Region+ Wohnen...Architekten: Hector3, Düsseldorf Architekten: HPP Architekten, Aachen … auf...

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Region+ Wohnen | Regionalforen 2019 Region+ Wohnen Ve r t e i l u n g r e g i o n a l e r W o h n b a u l a n d b e d a r f e Regionalforen 2019 Fotos, von links: agl, Markus Pott
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    02-Aug-2020
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  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Region+ Wohnen Ve r t e i l u n g r e g i o n a l e r W o h n b a u l a n d b e d a r f e

    Regionalforen 2019

    Fotos, von links: agl, Markus Pott

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Begrüßung und Einführung

    Stefan Jücker Dezernent, StädteRegion Aachen

    Udo Kotzea Leiter Abteilung 3, Bezirksregierung Köln

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Region+ Wohnen – Verteilung regionaler

    Wohnflächenbedarfe im Großraum Aachen

    Sabine Feldmann

    Bezirksregierung Köln,

    Dezernat 32 - Regionalentwicklung

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Planungsprozess – Regionalplanüberarbeitung

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Stand Planungsprozess - Regionalplanüberarbeitung

    Plankonzept

    - Grundkonzeption Vorranggebiete

    Siedlungsraum & Freiraum

    - textliche Regelungen in den

    Grundzügen

    …zu zentralen Themen

    - Regionale Verteilung Siedlungsraum

    (Region+ Wohnen, Region+

    Wirtschaft)

    - ggf. zu weiteren Fachthemen

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Stand Planungsprozess - Regionalplanüberarbeitung

    Laufende Fachforen

    - Region+ Wohnen

    - Auftaktveranstaltungen im November 2018

    - Großraum Köln 31.01.2019

    - Großraum Bonn 12.02.2019

    - Großraum Aachen 07.02.2019

    - Region+ Wirtschaft

    - Auftaktkolloquium Ost 18.02.2019

    - Auftaktkolloquium West 25.02.2019

    - Fachkolloquium 02.04.2019

    Information zum Rheinischen Revier

    voraussichtlich am 19.03.2019

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Ziel von Region+ Wohnen

    • Die Voruntersuchungen und Kommunalgespräche ergaben, dass vielerorts

    die endogenen Wohnflächenbedarfe nicht abzubilden sind

    • Der LEP fordert in einem zentralen Ziel von der Regionalplanung, den

    Gemeinden eine bedarfsgerechte Siedlungsentwicklung zu ermöglichen

    • Ziel von Region+ Wohnen: Ermittlung von Flächen für eine Verteilung

    regionaler Wohnflächenbedarfe

    • Flächenvorschläge können anhand der zuvor verteilten Steckbriefe bis Ende

    März 2019 eingereicht werden

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Bevölkerungsvorausberechnung NRW - Ergebnisse 18.01.2019

    14 000

    14 500

    15 000

    15 500

    16 000

    16 500

    17 000

    17 500

    18 000

    18 500

    2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026 2028 2030 2032 2034 2036 2038 2040 2042 2044 2046 2048 2050 2052 2054 2056 2058 2060

    Personen in 1 000

    Fortschreibung Vorausberechnung 2018 Vorausberechnung 2014

    Bevölkerungsentwicklung in NRW 2012 bis 2060 Quelle: IT.NRW

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Bevölkerungsentwicklung NRW und Regierungsbezirk Köln Quelle: IT.NRW

    100,9

    106,4

    96

    98

    100

    102

    104

    106

    2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2026 2028 2030 2032 2034 2036 2038 2040

    Nordrhein-Westfalen

    RP Köln

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Bevölkerungsentwicklung 2018 bis 2040 Quelle: IT.NRW

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Veränderung der Bevölkerungszahl 01.01.2040 gegenüber 01.01.2018 Quelle: IT.NRW

    Heinsberg

    Düren

    Aachen

    Euskirchen

    Bonn

    Köln

    Rhein-Erft-Kreis

    LeverkusenRheinisch-

    Bergischer-

    KreisOberbergischer-

    Kreis

    Rhein-Sieg-Kreis

    Kreis Aachen

    (ehem.)

