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  • Was kostet Social Media Recruiting Wie mobil-tauglich sind Firmen Karriereseiten

    und andere Fragestellungen Gastartikel Best Practice

    kostenfreie Studie – eine kostenpflichtige Verbreitung ist ausgeschlossen. Inhalte dürfen nur nach Absprache zur Wiederver- wendung kopiert werden. © Online-Recruiting.net 2012

  • Die Personalbeschaffung mittels Stelleninserate veröffentlichen hat sich seit knapp 20 Jahren drastisch verändert : Bis Mitte der 1990er Jahre war es üblich, Print-Inserate in den Stellenmärkten von Zeitungen oder Magazinen zu buchen. Mit der starken Verbreitung und dem immer einfacheren, auch privaten, Zugang zum Internet, entstanden die ersten online-basierten Jobbörsen. Da diese günstiger als Printschaltungen waren und Anzeigen über einen längeren Zeitraum im Netz zu finden waren, wurden große Teile des Recruiting-Budgets ins Internet verlagert. Das Online Recruiting sparte Kosten ein, und immer neue Player entstanden am Markt.

    Seit 2008, und damit zeitgleich mit dem Beginn der Finanzkrise, etabliert sich ein neues Phänomen im Internet, um Kandidaten auf seine Unternehmung aufmerksam zu machen: Die zu Beginn des 21. Jahrhunderts gegründeten sozialen und Business-Netzwerke wie XING oder LinkedIn krempeln die Art der Personalbeschaffung um. Geeignete Bewerber können mit Hilfe dieser Netzwerke identifiziert werden und direkt angesprochen werden. Der explosionsartige Anstieg von Nutzerzahlen im 2006 gelaunchten privaten Social Networks Facebook mit seinen interessanten (und vor allem kostenfreien) Möglichkeiten, sich als Firma darzustellen und mit potenziellen Kandidaten ins Gespräch zu kommen, hat den Trend des heutigen Social Media Recruiting geschaffen.

    Die Diskussionen um diesen Trend nehmen zu, Firmen fragen sich, ob und inwieweit es sinnvoll ist, sich mit dem Hype (?) dieser neuen Form der Kandidatenansprache auseinanderzusetzen und sich in die zumeist unbekannten und schwer kontrollierbaren Gewässer der sozialen Netze zu wagen.

    Die Erfolge der Personalbeschaffung über Social Networks halten sich noch in Grenzen, und eine Optimierung des Arbeitgeberimages ist nach dem relativ kurzen Zeitraum, in dem Social Media Recruiting von den so genannten „Early Adopters“ eingesetzt wurde (seit 2008/2009), in vielen Fällen noch nicht spürbar. Gerade in der Schweiz erschien es mir, dass die Skepsis in Bezug auf Social Media Recruiting sehr hoch ist. Daher war ich sehr erfreut, als mir der Schweizer Jobbörsen Marktführer www.jobs.ch anbot, meine Umfrage in der Schweiz zu verbreiten und bin dafür sehr dankbar!

    An der Umfrage, die zwischen dem 18. Juni und 11. Juli 2012 mit freundlicher Unterstützung der Online Umfragetools Netigate Deutschland GmbH, www.netigate.de, durchgeführt wurde, haben sich insgesamt 730 Teilnehmer sowohl aus der deutsch- als auch französisch- sprachigen Schweiz mit 24 Fragen auseinandergesetzt. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

    Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und Auswerten der Ergebnisse. Bei Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

    Eva Zils Kontakt: http://www.socialmedia-recruiting.com/kontakt-impressum.html

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  • Social Media Recruiting hat in der Schweiz momentan keinen hohen Stellenwert: 48 Prozent haben keinerlei Expertise in diesem Bereich, 7 Prozent sagen, dass für sie diese Art der Personalbeschaffung oder Kandidatenansprache nicht in Frage käme. Die Schweizer bauen auf ihre Stelleninserate und nennen Online Stellenmärkte als wichtigste Quelle: 95 Prozent nutzen diese nach wie vor erfolgreich. Somit ist das so genannte „passive Recruiting“ in diesem Land vorherrschend. Auch wurde in den Antworten häufig ausgesagt, dass keine Direktansprache von Kandidaten über Netzwerke gemacht würde.

    Die Schweiz ist bei der Nutzung von Social Media fürs Recruiting in zwei Hälften geteilt: 54 Prozent nutzen diese gar nicht (48 Prozent) oder haben kein Interesse daran (6 Prozent). 24 Prozent nutzen die sozialen Medien bereits zur Kandidatenansprache oder für das Personalmarketing und Employer Branding, und 22 Prozent haben erste Projekte in der Probephase.

    Der Wissensstand zu Social Media im Recruiting und seinen Möglichkeiten und Dienstleistungen ist größtenteils sehr niedrig. 71 Prozent sagen aus, dass sie entweder noch vor dem Anfang solcher Aktivitäten stehen oder gar keinen Überblick über das Thema haben, weil es zu umfangreich und schnelllebig ist.

    XING und Facebook sind die sozialen Plattformen, die derzeit in der Schweiz am häufigsten sowohl für das Recruiting als auch von den Personalern privat/beruflich am stärksten genutzt werden. Damit steht diese Ergebnis im Gegensatz zu der Anzahl der Nutzerprofile auf LinkedIn und XING, denn LinkedIn hat laut vieler Statistiken diesbezüglich die Nase vorn. Jedoch werden die sozialen Medien kaum von Personalern genutzt: 32 Prozent sind dort gar nicht aktiv, 16 Prozent weniger als eine Stunde pro Woche.

