Schulprogramm der Giordano-Bruno-Gesamtschule Giordano-Bruno-Gesamtschule Helmstedt 3...

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    Schulprogramm der Giordano-Bruno-Gesamtschule

    Helmstedt

    Vorwort

    Die Giordano-Bruno-Gesamtschule Helmstedt ist eine Integrierte Gesamtschule des

    Landkreises Helmstedt. Sie wurde 2003 nach einem Elternvotum auf Beschluss des Kreistages

    als Ganztagsschule gegründet.

    Der Planungsgruppe zur Vorbereitung des Schulbetriebs blieb bis zur Einschulung des

    „Pionierjahrgangs“ nur eine Vorlaufzeit von einem halben Jahr. So mussten viele

    pädagogische Grundsatzfragen noch neben der umfangreichen Organisationsarbeit im Laufe

    des ersten Schuljahres geklärt werden.

    Schon in den ersten Wochen wurde die Namensgebung der Schule diskutiert. Auch Namen

    sagen etwas aus über das Selbstverständnis einer Schule. Die Wahl fiel auf den italienischen

    Philosophen Giordano Bruno, der von 1589 bis 1590 an der Helmstedter Universität gelehrt

    hatte. Der Anhänger des Kopernikanischen Weltbildes dachte in vielem seiner Zeit voraus

    und ließ sich auch von der päpstlichen Inquisition nicht zum Widerruf seiner Lehre von der

    Unendlichkeit des Universums bewegen.

    Die Beratung eines Leitbildes für die Schule wurde im Schuljahr 2004/05 aufgenommen. Der

    Didaktische Ausschuss gab bestimmte Eckpunkte vor, die von einem Redaktionsteam zu

    einem Leitbild umgesetzt wurden.

    Bei der Verabschiedung der ersten Fassung des Schulprogramms im Jahr 2006 war die Schule

    erst bis zum 7. Schülerjahrgang aufgebaut. Inzwischen verfügt die Schule über die Jahrgänge

    5 – 9. Das Schulprogramm wurde seither zweimal aktualisiert. Es beschreibt die

    Maßnahmen zur Umsetzung des Leitbildes in die Schulwirklichkeit. Ausgehend vom

    erreichten Entwicklungsstand der Schule werden weiterführende Perspektiven entwickelt und

    Schritte zur Realisierung angegeben.

    Das Programm bedarf weiterhin der Fortschreibung. Zum einen müssen die beschlossenen

    Punkte hinsichtlich ihrer Wirksamkeit in bestimmten Zeitintervallen evaluiert werden, zum

    anderen konfrontiert der weitere Ausbau der Schule alle Beteiligten immer wieder mit neuen,

    oft unerwarteten Situationen.

  • EINE SCHULE FÜR ALLE KINDER JA zu heterogenen Gruppen

    In den Klassen der Giordano-Bruno-Gesamtschule lernen je 28 - 30 Kinder aller Stufen der

    Begabungsentwicklung. Unterschiedlichkeit in der Begabung wird von uns als Reichhaltigkeit

    verstanden. Nach unserer Auffassung fördert es das Lernen mit- und voneinander. Im

    Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit steht das Kind als ein besonderes Individuum, das

    entsprechend seiner Möglichkeiten zu einem bestmöglichen schulischen Lernerfolg geführt

    werden soll

    Die Helmstedter Gesamtschule versteht sich als pädagogische Reformschule. Ihre Arbeit

    konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

     angstfreies Fördern und Fordern von Kindern, um ihnen die Freude am Lernen zu erhalten

     Wecken der Leistungsbereitschaft über Motivation, vielfältige Angebote und wechselnde

    Unterrichtsmethoden

     eine den Kindern zugewandte Erziehungsarbeit, die Entwicklung und Stabilisierung der

    Persönlichkeit fördert und Leistungsbereitschaft einfordert

     Ausgleich von Schwächen durch Förderung und nicht durch Sitzenbleiben

    In außerunterrichtlichen Angeboten können die Kinder weiteren Interessen nachgehen.

    Tutorenmodell und Jahrgangsteam

    Um Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein zu fördern, bilden die Jahrgänge der

    Schule Einheiten, die den Schülerinnen und Schülern verlässliche Bezugsrahmen

    gewährleisten. Jede Klasse wird von einer Lehrerin und einem Lehrer gemeinsam betreut. In

    der Regel unterrichten sie als Tutoren in ihrer Klasse in mehreren Fächern und begleiten ihre

    Schülerinnen und Schüler pädagogisch über viele Jahre.

    Die Arbeit eines Jahrgangsteams ist gekennzeichnet durch eine enge Kooperation in der

    Unterrichtsvorbereitung und einen beständigen Abgleich pädagogischer und organisatorischer

    Maßnahmen.

  • Giordano-Bruno-Gesamtschule Helmstedt

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    EIGENVERANTWORTLICHES LERNEN Fördern und Fordern

    Individuelle Lernentwicklung

    Unsere Schülerinnen und Schüler bringen sehr unterschiedliche Lernvoraussetzungen mit. Um

    ihren individuellen Möglichkeiten gerecht zu werden, beschreiten wir verschiedene Wege.