    unter 0

    0 bis unter 6,5

    6,5 und mehr

    Veränderung der Bevölkerungszahl01.01.2040 gegenüber 01.01.2018in Prozent

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Siedlungsraum - Plankonzept in zwei Stufen

    Stufe I

    • Umsetzung der kommunalen Bedarfssituation in siedlungsräumlichen Planskizzen

    • Basis „endogener Bedarf“ der Kommunen

    • Information der Kommunen mit aktueller Bedarfsberechnung und Bilanzierung der Bedarfe und Reserven für den Planungshorizont 2040 im Januar 2019

    Planungsprozess

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Siedlungsraum - Plankonzept in zwei Stufen

    Stufe II

    Ergebnis aus den Kommunalgesprächen: regionale Lösungen sind erforderlich

    Verteilung von „ASB-Überhängen“ auf regionaler Ebene (Region+ Wohnen)

    Planungsprozess

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Bilanz der ASB–Darstellungen entsprechend endogenen Bedarf

    Text oder Bild

    Querformat / gesamte Breite

    Datum

    14

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Zielgruppe von Region+ Wohnen sind alle Kommunen innerhalb

    der Gebietskulisse (SPNV-Haltepunkt – Aachen HBF 30 Minuten)

    Gebietsabgrenzung

    Region Aachen

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    • Um der langfristigen Bevölkerungsentwicklung gerecht zu werden, sind die Anforderungen an die regionalen Standorte hoch

    • Kriterien, wie gute Erreichbarkeit und Infrastrukturausstattung stehen im Vordergrund

    • Eine urbane Dichte, verbunden mit hoher städtebaulicher Qualität sichert auch bei wieder abnehmender Bevölkerung die Standorte in der Region

    Konsequenzen für die Regionalplanüberarbeitung

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Weitere Flächenvorschläge aufgrund aktueller Bilanzen

    • Neue Bilanzen der kommunalen Bedarfe wurden im Januar 2019 übermittelt

    • Hieraus können sich Flächenvorschläge für den Prozess Region+ ergeben

    • Unter Berücksichtigung der vereinbarten Kriterien sowie der

    landesplanerischen Vorgaben, z.B. Ziel 2.3

    • Die Siedlungsentwicklung der Gemeinden vollzieht sich innerhalb der regionalplanerisch festgelegten Siedlungsbereiche

    • Die Siedlungsentwicklung der im Freiraum gelegenen Ortsteile ist auf den Bedarf der ansässigen Bevölkerung auszurichten

    Daher kommen im Freiraum gelegene Ortslagen für den Region+ Prozess nicht in Frage

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Kriterien-Diskussion

    • Erarbeitung der Kriterien Regionalplanung und Büro agl/Prof. Greiving

    • Anregungen aus den Auftaktveranstaltungen Köln und Bonn sind aufgenommen

    • Zentrale Kriterien sind

    - Erreichbarkeit (in Minuten, SPNV-Haltepunkt + schnellste Erreichbarkeit der

    vorgeschlagenen Fläche)

    - Infrastrukturausstattung (Infrastrukturkarte BRK)

    - Bereitschaft zu höherer Dichte (landesplanerische Maßeinheit für Dichte WE/ha)

    - Flächenverfügbarkeit

    • Vorstellung der Kriterien durch Prof. Greiving

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Wie geht es weiter?

