Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde

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    PROVO, UTACi -

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    2_ V' ^.

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    I w I

    ZEITSCHRIFTfO&

    GYPTISCHE SPRACHEUND

    ALTERTHUMSKNDEHEBAUSGEGEBEN

    VON

    C. R LEPSISzu BERLIN

    UNTER MITWIRKUNG VON H. BRUGSCH ZU KAIRO

    DRITTER JAHRGANG1865

    LEIPZIGJ. C. HINRICHS'SCHE BUCHHANDLUNG

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    THE LIBRARYBIUSHAM YOUNG UNlVERSinPROVO, TAn ^

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    3 n I) tt 1

    1. Aiifstze.Seite.Namen nnd Eintheilong der Standen bei den alten Aegyptern (mit 1 Tafel), von J. Dum ich en 1On sepnichral fignres, by S. Birch (continaation and conclusion) 4. 20

    Lettre M - le D^- R. Lepsias sur les mots egyptiens designant la droite et ]a gauche, parF. Chabas 9

    An F. Chabas, ber ^jrechts und links** im Hieroglyphischen, von R. Lepsin s . . . 12Die neue Knigstafel von Abydos and Herr Dmichen, von R. Lepsius 14Die Ausgrabungen in Aegypten, von H. Brugsch 17Nachtrag zu rechts nnd links , von R. Lepsius 22Ein geographisches Unikum, von H. Brugsch 25Les Ramses sont-ils de la race des Pasteurs? Etde sur la stele de Tan 400, par F.Chabas 29. 33Ueber die mit den Nomenlisten verbundenen geographischen Namenreihen, von R. Lepsius 38Angabe einer Nilhhe nach Ellen in einem hieroglyphischen Texte, von H. Brugsch . . 43Lettre de M'- Jacques de Rouge M'- Lepsius 45Auszge aus einer koptisch-arabischen Handschrift, Ton H. vonHeuglin, mitgetheilt durch

    H. Brugsch, mit Erluterungen von Prof. Rdiger und R. Lepsius .... 47Remarques sur quelques aignes hieroglyphiques , par W. Pleyte 53Sur le groupe VA ^ par W. Pleyte 54

    wZwei seltsame kalendarische Angaben aus Ptolemisch-Rmischer Zeit, von J. Dmichen 57, 71Ueber die Zeichen xy, ^^^ und ^ in den topographischen Listen, von R. Lepsius . . 60Ein altgyptisches Rechenexempel (mit 1 Tafel), von H. Brugsch . 65. 77Sur le nouveau Systeme propose parM. Brngsch pour Tinterpretation du calendrier egyp-

    tien, par M. le vicomte E. de Rouge 73. 81Ueber nigraatische Datirungen, von Fr. J. Lauth , 78Ueber das Wort '*^ von J. Lieblein 79. 85. 99Julius Caesar, von Fr. J. Lauth 87Ueber eine Grabformel auf einer Stele im Museum von Bulaq, von H. Brugsch .... 89Sur l'antiquite de Dendera, par F. Chabas 91Ueber die hieroglyphische Gruppe '^^ als Orgyia von 4 Ellen oder 6 Fufs, von R. Lepsius 96Die Regel in den hieroglyphischen Bruchbezeichnungen, von R. Lepsius 101Drei Vermuthungen, besttigt durch die Inschriften Edfus und Denderas, von J. Dmichen 110

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    2. Litterator.Selta.

    Aag. Mariette-Bey, Notice des principaux monuments exposes daus les galeries provisoiregdu muse d'antiquites egyptiennes Boulaq 72

    Erschieneue Schrifteu 8. 24. 44. 56. 72. 88. 100

    3. Korrespondenzen und Notizen.eber die Publikation der Tafel von Abydos 24eber -JU, von S. Reinisch 88Anstellungen der Herren Goodwin und Reinisch 100Register der in dem Jahrgange 1865 erklrten Hieroglyphengruppen 111

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    Zeitschriftfr

    gyptische Sprache und Alterthumskundeherausgegeben von Professor Dr. B. Lepslus zu Berlin (Bendler-Strafse 18)

    unter Mitwirkung von Dr. H. Brugsch Knigl. Preufs. Consul zu Kairo,

    Jannar Preis halbjhrlich 2 Xhlr. 15 Sgr. 1865.Inhalt.

    Namen und Eintheilung der Stunden bei den alten Aegyptern, von J. Dmichen On sepnlchralfigures, by S. Birch (continuation). Erschienene Bcher.

    Namen und Eintheilung der Stunden bei den alten gyptern.Von allen Monumenten, welche ich whrend meiner fast zweijhrigen Reise durch

    Aegypten und Aethiopien zu sehen Gelegenheit hatte, ist keins so wohlerhalten als derheiTiiche Tempel der Hathor in Dendera, und ich mufs gestehen, dafs keine meinerStationen so ergiebig fr die gyptische Alterthumsforschung gewesen , als mein etwadreimonatlicher Aufenthalt in diesem Heiligthum. Ich habe dasselbe in allen seinen Ru-men einem sorgfltigen Studium unterworfen, und werde mich bestreben, baldmg-lichst das reiche hier gesammelte Material der gelehrten Welt zur Kenntnifs zu bringen.Heute will ich mich darauf beschrnken, eine Zusammenstellung smmtlicher in Denderaaufgefundenen Stundenlisten mitzutheilen, mit Hinzufgung von noch zwei anderen, welchedie Tempel von Philae ergeben haben.

    Die alten Aegypter theilten bekanntlich den Tag in 12 gleiche Theile, ebenso wiedie Nacht. Jede dieser 24 Stunden hatte einen besonderen Namen und wurde bildlichdargestellt als eine Frau, bei den Tagesstunden mit der Sonnenscheibe, bei den Nacht-stunden mit einem Stern auf dem Haupte, und jeder dieser Stundengttinnen warnoch eine besondere Schutzgottheit beigegeben. Es ist zum Verstndnifs der Texte Yonhoher Wichtigkeit, die Namen der verschiedenen Stunden festzustellen, und da die bisjetzt bekannten Stundenlisten an Unvollstndigkeit leiden, beeilen wir uns, durch Mitthei-lung der von uns aufgefundenen Listen die bisher unbekannten Namen zu ergnzen.

    Wir wollen hier einige Beispiele anfhren, welche zeigen, wie es gradezu unmglichist, manche Texte zu verstehen, ohne die Namen der einzelnen Stundengttinnen zukennen. Man setzte nmlich nicht selten r die Zahl der Stunde den Namen der be-treffenden Stundengttiu ein; anstatt also z. B. zu sagen: dies geschaii in der erstenStunde des Tages, sagte man, dies geschah i S S ^ O? ^^ nen-t^ oder J O, y^^-%oder _ I \L r\'> *-yl neji'u en ra drei Bezeichnungen fr die erste Stundedes Tages. In einem hchst interessanten Osiristexte, welchen ich in Dendera kopirt obere Umschrift in dem mittleren der drei westlichen Osiriszimmer auf dem Dache desTempels liest man folgende Stelle:

    Zitschr t Aegypt Spr. ete, 1865. l

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    Namen und Eintheilung der Stunden bei den alten Aegyptern. [Janaar

    .^. 3 ^ 1 s ffl 1 S ^h-u er f'ua-f em hr 24 em j(et htep-f sek-f rer-f ha-nuter as-t em neb sent em kerh.Die Priester sind im Preisen ihn (den Osiris) am 24. Tage, wo er einsteigt in seineSek-Barice, um zu umkreisen den Tempel der Isis in der neunten Stunde der Nacht.

    An der westlichen Aufsenwand in Dendera wird von dem Gotte 5r7k 8 i ^ ' Arhes

    Ich mache stark den Horus vor seinem Vater Osiris in der 5ten und 6ten Stunde, ichkmpfe in der 7ten Stunde, ich verniGhte die Feinde in der 8ten Stunde des Tages.'*Und an einer andern Stelle von demselben Gotte:

    j(8f )[emi-u em jj^sf jemi-u hr per nfru en nebs.^Ich 3tofse zurck die Uebelthter in der Uten und 12ten Stunde der Nacht.Von den Listen nun, welche wir auf beiliegender Tafel mittheilen, befindet sich

    I. A. an der Decke der grofsen 24 .suligen Vorhalle des Tempels von Dendera: LB. eben-dagelbst, oben zwischen den Sulen der vorderen Reihe ; L C. unterhalb des mittleren derLwen, welche sich an der westlichen Aufsenseite des Tempels befinden; L D. ebenda-selbst, je drei an einem der Lwen; L E. im Durchgange, welche die Verbindung zwischendem vorderen und mittleren der drei stlichen Osirisziramer auf dem Dache herstellt.Die hierzu gehrige bildliche Darstellung zeigt den Gott der untergehenden Sonne, Tum,in seiner Barke, den beiden vor ihm stehenden Gttinnen Isis-Hathor, n ^ ^ ^und Nephthis, TT-., das Symbol des Lebens berrreichend, und darber, im Kreise einge-schlossen, stehen die ersten 6 Stunden der Nacht. L F. befindet sich an der Seitenwand derTreppe, welche in das untere Stockwerk von einem der geheimen Gnge fhrt, die sichim Innern der Tempelrnauer befinden; l. G. in der Thr, welche auf der Ogtseite desgrofsen Isistempels der Insel Philae in den Hof fhrt; I. H. an der Aussenseite des Geburts-hauses und zwar an der nach dem Hofe zugekehrten Seite. Von den Stundengttern befindetsich Liste II. A. neben I.A., IL B. neben LB., IL D. neben I.D. Von den Stunden desTages ist III. A. an der Decke der grofsen Vorhalle gegenber von I. A., TM. B. zwischen denSulen ebendaselbst gegenber von I.B., OLG. in der verticalen Inschrift neben LG.,III. D. an einem der Lwen a^f der sdlichen Aufsenseite des Tempels, III. E. am Durch-gang zum mittleren der stlichen Osiriszimmer. Die bildliche Darstellung zeigt, wie inI.E. den Gott des Sonnenniederganges, hier den Horus der beiden Horizonte in seinerBarke vor den Gttinnen Isis-Hathor und Nephthis und darber die ersten 6 Stunden desTages. III. F. befindet sich ber l.F. Der Raum hat es hier nicht gestattet, die voll-stndige StundenreiTie anzubringen, es fehlen die ersten 5 Stunden. Bei den beiden Phi-lenser Listen fehlen die Tagesstunden gnzlich.

    Es ergeben diese Listen eine Menge hchst beachtenswerther Schrift- und Sinn-

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    1965.] Namen und Eintbeilung der Stunden bei den alten Aegyptern.Varianten. Ich will hier nur auf einige aufmerksam machen. Die Variante I. D. 8.6^v -^n^ fr 0^^//a^ st in philologischer Hinsicht von Wichtigkeit; nachihr scheint das Zeichen , von welchem wir bis jetzt mit Sicherheit nur den Auslaut '^v mwissen, die Aussprache ^ ^^m zu erheischen, ^v = ^fm ist zweifellos unddas Determinativum des Packetes C3 in I. H. 8. palst gleichfalls zu der Aussprache _C3./Dj = t~1 n ist bekannt Es scheint demnach die 8te Stunde der Nacht ^ fUn-k dieAs-sprache j^em neser-i zu haben. Fr die Ste Stunde der Nacht giebt der HuberscheSarkophag im Wiener Museum die sonderbare Schreibung aa^aaa fr ii. ^ , also innmr gleich

    D d. Den Gott der ersten Nachtstunde nennt derselbe Sarkophag pq. Wr m , Ka ^w,den der 2ten Stunde ^^ 1 1H , den der 6ten Stunde fl |^ 1 l| fr^ jj

    ,

    den der 9ten Stunde HK (l v:^^ o fr [|^^? wonach das Zeichen fjl eine doppelteAussprache zu haben scheint, den der lOten Stunde o^-^cja fr 'Tj'i, rrr-i n,y''^ = t und IflJL = r, den der Uten Stunde ^^11 * ft* I J S9, eine Sinn-variante, und bei der 12ten Stunde ;==> (1 (j .^^ j J| fr (| |. Noch sind bemer-kenswerth die Varianten in der 7ten Stunde des Tages r'S fr (i^n'MJL, in der9ten Stunde W^ c=^ fr W^ ^:^ , also der ruhende Schakal mit der Aussprache sest; >r O

