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  • SUNRISETHEOSOPHISCHE PERSPEKTIVEN

    Heft 1/2000DM 5,00

    SUNRISETHEOSOPHISCHE PERSPEKTIVEN

    Heft 1/2000DM 6,00

  • Fr mehr Verstndnis unter den Menschen

    An der Schwelle zum 21. Jahrhundert 1 Wim Rinsma

    Das Licht des Gttlichen 3 Katherine Tingley

    Das Epos von Gilgamesch: 6 W. T. S. ThackaraEine spirituelle Biographie (Teil 2)

    Von unseren Lesern 14

    Shakespeares Mysteriendrama 17 Michael Cosser

    Lerne zu vergeben 23 Gottfried de Purucker

    Weihnachten und die Wintersonnenwende 26 Alan E. Donant

    Die stets wechselnde Vollkommenheit 29 Harry Youngdes gegenwrtigen Augenblicks

    SUNRISE bietet ein breites Spektrum philosophischer und wissenschaftlicher Themen im Lichte alter undmoderner Theosophie und ihre Anwendbarkeit im tglichen Leben; Buchbesprechungen von wichtigen Titelnund Stellungnahmen zu Trends; Kommentare zu den spirituellen Prinzipien im Herzen der heiligen berliefe-rungen der Welt, sowie Einblicke in die Natur des Menschen und des Universums.SUNRISE erscheint seit 1951 und ist unsektiererisch und unpolitisch und wird von einem Stab freiwilligerMitarbeiter verfasst. Fragen, Stellungnahmen und eigene Beitrge bitten wir an den Herausgeber zu richten.

    Chefherausgeber: Grace F. KnocheHerausgeber: Sarah Belle Dougherty Mitherausgeber: Elsa-Brita Titchenell

    Alle Korrespondenz bitten wir an folgende Adresse zu senden:SUNRISE, POST OFFICE BOX C, PASADENA, CALIFORNIA 91109-7107, USA.

    Die in den Artikeln zum Ausdruck kommenden Ansichten entsprechen nicht unbedingt den Auffassungen,die von der Zeitschrift oder dem Herausgeber vertreten werden. Sunrise erscheint 6 mal jhrlich. Abonnement: Deutschland DM 38,-/Jahr inkl. Porto; Ausland DM 48,-/Jahrinkl. Porto; Einzelheft DM 6,-, Sonderheft DM 8,-. Abonnentenservice: Stiftung der TheosophischenGesellschaft Pasadena, Bohmreute 9, 71735 Eberdingen, Germany. Telefon +49 (0)70 42/7 88 29, Fax +49 (0 )70 42/7 89 39. E-Mail: info@theosophie.de. Bankverbindung: PSchA Stuttgart, BLZ 600 100 70,Kto 3548 87-707.

    ISSN 0723-5429Copyright 2000 by Theosophical University Press, Kalifornien. Copyright der deutschen Ausgabe 2000 Stiftung der Theosophischen Gesellschaft Pasadena. Alle Rechte vorbehalten.Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

    Titelfoto: Lupine Leaves, Early Morning, Regina Thackara

    http://www.theosophie.de

  • An der Schwelle zum 21. Jahrhundert

    Ist es nicht so, dass wir durch Erziehung, Gewohnheit und rationalesDenken den ueren Dingen zu viel Aufmerksamkeit schenken? Was dieReligion angeht, konzentrieren wir uns vielleicht zu sehr auf den toten Buch-staben eines Textes und verlieren dabei seine verborgene Bedeutung aus denAugen. Wenn wir den gegenwrtigen Zustand der Welt in hnlicher Weisebeurteilen, kann es leicht geschehen, dass wir bei der Betrachtung der uerenVerhltnisse Kriminalitt, Betrug und Selbstsucht als Wirklichkeit erkennen,anstatt nur als deren Abbilder. Insbesondere die Medien beeinflussen unserGedankenleben in groem Ma, indem sie unentwegt sensationelle undbedrckende Nachrichten auswhlen.