    • Flächenvorschläge können bis Ende März 2019 eingereicht werden

    • Durchführung des Qualifizierungsverfahrens ab Anfang April

    • Berücksichtigung weiterer regionaler Aktivitäten, wie „Bauland an der Schiene“

    • Auswertung der Ergebnisse

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Erarbeitung einer ersten Plankonzeption im 1. Halbjahr 2019

    mit groben Festlegungen (zeichnerisch und textlich) für den

    Siedlungsraum (Vorranggebiete ASB, GIB)

    Freiraum (Vorranggebiete BSN, Waldbereiche, Regionale Grünzüge, BGG,

    ÜSB, Oberflächengewässer, Deponien)

    Abstimmung mit dem Regionalrat im 2. Halbjahr 2019

    Beschlussfassung des Grobkonzepts durch den Regionalrat voraussichtlich

    Anfang 2020

    Fertigstellung Umweltbericht und Vorbereitung des Erarbeitungsbeschlusses,

    Einleitung des formellen Planverfahrens

    Wie geht es weiter?

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    agl Hartz • Saad • Wendl

    Landschafts-, Stadt- und Raumplanung

    www.agl-online.de

    Ansprechpartner:

    Andrea Hartz, Sascha Saad, Annika Bastian

    In Kooperation mit

    Prof. Dr. Stefan Greiving

    Der Prozess wird begleitet von:

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Gesprächsrunde: Gemeinsam Wachstum steuern!

    Dr. Norbert Reinkober

    Nahverkehr Rheinland (NVR)

    Prof. Dr. Christiane Vaeßen

    Region Aachen Zweckverband

    Natascha Rohde

    Stadt Aachen

    Sabine Feldmann

    Dezernat 32 – Regionalentwicklung, Bezirksregierung Köln

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Schienenkorridor Aachen – Mobil und gemeinsam

    Dr. Norbert Reinkober,

    Nahverkehr Rheinland (NVR)

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Engpass Infrastruktur: Das Rheinland

    Besonders die Nachfrage der S-Bahn

    steigt. Von 2015 auf 2016 gab es einen

    Zuwachs von 7,6 %!

    Angebotszunahme um 10 % seit 2010

    Nachfragesteigerung um 22 % seit 2010

    2017: 28 % mehr Verspätungen bei der S-Bahn!

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Graphik: NVR

    Rheinisches Revier

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Mobilstationen – Vernetzte Mobilität

    Nur wenn Mobilitätsangebote gut vernetzt sind, bieten sie eine attraktive Alternative zum eigenen Pkw

    - Fahrradabstellanlagen in der Region

    - Bike-Sharing (KVB, SWB…)

    - Car-Sharing (Cambio…)

    - Bus & Bahn

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Der „Koalitionsvertrag für Nordrhein-Westfalen 2017 – 2022“ NRW

    • angespannte Wohnungsmärkte entlasten und das Pendeln zwischen dem Wohnort und dem

    Arbeitsplatz attraktiver gestalten

    • zusätzliche Siedlungsflächen an ÖPNV-Achsen einrichten

    Ziel: Regional- und Infrastrukturplanung stärker aufeinander Abstimmen

    • Baulandpotentiale gemeinsam identifizieren

    • Verbesserung / notwendiger Ausbau Infrastruktur am SPNV priorisieren

    • Verzahnung durch Mobilitätsangebote mitdenken

    • Maßnahmen zur Umsetzung vereinbaren

    Text: BEG NRW

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Wie kommt man zu einer (eu)regionalen

    Wohnraumentwicklung?

    Prof. Dr. Christiane Vaeßen

    Region Aachen Zweckverband

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    • Steigender Druck auf den Wohnungsmarkt

    • Wohnen/Wohnraum ist ein Grundbedürfnis

    • Wohnraum betrifft Bevölkerung, Wirtschaft und Politik – aber jeder hat andere Erwartungen und Ansprüche

    • Aachen besitzt eine große Besonderheit…

    Ausgangslage

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Aachens Besonderheit

    © 2019 GeoBasis-DE/BKG (©2009),Google, bearbeitet

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    • Informationen zum Wohnraum derzeit nur unzureichend transparent

    • Ziel: eine gemeinsame Informations- und Kooperationsbasis im Bereich Wohnen

    • Wie sieht der Wohnbaubestand heute euregional aus?

    • Mit welchen Veränderungen ist in der Zukunft zu rechnen?

