Pressemappe Guyton Walker - Kunsthaus Bregenz · PDF file Für die KUB Billboards...

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    KUB 2013.02 | Presseinformation

    Wade Guyton

    Guyton\Walker

    Kelley Walker

    27|04—30|06|2013

    Kuratoren der Ausstellung

    Yilmaz Dziewior und Rudolf Sagmeister

    Pressekonferenz

    Donnerstag, 25. April 2013, 12 Uhr

    Die Ausstellung kann vor der Pressekonferenz

    ab 11 Uhr besichtigt werden.

    Eröffnung

    Freitag, 26. April 2013, 19 Uhr

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    Das Timing für die gleichzeitige Präsentation von Wade

    Guyton, Guyton\Walker und Kelley Walker könnte nicht

    besser sein. Alle drei wurden in den letzten Jahren durch

    große Einzelausstellungen in renommierten Institutionen

    gewürdigt, und die kritische intellektuelle Rezeption über-

    schlägt sich mit Lob für die drei einzelnen Positionen.

    Mit umso größerer Spannung wird nun ihr erster gemein-

    samer, exklusiver Auftritt erwartet, der, im Gegensatz zu

    ihrer bisherigen Vorgehensweise — und allein dieser Aspekt

    wird von vielen als kleine Sensation angesehen — die an-

    sonsten strikte Trennung der Präsentationen der drei

    Künstlerpersönlichkeiten aufhebt.

    Warum aber spricht man bei ihnen von drei »Personen«?

    Wade Guyton und Kelley Walker stellten bereits mehrfach

    zusammen aus, legten aber bisher Wert darauf, dass die

    Aktivitäten des Duos getrennt von ihren Einzelkarrieren

    verliefen. So nahmen zwar Wade Guyton und Kelley Walker

    an der Gruppenausstellung So machen wir es 2011 im

    Kunsthaus Bregenz teil, wären jedoch nicht auf die Idee

    gekommen, in derselben Schau auch als Duo auszustellen.

    Da die Künstler in Guyton\Walker nicht nur eine Nebenbe-

    schäftigung, sondern eine eigenständige Position sehen,

    wird diese auch von einer anderen Galerie als Wade

    Guyton und Kelley Walker vertreten.

    Auf den ersten Blick vielleicht überraschend, liegt der Drei-

    teilung eine überzeugende, konsequente Logik zugrunde.

    Denn sie manifestiert, untermauert und hinterfragt

    zugleich das Konzept der Autorschaft, das im Werk von

    Wade Guyton und Kelley Walker eine nicht zu unterschät-

    zende Rolle spielt. Eng verbunden sind hiermit auch Aspek-

    te der Authentizität sowie Überlegungen zur Vervielfälti-

    gung des autonomen Kunstwerks in Form von Editionen

    oder anderen Möglichkeiten der multiplen Produktion und

    Verbreitung. Was führt zum Wiedererkennen einer künstle-

    rischen Handschrift? Wie entsteht so etwas wie ein Signa-

    tur-Stil? Und wie lässt sich ein damit oft verbundener Ge-

    niekult vermeiden, ohne gleich vom Tod des Autors zu

    sprechen?

    Diese Fragen scheinen in Bezug auf das Werk von Wade

    Guyton und Kelley Walker oberflächlich betrachtet zu-

    nächst irritierend, da sie häufig die sogenannte Hand des

    Künstlers durch den Einsatz des Computers relativieren.

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    Unter Verwendung unkonventioneller Herstellungstechni-

    ken gelingt es dennoch beiden Künstlern, äußerst eigen-

    ständige Bildsprachen zu entwickeln, die Verweise auf

    Kommerz und Werbung frei mit Zitaten aus der Kunst der

    Moderne — und hier besonders der Pop-Art — vermischen

    und die zwischen analogen und digitalen Medien alternie-

    ren.

    Sowohl Wade Guyton als auch Kelley Walker bedienen

    sich vorgefundener Zeichen und Bilder, die sie in Form von

    Tintenstrahl- oder Siebdrucken auf Leinwände oder Holzta-

    feln übertragen beziehungsweise in Skulpturen und Instal-

    lationen überführen. Auch im Werk von Guyton\Walker

    finden sich mitunter Motive aus der Hoch- und Populärkul-

    tur. Ähnlich wie Wade Guyton und Kelley Walker setzt

    Guyton\Walker unterschiedliche räumliche Ebenen ein und

    arbeitet mit divergierenden Referenzen. Das Duo entwi-

    ckelt hieraus aber häufig Bilder, Objekte und Installationen,

    die mit dem Eindruck des Provisorischen, Chaotischen und

    Unfertigen spielen. Nicht selten wandern die Motive der

    Bilder auf unkonventionelle Bildträger wie Konservendosen

    oder Matratzen. Die Bilder können wie abgestellt wirken

    oder fügen sich in einen größeren installativen Zusammen-

    hang, der von ihnen gestaltete und mit eigenen Motiven

    versehene Möbel gleichwertig integriert.

    Für das Kunsthaus Bregenz entstanden drei parallele Ein-

    zelausstellungen, die sowohl einige der bekannten X- und

    Streifenbilder von Wade Guyton als auch die schon jetzt

    legendären Ziegelsteingemälde und Rorschach-Arbeiten

    von Kelley Walker einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.