    Und all das in einer Welt mit 6 Milliarden Menschen von denen nur einsehr geringer Anteil ihren Weg wirklich verloren haben. Wenn wir nichtwachsam sind, bersehen wir deshalb die groe, namenlose Mehrheit, dieihrer Pflicht nachgeht und nicht in negative Aktivitten verstrickt ist. Aufdiesen Menschen ruhen die potenziellen Krfte und die ewige Hoffnung derLichtseite des Bewusstseins der Welt. Diese Krfte werden in erster Liniedurch die Essenz unserer Gedanken und Handlungen genhrt. Sie sindlebendige Energien und gehen in die Gedankenatmosphre ber, welche dieErde wie ein Erinnerungs-Speicher umgibt. Mit welcher dieser Energien inder Vorratskammer wir uns selbst verbinden, hngt von ihrer hnlichkeit mitunserem Bewusstseinszustand ab.

    An der Schwelle zum 21. Jahrhundert begegnen wir immer mehr Mnnernund Frauen, die sich um die Verwirklichung einer mitfhlenderen Gesellschaftbemhen. Tatschlich spielen dabei die reinkarnierenden Egos jngererMenschen eine sehr wichtige Rolle, wegen ihrer universaleren Grundlage desDenkens, das auf der Idee beruht, dass die Menschheit eine Bruderschaft undEinheit ist. Es wird immer klarer erkannt, dass der einzige Vermittler zwischendem Individuum und seinem eingeborenen, unsterblichen spirituellen Selbst

    HEFT 1/2000 1

    SUNRISETHEOSOPHISCHE PERSPEKTIVEN

    Heft 1/200044. Jahrgang

  • seine eigene Seele ist. Diese Entwicklung weist auf einen wieder aufkommendenRuf nach tief empfundener individueller Verantwortung hin und erwecktinspirierende Fragen ber unseren wirklichen Ursprung, ber die Geheim-nisse der Natur, Tod und Wiedergeburt und die Gezeit des sich bewegendenaufsteigenden Zyklus.

    Die Weltlehrer aller Zeitalter haben darauf hingewiesen, dass wir die Krafthaben, unsere latenten spirituellen Mglichkeiten hervorzubringen, indem wirdem inneren Pfad zu dem gttlichen Funken in den Tiefen unseres Wesensfolgen. Das Geheimnis beruht auf der altbewhrten Methode ernsthafterSelbstanalyse: der Wunsch nachdem manche schmerzhafte Erfahrunggemacht wurde zu versuchen, das Selbst in unserem alltglichen Leben, dortwo unsere Pflicht liegt, zu besiegen und auch den anderen eine helfende Handentgegenzustrecken kurz gesagt Altruismus.

    Das durchzuhalten erfordert eine Menge Arbeit durch Versuch und Irrtum.Wenn wir stolpern, strken wir unser warnendes, evolvierendes Bewusstsein die Stimme der Erfahrung in diesem und anderen Leben. In seinen Dialogensagt G. de Purucker: Das Gewissen ist das Licht des inneren Gottes; undwenn dieses Licht zurckgezogen wird, vergeht das Gewissen; und dasBewusstsein um die Gesetze des spirituellen Lebens wohnt nicht lnger imGehirn und im Herzen eines solchen Individuums (2:111, engl.).

    Vor etwas mehr als 2.000 Jahren wurde einer sich in spirituellen Qualenbefindenden Welt das gttliche Licht einer der groen Seelen der Geschichteeingeprgt. Es war das Ergebnis eines vom Opfer und Kampf geprgtenLebens die Einswerdung des innewohnenden Christos oder der sprituellenSeele mit der menschlichen Konstitution. Heute durchdringt dieser Einflusseine Welt, die ihn wie eh und je braucht. Eine Botschaft lautete: GrereWerke als diese werdet ihr vollbringen. Ja, wir knnen volles Vertrauen in dieZukunft der Menschheit haben und mit Mut und Entschlossenheit weitermachen.