    • Welche weiteren wohnrelevanten Daten sind zu berücksichtigen?

    • Potenziale und Stärken erkennen und nutzen

    • Schwächen und Lücken ausbessern

    Die euregionale Komponente

    © GeoBasis-DE / BKG 2019, bearbeitet mit WordArt.com

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Integriert planen – Nachhaltig umsetzen

    Natascha Rohde

    Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen,

    Stadt Aachen

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    45,6 zu 41,9 oder doch die Mitte von…

    • Spezielle räumliche Lage Aachens

    • Grenzlage innerhalb Deutschlands, Regierungsbezirk Köln, Städteregion, RegionAachen usw.

    • Weitere räumliche Randlagen: Metropolregion Rheinland, Rheinisches Reviert, Innovation Valley, …

    • Stärken der Region herausarbeiten, Besonderheiten berücksichtigen und den Blick über den Horizont wagen

    Quelle: https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/regierungsbezirk/index.html

    Quelle: Stadt Aachen, Statistisches Jahrbuch 2016

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Statistisches Einerlei oder Dynamik durch Gegensätze

    • Dynamik der Bevölkerungsentwicklung und Zusammensetzung, Stichwort: Anteil der Studierenden

    • Entwicklung von Arbeitsplätzen

    • Hochschullandschaft

    • Einpendler – Auspendlerbewegungen

    • …

    • Bei allen Ansätzen einer gemeinsamen Entwicklung müssen Unterschiede und Potentiale klarer herausgearbeitet werden

    Quelle: Stadt Aachen, Wohnungsmarktbericht 2017

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Räumliche Zielbilder für die Entwicklung der Region?

    • Ermittlung von Bedarfen + Bewertung von Reserveflächen = Vorschläge von neuen Bereichen ?

    • Rechnerisch nicht gedeckter Bedarf für Wohnbauland: 78,5 ha

    • Dichte / Mobilität / Qualitäten des Freiraums / Qualitäten der Nachverdichtung / Nachhaltigkeit der Planungen vor dem Hintergrund der demografischen und klimatischen Veränderungen

    • Passendes Zielbild entwickeln, sinnvolle Verteilung im Raum ermöglichen und Flexibilität bewahren

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Neuaufstellung Flächennutzungsplan Aachen*2030

    • Flächenscharfe Auseinandersetzung mit allen Potentialflächen (Regionalplan und Flächennutzungsplan 1980)

    • Ergebnis: Sowohl Rücknahme von Flächen als auch Planung von Neuausweisungen möglich und notwendig

    • Bedarfe sowohl für Wohnen als auch für Gewerbe größer als Potentiale

    • Kollision mit Zeitplan zur Neuaufstellung Regionalplan, Stichwort „Weiße Flecken“

    • Folge: Wesentliches Entwicklungspotential könnte weder für Wohnen noch für Gewerbe genutzt werden

    • Finden einer Lösung, um Entwicklungen innerhalb des Stadtgebietes von Aachen zu ermöglichen

    Quelle: Stadt Aachen, BKR Aachen

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Dichte und Mobilität

    Quelle: Stadt Aachen, Statistisches Jahrbuch 2016

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Neue Potentiale eröffnen sich…

    Beispiel: Charlottenhöfe, 17.500m², 150-200 WE + KITA

    Franzstraße, 4.700m², 120 WE

    Luisenhöfe, 17.500m², 150-200 WE + KITA

    VEGLA, 9.200m², 90 WE + 100 Studenten WE + KITA + Gewerbe

    Architekten: Kadawittfeldarchitektur, Aachen

    Architekten: HPP Architekten, Aachen Architekten: Hector3, Düsseldorf

    … auf Flächen, die bislang nicht im Fokus standen

    • Areal mindergenutzt

    • Bereich städtebaulich ungeordnet

    • Bisherige Nutzung entfällt

    • …

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Methodik zur Bewertung von Flächen

    für regionale Wohnbaulandbedarfe

    Prof. Dr. Stefan Greiving

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Rahmenbedingungen für den Eignungscheck

    • Aus gutachterlicher Sicht ist es erforderlich, auf ein Zielsystem als normative Basis zurückgreifen zu können, vor

    dessen Hintergrund die ermittelten Sachverhalte (= Flächeneignung) bewertet werden können.