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    Namen und Eintheilung der Stunden bei den &lten Aegyptern. [Januar

    des Tages fr ^ ? die Variante ^. ^^ S*)? ^^F* aer-t, die da verbirgt denGlnzenden , d. h, den glnzenden Heirn des Himmels, die Sonne, also die Stunde, inwelcher die Sonne untergeht. In Bezug auf die 12te Stunde der Nacht beifsi es in ebeu-genannter Schrift: La douzime heure de la nujt pr^cedait cons^quemment la pre-miere du jour, celle da lever . Son nom , en effet, contirmc pleineraent ce que lesimple calcul met dj hors de doute. Elle s'appelle ^37^^ ^^ ^^

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    1865.] On sepalcbral figures by S. Birch.

    principal different readings. The word (j B bas had different senses attached to it asappreciation^), enumeration, or taking account, examination or capacity 2). It will be foundin the sense of taking an account or reckoning in Lepsius Denkm. II. 53. and of the greatjudgment, or day of judgment in the 125 ' chapter of the Ritual

    nahamLiberale

    I I I \\dA f

    e

    tnvos

    raouine\\

    maab

    aaueeniornm

    hrudie

    vbc

    apjudicii

    Aa anj(Aa (daemone) vivente (edente)

    magni.

    mae mas(k)visceribusI I I

    The English sense is ready , and the figure is addvessed that this O^iris or deceasedperson is ready or prepared for the work. After the word ready in some exaraplesanother word is inserted in the form ^^ or ^CE), Ip J O (2*) or | JH O ^%^)hesh-ut or hebs-ut a word meaning clothed or reckoned . This seems to show that somediversity of opinion existed among the scribes as to the meaning of this formula, viz tha^the deceased was either ready, and dressed , or that he had been Judged and reckonedor passed^ as one fit to perform the requisite service in the Hades. That the group katin this passage raeans work is proved by the numerous variants some of which have alreadybeen cited by M. Chabas. The numerous examples sometiraes ofFer quite a different commence-ment, or Substitute and iilsert

    . ^Q^ V ^^ ^ ^^^ ^^^^ invokedi^) an expressionusually found at the latter part of tihe formula. An example has quite a difierent readingin this clause

    A sbt apui ar asut ein karhohl respondentes isti sit appellatus in nocte

    ^1 I Iapuiisti

    hru em nu ar en kat neb-t iri-tu'^)die in tempore facere opera omnia facienda.A third form is fonnd on a figure with an imperfect inscription )

    11 \Mn 1^ IT Masbti apn ari j^auoh respondentes isti sit appellatus-

    amin

    ') Deveria, Rev. Arch. 1860.*) Chabas, Observations sui- le chapitre VI du Ritucl p. 7.*) Chabas, Observat. p. 7.*) Sep. figures British Museum no. 8612, 8815.*) Sep. figure British Museum no. 8650.*) Leeraans, Mon. II. Pt. PI. X. 42. b.

    Sep. fig. Brit. Mus. 8807.) Sep. fig. Brit. Mus. 9457.

    Sep. fig. 8810.

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    6 On sepnlchral figore by S. Birch. [JanuarNow the general sense is, tbat the figure is told either by a god, the deceased, or by apriest on bis bcbalf, tbat should be be called npon at any time either by day ur night todo the work reqiiired to be done in Hades, it is to do it for the deceased. Then follows:

    as hu-ti stehu am em su er-kartti fquando percutiuntur defectus illic ab aliquo ad loca ejug.

    This is the most difficult sentence in the wbole chapter. xYI. Chabas reads: Voici quej ai abattu les maux l en hemme en ses facultes. The word a or antu at the beginniugof sentences signifies Lol . According to ChampoUion, but then or at tbat time inmany texts specifying when an action took place as in the Statistical tablet of KarnakIn such a year lo-' or then bis maje;5ty was &cet. which commences certain paragrapbs.Tbe logical sequence seeras to be, oh tigure should I be required to do the work in Hades,when a person is called npon to perform certain things then do you &cet. The word asis indifferently written (10, []no%^,(jn , (102=,'^:^, proving tbat the t or tu isnot essential, or tbat it is the phonetic complement of the consonant *. The position ofthis word in certain sentences resembles tbat of an auxiliary verb of which the Copticforms 1C. IC or JC-Z may be the remains. Radically it is connected with as or nas^to question . The variants of the verb hi throw no further light on its meaning, ofyjStriking, drawing, dragging, thrusting out, gathering, plucking, thrashing, inundatingfhe only other form found being =\^^^__fl. The only important one is that given byM. Chabas of the aftix na of the 1* person praeterite, which occurs in some Agares asA^AAA^, The word foUowing hu has several different readings on the various figures; one hasnJ I 1) steb, another 0^^ I ') and a third H ^ I 3) instead of I %. Inaddition to thege variants two other words are substituted for it ^^^ -^*)5 [II ^^neki^)and '^'vw I i *^^) nienf. The first of these words, setb, rarely occurs in texts and is thenacoorapanied by the determination of a basket and cord 'nfPr or twisted rope ^ in the word

    li j ), 11 2 *) ^^ indicate a ligature or envelope analogous to the Coptic?y

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    1865.] On flepulchral figures by S. Birch.the text cited by M. Chabas ) the form reads when 1 have cleared away but in theform neki may be involved ^^ as the affix to the verb, when thou hast cleared awayand the last form aa/v^ may be an error for a^aw. naf when he or it , the figure hascleared away** the drawbacks er i'rapediments , for this word menf does not appearelsewhere and can not be identified with any particular defect. The word neki has thesense of foul, accursed, impious in many passages*) while fn has never been foundas the determinative of neki bot as the equivalent of an or han^) supposed to have themeaning of fault. One figure') alone ofFers an important addition to the usnal text ofthis portion

    \'Z IV m oam f an su er kart-u-fibi dicitur ab aliquo ad loca ejus.

    The importance of this is that it separates the pronouns which in the version of the Ritualare all together and shows that the action is either done in the Hades or Karneter. Theadditional form an is rarely employed as the mere locative and generally introduced intotexts to express the address or Speech of a person, here indicating that the speech wasraade by somc one to the figure. The expression er kart-u-f which here occurs has itsdifficulties. M Chabas reads it as in bis facalties or powers . Unfortunately no figurehitherto examined ofl'ers any important difference or throws additional ght on the ex-pression which must be studied in the form under which it is found, As the whole isa speech spoken by the deceased or ^ome one it was evidently addressed to 3ome personor thing or in some particular place or manner. The usual sense of ^ qar (kar) isto have, hold, under but the word ffl o or A^ ^ kart means business, aftair, properplace, course of a day .*), On the Sarcophagus of Seti I it is said of the gods and otherpersonages through which the sun passes in the firmament

    Zu , ^^^ , I Vw *=^ ^ )kart ien enten neteru em ta pen

    regiones vestrae vobis dii in regione illa.Throughout these scenes the word iar< is connected with the idea of place a? the sunis at rest passing the places (kart) of the gods), the gods are at rest in their places(kart) the daimons in their plains. Your places, again it says of certain gods, are in theabode of the morning^). In other places as on the tablet of Kuban it seenis to meaneither means or place as they did not find their means , or place, kart, of drink ) in

    ') Chabas, Pap. Harris p. 225 & 224. Lepsius Todt. c. 164, 17. Select papyri III, 2XXXII, 6.

    ') Chabas, Pap. Harris p. 47,') Sep. fig. Brit Mus. no, 8705a.*) Chabas, Inscr. d. Mines dor p, 23.*) Bonorai, Sarcophagus of Oimenepthah, PI. 6.*) Bonomi, Sarcophagus of Oimenepthah, PI. 6.

    Ibid. pl. 6. 8.') Prisse, Mon. PI. XXI, 10.

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    8 On sepulchral figures by S. Birch. Erschienene Schriften. [Januar 1865.]speaking of the arid desert throngh which tbe gold roiners passed.it States O ^2^ m c^

    In another passage

    /n ? PST^-'her 8ta-ain coudacendo.

    nuk ar hartEgo facio res necessarias

    The next clause of this chapter continues with the speech of the person to the figures

    ma ku ka ten aap ten er nu neb . t art amLicet mihi appellare vos Parate vosmet in momento quovis facientes illic.

    That is Should I call you, be ye ready at any time to act there. This meaning of thepassage is evident from the differeut readings

    /Vy/WV\

    and

    anLicet

    anLicet

    nasutrogari

    kvos

    asutappellare

    ein nuin raomento

    I

    emin

    nuimomento

    nebquovis^^^)neb

    quovis.[To be continued ]

    ') Ibid. 12.*) Leemans, Mon. II. PI, X no. 52b.^) Sep. fig. Brit. Mas. 8705a.

    Erschieoenc Schriften.6. J. i Huberts, Specimen bistorico-cbronologi-cum inaagurale, continens Observationes cbronologicas

    in Ptolemaeoram bistoriam. Lugduni-atavoTUiti.Brill. 1857. 8. 47 pp,

    John tee, Catalogus of the gypiiaQ Antiquitiesin the Museum of Hartwell House. London. M. Watts.1858. 4. 91 pp. 2 pi.

    Fenaer von Fenaerberg, Untersuchungen berdie Lngen-, Feld- und Wcge-Mafse der Vlker desAltertbams, insbesondere der Griechen und der Juden.Berlin. F. Dinmier 1859. 8. 136 pp.CL A. Bnsch, Specimen doctrinae de copticaelinguae praepositionibus as particulis. Dissert. innugur.Berolini. 1859. 8, 28 pp

    J. G. Ottema, Opschrift der Grafzuil van Psauitik,in het Museum te Florence. Bijdrage tot de Chrono-logie der Babylonische Ballingschap. Leenwarden.Suringar. 1859. 8. 29 pp.

    Le Page Renoaf, Note on some negative particlesof the Egyptian language. London. Williams

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    Meelcffee'xurx,ey*'^ArAt

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    Zeitschriftfr

    gyptische Sprache und Alterthmnskundeherausgegeben von Professor Dr. R. Lepsios zu Berlin (Bendler-Strafse 18)

    unter Mitwirkung von Dr. H. Brugseh Knigl. Preufs. Consul za Kairo.Februar p^is jhrlich s Thir. 1865.

    Inhalt.Lettre k H. le Doctenr R. Lepsias sur les mota egyptiens designant la droite et la ganche, par M. F. Chabas- An Herrn F. Chabas, ber rechts* und links* im Hieroglyphischen, vom Herausgeber. Die neue

    Enigstafel von Abydos nnd Herr Dmichen, Tom Heraasgeber.

    Lettre k M. le Doctenr R. LepsinsSur les mots egyptiens designant la droite et la gauehe.

    Monsieur et trfes-honore coUegue,Uans mon dernier memoire sur les Inscriptions des Mines d'or^), j'ai etudie les

    groupes hi^roglyphiques qui designent la droite et la gauehe^ et j'ai ete amene conclure,contraireraent l'opinion de Champollion, que ft^..,_fl signitie ia droite et ttc J- /i,la gauehe.

    L'auteur de la mthode avait donne des Taleurs respectiveraent opposees ces deuxgroupes. Tous ses disciples n'ont pas encore abandonne les vues du maitre et M. de Kouge,notamment, dans son beau memoire sur la stele de la Bibliothque imperiale, a rendupar: son fouet est sur son hras droit , Ja legende ^ '^^ I '^ '^^). II n'est pas maconnaissancc quo reminent egyptologue fran

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    Zeitschriftfr

    gyptische Sprache und Alterthumskimdeherausgegeben von ProfeBBor Dr. B. Lepsias zu Berlin (Bendler-Strafse 18)

    unter Mitwirkung von Dr. H. BrngselL Knigl. Preufs. Consul zu Kairo.Februar Pre jhrlich 6 Thir. 1865.

    Inhalt.Lettre k H. le Doctenr R. Lepsias sur les mota egyptiens designant la droite et la ganche, par M. F. Chabas- An Herrn F. Chabas, ber rechts und links im Hieroglyphischen, vom Herausgeber. Die neue

    Enigstafel Ton Abydos and Herr Dmichen, yom Herausgeber.

    Lettre k M. le Doctenr R. LepsinsSur les mots egyptiens designant la droite et la ganche.

    Monsieur et tr6s-honore collegue,Uans mon dernier memoire sur les Inscriptions des Mines d'or'i), j'ai etudie les

    groupes hi^roglyphiques qui designent la droite et la gauche^ et j'ai 6t^ amene conclure,contraireraent l'opinion de Champollion, que ft ^v /,-_fl signitie la droite et 'k j[- /i^la gauche.

