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  • Folie 1
  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Psychologische Gesundheitsfrderung im Lebensbereich Schule Franz Sedlak
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Hinweis Die Folien greifen wichtige Bausteine der psychologischen Gesundheitsfrderung auf; das verbindende Konzept ist in der Broschre dargelegt. 2 2
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Psychologische Gesundheitsfrderung Psychologische Gesundheitsfrderung ist ein weites Gebiet. Ihre Anwendungsmglichkeiten sind vielfltig. Wichtige Teil- bereiche der psychologischen Gesundheitsfrderung sind z.B. Gewaltprvention Suchtprvention Sexualerziehung Persnlichkeitsbildung und -entwicklung Frderung eines positiven Schul- und Klassenklimas Problemlsungsstrategien Lerntechniken 2 3
  • Folie 4
  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Definition > Die Weltgesundheitsorganisation definiert: Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen krperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen. Gesundheitsfrderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein hheres Ma an Selbstbestimmung ber ihre Gesundheit zu ermglichen und sie damit zur Strkung ihrer Gesundheit zu befhigen. 4
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Diagnose- und Therapie-Quadrat (Sedlak) Es gibt vier wichtige Aspekte der Gesundheitsfrderung: Geistig Seelisch Krperlich Handlungsbezogen. > Geistig: Wachheit des Bewusstseins, geistige Fhigkeiten, Begabung, dementsprechend auch Fhigkeitsdefizite, Teilleistungsschwchen etc. 5 geistig handlungs- bezogen krperlich seelisch
  • Folie 6
  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Diagnose- und Therapie-Quadrat (Sedlak) > Krperlich: Leistungsfhigkeit des Krpers, besondere Sinnesleistungen, Vitalitt, dementsprechend auch Sinnesbehinderungen, krperliche Entwicklungsrckstnde, Disharmonien der Grob- und Feinmotorik etc. 6 geistig handlungs- bezogen krperlich seelisch
  • Folie 7
  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Diagnose- und Therapie-Quadrat (Sedlak) > Seelisch: Werthaltungen, Interessen, Einfhlungsfhigkeit, Beziehungsfhigkeit, dementsprechend ngste, Motivationsprobleme, seelische Entwicklungsrckstnde, Disharmonien, Probleme im Umgang mit anderen, etc. 7 geistig handlungs- bezogen krperlich seelisch
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Diagnose- und Therapie-Quadrat (Sedlak) 8 > Handlungsbezogen: Strategisches Handeln, Kennen und Anwenden von angemessenen Lsungsmustern, Geschicklichkeit, dementsprechend keine alters- gemen Handlungsmuster, mangelnde Fertigkeiten in der auf der jeweiligen Altersstufe erwartbaren Selbstversorgung wie z. B. Essen, Reinlichkeit etc. geistig handlungs- bezogen krperlich seelisch
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Beispiel 9 Eine seelische Strung (etwa Angst) wirkt sich auf das krperliche Befinden (etwa Erbrechen) aus. Dieses kann sich wieder umgekehrt auf das seelische Wohlbefinden, die krperliche, geistige Leistungsfhigkeit und die Handlungs- fhigkeit auswirken.
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Beispiel Schlafstrungen Die Flle der Ursachen von Schlafstrungen zeigt auf: Man kann dem Phnomen nur durch eine Vielzahl differenzierter, individuell anzupassender Konzepte begegnen. 10 Zwischen diesen vier Einflussberei- chen kann es zu Wechselwirkungen kommen, die sich auf das seelische Wohlbefinden aus- wirken.
