Daten zur - Bertelsmann Stiftung Nonprofit-Organisationen, deren Summe als Nonprofit-Sektor oder...

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  • Zivilgesellschaft in Zahlen – Band 2

    Daten zur Zivilgesellschaft

    Norman Spengler, Jana Priemer

    Eine Bestandsaufnahme

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    nd 2

  • Norman Spengler, Jana Priemer

    Daten zur Zivilgesellschaft Eine Bestandsaufnahme*

    *Im vorliegenden Band werden die Ergebnisse aus dem Projektbericht zusammengefasst.

    Der vollständige Bericht ist als PDF unter www.zivilgesellschaft-in-zahlen.de verfügbar.

    Zivilgesellschaft in Zahlen – Band 2

  • Inhaltsverzeichnis …………………………………………………………………………………………………………………………………….………………………………..……

    Vorwort 5

    …………………………………………………………..………………………………………………….……………………………………………………………

    Zielsetzung und Aufbau 7

    …………………………………………………………..………………………………………………….……………………………………………………………

    Die Ziele 7 UN-Handbuch als Grundlage 7 Die Steckbriefe 7

    Ein Wort zur Methodik 8

    …………………………………………………………..………………………………………………….……………………………………………………………

    Zivilgesellschaft und Dritter Sektor 8 Zuordnungskriterien von Nonprofit-Organisationen 9 Anpassungen an die deutsche Situation 10 Die berücksichtigten Variablen 12

    Die wichtigsten Ergebnisse 14

    …………………………………………………………..………………………………………………….……………………………………………………………

    Kultur und Freizeit 16 Bildung und Forschung 18 Gesundheitswesen 20 Soziale Dienste 21 Natur- und Umweltschutz 24 Wohnungswesen und Beschäftigung 26 Rechtswesen, Bürger- und Verbraucherinteressen und Politik 27 Stiftungen und Förderung des Ehrenamtes 29 Internationale Aktivitäten 31 Religions- und Glaubensgemeinschaften 33 Wirtschaftsverbände, Berufsverbände und Gewerkschaften 34

    Bewertung der Datenlage und Empfehlungen 37

    …………………………………………………………..………………………………………………….……………………………………………………………

    Aussagereichweite der Daten 37 Empfehlungen 38

  • 4

  • 5

    Vorwort ……………………………………………………………..………..……………………………………………………………………………………………………

    Obwohl die Zivilgesellschaft als Themenbereich in Wis-

    senschaft und Politik stark an Bedeutung gewonnen hat,

    ist sie empirisch bislang kaum erfasst. Zahlen für

    Deutschland liegen, wenn überhaupt, nur für Teilberei-

    che vor und sind oftmals veraltet. Die meisten Informa-

    tionen zur Ausprägung und Bedeutung des Dritten Sek-

    tors in Deutschland beruhen auf Daten, die 1995 im

    international vergleichenden „Johns Hopkins Comparati-

    ve Nonprofit Sector Project“ erhoben wurden. Seitdem

    hat sich jedoch die Struktur des Dritten Sektors in

    Deutschland stark verändert, ebenso wie die ökonomi-

    sche, arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitische Bedeu-

    tung. Was bislang fehlt, sind aktuelle Grundlagendaten,

    die die gegenwärtige Situation des Sektors und zukünfti-

    ge Veränderungen und Entwicklungen ausreichend

    differenziert abbilden. Auch ein systematischer Überblick

    über das Vorhandensein solcher Daten steht noch aus.

    ZiviZ - „Zivilgesellschaft in Zahlen“, ein Gemeinschaftspro-

    jekt des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft,

    der Bertelsmann Stiftung und der Fritz Thyssen Stiftung,

    soll diese Informationslücke schließen. Ziel des Gesamt-

    projektes ist der Aufbau eines „Informationssystems

    Zivilgesellschaft“, einer auf Dauer gestellten wissen-

    schafts- und praxisrelevanten sowie international ver-

    gleichbaren Berichterstattung zu wesentlichen Eckwer-

    ten, Strukturen und Trends der deutschen Zivilgesell-

    schaft.

    Einer der ersten Schritte des Projektes „Zivilgesellschaft in

    Zahlen“ ist, in Zusammenarbeit mit dem Statistischen

    Bundesamt aus dem dort angesiedelten Unternehmens-

    register (URS) die Kerndaten für das angestrebte Infor-

    mationssystem zu ermitteln. Methodisch basieren die

    Arbeiten auf dem von den Vereinten Nationen (UN)

    veröffentlichten „UN Handbook of Nonprofit Institutions

    in the System of National Accounts“.

