Castrol Spezial-Schmierstoffe für Fahrzeuge von VW, · PDF fileEigenschaften der...

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  • Castrol Spezial-Schmierstoffefr Fahrzeuge von VW, Seat,Skoda und Audi

  • Inhaltsverzeichnis

    Einleitung 3

    Funktion Motorenl und Motorschmierung 4

    Aufgabenteilung Motorenl / Autofahrer 5

    Herkunft der Schmierstoffe 6

    Vom Erdl zum Schmierstoff 7

    Eigenschaften der Basisle 8

    Die Unterschiede 9

    Additivierung 10

    Spezifikation der Motorenle 11 + 12

    ACEA-Einteilung 13

    Was soll ich einfllen? 14

    Die Castrol-Produkte mit Kurzbeschreibung ab Seite 15

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  • Einleitung

    Vom Betriebsmittel zumentscheidenden Bestand-teil der Konstruktion.So knnte die Geschichte derMotorenschmierstoffe zu-sammengefasst werden. BisMitte des 20. Jahrhunderts wardas Motorenl mehr oderweniger ein Standardprodukt,das zwei oder mehrmals proJahr gewechselt werdenmusste. Ein dnnflssigeresMotorenl fr den Winter undein etwas dickflssigeres frden Sommer. Alle fnftausendKilometer das Motorenl wech-seln war vor nicht allzu langerZeit normaler Autoalltag.

    Mit der Entwicklung von sogenannten Mehrbereichs-Motorenlen fiel der Wechselvon Sommer- zu Winterl weg.Einmal im Jahr das Motorenlmitsamt Filter zu ersetzen, waraber unabhngig von dengefahrenen Kilometern dieRegel. Ende 70er-Jahre lagendie Wartungsintervalle dermeisten Fahrzeuge bei10000 km oder einmal jhrlich.Von jetzt an stiegen dieMotorenl-Wechselintervallerasch an. Seit einigen Jahren sind mit

    der Entwicklung des belas-tungsabhngigen Wartungs-systems die Wechselintervallebei Personenwagen bis ber50000 km mglich. BeiLastwagen kann ein Schmier-stoff sogar bis 100000km imMotor verbleiben, bis er aus-gewechselt werden muss.Das erfordert hoch speziali-sierte Schmierstoffe, derenEigenschaften schon bei derEntwicklung des Motors einengrossen Einfluss auf die Art derKonstruktion haben.

    Das richtige MotorenlDer grsste Teil der Fahrzeuge,die sich heute auf SchweizerStrassen bewegen, brauchtkein Speziall im Motor.Trotzdem lohnt es sich bei derAuswahl des Motorenls einigePunkte zu beachten und dasgeeignete Schmiermittel zuverwenden - die Umwelt undder Motor Ihres Autos werdendadurch weniger belastet.

    Informieren Sie sich in der vor-liegenden Broschre ber dasThema Motorenl und findenSie heraus, welches l fr Siedas richtige ist.

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  • Motorschmierung

    Keine leichte AufgabeMotorenl ist grossen thermi-schen, chemischen undmechanischen Belastungenausgesetzt. Hauptaufgabe des Schmierlsim Motor ist die Bildung einerzusammenhngenden l-schicht an den beweglichenTeilen des Motors. Dieser sogenannte lfilm verhindert,dass sich die einzelnenBauteile des Motors direktberhren. Unter dem Druckder lpumpe wird dasMotorenl erst durch den Filter,dann an alle Stellen desMotors geleitet, die sichgegeneinander bewegen. Von

    diesen Schmierstellen tropftdas Motorenl dann in dielwanne zurck. Dabei mussdas l Temperaturschwan-kungen von bis zu 600C (beiRennmotoren im Winter) stand-halten. Das l altert durchdiese harten Betriebs-bedingungen im Laufe derZeit. SchwersiedendeBestandteile, die besondersbeim Kaltstart ins Motorenlgelangen, fhren bei Benzin-motoren zu einer lverdn-nung. Bei Dieselmotorenhingegen kann durch starkeOxidation und Russbildungeine lverdickung auftreten.