    L'auteur de la methode avait donne des valeurs respectivement opposees ces deuxgroupes. Tous ses disciples n'ont pas encore abandonne les vues du maitre et M. de Rouge,notamment, dans son beau memoire sur la stele de la Biblioth^que imperiale, a rendupar: son fouet est sur son hras droit, la legende ^ ^T^^ II^ '^^). II n'est pas k maconnaissauec quo rcminent egyptologue fi'an

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    10 Lettre M. le Doctenr R. Lepsius [Februar

    Vous assimiliez ainsi 9 \\ au copte OTfldM, la droite. M. Bragsch a adopte lesmemes vues. ^)

    Mais ni vous, Monsieur, ni M. Bnigsch n'avez fait connaitre les motifs qui vousavaient decides Tun et l'autre cette grave altration d'une definition donn^e par le fon-dateur de la methode et accepte jusqu' alors sans conteste.

    Au premier abord, on peut supposer que vous avez ete guido par l'analogie des d-rives coptes et aussi par les exigences de la signification des noms par vous transcrits.Ces noms, en effet, indiquent clairement la puissance d'Ammon, de Phra, d'Horus, placeesiir Tun des bras ou a Tun des Ct6s de la persoune, et il est tout naturel quMl s'agissedu cote droit, le cte qui agit, qui frappe: ils out pour correlatifs les noms d^Ammonhi-jl^opeshef^ Monthij^opeshef ^ Ammon est sur son ylaive^ Moni est sur son glaive. On remarque,d'ailleurs que Ton ne rencontre aucun nom de ce genre en combinaison avee tK w ,w_ii

    ,

    ainsi qu'on doit eflfectivement s'y attendre, si ce demier groupe signitie la gauche. Notonsenlin que l'idee de force qu'emportent ces denominations composees est bien caracteriseepar la Variante \ ^^ *,^^ ^ -

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    1865.] Sar les mots egyptiens designant la droite et la gauchc. 1

    vases de la forme y. A en juger par les couleurs du dessin de M. Prisse, le Eos seraitune liqueur ronge contenue dans un vase de verre bleu ; les memes listes fnt conaitre le[| g ra^^ n ou viu - Eaa qui 6tajt de la meme couleur et ofFert dans un vase exacte-ment pareil de forme et de couleur. Les papyrus medicaux de Leide et de Berlin men-tionnent frequemment un liquide norame fiRci ou ly'']? ^. ^ ? Bo^ ou Hassan^qui entrait dans la composition dun grand nombre de medicaments solides ou liquides,de fumigations et meme de clystres. 11 sera, sans doute, difticile d'arriver determinerexactement la nature de ces antiques breuvages, mais ce n'est pas de cette question quenous avons nous occnper en ce moment.

    Dans deux des listes de M. Prisse, le Hos est distingue en Eaa de Voeil droit et Easde Toe gauche. La disposition des legendes est tr6s-caracteristique

    ra ra

    t T FTElles ne different lune de l'autre que par les sonrcils figures dans la premiere et

    negligs dans la seconde; mais dans toutes les deux, les yeux sont distinctement figurescomroe dans la face huraaine et l'oeil droit est designe comme l'oeil fr, tandis que mest rindication de Poeil gauche.

    Nous possedons, en consequence, la demonstration materielle dont je proclamaistout--rheure la uecessite, et nous pouvons reconnaitre desormais que les donnees deChampollion etaient fondamentalement erronees. On peut cependant opposer des textesprecis un texte qui ne Test pas moins et qui nous conduirait une Solution tout--faitdifferente. Vous avez copie au grand temple d'Edfou une scene, reproduite dans vosDenkmler 1), et representant Ptolemee Soter II debout devant la deesse Hathor la-quelle il offre deux especes de sistres. De la main droite, le roi tient le sistre a; dela gauche, le sistre 1; Taction du monarque est indiquee par la legende ^^; au-dessous, on lit en ligne verticale : Le roi dit: 8 | fr ^ ^ J[ i ' f ' ^ Jl ^ ^ ^^^*^ ?est dans ma main fr a, ce sistre est dans ma main j]

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    1 2 An Herrn F. Cbabas, [Februar

    An Herrn F. Chabas,lieber rechts nnd links im Hieroglyphischen.Geehrtester Herr Kollege,

    Indem ich gern Ihrer AuiFordening folge, nachtrglich auch meine Grnde fr dieVertauschung der hieroglyphischen Gruppen fr rechts und links den Ihrigen hinzuzu-fgen, erlaube ich mir zunchst eine Bemerkung aus meinen Notizbchern vom Jahre 1840ohne Zusatz (aufser den Noten) und ohne Weglassung wrtlich hier auszuschreiben:

    I \\ und ^ werden von Champollion durch ^SOTp und OTflW, linksund rechts, bersetzt Die Aussprache ist nur aus dem Koptischen genommen undwiderspricht der hieroglyphischen Schreibung in beiden Fllen. Die Bedeutungen sindumzukehren; fr \\ ist nicht in der Aussprache gleich ft o AilflT, Westen, wie dasKomplement ausweist, welches immer und constant nur m ist; dies ist weder in demkoptischen Worte fr links, ^SoTp, noch in der hieroglyphischen Schreibung rechts(oder links); wohl aber in der koptischen Bezeichnung fr rechts, OTflll. V Jist ganz von der Himmelsgegend eieST, ^.T, Osten, hergenommen, bedeutet dannaber nicht rechts, sondern links. Diese Bedeutung von stlich statt links hat sichim Koptischen nicht erhalten; ebensowenig ^.fjflT fr rechts; dies ist nicht einmalhieroglyphisch noch erhalten, sondern dafr OTfl^. *, vvie im Koptischen. Dafs bei denAegyptern Westen rechts war, ging daraus hervor, dals ihnen Sden immer die vor-nehmste Gegend war; dahin wendeten sie sich, wie die Semitischen Vlker gegen Osten,die Germanischen gegen Norden. Daher beginnen bei Aufzhlungen die Aegypter immermit Sden, gehen dann zum Westen, Norden, Osten ber. So auf dem Turiner Altar desAmyrtaeus). So Rit 6, 16. 17. 20. 17, 1. Oder die Folge ist: Sden, Norden, Westen,Osten, z.B. Kit. 18, 29. 54, 32. 33. 2) Immer ist Westen die vornehmere Seite gleichnach Sden, daher auch rechts. Deshalb geht auch die westliche d. h. die rechteSchulter und Wange in der Aufzhlung der Glieder vor der stlichen linken voraus (s. dieAufzhlung bei Champollion, Pap. hierat.) 3), oder vielmehr, man wendet sich ursprng-lich gegen Sden, als nach der vornehmsten Gegend, dann folgte die vornehmste derbeiden Seiten, die rechte, und ward deshalb von dem Westen benannt Westen geht dahervor Osten, weil rechts immer vor links, auch im Schreiben und in Anordnungen von Dar-stellungen. Daher heifsen auch die Prinzen nicht, wie Champollion will, Federtrger zurLinken, sondern zur Rechten seiner Majestt. Aus Darstellungen ist schwer a priorietwas zu entnehmen, weil es unsicher ist, ob die Darstellungen ihre eignen Seiten pr-sentiren oder nach den Seiten des Beschauers beurtheilt werden sollen. Das erste siehtman z. B. auf der Stele des Takelot in Turin und Rom*), wo Westen links, Osten rechts

    ') Des Nechtarebos (Next-har-heb). ') Todtenb. K. 39, 6. 141, 17. 18.^) Vgl. Todtenb. K. 125, 54. 55. 60. 1P3, 13. *) S. die eine Hlfte bei Champol ., Se-

    conde lettre ao duc de Blacas pl. XVI. Die andere Hlfte habe ich in Rom gefanden nnd kopirt.

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    1865.] Ueber recht*' und links im Hieroglyphischen. 13angegeben ist; das bezieht sich aber auf die dargestellten Personen, nnd dreht sich daherum. So wird wohl berall die Regel sein.Um diese Ansicht von 1840 auch ffentlich zu vertreten, daza fehlten mir damalsnoch so positive Beweise, wie Sie sie mit Recht gleichfalls verlangen; daher ich ge-legentlich selbst noch dem Hergebrachten gefolgt bin. Spter erlangte ich auch diese,und es ist nur zufllig, dass ich erst im Knigsbuche davon Gebrauch machte. Zuden augenflligsten Beweisen gehrt namentlich eine Todten- Stele in Berlin, berwelcher sich folgende Zeichen und so geordnet hnden: ^ft^^Q^^^^o, dasheifst, das rechte Auge hat das Zeichen fr rechts oder westlich, das linke Augedas Zeichen fr links oder stlich neben sich. Ebenso ist also auch die oben schonrichtig aufgefaijte Stele unter Takelut zu verstehen. Femer kann die bekannte Stelleaus Sextus Enpiricus^) o'i uilyvTrtioi aailel jiiiv xat de|/w 6(pi)al(.nTt aneixatovaixov fjkiov, aai).ti(f i xal aQianQtp 6cp9alfiip t^v aeXT^vrjv^ ohne Zweifel nur um-gekehrt verstanden werden, als es Dr. Brugsch in seiner Geographie 2) that, welcherdamals unter dem rechten das stliche, unter dem linken das westliche Auge ver-stand. Denn im Todtenbuche K. 17, 27: ^ ^ % ij H^ '--Si^^ 1 und17,30. 31: ^? D P o^ I ^^^^ gerade da rechte Auge durch ^ ^--^-s^ be-zeichnet, und in der von Brugsch 3) gleichfells angefhrten Stelle fr o / fj^^y^^o^c=z

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    14 Die neue Eonigstafel von Abydos und Herr Dmichen. [Februar

    Die neue Knigstafel von Abydos und Herr Dmichen.Die Mittheilung der neuen Konigstafel, welche Herr Dmichen in Abydos kopirt und

    uns zur Verflfentlichung tibersendet hat (s. diese Zeitschr. 1864. Oktober), ist Ton einemanonymen Berichterstatter in mehreren franzsischen Blttern, die ans vorliegen, nament-lich aber im Moniteur vom 25. Januar d. J., in einer Weise angegriffen worden, derenErwhnung uns gerade in diesem Blatte geboten zu sein scheint. Denn wir wnschenlebhaft, dafs die Aegyptologie nicht wieder in die Zeiten der persnlichen Eitelkeiten undVerdchtigungen oder auch nationalen Eiferschteleien zurckfallen mge, deren sie sichseit einer Reihe von Jahren grndlich zu schmen gelernt hatte. Der bezeichnete Artikel,welcher nichts Geringeres enthlt, als die Insinuation, dafs die publicirte Knigstafel eineHerrn Mariette-Bey entwendete Kopie dei'selben sei, wird hoffentlich allgemein als einschlimmer Anachronismus empfunden werden und nicht zu weiterer Nachahmung reizen.Der Berichterstatter meldet unter der Ueberschrift: Decouverte de 76 rois etc. parAugusteMariette, dafs der Akademiker Herr Desjardins von Herrn Mariette einen Brief, dessen Datumnicht angegeben wird, ber die Freilegung des Tempels von Abydos erhalten und diesender Academie mitgetheilt habe. Er enthlt die willkommene Nachricht, dafs in demselbenRume, in welchem sich die Knigstafel befindet, auch eine Reihe von 130 personificirtenNomen und Distrikten Aegyptens dargestellt sei. lieber Herrn Dmichen enthlt das ausdem Briefe wrtlich Mitgetheilte nichts. Doch fgt der Schreiber des Artikels seinerseitsber die Knigsliste hinzu, eine Kopie derselben sei Herrn Mariette entwendet worden(derobee), und ergeht sich nun ber diesen erfundenen Raub der Entdeckung des HerrnMariette in ungeziemendster Weise. Mr. de Rouge sei temoin de la decouverte deMariette, und der erste gewesen, im Namen der franzsischen Wissenschaftgegen jene Handlungsweise zu protestiren. Nicht nur Mariette, auch der Viceknig vonAeg)'pten, dessen Munificenz seinem Landsmanne die Mittel gebe, de prendre posses-sion, en son nom, de l'histoire pharaonique qui se dresse sa voix dans toutela vallee du Nil, sei grofses Unrecht geschehn.