     Innere und äußere Fachleistungsdifferenzierung

    Wir praktizieren im Unterricht verschiedene Formen der inneren

    Leistungsdifferenzierung, die einen Schwerpunkt unserer Arbeit darstellt. Wir können deshalb in

    Jahrgängen 5 und 6 auf eine äußere Kursdifferenzierung vollständig verzichten. Ab Jahrgang 7

    setzen wir zusätzlich auch Formen der äußeren

    Fachleistungsdifferenzierung ein. Es wird auf zwei Niveaustufen (Grund- und Erweiterungskurse)

    gearbeitet. Dies trifft laut Grundsatzerlass auf folgende Fächer zu: Englisch und Mathematik ab Klasse

    7

    Deutsch ab Klasse 8

    Naturwissenschaften ab Klasse 9

    Für Schülerinnen und Schülern, die vom Grundkurs in den Erweiterungskurs wechseln, werden vom

    Schuljahr 2006/07 an im Übergang Stützungsmaßnahmen geplant.  Neigungsdifferenzierung

    Durch die Wahl von Fachkursen im Wahlpflichtbereich findet ab Jahrgang 7 eine

    Neigungsdifferenzierung statt. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln so

    Leistungsschwerpunkte und damit ein ganz persönliches Lernprofil.

    Alle Formen der Differenzierung dienen dem Fordern und Fördern des einzelnen Kindes. Jedes

    soll seine Fähigkeiten und Möglichkeiten so weit wie möglich weiterentwickeln und ausschöpfen.

    Differenzierung ist deshalb immer eingebettet in pädagogische Betreuung und Beratung.

     Arbeits- und Übungsstunden

    An einer Ganztagsschule wie der Giordano-Bruno-Gesamtschule hat das selbstständige Bearbeiten

    von Aufgaben einen hohen Stellenwert.

    Im Stundenplan sind über die Woche so genannte Arbeits- und Übungsstunden (A- & Ü-Stunden)

    verteilt, in denen die Schülerinnen und Schüler Aufgaben verschiedener Fächer erledigen müssen.

    Die Fachlehrer stellen diese Aufgaben im Rahmen eines Wochenplans. Die Lernenden

    entscheiden selbst, wann und in welcher Reihenfolge sie ihre Arbeiten

    erledigen. Während der A-& Ü-Stunde steht eine Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern zur

    Seite. Die Kontrolle erfolgt durch gegenseitige Schülerkontrolle und durch die Fachlehrer nach

    Ablauf der Woche.

  • Giordano-Bruno-Gesamtschule Helmstedt

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    Um die Effizienz dieser Stunden zu steigern erscheint es sinnvoll mehr Ruhe- und Rückzugszonen

    für die Schülerinnen und Schüler bereit zu halten.  Förder- und Forderband

    Im 5. und 6. Schuljahr wird eine A- & U-Stunde besonderen Förder- und Fordermaßnahmen in

    den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik vorbehalten. Je nach Leistungsstärke und

    Interessen werden „Expertengruppen“ gebildet, die sich bestimmten auf die Schülergruppe

    zugeschnittenen Aufgaben widmen. Leistungsschwächere arbeiten in dieser Stunde Defizite

    auf.

    Um kleine klassenübergreifende Gruppen bilden zu können, wird eine A- & Ü-Stunde im

    Stundenplan gebändert und mit zusätzlichen Lehrerstunden ausgestattet.  Individuelle Förderpläne

    Ausgehend von den bisher eingesetzten Differenzierungsmaßnahmen und individuellen

    Lernentwicklungsberichten werden Förderpläne für leistungsstarke und leistungsschwächere

    Schülerinnen und Schüler erarbeitet.

    Voraussetzung für eine hohe Wirksamkeit von individuellen Fördermaßnahmen ist die

    Diagnose des Kompetenzniveaus der Lernenden. Hierzu sind die Lehrkräfte hinsichtlich ihrer

    eigenen Diagnosekompetenz zu schulen.

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    KOMPETENZ UND LEISTUNG

    Das Kollegium der Giordano-Bruno-Gesamtschule stellt sich den geänderten Anforderungen an

    Unterricht. Neben dem Fachwissen müssen die Lernenden weitere fachliche und allgemeine

    Kompetenzen erwerben, um in einer sich schnell ändernden Umwelt mit sich wandelnden

    Berufsbildern bestehen zu können.

    Die Lehrpläne der einzelnen Fächer wurden schon weitgehend an die von der

    Kultusministerkonferenz im Jahre 2004 verabschiedeten Bildungsstandards angepasst. Der

    Bedeutung des „Methodenlernens“ trägt das Methodencurriculum der IGS Rechnung.

    Unterrichtsfächer

    Im Pflichtbereich wird nach der Stundentafel für Integrierte Gesamtschulen gearbeitet. Alle Fächer

    haben auf den jeweiligen Fachkonferenzen ihr schulinternes Curriculum beschlossen. In den

    Curricula der Fächer Deutsch, Englisch, 2. Fremdsprache, Mathematik und Naturwissenschaften

    wurden die Bildungsstandards entsprechend der KMK-Vereinbarung implementiert.

    Für die Klassen 5 – 7 ist die Implementierung der Bildungsstandards erfolgt, für die Klassenstufen

    8 – 10 wird dies sukzessive im Laufe des weiteren Aufbaus unserer Schule geschehen.

    Die Fächer Englisch und Mathematik werden ab Klasse 7, Deutsch ab Klasse 8 und

    Naturwissenschaften ab Klasse 9 auf zwei Niveaustufen in Grund- und Erweiterungskursen

    unterrichtet. (