    Als Ergänzung zu den Inhalten und Ergebnissen der Ar-

    beiten des Statistischen Bundesamtes wurde in einem

    weiteren Projektschritt die Datenlandschaft zum Dritten

    Sektor systematisch aufgearbeitet. Das Ergebnis ist die

    „Landkarte zur Datenlage Dritter Sektor/Zivilgesell-

    schaft“. Sie ist keine Berichterstattung über die Zivilge-

    sellschaft, sondern eine Beschreibung zur Datensituation

    zur Zivilgesellschaft.

    Die Arbeiten wurden unter der Federführung von Pro-

    fessor Dr. Helmut K. Anheier am Centrum für Soziale

    Investitionen und Innovationen (CSI) an der Universität

    Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Wissenschafts-

    zentrum Berlin (WZB) ausgeführt. Wir möchten dem

    Autorenteam, bestehend aus Mareike Alscher, David-

    Karl Hubrich, Eckhard Priller, Norman Spengler, Timo

    Tamm, für ihre unermüdliche Recherche ganz herzlich

    danken! Im vorliegenden Bericht sind die zentralen Er-

    gebnisse zusammengefasst.

    Jana Priemer und Holger Krimmer

    Essen, März 2011

  • 6

  • 7

    Zielsetzung und Aufbau ……………………….…………………………………………………………..…………………………………………………………………….…………………

    Die Ziele

    Im Rahmen des Gesamtprojektes „Zivilgesellschaft in

    Zahlen“ werden mit der „Landkarte zur Datenlage Dritter

    Sektor/Zivilgesellschaft“ (kurz: Datenlandkarte) im We-

    sentlichen drei Ziele erfüllt: (1) Die Identifikation von

    Datenquellen, die als Ergänzung in die vom Statistischen

    Bundesamt bereitgestellten Daten in ein „Informations-

    system Zivilgesellschaft“ überführt werden könnten. Es

    wird analysiert, welche Datenquellen für eine solche

    statistische Dauerbeobachtung in Frage kommen.

    (2) Bestehendes Datenmaterial wird zusammengeführt,

    um dann erste Aussagen zur aktuellen Datensituation

    des Dritten Sektors zu treffen. (3) Lücken in der empiri-

    schen Datenbasis zum Dritten Sektor sollen aufgezeigt

    werden, um eigene Datenerhebungen vorzubereiten.

    Uns interessiert insbesondere die Frage, in welchen

    Bereichen der organisierten Zivilgesellschaft die Datenla-

    ge besonders lückenhaft ist, bzw. in welchen Bereichen

    Daten zwar zur Verfügung stehen, aber nicht in der not-

    wendigen Regelmäßigkeit oder Qualität vorliegen.

    UN-Handbuch als Grundlage

    Der Methodik des „UN Handbook of Nonprofit Instituti-

    ons in the System of National Accounts“1 (kurz: UN-

    Handbuch) folgend wurde systematisch nach Engage-

    mentbereichen recherchiert. Klassifikationsgrundlage

    war die „International Classification of Nonprofit Organi-

    zations“ (ICNPO). Die ICNPO ist eine international aner-

    kannte Klassifikation für den Nonprofit-Bereich, bzw. für

    den Dritten Sektor, welche im UN-Handbuch2 detailliert

    beschrieben wird. Sie untergliedert den Dritten Sektor in

    zwölf Tätigkeitsbereiche und diese wiederum in Unterg-

    ruppen. Damit wird eine bessere Strukturierung des

    sonst schwer greifbaren Feldes des gemeinnützigen

    Handelns erreicht. Zudem können eindeutige Aussagen

    für jeden Engagementbereich getroffen werden. Die

    Ergebnisse der Datenlandkarte werden für die einzelnen

    ICNPO-Gruppen (Dritter-Sektor-Bereiche) ausgegeben.

    Um möglichst alle Datenquellen zu erfassen und damit

    umfassende und nachhaltige Aussagen treffen zu kön-

    nen, wurde innerhalb der Amtlichen Statistik, der Minis-

    terien, anderen staatlichen Institutionen und den betrof-

    fenen Organisationen (Verbände und Dachverbände)

    nach relevanten Datensätzen gesucht. Wissenschaftliche

    (Erhebungen und Untersuchungen) und sonstige

    (z. B. Umfragen) Veröffentlichungen wurden in die Re-

    cherche einbezogen.

    Die Steckbriefe

    Von den für die Datenlandkarte untersuchten Daten-

    quellen werden einige qualitativ hochwertige und im

    regelmäßigen Turnus veröffentlichte Daten in den soge-

    nannten Steckbriefen3 vorgestellt. Mit diesen sollen die