    Mr. de ouge hat nun bereits im Moniteur vom 9. Februar und schon frher in einemBriefe an den Unterzeichneten gegen die unwahre Behauptung protestirt, daf er Zeugeder Entdeckung der Knigstafel gewesen sei. Ce que j'ai vu , sagt er, et ce qu'il etaitde mon devoir d'attester, ce sont le plan et la disposition des fouilles ordonnees par M.Mariette au grand temple d'Abydos. lieber den Vorgang in der Akademie werden dieComptes rendus authentische Nachricht geben. Am wenigsten aber wird Hen* Mariettedem ungesclckten Berichterstatter Dank wissen fr den offenbaren Mifsbraueh, den der-selbe mit jenem Briefe getrieben hat.

    Die grofsen, von den reichsten Ergebnissen begleiteten Verdienste des Herrn Mariette-Bey um die Epoche machenden Ausgrabungen in Aegypten sind nicht allein den Aeg}'p-tologen. sondern dem Europischen Publikum seit einer Reihe von Jahren bekannt, undder Unterzeichnete glaubt in Deutschland durch Schrift und Wort das Seinige zur Aner-kennung derselben beigetragen zu haben, obgleich er stets bedauert hat, dafs bis jetztnoch so wenig davon der Wissenschaft zugnglich gemacht worden ist. Er htte daherauch gewnscht und es jedenfalls , wie es sich jetzt besttigt, fr vorsichtiger gehalten,

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    1865.] Die neue Knigstafel von Abydos and Herr Dmichen. 15wenn es ausgesprochen worden wre, dafs auch jene Rume des Tempels von Abydoszwar nach der Abreise des Herrn Marictte aus Obergypten, aber doch auf persnlicheAnorannng desselben, vom Sande befreit wurden. Es ist aber viel wahrscheinlicher, dafsdiese Unterlassung unabsichtlich durch die Krze der abgebrochenen Notiz, welche un-verndert abgedruckt werden mufste, veranlaist wurde, als dafs Herr Dmichen etwa habeglanben machen wollen, er habe die Wand selbst ausgegraben.

    Ueber das Recht eines wissenschaftlichen Reisenden, die Inschrift einer Tempelraauerza kopiren, entscheiden natrlich die Gesetze des Landes. Sollte es, was wir vorlufignicht glauben, verboten sein, so wrde es uns im wohlverstandenen Interesse nicht nurder Wissenschaft, sondern auch des Landes, des Herrn Mariette-ey und ganz besondersdes Viceknigs zu liegen scheinen, dieses Gesetz so bald wie mglich aufzuheben und diefrhere Freiheit wieder herzustellen. s muis dabei ganz gleichgltig sein, ob eine Tem-pelwand von jeher sichtbar war, oder, wie dies zum Theil schon unter Mohammed Aligeschah, erst ajif Kosten der Regierung freigelegt wurde. Nach unsem Begriffen bestehtder wahre Ruhm einer aufgeklrten Regierung und eines der Wissenschaft gnstigenMonarchen darin, die wissenschaftlichen Schtze, die er besitzt oder erwirbt, so frei undso zweckmfaig als mglich fr die Wissenschaft zu vei-werthen, und die Gelehrten durchmglichste Erleichterung einzuladen, sich mit der Herausgabe und Besprechung der Denk-mler zu beschftigen. Es ist ein alter Streit, der frher namentlich von den ItalienischenAntiquaren oft und eifrig gefhrt wurde, ob ein Denkmal oder eine ganze Sammlung inden Augen der Kenner und der Kufer durch die Verffentlichung an Werth gewinne oderverliere, ein Streit, der nun lngst dahin entschieden ist, dafs die Verffentlichung denWerth immer, nicht selten sogar ber Gebhr, erhht, es mfste sich denn um an sichwerthlose Denkmler handeln, an welche aber eine besondere Publikation eben nicht ver-schwendet zu werden pflegt. Einen neuesten Beleg dafr bildet der glnzend gnstigeVerkauf der ausgezeichneten, aber auch lngst publicirten Sammlung des Grafen Pourtalesin Paris. Wenn dies schon vom Privatbesitz gilt, um wie viel mehr von ffentlichenSammlungen. Der Vorsteher einer solchen verkennt sein Amt und ist seiner Stelle nichtgewachsen, wenn er die ihm anvertrauten Schtze selbst als letzten Zweck ansieht stattals Mittel fr die hheren Zwecke der Wissenschaft und Bildung, sich selbst aber ledig-lich als Conservator, oder gar als einzig privilegirten Nutzniefser derselben. Was wrdeman von einem Bibliothekar sagen oder von dem Vorsteher einer Handschriftensammlung,der seine Bcher fr so kostbar hielte, dafs er sogar die Sachkundigen von der Benutzungabhielte oder sich diese nur selbst vorbehalten wollte? Hier und da ist dieses Prinzipauch fr Bcher wirklich noch in Geltung; sobald mau aber erst allgemein von der un-gebildeten Ansicht zurckgekommen sein wird, dafs antiquarische und Kunstmuseen nurein vornehmer Luxus und mJ'sige Rarittensaramlungen seien, wird man in der gebildetenW'elt auch die Museen nicht mehr als Schaugericbte, sondern als wissenschaftliche Bil-dungsanstalten ansehen, in welchen die wissenschaftlichen Gste vor allen die willkom-mensten sind. Es versteht sich, dafs jedes Museum einer strengen Ordnung bedarf, dafsseine Benutzung den Denkmlern nicht zum Schaden gereichen darf, dafs unberufenePublikationen auf Spekulation zu verhindern sind, dafs sich gleich oder gar ungleich be-rechtigte Verffentlichungen nicht gegenseitig stren drfen, dafs namentlich die eigenenAbsichten einer das Beste der Sache bezweckenden Administration oder der zunchst Be-tbeiligteu ausnahmsweise Beschrnkungen aller Art bedingen knnen, kurz dafs die Frei-

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    16 Die neue Eonig8tafel von Abydos und Herr Dmichen. [Februar 1865.]heit der Benutzung nicht ihrem eigenen Zwecke entgegentreten darf. Aber alle solcheder Zweckmfsigkeit und Billigkeit entsprechenden Gesetze werden in Bulaq ebensowenigwie in Berlin Mifsbilligung erfahren. Jeder Gelehrte, der ein Denkmal zu benutzen oderzu publiciren wnscht, wird sie gern respektiren and sich ber die Ausfhrung gern mitden verantwortlichen Beamten verstndigen. Sollte, wie dies am Schlsse der Reklama-tion des Herrn de Rouge vom 9. Febr. gesagt wird, eine grofse Publikation der Denk-mler des Aegyptischen Museums in Aussicht genommen sein, so wrden wir dies alsein hchst erfreuliches Ereignifs begrfsen. Aber auch dann wrden bei dem uner-schpflichen Reichthum des bereits zu Tage Gefrderten vereinzelte Sonderpublikationender wenigen Gelehrten, die sich etwa damit befassen mchten, einem spteren Gesammt-werke sicher keinerlei Abbruch thun, die Erwartung und das Interesse dafr vielmehrerheblich steigern. Das Museum von Bulaq soll, wie der Moniteur berichtet, bereits27,000 Denkmler umfassen. Was soll man dann dazu sagen, wenn der AegyptischenRegierung die Absicht untergeschoben wird, auch die smmtlichen Baudenkmler und Fel-sengrber, die jetzt im ganzen Lande wieder freigelegt werden oder gar auch die nieverschtteten von der Europischen Kenntnifs auszuschliefsen, und so Aegypten von einemEnde bis zum andern deu Beschrnkungen eines eiferschtig bewachten Museums zu un-terwerfen, in der Meinung etwa, wie sie der Berichterstatter des Moniteur hegt, auf dieseWeise aus der Pharaonischen Geschichte ein Monopol der Aegyptischen Regierung zumachen. Wir sind weit davon entfernt, an eine solche Absicht des Viceknigs oder seinesMinisters, oder auch des Herni Mariette zu glauben. Was namentlich den letzteren be-trifft, 80 freuen wir uns, im direktesten Gegensatze zu dem Berichterstatter des Moniteurhier constatiren zu knnen, und halten es jetzt fr um so gerechter, es nicht zu ver-schweigen, dafs nach unsern Nachrichten aus Aegypten, Herr Mariette so weit entferntist, die Mittheilung der Knigstafel als eine Entwendung oder auch nur als eine unver-zeihliche Indiskretion des Herrn Dmichen gegen ihn selbst aufzufassen, dafs er dem-selben, wie dieser rhmend gegen den Unterzeichneten anerkannt hat, von neuem undausdrcklich die ungehinderte Benutzung der Schtze des Museums und sogar der nochin den Magazinen lagernden Denkmler gestattet hat. Der Unterzeichnete selbst hat sichvon Herrn Mariette nur der willfhrigsten Zusicherungen zu erfreuen gehabt, so oft ersich mit speciellen Wnschen an seine Vermittelung gewendet hat, und das BerlinerMuseum verdankt ihm in Folge davon erst noch im vorigen Jahre den beraus werth-vollen Gypsabgufs des Knigs Chephren, dessen Abbildung die Zeitschrift (1864. p. 58)publicirt hat. Wir zweifeln nicht, daJ's Herr Mariette auch in den oben berhrten Be-ziehungen den etwas ungeduldigen Wnschen der Wissenschaft, soviel an ihm liegt, gernnachkommen wrde, bescheiden uns aber gern mit der Erwgung, dafs ihre Erfllung inAegypten ihre besonderen Schwierigkeiten haben mag. Schliefslich mge er uns erlauben,den hoffentlich nicht als selbstschtig erscheinenden Wunsch auszusprechen, dafs er sichunseres Organes, welches nicht fr Sonderinteressen irgend einer Art, und nicht imNamen der Deutschen Wissenschaff^, sondern zur Frderung der Aegyptologie berhauptgegrndet worden ist, selbst bedienen mge, um die Aegyptologen, seine speciellen Mit-arbeiter, von Zeit zu Zeit ber das, was diese von seiner ausgebreiteten Thtigkeit ondderen Resultaten am nchsten interessirt, kurz zu unterrichten.

    Berlin, den 21. Febr. 18()5. R. Lepsius.Leipzig, Verlajf der J. C. HiniichsVbeii Duchbandlui>g. Berlin, Drack ron Gebr. Uoger (C. Unger), KnigL Hofbucbdmcker.

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    17Zeitschriftfr

    gyptische Sprache und Alterthumskundeherausgegeben Ton Professor Dr. R. Lepsius zu Berlin (Bendler-Strarse 18)

    unter Mitwirkung von Dr. H. Brogsch Knigl. Preufs. Oonsul zu Kairo.Mrz. Pw jhrlich 6 Thlr. 1865.

    Inhalt.Die Aasgrabungen in Aegypten, von H. Brugsch. On sepalchral figure l)y S. Birch. (Continnation

    and conclusion.) Nachtrag zu rechts* und , links vom Herausgeber. Letzte Etiilrung gegen Hrn.Mariette-Bey. Erschienene Schriften. Notizen.

    Die Ausgrabungen in Aegypten.JDekanntiich gehrt dem verstorbenen Vice-Knig Said Pascha das Verdienst, der

    Grnder eines altgyptischen Museums auf gyptischem Boden gewesen zu sein. Der An-lauf hierzu war in frheren Zeiten wohl fters genommen worden, immer aber scheitertedas Unternehmen an dem Mangel hinreichend befhigter Mnner, welche im Stande ge-wesen wren, den Werth der Denkmler zu schtzen und dieselben zu conserviren, sowie nicht minder das Interesse fr dieselben bei ihrem Frsten rege zu erhalten; Niemandwar daher besser geeignet, ein solches Unternehmen auszufhren, als der gegenwrtig zumRange eines trkischen Bey erhobene franzsische Archolog Auguste Mariette, dasich in ihm alle Eigenschaften vereinigten, um der Grndung eines Museums im Vorausglckliche Aussichten zu erffnen.

    Der Plan, nach welchem eine Zusammenstellung von Denkmlern des alten Aegyptensin den Rumlichkeiten der ehemaligen sogenannten Corapagnio, in Bulak, der HafenstadtKairo's, dicht am Ufer des Nilstromes, in Ausfhrung gebracht werden sollte, bestandnicht etwa darin, die vorhandenen Tempel und Grber einzelner ihrer Theile zu berauben,denn dann wrde es leicht gewesen sein, ein gewaltiges Museum zu grnden, sonderndurch Nachgrabungen aus dem Schoofse der Erde die nothweudigen Schtze zur Bildungeines Museums zusammenzutragen.