    Darüber hinaus entwickeln alle drei Positionen neue Werke

    für die Ausstellung.

    In der Präsentation wird eine strikte räumliche Trennung

    der drei Künstlerpersönlichkeiten zugunsten eines Zusam-

    menspiels vermieden, das sowohl die Gemeinsamkeiten als

    auch die Unterschiede herausstellt. Dabei kann es durchaus

    zur Konzentration auf einzelne Werkgruppen beziehungs-

    weise zur Betonung einer einzelnen Position auf den jewei-

    ligen Stockwerken kommen. Als roter Faden zieht sich das

    energetische Verhältnis von Konzept und Visualität durch

    die gesamte Ausstellung. Vor allem aber legt die bewusst

    fulminant angelegte Schau Wert auf den Dialog, nicht nur

    zwischen den drei verschiedenen Positionen, sondern auch

    mit dem Publikum, das in ihr sowohl intellektuell als auch

    ästhetisch unterhaltsam verführt wird.

    Text: Yilmaz Dziewior

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    KUB Billboards

    Wade Guyton, Guyton\Walker, Kelley Walker

    15 | 04 – 30 | 06 | 2013

    Seestraße Bregenz

    Für die KUB Billboards wählten Guyton\Walker jeweils

    zwei Werke von Wade Guyton, Guyton\Walker und Kelley

    Walker aus, die in der Ausstellung im Kunsthaus Bregenz

    gezeigt werden. Bei allen sechs Billboards bildet das Mus-

    ter eines Werks von Guyton\Walker den Vordergrund und

    somit die verbindende Konstante. Dahinter tauchen entwe-

    der mehr oder weniger versteckt oder direkt ins Auge

    springend die Werke der einzelnen Künstler auf. So ergibt

    sich ein optisches Spiel aus abstrakten Mustern, Vorder-

    und Hintergrund, Reklame, erkennbaren Objekten und Zu-

    ordnungen, einzelner Autorschaft und gemeinschaftlichen

    Entwürfen.

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    KUB Kunstvermittlung

    Highlights

    Diskurs

    Künstlerfrühstück & Vortrag | Samstag, 27. April,

    11 und 12 Uhr

    Eine besondere Gelegenheit, Wade Guyton und Kelley

    Walker persönlich kennenzulernen, bietet das Künstler-

    frühstück. Direkt im Anschluss an das Künstlerfrühstück

    sprechen Wade Guyton und Kelley Walker über ihr Werk

    und die Ausstellung im KUB. Der Unkostenbeitrag inklusive

    Frühstück, Eintritt und Vortrag beträgt 15,– EUR.

    Anmeldung unter: +43-5574-485 94-415

    Vortrag Jack Bankowsky | Montag, 27. Mai, 19 Uhr

    Der amerikanische Kurator und Kunstkritiker sowie ehe-

    malige Chefredakteur des Artforum, der auch einen Beitrag

    zur aktuellen KUB Publikation beisteuert, spricht über das

    Werk von Guyton\Walker.

    Wolfgang Ritsch – Atelierbesuch bei Vorarlberger Architek-

    ten und Architektinnen | Dienstag, 18. Juni, 17 Uhr

    Besucht wird das von Wolfgang Ritsch realisierte Gebäude

    ELEMENT, das auch sein Büro beherbergt. Nach einer

    Führung durch die speziell auf die Bedürfnisse der Mit-

    arbeiter ausgerichteten und nach Bedarf flexibel adaptier-

    baren Räume folgt die Präsentation weiterer Projekte.

    Treffpunkt: Lustenauerstraße 64, Dornbirn.

    Dialogführung

    Herwig Bauer (Organisator poolbar-Festival) und

    Kirsten Helfrich (KUB Kunstvermittlerin)

    Donnerstag, 27. Juni, 19 Uhr

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    KUB Publikation

    Wade Guyton, Guyton\Walker, Kelley Walker

    In dieser die Ausstellung begleitenden Publikation werden

    zum ersten Mal die drei Künstlerpositionen Wade Guyton,

    Guyton\Walker und Kelley Walker gemeinsam vorgestellt.

    Die Präsentation erlaubt die parallele Betrachtung und

    Auseinandersetzung mit beiden Einzelpositionen sowie

    mit dem 2004 gegründeten Künstlerduo.

    Dem Thema der eigenständigen Autorschaft und ihrer

    übergreifenden künstlerischen Techniken und Bild-

    sprachen widmen sich kenntnisreich Sam Pulitzer in sei-

    nem Beitrag über Wade Guyton, Quinn Latimer in ihrem

    Essay über Kelley Walker und Jack Bankowsky, der das

    Duo Guyton\Walker vorstellt und kunsthistorisch verortet.

    Der einführende Essay von Yilmaz Dziewior stellt die Be-

    sonderheit der Konzeption der Ausstellung vor. Installati-

    onsaufnahmen aus dem Haus sowie ein sorgfältig zusam-

    mengestellter Anhang dokumentieren umfassend jede der

    drei Künstlerpositionen.

    Wade Guyton, Guyton\Walker, Kelley Walker

    Herausgegeben von Yilmaz Dziewior

    Gestaltung: Kloepfer-Ramsey, New York