CFB Fonds 166 Twins 1 - Sind die Anleger Opfer eines Betrugs geworden?

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    25-Jun-2015
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Rund 59 Mio. € Eigenkapital haben Commerzbank-Kunden im Jahr 2008 in den CFB Fonds 166 Twins 1 investiert. Sie beteiligten sich damit an der MS "Nedlloyd Adriana" und der MS "Nedlloyd Valentina", zwei 2.556 TEU Vollcontainerschiffen der Sub-Panamax-Klasse. Die im Jahr 2002 bestellten und um den Jahreswechsel 2003/2004 ausgelieferten Schiffe gehörten zuvor dem CFB-Fonds 146, der die Schiffe für jeweils rund 27,5 Mio. USD erworben hatte. An den CFB Fonds 166 wurden die zwischenzeitlich rund vier Jahre alten Schiffe, wie dem Fondsprospekt zu entnehmen ist, für 41,75 Mio. USD verkauft. Ein Gewinn von 162,5% für den veräußernden Fonds, der nur dadurch möglich wurde, dass die Schiffspreise sich 2007 in einer Hochphase befanden. Für den verkaufenden Fonds und seine Anleger ein Bombengeschäft. Auch die Commerzbank-Tochter CFB profitierte davon in Form von satten Vergütungen für die Neuauflage des Fonds. Ebenso die Commerzbank, die für den Vertrieb des Fonds hohe Provisionen eingenommen hat.

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  • 1. CFB Fonds 166 Twins 1 Sind die Anleger Opfer eines Betrugs geworden? Falschberatung durch Dresdner Bank und Prospektfehler Rund 59 Mio. Eigenkapital haben Commerzbank-Kunden im Jahr 2008 in den CFB Fonds 166 Twins 1 investiert. Sie beteiligten sich damit an der MS "Nedlloyd Adriana" und der MS "Nedlloyd Valentina", zwei 2.556 TEU Vollcontainerschiffen der Sub-Panamax-Klasse. Die im Jahr 2002 bestellten und um den Jahreswechsel 2003/2004 ausgelieferten Schiffe gehrten zuvor dem CFB-Fonds 146, der die Schiffe fr jeweils rund 27,5 Mio. USD erworben hatte. An den CFB Fonds 166 wurden die zwischenzeitlich rund vier Jahre alten Schiffe, wie dem Fondsprospekt zu entnehmen ist, fr 41,75 Mio. USD verkauft. Ein Gewinn von 162,5% fr den veruernden Fonds, der nur dadurch mglich wurde, dass die Schiffspreise sich 2007 in einer Hochphase befanden. Fr den verkaufenden Fonds und seine Anleger ein Bombengeschft. Auch die Commerzbank-Tochter CFB profitierte davon in Form von satten Vergtungen fr die Neuauflage des Fonds. Ebenso die Commerzbank, die fr den Vertrieb des Fonds hohe Provisionen eingenommen hat. berteuert eingekaufte Schiffe Der Prospekt des CFB-Fonds 146 warb die Anleger mit den historisch niedrigen Niveau der Einstandspreise fr Containerschiffsneubauten. Davon, das sich die Schiffspreise im Jahr 2007, als der CFB Fonds 166 Twins 1 sie erwarb, in einer Phase historisch hoher Preise befand, ist im Prospekt nicht die Rede. Vielmehr wird ein Wertgutachten zitiert, in dem der Kaufpreis der Schiffe als marktgerecht bis gnstig bezeichnet wurde. Was den Anlegern verschwiegen wurde: Der Kaufpreis fr Schiffe orientiert sich im Wesentlichen an den zum Kaufzeitpunkt erzielbaren Charterraten. In den Jahren 2003 - 2008 war ein weit berdurchschnittlicher, vllig auergewhnlicher Anstieg der Charterraten und damit auch der Schiffspreise zu verzeichnen. Daher trifft die Aussage aus dem Wertgutachten, bezogen auf den Kaufzeitpunkt, zu. Da dieser aber einen langfristig investierenden Anleger berhaupt nicht interessiert, ist diese Information eher zur Irrefhrung von Anlegern, denen der Marktzusammenhang nicht bekannt ist, geeignet. Die Charterraten sind im Herbst 2008 nicht zuletzt infolge des sich aufgrund der zahlreichen Bestellungen neuer Containerschiffe bereits lange vorher abzeichnenden drastischen berangebots an Transportkapazitten stark und nachhaltig eingebrochen. Diese Entwicklung war sowohl in der Fachpresse, als auch in der Wirtschaftspresse bereits seit Ende 2005 vorhergesagt worden. Hierauf wurden die Anleger vor der Zeichnung nicht hingewiesen. Die Pleite der Lehman-Bank und der daraus resultierende Schock fr die Weltwirtschaft war lediglich ein zustzlicher, verstrkender Faktor. Heute befinden sich die Charterraten auf einem im Vergleich zu den Boom-Jahren 2003 - 2008 vergleichsweise niedrigen Niveau. Daher sind die Chartereinahmen nach dem Auslaufen der Festcharter auch deutlich niedriger. Der Kauf der Schiffe und die Beteiligung am CFB-Fonds 166 stellt faktisch eine Spekulation auf nachhaltig hohe Chartereinnahmen dar, da die Schiffe zu historisch hohen Preisen gekauft wurden.