    Hr. Mariette hat sich dieser Aufgabe mit ebenso grofsem Geschicke als Glcke unter-zogen. Das Museum mit seinen Magazinen, wie es heute aufgestellt ist, zhlt nach zehn-tansenden von Nummern, von denen die kleineren oder werthvolleren Stcke in den ge-schmackvoll decorirten inneren Rumlichkeiten des Gebudes ihren Platz gefunden haben,whrend die gi-fseren Monumente in dem Hofe vor dem Museum oder in den angren-zenden Magazinen stehen. Ein franzsisch abgefafster Katalog, der in kurzem im Druckvollendet sein wird, soll als Fhrer durch das Museum dienen, wobei auf die hervor-ragendsten Denkmler ausfhrlicher Rcksicht genommen worden ist. Ein kurzer Gangdurch das Museum, dessen Reichthum von keiner europischen Sammlung bertroffen wird,belehrt den Kenner sehr bald, dafs der Hauptwcrth der vorhandenen Monumente mehrein artistischer, als ein historischer ist, und dafs in artistischer Beziehung wiederum dasAlte Reich vorwiegt. Aber diese Sammlung von Statuen der memphitischen Dynastien

    Zeachr f. Aegfpt. Spr. etc. 1865. O

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    13 1^16 Aasgrabungen in Aegypten. [Mfirz

    bildet einen Schatz, wie ihn annhernd, im kleineren Mafsstabe vielleicht das Louvre,sonst aber kein Museum aufzuweisen hat. An wirklich historischen Denkmlern ist dieSammlung arm; nicht einmal eine historische Papyrusrolle ist durch die Ausgrabungen andas Tageslicht gefordert worden. Die Denkmler von wirklich historischer Bedeutung,wie die Knigstafel von Saqqarah, die sogenannten Hyksos -Denkmler von Tanis, diejngst eingetroffene Riesenstele Knigs Pianchi und einiges andere, sind meistens durchbesondere kleine Abhandlungen in Europa bekannt geworden. Es ist, als ob sich deraltgyptische Boden an historischen Stcken erschpft habe, und es klingt z. . kaumglaublich, dafs unter 150 Stelen, die in der Nekropolis von Abydos gefunden worden sind,kein einziges historisches Denkmal angetroffen worden ist.

    Die Ausgrabungen selber, fr welche nach den Auslassungen des Moniteur Herr Ma-riette-Bay der einzige Besitzer eines vice-kniglichen Firraans ist*), werden von einerZahl von ungefhr 200 Arbeitern an mehreren Stellen des gyptischen Reiches gleichzeitigausgefhrt. Die allgemeine Theuerung, die Erhhung der Arbeiterlhne und das Bedrf-nifs von Krften fr die innere Industrie haben die frhere grofse Anzahl von Arbeiternauf dies geringe Maafs reducirt. Hr. Mariette leitet als directeur des fouilles die eigent-lichen Ausgrabungen, ihn untersttzen Signor Vassalli, inspecteur des fouilles, ein braverItaliener, und Mr. Kabis, conservateur adjoint du Mus6e, ein koptischer Christ, von euro-pischer Bildung und ein grndlicher Kenner der Sprache und Literatur seines Volkes.

    Diejenigen Orte, an welchen Herr Mariette-Bey dauernde Nachgrabungen hat unter-nehmen lassen und noch unternehmen lfst, sind: Tanis, Memphis und die Nekropolis da-selbst, Abydus und Theben. Nebenbei wurden in Angriff genommen, aber mit schlechtemErfolge, das Terrain von Heliopolis und das Labyrinth im Fajum.

    San, das alte Tanis, das durch die Erinnerung an die Hyksos-Zeit in unseren Tagenein so lebhaftes Interesse hervorgerufen hat, ist ein mchtiges Ruinenfeld mit colossalen,meist schwer transpoi-tabelen Resten des alten Set-Heiligthumes. Die Sammlung desMuseums besitzt von den Schtzen des alten Tanis vor allen die durch ihren semitischen (?)Typus ausgezeichneten Portraitliguren der Hyksoszeit Mglich, dafs aufser der kolossalenGranitstele mit dem Datum vom Jahre 400, einer bis dato unbekannten Aere, noch an-dere Denkmler im Schoofse der Erde verborgen sind, von deren Dasein vielleicht dieAufklrung ber jene Aere abhngt.

    Memphis, die Stadt, hat eine ufserst geringe Ausbeute geliefert. Trotz grfsererAusgrabungen in den dicken Erdmauern von udreschin ist kein Denkmal zu Tage ge-frdert worden, welches die Bedeutung jeuer Ruinenhgel erhellt htte. Nur wenige ver-baute Granitblcke inmitten der Erdmassen trugen die Schilder einzelner Knige derneunzehnten Dynastie und scheinen erst in spteren Zeiten an den Ort, wo sie gefunden,hingekommen zu sein.

    Die Nekropolis von Memphis, in der Nhe des Serapeums, hat die verhltnirs-rafsig reichste Ausbeute geliefert. Abgesehen von den einzelnen Fanden an Bronzen,PapyrusroUen funerren Inhaltes etc. ist es HeiTn Mariette-Bey geglckt, eine nicht un-bedeutende Zahl von Grabkapellen (kenseh nach der Bezeichnung der Araber) frei zu

    *) Dies scbeiot nicht ganz richtig zu sein, wenigstens kennen wir mehrere Personen, welchenoch factisch im Besitz eines Firmanes sind, sowie auch constatirt werden mufs, dafs noch jngstein Englnder in der Nhe der grofsen Pyramide des Chufu Nachgrabungen angestellt hat.

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    1865.] Die Aasgrabungen in Aegypten. 19legen, wobei sich in mehreren derselben Stelen und meistens wohlerhaltene Statuen inKalkstein und Holz aus dem alten Reiche vorgefunden haben, welche eine Hauptstelle inder Sammlung zu Bulak einnehmen. Smmtliche Grber gehren der 4. oder 5. Dynastiean, ihr Stil ist im Grnndplan derselbe, Spuren historischer Texte finden sich nur in einemderselben vor, Herr Mariette-Bey hat die Grber notiren und bisweilen auch von der ge-schickten Hand des Hm. Vassalli zeichnen lassen, sie dann wieder verschttet, um sievor der Zerstrungswuth modernen Touristenthums zu schtzen. Noch freiliegend und vonallen Reisenden besucht und bekritzelt ist das Grab eines gewissen s=>()(| Ti, das sichebenso sehr durch die Grfse seiner Anlage, wie durch die Schnheit und den Reich-thum seiner beinahe zahllosen Darstellungen uud Inschriften auszeichnet, die allein hin-reichen, die Studienmappen eines wandernden Aegyptologen zu fllen. Mit grofser Zu-vorkommenheit hat Hr. Mariette-Bey, whrend unseres gemeinsamen Aufenthaltes in dermemphitischen Nekropolis viele der von ihm wieder verschtteten Grber reinigen lassen,um mir Gelegenheit zu geben, die stereotypen Kalender -Inschriften, meist ber den Ein-gngen, zu kopiren und zu meinen chronologischen Studien zu verwerthen. Ich werdenicht verabsumen, bei erster Gelegenheit das Grab des Ti von philologischem Standpunkteaus fr die Zeitschrift zu bearbeiten.

    Geringere Ausbeute haben die Ausgrabungen um die grofsen Pyramiden von Gizehgewhrt. Ein Hauptziel bildete der wahrhaft kolossale Tempel in der Nhe des Sphinx.Der Brunnen, in welchem sich die Statuen des Knigs Chefren vorfanden, meist Bruch-stcke, darunter aber das wohlerhalteue Sitzbild dieses Knigs, von welchem im Jahrg. II.S. 58 dieser Zeitschrift die Rede war, liegt gegenwrtig offen da, und speist die anwoh-nenden Drfer mit seinem nie mangelnden Vorrath an gutem Trinkwasser.

    Abydus hat, wie oben bereits angedeutet, eine grofse Zahl nicht historischer Grab-stelen geliefert. Hr. Mariette-Bey hat einen bisher nicht exploitirten Theil der Nekropolisblofs gelegt und hat die Hoifnung, mit der Zeit das hochgeehrte alte Osiris-Grab aufzu-decken.

    Theben hat geringere Ausbeute geliefert als sich erwarten liefs. Aufser dem reichenFunde des Mumien-Apparates der Knigin Aahhotep, welchen die Arbeiter des Bey wh-rend seiner Abwesenheit, wenige Fufs unter dem Erdboden wie von Dieben in der Vor-zeit vergraben, entdeckten, hat das Museum verhltnifsmfsig wenige Denkmler der altenResidenzstadt Obergyptens zu verdanken.

    Neben diesen Ausgrabungen, welche bis auf den heutigen Tag Jahr aus Jahr ein fort-gesetzt wurden, hat Hr. Mariette-Bey im Auftrage seines vice-kniglichen Herrn die Mehr-zahl der gyptischen Tempel frei gelegt, vor allen den Tempel von Dendera, den vonAbydus, die von Theben und den von Edfu. Eine Menge unbekannter Darstellungen undTexte, einige von hoher Bedeutung, sind dadurch der Wissenschaft zugnglich gemachtworden, so dafs das Denkmlerstudium von jetzt ab ein neues Stadium erreicht hat. ImTempel von Dendera hat Herr Mariette-Bey vor einem Monate etwa zwei neue unterirdi-sche Galerien in der Tempelmauer geffnet, mit sehr wichtigen Texten unter den In-schriften.

    Wie ich hre, hat des Vice -Knigs Hoheit auf den Antrag des Herrn Mariette-Beyeine bedeutende Summe bewilligt, um nun die neugefundenen Denkmler und Texte vonbesonderer Wichtigkeit in einer franzsischen Publication der Wissenschaft zugnglich zu

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    20 On sepalchr&l figures by S. Birch. [M&rzmachen. Herr Mariette-Bey beabsichtigt, diep in einem grfseren Werke unter dem all-gemeinen Titel Fouilles en Egypte za thnn. Wir hegen den Wunsch, dafs dies langversptete Werk recht bald und so handlich als mglich erscheine, damit dem Bedrfnisseder Wissenschaft in zugnglicher Weise Rechnung getragen v^erde und endlich einmal dieKlagen aufhren, dafs in Aegypten zwar ein Museum gegrndet sei and viele neue Denk-mler gefunden wurden, dafs aber bereits seit Jahren nichts geschehe, dieselben durchbaldige Publication zu einem Gemeingut der Wissenschaft zu machen.

    H. Bmgsch.

    On sepnlchral figuresby S. Birch.

    (Continnation and conclasion.)These passages show that the verb ka raust be to call or ask . The next

    clause is

    er srut em sam er meku huteb ^en j(aad laborandum in agris ad irrigandos sulcos (ad) transportandum sabulum

    en semt er abtab occidente ad orientem.The new sense of monticoli or solci given to this passage by M. Chabas sheds an im^portant light on the nature of the equipment of the figures which was arranged ratherwith a view to the Clearing away of the obstructions than to the preparation of the food.Sorae figures give the phonetic complement of 11'^ srutj others the addition of er^)before the verb ^m or the Substitution of the verb ^ S) / ^o bear , or carry inits place. One important addition is given by one figure

    em ru kab ore tuo.

    To whom or what this applies is not clear as it seems naturally connected with theother agricultural opemtions. Is it after all only a Compound preposition pro te foryou analogous to ^^' in the midst *) of every where? or does it allude to trans-porting the sand from the gate of the tomb or hindering its invading the very mouth ofthe mummy. This gentence is foUowed by the final one of the chapter. Should I call

    '} Sep. fig. Brit. Mus. no. 8971.') gep. fig. Brit. Mus. no. 9003.') Sep. fig. Brit. Mus. no. 8806.*) Select Papyri ClI, 5.