    Das Zielsystem ergibt sich aus den Plansätzen des Landesentwicklungsplans NRW

    • Die Beurteilung der Eignung einer Bewertungsmethode hat anwendungsbezogen,

    d. h. für den jeweils relevanten Fall zu erfolgen.

    Es wird ein Bewertungssystem mit quantitativ messbaren Indikatoren verwendet.

    Dabei wird der Bewertungsvorgang über den Eignungscheck formalisiert.

    Alle Teile des Zielsystems werden über Indikatoren abgebildet.

    Klare Trennung in Ausschluss- und Eignungskriterien. Die Reihenfolge der Bewertungsschritte ergibt sich

    daraus, dass jeweils nur für die übrig gebliebenen Flächen die Eignung bzw. nur für geeignete Flächen

    Restriktionen ermittelt werden müssen.

    • Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Ablauf und Ergebnis der Bewertung müssen für den Entscheidungsträger,

    aber auch die Betroffenen durchschaubar und nachvollziehbar sein.

    Daher wird heute der Eignungscheck transparent erläutert und mit den Kommunen weiterentwickelt.

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Vorgehensweise

    Region+ Wohnen

    Formales Verfahren

    Regionalplan

    Flächenkontingent

    Priorisierung

    der Flächen

    Raumordnerische

    Abwägung

    Ausschlusskriterien

    Eignungskriterien

    Konkurrierende

    Raumnutzungen

    und -funktionen

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Ausschlusskriterien (Stufe 1) gemäß Raumordnungs- und Fachrecht

    • Natur- und Artenschutz: Naturschutzgebiet, Nationalpark, Wildnisgebiete, Natura 2000-Gebiete (FFH- und

    Vogelschutzgebiete), Biotopverbundflächen Stufe I, Landschaftsbildeinheiten von herausragender Bedeutung,

    Betroffenheit verfahrenskritischer Arten

    • Wasserrecht: geplante Talsperre gemäß geltendem Regionalplan, festgesetzte und vorläufig gesicherte

    Überschwemmungsgebiete, festgesetzte und geplante Wasserschutzgebiete (Zonen I + II),

    Heilquellenschutzgebiete

    • Abstandserfordernisse/ Infrastruktur: Leitungstrassen von Höchstspannungsleitungen

    (ohne Schutzabstand), Lärmschutzzone Flughafen (Nachtschutz- und Tagschutzzone I), Sicherheitszone

    (Tagebau), Stollen, unterirdische Leitungen mit Überbauverbot, Windkraftzonen

    • Raumordnerische Vorgaben Siedlungsplanung/ Freiraumschutz:

    Konflikt zu raumordnerischen Zielen, z.B.

    bandartige Entwicklung, Widerspruch zu kompakter Siedlungsentwicklung

    hohe Zerschneidungswirkung

    erhebliche Verengung Regionaler Grünzüge

    Inanspruchnahme von Waldflächen

    • Zudem langfristig entgegenstehende Nutzungen: z.B. baulich genutzte Grün- oder Gemeinbedarfsflächen

    (Schwimmbad, Sportplatz, Regenrückhaltebecken, Feuerwehrstandort), Altlasten, die eine wirtschaftliche

    Nutzung verhindern o.ä.

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Eignungskriterien: Methodisches Vorgehen

    Grundprinzipien:

    • Indikatoren, die sich in Zahlenwerten (km, ha, etc.) erfassen lassen, werden

    auch in Zahlenwerten („kardinal“) gemessen.

    • Folglich kann hier auf die Bildung von Klassen, die im Rahmen der Workshops

    vielfach hinterfragt wurden, verzichtet werden.