    Wim Rinsma

    Ich glaube an die Bruderschaft als eine Naturtatsache und daran, dass wir als Folge dieses Gesetzes unsere Brder wie uns selbst lieben mssen; und dassdie Kraft unpersnlicher Liebe imstande ist, die Herzen der Menschen zuerwrmen und die Welt vorwrts und aufwrts zu bewegen.

    Marie Saalfrank

    2 Sunrise

  • Das Licht des Gttlichen

    KATHERINE TINGLEY

    Der ist ein Mystiker, der stets im Bewusstsein seiner Gttlichkeit lebt.Er versprt intuitiv das gttliche Leben in allen Dingen. Im uerlichen,das flchtig und vergnglich ist, sieht er das Innere, das unvergnglich undewig ist. Er, in dem die Seele immer in Ttigkeit ist und ihn stets zumitleidsvollem Denken und Handeln drngt er ist der wahre Mystiker.

    Der Pfad des Mystikers ist in einem gewissen Sinn ein geheimer Pfad, einstiller und wundervoller Pfad. Jedoch steht er fr alle offen; er ist so einfachund liegt so nahe, dass sich viele, die ihn begehen mchten, von ihm abwenden,da sie ihn gar nicht fr das halten, was er ist.

    Die Schwierigkeit war und ist, dass der Schler bei seiner Wahl zwischenPflicht und Begehren immer zwei Wege vor sich hat. Er kann der Eitelstenaller Nichtigkeiten nachgehen oder das Mysterium der Mysterien suchen. Derfalsche Weg wird irrtmlich als der einfache bezeichnet. In Wirklichkeit ist erder schwierige. Der Pfad der Selbstberwindung, wenn wir ihn nur gehen, sogut wir knnen und wie wir sollten ist der einfache Weg.

    Wenn wir unser Gemt erst einmal mit den Grundstzen der Bruderschaftund des Dienens in Einklang bringen, ffnen sich unsere Herzen, unser Denkenwird klar, und das neue Licht, nach dem wir uns sehnen, bricht hervor.

    Wenn diejenigen, die sich zuweilen in einem Meer von Fragen undVerworrenheit befinden, sich nur einfach auf die helfenden Krfte der Seelebesinnen wrden welche Strke und welcher Friede wrde sie berkommen!In einem gewissen Sinne ist uns die Seele fremd, und doch ist sie so reich anHilfsquellen; und wenn wir im Denken und Wollen mit reinen und hohenMotiven vorwrtsgehen, hat sie immer Mittel, uns zu dienen.

    Wir brauchen heute einen greren Glauben, greres Vertrauen, dannwerden wir gewahr, dass wir in einem Zustand leben, in dem alles mglich ist,

    HEFT 1/2000 3

  • in dem alles, was wir berhren, aufblht und Glck und Freude fr anderehervorbringt. Indem wir selbst von diesem groen, weiten, alles im universalenRaum bewegenden Leben uneingeschrnkt und willig empfangen, sollen wirfreigiebig mit offenem Herzen geben, so dass keine schwchende Lebenskraftvon uns ausgeht.

    Viele Menschen, die einen gewissen Punkt erreicht haben, mchtenmanchmal erschpfende Erklrungen erhalten, um auf die eine oder andereArt persnlichen Nutzen aus dem Wissen zu ziehen. Ohne Ansporn zurAnstrengung, ohne Vertrauen, ohne Glauben ist jedoch nichts mglich. Wirgehen schlafen in der sicheren berzeugung, dass wir am kommendenMorgen wieder aufstehen werden. Wir sen Samen in der sicherenberzeugung, dass die Natur ihren Teil dazu beitragen wird, die Saataufgeht und Frchte trgt.

    Gerade in der Stille werden wir den Schlssel finden, der die Bcher derOffenbarung unserer Natur ffnen wird, wenn wir die Wahl treffen, danachzu suchen. Wir werden eine Kraft darin finden, die wir nie zuvor besaen unddie wir auch nicht haben konnten, solange wir nicht diesen Pfad suchten. Wirwerden dort den Frieden finden, der alles Verstndnis bersteigt. Es magnicht in einem Augenblick geschehen, auch nicht in bereinstimmung mitk