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    1865.] On Bepulchral figures by S. Birch. 21ye to the osirian deceased &cet one papyrns giving the prefix **^~w i) n between t&nand heshar. Some figures give should we call ye ^), or address the figure in the Sin-gular as shoold I call thee there* ') or should they call ye *) or let it teil thee *).Some have the following important varieties:- ^--^ Si -- 1^ 1 ^)

    mak ort ma ku ka k amme karneter nut ntuk.Licet facere licet vocaxe te in Infens Ego sum tu.

    and

    nukEgo

    HesharOsirianns

    W \ .1anfacio

    makut enitote poni coram

    A figure publisbed by Dr. Leeraans gives

    asut ari uj^aj[utYocetur licet sequatur

    Io i ^put netet'u

    deos

    fiXent

    residentes

    \ ^^ ')l (VV] 'ahemt

    in occidente.

    anLicet nt

    ^memin

    nuimomento ^ MiTieb an aquovis facio

    makxi kapermetto vocare ^)and another ends

    nuk mak ka matt enti ra neb tetaEgo permitto vocare sicut die omni in aeterno.Some figures indeed contain inscriptions quite nnlike the regulr formula, bat it is

    necessary to look very carefuUy at such examples as most of them are iraitations madeeither in ancient or modern times. Nor was the Version of the chapter itself uniform,most of the secHons being intermixed transposed or differently arranged. Many figureshave no inscription at all but only the name titles and genealogy of the deceased pre-ceded by the word H |^ m 8hut or ^luminous'* is the deceased an explanation of whichhas been already given by M. Chabas. Extraneous observations are sometimes addedsuch as that the figure waa given by royal favour or command, or that the number offigures made frora the 1** of the month Tybi to the 30*^ month Mecheir amounted to 24.

    >) Pap. Salt. Brit Mus. no. 955. 956-) Sep. fig. Brit Mus. no. 8971.) Sep. fig. Brit Mus, no. 8609.*) Sep. fig Brit Mu8. no. 9900.) Sep. fig. Brit Mus. no. 5714. 8717.) Sep. fig. Brit Muf. no. 8804. 8805. 8719. 8741. 8754.

    Sep. fig. Brit Mus. no. 8705 a,*) Mon. Egypt. II, PI. X. no. 42 b.) Mon. Egypl. II, PL IIL no. 17 b.

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    22 On sepolcbral figures bj S. Bircb. [MrzThese sapplemeut;ai7 inscriptions neither belong to nor throw light upon the formula.The general seose of which may be restored from the variants as follows.

    Oh these respondents, should this Osirian be required [called, reckoned] by day, bynight or at any time to do the work to be done in Hades, when the defects are clearedaway by a person there at bis [or its] place whenever he has found. Should I call uponye get ye ready at once to do what is to be done there to dig the fields, to water thetrewches, to transport [or carry] the sand of the West to the East and vice versa.3hould 1 [or it, or we] call ye [or thee] or should I do, r should I call in Hades. Iam Thou or I the Osirian act should I be called before the Company of the gods whoreside in the West; or should I be called by Osiris or should my name be called.

    This last clause of the forraula and its variants is the reply of the figure to theaddress, l , it says, am, thou tbat is the Osirian or deceased who is called upon toact in the future State in which this teraphim or amulet protected the dead from beingforced to some mystic labour the condition of which was disagreable. In fact the wholeis a corollary to the preceding chapter No. 5. entitled the chapter of a persons' avoidingto do any labour in Hades. What the mystical meaning of this 5 * chapter is, does notclearly appear. Its sense seems to be I require the deficient soul, coming forth at thehour, feeding oif the entrailsthe apeor the rejecter. The want of grammatical formsin this Short sentence throws a great ambiguity on its meaning. M. Chabas thinks thatthe latter clause means feeding of the enti-ails of the apebut it may also be the speechof the ape or rejecting demon who devours the entrails of these dead the soul of whomhad been deficient at the gi*eat judgment, or it may be the speech of some demon whofeeds off the entrails of au ape or of the rejected.

    Nachtrag zu rechts und links(s. vor. Nummer) vom Herausgeber.

    Zur ferneren Besttigung, dafs w rechts, und m links bedeute, dient die Stele des'^^, Tel-M^ in Wien. Hier wird der Obertheil durch zwei grofse Augen gebildet,zwischen welchen die Laute steht, ^^ 1 ^g. Mit dem rechten Auge ^^ ist dieLegende verbunden : jf '^^ H i , mit dem linken ^^ : % o^ rj = . Die Gruppe jf ,welche den Westen zu bezeichnen pflegt, knnte Jemand zweifeln lassen, ob auch hierunam zu lesen sei, oder ob nicht westlich und stlich zu verstehen sei. Darberlfst aber das Determinativ ,^-~Si keinen Zweifel. Durch c^o^^ welches hier wie in an-dern Fllen scheinbar unnthig verdoppelt ist, wird nur das femininura bezeichnet; es hatnichts mit der Aussprache des Wortes unam zu thun. Denn dafs ^^ ut'a weiblich ist,geht aus der Schreibung ^ |^^ ^ ^ (Todtenb. 140, 6). ^1 ^^ (1^^, 8)u. a. hervor. Es ist also zu lesen: ut'a-t unami-t Hesiri und ut'a-t aht-et Hesiri, dasrechte Auge des Osiris und das linke Auge des Osiris.

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    1865.] Nachtrag zu rechts und links vom Herausgeber. 23Unter diesen Augen des Osiris (oder des Horus) sind hier ohne Zweifel zunchst die

    Scheiben der Sonne und des Mondes zu verstehen; doch war ursprnglich wohl nicht dasAuge, welches in heifst, sondern die Wange, oder Auge mit Wange, geraeint, wie ausdem Namen ut'a^ OTOZ.J, OT(^e, fem., gena^ mala, und aus den unter dem Auge zu-gefgten Linien zu schliefsen ist, welche der Wange angehren und vielleicht von einemVogeliiopfe entnommen sind. Ebenso war gma sowohl Auge als Wange. Indessen wech-seln auch geradezu ^^ {ut'a-t)\mA ^^ (tVt-OM- Wenn, wie im gewhnlichen Textehufig der Fall ist, nicht zwischen dem rechten und niien Auge der Form nach unter-schieden wird, so scheint ut'a-t vorzugsweise die Mondscheibe zu bedeuten. Daherkommt es, dafs, wie frher angefhrt ist (s. oben p. 13), -^^ ^^ als Sonne und Mondneben einander erscheinen. Ebenso ist die Figur, welche die Ut'a auf dem Kopfe trgt,in der Vignette des Kap. 140 im Todtenbuche, wohl fr eine weibliche zu nehmen, ob-gleich sie vielmehr mnnlich, doch ohne Bart, dargestellt ist. Denn im zugehrigen Texteist die Ut'a als Gttin bezeichnet. Eine Gttin mit der Ut'a auf dem Haupte erscheintauch sonst, z. B. bei Wilkinson, Mann. & Cust. pl. 40, no. 9 und pl. 72. In Dendera^)heifst die auf einer Sule ruhende Mondscheibe ^^5 Ut'a, zu welcher die 7 Gtterpaareder ersten Gtterdynastie (den 14 Tagen des zunehmenden oder abnehmenden Mondesentsprechend) auf einer Treppe hinansteigen. In Ombos ^) ist die Schlange mit der Ut'aauf dem Kopfe auch Gttin*). Der Mondgott (|--|-''Q, Ah, ist bekanntlich wie dasWort in der Sprache mnnlich. Die Erzhlungen von der gyptischen Selene verlangenaber fters eine weibliche Gottheit. Es scheint daher, dafs wir hierbei zunchst au dieUHg zu denken haben.

    Fr die richtige Bezeichnung von rechts und links sind endlich noch die Dar-stellungen der Stundentafeln in den Knigsgrbern anzufhren*). Wenn hier in dennschriften rechte Schulter, Ohr, Auge, und linke Schulter, Ohr, Auge, fast in jeder Zeilegenannt werden, so bezieht sich dies auf den jedesmal dahinter verzeichneten Stern, wel-cher ber einem der genannten Glieder einer darunter abgebildeten mnnlichen Figursteht. Diese Figur ist deshalb gegen gyptische Gewohnheit en face dargestellt, und dieenennungen von rechts und links sind nach der berichtigten Erklrung zutreffend, wenn

    die Seiten der Pigur, wie es das Natrliche ist, nach ihr selbst, nicht nach der Stellunges Beschauers beurtheilt werden.

    ') Todtb. c. 17, 25, wo im Turiner Exemplare ^^^^, auf den Sarkophagen des Alten Reichssteht; und c. 17, 27, wo auf den letzteren ^t'^^^^^^' in Turin ^ sfeht.

    *) Denkm. IV, 56, a. ') Denkm. IV, 34, a, 4. cf. 34, a, 6.*) Man sollte hier den Monat Payni erwarten, und so hat Cbampollion (Mon. pl. 98) corri-

    I AAAVVArigirt. Im Original steht aber | | 1 d. 1. 1 1 1 wv^/v^. Wenn der Epiphi gemeint war, so wrdeAA/>^AA

    die Stelle bei Plutarch. de Is. c. 52 herbeigezogen werden knnen, wo es heifst: Tj iitiuxSt rovfir\yog ionrd^ouaiy o(p9 nl^ my iloov yiv O^liov , Ott atlrii/rj xa) rjliOi ^'J fJii io9t((

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    24 ErMhienene Schriften. Notizen. Letzte Erklrung gegen Hm. Mariette-Bey. [Mirz 1S65.]Erschienene Schriften.

    J^hana Georg HttUer, Geber die Nationalitt der 1 S. Reinisch, Die Aegyptiaehen Denkmler in Mi-Hyksos und der Philister. Programm. Basel, 1864.4. 41 pp.

    S ReinlSCb, Die Stele des BasilikogrammatenSchay im Aegyptischen Kabinete in Wien. Wien,

    ramar. Wien, W. Branmnller. 8. 320 pp., 43 lithogr.Taf., 1 TiteUign. n. 29 Holzschnitte.

    F. Gliabas, Reyne retrospectire propos de lapublication de la liste royale d'Abydos. Chalon sur

    K. Gerold. 1864. 8. 33 pp. 1 Ta/. | Saone, Dejossiea. Paris, Daprat, Herold. 8. 3 pp.

    Notizen.Gleichzeitig mit dem neuesten Hefte der Reyue | begraben lag und erst seit etwa einem Monat, Dank

    Archeologiqne (Mars 18S5), in welchem wir Herrn | den unenndlichon Berahongen des nm unsere Wis-Mariette die Publikation der wichtigen Stele mit dem

    |senschaft so hoch verdienten franzsischen Archologen

    Datum des Jahres 400, 4. Meson, des Knigs Nnbti, Mariette-Bey ans Tageslicht gefrdert worden ist.verdanken, geht uns auch schon eine weitere Be-sprechung derselben durch Herrn Ghabas zu, die wirin der nchsten Nummer der Zeitschrift mitzutheilenhoffen.Erklrung. Der Unterzeichnete freut sich mitBezug auf den Abdruck der Mittheilung des HerrnDmichen ber die Knigstafel von Abydos (Zeitscbr.1864. p. 82), nachtrglich darauf aufmerksam geworden

    Finis coronat opus. Auf der letzten Station etc.Die oben p. 14, letzte Zeile, auf Hrn. Dmichen be-zogenen Worte sind daher vielmehr auf mich selbst zubezieben. Ich wiederhole, dafs es nm des lieben Frie-dens willen wnschenswerth gewesen wre, dafs derName des Herrn Mariette-Bey genannt worden wre.Meine Worte, anf die ich Bezug nehme, beweisen su-gleich fr jeden Unbefangenen, dafs meinerseits die

    zu sein und unaufgefordert bezeugen zu kunen, dafs, i ebergehung jener Stelle hchstens ein absichtlosesbei Durcbstreicbung des nicht zur Sache Gehrigen Redaktioosverseben war, welches zudem fr Hrn.fr die Druckerei, ein Satz zu viel durchgestrichen Marielte, der notorisch alle Ausgrabungen in Aegyp-worden i.st, welcher so lautet: Aus dem Schatzkasten ; ten leitet, von gar keinem Belang sein konnte,meiner Inschriften nehme ich heute eine Perle her-

    |R. Lepsius.