    • Stattdessen werden alle Merkmalsausprägungen „normalisiert“ (auf einer Skala

    von 0-1), um sie vergleichbar zu machen (z. B. Erreichbarkeit in km mit der

    Versorgungssituation in Punkten).

    • Der Wert 1 ist dabei die größte Zielerreichung (z. B. Lage unmittelbar an einem

    SPNV- Haltepunkt, beste Infrastrukturausstattung im Untersuchungsraum).

    • Der Wert 0 bedeutet, dass keinerlei Merkmalsausprägung vorliegt (z. B. keine

    Infrastruktur, keine Flächenverfügbarkeit).

    • Alle anderen Flächen werden entsprechend ihrer Merkmale proportional dazu

    zwischen 0 und 1 eingeordnet. Dies gilt auch für den Fall, dass Merkmale

    weiter über Klassen erhoben werden (z.B. bei Verfügbarkeit).

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    • Es wird über alle Eignungskriterien ein Eignungsranking aller gemeldeter Flächen erzeugt.

    • Keine Fläche fällt aus dem Raster, nur weil ein Eignungskriterium (eben nicht als

    Ausschlusskriterien zu verstehen!) nicht erfüllt ist.

    • Das Gewicht der einzelnen Kriterien ergibt sich aus dem politischen Zielsystem:

    • Kriterien, die auf ein Ziel der Raumordnung zurückgehen (Versorgungssituation, Eignung für

    höhere Baudichten), werden doppelt gewichtet.

    • Gilt auch für Erreichbarkeit, da hier der neue Regionalplan einen Plansatz in Zielqualität

    vorsieht.

    • Kriterien, die auf einen Grundsatz zurückgehen, oder sich nur aus der Begründung eines

    Plansatzes ableiten lassen, werden einfach gewichtet (Verfügbarkeit).

    • Die Einordnung jeder einzelnen Fläche im Ranking ergibt sich dann aus zwei Schritten:

    1. Die Merkmalsausprägung eines Indikators (z. B. 0,43 beim Indikator Erreichbarkeit einer

    Fläche) wird mit dem Gewicht des Indikators multipliziert. Das Ergebnis lautet 0,43 x 2 = 0,86.

    2. Die vier Einzelergebnisse werden zu einem Gesamteignungswert addiert.

    • Dieser Ansatz ist dynamisch, d. h. mit jeder neu gemeldeten Fläche kann sich das Ranking

    verändern, da hier die relative Eignung der Flächen untereinander gemessen wird.

    Flächenranking

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Eignungskriterium 1: Erreichbarkeit

    Leitet sich aus G 6.2-2 LEP NRW ab: „Vorhandene

    Haltepunkte des schienengebundenen öffentlichen

    Nahverkehrs sollen bei der Ausrichtung der Sied-

    lungsentwicklung besonders berücksichtigt werden.“

    30 min Suchraum war nur für die Ansprache der

    Kommunen relevant.

    Kardinal gemessen wird (ohne Klassen oder

    Schwellenwerte):

    1. die ÖPNV-basierte Bruttofahrtzeit von Aachen-Hbf

    bis zur letzten SPNV-Haltestelle, die die potenzielle

    Wohnbaufläche anbindet

    2. Bruttofahrtzeit von der SPNV-Haltestelle bis zur

    potenziellen Wohnbaufläche mit dem schnellsten

    Verkehrsmittel

    Addition der beiden Bruttofahrtzeiten zur Gesamt-

    bruttofahrtzeit.

    Die Fläche mit der geringsten Fahrtzeit erhält den

    Wert 1, alle anderen Flächen bekommen

    proportional zur Entfernung einen entsprechenden

    Wert.

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Eignungskriterium 2: Versorgungssituation

    • Die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen ist ein zentraler Baustein der

    Daseinsvorsorge und damit Auftrag der Raumordnung zur Sicherung gleichwertiger

    Lebensverhältnisse.