    Fllffnung

    lfilter

    80 - 110C

    180 - 300C

    140 - 220C

    120 - 190C

    100 - 170C

    80 - 150C

    lkreislauf

    lwanne

    lvorrat

    Fllstand Maximum

    Fllstand Minimum

    normaler lverbrauch

    ldruckschalter

    lpumpe

    Nachfllmenge

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  • Aufgabenteilung

    Aufgaben des MotorenlsSchmieren ist die Hauptauf-gabe des Motorenls. Je bes-ser das l, desto kleiner derEnergieverlust und der Ver-schleiss durch aufeinandergleitende Bauteile. Im Innern des Motors khltdas l aus der WanneBauteile, die ihre Wrme nichtan die Khlflssigkeit oderUmgebungsluft abgeben knnen.Das Motorenl sorgt fr eineFeinabdichtung, beispiels-weise zwischen Kolbenringenund Zylinderwand.Der stetige lumlauf reinigtden Motor von Verbrennungs-rckstnden plus anderenAblagerungen und bindetdiese im l, bis dieVerunreinigungen beim l-und Filterwechsel entsorgtwerden. Das Motorenl darfkeinen Schaum durch Luft-oder Dampfblasen bilden.Letztlich schtzt der lfilmden Motor vor Korrosion.

    Aufgaben des FahrersEine fast schon in Vergessen-heit geratene Ttigkeit rundums Autofahren gewinnt inletzter Zeit wieder vermehrt

    Aufmerksamkeit: Die l-standskontrolle. Bei vielenAutomarken war es bis jetzt -insbesondere fr Fahrer mitdurchschnittlichen Kilometer-leistungen - kaum je ntig, beider lstandskontrolle auchnachzufllen. Einmal im Jahrl- und Filterwechsel und dieSache war erledigt. Wer ein lteres Auto odereines mit sehr viel Kilometernauf dem Tacho fhrt, ist sichmeist gewohnt, selbst dasMotorenl nachzufllen undweiss meist auch genau,welche lsorten sein Autobentigt.

    Aktuelle Fahrzeuge mit ver-lngertem Service-Intervallerlauben auch dem Vielfahrereine lange Zeit ohneWerkstatt-Aufenthalt. Maximalzwei Jahre oder 50000km,oder einmal um die Erde. Unddas bei vier Liter Motorenl.Da kann es aufgrund des nor-malen (wenn heute auch mini-malen) lverbrauchs im Motorvorkommen, dass dielmenge zwischen denServiceintervallen wieder aufden maximalen Fllstand ge-bracht werden muss.

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  • Herkunft der Schmierstoffe

    Viele Marken und Preisemachen die AuswahlschwierigDie grosse Vielfalt an verschie-denen Motorschmierstoffenwirkt oft erschwerend bei derAuswahl des richtigen Pro-dukts. Darum werfen wir denBlick auf die Herkunft derSchmierstoffe und erfahren so,wo der Grund fr unterschied-liche Preise und Spezifikationenliegt.

    Motorenl - Erbe derUrzeitDie Begriffe Erdlfrderung,Raffinerie und Petrochemiesind eng miteinander ver-knpfte, riesige Maschinerien,deren Produkte alle in irgen-deiner Form aus dem RohstoffErdl hergestellt sind. Die Geschichte des Erdls beginnt, so nimmt man heutean, in grauen Vorzeiten.Damals sanken abgestorbenetierische und pflanzlicheOrganismen auf den Meeres-grund. Im Laufe der Zeit wurdediese Biomasse von einer Erd-und Tonschicht bedeckt.Darauf entstand unter Druck,

    Erdwrme und dem Mitwirkenvon Bakterien das, was wirheute Erdl nennen.

    Die Erdlvorkommen befindensich an Stellen, an denen sichzur Zeit der Erdlentstehungflache Binnenmeere ausdehn-ten. Im mittleren Osten, Mittel-und Nordamerika, Mittelasien,dem Nordseegebiet sowie inNord- und Westafrika.Fr das Auffinden von Erdl-lagersttten gibt es eine ganzeReihe geologischer, aber inzwi-schen auch satelliten-gesttzterAnalysemethoden. Sind dieErdllager entdeckt, werden sieangebohrt. Auf dem Land mitBohrtrmen oder Offshore, imMeeresgrund, mit Bohrinseln.Die nchste Station des Rohlsist die Raffinerie.