    vor, eine Perle, welche viele Jahrhunderte in Schutt|

    Letzte Erklrung gegen Hm. Mariette-Bey.Unmittelbar vor dem Schlsse dieser Nummer ist mir die in dem officiellen Journal von Gairo ,1 Egypte*

    gedruckte Korrespondenz zwischen Hrn. Dmichen und Hrn. Mariette-Bey zugegangen. Zu meiner nicht ge-ringen Ueberraschung lenkt der letztere jetzt seinen Angriff von Hrn. Dmichen ab anf mich und bedientsich folgender, ich will sagen hchst ungeschickter Worte: .,Je n'hesite pas k dire qu'eo publiant le premierun monument inedit sans mt'me nommer celui qui la decouverte eu est dac, Mr. L. a mal agi envers moi ,und weiterhin: ,Si Mr. L. avait tenn absolument passer par-dessus les convenances en ne me laissant pasc'ueillir le premier frnit d'nn arbre qne j'ai plante, il eut du tout an moins prononccr mon nom. Ich habehierauf zu antworten, dals Hr. Marielte keine decouverte gemacht hat, wie er in seinem Briefe nach Paris(J'ai decouvert etc.) und an Hrn. Dmichen, die Sprache mifsbrauchend (decouverte = Aufdeckung Ent-deckung), sagt. Durch Hrn. de Rouge htte er sich bereits darber belehren lassen knnen. Aber auch frdie Aufdeckung der Knigstafel bat Hr. Mariette keinen weitern Anspruch auf Zuerkennung eines beson-dern Verdienstes mehr als fr jede andre Mauer, die irgendwo in Aegypten in seiner Abwesenheit in Folgeder von dem Viceknig befohlenen, von Hrn. Mariette geleiteten Ausgrabungen aufgedeckt wird. Dafs dieseAusgrabungen unter seiner Leitung stehen, dafs sie als Monopol betrieben werden, ist der ganzen gypto-logischen Welt bekannt; es wre eins nicht vorauszusetzende Eitelkeit, zu verlangen dafs bei einem jedendurch diese Ansgrabungen zn Tage kommenden Stuck immer von neuem sein Name genannt werde. Diezufllige Nichterwhnung desselben ist kein Mangel an Courtoisie, sondern Anslassnng von etwas, das sichvon selbst versteht.Was aber meine sofortige Verffentlichung selbst betriit, so war dieselbe keine Verletzung gegen Hrn.Mariette, sondern eine Pflicht gegen Hrn. Dmichen und gegen die Wissenschaft. Wie sehr leider der ersterees verschmht, nich( nur de cucillir lui-meme le premier fruit, sondern anch die Wissenschaft di>se Frchtozeitig pflcken zu lassen, das lehrt die Gescliichte der Tafel von Saqara, und bat Hr. Chabas in seiner hieroben angezeigten Brochre el)en so treffend nachgewiesen, wie er die Pflicht solcher Verffentlichungen warmund in edlem Eifer hervorhebt. Wrde es nicht Jedermann, aufeer Hr. Mariette, unverzeihlich von mir ge-funden haben umi gegen alle convenances, wenn ich die mir zu baldigster Publikation bersendete K-nigsliste nebst der kurzen Erluterung derselben durch Hrn. Dmichen an diesen etwa zurckgesendet httemit der Aufforderung, sie erst Hrn. Mariette vorzulegen und dessen Dmckerlaubnifs einznholen? Wann wrdedann wohl die wissenschaftliche Welt dieser Entdeckung theilhaAig geworden sein? R. Lepsius.

    Leipiig, Verlg der J. C. Hinrichs'srhen Buchhandlung. Berlin, Drnrk ron Gebr Uuger (C. Unger), Kuigl. Hofbuchdruckei.

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    25Zeitschriftfr

    gyptische Sprache und Alterthumskimdehei-ausgegeben von Professor Dr. B. Lepsius zu Berlin (Bendler-Strafse 18)

    unter Mitwirkung von Dr. H. Brugsch Knigl. Preufs. Consul zu Kairo.

    April P jh^i

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    26 Ein geographisches Uoicum [AprilDie ptolemische Inschrift von Edfn, welche wir der Copie des Herrn Dmicheu ver-

    danken, setzt uns -ganz nnvermuthet in den Stand, nicht allein die angedeuteten Lckenauszufllen , sondern auch die brigen Vlkergruppen genauer als dies bisher mglich war,zn bestimmen. Ich gebe sie nicht in ihrer ganzen Lnge, da viel mythologisches mitunterluft, sondern hebe nur die geographisch wichtigen Stellen daraus hervor.

    Zunchst sei bemerkt, dafs in der Inschrift nicht von 9, sondern nur von 8 Vlkerndie Rede ist, die zu wiederholten Malen bezeichnet werden als die Hill acht Vlker .IlloDennoch aber werden die Neunvlker in dem Texte der Reihe nach genannt, wie sichder Leser gleich nher berzeugen wird. Dafs auch kein Irrthum des gyptischen Sculp-tovs in der neunmal wiederholten Achtzahl vorliegt, geht aus einer gleich nher zu er-luternden Variante ,^X^ an Stelle von } { = 8 hervor, auf die ich in ihrer besonderenBedeutung bereits in den geographischen Inschriften (Bd. I. s. v. Hermopolis) aufmerksamgemacht habe. In der einleitenden Inschrift werden diese Vlkergruppen genannt die

    \k[ ft -acht han-t-u^ von Aegypten. Dem Zusammenhange nach bedeutet dasWort han-t so viel als Grenzgebiet. Ich denke daher nicht zu iiren, wenn ich es mitdem Coptischen gHfl vicinus, proximus esse in Verbindung setze.

    In der Einleitung wird nun folgendes bemerkt:

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    1865.] voQ H. Brugsch. 27d. h. Diese acht Greuzgebiete gehen vom Lande der Temh im Westen ansund erstrecken sich ostwrts bis zum Ozean.

    Das Land der Temh oder Tamhu bezeichnet, wie ich in meinen geographischen In-schriften nachgewiesen habe, die westlich von Aegypten gelegenen und von der weifsenMenschenrasse bewohnten Theile Nordafrikas. Nea, doch nicht mifszuverstehen , ist dieBezeichnung des stlich von Aegypten gelegenen Meeres (des rothen Meeres und des in-dischen Ozeanes) durch mm.

    Es werden nun der Reihe nach die einzelnen Vlkernamen aufgefhrt , und zwar dieneun Gruppen der alten Liste, worauf die Namen des dazu gehrigen Volkes oder derdazu gehrigen Vlker folgen, mit voranstehendem | t'et er genannt wird so; soheifsen .

    Hier die erste Vlkergruppe nach dem neuen Texte:

    das Achtvolk .... des Sdlandes so heifsen die Ab-u welche sie leben vom Nil.Die zerstrte Gruppe lfst sich aus dem Zusammenhange des Inhaltes mit folgender

    Legende, die sich auf das zweite Volk bezieht, leicht ergnzen. Lernen wir jedoch diesezunchst kennen:

    o I i _mpT^idas Volk der j(ar

    W IHillIIIa

    das Achtvolk des Sdens des Nordlandes so heifst welchefP, I I I

    sie leben vom Wasser des Himmels.Wasser des Himmels ,mu-n-pe (analog dem Coptischen g,OT-W-ne mit gleicher Bedeu-tung) ist natrlich nichts anderes als der Regen, so dafs diese Inschrift folgendes aus-sagt: das Achtvolk des Sdens des Nordlandes, so heifsen die ^ar-er (Karer??), welchesich vom Regen nhren''.

    Die fehlende Gruppe der voranstehenden Legende in entsprechender Weise ergn-zend, erhalten wir als Sinn: das Achtvolk des Nordens des Sdlandes so heifsen dieAb, welche vom Nil leben.

    lieber das dritte Volk belehrt uns die folgende Legende:Hilliiio :r; ^' I I I (^^\das Achtvolk der Anti es heifsen so die Senti (und) Nehes die Berglandschaft

    (5ist das im

    vom Wasser

    Ostendes

    mxvon

    Brunnens

    Hanne/er welchem^: I I

    sie leben vomAA/VMV\

    I

    Regen und

    in gleicher Weise.

    erhalten. Man vergleiche noch folgendes Beispiel aus Todtenbach 78, 26:

    ihre Arme um mich.ie breiten ansDie vollste Form desselben istm\ taut, wie im Pap. Anast. I, 13, 1.

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    28 Ein geographisches nicum. [AprilAlles iii dieser Legende ist ufserst klar. Die geographische Position ist hinlnglich genaubestimmt. Philologisch ist zu bemerken, dafs ^ x^^ ^-^ y>^^^ Brunnen bedeutet,wie schon aus der Inschrift der Goldminen nher nachgewiesen worden ist. Dem lterenj(nem steht im Coptischen ^OflSe fons, scatebra gegenber, in analoger Weise wie das bim Namen des griechisch Chnubis genannten Gottes der altgyptischen Schreibung ^nttwidesselben gegenber, ist eine ptolemische Form des gewhnlichen y pariter ac, sie uL

    Dem vierten Volke ist die folgende Legende gewidmet:1,ill

    das Achtvolk der Menti so heifst.noa

    das Land der> C^l I ^ vv.ierel

    fP I I I AAAAAA D I .4. o c^welche^ I 7=iA/AAAA

    }?sie leben vom Wasser des Niles in seinen stlichen Theilen (und) vom RegenI

    in seinem Westtheile.Nichts ist unverstndlich, nichts schwer zu erklren in dieser Legende.

    Krzer ist die auf das fnfte Volk sich beziehende Legende:

    das Achtvolk der fehennu so heifst das Land der Napit welchef AAAA/SAI I I AAAAAA I00^=^sie leben vom Regen.

    Vom besonderen Interesse ist die lange auf das sechste Volk bezgliche Legende:HillMio

    das Achtvolk

    imAAAAAA(VSAA/V\AA/\A/>A

    eil I ^

    Westen

    I

    des

    der Sam

    dem

    AAAA^^

    es heifsen so die Bewohner von Heh welche (wohnen)Ife

    von Nomos von (pe)-ta-h welchefi I i Isie leben vom

    (sie) NilesI

    inAV^AA^ ^seinem Westen (und) vom Wasser der Brunnen

    im

    Wasser

    in seinem Osten.Alles wiederum klar und verstndlich. Die Variante X an Stelle von Z x^m istCharakter der ptolemischen Schriftepoche. Der Nomos von ta-h oder mit doppeltemArtikel pa-ta-pa-h das Rind-Land ist identisch mit dem Coptischen neTfieg, neTITieg,neTni^ (Aphroditopolis der Heptanomis) wie weiter unten gezeigt werden soll.

    Belehrend ist die Legende zum siebenten Volke. Hier ist sie:lllllillo PcL IHMlllo m^'P,4^,

    das Achtvolk der Su so heifst das Achtvolk der Sous (und) so heifst das Land

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    1865.] von H. Brugsch. 29

    ^\ I \\ I I I I ^ AAA^A^ I Eder Amm welche sie leben vom Wasser des Niles und der Bche. ^'^qq^cJGi'i ^w T.T . = Y r::^ S^Philologisch ist zu bemerken, dafs das Wort T==T .fer//, welches wir durch Bach ber-tragen haben, in offenbarem Zusammenhange steht mit dem Coptischen ty^e^ aquam inrivulos quasi in ramos derivare. Serk wre also gleichsam ein Rinnsal.

    Fr das achte Volk giebt folgende Legende Auskunft und Belehrung:\\\'l JUdol =^ = ^ ^ \a ^ Q ^

    das Achtvolk der Pat so heifst das Land von Nah (arinaf) sie leben vonI W I AA/VAAA TT >.

    Bchen und vom Wasser der Brunnen.Keine Schwierigkeit steht dem Verstndnifs dieses Textes entgegen, so dafs wir nunmehrzu der letzten Legende bergehen, das neunte Volk berhrend:

    1 ' '^das Achtvolk ffa-nebu so heifsen die Inseln in dem Meere sammtt^ '-=^

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    30 Les Ramaes sont-ils de 1^ race des Pasteure? [April1 Farce qu'il faisait mention d'une date notee d'une aatre mani^re que dans les

    annees du roi regnant;2 Parce qu'il donnait la preuve que Ramses II, le Sesostris de la traditio grecque,

    appartiendrait par ses ancetres a la race des Pasteurs, conqu^rants de TEgypte, que Ma-nethon nomine les Hyksos.

    Aujourd'hui la stele de San vient enfin d'etre livr6e a Tetude par Mr. Mariette^),qui en a fait l'objet d'un savant Memoire, dans lequel il apprecie le raonument au doublepoint de vue Signale par M. de Rouge. Quoique le resultat de mes observations per-sonnelles ne s'ecarte pas sensiblement des conclusions de M. Mariette, j'esp^re que cesobservations pourront encore presenter quelque int^rSt aux lecteura du Zeitschrift.