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Demonstration der Kooperation Demonstration der Kooperation von Medizin, Psychologie und Pdagogik in den berschneidungszonen 11
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Demonstration der Kooperation Das gemeinsame berschneidungsgebiet kennzeichnet das gemeinsame Anliegen: Sorge fr ein gesundheitsfrderliches Schulklima > Zwischen Pdagogik und Medizin ergeben sich z.B. Fragen der krpergerechten Klassenzimmereinrichtung (Beleuchtung, Tische, Bnke, Belftung) > Eine den organischen Bedrfnissen gerecht werdende Unterrichtsgestaltung (Pausen, Bewegung, Ernhrung) > Die Lernfortschrittsbeeintrchtigungen durch krperliche Einflussfaktoren (hormonelle Vernderungen, Wachstum, Erkrankungen, Beeintrchtigungen etc.) 12
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Demonstration der Kooperation > Zwischen Pdagogik und Psychologie liegt das Feld der frderlichen Beziehungskultur zwischen den Schulpartner/innen, die Untersttzung von Lernprozessen, die psychologischen Hilfen zur Individualisierung des Unterrichts, die Beratung, Begleitung und Behandlung bei seelischen Ursachen fr Lernblockaden, Prfungsangst, Isolation u.v.a.m. > Zwischen Medizin und Psychologie spannt sich das weite Feld psychosomatischer und somatopsychischer Wechsel- wirkungen (vom Schulkopfschmerz und morgendlichen Erbrechen bis zur Magersucht). 13
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Psychische Risikofaktoren > Haltlosigkeit Darunter versteht man Desintegriertheit (Erleben des Andersseins, Auenseiterseins) mit teilweiser oder gnzlicher Isolation (Risikofaktor Einsamkeit bei mangelhaften sozialen Netzen in Peergroup oder Familie) > Hilflosigkeit Damit ist entweder eine tatschlich erfahrene oder flschlicherweise angenommene Inkompetenz, verbunden mit Misserfolgserwartung gemeint. > Hoffnungslosigkeit Darunter ist eine No-future-Einstellung zu verstehen, eine Verengung der Lebensperspektiven, die keine Sinnfindung im schulischen / beruflichen Bereich oder im persnlichen Freizeitbereich zulsst. 14
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Schutzfaktoren > Fhigkeit, Selbstwirksamkeit zu entwickeln (die Fhigkeit, mit den Erfordernissen zurecht zu kommen, die Aufgaben zu bewltigen, sich selbst helfen zu knnen) > die Geborgenheit in einem sozialen Beziehungsgefge (bzw. Verantwortung fr andere Menschen haben, aber auch fr sich selbst ein Beziehungs- bzw. Helfernetz nutzen knnen). Schlielich gehrt auch > die Zukunftsperspektive dazu, ebenso die Sinnerflltheit in der Gegenwart, die Mglichkeit, persnliche Werte realisieren zu knnen. Das Konzept der drei Risikofaktoren (vorige Folie) bzw. Schutzfaktoren entwickelte Sedlak aufgrund eigener Untersuchungen. 15
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Psychosomatik > Theorien erklren die Wechselwirkung 1. Das Konzept der Organneurose besagt, die unterdrckten Flucht- oder Angriffsreaktion bewirken eine Alarmreaktion des Krpers, dieser unterscheidet nicht zwischen echter und symbolischer Lebensgefahr und kommt aus dem Gleichgewicht. 2. Das Konzept des mechanischen Denkens, der Alexithymie (Leseschwche des Gemts) bezieht sich darauf: Gefhle knnen nicht gut wahrgenommen, differenziert bzw. ausge- drckt werden. Dadurch kommt es zu einer Sprache des Krpers - genauer, des Gewebes. 16
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Psychosomatik 3. Die Annahme der Resomatisierung beinhaltet, dass Konflikte in Belastungsphasen wieder krperlich ausgedrckt werden, anstatt zu reiferen Mglichkeiten zu greifen. 4. Das Stressmodell fhrt an, dass lang anhaltender negativer Stress zum Zusammenbruch (Dekompensation) fhrt. 5. Die Annahme des locus minoris resistentiae (Ort des geringsten Widerstandes) im Krper meint: Problemstellen zeigen das Gesamtproblem an. 17
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Psychosomatik > Wichtig ist der zugrunde gelegte Gesundheitsbegriff: 1. Die Regulationsmodelle peilen insbesondere die Bewegung zum Gleichgewicht an 2. Die Sinnorientierungsmodelle die Bewegung aus dem Gleichgewicht hin zur Herausforderung 3. Den Kongruenzmodellen geht es um die bereinstimmung der Person mit sich selbst Wo das Gleichgewicht gestrt ist, die sinnvolle Herausforderung fehlt, Fremdheit sich selbst gegenber empfunden wird, kann es zur Erkrankung kommen. 18
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Psychotherapie Es gibt verschiedene Methodenorientierungen, z.B. 1. Tiefenpsychologisch-psychodynamisch (z.B. Katathym Imaginative Psychotherapie, Autogene Psychotherapie, Individualpsychologie), 2. humanistisch-existentiell (z.B. Klientenzentrierte Psychotherapie, Logotherapie und Existenzanalyse), 3. systemisch (z.B. systemische Familientherapie) und 4. verhaltenstherapeutisch ( z.B. Verhaltenstherapie). 19
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Psychotherapie 20
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Therapieziele Soll vorwiegend Einsicht in die eigenen Probleme gewonnen werden? (Einsichtsziel) Soll vorwiegend strendes Verhalten gendert oder angemessenes Verhaltensrepertoire aufgebaut werden? (Handlungsziel) Soll Vergangenes aufgearbeitet werden? Soll die Konzentration darauf liegen, die Gegenwart besser zu bewltigen? 21
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  • Dr. Franz Sedlak Psychologische Gesundheitsfrderung Stressquellen Gesundheitliche Probleme (Vegetative Strungen, Nervositt, Migrne etc.) Finanzielle Schwierigkeiten Probleme durch Abwehren (Probleme werden eher verniedlicht) Probleme durch Sensibilisieren (Probleme werden hochgespielt) Beziehungsprobleme Kontaktschwierigkeiten Familire Probleme 22
  • Foli