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  • Die Raffinerien haben dieAufgabe, das Erdl in ver-schiedene Produktegruppen zuzerlegen und diese zu reini-gen. Von 100 Prozent Erdl,das sind ber 3,5 Mio. Tonnenpro Jahr, werden etwa 3Prozent schlussendlich alsSchmierl eingesetzt. Dabeigibt es grundstzlich dreiGruppen von Basisprodukten,aus denen dann Motorenlwird. Erstens das reineMinerall, relativ einfachesKondensat aus dem Erdl, dasdurch Destillation und

    Raffination gewonnen wird.Dann das so genannte HC-l(Hydrocrackl), bei dem ausverschiedenen Erdl-Moleklenein Basisschmierstoff zusam-mengesetzt wird. Zuletzt nochdie synthetischen Grundle,bei denen alle Molekle auf-grund der vollstndigen Syn-thetisierung genau gleich auf-gebaut sind. Aus diesen dreiGruppen von Basislen wer-den die Schmierle durchzugeben von Zusatzstoffen(Additiven) zu Motorenlenlegiert.

    Zusammensetzung des Erdls Umsetzung in der

    Raffinierie

    MineralischesBasisl

    Hydrocrack-Basisl

    SynthetischesBasisl

    unkontrolliertes Gemisch verschiedener

    Molekle

    kontrolliertes Gemisch verschiedener

    Molekle

    genau definierte, immer gleiche

    Moleklstruktur

    Vom Erdl zum Schmierstoff

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  • Eigenschaften der Basisle

    Wie bereits gesehen, ergebenunterschiedliche Aufberei-tungsarten in der Raffinerieunterschiedliche Qualitten beiden Basislen. Aus denenentsteht spter zusammen mitden Additiven das fertigeMotorenl. Gerade die Qualittdes Basisls, das 70 bis 90Prozent des fertigen Motoren-schmierstoffes ausmacht, istentscheidend dafr, welcheSpezifikationen das fertigeProdukt erreichen kann.Denn nicht mit allen Basislenknnen die hochwertigstenEndprodukte entstehen. Dazuetwas Theorie:

    Viskositt ist die innereReibung eines ls beim Flies-sen; also die Zhflssigkeit. DieViskositt ist temperaturab-hngig. Ist die Temperatur tief,das l kalt, so fliesst es zh;die Viskositt ist hoch. Ist die

    Temperatur hoch, so ist das ldnnflssig; die Viskositt alsotief.

    Der Viskosittsindex (VI) erklrtdas Fliessverhalten des ls beiwechselnder Temperatur. Eintiefer VI bedeutet, dass das lsich in seiner Zhflssigkeitsensibel der Temperaturanpasst. Ein hoher VI weistdarauf hin, dass sich dasFliessverhalten des ls auchbei wechselnden Temperaturenweniger ndert, es behlt seineViskositt bei.

    Unterschiede der BasisleMinerall HC-le Synthese-l

    Viskosittsindex 90-100 120-130 bis 180Pourpoint C -15C -20C bis -60CVerdampfungsverlust 12-30% 6-15% 5-12%Oxidationsstabilitt gut sehr gut extrem gutPreisfaktor 1 1.5 3

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  • Die Unterschiede

    Kein l kann allesEs gibt also aufgrund dertechnischen Eigenschaften derdrei Basislsorten (mineralisch,hydrocracked und synthetisch)gewisse Einschrnkungen. Soknnen mineralische Schmier-stoffe nie die Leistung einesVollsynthesels erreichen. Da-fr sind sie im Preis gnstiger.

    Nicht jedes l muss alles knnenSind es nur noch wenige tau-send Kilometer bis zum nch-sten lwechsel, reicht zumNachfllen meist ein Schmier-stoff, der die Anforderungendes Autoherstellers erfllt. Freine Neubefllung lohnt es sichbeim lwechsel zu prfen, obsich ein Motorenl eignet, dasdie Anforderungen bertrifftund dafr einiges an Mehr-leistung bietet. Auch