext.

    Ergebnisse zum Arbeitsauftrag: Ein Wiesentier

    Beschreibung eines Schlers im ersten Schulbesuchsjahr: Die Ameise. Er erstellt Skizzen vom Ameisenbau und vom Krperbau der Ameise.

    Kompetenzorientierter Arbeitsauftrag: Pflanzen bei Tag