    Aktuell wird kaum Budget für Social Media Recruiting freigestellt. 78 Prozent veranschlagen kein Budget, obwohl 29 Prozent der Teilnehmer eine große Budgetverantwortung haben.

    Die Teilnehmerstruktur dieser Studie ist relativ gut durchmischt und spiegelt beinahe vollständig die wirtschaftlichen Gegebenheiten der Schweiz, wo 99,2% der Firmen KMU darstellen. Dennoch arbeitet die Mehrheit der Studienteilnehmer in kleinen und mittelständischen Betrieben: insgesamt 81% in Firmen mit bis zu 500 Mitarbeitern.

    Die gleiche Umfrage wurde unter deutschen Firmen durchgeführt. Link zu den Ergebnissen: http://www.socialmedia-recruiting.com/studien.html

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  • - Teilnehmer nach Sprache 1. Welche Kanäle nutzen Sie heute, um Kandidaten anzusprechen? 2. 1: Immer mehr Personalverantwortliche sprechen über das Thema 'Social Media Recruiting.' Wie gehen Sie mit diesem Thema um?

    2: Welche Social Media Kanäle nutzen Sie für Ihr Recruiting? 3. Gibt es Bedenken gegenüber dem Einsatz von Social Media Recruiting in Ihrem Unternehmen? Welche Bedenken sind das? 4. Sind Sie gut informiert über die Vielzahl von Dienstleistungen und Möglichkeiten, die Ihnen Social Media Recruiting bietet? 5. In welchen sozialen Netzen sind Sie zur Kandidatensuche/ -ansprache aktiv? 6. Wie viele Fans/Likes/Follower haben Ihre Social Media Recruiting Präsenzen? 7. Betreiben Sie aktives Social Media Monitoring zu Ihrem Unternehmen, bzw. zu Ihrer Arbeitgebermarke im Social Web? 8. Wie viel Zeit verbringen Sie durchschnittlich für Social Media Aktivitäten? 9. Sind Sie bereit, zukünftig geeignete Kandidaten proaktiv für freie Stellen anzusprechen, bzw. zu begeistern? 10. Welche Instrumente der Personalbeschaffung nutzen Sie, um Führungskräfte bzw. spezifische Kandidatenprofile zu gewinnen? 11. Wer Fachkräfte sucht, ist gut beraten sich auch jenseits der Landesgrenzen umzuschauen. Wie gehen Sie mit diesem Thema um? 12. Haben Sie eine gezielte Strategie, bzw. setzen Sie spezifische Massnahmen ein, um jenseits der Landesgrenzen Kandidaten zu gewinnen? 13. Gibt es bereits Kompetenz bzw. Expertise in Sachen Social Media Recruiting in Ihrem Unternehmen? 14. Würde Sie ein Workshop spezifisch zum Thema Social Media Recruiting interessieren? 15. 1: Nutzen Sie und Ihre Kollegen Social Media auch privat?

    2: Welche Social Media nutzen Sie privat? 16. Ist Ihr Mitbewerber bereits in den Bereichen Social Media Recruiting aktiv? 17. Sehen Sie für Ihr Unternehmen aktuell Handlungsbedarf für die Bereiche Social Media Recruiting? 18. Glauben Sie dass Ihr Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Social Media Recruiting 2012 konkrete Ergebnisse erzielen kann?

    1: Ja 2: Nein

    19. Wie hoch ist Ihr Social Media Recruiting Budget für 2012? 20. Können Sie Budgetentscheidungen treffen? 21. Wie gehen Sie das mobile Recruiting an? 22. Geben Sie uns bitte eine Einschätzung zu den geplanten Neueinstellungen Ihres Unternehmens 2012 23. Wie viele Mitarbeiter sind in Ihrem Unternehmen tätig? 24. In welcher Branche ist Ihr Unternehmen tätig? - Anhang: Gastartikel der Bâloise-Group

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  • Anders als im Landesdurchschnitt (20,4 Prozent laut wikipedia – Link im Anschluss), sind die französisch-sprachigen Schweizer Teilnehmer in der Studie mit 9 Prozent unterrepräsentiert. Jedoch hat sich im Sprachen-Benchmark ergeben, dass sich die Ergebnisse der beiden Sprachen in beinahe allen Fragestellungen gleichen. Dadurch sind die Ergebnisse der beiden Sprachvarianten für die Schweiz repräsentativ.

    Link wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Schweiz

    1. deutsch 662 (91%)

    2. Français 68 (9%)

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  • In der Schweiz steht die Nutzung von kommerziellen Online Stellenbörsen für die Personalbeschaffung ganz oben und entthront damit sogar die firmeneigene Karriereseite mit der internen Jobbörse.

    Internet Stellenmärkte haben den Vorteil, dass sie bei Bewerbern bekannter sind als viele mittelständische oder kleine Unternehmen. Im Google- Ranking sind sie durch ihre Vielzahl an Stellen und gezieltem (Online-)Marketing optimal platziert und bieten inserierenden Firmen eine große Reichweite für ihre Stellenangebote.

    Social Media Recruiting hat im Vergleich zu den anderen Rekrutierungskanälen am wenigsten Bedeutung (39 Prozent), wobei die Frage bleibt, was die teilnehmenden Firmen unter dem Begriff Social Media Recruiting verstehen: eine Jobanzeige auf XING veröffentlichen? Für viele Social Media Adepten zählt dies nicht dazu. Wir werden im weiteren Verlauf sehen, in welchen sozialen Medien die Schweizer