    Description de la st^le.M. Mariette nous apprend que la st^le a ete decouverte, au milieu d'un amas confus

    de gros blocs entasses, dans la partie Orientale du grand temple de San (Tanis). C'estl que se trouvait le sanctuaire; cinq ou six steles ou tombes toutes officielles, toutesde regne de Ramses II, y existaient en dbris plus ou moins reconnaissables.

    La Stele qui est de granit rose (,(1 omii 'wv>M^ ^^ , ainsi que le dit le texte hiero-glyphique) est divis6e en deux parties ou registres, comme la plupart des monuments dece genre. Le registre superieur, qui oecupe la partie arrondie, est l^g^remeut entame parune cassure snr la gaucbe, mais cet accident n'a fait disparaitre que les deux premiersgroupes de deux colonnes d'hieroglyphes, et ces gronpes peuvent etre restitues en toutecertitude ( la premi^re ligne ^S^j &0T'), honneur, gloire, et la seconde^ ^ ^,gouvemeur de vle ou p'efet.

    Registre superieur.Dans ce registre est represent^ le roi Ramses II tenant de cbaque main un vase rempli

    de vin, qu'il offre au dieu Set debout devant lui et portant les insignes habituels des di-vinits egyptiennes, la croix ansee et le sceptre tete de coucoupha. Uno particulariteque M. Mariette fait ressortir avec toute raison, c'est le long ruban ondule qui s'eehappede la mitre du dieu et qui rappelle la lougue queue fourchue de raninoal typhonien, ^^-^aJ.

    Sur la st^le le dieu etait nomme Set de Ramses Meiamon^ mais le groupe qui exprimaitle mot Set a ete martele, de meme qu'un autre groupe qui se trouvait au-dessus des signesA-r-, vivificateur^ et dans lequel nous aurions tiouve, sans aucun doute, un titre du dieu,probablement celui de ^^37 ^ g, hmS ^^.-OT^.p, Seigneur d^Ava^ris, si toutefois lala triple Identification de Tanis, d'Avaris et de San est un fait Wen definitivenuent acquis.

    La colonne d'hieroglyphes qui se lit entre le roi et le dieu, a disparu en partie;eile exprimait I'acte du roi et peut se traduire: don de deu.c vases de vin^ dans le destrd'etre vivie.

    Derriere le roi et dans l'attitude de l'adoration est represente le personnage dedi-cateur de la stele; il s'adresse Set dans les termes suivants, qui remplissent les deuxlignes d'hieroglyphes dont nous avons retabli plus haut les deux premiers groupes: Glmre

    ') Ibid. Mars 1865.*) Je rappelle que je me sens de lettres coptes pour la transcription des mots egyptiens.

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    1865.] Etade sur la Stele de Tan 400 par F. Cbabas. 31d toif Set U de Nou, accorde une vie Keureuse, pour te aermr, au noble p-S/et, Intendantdes cavalesy intettdant des nations^ Intendant de la forteresse {^\J) de Djor.

    Le nom du d^dicateur Seti, qui se retrouve dans le coi-ps de rinscription du denxiemeregistre, etait probablement inscrit en tete d'une troisi^rae ligne, au-dessas des mains dupersoanage. 11 a disparu dans la cassure qui a atteint ce cote de la st^le et qui a en-leve la tete et le eou de S6ti. Le titre de ?^l, Mp-^T, Intendant de la forteresse^est tradit conjecturalement, le groupe T? n'etant pas suffisamment etudie; toutefois ledeterminatif U fait songer un difice clos, fortifi^, defendu. D'ailleurs on conuait,par d'autres monuments le ^- J?^ , isTMflZp, qui est certaineraent hchateau, la forteresae de Djor. U est tr^s-possible que li ne seit qu'une Variante de

    Registre inferieur.Le registre inferieur est occupe par une inscription hieroglyphique de douze ligues,

    dont les deax dernieres sont entamees de chaque beut par une cassure de la pierre. Au-dessous de la douzi^me ligne existe, au milieu de la stele, une bnde libre qui atteint lalargeur d'un quart de Tespacement des lignes; la cassure a enleve la partie inftirieure,raais Ton peut inferer, seit de l'absence de toute trace d'hieroglyphes sur la bnde enquestion, soit meme de rarrangement du texte, que Finscriptlou se terminait ayec ladouzieme ligne. Mais il pouvait y avoir un troisieme registre, contenant une ou plusieursrangees de cartouches royaux, devant lesquels Kamses II etait peut-etre represente, coraraeSeti I Test dans la table d'Abydos. Cette hypothese s'accorderait assez bien avec la qua-lification de grande que le texte donne la stMe, qualUication qui ne serait pas justifieepar la dimensioo du debris retroure par M. Mariette.

    Le texte n'offre aucune difficulte de tradnction; il peut se diviser en trois paragraphes,savoir:P Les quatre premieres lignes qui ne contiennent que la legende de Rams^s IL'

    2 La cinquieme et la sixieme ligne o se ti ouve mentionne Tordre du roi relatif Terection du monument.

    3 Les six dernieres lignes qui relatent la date du voyage fait San par le fonction-aire Seti, et reproduisent sa pri^re au dieu du temple.

    Le premier paragi'aphe est sans interet; il peut etre avantageuseinent remplace parces simples mois: Sous le regne du roi Ramses IL En voici toutefois la traduction litterale:

    Vivant rHoitis-Soleil, taureau putssant, ainiant la verite^ Seigneur des panegyi'ies conimefSon pere PtaJi^ le roi de la Haute et de la Basse-Egypte Ra-usor-ma-Sotep-^n-Ra^ fils duSoleil, Meiamon Ramses, vicificateur, Seigneur des diademes, qui prend soin de VEgypte etchatte les nations etrangeres, Soleil generaieur des dieux, qui posskde les deux Mondes;y^epermer ctor, dominaieur des annees {sannzr^Q 3f( '*''^^)> ^^ i^^ * grand des vainqveurs,y^le Roi de la Haute et de la Basse-Egypte^ Ra-ousor-ma-Sotep-en-Ra, ls du Soleil^ Meiamony.Ramses, Chief sttpi'kme qui s'empare du monde par les monuments {Kleves) son nom.; le^soleii brille au haut du ciel sa volonte, le roi de la Haute et de la Basse-Egypte, Ra-ffUsor-ma-Sotep-en-Ra, ls du Soleil^ Meiamcn Ramses.'*

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    32 Les Ramses sont-ils de la race des Pasteurs? Etde etc. par F. Chabas. [April 1865.]i_lN ?^^a formale ^== ^s. C ^^-^^ , prenant, possedant la terre par les monumenU

    son nom, convient parfaitement a Ramses II, ce grand constructeur, qui couvrit l'Egyptede somptueux editices et dressa ses stMes de victoire dans tous les pays soumis par 3esarmes *).

    La deuxieme phrase merite un examen plus serieux; en voici la traduction interlioeaire.Lig.5. ]^| 11 Tf Q HVI^-^^^^AAAA^ ^ A/VAA^AOrdonna S^ M. de faire une sle grande de pierre de syenite au nom grand de

    '^ J- d IIIses peres dans le desir de faire tenir le nenn du pere de ses peres.Li.-- ^^(5S1 ^ C3HEI ^Hi y^

    Le roi Men-ma-ra, ls du Soleil, Seti Meneptah, tr^s-stable, toujours,

    comme le soleil., chaque jour.Ma traduction ne differe de eelle de M. Mariette que parce que je lie le verbe 1 a >

    C^^., dresser, faire tenir debout, eriger, k l'adjectif aaaaaa Y X Jl , Wefl OT?.g, combi-naison de l'idee de permanence, de stahilite et de Celle d''abondance, multiplicite, accroisse-ment, formant un superlatif absolu analogue ^ '^^, ^ Hp, grand grand, pourdire tres-grand, et beaucoup.

    En definitive, le sens est des plus clairs: Ramses II a donne l'ordre d'eriger unegrande stele sur laquelle seraient inscrits les noms de ses peres afin que le nom du perede ses peres, le roi Seti I y demeurt permanent poier toujours.

    Malheureusement Seti I est le propre pere de Ramses II et non le pre de ses peres.Cette difticulte n a pas arrete M. Mariette, qui s'est content^ d'interposer la pr6positionet entre ce titre de parente et le nom du roi Seti, et qui lit, par suite: afin que le nomdu pere de ses peres (et celui) du roi Seti, etc.

    II n'existe, saus doute, aucune regle philologique absolue qui puisse s'opposer a cetarrangemeut, car l'ancien egyptien supprime le plus souveut la conjonction copulative.Cependant on y rencontre fort souvent aussi le mot

    '^'~^^avec, ainsi que, et, notam-ment toutes les fols qu'il etait utile de faire distinguer les terraes des enumfe'rations. C'est

    ainsi, par exemple, que les difFerents dogmes expliques Cambyse par Outahorsoun,sont separes, dans les mscnptions de la Statuette naophore, par fi et meme une foispar mi , puis encore.

    M. Mariette est bien oblige de chercher devioer quel est ce pkre des peres de Ramses ILComme le texte n'a encore jusqu'ici donne que le nom de Rams6s II lui-meme et celuidu dieu Set martel6 dans le premier r^gistre, le savant explorateur est force de remonterjusqu' Menes. (Suite.)

    ) Cf. Herodote II, 102. 106,Letpxig, Verlag der J. 0. Htnrlcbt'itcben Bnchbandlaog. Berlin, DrucK von Gebr. Unger (C. Unger), KuigL Uofbucbdrucker.

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    33Zeitschriftfr

    gyptische Sprache und Alterthumskundeherausgegeben Ton Professor Dr. B. Lepsius zu Berlin (Bendler-Strafse 18)

    unter Mitwirkung von Dr. H. Bmgsch Knigl. Prenfs. Consnl zu Kairo.Mai Preis jhrUch 5 Thlr. 1865.

    Inhalt.Les Ramses sont-ils de la rac des Pasteurs? Etde sur la stele de Tan 400, par F. Ghabas. (Conclusion.) Ueber die mit den Nomenlisten verbundenen geographischen Namenreihen, Ton R. Lepsius. Angabe

    einer Nilhhe nach Ellen in einem Hieroglyphischen Texte, von H. Bragsch. Erschienene Schriften.Les Ramses sont-ils de la race des Pasteurs?

    Etnde snr la stele de Tan 400par P. Ghabas.

    (Conclusion.)Ur, ce bond en arriere jusqirau fondateur de la premiere dynastie historique deman-

    derait au moins etre appuye sur quelques analogies. Menes, dont le nom vient d'etreheureusement rencontre en tete de la longue liste d'Abydos, n'apparait pas souvent surles monuments, ni dans les textes; il serait bien etonnant que ce nom de si rare occur-rence ait pu etre sousentendu, et les doutes prennent des proportions considerables , siTon reflchit qu'il n'^tait pas difficile d'introduire dans le texte le cartouche fort courtqui et fait disparaitre toute ambiguite de la phrase.

    Les formules du merae genre ne sont pas rares. On trouve, par exemple, que Seti Irendit hommage ^^ l-^3\ C^MIL ^^^ ^^''^ ^^ ^^ Ramses I^); qu'il adressa la parole jgypte^); et eucorc a^^naaa (J ^0 a on vere Ammo7i-Ra et ses dieuxparedres^); qu'il eleva un temple ^^^'^^'(l ^ yJ| ' ^ ^111^1'' ^ 9^^^^ ^o^i dees ph'es les dieua;*').

    Ces citations demontrent que les groupes qui suivent le mot pere en sunt toujours lecomplement immediat. 11 faut donc lire, comme je Tai fait, en serrant le texte, le nomdu pdre de ses peres, le roi Seti J. Mais comme cette traduction consacrerait une erreurmanifeste, nous sommes forces de retablir ici la veritable qualite de S6ti I et la phrasedcvient ce qu'elle doit etre; le nom de son pere Seti L

    ) Denkm. Abth. III, 131, b. La menie formule y est encore repetee avec le preaom deRamses I.) Denkra. III, 140, c.') Ibid, en d; ici la copulatlve 3 ete exprimee.) Abtb.m, 140, c, 9.

    Zelttcbr. f. Xegjpt. Spr. etc. 1865. c

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    34 Les RamseB sont-ils de la race des Paatean? [MaiRectiiie ainsi, le passage satisfait toutes les conditions de clarte et de conveuance;