2. Bleiben die Charterraten hoch und die Einnahmen langfristig stabil, knnen die infolge der hohen Kreditaufnahme hohen Kosten fr Zins und Tilgung bedient werden. Bleiben die Schiffspreise hoch, kommt es zu keiner Verletzung von Wertsicherungsklauseln aus den Schiffshypothekendarlehensvertrgen und infolgedessen nicht zu Risiken fr den Bestand der Schiffsgesellschaften. Sinken hingegen die Charterraten, was bereits seit Herbst 2005 fr die Zeit ab 2008 vorhergesagt wurde, droht die Zahlungsunfhigkeit der Schiffe und eine Verletzung der Wertsicherungsklauseln und damit quasi zwangslufig der Verlust des Anlegerkapitals. Wurden Anleger getuscht? Es drngt sich der Verdacht auf, dass die Anleger des CFB-Fonds 166, die langfristig investieren wollten, ber die im langfristigen Vergleich weit berdurchschnittlichen Schiffskaufpreise getuscht wurden. Wesentliche Marktinformationen wurden ihnen vorenthalten. Nicht nur, dass ihnen die prognostizierte rcklufige Entwicklung von Charterraten und Schiffskaufpreisen nicht mitgeteilt wurde, auch Informationen ber die historische Entwicklung der Schiffskaufpreise, denen der im langfristigen Vergleich hohe Kaufpreis zu entnehmen gewesen wre, finden sich im Prospekt nicht. Schadenersatzansprche gegen die Commerzbank AG Anlegern des CFB Fonds 166 Twins 1 stehen aus diesen und anderen Grnden nach unserer Auffassung Schadenersatzansprche zu. Mehr Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage auf der CFB Fonds 166 Seite. Nittel | Fachanwlte rund um Ihr Vermgen Ihr Ansprechpartner Mathias Nittel, Rechtsanwalt | Fachanwalt fr Bank- und Kapitalmarktrecht Heidelberg: Hans-Bckler-Strae 2 A, 69115 Heidelberg Tel.: 06221 - 915770 | Fax: 06221 9157729 Mnchen: Residenzstrae 25, 80333 Mnchen Tel.: 089 25549850 | Fax: 089 25549855 Hamburg: Drpfeldstrae 6, 22609 Hamburg Tel.: 040 - 53799042 | Fax: 040 - 53799043 Berlin: Cicerostrae 21, 10709 Berlin Tel.: 030 - 95999280 | Fax: 030 - 95999279 Leipzig: Rosa-Luxemburg-Strae 27 (Listhaus) 04103 Leipzig Tel.: 0341 21 8296 00 | Fax: 0341 21 8296 01