    Geht auf LEP 6.1-1 Ziel („Flächensparende und bedarfsgerechte Siedlungsentwicklung“) zurück: „Die

    Siedlungsentwicklung ist flächensparend und bedarfsgerecht an […] den vorhandenen Infrastrukturen

    […] auszurichten.“

    • Hier liegt bereits eine Infrastrukturerhebung der BRK vor, die u.a. die medizinische, soziale

    Infrastruktur, Bildungseinrichtungen, Dienstleistungen und die Nahversorgung zu einem

    Flächenwert aggregiert (ohne Gewichtung!).

    • Der größte gemessene Punktwert 48 bekommt die Merkmalsausprägung „1“, Bereiche, die über

    keine Infrastruktur, d. h. den Punktwert 0 verfügen, die Ausprägung „0“. Alle anderen Bereiche

    werden mit ihrem Punktwert entsprechend proportional zwischen 0 und 1 eingeordnet.

    • Der im Zuge der Entwicklung größerer Quartiere beabsichtigte Neubau von

    Versorgungsinfrastruktur kann bei der Flächeneignung mangels belastbarer und vergleichbarer

    Daten (die Planung kann überwiegend nur Angebote schaffen, aber nicht für deren Umsetzung

    sorgen) nicht berücksichtigt werden.

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Quelle: Bezirksregierung Köln auf Grundlage von Geobasis NRW 2013

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Eignungskriterium 3: Verfügbarkeit

    Geht auf die Begründung zu Ziel 6.1-1 LEP NRW zurück: „Bei der Festlegung eines

    neuen Siedlungsraums ist die Marktfähigkeit der Flächen zu berücksichtigen“.

    • Die Verfügbarkeit hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, in erster Linie von den

    Eigentumsverhältnissen und der Mitwirkungsbereitschaft Dritter.

    • Weitere relevante Aspekte der Verfügbarkeit werden unter Ausschluss- oder

    Restriktionskriterien gefasst (z. B. Altlasten oder andere Raumwiderstände).

    • Es wird dennoch davon ausgegangen, dass auf kommunaler Ebene aufgrund der

    Kenntnis der spezifischen Situation eine erste Einschätzung vorgenommen werden

    kann.

    • Im Ergebnis der Workshops werden folgende Klassen gebildet:

    • Bereits vollständig im Zugriff der Stadt = 1

    • Teilweise im Zugriff der Stadt = 0,75

    • Einfache Eigentumsverhältnisse (verhandlungsbereiter Einzeleigentümer) = 0,5

    • Schwierige Eigentumsverhältnisse (vielfältige Eigentümerstruktur) = 0,25

    • „unwilliger“ Verkäufer = 0

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Eignungskriterium 4: Eignung für höhere Baudichte

    • Die regionalen Wohnbaulandbedarfe bringen urbanes Wohnen in die Fläche. Es geht dabei

    nicht um die eigenen Wohnflächenbedarfe der Kommunen, sondern um Bedarfe der

    Kernstädte, die mangels Flächenverfügbarkeit nicht in diesen realisiert werden können.

    Geht auf LEP 6.1-1 Ziel „Flächensparende und bedarfsgerechte Siedlungsentwicklung“ zurück: „Die

    Siedlungsentwicklung ist flächensparend und bedarfsgerecht an der Bevölkerungsentwicklung, der

    Entwicklung der Wirtschaft, den vorhandenen Infrastrukturen sowie den naturräumlichen und

    kulturlandschaftlichen Entwicklungspotenzialen auszurichten.“

    • Insofern strebt die BRK an, auf den dafür geeigneten Flächen höhere Baudichten zu

    unterstützen.

    • Genaue Angaben sind schwer zu treffen. Daher wird die mögliche Baudichte über folgende

    Klassen bewertet:

    • > 60 WE/ha = 1

    • 50 - 60 WE/ha = 0,8

    • 40 - 50 WE/ha = 0,6

    • 30 - 40 WE/ha = 0,4

    • 20 - 30 WE/ha = 0,2

    • < 20 WE/ha = 0

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Eignungskriterium 5: Besondere Umsetzungsmerkmale

    • Hierunter werden Aspekte einer besonderen Qualifizierung der betreffenden

    Fläche gefasst. Es kann sich beispielsweise um Konversionsflächen

    handeln oder um eine Fläche, die im Rahmen einer interkommunalen

    Kooperation bereits für Wohnbauzwecke vorgesehen ist. Bitte vermerken

    Sie hier die für Sie wichtigen Aspekte im Steckbrief.

    • Dieses Eignungskriterium lässt sich quantitativ nicht erfassen. Es fließt

    daher nicht direkt in das Flächenranking ein, sondern wird später im

    Rahmen der raumordnerischen Abwägung verbal-qualitativ berücksichtigt.

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Flächengröße

    • Der Aufwand einer Erschließung, insbesondere bei regionalen

    Wohnbaulandbedarfen, reduziert sich mit der Flächengröße. Zudem

    bezieht sich die raumordnerische Steuerung auf raumbedeutsame

    Vorhaben.

    Darstellungsschwelle >10 ha ergibt sich aus Abschnitt II § 3 Abs. 2 PlanVO NRW.

    Die Flächengröße spielt dementsprechend eine wichtige Rolle,

    gleichwohl ist voraussichtlich eine dezentrale Verteilung der

    Flächenpotenziale besser zu realisieren als die Umsetzung weniger

    großer Flächen.

    • Die Flächengröße selber lässt sich nicht auf einen Plansatz im LEP

    zurückführen und wird daher zwar erhoben, aber nicht länger als

    Eignungskriterium verwendet.

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Darstellung und Diskussion

    von Beispielen der teilnehmenden Kommunen

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Erläuterung und Flächenbewertung auf Basis

    fiktiver Beispiele

    Prof. Dr. Stefan Greiving

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Eignungskriterium

    Gewicht Fläche 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

    Erreichbarkeit in

    Minuten

    2

    Merkmalsausprägung

    19,00 51,00 67,00 20,00 34,00 11,00 40,00 28,00 55,00 45,00

    Normalisierung

    0,86 0,29 0,00 0,84 0,59 1,00 0,48 0,70 0,21 0,39

    Teilnutzen

    1,71 0,57 0,00 1,68 1,18 2,00 0,96 1,39 0,43 0,79

    Versorgungsituation

    in Pkt.

    2

    Merkmalsausprägung

    48,00 27,00 6,00 28,00 20,00 43,00 14,00 26,00 30,00 9,00

    Normalisierung

    1,00 0,56 0,13 0,58 0,42 0,90 0,29 0,54 0,63 0,19

    Teilnutzen

    2,00 1,13 0,25 1,17 0,83 1,79 0,58 1,08 1,25 0,38

    Verfügbarkeit 1

    Merkmalsausprägung

    0,25 1,00 1,00 0,50 0,50 0,50 0,75 0,75 0,00 0,00

    Normalisierung

    - - - - - - - - - -

    Teilnutzen

    0,25 1,00 1,00 0,50 0,50 0,50 0,75 0,75 0,00 0,00

    Eignung für höhere

    Baudichten in WE/ha 2

    Merkmalsausprägung

    20-30 30-40 20-30 40-50 30-40 >60 50-60 40-50

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Fazit und Ausblick

    Sabine Feldmann

    Bezirksregierung Köln,

    Dezernat 32 - Regionalentwicklung

  • Region+ Wohnen | Regionalforen 2019

    Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

    Bezirksregierung Köln

    Dezernat 32

    www.bezreg-koeln.nrw.de

    Ansprechpartner:

    Sabine Feldmann

    agl Hartz • Saad • Wendl

    Landschafts-, Stadt- und Raumplanung

    www.agl-online.de

    Ansprechpartner:

    Andrea Hartz, Sascha Saad, Annika Bastian

    In Kooperation mit

    Prof. Dr. Stefan Greiving

    Prozessteam Veranstalter